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Lunar
Luciano Nacho






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Die ersten warmen Tage - 1. Forum
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Die ersten warmen Tage




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Kyro, Lijenna, Joshua



09.07.2010 18:03
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Lunar
Luciano Nacho






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Die ersten warmen Tage (Frühling) - 21.02.2005-07.03.2005
Inplaydatum: 02.05.2005



Die Sonne hat den Kampf gegen den Winter gewonnen. Der Schnee ist völlig verschwunden, nur die Gipfel der Berge erinnern noch an den harten Winter. Die Luft ist erfüllt vom Duft des Frühlings.

Die Welpen sind nun knappe 5 Wochen alt und nicht mehr zu halten. Langsam aber sicher wurden sie allen des Rudels vorgestellt und es herrscht absoluter Friede im Rudel, bis auf die Welpen, die gerne Unruhe stiften.


Lioku lag verschlafen am Rudelplatz und seufze, als er schon wieder geweckt wurde. Einer seiner Welpen hatte gekläfft. Der Alpha fragte sich, ob die Kleinen mit Absicht nie zur gleichen Zeit schliefen, damit sie ihm das Leben schwer machen konnten. Natürlich liebte er sie über alles, dennoch war es härter als er dachte, Vater zu sein. Er gähnte ausgiebig und ließ den Blick schweifen. Es war ein so herrlicher Tag, sicher würden sie mit den Welpen heute viel Spaß haben. Lioku war froh, das sich das ganze Rudel um die 11 Racker kümmerte, allein wäre er wohl bald am Ende seiner Kräfte.

Akira lag oft auf ihrem Felsen, es war ihr einer ihrer liebsten Plätze geworden, weil sie so gern die Freiheit mit dem Wind über das Grasland zu sich herüberziehen sah. Manchmal lief sie hinunter auf die Ebene und rannte über das freie Feld bis ihr die Läufe schmerzten, um sich danach wieder entspannt auf ihren Platz zu legen und zu träumen. Ab und zu verließ Akira ihren einsamen Posten und suchte den Rudelplatz auf. So auch heute. Sie trabte munter am Rande des Rudelplatzes entlang, setzte sich neben der Höhle hin und sah in die Runde. Sie gähnte kurz und beobachtete dann die Welpen, die größtenteils am Spielen und Tollen waren.


Katan stromerte in der nahen Umgebung des Rudelplatzes durch die Gegend und versuchte all die verlockenden Gerüche zu erfassen, die der Wald in sich verbarg. Die Bäume schlugen nun aus und es roch nach Gras, Knospen, Moos und nach den ersten kleinen Blumen, die zaghaft aus der Erde krochen und ihre Blätter ausstreckten. Katan hatte die Nase am Boden und trampelte so laut schnaufend und so stark wedelnd durch das Unterholz, dass er bestimmt jedes Tier im Umkreis von einigen Metern verscheuchte. Dabei wollte er doch so gern mehr Bewohner des Waldes kennen lernen. Ein kleines Eichhorn flitzte einen Baumstamm hinauf, keckerte verärgert über den weißen Trampel und ließ noch vor Schreck seine Nuss fallen, als Katan kläffend am Baumstamm hochsprang. Natürlich war das kleine Nagetier hier oben vor ihm sicher und das wusste es auch, aber als wenn heute sein Pechtag wäre hüpfte ein wütender Spatz auf dem Ast herum, fluchte über das Gebell des Rüden und ließ all seinen Frust mit zahlreichen Schnabelhieben an dem Eichhörnchen aus, das, sich lauthals beschwerend, den Baum weiter hinaufjagte. Katan beobachtete all dies mit äußerstem Interesse.


Faramir tappte über den Rudelplatz. Er war wie gebannt, sein Blick zielte auf die andere Seite des Platzes, er lief zielstrebig auf irgendetwas zu, was sich dort in der Nähe einer großen Tanne aufhielt und scheinbar nichts Böses ahnte. Ein Gefiederter sammelte fleißig Würmer aus dem feuchten Boden, als Faramir jedoch angetapst kam, fiepte der Vogel verärgert, als wolle er sagen >Hey diese Würmer gehören mir, mir allein<, doch das störte den Welpen wenig. Offensichtlich dachte der Vogel, der den kleinen Rüden doch um ein ganzes Stück überragte, dass von Faramir keine Gefahr ausgeht und er plusterte sich nur auf, statt sich aus dem Staub zu machen. Wäre der Vogel davongeflogen hätte man ihn sowieso als langweilig abgestempelt, nein, das er sitzen blieb und sich so komisch dick machte, das stellte ihn in ein Licht, das ihn hochinteressant machte. Faramir begann liebevoll aber ungeschickt den Vogel zu lecken, was mehr in ein Besabbern ausartete. Der Gefiederte wurde grimmiger und pickte dem Welpen in die Nase. Faramir quietschte empört und zog dem Vogel mit der Pfote eins über den Kopf, woraufhin dieser sich auf den Welpen stürzte, ihn umflatterte, wie verrückt und ihn pickte, so lange, bis Faramir die Flucht ergriff und erst zwischen den Pranken seines Vaters wieder Ruhe fand. Er kuschelte sich hechelnd an Liokus Brustpelz.

"Ich hätte gewonnen, Papa, ganz sicher, der blöde Federfritze da, der hat bloß geschummelt!"


Edea erwachte und kroch aus dem Pelz ihres Vaters. Ihre Nase zuckte aufgeregt und sie sucht nach jemandem, der sich mit ihr beschäftigte. Ihr Vater schlief und der große Lioku auch, was nun? Edea brummelte und tappte dann auf Lio zu, sprang auf seinen Rücken und zog ihm am Ohr. Da entdeckte sie Faramir zwischen den Pfoten des Alphas. Sie rutschte über Lios Kopf runter und landete genau vor Faramir. Keck zog sie an seinem Schwanz und versuchte dann wieder über Liokus Stirn zu entkommen. Die ganze Zeit kläffte sie vergnügt.


Tokala lag am Rudelplatz und beobachtet das Rudel, die Welpen gingen mal wieder Lioku auf den Geist, doch sie hatte keine Lust einzugreifen. Es war zwar ihre halbe Pflicht, aber ihr Kopf brummte von allen Fragen von Kayuna und sie hatte alles andere als Lust, sich mit weiteren Welpen zu beschäftigen. Leise verdrückte sie sich und lief so hin und her. An der Höhle traf sie auf Akira. Die Fähe sah man nicht oft, aber Tokala wusste, dass sie viel bei einem Felsen war, es war ein schöner Ort. Einmal, als Akira nicht da war, war Tokala dort hin gegangen und war mit dem Wind über die Ebene gerannt, ein Gefühl, wie kein anderes. Aber sie akzeptierte, dass dieser Platz Akira gehörte und würde ihn ihr niemals streitig machen. Aus einer Laune heraus setzte sich Tokala zu ihr und lächelte sie an.

“Hallo, Akira, dich sieht man selten. Schön, dass du mal wieder da bist."


Viel mehr fiel Tokala nicht ein, aber es war schön einfach entspannt hier zu sitzen.


Akira freute sich, dass Tokala sich zu ihr gesellte und sie ansprach.

"Grüße dich, Tokala. Es ist schön ab und zu das Leben, das durch den Frühling in dem Rudel ausbricht, beobachten zu können und so bin ich gern hier und betrachte die Väter mit ihren Kindern."

Sie schielte grinsend zu Lioku und den Welpen hinüber. Faramir und Edea balgten um Lioku herum und er schien sichtlich etwas geschafft von den Kleinen.

"Viel los im Rudel mit den Kleinen"

Akira schüttelte kurz ihr Nackenfell und lächelte dann wieder zu Tokala. Sie konnte sich nicht erinnern, wann sie das letzte Mal mit der Fähe gesprochen hatte, aber es war schön hier zu sitzen und sich mit ihr zu unterhalten.


Faramir fiepte überrascht auf, als Edea direkt vor ihm zwischen Liokus Pfoten landete, ihm am Schwanz zog und dann versuchte den "Mount Lioku" erneut zu erklimmen. Grinsend versuchte er sich an demselben Bergsteigerpfad, der genau durch Liokus Gesicht führte. Zum Glück war ein 5 Wochen alter Welpe noch nicht wirklich so schwer, dass er seinem Papi dabei ernsthaft hätte wehtun können, aber das wollte er ja schließlich auch nicht. Auf Liokus Kopf angelangt rutschte Faramir kläffend seinen Nacken hinunter und umsprang schwanzwedelnd die Welpin, die ihn zum Spiel herausgefordert hatte.

"Ich krieg dich, Edea!"

Rief er freudig und flitzte ihr stolpernd hinterher.


Schiriki trabte im Wald umher, mal wieder auf der Suche nach Katan, der sich irgendwo herumtrieb. Das kam in letzter Zeit öfter vor, aber er war nicht der jenige der sich dazu in der Lage fühlte dem Rüden Grenzen zu setzen, dafür war Schiriki zu inkonsequent. Aber was soll’s, sollte Katan doch ruhig alles entdecken, er würde nur aufpassen, dass der Jungwolf sich mit seinem Übermut nicht in Gefahr brachte. Schiriki blieb stehen und witterte. Bald hatte er die Spur gefunden und fand Katan unter einem Baum auf dem offensichtlich Kleintiere miteinander zankten.

"Da bist du ja, ich hab dich gesucht!"

Schiriki wedelt mit der Rute und lächelte den Weißen an.


Katan erschrak und sah auf.

"Was? Wie? Wo?"

Dann sah er Schiriki.

"Oh Hallo, Papa!"

Er grinste keck und wedelte heftig. Kläffend umsprang er den Rüden, der nun schon ein bisschen kleiner war als er. Er sprang übermütig auf Schiriki los, wusste aber, dass er beim Herumbalgen verlieren würde, weil er noch so schmal und unbeständig war. Er knurrte verspielt und kaute auf Schirikis Schwanzspitze herum.


Lioku ließ es über sich ergehen. Was sollte man machen. Sachte hapste er nach der Rute des Kleinen, als er sich gerade aus dem Staub machte. Lächelnd sah er ihm hinter her. Seine Augen richteten sich nun auf Nyana. Hilfe suchend, vielleicht, eher sagend, dass sie ihre Welpen besser im Griff haben sollte. Seine Rute wischte den Boden und er grinste.


Schiriki ließ sich umspringen und Katan auf seinem Schwanz herum kauen. Nach einer Weile wurde es ihm zu bunt mit dem jungen Spund und er schubste Katan auf den Boden. Er drückte ihn mit den Pfoten runter und grinste ihn fies an.

"Na jetzt hab ich dich, junger Mann!"

Er ließ Katan los und setzte sich neben ihn.

"Tja, wenn du mich besiegen willst, musst du nicht nur groß sein, sondern auch schlau"

Er zwinkerte Katan zu und stand auf.


Siran lag schlafend an seine Mami gekuschelt und genoss die Ruhe dieses Tages. Er schnarchte ganz leise, während sein Brustkorb sich anhob und wieder absenkte. Manchmal zuckten seine Pfoten im Schlaf, oder er wuffte leise. Möglich das Eilan hin und wieder die kleinen Pfötchen in die Seite bekam, sicher aber ohne Schmerzen davon zu tragen. Auf einmal wuffte Siran laut und sah sich verstört um. Es dauerte, ehe er wusste wo er gerade war. Gähnend sah er zu seiner Mami hoch.

"Ist schon Morgen?"


Kyro lag zufrieden am Rudelplatz. Seine Pfoten lagen über den Augen, so dass die Sonne ihn nicht beim Schlafen störte. Seine Ohren nahmen jedoch alles in seiner Umgebung auf. Die Worte seiner Gefährtin und die, von Akira wurden ihm zugetragen, die Stimmen der Welpen, die gerade aktiv wurden und die ganzen Geräusche, die untrennbar mit dem Frühling verbunden waren. Das Singen der Vögel, das Surren von Insekten, der Wind, der die Bäume sanft hin und her wog. Der Rüde sah irgendwann ein, dass er heute nicht mehr schlafen konnte und so ließ er sich von seinen Pfoten in den Wald tragen. Er schüttelte sein Fell, witterte aufmerksam und lief einfach drauf los. Überall konnte er Blumen entdecken, die Düfte von diesen riechen. Bald hatte er sich vom Rudelplatz entfernt, er genoss die wenigen Sonnenstrahlen, die durch die Blätter fielen, fühlte sich freier denn je und spürte das Glück, leben zu können, in jedem Augenblick.


Sharon kaute genüsslich weiter am Ohr seines Papas. Wozu sind Väter denn da? Seine Rute wedelte heftig hin und her. Er fühlte sich ein wenig hyperaktiv nach seinem Schläfchen. Leise knurrend und vorsichtig rumkauend lag er nun im Nacken seines Papas und wartete auf eine Reaktion.


Noir lief etwas gelangweilt über den Rudelplatz. Doch auch ihr entgingen die tollen Düfte nicht, sie schnupperte mal hier und mal da dann setzt sie sich auf ihr hinterteil und blinzelte

.o0(Wo Katan wohl wieder ist?)

In letzter Zeit dachte sie öfter an den Rüden, da sie ihn nicht oft sah. Mit zusammen gekniffenen Augen, sah sie zu ihrem Papa, der offensichtlich von den Welpen genervt wurde. Ihr huschte bei diesem Anblick ein grinsen über die Lefzen.

"Ach diese Welpen!"

Murmelte sie leise vor sich hin.


Mali lag in der frischen Frühlingsluft. Sie wusste nicht, was sie tun sollte. Sie genoss das Wetter und die Freiheit. Ihr Blick schweifte über das Rudel. Langsam wurde ihre neue Heimat ihr fremd. Es war keine schöne Atmosphäre mehr, obwohl alles sehr glücklich schienen. Sie spürte, dass sie älter wurde.
Langsam wanderte ihr Blick zu Ryu. Sie hatte das Gefühl ihn nicht mehr zu kennen. Wind, wer war das denn? Sie überlegte so vor sich hin. Eigentlich hatte sie eine Familie, aber das schien ihr so einfach, ihre Familie wollte sie kennen. Eine Familie musste zusammenhalten. Die neuen Welpen würden es sicherlich gut in ihrer Familie haben.
Sie legte ihre Schnauze in das Gras, sie roch die Blumen schon. Der Frühling war wirklich schon nah. Vielleicht war das jetzt die Zeit weiter zu ziehen, aber sie war unentschlossen, jetzt war sie schon sehr lange hier, sie wollte nicht weg, aber eine Stimme in ihrem Kopf sagte ihr, sie sollte weiterziehen, der Sonne entgegen. Sie konnte ja jederzeit zurückkehren. Aber sie schob diese Endscheidung in den Sommer hinein.


Faron lag auf dem Boden und genoss die ersten warmen Sonnenstrahlen. Er räkelte sich und gähnte, aber dann wurde ihm das "Herumliegen" zu langweilig und er schaute sich neugierig um. Langsam stand Faron auf und streckte sich noch einmal. Er sah sich um und entdeckte Mali, die da auch so rum lag und sich langweilte. Und ein bisschen traurig aussah. Er tapste näher und biss in Malis Rute. Dann ließ er los tanzte vor Mali’s Gesicht herum.

"Hähä! Ich hab dich gebissen!"

Rief er ganz stolz.


Shayo lag bei seinen Eltern am Rudelplatz und war gerade am aufwachen. Er gähnte herzhaft und öffnete dann seine kleinen Augen. Suchend schaute er sich um, musste die Umgebung das Geschehen genau erfassen. Als er sah, dass ein paar seiner Geschwister und der anderen Welpen auf seinem Vater herumturnten wollte er aufspringen und mitmachen, aber dann sah er den leidenden Blick seines Vater und blieb noch ein bisschen bei Nyana liegen. Schließlich war er noch ein bisschen müde und einfach nur beobachten war manchmal auch nicht schlecht. Neben sich bemerkte er Yuki, die immer noch fest an Nyanas Seite gekuschelt schlief und er wunderte sich, wie man so lange schlafen konnte. Nach einer Weile wurde es ihm dann doch zu langweilig und er tapste ein wenig auf dem Rudelplatz umher, ständig auf der Suche nach etwas Spannendem.


Tokala grinste.

"Oh ja, die Kleinen beschäftigen einen rund um die Uhr. Da geniest man die Stunden, die man alleine verbringen kann."


Sie sah, wie Kyro im Wald verschwand, wollte ihm folgen, entschied sich aber noch ein wenig hier sitzen zu bleiben, später würde sie seiner Spur folgen. Es war schön, sich mit Akira zu unterhalten und dabei mal nicht auf die Welpen aufpassen zu müssen.

"Du bist oft bei einem Felsen, nicht wahr? Es ist sehr schön dort."

Tokala dachte an die weite Ebene und fast spürte sie den Wind, der um sie herum strich. Sie lächelte und ihr Schwanz zuckte glücklich.


Sakura streckte grinsend ihre Nase aus der Höhle. Das musste die Zeit sein, die ihr Noir als Frühling erklärt hatte. Und sie war doch nicht schlecht. Sie lies den Blick über den Rudelplatz schweifen, und lief dann einfach drauf los, bis sie Faron und Mali sah, und ihre Schritte zu den Beiden lenkte. Zuletzt schlich sie, bis sie ganz dicht hinter Faron stand und schrie:

"BUH!"


Ohne seine Reaktion abzuwarten, sprang sie ihn um und stand nun wedelnd vor Mali, hüpfte um sie herum und setzte sich wieder vor sie.

"Heee, wieso liegst du so allein rum, fang mich!"

Forderte sie, zog an Malis Ohr und sprang davon, ohne darauf zu achten, ob sie ihr folgte, weil sie sich sicher war, dass sie es würde. Schnell trugen ihre Pfoten sie zum Waldrand, wo sie sich schnell unter einem Busch versteckte.

.oO(Hihi, die findet mich nicht!)

Dachte sie zufrieden und legte den Kopf zwischen die Pfoten


Edea quietschte vergnügt auf, als Faramir ihr nachjagte. Sie rannte einmal um Lio herum und zog ihm bei der Gelegenheit gleich mal am Schwanz. Dann entdeckte sie Shayo, der alleine auf dem Rudelplatz herum lief. Sie grinste zu Faramir und stob dann laut wuffend hinter Lios Rücken hervor, genau auf Shayo zu. Mit einem rießen Satz landete sie auf dem Welpen und begann ihm am Ohr zu ziehen. Dabei achtete sie immer noch auf Faramir, dass er sie ja nicht bekam.


Shayo wich erschrocken zurück, als Edea plötzlich auf ihn zusprang. Er hatte sie bisher immer nur als 'Vatertöchterlein' gesehen, die immer nur an Syracus hing. Er schüttelte sich und versuchte sich ihr zu entwinden, er hatte in diesem Moment überhaupt keine Lust mit ihr zu spielen oder zu toben. Manchmal beneidete er Yuki und ihre kühle Art, allen aus dem Weg zu gehen und sich aus solchen Spielereien größtenteils herauszuhalten. Als er dann auch noch Faramir kommen sah, knurrte er erbost und sprang mit einem Satz fort und rannte in Richtung Höhle, wo er sich verkroch und hoffte, dass die beiden ihn nicht so bald wieder finden würden.


Leisen Schrittes schlich Darkjania sich durch den Wald. Die Ohren der Schwarzen waren aufgestellt, sie schien etwas zu suchen. Der Waldboden war von der Sonne hell befleckt, und schon relativ warm. Längst hatte sie sich von ihrem Sturz erholt, und war, zu Übungszwecken, immer und immer wieder über die Steine im Flüsschen gesprungen, um es zur Not sogar im Schlaf zu können. Selbst mit geschlossenen Augen hatte sie es versuchen wollen, doch das war ihr dann doch zu riskant gewesen.

.oO(Vielleicht sollte ich zum Rudelplatz zurückgehen möglich, dass Attaché dort ist, und außerdem wollte ich mir doch die ganzen Wollknäuel noch genauer ansehen.)

Wollknäuel, so nannte sie die Welpen gerne, und unentschlossen blieb sie stehen. Der Wind strich sanft durch ihr Fell, sie schloss die Augen und genoss es stillschweigend einige Momente. Doch dann sah sie wieder vor sich, und schlug eine andere Richtung ein, um gen Rudelplatz zu laufen. Als sie ihn erreicht hatte, blieb sie noch zwischen den Bäumen stehen, und beobachtete das Geschehen, da sie Attaché nicht sofort ausfindig machen konnte, blieb sie erstmal, wo sie war.


Noir sah wie Sakura in einen Busch sprang und dort liegen blieb. Sie schaute zu Shayo. War er beleidigt? Mit schnellen Schritten lief sie auf ihn zu.

"Was ist los? Haben deine Geschwister dich genervt?"

Fragte sie vorsichtig. Dann merkte sie, dass Shayo ja vorhin weggelaufen war und meinte entschuldigend:

"Ich kann auch wieder gehen!"

Sie schaute ihn mit schrägem Kopf an. Manchmal wüsste sie zu gern was die Kleinen denken!


Kayuna lag eng an seine Mami gekuschelt. Eigentlich wollte er noch weiter schlafen, doch durch das viele hin und her am Rudelplatz, öffnete er langsam seine Augen. Da er die anderen nicht wecken wollte, schlich er schnell aus der Höhle nach draußen. Gleich darauf kniff er die Augen wieder zu.

.o0(Bohaa, ist das hell!)

Er blinzelte durch die Gegend und suchte sich ein Opfer aus. Er entschied sich am Schluss für Darkjania, die am Rand des Rudelplatzes stand.

"Suchst du was bestimmtes?"

Fragte er.

"Oder nicht?"

Fügte er hinzu.

"Mir ist nämlich langweilig! Aber wenn du was anderes machst ist es egal!"

Sagte er fröhlich.


Saphir, der sich im Wald aufhielt, erspähte Darkjania. Er kam gerade, wie sie, zurück zum Rudelplatz. Auch er hatte das Treiben erst einmal durch die Büsche beobachtet. Nun schritt er auf die Wölfin zu.

"Morgen."

Er sah sie prüfend an.

"Hast du Angst, die Welpen fressen dich?"

Er schmunzelte gewitzt, trat ruhig auf sie zu. Völlig gelassen stand er ihr gegenüber, nichts ließ darauf schließen, wie unwohl er sich in seiner Haut fühlte. Er gab sich alle Mühe, so wie alle Rudelmitglieder zu sein, freundlich, immer auf andere zugehend. Sein Problem war, dass er noch nie solch ein Leben hatte führen wollen, er musste erst lernen mit anderen zu leben.


Nach einer Weile wachte auch Yuki langsam, dicht an ihre Mutter gekuschelt, auf. Sie merkte, dass sie einer der letzten war, aber das störte sie nicht, sie war schon immer ein bisschen ungewöhnlich gewesen. Sie betrachtete, die schon wieder laufenden Verfolgungsjagden“ mehr oder weniger kühl und stand dann auf, um sich einen anderen Platz zu suchen. Sie lief eine Weile umher, bis sie beschloss, zu Siran zu gehen. Von den Erwachsenen hatte sie gehört, dass auch er ein Letztgeborener war, vielleicht waren die beiden sich ja ähnlich, vielleicht konnte Yuki sich mit ihm besser identifizieren als mit vielen anderen. Sie wusste es nicht, die Neugier hatte die Entscheidung gefällt. Sie setzte sich neben ihn und stupste ihn lächelnd an.

"Na, auch erst aufgewacht? Ich bin noch ziemlich müde - du auch?"


Ryu war auch im Wald umher gestreift. Auf seinem Rückweg war er Saphir und Darkjania aber nicht über den Weg gelaufen. Auf leisen Pfoten näherte er sich Mali. Er wollte sie nicht stören, auch nicht erschrecken. Er wollte einfach nur bei ihr sein. Langsam legte er sich neben sie, schwieg. Sie war in seiner Nähe und das machte ihn glücklich, sollte sie ihm etwas sagen wollen, war er da. Er bettete seinen Kopf auf seinen Vorderpfoten und sah zu seiner Gefährtin. Der Wind streifte über das Gras und ließ es seine Nase kitzeln. Er rümpfte diese und schnaufte aus, so dass die Grashalme in die andere Richtung kippten. Er machte es sich bequemer auf seinen Pfoten und sah weiterhin verträumt zu seiner Gefährtin.


Shayo schaute verblüfft auf, als Noir plötzlich neben ihm stand. Er hatte gehofft, er hätte mal ein wenig Ruhe, aber er blieb trotzdem gelassen. Er hörte sich ihre Frage an und antwortete dann ruhig.

"Ach, nichts besonders, es ist nur so, dass ich gerade ein bisschen genervt bin, ich hatte einfach überhaupt keine Lust auf spielen und dann kam plötzlich schon wieder diese Edea und hat mich fast umgerannt. Naja, ist mir egal was du machst, kannst auch meinetwegen hier bleiben."

Er schaute sie mit schief gelegtem Kopf an und bemerkte, dass sie auch noch ziemlich jung war, kaum ein Jahr älter als er.


Chihiro hopste wild auf dem Rudelplatz herum. Er jagte von einer auf die andere Seite und wuffte vergnügt vor sich hin. Er hatte beschlossen, dass es besser war, sich alleine zu beschäftigen, spielen wollte ja keiner mit ihm. Schon sein einiger Zeit rannte er hin und her, ohne Pause. Er verbesserte seine Kondition, auch wenn er wohl kaum absichtlich trainierte. Nun, da er langsam keine Puste mehr hatte, steuerte er auf Syracus zu und schmiss sich vor seine Pfoten.

"Hallo Paps!"

Meinte er, Freude strahlend und wild wedelnd.


Siran drehte den Kopf zu Yuki und sah sie verpeilt an. Er brauchte eine Weile, bis er realisiert hatte, was sie gerade fragte.

"Och, geht so, eigentlich nicht mehr so müde, aber auch noch nicht ganz wach."

Meinte er grinsend und kletterte über die Pfoten seiner Mami zu Yuki. Er legte den Kopf schief und musterte sie.

"Du bist auch die Jüngste, oder?"


Sie wand den Kopf zu Saphir, und ein Lächeln legte sich auf ihre Lefzen. So freundlich hatte sie ihn nicht in Erinnerung, allerdings hatte sie ihn ja auch nur zweimal vorher kurz gesehen.

"Guten Morgen.“

Sie grinste und sah mit schief gelegtem Kopf zu den Welpen herüber.

"Nun, es könnte ja sein, dass sie zu viel Hunger haben, wer weiß."

Sie stupste den Rüden mit der Pfote an, und wunderte sich das Akira ihm nicht gefolgt war.

"Wenn du vorgehst, komm ich mit."

Sie musste lachen, erinnerte es sie doch zunehmend an die Mutproben die sie zurzeit, als sie noch ein Welpe gewesen war, ständig gemacht hatten.


Eilan hatte erst ein wenig vor sich hingedöst, doch jetzt, wo auch die Welpen wieder munter zu werden schienen, konnte sie nicht mehr richtig schlafen. Sie hob ihren Kopf an und blickte sich kurz um. Siran war bei ihr, Chihiro hatte sich jetzt auf seinen Vater fixiert, Faron war bei Mali und Edea balgte umher. Alles in allem war alles in Ordnung und die Fähe legte ihren Kopf zurück auf die Erde. Gut gelaunt atmete sie den Duft des Frühlings ein und war in diesem Moment rundum zufrieden.


Als Shayo Edea anknurrte winselte diese erschrocken auf und versteckte sich hinter Faramir. Was hatte denn dieser blöde Welpe? Warum war er so gemein? Edea hatte ihm doch nichts getan! Nervös kaute sie an Faramirs Schwanz herum und kam sich schrecklich vor, vielleicht war sie zu doof? Niedergeschlagen tappte sie von Faramir weg zu ihrem Papi. Und ließ sich schluchzend zwischen seine Pfoten fallen.

"Papi? Keiner mag mich."

Sie fühlte sich schrecklich und wollte am liebsten verschwinden.


Nyana öffnete ihre Augen und sah sich um. Alle ihre Welpen waren irgendwo verstreut und machten sonst was, also hatte sie für kurze Zeit mal ihre Ruhe. Schmunzelnd sah sie zu Syracus herüber, der schien immer von irgendwelchen Welpen umlagert zu sein. Gemächlich stand sie auf und streckte sich, bevor sie zu Eilan hinüber lief. Im Moment schienen die Mütter weniger Stress zu haben. Lächelnd setzte sie sich neben sie. Heute hatten sogar Mütter mal Zeit für ein anständiges Frauengespräch.

"Na"

Sagte sie nur und streckte den Kopf genüsslich in die leichte Frühlingssonne.


Syracus hatte sich nun schon daran gewöhnt, nicht mehr viel schlafen zu dürfen und ständig von Welpen umringt zu sein. Er sah zu Chihiro und grinste ihn an, ehe er mit der Nase Luft einzog und es grinsend in seinem Bauchfell so fest auspustete, dass Chihiros Fell sich aufstellte.

Dann sah er zu Edea und legte einen mitleidserfüllten Blick auf, der von einem schelmische Schmunzeln ironisiert wurde.

"Was ist den mit meinem Edealeinchen? Hat dir wer was getan, mein kleines Mäuschen?"

Er machte das gleiche, wie eben bei Chihiros, bei Edea, nur am Rückenfell und stupste sie an, während er eine Pfote auf Chihiros Rücken legte.


Faron sah missmutig zu, wie Ryu zu Mali ging.

.oO(Hey!!! Ich und Sakura machen grad was mit Mali!)

Er ging zu Mali und zog an ihrem Fell.

"Komm schnell! Wir müssen doch Sakura suchen!"

Rief er so laut er konnte. Er zerrte weiter und als er merkte, dass er (noch) zu schwach war, lief er ein Stück, in die Richtung, in die Sakura gerannt war.

"Komm Mali!!! Wir müssen zusammen Sakura suchen und erschrecken!"

Sagte er und hoffte, dass Mali kommen würde.

.oO(Wenn jetzt nur Sakura da wäre, die könnte mir bestimmt helfen.)


Sora saß etwas weiter weg vom Rudel und beobachtete mal wieder. Dann stand sie auf und trabte in Richtung Wald. Der Wald war wieder grün und schattig und lies die ersten Sonnenstrahlen nur an wenigen Stellen durch.
.oO(Diese Strahlen, die so aussehen als fallen sie vom Himmel, verzaubern den ganzen Wald.)
Sora trabte glücklich lächelnd weiter und versuchte, die Grashalme wachsen zu hören. Sie lief schneller und rannte jetzt ein Wettrennen gegen den Wind. Der Wind spornte sie an, noch schneller zu laufen und das tat sie auch, aber plötzlich veränderte sich die Stimmung im Wald. Die Bäume im Weg wurden auf einmal zu starren Gestalten und Sora rannte jetzt um ihr Leben. Sie lief und lief und kam dann auf einer kleinen Lichtung an. Sie verlangsamte und blieb dann schließlich hechelnd stehen.
oO(Was war das?)


Mali setzte sich auf und schaute Faron hinterher.

"Na, los, wir müssen ihm helfen."

Sie lächelte Ryu zu und schleckte ihm schnell über die Schnauze, bevor sie hinter Faron her lief. Was wollte dieser wohl von Sakura? Sie wollte die Welpen jetzt erstmal besser kennen lernen. Und das hier war wohl die beste Möglichkeit.


Nach einer Weile beruhigte Shayo sich wieder und stellte sich auf Spielen und Tollen ein, damit er nicht so gereizt wie vorher reagieren würde. Er verließ die Höhle und trottete ein wenig auf dem Rudelplatz umher. Bald wurde ihm ziemlich langweilig und er legte sich ein wenig abseits von den anderen hin und kaute auf seiner Rute herum. Wenn er nur Saphir entdecken könnte. Er hatte den großen Schwarzen ziemlich lieb gewonnen, er war immer so freundlich zu ihm gewesen. Shayo schaute ein wenig umher, beobachtete seine Geschwister und Syracus Welpen. Eigentlich waren sie ja alle ganz in Ordnung, dachte er sich und hoffte, dass Edea nicht zu böse seien würde.


Immer wieder war Sakura ein Stückchen aus ihrem Versteck hervor gekrochen, und hatte nachgesehen, wo Faron und Mali blieben, doch da Ersterer munter dabei gewesen war, Mali in Bewegung zu bringen, ging sie schnell wieder unter ihrem Busch in Deckung. Sie grinste, bei dem Gedanken, dass die zwei - Ryu war ihr nicht aufgefallen- ahnungslos an ihr vorbei in den Wald laufen würden, und Stunde um Stunde vergeblich nach ihr suchen würden, denn sie war sich sicher, dass es genau so laufen würde, und wenn die Beiden erstmal außer Sichtweite waren, würde sie schnell das Versteck wechseln, nämlich von hier in die Höhle, wo sie keiner vermutete. Ein siegessicheres Kichern unterdrückend, presste sie den Kopf auf die Erde, immer, nach sich nähernden Pfoten, Ausschau haltend. Sehr leise wischte ihre Rute über den Boden, als sie merkte, dass es aber nicht völlig geräuschlos machbar war, stellte sie sich geduckt hin, um nicht von ihrer eigenen Rute verraten zu werden.


Als Mali so hinter Faron her lief, sah sie wie Sakura sich hinter einem kleinen Busch versteckte. Sie war so darauf aus, sich zu verstecken, dass sie nicht merkte, wie klein sie doch war und, dass jeder größere Wolf mühelos über den Busch hinwegschauen konnte. Mali griff sich Faron mit dem Maul und machte

"Schhhhh."

So bedeutete sie ihm, leise zu sein. Dann tapste sie vorsichtig nach vorne und zeigte dem kleinen wo Sakura war.

"Geh auf die andere Seite, dann erschrecken wir sie"

Flüsterte sie, so leise sie konnte. Sakura änderte ihre Haltung und schaute weiterhin angespannt durch die Zweige des Busches.


Sakura hatte gemerkt, dass die beiden näher gekommen waren, und stand nun ganz starr, ohne die kleinste Bewegung, nur das Zwinkern konnte sie nicht zurückhalten. Gleich würden sie an ihr vorbeilaufen, so dachte sie zumindest, und freute sich ungemein. Vermutlich wäre sie sofort zu einem anderen Versteck gestürmt, hätte sie gewusst, dass sie längst entdeckt war, doch da sie es nicht wusste, rührte sie sich nicht.

.oO(Hihi, nun lauft schon weiter, ich will was zu lachen haben!)

Dachte sie, grinsend wie zuvor.


Noir schaute Shayo grinsend hinterher, dann beobachtete sie weiterhin gespannt das Verlaufen von Sakuras Versteck-Spiel.

.o0(Die Arme! Ist bestimmt enttäuscht, wenn Mali und Faron sie finden! Aber sie wird es schon überleben!)

Dachte sie. Ihr blick schweifte ab und zum Wald und sie überlegte, ob sie Katan suchen sollte, entschied sich dann aber doch noch den Ausgang von Sakuras Versteck-Spiel zusehen.


Glücklich, über die Zärtlichkeiten ihres Vaters kuschelte sich Edea noch enger an ihn und schniefte dann leise:

"Shayo hat mich ganz laut angeknurrt und war gemein zu mir. Dabei hab ich ihm nichts getan!"

Edea schniefte noch einmal und schloss dann die Augen, dieser Shayo konnte ihr gestohlen bleiben.


Attaché war ziellos durch den Wald gestreift und war unwillkürlich am Rudelplatz gelandet. Von Zeit zu Zeit stolperte er, verträumt, irgendwo hin, wohin er gar nicht hatte gehen wollen. Aber wo er nun schon einmal hier war, konnte er sich auch einmal die Welpen ansehen. Nach einer Weile bemerkte er Saphir und Darkjania und trottete zu ihnen hinüber. In Anwesendheit so vieler Wölfe zuckten seine Ohren nervös umher und manchmal zog er gespannt die Lefzen ein Stück hoch.

"Hallo ihr zwei!"

Sagte er, denn etwas anderes fiel ihm nicht ein. Er wusste nicht, was er von Saphir halten sollte, denn er kannte ihn nur aus Erzählung anderer, die nicht so von ihm angetan gewesen schienen, dabei schien der Rüde doch okay zu sein. Seit Attaché Darkjania kannte, vorurteilte er nicht mehr. Er warf einen Blick zu Kayuna. Der Welpe war ja winzig! Er hatte lange Zeit keinen Welpen gesehen. Neugierig tapste er zu ihm hin und stupste ihn mit der Schnauze an.

"Na du!"


Lioku lauschte allem, was um ihn herum geschah. Den Streitereien der Welpen, den Gesprächen der anderen. Er beobachtete alle, die anwesend waren und grinste, als Edea zu Syracus lief. Aufmerksam achtete er darauf, dass sich keiner seiner Welpen weit vom Rudelplatz entfernte. Es war noch viel zu gefährlich. So hielt er im Moment nach Kayuna Ausschau, der wohl in den Wald gelaufen war. Er hoffte, die drei Wölfe die dort im Schatten der Bäume waren, würden ihn wieder mitbringen. Nur weil sein Sohn dort hin lief, hatte er sie gesehen.


Saphir sah zu Attaché, als er zu ihnen stieß. Kayuna hatte er nicht bemerkt gehabt. Nun begrüßte er beide mit einem angedeuteten Wedeln. An Darkjania gewand meinte er:

"Okay, dann geh ich mal vor."

Er sah die anderen noch mal an und trat auf den Rudelplatz hinaus. Mit einer Kopfbewegung deutete er an, dass die anderen folgen sollten.

"Seht ihr, noch bin ich nicht gefressen worden."

Ein Schmunzeln zog sich über sein Gesicht.


Chihiro funkelte Edea an und überlegte, ob er weg gehen sollte. Ein kurzer Blick galt seinem Vater, dann lief er auf den Rudelplatz hinaus. Er sah sich suchend nach einer Beschäftigung um. Bei seiner Mami hing Siran herum, wie immer, und Edea bei seinem Papi. Er seufzte. Jeder war mit irgendjemandem zusammen und spielte, oder unterhielt sich. Warum musste er auch so langweilige Geschwister haben und so schrecklich anhängliche dazu. Noch mal warf er Edea einen bösen Blick zu. Sicher war sie nur zu Syracus gegangen, weil sie nicht wollte, dass er auch mal etwas von seinem Papa hatte. Nach dem er noch mal zu Eilan geschaut hatte, wandte er sich ab und lief zum anderen Ende des Rudelplatzes. Er entdeckte Saphir, der aus dem Wald kam und noch zwei andere Wölfe. Kayuna war auch bei ihnen, vielleicht würde er ja mit ihm spielen.


Ryu sah seiner Gefährtin lächelnd nach. Eine Weile spielte er mit dem Gedanken, ihr zu folgen, doch dann beobachtete er die Szene zwischen Syracus und seinem Patensohn. Es schien, als wäre Chihiro ziemlich eifersüchtig auf seine Schwester. Der Rüde erhob sich und lief auf den Kleinen zu.

"Hey Chihiro, du solltest aber nicht auf Edea eifersüchtig sein, Syracus ist doch der Papa von euch beiden und von euren anderen Geschwistern."

Meinte er in ruhigem Ton. Er wollte ihm erklären, dass seine Eltern keinen Unterschied zwischen ihnen machten, dass sie alle gleich lieb hatten.


Sora saß auf der Lichtung. Dann stand sie auf und lief zum Rudelplatz zurück. Sie sah Attaché, Darkjania und Saphir und trabte zu ihnen.

"Na? Wisst ihr auch nicht, was ihr machen sollt?"

Sagte sie grinsend und folgte ihnen.

"Habt ihr vielleicht einen guten Vorschlag? Mir fällt jedenfalls nichts ein."


Sora sah sie fragend an.


Attaché sah überrascht zu Sora.

"Wir wollen mal all die kleinen fellknäuligen Welpen kennen lernen!"

Er wedelte leicht mit der Rute und sah dann zu Saphir, der flache Witze darüber machte, dass die Welpen ihn nicht fraßen. Attaché schmunzelte, nahm Kayuna vorsichtig am Nackenfell in den Fang. Dann bemerkte er Chihiro.

"Hallo kleiner!"

Er nuschelte etwas.

"Komm du auch mit zurück zum Rudel, husch husch!"

Während er Kayuna trug, achtete Attaché nebenbei immer noch darauf, dass Chihiro vor ihm herlief und nicht zurückblieb, bis sie wieder auf dem Rudelplatz standen. Dort angekommen setzte er den Welpen, den er trug, wieder ab und sah sich um. Seine Ohren und Augen wurden noch aufmerksamer. Überall tollten Welpen umher, machten Lärm und plötzliche Bewegungen. Das machte ihn nervös, aber er beruhigte sich bald wieder. Er wand sich Chihiro zu.

"Na! Wie heißt denn du?"

Er grinste den Kleinen breit an.


Katan trabte Schiriki nach, sprang ihn an und zwickte ihn neckend.

"Ich bin aber doch schon schlau!"

Er grinste und kläffte ein paar Mal, während er wieder einmal um Schiriki herumhopste.

"Lass uns was spielen! Ja, was spielen! Spielen, spielen, spielen, viele spiele Spielen!"

Katan liebte es Worte immer und immer und immer wieder zu sagen, es klang so lustig fand er. Er könnte sich auch niemals vorstellen, dass es jemanden nerven könnte, oh nein. Allgemein redete er viel und gern.

"Was spielen wir denn, Papa? Spielen, spielen!"

Katan kam auch nicht auf die Idee, dass dies ein bisschen infantil klang.


Akira sah zu Tokala und nickte.

"Ja, du hast Recht, es ist schön. Aber viel los ist da nicht!“

Sie grinste etwas sarkastisch und wedelte mit ihrer Rute.

"Ich bin gern dort, weil es ein Ort ist, an dem man die Freiheit in der Luft wittert, weil der Wind einem sein Lied singt und die Sonne dir wie eine magische Kraft vorkommt, weil sie das trockene Steppengras mit ihrem Licht in flüssiges Gold verwandelt!"

Akira hielt einen Moment inne und dachte daran, was es bedeutete frei zu sein. Sie war niemals eingesperrt gewesen, aber Freiheit war mehr als nur unbeschränkt zu sein, dachte sie.

"Bist du gern dort, auf diesem Felsen, Tokala?"


Als Faramir sah, dass Wölfe zum Rudelplatz kamen, sah er schnaufend auf. Sie weckten seine ganze Neugier, denn zum Teil kannte er sie nicht. Trotzdem mussten sie zum Rudel gehören, denn sie gaben sich heimisch. Wild mit der Rute herumwedelnd, tapste Faramir zu ihnen hinüber. Er fiepte laut, um auf sich aufmerksam zu machen und richtete sich zu seiner vollen Größe auf. Die Wölfe waren riesig für ihn, aber das beeindruckte ihn überhaupt nicht. Er quietschte noch einmal kurz auf und pirschte sich dann an Saphirs linke Vorderpfote an, als sei es ein Beutetier. Ungeschickt sprang der Welpe gegen das Bein des Schwarzen und purzelte rücklings auf den Boden, wo er auf dem Rücken liegen blieb. Er beschwerte sich über diese blöde Situation mit einem leisen wiefen und sah Saphir an.


Schiriki rollte schief grinsend mit den Augen.

"Ja, ist ja schon gut. Ja wir spielen ja was!"

War seine Reaktion auf das vielfache "Spielen" das in seine Ohren drang. Er setzte sich, dachte nach und sah währenddessen irgendwo abwesend in die Büsche. Wahrscheinlich würde Katan das ziemlich ungeduldig machen, damit konnte man ihn gut ärgern, das wusste Schiriki von früheren Spielstunden und Ausflügen. Manchmal musste man doch auch als Erwachsener den jungen Springinsfeld ein bisschen triezen!


Tokala schloss kurz die Augen und nickte.

"Das hast du schön gesagt, mit dem Wind zu rennen und zu spüren, dass man frei ist, ist das schönste Gefühl der Erde."

Tokala warf einen Blick zu Akira, sie war noch nicht oft beim Felsen gewesen, aber die Zeit, die sie dort verbracht hatte war wunderschön gewesen.

"Ja, ich bin sehr gerne dort, die Ebene ist so endlos, sie zieht mich jedes Mal an."

Das nichts los war, war gerade das schöne an diesem Felsen, wirklich frei war man doch nur, wenn man alleine war. Tokala erzählte Akira ihre Gedanken und legte den Kopf schräg.


Yuki guckte Siran fröhlich an und antwortete auf seine Frage. Sie beobachtete ihn ein wenig kritisch, lächelte dann aber kaum sehbar

"Ja, bin ich. Manchmal fühle ich mich so anders wie die anderen, fast abnormal. Ich bin so zierlich und klein und bin nicht so verspielt, wie meine Geschwister. Denkst du, dass das bei Letztgeborenen immer so ist oder bin ich nur einfach komisch?"

Manch solcher Fragen fragte sie sich schon lange, sie machte sich häufig darüber Gedanken, warum sie so war, wie sie war. Aber trotzdem mochte sie ihre Art und sie hatte in keinster Weise vor, sich zu ändern, im Moment zu mindestens nicht.


Siran legte etwas den Kopf schief. Sichtlich über diese schwere Frage nachdenkend. Er kam sich auch anders vor, als seine Geschwister, aber auf eine andere Art, wie Yuki es gerade erklärte.

"Ich denke, dass es öfter so ist, dass Letztgeborene anders sind, als ihre Geschwister. Meine Brüder und Schwestern sind mir zu aufgedreht, aber ich hab sie trotzdem sehr lieb."

Er schaute sich nach Chihiro, Edea, Lilly und Faron um. Was sie so machten und ob sie wirklich so anders waren, doch eigentlich fand er das nicht. Sie waren verspielter, aber sonst unterschieden sie sich nur in der Größe von ihm.


Edea bemerkte Sirans Blick und stand langsam auf. Ihr Vater beachtet sie nicht mehr, also würde vielleicht Siran sie ein bisschen trösten. Er war ja schließlich nicht so wild, wie die anderen. Sie tappte auf ihn zu und ließ sich mit hängendem Kopf neben ihm nieder.


Yuki schaute Siran an, wahrscheinlich hatte er Recht. So sehr unterschieden sie und ihre Geschwister sich ja doch nicht. Aber trotzdem manchmal fühlte sie sich doch anders, fremd. Häufig konnte sie mit dem, was ihre Geschwister machten, nichts anfangen, manchmal aber wieder doch. Als sie Edea kommen sah sagte sie noch so schnell wie möglich

"Ja, du hast schon recht, ich habe meine Geschwister ja auch lieb, aber manchmal fühle ich mich ein bisschen alleine. Eigentlich nicht alleine, eher ein bisschen fremd. Aber was soll’s, wenigstens bin ich nicht die einzige!"


Sie lächelte und legte sich dann repräsentativ für ihre Beruhigung neben Siran und beobachtete kühl, wie sich Edea neben ihnen niederließ. Ihr trauriges Gesicht weckte zwar Mitleid in ihr, aber sie wollte es nicht zeigen.


Siran sah seine große Schwester besorgt an und schleckte ihr sanft über die Schnauze. Er sah zu seinem Papi und verstand nicht so ganz was los war.

"Duhu? Alles in Ordnung?"

Fragte er vorsichtig und musterte Edea prüfend. Völlig ruhig wartete er, dass sie ihm antwortete. Einrn kurzer Blick warf er zu Yuki und er lächelte, als sie sich zu ihm legte. Schließlich galt aber seine ganze Aufmerksamkeit wieder Edea.


Chihiro schaute Ryu beleidigt an. Er murrte kurz, warf einen kurzen Blick auf Edea, die nun von seinem Papi weg ging. Er hatte also Recht gehabt, es war alles nur, damit er nicht auch mal Zeit mit ihm verbringen durfte.

"Ich bin nicht eifersüchtig, die ist nur blöd!"

Meinte er sauer und blickte Attaché immer noch etwas böse an.

"Ich bin Chihiro, der älteste von den Welpen von Syracus und Eilan."

Stellte er sich vollständig vor. Die Lust am Spielen war ihm vergangen und ohne ein weiteres Wort an die beiden Großen zu verschwenden, lief er zu seinem Papi zurück. Würde es seine Schwester noch einmal wagen, würde sie es bereuen.


Nyana lächelte ihrem Sohn zu, doch im nächsten Moment war der auch schon wieder verschwunden. Grinsend sah sie Eilan an, stand dann gemächlich auf und stupste sie leicht an.

"Ich mache einen kleinen Spaziergang, falls mich jemand sucht, ich bin gleich wieder da. Man sollte es ausnützen, mal fünf Minuten seine Ruhe zu haben."

Damit lief sie in ruhigem Tempo davon. Weit würde sie nicht gehen, doch im Moment genoss sie es, ihre Ruhe zu haben. Nachher würde sie wieder mit ihren Welpen spielen, doch die paar Minuten gönnte sie sich jetzt.


Als Attaché erschien, veränderte sich das Lächeln auf ihren Lefzen, wurde sanfter. Sie wand sich zu ihm und schmiegte den Kopf an seine Seite, bevor sie Kayuna bemerkte, den sie vorher – unbeabsichtigt – völlig übersehen und auch überhört hatte.

"Hallo Attaché und hallo Kayuna, ich hab dich gar nicht bemerkt."

Sie sah Saphir nach.

"Vorsicht, die tun nur so satt!"

Dann bemerkte sie Sora, und nickte ihr zu.

"Hallo, ich und Saphir waren gerade dabei uns in das, von gefährlichen Welpen besetzte, Gebiet vorzuwagen oder besser gesagt, er wagt sich vor, und wenn er’s überlebt, komm ich nach."

Sie lachte leise und folgte dann Attaché, der Kayuna trug. Wenn man bedachte wie nervös er zu Anfang gewesen war, hatte es sich doch sehr stark relativiert. Sie lächelte, und wandte sich an Kayuna.

"Tut mir Leid, dass ich dich vorhin nicht gleich bemerkt hab. Was wolltest du denn?"

Lächelnd legte sie den Kopf schief, und sah hinter sich, ob Sora mitkam.


Saphir senkte die Schnauze und schnuffelte durch Faramirs Fell. Er würde zukünftig wohl etwas besser auf seine Pfoten achten müssen, damit sie nicht den gefräßigen Welpen zum Opfer fielen.

"Meine Pfote ist kein Futter."

Meinte er, an den Kleinen gewand. Er sah zu Attaché, der Kayuna im Maul trug. Er wollte Faramir aber nicht auf die gleiche Art zurück tragen, also stupste er ihn in die Richtung seiner Eltern und lief neben ihm her.


Lioku sah seiner Gefährtin nach, er hatte ihren Worten gelauscht und kurz genickt, auch wenn sie ihn nicht angesehen hatte. Auch sie hatte ein Recht auf ein paar ruhige Minuten, auch wenn es heute ein so friedlicher Tag war.
Der Alpha streckte sich ausgiebig, ohne dabei aufzustehen und ließ sich die Frühlingssonne auf den Pelz scheinen. Er zog die Luft tief ein und schloss die Augen.


Edea schniefte noch einmal, beruhigte sich aber sofort wieder in der Gegenwart ihres Lieblingsbruders. Sie fuhr sich mit der Pfote über die Schnauze und sah dann Siran an.

"Dieser eine Welpe da, war gemein zu mir, er hat mich einfach angeknurrt und mir Angst gemacht! Dabei hab ich doch nix gemacht!"

Sie tappte nach einem kleinen Flügelwesen und sah wieder zu Siran, hoffentlich verstand er, wie viel ihr so etwas ausmachte. Denn, auch wenn Edea selbst es nicht wirklich bemerkte, hatte sie ein sehr leicht verletzbares Herz.


Siran legte seinen Kopf auf den Körper von Edea. Fragend schielte er zu ihr.

"Wer? Chihiro? Das ist doch normal bei dem."

Meinte er und sah zu seinem Papi und Chihiro. Er wusste ja nicht, dass sie von einem anderen Welpen angeknurrt wurde. Zärtlich schleckte er ihr noch einmal um die Schnauze und legte dann seinen Kopf wieder auf ihren Rücken.

"Lass den einfach, der ist eben so."


Edea schnurrte glücklich, dass Siran sich um sie kümmerte. Dann aber schüttelte sie den Kopf.

"Es war nicht Chihiro, es war ein Welpe von Lio und Nyana, ich glaub Shayo."


Mittlerweile war Edeas Niedergeschlagenheit ein wenig verflogen, Siran konnte einen super trösten!


Siran lauschte Edeas Worten und sah noch mal zu Chihiro und Syracus. Wohl hatte er seinem Bruder gerade unrecht getan, war aber auch egal. Er hob den Kopf und suchte den Rudelplatz mit den Augen nach Shayo ab. Dann stand er auf und lief auf ihn zu, ohne noch mal zu Yuki oder Edea zu schauen, außerdem auch alle anderen Wölfe nicht beachtend. Als er ihn erreichte stellte er sich direkt vor ihn und sah ihm in die Augen.

"Du, knurr nie mehr meine Schwester an, klar, das hat sie nicht verdient."


Meinte er, man konnte in seiner Stimme etwas von der Wut, die gerade in ihm brodelte hören.


Shayo schaute Siran ärgerlich an. Es tat ihm ja leid, dass er Edea angeknurrt hatte, vielleicht hätte er sich auch beim nächsten Treffen entschuldigt, aber Siran sollte sich nach seiner Meinung da nicht einmischen. Er machte seinem Ärger Luft, indem er laut knurrte und hielt den Blickkontakt mit ihm.

"Misch' du dich doch da nicht ein! Es ist meine Sache, was ich mache, du kannst mir nichts vorschreiben."

Er stockte kurz, überlegte, was er da gerade gesagt hatte und fügte, weil er sich nicht zu viele Feinde machen wollte, dann etwas unentschlossener hinzu:

"Ich hätte mich ja entschuldigt, aber…"

Shayo wusste nicht mehr, was er sagen sollte und brach abrupt ab. Er schaute kurz zu Boden, nahm dann aber den Blickkontakt wieder auf. Nun lag es bei Siran, etwas zu machen, seinen Teil hatte er gesagt und jetzt versuchte er nur noch seine Wut zu unterdrücken.


Siran funkelte Shayo an, doch als er meinte, dass er sich entschuldigt hätte, war seine Wut mit einem mal verschwunden. Er hockte sich vor Shayo.

"Edea ist meine Schwester und ich hab sie lieb, wenn ihr jemand weh tut, dann tut mir das auch weh und deshalb mag ich nicht, dass du sie anknurrst."

Meinte er dann noch. Ein kurzer Blick galt seiner Schwester.

"Entschuldige dich doch gleich, sie hat das ziemlich mitgenommen."

Auffordernd sah er Shayo an, lief zurück zu Edea und Yuki und legte sich wieder neben sie. Nun war es an dem anderen Rüden, ob er sich entschuldigte oder nicht.


Shayo überlegte hin und her, eigentlich wollte er sich nicht wirklich entschuldigen, aber er lief dann doch zu Edea und versuchte Worte zu finden. Schließlich kam ziemlich knapp und kühl seine Antwort.

"Tut mir leid Edea, ich war einfach schlecht gelaunt."

In seinen Augen reichte das und er ließ sich neben den Dreien nieder. Er freute sich zwar, dass Siran sich so schnell beruhigt hatte, aber trotzdem spürte er noch ein wenig Zorn tief in sich. Er unterdrückte ihn und versuchte zu lächeln, was ihm aber nicht ganz gelang.


Nuka lief schon Tagelang im Wald umher und in der Gegend. Da witterte er ein Rudel. Er lief näher an die fremden Wölfe heran. Wie würden die neuen Wölfe reagieren auf ihn? Was wird geschehen wenn er unwillkommen war? Nuka trat näher. Da sah er ein Paar der Wölfe.

" Hallo. Ich bin Nuka"

Er zitterte als er die Wölfe ansprach.


Lioku stuzte und erhob sich. Mit schnellen Schritten war er vor Nuka und sah ihn misstrauisch an. Er spürte die Unsicherheit, dennoch hatte der Alpha hier 11 Welpen zu schützen.

"Mich nennt man Lioku, ich bin der Alpha der Wolves of Freedom, diesem Rudel hier."

Er sah ihn prüfend an.

"Was führt dich zu uns Nuka?"



Langsam begann Nuka zu erzählen:

„In dem Rudel, in dem ich vorher lebte ist es zum Kampf gekommen. Und mein Vater starb, er war Alpha und so starb das Rudel. Ich musste fliehen, so lief ich Tage lang und nun stieß ich auf euch."

Er hielt inne. Was sollte er nun tun? Vor Angst weg rennen? Nein! Nicht vor einem Alpha! Hier war Disziplin gefragt.

"Darf ich Mitglied eures Rudels werden, Alpha Lioku?"


Lioku nickte.

"Noch nie habe ich einen Wolf wieder weggeschickt, ich fange bei dir sicher nicht damit an."

Meinte er in ruhigem Ton. Auch wenn er Welpen hatte, sicher würde Nuka ihnen nichts tun.

"Sieh dich in Ruhe um, lerne ein paar der Rudelmitglieder kennen. Wir sind aber recht viele."

Meinte er noch etwas warnend.


Akira überlegte einen Augenblick.

"Freiheit ist, wenn man allein ist?"

Sie sah Tokala zweifelnd an.

"Sicher, man muss niemanden materiell neben sich stehen haben, aber niemanden zu haben der einem im Zweifelsfalle zur Seite steht, das ist doch keine Freiheit oder?"

Sie sah geradeaus, schaltete auf Fernblick und spitzte die Ohren. Nach einer Weile klappten sie zurück und blieben entspannt an der Seite ihres Kopfes hängen.

"Wenn man nur sich selbst hat, kann man dann noch sagen, dass man frei ist? Oder ist man nicht eher gefangen in sich selbst?"


"Danke. Habt Vielen Dank!"

Er lief scheu hinter dem Alpha hinterher. Dann lief er zum See. Trank große Schlücke Wasser, lief dann aber wieder zurück zum Wald. Dann lief er Richtung Höhle. Da sah er viele Wölfe. So viele hatte er schon lange nicht mehr gesehen.
Da fiel ihm ein Bild von seinem alten Rudel in den Kopf.

"Hallo. Ich bin Nuka. Wer seit ihr?"

Er sah zwei Wölfe an.





Geschlecht


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Kyro, Lijenna, Joshua



09.07.2010 18:08
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Lunar
Luciano Nacho






Art
Wolfsträumer (+)

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Plot 13: Die ersten warmen Tage # 21.02.2005-07.03.2005
Edea: 7
Siran: 7
Lioku: 6
Shayo: 5
Akira: 4
Noir: 4
Faramir: 3
Tokala: 3
Katan: 3
Schiriki: 3
Mali: 3
Sakura: 3
Darkjania: 3
Saphir: 3
Yuki: 3
Chihiro: 3
Nuka: 3
Nyana: 2
Sora: 2
Attaché: 2
Ryu: 2
Kyro: 1
Eilan: 1
Syracus: 1
Kayuna: 1
Sharon: 1
Fayon: 1

Gesamt: 80




Geschlecht


Alter


Größe


Status


Charakterbogen


Kyro, Lijenna, Joshua



05.02.2011 18:44
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