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Lunar
Luciano Nacho






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Das trockene Gewitter - 1. Forum
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Das trockene Gewitter




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Kyro, Lijenna, Joshua



09.07.2010 20:40
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Lunar
Luciano Nacho






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Das trockene Gewitter (Herbst) - 12.08.2005-?
Inplaydatum: 25.08.2005



Der Tag neigte sich dem Ende zu, noch immer hielt sich ein großer Teil des Rudels am Fluss auf, über den sich längst die lang gewordenen Schatten der Bäume gelegt hatten. Es war weiterhin sehr warm, das trockene Land schien sich den Tag über noch mehr aufgeladen zu haben und auch jetzt, wo die Sonne schon dabei war, hinter den Bergen zu verschwinden, war die Hitze greifbar nahe. Langsam, aber unaufhaltsam hatten sich dunkelgraue Wolken über den davor so strahlend blauen Himmel gezogen.
Jenseits der Berge, wo die Sonne unterging, leuchteten die Wolken in den verschiedensten Farben, boten ein wunderschönes Schauspiel. Ein kühlender Wind kam auf, kräftig genug, die Bäume zu biegen. Nicht nur das Verschwinden der Sonne sorgte in diesem Moment für Dunkelheit, die Gewitterwolken hätten es vermutlich geschafft, sie zu verdecken. Dunkles Donnergrollen war in der Ferne zu hören und über dem Meer gingen gewaltige Blitze nieder. Tausende Vögel zogen über den Himmel davon, als würden sie gejagt werden. Der Wald war so plötzlich verstummt, das es jedem auffallen musste. Jedes Graupelzchen war in sein Loch verschwunden, die Hasen, welche am Mittag von den Wölfen aufgescheucht worden waren, hatten sich tief ins Erdreich zurückgezogen. Die Rotwildherden waren verschwunden, hätte man sie gesucht, wäre die Suche
vergebens gewesen. Das Summen der Insekten, welches den ganzen Tag die Luft erfüllt hatte, war verstummt, auch sie schienen alle verschwunden. Der Wind trug den typischen Gewittergeruch an die empfindlichen Nasen der Wölfe, eine Mischung aus Regen und sich entladender Elektrizität. Der Donner wurde bedrohlicher, lauter und intensiver. Die hellen Blitzverästelungen, welche auf dem dunklen Wolkenkontrast noch mehr leuchteten,
zogen über den gesamten Himmel, der sich über dem Revier der Wolves of Freedom erstreckte. Das Tal der Freiheit wirkte ausgestorben, schwieg und doch war die Luft von vielen Geräuschen erfüllt. Da waren die Wellen, die der Wind antrieb und die gegen die Steine schlugen, die Äste der Bäume, welche aufeinander
schlugen, das aneinander reiben der Blätter, die vom Wind hin und her geweht wurden.
Viel Zeit hatten die Wölfe am Fluss nicht gehabt, um sich auf das Gewitter vorzubereiten, es schien plötzlich über ihnen herein zu brechen.


Lioku
Liokus Ohren spielten nervös im aufkommenden Sturm, seine Sinne waren plötzlich erwacht. Unruhig ließ er seinen Blick schweifen, über alle anwesenden Wölfe. Er erhob sich, trat vom Wasser weg und näherte sich aber auch den Bäumen nicht. Er überlegte, was nun das klügste war, doch er wollte nichts überstürzen. Das Gras wehte um seine Pfoten und er wusste, dass es an ihm war, zu handeln. Er musste ruhig bleiben und sich genau überlegen, was sie nun zu tun hatten. Das Gewitter war lang ersehnt gewesen, doch die Heftigkeit mit der es nun über sie hereinbrach, erschreckte ihn. Vor allem besorgte es ihn aber, da noch kein Regentropfen gefallen war. Desto länger es trocken blieb, umso gewaltiger waren das Gewitter und die Gefahr. Der Alpha erhob sich und ein deutliches Wuffen verließ seine Kehle, die im ersten Moment wie zugeschnürt gewirkt hatte. Er bat um Aufmerksamkeit, war sicher, das zumindest die älteren Rudelmitglieder genau wussten, das Gefahr im Verzug war.

"Haltet euch vom Wasser fern, ebenso wie von den Bäumen."

Sprach er ruhig, deutlich und mit Nachdruck. Seinen Welpen würde er vermutlich noch erklären müssen, warum man dies so machte. Würde das Gewitter schlimmer werden, hatte er eine wage Vorstellung davon, was sie machen würden.

Darkjania
Noch eben war sie mit relativer Ruhe neben Kyro hergetrottet, durch den von Zwielicht gefluteten Wald, unter den Bäumen entlang und über das trockene Moos hinweg. Als sie von Dunkelheit überschüttet wurden, wie ein schwarzes Ungeheuer zogen sich die Schatten durch den Wald, auf sie zu, verdeckten die beiden unter sich, und rasten weiter. Alarmiert war sie stehen geblieben, die Ohren gespitzt, die Rute gehoben, wachsam, misstrauisch auf dass was folgen würde. Doch schon knallte der erste Donner in ihren Ohren, und sofort zerriss die wachsame Fassade, völlig unvorbereitet preschte sie los, 5 Meter nach Norden, drehte ab, rannte fliegenden Laufes an Kyro vorbei, und kam sofort wieder zurück. Bibbernd drückte sie sich gegen den Braunen, wie ein hilfloser Welpe Schutz suchend, vor dem was da über sie herein brach. Und es war nicht nur das Gewitter welches sie überkam, nein, es weckte Erinnerungen, die ihre Ohren wild umher fliegen ließen, ihre Rute konnte sie beinahe am Bauch spüren, so tief hatte sie sie angezogen. In ein leises, klägliches Wimmern verfallend hockte sie da, mehr unter als neben Kyro, weder sitzend noch stehend, tief geduckt und voller Unruhe. Bilder flammten vor ihren Augen auf, Erinnerungen aus einer längst vergessenen Zeit in ihrem Leben - wie sie zur Jagd aufbrach. Ein weiterer Donnerknall lies sie zusammen zucken. Wie dass Gewitter begann, und sie weiter lief. Wo war Attaché!? Sie konnte nicht weg, doch sie wollte nicht bleiben. Aber was wenn sie fort waren, und sie auch noch Kyro verlöre, ließe sie ihn hier alleine? Die Blitzte, wie sie rings um sie eingeschlagen waren. ~Attaché!~ Und die ersten Flammen, wie sie verräterisch den Kreis zugezogen hatten, um die Schwarze, sich näher schlichen, knisternd. Knackend. Glühend. Züngelnd. Immer heftiger wurde ihr zittern, mit jedem Donnerschlag der ertönte wurden die Bilder klarer, deutlicher, realer, die sie an diese Jagd erinnerten. Nein...es durfte sich nicht wiederholen...nicht noch einmal...Attaché! Sie wollte rufen, schreien, gegen den Wind anheulen, der das Gewitter mitgebracht hatte, doch sie brachte keinen Ton heraus. Ihre Kehle war verstummt in diesem Angstzustand, unmöglich ein einziges Wort heraus zu bringen. Blätter wirbelten um die Zwei, tanzten einen verzweifelten letzten Tanz, mit klein gewordenen Pupillen folgten ihre Blicke den Blättern, den Vögeln über den Baumkronen... Was jetzt, wohin?! Attaché! Nicht weg, nicht allein, nein! Selbst ihre Leftzen zitterten nun, mühsam presste sie die Zähne aufeinander. Sie wollte hier weg, nur weg, zu Attaché, und mit ihm noch viel weiter fort, irgendwohin wo es keine Gewitter geben konnte, irgendwo, irgendwo...


Cyrion
Der Schwarze hatte sich in den Wald zurückgezogen, war gerade einer Hasenfährte gefolgt, als er das Gewitter erst richtig wahrnahm. Er sah sich um, tief war er im Wald, rings um sich meterhohe Bäume, Sträucher und kein Tropfen Regen. Das beunruhigte ihn weniger, er schob es auf das dichte Blätterwerk der Baumkronen, die den Regen nicht durchließen. Die Blitze freilich bemerkte er, ebenso den lauten Donner, doch zu unnötiger Hast bewegte das den Wolf nicht. Viele Gewitter hatte er miterlebt, doch Syracus bedachte auch kaum die Trockenheit des Bodens. Locker trugen ihn seinen Pfoten über den Weg, der ihn zum Rudelplatz bringen würde, den dieser war sein Ziel, nicht der See. Den der war in seinen Augen viel Gefährlicher als der Sammelplatz mit seinen Höhlen, die vor Gewitter schützten.
Immer wieder drehten sich die Ohren umher, etwas verschreckt bei dem lauten Gedonner, die Augen blinzelten ab und an, wenn ein besonders heller Blitz über den Himmel zuckte und diesen einen Moment klang komplett erhellte. Der Schwarze hatte noch einiges an Weg vor sich, er war tief in den Wald getrabt, weit weg vom Rudel. Eigentlich leichtsinnig von dem Stummen, doch so selbstverständlich war es gewesen, sich per Heulen zu verständigen, das der Rüde daran garnicht dachte, dass er das nun nicht mehr konnte. Nach und nach wurde es ihm erst bewusst, doch dennoch beschleunigte er nicht mehr, sprang über quer liegende Bäume mit fast welpischer Leichtigkeit...


Kyro
Kyro, der sich nicht wirklich durch die dunklen Wolken, welche so schnell über sie hinweg gezogen waren, hatte beunruhigen lassen, hatte fassungslos zugesehen, wie Darkjania, die sonst immer so gefasste Fähe, um ihn herum gerannt war. Apathisch, panisch, so voller Angst. Er spürte ihr Zittern und es schien sich schon fast auf seine Beine zu übertragen, so stark war es. Er lauschte dem Donner und wusste, das sie hier im Wald nicht ganz unsicher waren. Die einzige Gefahr wäre gewesen, wenn ein Blitz ein Feuer entfachte. Doch eigentlich war im nicht besonders wichtig, was um ihn geschah, er hob eine Pfote und sah zu der Wölfin, welche sich unter ihn verkrochen hatte. Er legte seinen Kopf an ihren, während er versuchte, von ihr herunter zu gehen. Er stellte seine rechte Vorderpfote, welche vorher neben Darkjanias Kopf gestanden hatte, neben ihren Körper und versuchte erst einmal herauszufinden, ob sie überhaupt ansprechbar war.

"Darkjania, es ist alles in Ordnung, es wird uns schon nichts geschehen."

Er ahnte, das seine Worte nicht viel nutzen würden, doch er war in diesem Moment ziemlich hilflos. Wagte nicht, den Kopf vom dem der Wölfin zu nehmen, er hatte Angst, sie würde noch panischer werden, als sie es ohnehin schon war.


Darkjania
Ein Hauch von Sicherheit begleitete Kyros Bewegung, und kurz, einen Herzschlag lang, war sie wieder ruhig. Doch sofort zitterte sie weiter, merkte wie ihre lebende Schutzmauer, ihre letzte Sicherheit, zur Seite trat, und sofort machte sie sich kleiner, und kroch wieder unter den Rüden, denn so hatte sie wenigstens die Illusion von einem Funken Sicherheit, der Funken der sie dazu brachte zu bleiben, das Staubkorn dass fehlt um die Sonne zu verdunkeln, der Tropfen der fehlte bis ein Fluss über seine Ufer trat. Die Berührung brach sie nicht ab, reckte den Kopf um sie halten zu können, und wünschte sich doch in jedem Moment so weit fort. Alles was sie am See gesehen, getan, gedacht und empfunden hatte, es hatte keine Bedeutung mehr für sie, denn was sie vor sich sah machte ihr viel mehr Angst, als es ihre eigenen Taten je hätten tun können. Flammen. Nein, da waren keine. Die Erinnerungsfetzen blitzen vor ihren Augen auf, setzten sich in dass Gesamtbild ein, verschleierten ihre
klare Wahrnehmung... Attaché...! Dachte sie, schwach, so voller unterdrückter Impulse, nach hier und dort zu springen, ihren Läufen einfach alles zu überlassen, zu fliehen, nur weit weg, nur weg, nur weg... Attaché... Ihre Augen klappten zu, und noch deutlicher wurden die Bilder vor ihren Augen, sofort riss sie sie wieder auf, und starrte aus angst erfüllten, besinnungslosen Augen in den Wald. Worte schwirrten durch die Luft, hämmerten auf sie ein, verschafften sich beinahe gewaltsam das Gehör der jungen Wölfin, und doch konnte sie ihnen keinen Sinn entnehmen, was sollten sie, was wollten sie? Alles falsch, nur weg! Wohin? Weg... Da ordnete sich die Wortfolge in ihrem Geist, ergab einen Sinn, und blieb dennoch falsch...so faaalsch...die Worte dehnten sich in ihren Gedanken, und mit leiser, angstvoller Stimme, die mehr ein Flüstern, ein Atmen gar, war, antwortete
sie.

"Nein...nichts ist in Ordnung...Gewitter bringt Feuer, Feuer bringt Tod...wo ist
Attaché...?"


Wieder verfiel sie in ein leises, klagendes Wimmern, dass womöglich die Götter besänftigen sollte, doch es schien wirkungslos.


Kyro
Kyro ließ die Wölfin gewähren, als sie wieder unter ihn kroch. Er hielt die Luft an, als sich ihr Atem zu Worten formte, lauschte aufmerksam, damit ihm kein Teil des Satzes, den Darkjania von sich gab, auf dem kurzen Weg, von ihren Lefzen zu seinen Ohren, verloren ging. Er begann zu begreifen, was die Wölfin erlebt haben musste, ihre Angst war nicht das Gewitter selbst, sondern die Gefahr, die jedes mit sich brachte. Er selbst hatte Feuer nur aus der Entfernung gesehen, erfüllt von Ehrfurcht hatte er es beobachtet, sich aber nie genauere Gedanken darüber gemacht, was es tat, wenn ein Lebewesen
in seinem Weg war. Kyros Ohren zuckten, als Attachés Namen fiel, ein Wolf, der ihm genau so fremd war, wie die Wölfin, welche sich gerade unter ihm befand. Vieles hatte er heute über Darkjania erfahren, aber in diesem Moment wusste er nicht, wie er ihr helfen konnte, ob er ihr überhaupt helfen könnte. Sie wollte zu Attachè, es erwies sich jedoch als schwer, sie dort hinzubringen, der Weg war
nicht weit, aber solange sie unter ihm lag, würden sie nicht voran kommen. Er fürchtete sich außerdem vor ihrer Reaktion, wenn er nicht mehr über ihr stand.

"Hier ist kein Feuer!"

Sprach er mit Nachdruck, ehe seine Stimme ruhiger wurde, aber eindringlich blieb, als glaubte er, Darkjania würde sie sonst nicht wahrnehmen.

"Lass uns zu Attachè gehen, er ist sicher am Fluss, bei den Anderen. Sollte
wirklich ein Feuer ausbrechen, so sind wir gleich über dem Fluss und das Wasser
bietet uns Sicherheit."


Als er seine Pfote wieder weg zog, näherte sich seine Schnauze ihren Ohren. Es war wie ein Flüstern, leise gesprochen, aber laut genug, um nicht vom Wind fortgerissen zu werden.

"Ich bin bei dir und beschütze dich, ich lasse nicht zu, das dir etwas
geschieht!"



Siran
Siran zuckte jedes Mal, wenn es donnerte zusammen, mitten in diesem Chaos war er dann verschwunden, folgte im Wald der Spur seines Vaters, und eilte über den Waldboden, als hinge alles davon ab. Er hatte noch nie ein Gewitter erlebt, doch die Unruhe der anderen des Rudels, hatte genügt, er wusste Bescheid. Er hatte auch die Worte des Alphas vernommen, weg von den Bäumen, doch erst wollte er zu seinem Vater. In diesem Moment schien ihn gar nichts halten zu können und er hoffte, Yuki würde ihm nicht folgen. Sie war in Sicherheit, wenn sie bei ihrem Vater und Alpha blieb. Ein wenig faszinierten die Blitze ihn, wenn es plötzlich taghell wurde und im nächsten Augenblick
wieder dunkel war. Nach einer Weile, in der er durch den Wald gehetzt war, sah er Syracus.

"Papa!!"

Rief er, und beeilte sich, neben ihn zu kommen und geduckt den Himmel zu betrachten. Was geschah wohl jetzt? Hießen die Wolken nicht, das es regnen würde?


Akelei
Akelei hatte nicht viel Zeit gehabt, über die Worte ihrer Schwester nachzudenken, sie würde sie sich nehmen, wenn das Gewitter vorbei war und sie dazu kam, sonst würden ihre Gedanken während der endlosen Reise mit ihrem Gefährten wieder darum kreisen. Der Pelz der schneeweißen Wölfin wurde vom Wind in alle Richtungen gesträubt. Ihr Blick glitt zu Lioku, welcher sie warnte. Sie wusste nicht, ob er ratlos war, oder noch abwartete, sie sah ihn an.

"Habt ihr eine Höhle, in welcher genügend Platz für uns ist? Wenn nicht, sollten
wir uns in den Wald zurück ziehen, dort ist man meistens sicher. Allerdings ist
es sehr trocken."


Sie hielt in ihren Worten inne, hob die Pfote und sah den Boden darunter an, ihr wurde bewusst, das der Wald eine größere Gefahr darstellte, als sie erst geglaubt hatte. Sie stellte ihre Pfote wieder ab und sah zum Alpha auf.

"Vielleicht wäre es doch sicherer, wenn wir uns einfach auf eine Wiese legen
würden."


Sprach sie leise, ihren Voreiligkeit bereuend, es aber nicht unbedingt zeigend. Sie sah zu ihrem Gefährten, wollte das er bei ihr war, auch wenn sie eigentlich ganz ruhig war. Sie befürchtete nicht viel, der Fluss würde Feuer zurück halten, sie konnten auf die andere Seite, sollte der Wald in Flammen aufgehen. Die Blitze schlugen meist dort ein, wo eine Erhöhung war, ein Zielpunkt.


Yanàco
Yanàco trat zu ihrer Schwester und Lioku, ihre Ohren spielten unruhig und doch schien sie äußerlich recht gefasst.

~Eine Wiese?...~, sie wiederholte die Worlte Akaleis nachdenklich und ihr Blick wanderte kurz über die Umgebung.

~Sind die nicht alle ziemlich weit vom Fluss entfernt?...~, meinte sie schließlich und ihr Blick wanderte kurz zum Himmel um schließlich wieder zum Alpha zurückzukehren.
Falls Feuer ausbrechen sollte...dann wäre es wohl besser in der Nähe des Flusses zu verweilen...nur wo?


Lioku
Wo wäre der perfekte Ort gewesen, an dem Wasser nahe war, der Wald entfernt und es doch eine Wiese war? Innerlich grummelte der Alpha, doch am Kampfplatz wären sie in Sicherheit. Er verwarf diesen Gedanken augenblicklich, niemand der Wölfe sollte sehen, was Zeit, Wärme und Aasfresser
aus den Toten gemacht hatten. Vom Geruch, welcher ohnehin teilweise zum Rudelplatz wehte, ganz zu schweigen. Zum Meer hin, wäre wohl das Beste. Der Sand würde nicht entfachen, das Wasser bot im Notfall zusätzlichen Schutz. Einziges Problem, zwischen dem Meer und der Stelle, an der sie sich befanden lagen Wald und Kampfplatz. Außerdem war der Weg nicht der kürzeste. Besser man würde gleich losgehen, doch ehe der Alpha zu einem Heulen ansetzen konnte, wurde seine Stimme von einem lauten Krachen abgewürgt.


Vermutlich hatten es einige gespürt, der Gedanke an Feuer bewahrheitete sich nun. Ein Blitz hatte sich einen großen Baum ausgesucht, um die riesige Menge an Energie zu entladen. Besagter Baum brannte lichterloh, ehe das Echo des Aufpralls ganz verhallt war. Die Erde war erschüttert worden, so dass es die Wolfspfoten gespürt hatten. Jener Baum kippte, das Feuer ging schnell auf Gräser und kleines Geäst über, bahnte sich unaufhaltsam seinen Weg zum nahe liegenden Wald. Vom Fluss aus sah man wenige Sekunden später wie Rauch aufstieg, noch war das Feuer ein ganzes Stück entfernt, weit weg vom Fluss, nicht halb so weit entfernt vom Rudelplatz, welcher ziemlich in der Mitte von Feuer und Wasser war. Unten in der Nähe des Kampfplatzes, wo sich Kyro und Darkjania aufhielten, war man im Moment wohl noch am sichersten, auch wenn die Anwesenheit des Feuers zu spüren war, zu wittern in der Luft.
War der Wald zuvor noch wie ausgestorben gewesen, begaben sich nun alle, die sich verkrochen hatten, auf die Flucht. Die Vögel flogen geschickt zwischen den Ästen hindurch, Mäuse wuselten über den Boden. Alles was vier Beine hatte und laufen konnte, hatte sich in Bewegung gesetzt, folgte den Vögeln, welche zwar schneller fliehen konnten, jedoch Probleme mit dem Wind, welcher schon eher einem Sturm glich. Er trug dazu bei, dass sich das Feuer besser entfachte, trieb es geradezu an.


Lioku
Die Ohren des Alphas zuckten nervös. Er sah sich um, sah alle an. Elegant hob er den Kopf, heulte, mit deutlicher, kräftiger und dunkler Stimme in die anfangende Nacht hinaus. Er rief sein Rudel, welches 25 Mitglieder hatte, forderte sie alle auf, zum Meer zu fliehen, warnte vor dem Feuer, nicht
nur die Wölfe. Es war schon ein eindrucksvoller Anblick, wie er so dastand und mit dem Sturm um die Wette zu heulen schien. Als er endete, lag sein Blick kurz schweigend auf den Anwesenden, dann setzte er sich in Bewegung, wuffte auffordernd, doch auch sein Heulen hatte keinerlei Widerspruch zugelassen. Er übernahm die Führung, wusste wo er hin musste, hoffte auf Antwort derer, welche sich nicht beim Rudel befanden, konnte nur flehen, das sie es alle schaffen würden.


Saphir
Saphir sah dem Alpha nach, hatte eine dunkle Vorahnung gehabt, was das Feuer betraf, aber es war alles viel zu schnell gegangen. Er warf unruhig den Kopf hin und her, hunderte Fragen hämmerten in seinem Kopf. Wo waren Tokala, Cyrion, Syracus, Siran und Chihiro?? Waren sie außer Gefahr? Er konnte doch nicht zulassen, das ihnen etwas geschah! Ein Blick lag auf den Anwesenden, dann entschloss er sich das Schlusslicht zu bilden und jeden mit Gewalt dazu zu bringen, wenn es sein musste, dem Alpha zu folgen. Jeder hatte Freunde, welche nicht da waren, aber jetzt durfte niemand blind davon laufen, dafür würde er schon sorgen. Auffordernd rief er immer wieder:

"Los, machen wir das wir weg kommen, beeilt euch!!"

Sein Blick hing immer wieder am Wald, dann am Rauch, welcher über selbigen aufstieg. Warum war er mit Chihiro auch dort hinein gelaufen? Der Schwarze wusste, das es Unsinn war, sich jetzt Vorwürfe zu machen, doch er könnte sich nie verzeihen, würde dem Jungwolf etwas zustoßen. Würde er überhaupt wissen, was er tun musste?


Siran
Ohne darüber nachzudenken, hob Siran den Kopf, seine unerfahrene Stimme heulte in die nahende Dunkelheit hinaus, würde bis zu Lioku getragen werden und versicherte, er und Syracus würden früher oder später auf sie stoßen und mit ihnen gemeinsam zum Meer laufen. Der junge Rüde hatte den
Ozean noch nie gesehen, erahnte nur, in welcher Richtung dieser lag und gab sich in diesem Moment der Gefahr, alle Mühe, nicht den Kopf zu verlieren. Seine Gedanken kreisten um Yuki und Cyrion, zu welchen er sich in diesem Moment, mit seinem Vater, wünschte.
Unnatürlich ruhig wandte er seinen Blick zu Syracus, welcher neben ihm war. Die Stummheit des Älteren war im Moment von keiner Relevans, denn dieses Gespräch fand ohnehin auf einer ganz anderen Ebene statt. Es brauchte keinerlei Worte, denn der Schwarze so wie der Weiße wussten, wo sie hin mussten. Dennoch würde Syracus das Meer vermutlich mit großerer Sicherheit finden, als sein junger Sohn, deshalb wartete Siran, bis sein Vater die Führung übernahm.


Yuki
Auch wenn Yuki an den Neuankömmlingen durchaus interessiert war, so wollte sie doch eine Weile mit Siran allein verbringen um aufzuholen, was sie in der langen Zeit der Trennung versäumt hatten, doch viel Zeit war ihnen nicht geblieben, denn plötzlich war die Sonne verschwunden, der Wind wühlte in den Bäumen und der Himmel schien zu brüllen und zu schreien, die Luft erschien Yuki merkwürdig, sie konnte es nicht in Worte fassen, aber das alles machte ihr Angst.
Wenn sich die Wolken so zusammen zogen und den Himmel wie eine graue Decke überzogen, bedeutete das nicht, dass es gleich regnen würde, regnen mit harten, schmerzenden Tropfen, einer Armee mit tödlicher Zerstörungswut gleich?
Erschrocken sah sich die braune Fähe nach Siran um, doch der war plötzlich wie vom Erdboden verschwunden und mit einem lauten Heulen rief die junge Wölfin nach ihrem Vater, gerade in dem Augenblick, in dem sie sein eigenes Heulen hörte. Ans Meer, ans Meer... Wo war denn das Meer? Mit angstschlotternden Läufen versuchte Yuki, ihren schmalen, kleinen Körper nicht der übermächtigen Kraft des Sturms auszusetzen und schrie mit panischer, sich überschlagender Stimme nach ihrem Vater und sprang im nächsten Moment entsetzt zur Seite, denn aus dem Wald war ein tiefes Stöhnen an ihr waches Ohr gedrungen und als sie sich umdrehte, bemerkte sie erst, dass es irrlichterloh brannte.

.oO(Es muss so sein, dass die Welt ihren Atem angehalten hat um uns im nächsten Moment alle wie Ungeziefer von ihrem Körper zu blasen und schubsen und jetzt brennt sie sich selber leer - was ist das für ein Wahn?)Oo.

Mit angstgeweiteten Augen sah sich Yuki nach anderen Wölfen um, wo ist denn das Meer, wie komme ich da hin? Ihre Läufe wollten ihr nicht mehr gehorchen und in ihren Ohren schrie alles und ihre Lungen begannen plötzlich zu schmerzen, ein solches Stechen und Sengen hatte Yuki bis zu diesem Moment nicht gekannt...
Und erst jetzt bemerkte sie, dass sie sich keinen Zentimeter bewegt hatte und immer noch an demselben Platz stand, dass sie den Atem angehalten hatte und dass sie es war, die noch immer haltlos schrie.


Akira
Akira, keinerlei verängstigt über den Gedanken an das Element, welches sie so sehr faszinierte. So weit wie sie sich zurück erinnern konnte, hatte sie das Feuer geliebt und die prasselnden Flammen hatten sie immer wieder in ihren Bann gezogen und so fürchtete sich die Fähe nicht angesichts der drohenden Gefahr. Sie sah zu Saphir und gesellte sich ruhigen Schrittes zu ihm.

"Wenn du den Schluss bildest, dann werde ich diejenige sein, die an deiner Seite
läuft."


Sie würde einen kühlen Kopf behalten und auch wenn Saphir ihr jetzt widersprechen würde, sie würde ihn trotzdem nicht stehen lassen und davonlaufen. Nicht bevor auch alle anderen Anwesenden den Weg angetreten hatten.


Katan
Katan, der noch keinen Waldbrand verlebt und dem nichts anderes blieb als die Anweisungen des Alphas zu befolgen, nahm die langen weißen Beine in die Hand und lief dicht hinter Lioku her. Er hatte gelitten in den letzten Tagen, unter den Gefühlen von Einsamkeit und Trauer, ohne Sora erschien ihm seine Welt so leer, war sie doch die erste, an die er sich erinnern konnte, die sich um ihn gekümmert hatte, als er klein und allein war. Im laufen bebte seine Atmung wenn er zurück dachte an die glückliche Zeit an diesem Ort, nach dem nun unbeugsam das Feuer griff. Es schien ihm fast wie ein Symbol, ein Zeichen, denn altes ging verloren und neues würde kommen. Ob das Neue besser oder Schlechter sein würde, das war ungewiss, doch nichts blieb wie es einst war und niemals würde das Tal der Freiheit wieder das selbe sein, egal wie viele Jahre man ihm gab um wieder zu genesen, wenn das Feuer nicht noch anhielt.
Katan hoffte so sehr, dass alle Rudelmitglieder in Sicherheit waren. Wo war Noir? Er konnte sie nicht entdecken. Angst davor, noch mehr geliebte Wölfe zu verlieren erfasste ihn. Und wo war sein Vater? Katan sah krampfhaft nach vorn, wagte nicht in die Menge zu blicken und festzustellen, welche Gesichter dort nicht zu erblicken waren...


Akelei
Die Ohren Akelei's waren auf den Alpha gerichtet gewesen, als dieser vom Meer sprach, die weiße Fähe hatte nicht gewusst, das jenseits des Tals der Freiheit der Ozean lag, ein guter Ort, welchen Lioku gewählt hatte. Der Wölfin wurde gleich bewusst, das es nicht so einfach war, dort hin zu gelangen, sie hatte es nicht gewittert, es musste also ein ganzes Stück entfernt sein. Sie sah zu ihrer Schwester, dann zu Kamui. Sie wollte die beiden in Sicherheit wissen, deshalb wartete sie noch ab, ihr Blick ruhte auch eine Weile auf Saphir und einer Fähe, welche an seiner Seite stand. Gewitter hatten die Weiße nie erschreckt, doch der Waldbrand beunruhigte sie dann doch sichtlich. Ihr blieb
die Angst um Freunde erspart, dennoch wünschte sie keinem Lebewesen den Flammentod.
Die Aufmerksamkeit Akeleis wurde von der Umgebung auf eine sehr junge Fähe gelenkt, welche völlig mit der Situation überfordert schien. Sie war im gleichen Frühjahr geboren, wie ihre eigenen Welpen, hatte also das gleiche Alter. Ihre mütterlichen Gefühle erwachten Augenblicklich, mitleidig trat sie auf die verängstigte Fähe zu und drückte deren Kopf mit ihrer Schnauze an den Körper. Es gab Zeitpunkte, an denen Worte keinen Nutzen hatten und die Wärme, die eine körperliche Berührung mit sich brachte, sollte nicht unterschätzt werden. Dennoch begann Akelei beruhigend auf die Schwarze einzureden.

"Keine Angst, dir wird nichts geschehen, lass uns deinem Vater folgen, er bringt
uns in Sicherheit."


Noch nicht lange war sie bei diesem Rudel, doch sie wusste, das zwei Fähen Welpen geworfen hatten. Die Wölfin, welche sie gerade zu trösten versuchte, war aber dem Geruch nach deutlich Tochter des Alphas.


Saphir
Saphir sagte nichts, nicht das sie gehen sollte, oder das sie unvernünftig war. Er sah sie eine Weile eindringlich an und dachte dabei nichts als das Akira ein ziemlicher Sturkopf war. Er kläffte auffordernd, sie sollten sich alle in Bewegung setzen, noch ein paar mal wuffte er, ohne den Blick von Akira zu nehmen. Seine Ohren nahmen das entfernte Knacken des Feuers war. Seine Pfoten waren nicht annähernd so ruhig wie die Akira's. Angst war es nicht, nur eine unaufhörliche Unruhe, die sich in ihm breit machte, die Sorge um das Rudel. Sein Fell streubte sich etwas, sonst bewegte er sich nicht. Nach dem er Akira eine ganze Weile fixiert hatte, wanderte sein Blick wieder zu den anderen, welche noch nicht los gelaufen waren. Die Gefahr war noch fern, aber sie würde sich mit dem Sturm in rasender Geschwindigkeit ausbreiten.


Kurze SL-Angabe, für die User, die im Urlaub sind:

Noir
Noir stob aus dem Wald, dem Ruf ihres Vaters folgend. Als sie die Wölfe, welche Lioku folgten, erspähte, zögerte sie nicht, ihnen zu folgen und sich neben ihren Gefährten zu gesellen. Sie war verstört, fühlte sich aber sicher, nach dem sie neben Katan lief und Lioku vor sich hatte, welcher sie sicher alle in Sicherheit bringen würde. Was das alles zu bedeuten hatte, wusste die junge Wölfin nicht, sie würde zu einem anderen Zeitpunkt fragen können, ersteinmal wollte sie zum Meer, wo es scheinbar sicher war.


Kayuna
Kayuna lief mechanisch hinter seinem Vater her, welcher die Führung übernommen hatte. Er zitterte vor Angst, würde aber nicht stehen bleiben, ehe es die anderen taten. Die Unruhe der anderen war schnell auf ihn übergegangen und schien seinen Körper zu durchfließen. Wenn die Blitze über ihm, über den Himmel jagten, zuckte er immer wieder zusammen, doch so lange sie da oben blieben, fühlte er sich relativ sicher.


Tokala und Edana, welche im Wald schutz vor der Sonne gesucht hatten, waren auch zu beginn des Gewitters noch dort gewesen. Lange hatte der Ruf des Alphas nicht auf sich warten lassen, so das die beiden Fähen auf dem Weg waren und demnächst zum Rudel stoßen würden.


Edea
Edea hatte sich am Rudelplatz befunden, während des ganzen Tages. Als das Gewitter los brach, hatte sie sich Hals über Kopf in den Wald gestürzt und war panisch gelaufen, ohne zu wissen wohin. Ihr Glück das sie auf Syracus und Siran traf, vor welchen sie sich auf den Boden warf, froh, nicht mehr allein zu sein.


Nephtys
Nephtys hatte alles beobachtet, was sich am Fluss getan hatte, schweigend und allein, hatte sie im Wald verharrt. Sie hatte sich in die Schlange eingereiht, die gerade hinter Lioku zum Meer lief. Scheinbar hatte sie vor Gewittern und Feuer nicht annähernd so viel Angst wie vor den Schattenläufern, jedenfalls wirkte sie ganz ruhig.


Chihiro
Chihiro war nicht weit vom Fluss entfernt gewesen und lief nun neben Kayuna her, den anderen wortlos folgend. Er konnte wie die anderen Welpen nichts mit der Situation anfangen, war unruhig und unsicher, lief aber brav seinem Alpha nach.


Reiko
Reiko war für alle auf der anderen, der sichereren Seite des Flusses auszumachen. Er lief parallel zu den anderen und schien zu überlegen, wann er den Fluss am besten überqueren sollte. Irgendwann war er dann wohl hindurch geschwommen und schloss sich den anderen an.


Sharon
Sharon trat aus dem Wald und lief seinem Vater erst etwas entgegen, bis er merkte, das es sinnvoller war, in die andere Richtung zu laufen. Eine Weile lief er dann vor Lioku, dann neben ihm und schließlich irgendwo hinter ihm, vor Katan und Noir.


Attaché
Attaché horchte auf. Das prasseln des Feuers, das Knacken und Krachen unter den Flammen herunter brechender Äste lag in der Luft.
Grollend stürzten die Bäume zu Boden, sobald das Feuer ihnen alles Leben aus dem Leib gesogen hatte. Rauch hing in der Luft und der Geruch von verbranntem Fleisch. Nicht alle Waldbewohner konnten rechtzeitig fliehen. Der Rüde blickte um sich und hielt Ausschau nach dem schwarzen Pelz und den aufmerksamen Augen Darkjanias, doch er fand sie nicht. Ohne sich zu widersetzen, aber mit schwerem Gemüt, fügte er sich den Worten Liokus und Saphirs und folgte dem Alpha Richtung Meer.


Schiriki
Hinsichtlich der aufbrandenden Aufregung durch die Gefahr, war auch Schiriki aufgesprungen und hatte den Anweisungen seines Alphas Folge geleistet. Den Wald brennen zu sehen schmerzte den Rüden. Fast meinte er die von der Trockenheit schwachen Bäume vor Schmerz schreien zu hören und er meinte die Seele jeder sterbenden Kreatur aufsteigen zu sehen. Er hielt die Augen offenen nach denen die ihm Nahe standen. Lioku führte die Gruppe an, dicht gefolgt von seinem Ziehsohn. Schirikis Herz wurde ein wenig leichter. Katan war nicht in unmittelbarer Gefahr.


Faramir
Faramir war indes in heller Aufregung, nicht nur weil ihm das Feuer, das ihm höchst befremdlich war, ängstigte sondern auch, weil sich noch nicht alle Rudelmitglieder dem Zug angeschlossen hatten. Am liebsten hätte er alle vier Pfoten in den Boden gerammt und auf jeden gewartet, doch er war seinem Vater Gehorsam schuldig. Wann immer Gefahr bestand hatte Lioku sich richtig entschieden, er würde es auch diesmal tun und so folgte der junge Rüde auf flinken Pfoten all jenen Wölfen die seinem Vater folgten und schwor sich selbst nicht wieder anzuhalten bis sie am Ziel waren, auch wenn er sich immer wieder nach hinten umblickte.


Darkjania
Wieder diese Stimme, diese Worte die Sinn- und Ordnungslos durch die Luft wirbelten, mit ihrer Angst spielten und sich schließlich doch einreihten, um sie zu beruhigen, ihrem Zittern Einhalt zu gebieten und ihr Sicherheit zu vermitteln.

~Kein Feuer...?~

dachte sie konfus, und löste ihre Berührung, um in Kyros Augen blicken zu können.

"Aber...es wird kommen...es kommt immer...alles ist genau wie damals...nur du
bist da..."


sprach sie mit leiser, halbverschluckter Stimme, bibbernd und mit ängstlichen Augen. Ihr Fell stand bereits so gerade wie die Stacheln eines Igels, und mit jedem Angstschauer unter dem sich ihr Zittern verstärkte, wurde es sachte hin und her gewogen. Doch auch der Wind riss daran, riss auch an ihr, und doch blieb ihr Fell gesträubt und sie wo sie war...
Wieder erhob der Rüde seine Stimme, und ein einzelnes Wort brachte sie dazu, sofort all seine Worte aufzunehmen, und tatsächlich, sie ergaben Sinn...

~Attaché! Ja...Fluss...Attaché...hin da!~

pochte es in ihren Gedanken. Zum Fluss, zum Fluss...

"...l-lass uns gehen!"

stammelte sie, bevor sanftere Worte das Toben des Windes durchbrachen, und ihren Geist berührten...
Sein Versprechen gab ihr Mut. Woher sie dass Vertrauen nahm, dass er sie gegen die Elemente verteidigen könnte, war ihr selbst unklar, doch sie dachte auch gar nicht erst darüber nach. Nun recht in Eile kroch sie unter ihm hervor, sah ihn noch einen Moment unentschlossen an, und schleckte ihm dann dankbar über die Schnauze. Gedanken stürmten in ungeheurer Zahl auf sie ein, nun da sie wieder im Stande war welche zu fassen. Was für ein jämmerliches Ding sie doch war, und welch Glück sie hatte dass Kyro sich überhaupt solche Mühe mit ihr machte, und...
Ein innerliches 'Nein!' wies all diese Gedanken ab, sie wollte jetzt nicht nachdenken, sie wollte mit Kyro zu den Anderen, zu Attaché! Schon war sie zwei Schritte gelaufen, als sie inne hielt. Ihre Ohren waren angelegt gewesen, und schossen nun in die Höhe, ihre eingeklemmte Rute erstarrte in ihrem hin und her zucke, und etwas zerbrach mit einem Mal. Ein Geruch war in ihre Nase gestiegen den sie kannte.
Und zudem einer, den sie nie vergessen würde...Feuer!
Und alle wurde still, und der tosende Wind schien zu verstummen, die Blätter verschwiegen sich ihr Rascheln. In diesem winzigen Moment des Begreifens, in dem all ihre mühsam zurückgewonnene Sicherheit zerbrach, stand in ihrer Wahrnehmung die Welt still. Gewitter hatte sie immer gefürchtet, weil es sie an den Verlust ihres Rudels erinnert hatte. Doch Feuer fürchtete sie nicht - was sie empfand war Panik. Denn es erinnerte sie nach an diesen Verlust - es war der Grund dafür, und beinahe auch ihr Tod gewesen!
Schon trommelten die schwarzen Pfoten in wildem Takt auf den Boden ein, flogen ihre Läufe mit der Last ihres Körpers über das Erdreich hinweg und in den Wald hinein. Sie dachte nun absolut nicht mehr, sie fühlte. Und was sie fühlte trieb sie zur Flucht. Ein Stock brach unter ihren Schritten, mal trat sie in einem Haufen Laub vom Vorjahr - sie merkte davon nichts, wusste nicht wohin sie lief. Schlitternd kam sie plötzlich zum stehen, wirbelte herum und wechselte die Richtung. Eine winzige Idee, ein einziger Gedanke er stark genug dazu gewesen war, war durch ihren Geist geschossen.

~Attaché!~

Sie musste zum Fluss, doch wo war der Fluss von hier aus? Sie musste zu Attaché, Attaché, Fluss! Sie würde ihn finden, sie musste ihn finden, und wenn sie diesmal sterben würde, dann wenigstens nicht alleine! Wieder drehte sie plötzlich ab, sie hätte den Fluss längst erreichen müssen, hätte die Richtung gestimmt! Mit unverminderter Panik und unverminderter Kraft stob sie weiter zwischen den Bäumen hindurch, an Kyro vorbei, sah ihn nicht einmal...


Cyrion
Der Schwarze sah seelenruhig aus und im Grunde war er es auch, denn ihm war klar das Pan8ik hier nichts half. Er witterte, das Feuer war ihnen nahe, zu nahe für seinen Geschmack. Die andren wussten nun, das Siran, Edea und er beisammen und sicher waren, noch. Syracus sah sich langsam um und versuchte herauszufinden, wie sie am geschicktesten zum Meer kommen konnten. Natürlich kannte er den Weg, doch dem Rauch zu urteilen nach war der abgeschnitten, sie mussten zum Fluss und dann den Weg nehmen, den das Rudel gegangen war, den konnten sie dann wohl kaum übersehen. Er sah sich noch einmal um, ob weitere Rudelmitglieder zu ihnen kommen würden. Nach ein paar Momenten der Situationspeilung setzte sich der Schwarze in Bewegung, genau darauf bedacht das Edea und Siran ihm gut folgen konnten.
In zügigem, aber keineswegs übereiltem Tempo sprang er über den ein oder andre Ast und durchstob den trockenen Waldboden, denn so langsam spürte er Wärme im Wald, die sich ausbreitete und auf sie zukam. Syracus Gedanken begannen nun doch zu kreisen, ob sie wohl die einzigen waren, die noch fehlten? Ob das Rudel auch gut ankommen würden? Ob sie gut ankommen würden? Die letzte Frage war die einzige, die er sofort verdrängte und wieder stärker auf den Weg achtete. Seine Nase folgte nun schon mehr der Witterung des Wassers vom Fluss, wo das Rudel vorhin noch gewesen war. Doch der lag doch noch ein Stück entfernt, und die Pfoten des Rüden wurden schneller, die panisch fliehenden Waldtiere, die er ums ich wahr nahm, spornten ihn zu mehr Tempo an, doch ab und an blickte er nach hinten, bremste oder wurde langsamer, den die beiden Jungwölfe würden das Tempo des Großen kaum halten können, wenn er wirklich Tempo machte. Er sah sich um, noch konnte man hier sehen, der Rauch war nur zu wittern, die Wärme des Brandes richtig gehend zu fühlen, auch wenn das Feuer nur im Hintergrund sichtbar war...


Kyro
Kyro hatte der Schwarzen zugenickt und war ihr die zwei Schritte, welche sie machte, um aufzubrechen, zu ihrem Gefährten gefolgt. Seine Ohren hatten irritiert rotiert, als sie ihm über die Schnauze schleckte, der braune Rüde hatte nicht gewusst, was er dazu sagen sollte, also schwieg er. Das Darkjania nun unter ihm hervor gekrochen war, machte auch ihm Mut, denn er wäre hilflos gewesen, wenn sie wieder panisch unter ihm Schutz gesucht hätte. Für die schwarze Wölfin konnte er nur hoffen, dass ihr Attachè wirklich die Sicherheit geben konnte, welche sie sich von ihm versprach. Seine Gedanken verliefen sich wieder zu Tokala, welche nun, da das Gewitter für sie alle Gefahr bedeutete,
vielleicht zum Rudel kommen würde, um sich Trost und Sicherheit bei ihren Rudelgefährten zu holen. Das sie dies möglicherweise bei Saphir tun würde, ließ seinen Körper kurz beben, doch dann verscheuchte er all diese Gedanken wieder.
Er wollte nun Darkjania zu ihrem Gefährten bringen und machte einen Schritt an ihre Seite, als auch er merklich zusammen zuckte und noch ehe der Schall verebbte, wusste, was das laute Geräusch zu bedeuten hatte. Einer der Blitze hatte seinen Weg vom Himmel zur Erde gefunden, hatte mit großer Wahrscheinlichkeit ein Feuer entfacht. Kyro versuchte zu orten, wie weit es entfernt war, ob sie sich in großer Gefahr befanden, oder ob es garnicht im Tal war. Der Geruch des verbrennenden Holzes schlich sich schon nach wenigen Sekunden in seine Nase und all seine Fragen fanden ihre Antwort. Es war in der Nähe und es brannte!
Erschreckt blickte er zu Darkjania, voller Angst, was diese nun machen würde. Er fürchtete sich vor ihrer Panik im Moment mehr als vor dem Feuer. Seine Läufe wollten fliehen anfangs ohne Ziel, doch nach dem das Heulen seines Alphas erklang, wusste er, wo er sicher war und es schien ihm mehr als logisch, zum Meer zu gehen. Sein Blick lag auf der Wölfin neben sich, doch jedes Wort kam zu spät, er wusste, sie wollte nun zum Fluss, zu Attachè, aber dort würde sich vermutlich niemand mehr aufhalten, sie liefen zum Strand, welchen Kyro nur ein einziges mal besichtigt hatte. Er wollte die Schwarze dort hin bringen, vielleicht auf dem Weg auf das Rudel treffen, aber sie durften nicht in die Richtung des Feuers. Darkjania rannte los, Richtung mehr, wofür er im ersten Moment froh war, noch ehe er ihr folgen konnte, hörte er das Heulen Sirans, welcher nicht allzu weit entfernt von ihm und der Wölfin war. Er wandte sich um, nur um zu sehen, das Darkjania nun in die andere Richtung stürmte, zum Feuer, zum Fluss, wo niemand mehr sein würde. Schnell wie es sonst nur ein Blitz war, schlug die Angst in Kyro’s Körper ein, nahm Besitz von ihm. Er lief ein paar Schritte hinter Darkjania her, sein Fell war gesträubt und seine Angst wurde fast zu Panik. Er durfte die Wölfin nicht sich selbst überlassen, nicht, wo sie so außer sich war. Dies bedeutete aber, dass er zum Feuer laufen musste, gegen alle Naturgesetze. Seine Gedanken wollten sich nicht mehr ordnen, seine Pfoten begannen widerwillig zu laufen, immer und immer schneller, bis er mit dem Wind hätte mithalten können. Kräftig drückte er sich vom Boden ab, überquerte jeden Ast mit Leichtigkeit und Geschick. Der Geruch von Flammen wurde deutlicher, kam näher, so wie er sich dem Feuer näherte. Er entdeckte die Fähe, die er suchte, stürmte auf sie zu, ohne abzubremsen und warf sich dann mit voller Wucht gegen sie. Er flog über sie hinweg, landete unsanft gegen einem Baum, jaulte kurz auf und war aber schon wieder auf den Pfoten, um sich auf Darkjania zu schmeißen und sie nicht wieder aufstehen zu lassen. Er schrie ihr ehr ins Gesicht, als er sprach:

“Darkjania, Attachè wird zum Meer gehen, wo wir sicher sind, dort hin müssen wir auch!!!“

Er ging nicht von ihr herunter, würde sie keinen weiteren Schritt in die Flammen hinein laufen lassen. Sein Brustkorb hob und senkte sich unnatürlich schnell, seine Läufe konnte er nur mit Mühe ruhig halten, damit sie nicht zu zittern begannen. Erregt wegen des Feuers, voller Angst vor den Flammen, welche er schon spüren zu können glaubte und die Panik, Darkjania würde den Verstand verlieren, ließen ihn fast verrückt werden. Wieder hob er die Stimme, rief eindringlich, obwohl sein Kopf direkt über dem der Wölfin war.

„Ich hab dir gesagt, ich beschütze dich! Ich schwöre bei meinem Leben, das ich dich zu Attaché bringe, aber du musst an meiner Seite bleiben, Darkjania, hörst du mich? Verstehst du was ich dir sage?? Wirst du bei mir bleiben und nicht mehr davon rennen, kopflos in den Wald, wo mehr Gefahr droht, als sonst irgendwo?“

Sein Gesicht war verzogen, wirkte verzweifelt und nicht mehr so ruhig wie vorher. Dennoch schrie er ihr das ins Gesicht, was der Wahrheit entsprach, ehrlich gewählte Worte, er würde verdammt noch mal nicht zulassen, das sie in ihrem eigenen Tod lief. Seine Augen fixierten die ihren, warteten auf eine Reaktion, ein Zeichen, das sie verstanden hatte oder den Klang ihrer Stimme, welche ihr antwortete.


Yuki
Yuki warf erschreckt den Kopf herum als sie die Nähe einer Wölfin bemerkte, deren Geruch sich so fremd und warnend in ihre Nasenlöcher schlich, dann aber erkannte sie in der weißen Fähe eine der neuen Wölfe, die zum Rudel gestoßen waren und beruhigte sich. Die Weiße wollte ihr nicht schaden, das sah Yuki ihr an und mit einem mühsamen Lächeln versuchte sie sich bei der Fähe zu bedanken, obgleich ihre Krallen immer noch in den ächzenden Erdboden drängten wie um den zitternden Körper der Braunen fest darin zu verankern, ihn zu einem Teil des Bodens zu machen.

"Was geschieht hier? Warum brüllt der Himmel so als wolle er uns vertreiben? Sind wir in Gefahr?"

Die Gedanken in Yukis Kopf überschlugen sich immer noch, aber allmählich wurde sie ruhiger, sie wusste, dass sie nur mit einem kühlen Kopf und Sachverstand Herr der Lage werden konnte und der warme Körper, die Nähe der weißen Fähe, die so freundlich und gütig wirkte, taten das ihre dazu. Außerdem dachte Yuki an ihren Vater, sie vertraute ihm, wusste, dass er das Rudel sicher aus der bedrohlichen Lage herausführen würde.

"Du hast Recht... Lass uns meinem Vater folgen... Sag mal, woher weißt du eigentlich, dass Lio mein Vater ist? Kennst du jemanden aus dem Rudel? Ich bin übrigens Yuki..."

Wie man im Dunkeln manchmal laut heult, dachte Yuki bei sich, kann man die Angst auch einfach wegreden. Das Bild Sirans tauchte in ihrem Kopf auf, doch die braune Fähe drängte das Bild des Gefährten zurück. Er wollte sie nicht im Stich lassen, er hatte ebenso Panik gehabt und vermutlich seinen Vater gesucht. Es würde ihm nichts passiert sein und am Strand würde Yuki zu ihm stoßen, genauso wie zu den anderen Wölfen.
Einen vorsichtigen, unsicheren Blick warf Yuki in den Himmel und spürte, wie sich vorsichtig Faszination und Freude über das ungewöhnliche Naturschauspiel in ihrem Geist hinter all der Angst zu regen begann. Am Meer, wo nichts mehr geschehen konnte, würde sich Yuki gemeinsam mit Siran das Wüten der ganzen Welt ansehen.


Siran
Siran folgte seinem Vater und seiner Schwester. Achtete darauf, das Edea vor ihm und hinter ihrem Vater ging, damit er auf sie acht geben konnte. Der junge Rüde setzte geschickt und ruhig eine vor die andere Pfote, er vertraute Syracus voll und ganz, das er sie in Sicherheit bringen würde. Soweit Siran das beurteilen konnte, wollte er erst zum Fluss und dann zum Meer. Auch er spürte die Anwesenheit der Flammen, die ihnen zu folgen schienen.

"Vater, wir sollten den Fluss überqueren, wenn wir ihn erreicht haben, damit wir
in Sicherheit sind."


Rief er zu Syracus nach vorne. Manchmal war sein Vater schneller, dann wartete er wieder, Siran selbst war in einen schnellen trab gefallen, der ihn gut mithalten ließ, den er aber auch nicht veränderte, wenn Syracus schneller lief.


Akelei
Akeleis Blick, warm und fürsorglich, wie er es eigentlich nur für Kamui und ihre Welpen wurde, sah Yuki an, stolz auf die junge Fähe, das sie nun wieder einen kühlen Kopf bewahrte. Sie lächelte sacht, als sie zur Erklärung für das Gewitter ansetzte, sie wollte Yuki nicht weiter beunruhigen.

„Im Sommer ist es eigentlich nicht selten, das Gewitter über das Land ziehen. Normalerweise sind sie harmlos, doch dieses ist gefährlich, denn es regnet nicht. Gewitter bringen Regen mit sich und dann kann nicht viel passieren, weil die Erde nass wird, wenn aber kein Wasser vom Himmel fällt und es lange nicht geregnet hat, so wie hier, dann können die Blitze, welche so hell über den Himmel zucken, in einen Baum einschlagen und diesen zum brennen bringen. Das Feuer breitet sich schnell aus, tötet alles was nicht rechtzeitig fliehen kann.“

Soweit der Erklärung, nun war es Zeit, das sie verschwanden. Sie durften nicht länger warten, das Feuer würde vielleicht schon bald aus dem Wald schlagen, oder ihnen an einer anderen Stelle den Weg zum Meer abschneiden. Sie löste sich von Yuki, stupste sie an und lief ein paar Schritte, dann stehen bleibend um zu zeigen, das sie auf die Jungwölfin warten würde.

„Nicht das Gewitter selbst ist gefährlich Yuki, es macht viel Getöse, das war es aber auch schon. Das Feuer mit seiner alles vernichtenden Macht ist, was all die Tiere jetzt gerade in Angst und Schrecken versetzt. Wir müssen aufbrechen, komm.“

Sie nickte zu ihren Worten, welche ihren ruhigen Klang nicht verloren hatten, ihr Blick glitt zu Kamui, ob er folgen würde, doch sie setzte sich bereits in Bewegung, wusste ihr Gefährte würde kommen und wünschte ihn dennoch neben sich. Auch nach ihrer Schwester hielt sie Ausschau, auch jene wollte sie in Sicherheit wissen.

"Dich erkannte ich als Tochter des Alphas, des Geruches wegen, Yuki."

Sprach sie, erst nachdem sie ihren Satz beendet hatte zu Yuki sehend. Sie lächelte sie an und lief wieder ein paar Schritte.


Yanàco
Die Weiße hatte das Gefühl als liefe die zeit in Zeitlupe ab. Das Krachen des Umkippenden Baumes, der Geruch des Feuers, die erwachende Hektik und Panik...all das schien an ihr vorüberzugehen.
War sie es vor einigen Momenten noch gewesen, die anderen ihr leid geklagt hatte, so war sie es nun, die auf den Hinterkeulen saß und den Blick beinahe ruhig wandern lies.
Jedes Mitglied wurde erfasst und genauestens in Augenschein genommen. Für einen Moment war es, als sei sie gar nicht anwesend, als sei sie nicht sie selbst sondern fühle die Gefühle jeden einzelnen.
Den Stolz ihrer Schwester, Angst einiger anderen und die Ruhe einiger weniger. Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen und schien erst wieder zu sich zu finden, als sie die Augen erneut öffnete. In jener kurzen Zeit hatte sich der Platz schon ziehmlich geleert und auch sie erhob sich nun. Die Stimme des Alphas hallte in ihren Ohren nach, als sie Syracus eben im Wald verschwinden sah. Dann entdeckte sie ihre Schwester und die Tochter des Alphas und trat zu ihnen.

~Kommt...wir sollten den Anschluss nicht verlieren...~

Ihre Stimme war ruhig, glich beinahe der, ihrer Schwester und sie lächelte Yuki aufmunternd zu.

~Es ist nicht weit Yuki...wir werden uns ein wenig beeilen und dann zu den anderen aufholen...gemeinsam...~, meinte sie anschließend und nickte Akalei auffordernd zu.

Ihre Nase kräuselte sie kurz, als sie sich noch ein Mal auf dem nun, beinahe verlassenem Platz umblickte und sicherging, dass keiner zurückblieb. Der Geruch des Feuers war nun kaum mehr zu überriechen und lies sie kurz niesen, ehe sie sich in jene Richtung wandte, in der der Alpha vor einiger Zeit verschwunden war.

~Kommt...~


Yuki
Yuki lächelte Yanaco und die weiße Fremde an und bemühte sich, dem weit ausschreitenden Schritt der beiden zu folgen, ihre Läufe waren noch unsicher, der Schrecken und die Angst steckten noch in den Knochen der braunen Fähe, färbten noch leicht ihre Gedanken. Der Geruch nach brennendem Holz stieg würzig in die knisternde Luft und nahm Yuki den Atem, immer wieder musste sie husten.

"Ja, es ist schon in Ordnung, es war nur so ungewohnt... Ich kann mich nicht erinnern, dass ich schon einmal ein Gewitter erlebt hätte und wenn es danach kühler wird, kann uns das nur recht sein."

Mit einem verschmitzten Lächeln folgte sie den beiden Erwachsenen und bemühte sich auf Lioku, ihren Vater und die anderen Wölfe aufzuholen, gleichzeitig waren ihre Gedanken bei Siran. Er würde am Strand sein oder dort vorne bei ihrem Vater und den anderen Wölfen, versuchte sich Yuki zu beruhigen, Siran war niemand, der zuviel riskierte und direkt ins Feuer laufen würde. Mit Gewalt verdrängte Yuki diese Gedanken und versuchte sich das Meer vorzustellen, das Meer, dass sie das erste Mal sehen würde...


Kayuna
Kayunas Leib zitterte, er traute sich kaum zum Himmel zuschauen und doch zogen ihn die Blitze an den Blick zuheben. Er sah zu Chihiro und dann zu den Anderen. Er stotterte leise, so das man es fast nich hören konnte:

"Was, wa...wa...was zum Teuteuteufel ist das?"

Seine Rute war eingeklemmt und sein Körper wurde immer wieder geschüttelt und seine Ohren spielten am laufenden Band. Seine Pfoten würden nicht aufhören ihn zutragen, ans anhalten dachten diese schon garnicht. Viel zu viel Angst zurück zu bleiben. Doch plötzlich riss er seinen Kopf rum, wo war Edea. Er sah sich um, wo zum Teufel war sie. Angst stand in seinem Gesicht, er wollte bei ihr sein, sie suchen, doch sein Instinkt wies ihn eindrücklich darauf hin den Anderen zu folgen. Ein Winseln verlies seine Kehle, er lief Geduckt, doch auch so konnte er dem Regen nicht entkommen. Sein Fell war durchnässt und die Kälte fraß ihn auf, der Wind der wehte gab ihm ein noch kälteres Gefühl. Wieder wimmerte er leise. Erst diese unerträgliche Hitze und nun diese unerträgliche Kälte. Er sah zu seinem Vater, wo wollten sie hin? Verängstigt sah er umher, er spürte diese Anspannung und das Schweigen, dass niemand unterbrach. Nur der Donner unterbrach es manchmal durch ein lautes Grollen. Die Blitze die vom Himmel schnellten gaben dem jungen Rüden ein flaues Gefüjl im Magen. Als dann auch noch die Bäume Flammen fingen und bald der ganze Wald brannte, hielt der Rüde es nicht mehr aus. Seine Pfoten trugen ihn immer schneller. Er hastete an Lioku vorbei aus Angst und verzweiflung, weil er nicht wusste was er tun sollte. Als er jedoch begriff was er getan hatte viel er in eine langsamere Raserei und bald lief er wieder neben seinem Vater. Er schüttelte seinen Kopf. Dann wimmerte er wieder wehleidig, was sollte er tun? Hilflos sah er sich um, wo war Schiriki, wo war Siran? Und vor allem, wo war Edea? Das wusste wohl niemand genau, er hatte die Neuen erst jetzt bemerkt und sah sie ängstlich an. Der Jungwolf bot seinen umher stehenden einen Jämmerlichen eindruck. Er hatte die Angst ins Gesicht geschrieben, zitterte am ganzen Leib und schüttelte den Kopf als obb er einen Gedanken aus seinem Kopf entfernen wollte, was ihm aber nicht gelang. Er winselte, dann stellte er sich wieder neben Chihiro und lies den Kopf hängen, wobei ihm wieder ein leises wimmern entfuhr.


Akelei
Akelei sah zu Yanàco, froh das sie folgte, dann zu Yuki, welcher sie zu nickte. Eine vernünftige Einstellung, eine so erwachsene Jungwölfin.

"Du wirst noch viele Gewitter erleben, aber dieses hier wird euer Leben sehr verändern, nichts wird mehr sein wie es war, wenn nicht der Regen einsetzt und es zurück hält."

Sie bedachte kurz traurig allem, was an diesem Tag alles sterben würde und gestorben war. Das Tal war so schön gewesen, als Kamui und sie es am Morgen gesehen hatten, friedlich und nun liefen sie um ihr Leben. Es waren die Gesetze der Natur, das wusste Akelei, dennoch empfand sie es als unfair, das diesem freundlichen Rudel der Lebensraum genommen wurde.

"Da fällt mir ein, ich habe mich dir noch garnicht vorgestellt, Yuki, oder? Mich nennt man Akelei."

Sie lächelte wieder, während ihre Pfoten sie mit Yuki und Yanàco dem Alpha nach trugen. Sie wünschte diesem Rudel alles Glück der Welt und noch wichtiger als der Lebensraum war es, das alle Mitglieder gesund ans Meer kamen.


Noir
Noir war verwirrt, natürlich hatte sie schon Gewitter erlebt, doch noch nie hatte sie so eines erlebt. Es war düster und die Blitze folgten einem nach dem Anderen. Sie stürtzen in Bäume oder ins Wasser und erhellten den Himmel. Der donner grollte auf die Fähe herab und es war als ob diese unter dem gebrüll zusammenbrach. Ihre Augen waren angelegt und ihre Körperhaltung geduckt. Die Rute hatte sie zwischen den Hinterläufen eingeklemmt. Sie hätte gerne auf die Frage Kayunas geantwortet, doch kein Ton verlies ihre Kehle, und selbst wenn, was hätte sie sagen sollen? Das ist ein Gewitter? Nein, das hier war vieles mehr als ein Gewitter, oder war dies ein GFewitter und das Andere nichts? Die Fähe wusste im Moment garnichts mehr, nurnoch das sie in Sicherheit wollte, in sicherheit vor den lodernden Flammen, die die Bäume gefasst hatten und in den Tod gerissen hatten. Sie schielte zu Katan. Sie lehnte sich leicht an ihm an. Auch sein Körper war kalt. Sie zitterte leicht. Oft wanderten ihre Blicke zu ihrem Vater, was hatte er vor? Wollte er wirklich zum Meer? War dieses nicht viel zu weit weg? Sie sah sich um, hilflos, aber doch lief sie selbstsicher voran.Sie bewunderte ihren Vater der jede Situation unter Kontrolle hatte. Er wirkte so ruhig, ganz anderst als die übrigen Wölfe. Fremde waren dazu gekommen, doch Noir würdigte sie keines blickes. Als ihr Blick jedoch auf Nephtys viel, nickte sie ihr freundlich zu und sogar ihre Rute deutete ein leichtes Wedeln an. Sie mochte die Fähe sehr. Ob sie diesmal bleiben würde? Das wusste wohl niemand außer ihr, vielleicht nichtmal sie. Doch das war nicht die größte Sorge der Fähe, eher machte sie sich Sorgen um die übrigen Rudelmitglieder. Kyro und Syracus waren weg, dass war ihr schon sehr früh aufgefallen, doch nach einiger Zeit viel ihr auf das auch Siran, Edea und Darkjania fehlten, sie sah wieder zu Lioku, wusste er bescheid? Auch diese Frage blieb unbeantwortet, da ihre Kehle immer noch wie zugeschnürrt war. Würde sie die Wölfe je wieder sehen, würde sie je wieder mit ihnen reden können? Die Ungewissheit bedrängte sie. Würden sie je wieder in das Revier der Wolves-of-freedom zurückkehren um das sie so sehr gekämpft hatten? Würde alles weder so wie früher werden, würde sie so wie früher bleiben? So viele Fragen, doch keine Antworten. Niemand konnte dies beantworten, und keiner ahnte was sie bald erwartete...würden sie wieder glücklich sein, oder würden die Anderen wieder auftauchen? Noch nie hatte sie soviele Fragen in ihrem Kopf gehabt und es war als ob er gleich explodieren würde. Ein winseln von Kayuna riss sie wieder in die Realität zurück, wie musste es für die Welpen sein? Womöglich noch schlimmer als für die Altwölfe. Bemitleidend sah sie den Jungwolf an. Warum konnte nicht alles einfach vorbei sein?


Cyrion
Syraus schien, ohne anzuhalten, im Schritt inne zu halten und einen Moment nachzudenken, ehe er nickte. Ja, da hatte sein Sohn einen guten Gedanken, soweit hatte er, musste er zugeben, nicht gedacht. Wenn auf der andren Seite des Reviers nicht auch noch Feuer entfacht würde, waren sie da am sichersten, bis sie den Starnd mit dem Meer erreichen würden. Er trabte etwas langsamer, witterte. Der Rauch biss in der empfindlichen Schanuze, er nieste heftig und schüttelte unwillig den Kopf. Das Feuer musste relativ nahe sein, auf alle Fälle zu nahe für den Geschmack des Alphaberaters. er versuchte, mehr Tempo zu machen, achtete dadurch auch weniger auf den Weg. Sene Nase führte ihn, trotz Rauch, zielsicher gen Wasser, doch es war ordentlich ein Weg und manchmal zweifelte er, ob sie richtig waren.
Der Schwarze hielt jeh inne. Vor ihnen lag ein Baum waagerecht am Boden, quer über den Weg, den er eingeschlagen hatte. Er war recht lang, der Stamm, es würde viel Zeit kosten ihmn zu umrunden. er sah zu Edea und Siran, ehe er Anlauf nahm, absprang und über den Stamm segelte. Die kleineren Wölfe würden es spätestens mit Zwischensprung am Stamm selber wohl packen, soviel traute er seinen beiden Kleinen zu.


Lioku
Lioku lief, nicht besonders schnell, dennoch zügig in Richtung Meer, wo er sich die Sicherheit für sein Rudel erhoffte, welche es brauchen würde. Der Plan war eigentlich perfekt, der Wald war ein wenig weiter weg, die Wiese würde vielleicht auch in Flammen aufgehen, aber der Sand würde nicht brennen. An das, was geschehen würde, wenn das Feuer erlosch, wollte der Alpha nicht denken. Er wusste welche Zerstörung die lodernden Flammen anrichten würden und seine Heimat würde Jahre brauchen, bis sie sich wieder erholt hatte. Das Leben für sein Rudel würde erneut sehr schwer werden. Womöglich würden die Beutetiere das Weite suchen, wenn die Wälder nichts weiter waren, als Asche. Verschwunden, ausgelöscht an einem einzigen Abend. Lioku verdrängte jeden weiteren Gedanken ((wozu war er denn SL und konnte entscheiden, wann der Regen kam und wann nicht XD)) an die Zukunft, sie war im Moment nicht zu greifen, war nicht zu erahnen, oder zu erraten. In diesem Moment wurde sein Schritt langsamer und er sah sich nach hinten um, sein Blick wanderte über den Himmel zu den Kronen der Bäume, über denen Rauch und Flammen empor stiegen, senkte sich dann weiter zu der Schlage von Wölfen, welche ihm folgten. Als er sich vergewissert hatte, das sie ihm weiterhin folgten, zog er das Tempo ein wenig an. Grausam genug, das es ungewiss war, wo fast die Hälfte der Wölfe, welche unter seinem Schutz standen, sich befanden, solange sie alle sicher zum Meer kamen, war es Lioku egal, wie sehr das Feuer das Tal verwüstete, es gab immer noch die Möglichkeit, es zu verlassen, was allerdings der letzte Ausweg sein würde, denn er liebte seine Heimat, den Ort an dem er geboren war, über alles. Den Frieden und die Ruhe vor allen Gefahren, welche in der Welt auserhalb der Berge lauerten.


Yuki
Yuki spürte, wie mit zunehmendem Abstand zum Feuer und der allmählichen Gewöhnung bzw. Anpassung an die so fremdartige und neue Situation ihre Angst immer schwächer wurde und auch ihr Gang sich dem ruhigen, kühlen Verstand anpasste, mit dem sie die Lage einschätzte, er war alsbald nicht mehr steif und wackelig wie der eines neugeborenen Welpen, sondern elastisch, federnd und zügig. Bald würde sie mit den beiden anderen Fähen die Gruppe um ihren Vater erreicht haben und mit ihm das Meer... Das Meer, wie es wohl war? Yuki spürte ein neugieriges Kribbeln durch ihren Körper fließen, dass ihr weiteren Mut gab.

"Akelei? Oh, das ist ein schöner Name - wie eine Blume, in voller Blüte stehend... Es ist doch bedenklich, dass durch das Feuer soviel Leben vernichtet wird, wie lange der Wald erst brauchen muss um sich zu erholen, und bei der Trockenheit, ausgelöst durch die Hitze, dürfte das Feuer ein leichtes Spiel haben... Hoffentlich regnet es bald, damit das Schlimmste verhindert wird..."

Ihre größten Bedenken, die Yuki erst so richtig während des Redens in den Sinn gekommen waren war die Zukunft des Reviers... Wenn das Feuer weiter um sich griff, wäre ein Leben im Tal der Freiheit dann noch möglich? Yuki glaubte es nicht und ihr Herz zog sich etwas schmerzhaft zusammen als sie daran dachte, dass sie vielleicht dieses wunderschöne Tal, ihren Geburtsort, ihre Heimat verlassen musste, wenn auch zum Glück mit ihrer Familie und natürlich Siran...
Die junge Fähe beschleunigte ihre Schritt, setzte die Tatzen fest und hart auf den Boden, dass es fast schon schmerzte.


Yanàco
Die Worte der Jüngeren trafen an ihr Ohr und die Weiße lies sich etwas zurückfallen, so dass sie mit ihr auf selber Höhe lief. Auch sie beschäftigte es, ob das Tal zerstört werden würde udn wenn...dann wie sehr.
Ihr Blick glitt über die Umgebung und trotz der inneren Unruhe, die sie erfasst hatte ging ihr Atem schon beinahe gleichmäßig und ruhig.
Ein beruhigender Blick galt Yuki...sie brauchte sich nicht vorzustellen, denn ihren Namen würde sie wohl wissen, und lächelte sacht, ehe sie den Blick wieder nach vorne wandte und über einen Ast hinwegsetzte.

~Es gibt auch andere wunderschöne Orte...manchmal ist es besser jene Orte zurück zu lassen, die einem so viel bedeuten um sein Glück wo anders zu versuchen...~, meinte sie dann leise und doch deutlich und ein kurzer Seitenblick galt ihrer Schwester, wobei ihre Augn sacht funkelten. Dann wandte sie den Kopf ab und musste kurz niesen, was sie für einen Moment aus dem Gleichgewicht brachte und staucheln lies, ehe sie ihren Rythmus wieder fand und wieder zu den anderen beiden blickte.

~Falls wir hier weg müssen, Yuki, dann werden wir es gemeinsam tun...niemand hier wird je alleine sein...~, führte sie ihre Worte dann weiter und lies den Blick wieder über die Umgebung gleiten. Vor ihnen türmten sich einige, besonders dichte Büsche auf und mit einem auffordernden Blick zu den anderen wich sie von ihrer Roue in einem leichtem Rechtsbogen ab.~


Noir
Noir merkte wie Lioku das Tempo anzog, daher verschnellerte auch sie ihren Gang. Der Boden war hart und ausgetrocknet, ihre Läufe schmerzten weil sie auf dem harten Boden schlecht schnell laufen konnte. Sie war eine Recht gute Läuferin und ihre Pfoten würden nicht aufgeben. Zuviel Angst hatte sie vor den Flammen, die alles was nicht flüchtete verschluckte. Sie war nervös da ihr Vater hinter sie schaute, nach seinem Blick zu deuten musste das Feuer unglaublichen Schaden anrichten, doch die Angst trieb sie ihren Blick nach vorne zu Richten und nicht zurück zu blicken. Warum das Revier der Freedoms? Warum, warum ihr zuhause, hatte sie irgendetwas getan wofür Waka sie bestrafen konnte? Kamui hatte an diesem Tag tausende von Seelen dazu bekommen und das Tal hatte tausende verloren, sie hoffte nur das von diesen Seelen keines der Wölfe aus diesem Revier stammte. Sie hörte Stimmen hinter sich und wandte sich zu den Wölfen hinter sich, sie hatte Yanacos Worte gehört und meinte nun an die Weiße gewandt:

"Seid ich denken kann lebe ich in diesem Tal, ich weiß dass ich einmal in einem anderen Tal gelebt haben, aber das einzigste was ich mein Zuhause nennen konnte war dieses Revier. Webb wir es verlassen bedeutet das für manche einen sehr großen Verlust vor dem viele sich krämen, ich denke auch mein Vater will dieses Revier nicht verlassen, ich bin mir sicher as wenn er dies tut dann nur weil er es muss und ich werde seine Entscheidung aktzeptieren. Doch solange es für uns möglich ist werden wir bleiben, oder?"

Die Schwarze war unsicher, was würde Lioku tun? Würde er das Revier verlassen und ihren Alptraum wirklichkeit werden lassen? Wenn dann konnte der Rüde nichts dafür, ihm lag ja auch viel an diesem Revier und er würde alles tun was möglich ist um hier zu bleiben, doch wenn es nicht anderst ging, dann würde er gehen, zum wohl seines Rudels. Ja, so kannte sie ihren Vater.


Kayuna
Kayuna lief fast in seinen Vater hinein als dieser plötzlich anhielt, bedröpelt schaute er ihn an. Er folgte dem Blick der des Weißen und entdeckte die lodernden Bäume. Er wich einen Schritt zurück,dies war sein zuhause, doch würde es dies auch bleibe? Würde der Waldbrand das ganze Revier roden und ein Leben dort un´möglich machen? Er sah wieder zu seinem Vater der das Tempo nun anzog. Ersprang ihm hinterher. Sein Kopf jeddoch drehte er immer wieder nach hinten. Was war wenn Edea noch da drinnen war? Geistesabwesend mit geweitenden Augen flüsterte er:

"Oh mein Gott, wenn sie stirbt dann, dann...!"

Er sah wieder Ruckartig nach vorne, Edea war da nicht drinnen, das konnte nicht sein. Sie war bestimmt auch irgendwo in der Menge und lief mit, vielleicht dachte sie sogar an ihn! Er hörte das Gespräch der Fähen, hörte die Worte der Weißen und die der Schwarzen (Noir) er hätte gerne etwas dazu gesagt, doch seine Kehle war trocken und brachte keine Worte mehr hinaus, wenn er etwas hinaus brachte stammelte er nur vor sich hin. Er drehte sich wieder nach hinten und sah die Fähen ängstlich an. Wenn sie weiter ziehen würden, auf der Suche nach einem Revier, dann hätte er sein zu Hause verloren. Aber dass mussten sie wohl wenn es keinen Sinn mehr machte, das Verstand der junge Rüde. Doch er hoffte innerlich von ganzem Herzen das dies nur ein Alptraum war und das wenn er aufwachen würde die Wiesen blühten und die Bäume ihre Arme hoch in die Luft hielten und die unerträgliche Hitze würde auf sie hinab scheinen und ihr Fell wärmen. Und er würde mit Edea irgendwo faul herumliegen und über das Leben reden und dann würde er ihr ihren Traum erzählen, den traum der Realität.


Yanàco
Die Worte des jungen Rüden blieben ihr nicht verborgen und so beschleunigte sie ihr Tempo noch etwas und hielt neben Kayuna an. Sanft stupste sie ihn gegen die Schulter.

~Mach dir keine Sorgen, mein Lieber...Niemand bleibt zurück, sein dir dessen
bewusst...Habe Vertrauen in dich, Kayuna...habe Vertrauen in uns...~


Bruhigend lächelte sie sacht und ihre Augen funkelten sanft, ehe sie den Kopf wieder hob und zu Lioku nach vorne blickte, ohne von der Seite des jungen Rüden zu weichen. Sie zweifelte nicht daran, dass alle des Rudels aus dieser Gefahr herausfanden und kurz schnippten ihre Ohren nach hinten zu den anderen, ehe sie sich wieder an den jungen Rüden wandte.

~Es wird gut...bestimmt...~, meinte sie sanft und nickte bestimmt. ~Spätestens wenn wir wieder mit den anderen zusammentreffen wirst du sehen, das kein Brand der Welt vernichten kann, was wir besitzen...Freunde, Verwandte...Gemeinschaft und Sicherheit...~


Noir
Noir wurde langsamer so das sie auf gleicher Höhe mit Yanàco war. Sie blickte ihr interressiert in die Augen, bei ihren Worten legte sie ihren Kopf schräg. Zögerlich fragte sie:

"Wie meinst du das? Bist du immer gewandert oder warst du in einem Revier das du nicht dein zu Hause nennen konntest?"

Beides war schrecklich, doch sie fand es komisch das wenn man irgendwo lebte und doch war es einem Fremd und man konnte nicht sagen:'Das ist mein zu Hause, hier lebe ich und hier will ich bleiben!'
Nach ihren weiteren Worten sah sie Yanaco wieder an und nickte mit einem angedeutetem lächeln:

"Ja, ich denke auch das er das icht tun wird. Das passt nicht zu ihm!"

Sie sah wieder vor zu dem Alpha den sie ihren Vater nannte. Noch nie hatte er einen Fehler begangen für den sie ihn hassen konnte. Nein sie konnte ihn nur lieben, lieben als Vater und Alpha und das tat sie.


Yanàco
~Ich hatte ein Revier...das meiner Eltern, in welches ich hinein geboren wurde...und einst dachte ich, dass dies meine Heimat war...~

Die Stimme der Weißen war leise, als sie sich an die Schwarze wandte, jedoch nicht von der Seite des jungen Rüden wich. Ihre Ohren spielten leicht und etwas wie Trauer trat in ihren Blick.

~Aber ich habe erkannt, dass es niemals meine Heimat war...vielleicht fühlte ich mich dort einst wohl...aber das waren nur kurze Abschnitte...udn am Meisten schmerzt es, wenn man herausfindet, dass man nur in einer Lüge lebte...~

Kurz glitt ihr Blick nach hinten zuz ihrer schwester, ehe sie wieder zu Noir blickte und sacht lächelte. Abermals funkelten ihre Augen und die Trauer schien daraus zu verschwinden.

~Aber ich habe daraus gelernt...dass ich mich niemals auf meine Heimat verlassen kann, denn jene kann mir genommen werden...ich verlasse mich auf Freunde, auf Verwandte...auf Erinnerungen...~


Kayuna
Kayuna sah die Fähe traurig an. Dann meinte er mit einem schiefen Lächeln:

"Edea ist da draussen! Ich habe sie Gesucht aber sie ist weg! Ich finde sie nicht. Ich habe ihr versprochen das ich aufpasse, aufpasse das ihr nichts passiert, aber sie ist weg und deswegen kann ich nicht aufpassen!"

Er sah zu Boden lauschte ihren Worten jeddoch weiterhin aufmerksam. Vielleicht hatte die Weiße ja Recht und Edea wartete am Meer auf sie, vielleicht war sie irgendwo mit einer anderen Gruppe, dann sprudelte aus ihm heraus was er die ganze Zeit gedacht hatte:

"Vielleicht ist das ja alles nur ein Traum und wenn ich aufwache ist alles wieder in Ordnung und ich liege neben Edea und wir reden über das Leben, dann erzähle ich ihr von diesem Alptraum, dem Alptraum der Realität!"

Würde sie seine Worte verstehen oder würde sie ihn für verrückt halten? Er wartete gespannt auf die Reaktion der Weißen.


Yanàco
Bei den Worten des Jüngeren wandte sie den Kopf zu ihm und lauschte ihm aufmerksam. Nein, niemals würde sie jemanden aufgrund seiner Gedanken für verrückt halten...

~Edea wird es verstehen...das wird sie...~, meinte sie beruhigend und nickte sacht, ehe sie den Rüden abermals sacht gen die Schulter stupste.

~Auch ich habe mir oft gewünscht, dass ich aufwache, dass alles nicht der Wirklichkeit entspricht...das tut jeder...jeder hat ein Mal solche Gedanken...~,meinte sie sanft und neigte den Kopf sacht zur Seite.

~Wer weiß schon, was Traum ist und was Realität?...~


Noir
Noir sah die Fähe an, mitfühlend meinte sie:

"Oh, das tut mir Leid!"

Sie sah wieder zu Boden. Das musste schrecklich gewesen sein! Sie hörte die Worte Kayunas und sie verstand den Rüden. Edea würde es verstehen, sie war eine vernünftige Fähe. Sie hörte Yanacos folgende Worte und meinte:

"Ich denke wenn ich in diesem Tal keine Freunde, Verwandten oder Erinnerungen hätte, dann würde ich es verlassen, dann wäre es dieses Tal nich mehr Wert!"

Sie sah auf und in die Ferne, wie weit mussten sie noch laufen? Sie sah wie der zu Yanaco. Was Traum und was Realität war, das wusste keiner. Vielleicht war das Leben nur ein Traum oder eine Illosion. Vielleicht waren sie selbst nur ein Traum, doch das Leben war ein schöner Traum.


Lioku
Ein einzelner Tropfen berührte die Nase des Alphas, welcher ihn den Kopf heben und in den Himmel blicken ließ. Es waren keine Regentropfen zu sehen, kein Anzeichen dafür, das es zu regnen beginnen würde, dennoch schöpfte Lioku neue Hoffnung. Seine Augen betrachteten den Boden, ob dort zusehen war, das Regen fiel, doch die wenigen Stellen, welche frei vom Gras waren, trockene Erde, wießen keine Spur eines Tropfens auf. Nur der Regen konnte seine Heimat retten und als er wieder zu den Wolken sah, war sein Blick flehend. Er hörte den Gesprächen der Wölfe hinter sich schweigend zu, seiner Tochter, Yanàco, seinem Sohn und noch weiter hinten Yuki und Akelei. Er hätte die weiße Fähe gerne in seinem Rudel gehabt und schätzte es, das sie sich seiner jüngsten Tochter angenommen hatte. Was die beiden sprachen, konnte er kaum noch verstehen, nur die Worte der Wölfe welche genau hinter ihm liefen.
Der Alpha steuerte genau auf einen Wald zu, der jenseits des anderen lag, es war eine Gefahr ihn zu durchqueren, aber würden sie es nicht tun, mussten sie am Kampfplatz vorbei und würden dazu noch einen Umweg machen, für welchen nun wirklich keine Zeit blieb. Nach dem er prüfend nach Flammen ausschau gehalten hatte, ohne welche zu finden, fasste er sich ein Herz und lief hinein in den Wald. Seines Wissens nach, mussten sie nocheinmal kurz über eine Grasfläche laufen, danach wieder in den Wald und würden sie jenen wieder verlassen, waren sie in Sicherheit und der Strand, hinter welchem der Ozean lag, würde zum Vorschein treten. Das Lioku das Meer gesehen hatte, war lange Zeit her, nur selten führten ihn seine Streifzüge an der Küste entlang, denn von dort würde kein Eindringling das Revier betreten. Sogesehen war das Meer nicht nur ein Schutz vor Feuer, es war eine Grenze, die lediglich von den Vögeln übertreten werden konnte.


Vereinzelt fielen Regentropfen vom Himmel, am Anfang kaum auszumachen, dann wurden es immer mehr. Einen Waldbrand zu löschen vermochten sie mit Sicherheit noch nicht, doch das Geräusch, wenn sie auf das Blätterdach schlugen, war beruhigend und man konnte darauf lauschen, wie es immer mehr Regen wurde.


Akira
Akira horchte auf. Das Geräusch des sanften Prasselns der Regentropfen auf den Blättern und im Wasser erreichte ihre Ohren noch ehe sie die ersten Tropfen auf ihr Haupt fallen spürte. Regen. Welche Plage in kalten Zeiten, die grau und unbarmherzig schon über ihnen Lagen und welches sagenhafte Geschenk nach all der Hitze und Trockenheit angesichts der lodernden Flammenzungen die hinter ihnen bis in den Himmel ragten. Stark genug um das Feuer zu löschen war er noch nicht, doch nichts verhieß mehr Hoffnung. Wenn auch Akira das Feuer nicht fürchtete so wollte sie doch das Tal der Freiheit nicht verlieren und wünschte sich die Befreiung der sterbenden Pflanzen und Tiere.

"Sieh nur, Saphir!"

Sie wandt den Blick gen Himmel. Regentropfen fielen auf ihre Schnauze und in ihre vor Begeisterung funkelnden Augen und nahmen ihr die Sicht. Alles verschwamm zu Schatten und Farben und im Laufen versank die Fähe in einer Welt aus bunten Wasserwogen, glitzernen Sprühfunken in der Finsternis.


Kamui
Lange erstarrte Kamui. Die Worte stachen tief ins Fleisch des Rüden. Attaché hatte gelitten, auf eine bestialische und sehr brutale Art, da war sein Leid und sein Schmerz erträglich. Nicht einmal als Attaché verschwand oder als der Geruch von Feuer und Flammen ihm in die Nase stieg regte er sich. Seine Pfoten schienen hier auf Ewig verweilen zu wollen. Musste sein Bruder genauso leiden? Hatte er, Kamui, dieses Leid unterschätzt und seinem Bruder nie helfen können, weil er selbst zu schwach war und es nicht erkannt hatte? Attaché hatte neuen Schutz gefunden, eine neue Gefährtin. So wie Kamui selbst, hatte Attaché eine Gefährtin fürs Leben gefunden. Doch würde das Schicksal auch ihren Segen für diese ewige Liebe geben? Wieder stürzte Kamuis Leben fast zusammen. Innerlich brach er zusammen, die Last des Schmerzes und die Angst alles zu verlieren, Akelei zu verlieren zerrten an ihm. Es war schon lange her als dieser Schmerz in ihm auftauchte und er wurde von Mal zu Mal schlimmer. Wenn er sich zu sehr sorgte oder zu sehr in die Gefühle anderer hinein versetzte und selbst an seine Angst dachte, verkrampfte sein herz und schien zu reißen. Es war nicht ein seelisches leid, es war ein Fehler der Natur was sich immer wieder in seinem Herzen bemerkbar machte. Es ließ ihn oft Nächtelang wach liegen.
Das Feuer stieg wie eine Wand hinter dem schwarzen Rüden empor, doch dieser bemerkte nicht einmal den stark beißenden Geruch, der in der Luft lag. Sah nicht einmal den Rauch der langsam unter ihm seinen Weg suchte. Sein Herz hatte sich verkrampft und seine Gedanken galten einzig und allein seinem Bruder.

„Was hätte ich bloß tun können?“,

fragte er sich selbst und legte sich auf den Boden, immer noch nicht bemerkend, dass ein Feuer in seine Richtung zog.


Noir
Noir spürte einen Kühlen tropfen auf ihrer Nase, sie seufzte hörbar aus. Nicht aus genervtheit oder etwas derartiges. Nein, es war Erleichterung die ihr Herz erfüllte. Sie sah zu Yanaco und meinte fast fröhlich und leicht wedelnd:

"Endlich, es regnet."

,sie sah zu Kayuna und meinte mit einem Lächeln, dass ihn aufmuntern sollte,

"Jetzt, jetzt würd' alles gut!"

Freude durchströmte ihren Körper. Sie hoffte das der Regen noch stärker wurde um den Waldbrand löschen zu können. Eindringlich sah sie zum Himmel und flehte das er noch mehr dicke Regen Wolken brachte die sich dan über dem Wald ausregnen konnte. Das dummpfe pochen der aufprallenden Regentropfen gab ihr ein Angenehmes, fast beruhigendes Gefühl. Sie sah zu ihrem Vater, auch er schien den Regen bemerkt zu haben. Unsicher folgte die Schwarze ihrem Vater. Durch das Blätterdach bekamen sie fast keine Tropfen ab. Doch man hörte das dumpfe Geräusch deutlich und es wurde lauter, was nur gutes bedeutete, oder?



Yanàco
Yanàco hob den Kopf als sie etwas nasses darauf vernahm und nickte Noir mit einem Lächeln zu.

~Ja...es wird gut...~
, meinte sie ebenfalls zustimmend und ihr Blick huschte über den Himmel. Oh, wie gerne würde sie ihre Worte glauben, doch nur zu sehr war ihr bewusst, dass dies nicht genügen würde...der Regen kam zu spät...zu langsam, zu zögerlich...
Ihr Blick huschte wieder über die Wölfe um ihr und ihr Lächeln erstarb nicht. Wozu Hoffnungen zerstören?...Nein, sie würde nicht sagen, was sie dachte...

~Ich bin bei euch...keine Sorge...kommt mit mir...kommt, bald haben wir es geschafft...~
, meinte sie dann sacht, wobei ihre Worte vor allem dem jungen Rüden galten, ehe sie nach vorne zu Loku trabte und ihm einen undefinierbaren Blick schenkte.
Dann jedoch lag ihr Blick wieder auf der Umgebung und ab und zu wandte sie den Blick zurück und achtete darauf, dass auch keiner zurückblieb.


Attaché
Sie waren noch nciht so weit gelaufen, dass man ihren vorherigen Standpunkt nciht mehr sehen konnte. Attaché fuhr herum und blickte zurück. Was er sah ließ ihn erstarren. Wieso folgte Kamui dem Ruf des Alphas nicht? Hatte er kein Vertrauen in Lioku? Der Rüde schüttelte den Kopf und preschte gedankenlos zurück. Er wollte den Rüden, dem er doch sein Herz ausgeschüttet hatte, nicht zurücklassen, war er doch irgendwie anders als so manchen den er kannte, ebenso wusste er nciht wo Darkjania war und fürchtete um sie. Vielleicht würde sie ja auftauchen wenn er noch ein paar Sekunden blieb. Er hielt vor Kamui und stupste ihn aufgeregt an.

"Kamui! Komm schon, das Feuer kommt immer näher."

Er nahm vorsichtig ein Ohr des Rüden zwischen die Zähne und zog leicht daran.

"Du musst mitkommen, steh auf!"

Der Rüde bebte vor Verzweiflung, er fürchtete sich vor dem Feuer und er hatte solche Angst um Darkjania. Wenigstens Kamui sollte in Sicherheit sein.

"Ich gehe nicht ohne dich!"


Darkjania
Sie war nur gerannt. Gerannt, weiter, schneller, Attaché! In ihrem Kopf herrschte Stille, doch ihr Unterbewusstsein tobte geradezu. Der Feuergeruch, die Hitze, sie war ihm näher gekommen, weil sie geglaubt hatte, Attaché zu finden, doch er war nicht da...sie wollte schon wieder die Richtung wechseln, doch sie kam nicht mehr dazu, denn schon wurde sie von irgendetwas angefallen, zu Boden gerissen. Durch den Schwung den der Rüde mitgebracht hatte rutschte sie ein Stück weit über die Erde, spürte den harten, trockenen Untergrund, der unter ihr entlangschrabbte. Ihre Augen hatte sie kurz zusammengekniffen, und als sie aufspringen wollte, um ziellos weiter zu rasen, doch da warf sich ihr Angreifer schon auf sie, und nagelte sie so auf den Boden. Sich windend und zappelnd versuchte sie freizukommen, hörte seine Stimme, so laut, so schmerzhaft laut...doch kein Wort konnte sie diesmal verstehen, die Buchstaben schienen wahllos vor ihrem geistigen Auge zu schwirren, ohne Bedeutung, ohne Zweck... Verschlüsselt schien seine Botschaft, wirre Augen sahen in die Kyros, wie Welpenaugen, so hilflos, so verzeifelt...und doch so voll von ausgewachsener Panik, leer von Gefühlen, kalt und allein...und dennoch verzweifelt...ihr Anblick war ein Widerspruch in sich, und was in ihr vorging nicht minder. Feuer...Attaché und Feuer...da musste sie hin... Doch so sehr sie sich auch wehrte, Kyro war nicht wegzukriegen. Doch sie musste ihn von sich wegbekommen, zu Attaché, ihn finden bevor es die Flammen taten! Und wenn sie darin sterben sollte, dann mit ihm, und unter diesem Umstand gerne... Wieder brüllte ihre lebendige Fessel etwas, es waren viel mehr Worte als beim letzten Mal, sooooo viele... Und es blieben Buchstabenaneinanderreihungen für sie, Runen, Geheimnisse, Fragen ohne Antworten, Worte ohn Sinn, Geräusche bloß... Ihre Kiefer schlugen dicht von Kyros Schnauze aufeinander, schnappend versuchte sie nun sich zu befreien, beissen und strampelnd. Sie versuchte ihn mit den Hinterläufen hochzudrücken, sich wegzurollen, zu kriechen... Längst hatten sich Erdkrumen, Blättchen und Getier in ihrem Fell einen Platz gesichert, als sie, durch ihren wütenden Widerstand erschöpft, kurz innehielt. Hechelnd lag sie unter dem Braunen, verzweifelt, wütend, panisch, taub. Wie konnte sie nur hier weg, sie musste Attaché doch finden... Was wollte dieser Rüde, der ihr nun wieder so fremd geworden war, nur von ihr? Es war ihr unmöglich geworden ihn zu identifizieren, alles zog nur noch an ihr vorbei, in einem Strom dem sie nicht entgehen konnte, und doch kämpfte sie so sehr dagegen an. Wollte er sie umbringen? Mit ihr in den Flammen umkommen, die sie so fürchtete und in denen sie allein mit Attaché zu sterben bereit gewesen wäre? Nein, dass konnte doch nicht sein...? Nein... Das durfte er nicht, er hatte kein Recht ihr Leben zu beenden, nicht ohne Attaché! Niemals! Jetzt galt es vorallem ihm zu entkommen, weiter zu leben bis zu Attaché! In einem neuen Anflug von Wut und innerem Widerstand gege dass was scheinbar ihr Schicksal sein sollte biss sie wieder nach ihm, kräftiger nun, und rammte ihre Hinterpfoten in sein Fleisch, egal was sie traf, solange sie sich nur vor ihm befreien konnte! Der Geruch der Flammen kam immer näher, die Hitze steigerte sich, und längst umtanzten Rauchkringel und Säulchen von zarter Gestalt die zwei Wölfe in ihrem Kampf um Flucht odeer nicht Flucht. Das panische Glimmen ihrer Augen war zurückgekehrt, spürte sie doch die Nähe des Feuers, und je näher die tanzenden Flammen ihnen kamen, desto rücksichtsloser wurden ihre Befreiungsversuche. Wieder und wieder knallten ihre
Kiefer aufeinander, stießen die stumpfen Krallen ihrer Hinterläufe nach dem Rüden über ihr, wilder wurde ihr zappeln, schneller ihre Versuche ihm zu entkommen um den Flammen zu entgehen...


Sakura
Sakura hatte sich den ganzen Tag über gelangweilt, war im Wasser gelegen oder hatte versucht zu schwimmen. Aber so wirklich gefallen hatte ihr dass nicht. Nun, so ungelegen kam ihr das Gewitter nicht - endlich Abwechselung! Natürlich brachte es viele Gefahren mit sich, doch immerhin war jetzt alles in Bewegung. Freudig fast war sie aus dem Wasser gehüpft, hatte sich geschüttelt und sich in Liokus Nähe gehalten. Als das Feuer ausgebrochen war hatte sie den Rauch mit staunenden Augen gemustert. Er wirkte schön, anziehend, doch sie wagte es nicht sich ihm zu nähern, erst recht nicht nach den Worten der Alten. Sie war nun zwar vernünftiger als zuvor, aber ihre Naivität war ihr zumindestens teilweise erhalten geblieben, und diese neue, unbekannte Macht die so ein Feuer an sich haben musste, weckte ihre Neugier... Dennoch folgte sie Lioku stumm, blieb neben ihm, und beobachtete nur still sein Verhalten, immerhin musste sie selbst lernen richtig zu handeln, bis er eines Tages nicht mehr da war, um es ihr zu zeigen...


Kamui
Eine leichte Windbrise wehte den Rauch in dichten Wolken zu den beiden Rüden hinüber, und als der Regen begann das Feuer an einigen Stellen zu löschen, wurde der unerträgliche Gestank noch beißender.
Kamui konnte sich kaum aus dieser Selbstgesetzten Trance retten, nur schleierhaft erschien Attaché vor ihm. Sein Herz hatte sich wieder verklemmt. Jeder Atemzug wurde zu nährenden Qual. Er legte die Ohren an, sah mit trügen und traurigen Augen zu Attaché hoch. Warum litt er unter den Schmerzen und Leiden anderer?

„Du musst so gelitten haben. Es war sicherlich schmerzhaft. Ich kann deinen Schmerz nicht richtig nachvollziehen, aber nur an diesen Gedanken tut mir alles weh“,

wisperte Kamui. Der schwarze Rüde begriff kaum, dass er in drohender Gefahr schweben könnte, wenn das Feuer ihn erreichte, bevor der Regen es ganz vernichten konnte. Sogar als Attaché nach Kamuis Ohren schnappte und daran zerrte, zeigte er kaum Reaktion, wie gebannt starrte er ins leere und empfand diesen Schmerz nach.
Es kostete viel Überwindungskraft sich aus dieser pikieren Lage zu befreien, doch als der schwarze Rüde langsam das Geruch der Flammen wahrnahm und auch der beißende Geruch seine Sinne berührten, sprang er auf, so als sei er überrascht worden.
Seine Augen fixierten Attaché, dessen Leid er in sein herz geschlossen hatte und es unerträglich schmerzen ließ. Es war schon immer so gewesen, dass Kamui für andere mehr litt, als für sich selbst. Er empfand immer die Qual der anderen als schlimmer, als seine eigene.

„Wir sollen von hier verschwinden“,

sagte er mahnend und sah kurz auf das lodernde Feuer in der Ferne. Er drängte und stupste Attaché vor sich her und bugsierte ihn auf eine Lichtung.

„Ach ja, ich habe dich angelogen, mein Geburtsname war Âme Noir. Doch ich habe ein anderes Leben angefangen, deswegen auch ein anderer Name. Ich wollte es dir nur sagen, ich hielt es für besser dich nicht an zu lügen“,

flüsterte er leise. Doch bei diesen Worten konnte er dem Rüden nicht in die Augen sehen.


Attaché
Als Kamui, der -so schien es Attaché - eine Ewigkeit in Trance versetzt war, plötzlich aufsprang erschrak der Rüde. Kamui war wie verwandelt. Attaché musste ein wenig Grinsen als der Schwarze anfing ihn zum gehen zu bringen und ihn herumbugsierte. Er war nicht geschockt oder enttäuscht als Kamui ihm sagte, dass er gelogen hatte.

"Ein neuer Name kann manchmal ein wichtiger Schritt am Anfang eines neuen Lebensabschnittes sein"

Mit diesen Worten fuhr er herum und trabte in die Richtung in die Lioku gelaufen war - sich sicher, dass Kamui nun folgen würde. Er war so froh, dass er es geschafft hatte seine Vergangenheit hinter sich zu lassen und hoffte, dass Kamui sich nicht mehr allzu viele Gedanken machen würde und dennoch - es erschien ihm als hätte er in Kamui einen guten Freund gefunden.


Noir
Noir sah Yanaco an, sie bemerkte nicht das die Weiße daran zweifelte, doch sie selbst wusste, ganz tief in sich drin das der Regen nichts bringen würde und das das Feuer ihre Zukunft zerstört hatte. Doch sie wollte dies nicht glauben, sie redete sich ein das alles gut werden würde doch das würde es
nicht. Sie geriet in Panik, wollte dies aber nicht zeigen. Der junge Rüde sollte nicht nochmehr Angst bekommen, sie brachte ein Recht überzeugendes Lächeln heraus und meinte:

"Bald sind wir da und dann sind sehen wir zum ersten mal das Meer! Dann sind wir in Sicherheit!"

Sie seufzte erleichtert, wie das Meer wohl aussah? Vielleicht sah es aus wie der See nur größer. Sie sah durch den Wald der noch unbeschädigt war. Würde auch er bald verschluckt werden von den gierigen Flammen? Wer wusste das schon? Würde der Regen stärker werden und diesen Teil des Waldes retten? Viele Fragen doch keine Antworten, diese würde sie erst bekommen wenn es vorbei war, solange musste sie warten.


Kayuna
Kayuna sah nach oben, die Fähen hatten Recht, es regnete. Er zog die Luft tief ein. Vielleicht war hier nicht mehr lange so klare Luft und große Bäume. Er schloss die Augen und dachte an die schönen Augenblicke in seinem Leben. Viele Bilder von Edea tauchtten auf und verschwammen wieder. Yanaco riss ihn aus seinen Träumen. Dann meinte er mit leiser Stimme:

"Ja, alles wird gut! Und wen wir am Meer ankommen dann wird Edea dort warten und dann werde ich mich Entschuldigen!"

Er lächelte leicht wenn er an die junge Fähe dachte und wie sie ihn grimmig anschaute und meinte:'He, du warst nicht da und hast auf mich aufgepasst!' Er sah zu Yanaco sprang mit großen Sätzen hinter ihr her drückte sich fest an sie und meinte:

"Passt du auf mich auf? Sowie ich auf Edea aufpassen sollte? Schiriki hat das auch immer gemacht, aber ich finde ihn nicht. Sora ist weg und ich würde ihn gerne trösten. Aber ich weiß nicht wie."

Er grinste leicht und wedelte sacht, bei der Fähe fühlte er sich wohl, sie war für ihn wie Nyana. Wie eine Mutter, sie sprach ihm mut zu und sie war lieb zu ihm, leise flüsterte er, aber so das die Weiße ihn hörte:

"Danke..!"


Kyro
Kyro ließ sich durch das Gestrampel von Darkjania nicht abschütteln, er blieb auf ihr, drückte sie nach unten, hilflos gegen ihre Panik. Funken flogen über seinen Kopf hinweg, das Feuer musste schon unglaublich nah sein. Er zitterte und sah die Wölfin unter sich fixierend an. Das sie seine Worte nicht realisierte war ihm klar, er sah es an ihren Augen, also überlegte er sich, wie er zu ihr durchdringen konnte. Bevor er eine Lösung fand, fing die Fähe allerdings an, ihn unkontrolliert zu beißen. Er wusste wie außer sich sie war und es machte ihm Angst. Er konnte sie nicht aufstehen lassen, vielleicht würde sie wieder in die Flammen rennen, doch als sie nur, weil er den Kopf hoch zog, seine Kehle verfehlte, war alle Wärme aus seinen Augen getreten und der Beschützerinstinkt wich Pflichtbewusstsein. Es änderte nichts daran, dass er nicht zulassen konnte, dass sie in ihren eigenen Tod lief, doch es war eher etwas, was er für jeden Wolf getan hätte. Er hob den Kopf weit in die Luft, während er überlegte, was er tun würde, so dass seine Kehle nicht in Darkjanias Reichweite war. Die Wunden die sie ihm an seinem Vorderkörper sonst zufügte, beachtete er nicht weiter, als wären sie überhaupt nicht existent. Ihre Pfoten, die immer wieder brutal in seinen Körper gerammt wurden, ließen ihn hin und wieder stöhnen, wurden im Grunde aber auch nur ignoriert. Kyro starrte zum Feuer, jedenfalls in die Richtung, aus der es kommen musste. Sein Blick war leer, als würde er vor Angst nicht mehr denken können, doch schließlich sah er Darkjania wieder an, seinen Kopf in sicherer Höhe haltend.

„Reiß dich verdammt noch mal zusammen!!!“

Er schrie noch lauter als vorher, hörte den Schall seiner Stimme. Weitere Worte richtete er nicht an die Fähe, würde sie nicht auf diese Worte reagieren, wäre jedes weitere Wort sinnlos. Seine Ohren lauschten auf das entfernte Knacken und er begann immer öfter zu husten. Sein Atmen war mehr ein Keuchen geworden und er sah bereits den Rauch der aufzog und sie einzuschließen drohte. Die Tiere waren bereits alle verschwunden, kein Rascheln mehr in den Büschen, nur das näher kommen der Flammen.


Attaché
Die Enttäuschung die kurz in Attachés Augen aufleuchtete, fühlte sich Kamui schuldig und legte wieder etwas die Ohren an den Kopf, als er dem Rüden folgte. Seine Haltung war noch etwas verkrümmt um die Schmerzen in seinem Herzen zu ertragen und das Luftholen zu erleichtern.
Der schwarze Rüde spürte wie sein Herz mühsam pulsierte und das Blut in die Venen pumpte. Die Kopfschmerzen wurden stärker und dennoch wagte Kamui immer wieder ruckartige Bewegungen um den Blick nach hinten zu werfen um die Flammen im Auge zu behalten.
Der Geruch biss stetig in der Nase und der schwarze Rüde riss sich zusammen um nicht zu fluchen.

„Ein Name ist ein neues Leben, kein Abschnitt. Zu mindestens in meinem Fall“,

wisperte der Rüde leise, sodass Attaché ihn hatte kaum verstehen können. Dass die beiden den Ruf eines anderen Rüden folgten interessierte ihn wenig. Attaché schien Vertrauen zu diesem zu haben. Lioku, seltsam…


Saphir
Saphir dachte, er würde sich gleich selbst beißen müssen, um nicht durchzudrehen, als Kamui sich seelenruhig hinlegte. Seine Lefzen kräuselten sich, doch er sagte nichts, merkte das die beiden Rüden das alleine hinbekamen. Das Feuer kam näher und sein Blick lag fixierend auf dem Wald. Noch immer hatte er vor, als letzter zu gehen, mit Akira an seiner Seite.

"Vielleicht gibt es doch noch Hoffnung."

Meinte er lächelnd und nickte ihr dann zu. Attachè und Kamui liefen voran und so wollte auch er ihnen folgen, denn die beiden waren die letzten gewesen, bis auf die zwei Wölfe, welche das Schlusslicht bilden würden. Saphir vertraute darauf, das Akira nun folgen würde.


Yuki
Yuki streckte befriedigt ihre Nase in den Himmel und ließ das nougatbraune Fell von der schnellen Armee der Regentropfen benetzen. Mit einer tiefen Befriedigung dachte sie daran, dass der Regen das Feuer nun löschen würde und sie das Revier nun sicherlich nicht verlassen mussten. Yanacos Worte waren so freundlich und lieb gemeint gewesen, doch Yuki war es allemal lieber, wenn sie auch weiterhin das Tal der Freiheit bewohnen würden.

.oO(Der Regen ist doch etwas Wunderbares - Leben spendend und Leben erhaltend... Wie Regen müsste man sein, fliegen können, in federweiche Wolkenberge gebettet, den Atem der Welt im Nacken und im Tod ein Stück seiner Lebenskraft an die Natur abgeben...)Oo.

Mit einem leisen Lächeln auf den Lippen belauschte Yuki das Gespräch zwischen Yanaco, Kayuna und Noir. Natürlich hätte auch sie ihren Bruder trösten können, doch nicht wenn es um Edea ging. Die schwarze Fähe ging der Braunen auf die Nerven, weil sie ständig an Siran gehangen hatte und Yuki nirgends Ruhe vor ihr gehabt hatte. Was sollte sie da Kayuna ausgerechnet wegen der kleinen Klette
beruhigen?
Kurz schaute Yuki zu Akelei und ließ ihren Gedanken freien Lauf, konzentrierte aber gleichzeitig ihren Blick auf den Rücken ihres Vaters um nicht plötzlich den Anschluss an die Gruppe zu verpassen.


Tokala
Tokala spürte Edana neben sich, Kyro war nicht da, auch Saphir nicht, niemand, außer Edana … und der Schmerz, der Schmerz, der sich in ihre Flanke brannte und seine Fänge nicht von ihr ließ. Die Wunde war verheilt, noch nicht ganz zugewachsen, doch nässte sie jetzt leicht. Auch ihre Narbe an der Schulter brannte, unverständlich, sinnlos. Was war nur los? Sie vermisste Kyro, wusste nicht, wo er war, doch nahm sie manchmal flüchtig im Wind seine Witterung auf … fort war er noch nicht. Fort wie Sora. Sora … ihre beste Freundin, Sora, die immer da gewesene. Immer wieder vermeinte sie ihre Stimme zu hören, sie vor sich zu sehen, als sie sich kennen lernten, sie vor sich zu sehen, als sie gemeinsam auf die Geburt der Welpen warteten, sie vor sich zu sehen, als sie ihr von der Nacht am See erzählt hatte. Immer wieder wurde sie geplagt von Alpträumen über jene Nacht. Nichts war mehr von dem tiefen Frieden geblieben, den sie in dieser Nacht hatte erleben dürfen. Er war dem Schrecken ihrer Träume gewichen, Träume in denen Sora selbst in den See lief und sie, Tokala, am Ufer stand, unfähig sich zu rühren. Stets wachte sie dann auf aus dem grausamen Traum und all ihre Narben brannten, verglühten sie und ihren Körper und schließlich ihr Herz. In diesen dunklen Zeiten war sie mutlos, wünschte sich nicht selten Sora gefolgt zu sein, doch hieß das unweigerlich das Rudel zu verlassen, was ihr Herz nicht zuließ. Immer wieder huschten ihre Gedanken zu Kyro, den Rüden, den sie liebte und Edana, ihre Schwester, die immer an ihrer Seite war. Sie müsste sie verlassen und niemals, niemals könnte sie sich das antun. Doch Sora hatte es ihr angetan … war wohl Malis Wegen gefolgt … Immer wieder dachte sie auch an Schiriki, sie hatte ihn lange nicht mehr gesehen, dabei würde sie vielleicht am meisten Trost bei ihm finden. Er hatte sie schon ihr Leben lang begleitet und hatte die stärkste Bindung zu Sora gehabt … nur hieß das unweigerlich auch, dass er den größten Schmerz erleiden musste und die Wunden waren noch so frisch und so tief. Und dann war da noch Eilan … sie war fort, hatte ihre Welpen zurück gelassen und wieder gab es Waisen. Sicher Siran und all seine Geschwister waren schon älter, entwickelten sich zu Jungwölfen, doch hieß das, dass sie keine Mutter mehr brauchten? Sie hatte auch Syracus nicht mehr gesehen, wusste nicht, wie er reagiert hatte, wusste auch nichts von den Welpen, eigentlich wusste sie nichts über das Rudel. Nur Edana wusste sie an ihrer Seite. Das letzte Mal in die Gesichter der anderen geblickt zu haben schien ihr so unendlich lange her, weit in die Ferne gerückt, wie stille Schatten im Nebel. Sie wünschte sich, Lioku zu sehen, ihm zu sagen, dass es ihr wieder besser ging, ihm helfen das Rudel zusammen zu bringen, die Splittergruppen zu vereinen, doch schien Lioku weit weit fort und sie selbst so schwach. Ihre Wahrnehmungen erlaubten ihr nicht zu merken, dass sie ganz nahe beim Rudel war, hinter ihm herlief, als wäre eine große Gefahr entbrannt. Oder war es das auch? In der Luft lag der Geruch von Feuer, niederbrennendes Holz, rauchendes Grün. War etwas geschehen? Tokala lief monoton weiter, noch immer brannten die Narben, noch immer fühlte sie sich so alleine, nur Edana neben ihr, ihrem Schritt angeglichen. Erneut erreichte sie eine Welle des Feuers, deutlich lag es in der Luft. Wieder glitt sie in einen Art Traum, vermeinte einst vor langer Zeit in ihrem Tal zu liegen, als noch so kleiner Welpe und genau diesen Geruch in ihrer Nase zu spüren. Damals hatte sie Angst, hatte nach ihrer Mutter gerufen, schrie um Hilfe und hatte auch nicht aufgehört, als sie schon längst vom Rudel aus dem Tal getragen worden war. Jetzt fühlte sie sie sich teilnahmslos, als würde sie alles nur beobachten. Lag es an dem Vertrauen in Lioku sie alle zu retten? Oder war ihr Leben ihr nur noch so wenig wert? Nein, Edana lief neben ihr, sie würde sie retten, sie würde mit ihr zu Lioku finden und zu Kyro und zu Syracus und zu dem ganzen Rudel und sie würde Sora wieder bringen und Nyana und … Tokala blinzelte, jetzt nahm sie den Geruch des Feuers scharf wahr, als wäre sie aus einem Traum erwacht, auch entdeckte sie das Rudel vor sich, da war Lioku. Und Edana lief neben ihr, Edana, ihre Schwester. Die Narben schmerzten nicht mehr so, das Brennen ließ nach, Alles nahm wieder Form
an, wurde tastbar, fast formbar. Plötzlich erwachte ihr Fluchtinstinkt vor dem Feuer und gleichzeitig der Beschützertrieb. Ihre Augen huschten über das Rudel, doch sie entdeckte weder Kyro noch Syracus, noch Darkjania. Etwas erwachte in ihr, die Verantwortung für das Rudel, ihre Aufgabe in dem dichten Geflecht. Sie lächelte Edana zu, stupste sie liebevoll an, und sah dann nach vorne, sie musste zu Lioku. Sie ging schneller, spürte, wie einfach es ging, wie keine Schmerzen erwachten, warf einen Blick zurück und forderte Edana mit den Augen auf ihr zu folgen. Gleichmäßig und ruhig schlängelte sie sich durch die Wölfe nach vorne, zu Lioku. Geschmeidig trat sie neben ihn, hielt mühelos Schritt und blinzelte gegen die Sonne zu ihm.

“Lioku, wo sind Kyro, Syracus und Darkjania? Was passiert hier? Woher kommt der Brand?“

Es war ein seltsames Gefühl plötzlich aus einem Traum erwacht zu sein und sich in der Welt zu recht finden zu müssen. Inständig hoffte sie auf Edana, dass sie gleich wieder neben ihr auftauchte, ihr diese Kraft gab, mit der sie immer weiter gelaufen war und nun erwacht war. Aufmerksam sah sie sich um, sah, wie einige Hornträger durch das Gebüsch prasselten, scheinbar flohen. Sah, wie sich immer wieder Scharen von Vögeln erhoben, sich wieder niederließen um gleich darauf erneut aufzufliegen. Sah den gleichmäßigen Trab des Rudels und bemerkte, dass zwei Welpen fehlten. Edea und Siran. Ruckartig drehte sie ihren Kopf wieder zu Lioku.

“Edea und Siran fehlen, wo sind sie? Wir müssen nach ihnen suchen.“

Erschrocken über die Tatsache, dass die beiden Welpen fehlten, ihr Patensohn und die kleine, schwache Schwester, vergaß sie ihren Schlaf, vergaß, dass alle anderen vielleicht schon viel mehr wussten. Besorgt sah sie sich um und witterte, versuchte etwas zu tun und stachelte sich nur selbst auf. Vielleicht, weil sie solange untätig gewesen war, geträumt hatte, gelitten hatte, geschlafen hatte. Erneut wünschte sie sich Edana herbei, dass sie sie beruhigte. Oder endlich eine Antwort Liokus, die ihr zeigte, dass alles richtig lief. Vielleicht war Syracus mit Edea und Siran voraus gelaufen, ja, sie hatten Darkjania und Kyro mitgenommen, so musste es sein. Doch warum waren sie voraus gelaufen? Warum zwei Welpen dabei? Und warum Kyro? Sie brauchte ihn doch. Oder hatte sie ihn nicht die ganze Zeit ignoriert? Nagende Reue überkam sie, sie war gefangen gewesen … doch gleichzeitig dachte sie dabei an Saphir. Sie schüttelte sich leicht, nicht jetzt. Über all diese Dinge konnte sie wo anderes, wann anderes nachdenken, nun zählte der Waldbrand, das verschwinden der Welpen. Doch brannte die nagende Schud in ihr, sie war mit verantwortlich für Siran und nun war er fort, nur weil sie gefangen in ihren Alpträumen und Visionen war ... Unruhig warf sie Lioku einen erneuten Blick zu.


Edea
Edea lief monoton zwischen ihrem Bruder und ihrem Vater, es schien etwas passiert zu sein, in der Luft lag ein seltsamer Geruch, doch was störte es Edea? Nur eins vermisste sie, Kayuna. Wo war er? Warum hatte er sie alleine gelassen? Vor ihr, ihr Vater, sein kräftiger Körper bewegte sich geschmeidig durch den Wald, übersprang jedes Hindernis, war so stark und mächtig. Siran, ihr Bruder, so intelligent und weise, immer wusste er alles auf die Fragen von ihr, er hatte so wunderschönes Fell, weiß, wie das von Eilan. Eilan, ihre Mutter … wo war sie? Edea vermisste sie, sie war einfach verschwunden und nicht mehr aufgetaucht … Syracus hatte kein Wort über sie verloren, auch sonst niemand, aber sie konnte doch nicht einfach weg sein. Es war doch ihre Mutter … Sie erinnerte sich doch seltsam verschwommen nur an sie, immer war sie bei ihrem Vater gewesen, nur wenn sie an Siran dachte, sah sie Eilan in ihm. Ja, Eilan war schön gewesen, Siran war schön, nur sie, Edea, sie war hässlich. Sicher, das schwarz glänzende Fell ihres Vaters hatte sie geerbt und auf nichts war sie so stolz wie auf ihre seidigen Ohren, doch fiel es struppig und hässlich an ihren Flanken herunter. Ja, sie war hässlich, sie hasste sich selbst und genauso wurde sie von allen anderen gehasst außer vielleicht Kayuna. Aber nicht mal da war sie sich ganz sicher, wahrscheinlich hatte er nur Mitleid mit ihr. Kayuna, er war so freundlich, so nett und so hilfsbereit, immer für sie da. Ohne ihn wäre sie wohl schon längst davon gelaufen … denn … denn Syracus mochte sie nicht mehr. Da war sie sich ganz sicher und was war sie schon ohne die Liebe ihres göttlichen Vaters? (boah nee, is ja schrecklich XD) Sie würde ihm ihr Leben opfern, doch je mehr sie merkte, dass er sie nicht mehr liebte, desto mehr zerbrach ihr Leben daran. Und Siran …
ihr Bruder, damals, als sie noch kleine Welpen waren hatten sie sich so gut verstanden … doch nun kam da Yuki. Diese Fähe mit dem ewig wissenden Blick, ebenfalls Letztgeborene und … und nahm ihr ihren Bruder weg. Ja, ganz sicher, Siran hasste sie auch, alle hasten sie … nur vielleicht Kayuna nicht, ganz vielleicht.
Monoton folgte sie ihrem Vater weiterhin, er würde sie sicher irgendwohin führen, vielleicht raus aus dieser Hitze, aber was machte die Hitze schon? Belanglos …


Lioku
Lioku sah demütig zu Tokala, aber sie konnten nun beim besten Willen nicht auf die Suche nach den anderen gehen. Er wifferte und bat seine Beraterin somit an seine Seite.

"Sie werden zum Meer kommen, dort werden wir sie treffen."

Sprach er völlig ruhig und überzeugender, als er gedacht hätte. Er vertraute seinem Rudel, sie alle mussten den Ruf gehört haben und so würden sie zum Meer laufen, wie der Alpha es wollte. Schnaufend lief er weiter, hier im Wald würde er keine Ruhe haben, nichtmal ab Strand würde er sie finden, solange auch nur einer seines Rudels fehlte. Er wusste genau wer nicht anwesend war, hatte sich längst eine Übersicht gemacht und sich die Namen im Kopf zusammen gesucht. Erschreckend viele waren es, doch er vertraute darauf, das es ihnen gut ging, oder sie zumindest vor dem Feuer entkommen konnten.


Yanàco
Die Ohren der Weißen zuckten einen Moment unruhig, dann wandte sie ihren Blick kurz zu Nior und nickte ihr abermals aufmunternd zu.
Ähnliche Gedanken beschäftigten sie. Das Meer...erst ein Mal in ihrem Leben hatte sie es gesehen. Damals, als sie mit Lasfalèn, ihrem Bruder, das erste Mal gemeinsam für kurze Zeit das Rudel verließen und sich plötzlich auf einem Hügel befanden, ihnen gegenüber das Schönste, dass sie jemals zuvor erblickt hatte. Es war nicht nur der Anblick der Unendlichkeit, der die Fähe so gefesselt hatte, es war das Gefühl...das Gefühl der Freiheit und der Unbezwingbarkeit, dass sie so fasziniert hatte. So lange wie möglich hatte sie die Heimreise hinausgezögert und ganze drei Tage hatten sie gemeinsam an jenem Ort verbracht. Die Nächte waren beinahe noch schöner gewesen, als die Tage, denn die Himmelslichter waren von jenem Ort aus wunderbar anzusehen. Und diesen Geruch...sie würde ihn nie vergessen, denn er war einzigartig...

~Ja...dann sind wir in Sicherheit...~
, stimmt sie der Schwarzen zu, ehe sie sich an Kayuna wandte, der sie aus ihren Gedanken riss. Sie hatte noch nie eigene Welpen gehabt, doch weckte der Jungwolf ihren Beschützerinstinkt, und als er sich so an sie schmiegte schleckte sie ihm sanft über den Kopf und wedelte sanft. Seinen Worten lauschte sie aufmerksam und kurz spielte sie nachdenklich mit den Ohren, ehe sie ihm aufmunternd zunickte.

~ Natürlich passe ich auf dich auf, mein Freund...ich werde alles tun das in meiner Macht steht, damit dir und den anderen nichts geschieht...denn nichts würde mir mehr zu schaffen machen, als wenn jemanden etwas zustoßen würde...~


Sie schwieg kurz und lächelte schließlich abermals. Nein...sie durfte nicht daran denken, was alles geschehen konnte. Lieber musste sie sich vorstellen, wie es werden würde das Meer wieder zu sehen. Diesmal nicht mit ihrem Bruder, sondern mit dem Rudel, das ihr bereits soviel bedeutete...
Ihr Blick begegnete kurz dem von Yuki und auch ihr galt ein sanftes Lächeln, ehe sie den Kopf zu Tokala wandte, welche sich zu ihnen gesellte. Bei ihren Worten zuckten die Ohren der Weißen unruhig, denn ihr gefiel nicht ganz, was sie vernahm...auch wenn sie es verstand.

~ Tokala...es wäre nicht gut, nun nach ihnen zu suchen, denn sie werden das Selbe tun wie wir...versuchen dieser Gefahr zu entkommen und zum Meer zu gelangen...würden wir hier alle kopflos umher jagen auf der Suche nach dem jeweils anderen...so würden wir alle in viel größere Gefahr kommen...~


Dann schwieg sie wieder, denn eigentlich waren die Fragen Tokalas ja an Lioku gerichtet, dem ein entschuldigendes Nicken galt. Dann wandte sie sich wieder Kayuna zu und schleckte ihm abermals über den Kopf, ehe sie Lioku zunickte und Kayuna sacht anstupste damit er seinem Alpha folgte.


Edana
Edana folgte Tokala, kam aus dem Gebüsch auf die anderen zu. Es war so lange her, seit sie das letzte Mal die anderen begrüßt hatte...so unendlich lange. Sie stolperte langsam vorwärts, bei jedem Schritt wurde ihr mehr und mehr bewusst, wie ihr die anderen gefehlt hatten. Der Rauch biss in ihren Augen, kroch in ihre Schnauze, nistete sich in ihrem Fell ein. Schützend senkte sie den Kopf, kämpfte sich weiter vorwärts. Müde dachte sie an die vergangenen Tage und Nächte...wer weiß, ohne ihre Schwester, die ihr immer wieder Halt gab und Mut machte, hätte sie vielleicht aufgegeben, wäre einfach liegen geblieben...hätte alles Schöne für immer vergessen. Ihre Wunden waren immer noch tief, schmerzten bei jeder Bewegung, machten ihr das Laufen beschwerlich.
Und nun waren sie da, hatten es geschafft - und mussten das ganze Ausmaß der Zerstörung sehen, die Verzweiflung, die Angst.
Edana war nun bei Lioku, Yanaco, Yuki, Kayuna,Tokala und den Restlichen. Sie setzte sich kurz, um ihre Schmerzen für einen kurzen Moment loszuwerden, blickte alle anderen mit gemischten Ausdrücken an. Einerseits war sie erleichtert, dass wenigstens dieser großen Gruppe nichts passiert war, andererseits machte sie sich große Sorgen um die Fehlenden. Sie stand wieder auf, um dem raschen Tempo der Übrigen mitzuhalten und humpelte weiter. Sie reckte ihren Hals in alle richtungen, suchte Reiko, den sie lange nicht mehr gesehen ahtte. Sie wollte sein weiches Fell spüren, in seine freundlichen Augen blicken...


Saphir
Als nun auch Saphir bereit war, den Weg anzutreten, da Kamui und Attaché dem Ruf des Alphas nun nachkamen, setzte sich Akira in Bewegung. In einem fast mechanischen Trab, lief sie neben dem Schwarzen her - sie brauchte nicht mehr darüber nachdenken, ihre Beine trugen sie von allein. Die wenigen Regentropfen mochten das Feuer vielleicht nicht löschen, doch sie bargen eine kleine Hoffnung auf mehr Regen, auf Rettung.

"So treibt es das Rudel erneut aus seinem geliebten Revier hinaus. Das letzte Mal als sie auf Reisen waren, stieß ich zu ihnen und als wir zurückkehrten trafen wir dich"


Von der Seite warf sie Saphir einen Blick zu, lächelte kurz und sah wieder weg. Inzwischen würde sie den Rüden nicht mehr missen wollen, zu gern war sie an seiner Seite und von Anfang an war sie ihm folgsam gewesen und hatte sich zu ihm hingezogen gefühlt. Akira dachte, dass wohl jeder in seinem Leben einmal jemanden traf, der eine grundlegende Rolle des eigenen Daseins spielte - und sie hatte diesen Jemand gefunden - so glaubte sie.


Tokala
Tokalas Lefzen erzitterten, wenn sie daran dachte, dass Kyro irgendwo im Feuer gefangen sein könnte. Der Gedanke machte sie rasend, verwirrte sie, stach ihr ins Herz. Sie schluckte, doch die Tatsache, dass weder Yanaco noch Lioku wussten, wo die Fehlenden sich befanden, machte ihr Angst. Sie hob die Schnuaze, suchte vergebens nach Kyros Geruch, doch nur die stickige Luft des Feuers wurde ihr zugetragen. Sie hustete einmal, sah sich dann fats panisch um.

"Lioku ..."

Ihr Stimme klang gepresst, unterdrückte Panik.

"Wenn Kyro irgendwo im Feuer gefangen ist ..."

Sie wusste, dass sie ihm nicht helfen konnte, trotzdem hatte sie das Gefühl ihn im Stich zu lassen, alleine in der Hölle des Feuers. Felehend richtete sie ihren Blick auf den Leitwolf, als würde er Kyro zurück holen können, wenn er nur wollte.


Cyrion
Der schwarze Rüde knurrte leicht auf, als der beißende Geruch des Feuers sich in seine Nase bohrte. Ruckartig hatte er das Gefühl unter Druck gesetzt worden zu sein, das Feuer weckte Tiefsitzende Erinnerungen, auch an Saphir, wieder loderte dieser tiefe Hass auf. Cyrion lief los, ohne Acht auf irgendeinen Wolf, geschweige denn auf den Sturmtänzer.
Das Feuer schien wieder zu erlöschen, denn der beißende Geruch wurde immer stärker, als Cyrion die Stelle erreicht hatte, stellte er die Rute auf und knurrte tiefer, hasserfüllt. Seine Augen blitzten auf und seine Haltung wurde aggressiv. Was war es, dass dieses Feuer in seinen Augen zu einem Feind werden ließ? War es diese Ohnmacht dagegen, und das er, Cyrion, jemanden verlor, den er geliebt hatte. Selbst der Hass auf seinem alten Alpha war dagegen nichts. Er hasste Feuer. Diese Hitze war unerträglich, obwohl es gar nicht so warm war, doch Cyrion fühlte sich erdrückt. Wie ohnmächtig stellte er sich dieser Naturgewalt in den Weg. Nicht bedacht, dass dieser Rauch auch schon eine innere Vergiftung auslösen könnte. Trotz dieser Gefahr, machte dieser Rüde eine solch dumme Tat.


Yanàco
Sie verstand Tokala nur zu gut...doch nun ging es darum, jene Wölfe in Sicherheit zu bringen, die ihnen folgten. Yanàco war sich sicher,
dass die anderen einen eigenen Weg fanden...
Sacht stupste sie Kayuna an, ein Zeichen, dass er an ihrer Seite bleiben sollte und trat dann zu der Wölfin, um sie leicht gegen die Schulter zu stupsen.

~Tokala...komm...ich verstehe, wie du fühlst, doch denke daran, dass jene die nicht bei uns sind die selbe Angst hegen...und sie werden sich darauf verlassen, dass wir unseren Weg ohne zu zögern fortsetzen, um sie möglichst bald wieder zu treffen...~


Ihre Stimme war sanft und verständnissvoll und kurz schnippte sie mit den Ohren nach hinten und kräuselte die Lefzen, denn der Geruch des Feuers wurde immer beißender. Ihr gefiel der Gedanke nicht, dass sie möglicherweise auch nur einen einzigen Wolf zurücklassen könnten...doch die anderen gaben ihr die Sicherheit, die sie benötigte um weiterzulaufen...doch noch verharrte sie neben Tokala und wartete scheinbar geduldig ab...


Yuki
Yukis Atem ging schneller, das Tempo, in dem sich die Wölfe Richtung Meer bewegten war zügig und allmählich war die Ausdauer der jungen Fähe verbraucht, nur mühsam und mit äußerster Willenskraft konnte sie die wegknickenden Beine zwingen weiterzulaufen um den jungen Körper aus der Gefahrenzone herauszutragen. Dennoch konnte Yuki es nicht verhindern, dass sie hinter den erwachsenen Wölfen zurückblieb. Gleichzeitig geriet ihr immer stärker der Qualm der brennenden Pflanzen in die empfindlich feuchte Nase und reizten die strapazierte Haut aufs Äußerste. Mit aller Kraft wünschte sich Yuki ans Meer, in Sicherheit, zu Siran.

.oO(Was würde eigentlich geschehen, wenn ich das hier nicht überlebe? Nein, das ist nicht möglich natürlich werde ich- Aber gesetzt den Fall, dass- Ob es dann so etwas wie Kaam tatsächlich gibt oder ist das nur ein Märchen um uns die Angst vor dem Tod zu nehmen? Werde ich dort-)Oo.


Yuki zog ihre Schritte wieder an, bemühte sich, auf die sich weiterhin entfernende Gruppe aufzuholen, den Anschluss nicht zu verpassen, bloß nicht hier zurückbleiben, bloß das nicht...

.oO(Würde ich wohl Mutter wiedersehen? Und Waka, würde ich Waka sehen? So wie Schiriki ihn gesehen hat? Was wäre, wenn-)Oo.

Doch weiter verfolgte die junge Fähe ihre Gedanken nicht, denn der Rauch stach ihr tief in die Lungen und Yuki rannte um wieder mit den nderen Wölfen gehen zu können.


Yanàco
Die Aufmerksamkeit der Weißen wurde von etwas weiterem abgelenkt...Yuki. Ihr war nicht entgangen, dass sie langsamer wurde und auch der Grund war nicht schwer zu eraten. Auch ihr machten ihre Pfoten langsam zu schaffen.
Ein bittender Blick galt ihrer schwester, sie konnte sich doch bitte um Yuki kümmern, und darauf achten, dass jene nicht zuweit zurück fiel. Dann wandte sie sich wieder den anderen zu.


Lioku
Lioku behielt jene die hinter ihm liefen im Auge. Er lauschte den Worten Yanàcos und hasste die Machtlosigkeit, welche er gegenüber dieser Naturgewalt hatte. Als Alpha war er im Moment völlig machtlos, er konnte seine Rudelmitglieder nicht verteidigen, sogern er es getan hätte. Er musste an der Spitze laufen und wäre doch der erste unvernünftige gewesen, welcher zurück in den Wald gerannt wäre, bis er alle gefunden hatte. Er hoffte im Moment nur, das nicht irgendjemand von jenen, die ihm folgten auf diese Idee kommen würde. Das Meer war nah, der Alpha witterte bereits das Salzwasser und wenn er genau hin hörte, so konnte er die Rufe der Möwen hören. Bald war sein Rudel in Sicherheit.


Cyrion
Syracus hatte also seinen beiden süßen Welpüs geholfen, über diesen bösen Baumstamm zu kommen, dann rannte er weiter, dieses Mal gab er
mehr Tempo vor und beide würden sich schon etwas anstrengen müssen, um ihm gut folgen zu können, doch das Feuer kam näher, es musste sein. Dem Rüden schossen viele Gedanken durch den Kopf, er hoffte das die andren Wölfe des Rudels in Sicherheit waren und Lioku einen Fluchtplan hatte, er rannte nun nur zielstrebig in Richtung Fluss, Siran hatte ja recht dort drüber zu schwimmen und dann auf der andren Seite wieter zu laufen. Dem Schwarzen war egal, was hinter ihnen passierte, er wollte hier nur weg, das war alles was für ihn zählte.

In kurzen Abständen trommelten seine Pfoten auf den ausgetrockneten Waldboden. Kaum etwas um sich registrierte er noch, außer das seine Welpe ihm folgten...



Tokala
Tokalas Blick irrte zu Yanaco, sie hatte keinen Gefährten, sie hatte niemandem der irgendwo da draußen im Feuer war. Ihre Stimme war eine Mischung aus panischem Knurren und hilflosem Fiepen.

"Sie sind vielleicht in großer Gefahr und nur wir können ihnen helfen! Wie können sie sich da darauf verlassen, dass wir sie alleine zurücklassen?"

Noch einmal huschte ihr Blick zu Lioku, der jedoch schwieg, dann drehte sie sich um und reannte zurück. Im Laufen dachte sie an ihre lange Zeit des schlafens, des träumens, des leblos hin und her wanderns. In dieser Zeit hätte sie bei Kyro sein können, hätte sie ihn bei sich haben können, dann wäre er jetzt nicht alleine im Feuer, dann wären sie vielleicht zusammen dort, aber lieber wäre sie zusammen mit ihm gestorben, als dass er alleine im Feuer verbrennen müsste. ((Lio, schau dir nur diesen Satz an XDDDD *bedeutungsvoll rumwipp*)) Ihre Pfoten trommelten auf der harten Erde, die Schnauze im Wind rannte sie nicht weit entfernt von der Feuerwand, suchte verzweifelt nach dem mischfarbenem Fell Kyros. Doch nirgendwo unterbrach sich die Wand, nirgendwo konnte sie auf die andere Seite sehen. Ihre Schritte wurden unregelmäßig, laut hechelte sie, die Hitze schien sie zu erdrücken, die Angst sie zu zersprengen. Dann, ganz plötzlich tauchte vor ihr ein schwarzer Rüde auf, erschrocken stoppte sie, musterte ihn verwirrt. Sie hatte ihn noch nie gesehen, doch roch er nach ihrem Rudel, schien zu ihnen gestoßen zu sein, als sie verletzt gewesen war. Er knurrte das Feuer an, schien es zu hassen und gleichzeitig zu fürchten. Ein Hoffnungsblitz erschien, vielleicht hatte er Kyro gesehen! Sie kam näher zu ihm, blieb wenige Pfotenlängen entfernt von ihm stehen udn legte erschöpft den Kopf schräg.

"Gehörst du zu den Wolves of Freedom? Hast du Kyro gesehen?"

Ihr war es egal, dass sie unfreundlich war, sie war erschöpft und zitterte vor Angst, irgendwo da war Kyro und vielleicht warsie seine einzige Hoffnung.



Reiko
Reiko lief lange durch den Wald und dachte an Edana. Wie lange hatte er sie nicht mehr gesehen...da höhrte er den Ruf von Lioku. Er
begann zu rennen. Immer schneller und schneller, denn er hatte die anderen gerochen. Auch Edana! Überglücklich der langen Suche ein Ende bereiten zu können flitzte er unaufhaltsam weiter, dem Waldende zu. Wie ein grauer Pfeil flitzte Reiko aus dem Wald richtung Liokus Ruf. Als der Rüde erschöpft den anderen näher kam erblickte er Edana. Und erschrak!
Sie hatte Wunden und sie schien schmerzen zu haben. Aus Reikos Kehledrang ein freudiges wuffen. Er lief schnell zu Edana und stubste sie liebevoll. Dazu winselte er tröstent und leckte ihr über die Schnauze und wedelte heftig.

"Oh Edana! Bin ich froh, dich endlich wiederzuhaben."
,sagte Reiko zu Edana.

Plötzlich merkte er die Gesichtern der anderen. Er wusste das es brannte, doch nicht das etwas mit den anderen passiert war. Er drehte sich wieder Edana zu. Und fragte verwirrt:

"Was ist denn passiert?Wo sind die anderen?"

Reiko schaute nervös umher. Von Gesicht zu Gesicht und studierte dessen Bedeutung. Er lief nicht so schnell wie die anderen, sodass er neben Edana gehen konnte.


Akelei
Akelei beobachtete irritiert, wie Tokala davon stürmte und begriff erst zuspät, das die Wölfin nicht einfach zurück lief, nein sie lief in
die Flammen. Die weiße Wölfin heulte nach ihr, sie möge zurück kommen, doch glaubte Akelei nicht, das dieser Ruf von nutzen war. Ihr Blick schwenkte zu Lioku und Yanàco, auf ihre Reaktionen wartend, blickte sie nach vorne, begriff die Machtlosigkeit. Sie hatte den Blick ihrer Schwester aufgefangen, wäre aber ohnehin nicht von Yuki's Seite gewichen. Ihr Gefährte lief unweit hinter ihr, er war sicher, das wusste sie und für nichts auf der Welt war sie dankbarer als für diese Tatsache. Sie würde es als unerträglich empfinden, ihn irgendwo bei den Flammen zu vermuten, es würde ihr das Herz zerreisen und ihre Pfoten hätten sie genauso ins Feuer getragen, wie die von Tokala. Sie schluckte und flehte, das alle Wölfe des Rudels heil zurückkehren würden.


Lioku
Lioku sah Tokala nach und blieb stehen. Sein Blick war auf Yanàco gerichtet, welche er einen Augenblick lang fixierte und streng musterte. Er war aufgebracht, weil seine Beraterin einfach so in den Wald lief, kopflos, wie er fand, aber es wurde Zeit, das er selbst etwas unternahm.

"Yanàco, führe sie zum Meer, bring sie in Sicherheit, ich vertraue dir mein Rudel an."

Sein Blick glitt zum Ende des Waldes, welches in Sicht war.

"Du wirst das Meer gleich sehen."

Waren die letzten Worte, welche er an die Wölfin richtete, ehe er los lief, in Windeseile seiner Beraterin nach. Nun musste er mal unter Beweis stellen, wie viel seine Pfoten und Beine hergeben konnten, wenn sie mussten, diesesmal ging es um alles.
Der Alpha war bald wieder außerhalb des Waldes und rannte so schnell er konnte über die Lichtung, bis er den Fluss wieder erreichte, welchem er ein kleines
Stück folgte, ehe er in jenen Wald rannte, in dem das Feuer tobte und für ihn war klar, das es tobte. Noch immer war der Regen schwach, im Wald kaum warzunehmen, aber vermutlich würde das bisschen Wasser schon reichen um zu verhindern, das die Wiese außerhalb allzuleicht in Flammen aufging und sich der
Brand somit weiter verbreitete.


Yanàco
Nein...das war der Einzige Gedanke, den die Wölfin in jenem Augenblick denken konnte.
Erst verschand Tokala so kopflos und nun war auch noch der Alpha weg...und sie?...
Ihr Blick glitt über das Rudel, zumindestens über jene, die anwesend waren und ihre Miene wurde wieder ruhiger. Die Angespanntheiot fiel von ihr ab. Immerhin
hatte sie das Vertrauen des Alphas und das half ihr dabei ihr eigenes in sich selbst nicht zu verlieren...

~Kommt...es ist nicht mehr weit...~

Ihre Worte waren beruhigend und kurz erwiederte sie den Blick ihrer Schwester, der ihr ebenfalls dabei half nicht den Kopf zu verlieren.
Dann wandte sie sich in jene Richtung, in welche Lioku gewiesen hatte und lief abermals weiter, den Blick immer wieder zurückwerfend.


Cyrion
Der schwarze Rüde knurrte unentwegt weiter, als eine Fähe auftauchte und ihn ansprach, verengten sich seine Augen zu Schlitzen. Seine Haltung sprach von tiefster Abneigung, ob nun der Fähe oder dem Feuer gestellt, konnte man nicht erkennen. Doch ihre Erscheinung ging nicht ohne Spuren an ihm vorbei. Seine Rute stellte sich weiter auf und als er die Augen etwas weiter öffnete um zu erkennen, wen er da vor sich hatte, und erkannte eine hübsche Wölfin. Etwas unglücklich über sein eigenes Verhalten, setzte er eine überlegende Miene auf.

„Ich habe keinen Schimmer ob ich zum Rudel gehöre oder nicht. Ist mir auch so ziemlich gleich. Nein, ich denke wohl eher nicht. Und einen Kyro habe ich nicht gesehen, geschweige denn jemals von dem gehört“,

er wandte sich wieder dem Feuer zu und schaufelte etwas verlegen Sand auf die Flammen. Nur langsam und fast so, als wäre da nichts Gefährliches. Als sein Blick zu der Fähe wanderte, ertappte er sich selbst, wie er Gefallen an ihr fand.

„Ach ja, mein Name ist Cyrion“.


Tokala
Tokalas Herz beruhigte sich langsam, die Angst und Panik blieb, die Erschöpfung ließ nach. Der Rüde schien sich nicht sicher zu sein, ob er nun freundlich sein sollte, oder nicht, doch es war ihr egal, die Aussage, dass er Kyro nicht gefunden hatte schmetterte sie nieder.

"Cyrion ... mh, hast du vieleicht irgendwo eine Bewegung im Feuer gesehen? Etwas, was vielleicht einem Wolf ähneln könnte?"

Ihre Gedanken schwirrten unruhig, ihr Blick huschte suchend umher. Sie merkte nicht einmal, dass sie ihren Namen noch nicht genannt hatte, geschweige denn die Freundlichkeit des Rüden erwiderte, jetzt ging es um das Leben Kyros.



Sharon
Sharon rannte hinter Yanaco her. Es gewitterte immernoch und der Geruch des Brandes war sogar bis hierhin zu riechen. Sharon schüttelte sich. Er mochte diesen Geruch nicht. Er sah sich um und stellte fest, dass das Feuer nicht mehr zu sehen war. Der Gedanke, dass das Feuer sie nun nicht mehr so schnell einholen konnte, war beruhigend. Sharon beobachtete das Gras unter seinen Pfoten, dass langsam vom nieselnden Regen feucht wurde. Vielleicht würde es ja doch noch regnen.


Darkjania
Er schrie...schrie so furchtbar laut, und so unmöglich zu verstehen...vor ihrem geistigen Auge sah sie nur noch einen Feind, eine Bedrohung, einen Wolf der sie zwingen wollte sich den Flammen zu opfern. Aber dass würde sie nicht, niemals! Flammen tanzten vor ihren Augen, so sehr steigerte sie sich in ihre Panik, tanzten in ihren Augen, und immer schwerer wurde ihr Atem. Dann hielt sie plötzlich still. Keine Gegenwehr mehr, keine Bisse, keine Gedanken, geschlossene Augen.
Eine Finte.
Plötzlich riss sie die Augen wieder auf, brennende Blicke flackerten Kyro entgegen, ihr ganzer Körper stand unter Hochspannung, und ein gut gezielter Biss erwischte seine rechte Schulter, während ihre Pfoten mit rücksichtsloser Brutalität auf ihn eindroschen. Sie musste weg, alles in ihr schrie: "WEG!", in ihren stechenden Blicken stand 'weg'! Trampelnd und zerrend -sie hatte den Biss nicht gelockert- entwand sie sich endlich den Fängen des Rüden, und stand, noch bevor sie ihn loslies. Ihre Zähne rissen sich aus dem geschundenen Fleisch, und sofort waren ihre Vorderläufe im Schwung, trafen den Boden und waren schon wieder in der Luft.
Sie nahm sich nicht die Zeit zu atmen, nicht die Zeit richtig aufzukommen - sie wollte nur weg, weg von den knisternden Flammen, den lodernden Feuern, die sie zu verschlingen ersuchten. Mit hastigen, kleinen Schritten zischte sie über den Boden, ihre Läufe griffen kaum aus, da waren sie schon wiedeer am Boden, und alles in allem musste diese panische Flucht endlos komisch aussehen - eine schwarze Wölfin, die gelben Augen so verdreht dass das Weiße sichtbar ist, die Ohren an den Kopf gedrückt, die Rute dicht unterm Bauch, und der Lauf so gehetzt dass sie bei jedem zweiten Schritt beinahe zu Boden krachte. Unglücklich starrten die gelbweißen Augen in alle Richtungen, jede Sekunde musste sie sich eingeschlossen sehen, jeden Moment würde sich vor ihr eine Flammenwand aufbauen, und nie wieder würde Attaché sie sehen... Er würde eine neue Gefährtin finden und sie vergessen, wie es schon einmal der Fall gewesen war, und kein Lebewesen würde sich je an sie erinnern... Doch das Feuer kam nicht, denn es war nur jenes Szenario welches sie nachts in ihren Alpträumen erlebte und niemals überlebte...
Die Hitze, die sie verspürt hatte, der Rauch der durch ihr erdiges Fell geschwirrt war, all dies hatte sie nun hinter sich gelassen. Ihre Haltung änderte sich, langsam hob sie im Lauf den Kopf, ihre Rute begann hinter ihr her zu scherben wie eine Flagge, und die Schritte wurden weiter, ausgelassener. Nein, nicht ruhig, nicht sorglos, die Sorge blieb, wie auch ihre Eile. Doch langsam kehrte Klarheit zurück in ihren Kopf, Gedanken begannen sich zu ordnen, Sinn zu erlangen, und Nachrichten an sie selbst zu werden. Worte tauchten in ihren Ohren auf...wem gehörten sie nur?

~"Reiß dich verdammt noch mal zusammen...ich lase nicht zu dass dir etwas passiert..."~

Wortfetzen umschwirrten sie, rauschten durch ihre Ohren, von einem leisen Knistern unterlegt...dass Knistern von verbrennendem Holz, welches unmittelbar zu diesen Worten gehören musste...
Doch wer würde ihr soetwas sagen, wenn man Attaché ausser Acht lies...oder...nein, Attaché war nicht dort gewesen, sie hätte es gemerkt, sie hätte es gespürt... Aber...ein Rüde war dort gewesen, mit Braunen Pelz, und er hatte sie an den Boden gefeselt, sie gezwungen auf das Feuer zu warten, er wollte sie sicherlich töten...also konnten diese Worte nicht die seinen sein... Gab es sie vielleicht doch, jene Götter von denen ab und an erzählt wurde...? Oder...ein komischer Gedanke huschte durch ihren Kopf, doch die Vorstellung lies sie nicht mehr los. Damals hatte sie sich die Schuld an Nyanas Tod gegeben, weil sie zusammengebrochen war, versagt hatte. Könnte es sein dass Nyana sie nun ermuntert hatte, ihr Hoffnung geben wollte? Weil sie ihr vergeben hatte? Sie wusste die Tonlage nicht zu identifizieren, weswegen sie keinerlei Vorstellung davon hatte ob es eine weibliche oder männliche Stimme gewesen war, die dort gesprochen hatte... Es könnte sein...oder...Nyana...? Ihr Blick glitt an den Bäumen empor, bis hin zum Himmel. Und da traf sie ein Regentropfen. Es regnete! Das Feuer würde vielleicht gelöscht werden! War das die Antwort Nyanas auf ihre Zweifel? Es musste so sein, es war sicherlich so. Mit einem glücklichen Lächeln auf den Leftzen lief sie weiter, die Veränderung war lustig anzusehen, vom panischen Fluchttier zur lächelnden Fähe... Da war doch ein Geruch gewesen? Sofort hielt sie die Nase tiefer, und machte unvorbereitet einen Luftsprung. Sie war auf die Fährte des Rudels gestossen! Die Fährte Attachés! Wie heiße Glut strömte unbändige Freude durch ihre Adern, trieb sie an, und lies ihren Lauf fast zu einer Art Flug werden, so kräftig stieß sie sich nun bei jedem Schritt ab, um nur endlich in das Gesicht Attachés blicken zu können, um nur endlich neben ihm gehen zu können, um nur endlich bei ihm zu sein!
Und da fiel ihr etwas auf. Es fehlten Gerüche in der Luft...der Geruch Kyros zum Beispiel!
Sofort erstarte sie, stoppte schlitternd ihren Lauf, und starrte Momentelang auf einen Baumstamm.
Es war Kyro gewesen! Er hatte sie am Boden gehalten! Er hatte sie angeschrien! Weil er sie nicht ins Feuer laufen lassen wollte, weil er ihr helfen, sie retten wollte! Und sie hatte sein Fleisch zerrissen, ihn getreten und war ihm schliesslich davongelaufen! Immer noch stand sie wie angewurzelt da, sie konnte nun nicht weiter. So groß ihre Freude auf Attaché auch war, und so sehr sie ihn vermisste - sie musste nach Kyro sehen!
Sofort drehte sie ab, und folgte ihrer eigenen Fährte zurück. So würden sie auch den Weg zur Fährte des Rudels wiederfinden, so würde sie zu Attaché kommen...mit Kyro!

~Verflucht, ich bin nicht irgendwer! Es ist meine Pflicht auf das Rudel zu achten, und darum brauche ich einen klaren Kopf! Verdammte Flammen!~


Schoß es ihr durch den Kopf, und mit trotzigem Blick und zusammengebissenen Zähnen beschleunigte sie ihren Schritt in die Richtung die sie so fürchtete - zurück zum mordenden Feuer. Zurück zu Kyro! Er hätte sterben können, als er sie zur Vernunft bringen wollte - nun konnte sie sterben wärend sie ihn suchte - der Handel war fair. Am Boden wurden Spuren sichtbar, bis hier war sie im panischen Galopp gejagt. Rauch bedeckte schon den Boden, doch da war eine Gestalt, gar nicht einmal so weit von ihr...dass musste Kyro sein! Mit fliegenden Schritten kam sie auf ihn zu, schon schnitt ihr der Rauch die Luft ab...

"Kyro! Kyro! Wir müssen weg, ich habe ihre Fährte"

sie musste abbrechen, um zu husten, doch sie hielt in ihrem Lauf nicht inne.

"Ich habe ihre Fährte gefunden! Komm mit, schnell!"

Schrie sie, sogut dass mit Rauch in den Lungen ging, und ihre Schritte wurden langsamer, gehemmt von Rauch und steigender Nervosität. Das Feuer kam näher, und sie lief ihm entgegen. Nur für Kyro. Er würde vermutlich nie erfahren welch innere Überwindung sie zu Stande brachte, mit welcher mentaler Gewalt sie ihre Gedanken in geordnete Bahnen zwang, und wie hart Erinnerungen auf sie einstachen, denen sie das Gehör verweigerte, um nicht wieder durchzudrehen. Attaché war in Sicherheit. Er war bei den Anderen, er würde auf sie warten, und sie freudig begrüßen wenn sie zurückkämen! Und er war das einzige was ihr nun noch Kraft gab.


Noir
Noir schnappte nach Luft als Tokala in den Flammen verschwand, wie konnte diese nur? Sie sah ihr nach, die Panik lies ihre Augen leicht glänzen und sie tapste ungeschickt auf ihren Pfoten umher, sie war froh zusehen das es Edana und Reiko so weit gut ging. Sie sah zu Yànaco und nickte, sie musste ruhig bleiben, wieder schnauffte sie, dann lief sie los, der Rauch schnitt ihr die Luft weg. Sie wollte den Geschmack, weder den Geruch des Feuer im Körper haben, sie wollte nicht viel atmen, doch weil ihr heiß war musste sie hecheln, sie geriet in Panik und schnaufte wieder, versuchte den schrecklichen Geruch in ihrer Nase zu verlieren, sie schüttelte den Kopf, das verschwinden Liokus bekam sie nicht mit, was vielleicht ganz gut war, um sie herum verschwamm alles und plötzlich stand sie alleine da, das Feuer umschloss sie und fieng an an ihrem Fell zu fressen, die Fähe zuckte zusammen und ihre Pfoten trugen sie weiter, das Feuer durfte sie nicht erreichen,sie rannte auf Yanaco zu, es war als würde die Fähe nur noch ihr eigenes Bild sehen, sie bekam nichts mehr mit um sich rum, sie raste schneller, an Yanaco vorbei, sie hatte glück das sie nicht in die Richtung des Feuers rannte , nein sie rannte zum Meer, sie dachte an katan, leise Winselte sie nach ihm, sie glaubte das es im Feuer untergieng, doch vielleicht hörte er sie und befreite sie, befreite sie aus der Angst und dem Feuer.


Kayuna
Kayuna drückte sich an die Fähe, eine Träne floss über sein Gesicht, sie war so lieb zu ihm, so wie seine Mutter, so sehr hatte er die Fähe schon lieb gewonnen, bei ihren Worten wedelte er leicht, sanft. Er wispherte:

"Danke..!"


Das waren seine einzigsten Worte und doch sagten sie soviel über das was in dem Rüden vorging aus, die dankbarkeit, die Angst und die traurigkeit, aber am Wichtigsten die Hoffnung. Kayuna sah Tokala hinterher, seine Augen öffnenden sich, die Fähe durfte nicht gehen, er blickte ihr nach bis sie in dem vielen Rauch verschwand, Kayuna fing an zu zittern. Als sein Vater dann auch in den Flammen verschwand wurde das zittern stärker, seine Stimme stieß schwach ein leises:

"Nein,"

hervordringen, als er realisirt hatte was passiert hatte wurde sie lauter und lauter,

"nein, Nein, NEIIIIIIIN, bleib da, bitte, lass mich nicht alleine, bitte, bleib da, BITTE!"

Ein winseln, ein unglaublich lautes winseln verlies seine Kehle, er zitterte immer mehr, wollte seinem Vater hinterher, doch die Angst bannte ihn und er stand bewegungslos da, immer nur in die Ferne starrend, wo sein Vater verschwunden war. Er merkte nicht wie ihm das Feuer immer näher kam, er merkte nur das stechen in seiner Brust, die traurigkeit. Er zitterte stärker, es war als schüttele ihn irgendetwas, und das war die Angst, die Angst die den Rüden allen Verstand verlieren lies, und die Liebe, die Liebe zu seinem Vater.



Yanàco
Als Tokala an ihr vorbeisetzte wollte die Weiße schon aufatmen, denn es war ihr nicht wichtig an erster Stelle zu laufen...zumindestens nicht in jener Situation, sie wollte einfach nur, dass es allen Wölfen gelang zu entkommen...
Doch als sie einen Blick zurückwarf bemerkte sie, dass sie einen Fehler gemacht hatte. Sie hatte sich einige Sprünge von ihrem neuem Schützling entfernt, was anscheinend ausgereicht hatte, um jenen erstarren zu lassen und so lies sie den Blick zu den anderen schweifen und nickte ihnen zu als Zeichen dass sie weiterlaufen sollten.
Dann wandte sie sich um und verdrängte die natürliche Furcht vor die Flammen, die nicht so groß war wie jene Furcht die sie empfand, wenn sie daran dachte, was ihren Freunden alles zustoßen konnte. Mit wenigen Sprüngen war sie neben dem Jungwolf und umrundete ihn halb, so dass sie nun vor ihm stand und ihm den Blick zum Feuer verwehrte. Dann blickte sie ihn fest an und versuchte das beben ihrer Flanken zu verbergen, denn der Rauch machte ihr schwer zu schaffen und erschwerte ihr nicht nur ihre Atmung sondern lies sie auch schneller ermüden.

~Kayuna...komm, mein Freund...du bist nicht alleine...wir sind hier und wir werden dich nicht zurücklassen. Dein vater weiß schon was er tut...komm..komm mit mir, denn sonst muss ich hier bei dir bleiben und deinem Vater wird damit nicht sehr geholfen...~

Ihre Worte waren sanft und ruhig, trotz dem kratzigen Unterton, der von dem vielen rauch herführte. Ihr weißes fell war teilweiße von einem schmutzigem grau und immer wieder musste sie sich dazu zwingen ruhig zu bleiben, denn die Flammen kamen immer näher, das war ihr nur zu gut bewusst... Andere gedanken machten ihr zu schaffen...was würde geschehen, sollte Lioku nicht zurückkehren?...Jener gedanke lies sie zusammenzucken und einen Moment wandte sie den kopf und blickte zurück, jenen weg, den der Alpha gewählt hatte. Dann jedoch wurde ihr blick wieder fest. Nein...er würde zurückkommen, genau wie all die anderen, die sich momentan nicht bei ihnen befanden, und je schneller sie beim meer angelangt waren, desto schneller wären sie auch alle wieder vereint.
Abermals lag ihr Blick sanft auf dem Jungwolf und sie trat neben ihm und schleckte ihm beruhigend über die Schnauze.

~Komm...komm Kayuna...Lioku wird nachkommen, sei unbesorgt. Wir müssen zusehen, dass die anderen in Sicherheit gelangen...das ist es, dass er von uns verlangt...also werden wir es auch tun...Doch komm nun...komm und lass und den anderen folgen...~


Mit jenen Worten stieß sie ihn ein wenig nachdrücklicher mit der Schnauze gen die Schulter und deutete in jene Richtung, in der Tokala erst verschwunden war...schon kam ihr jener Moment wie eine Ewigkeit vor und Yanaco spürte förmlich die Erschöpfung, die sie überrannte, doch verdrängte sie auch jenes gefühl und belies es dabei, Kayuna auffordernd anzublicken...jeh ehe sie in Sicherheit waren, desto eher würden sie ihre Ruhe finden...


Sharon
Sharon legte den Kopf schief und sah Kayuna an. Er stupste seinen Bruder an.

"Komm schon, Brüderchen. Vater wird nachkommen, sobald er kann. Mach dir keine Sorgen"


Sharons Beine zitterten. Der Brandgeruch machte ihn nervös. Er versuche ihn nicht einzuatmen, indem er den Kopf in die andere Richtung wand. Er sah abwechselnd von Yanaco zu Kayuna, auffordern.

"Lasst uns endlich wieder losgehen."


Siran
Siran folgte Syracus und Edea, stürmte seinem Vater nach, so schnell seine Pfoten ihn trugen. Er zog das Tempo an um neben Edea zu kommen, welche er aufmunternd anstupste.

"Alles in Ordnung?"


Er lächelte leicht, musste sich aber wieder auf das Laufen konzentrieren. Die Zunge des jungen Rüden hing ihm aus dem Hals, die Wärme des Tages war schon zu viel, dazu noch die Hitze des Feuer, welche sich ausbreitete. Siran schüttelte den Kopf, um wieder klar denken zu können und erneut glitt sein Blick zu Edea.



Kyro
Kyro war zusammen gesackt und hatte sich damit zufrieden gegeben, das Darkjania wenigstens nicht mehr in die falsche Richtung lief. Sie lief, soweit er das bei dem dichten Rauch, welcher ihn umgab, noch sagen konnte, in die Richtung in die sie laufen musste, um zum Meer zu gelangen. Er war sicher, das sie es noch rechtzeitig schaffen würde, sie würde die anderen finden und auf Attaché treffen, welchen sie so sehr liebte. Er selbst lag keuchend auf dem Boden und hatte nur noch Augen für den immer dichter werdenden Rauch. Niemand würde sein Husten hören, denn niemand war mehr da. Alle Bewohner des Waldes waren geflohen, hatten sich in Sicherheit gebracht. Seine Augen tränten und er konnte sie kaum noch aufhalten, so stark war der beißende Geruch des Rauches. Eigentlich war er völlig orientierungslos, er wusste das Darkjania in die Richtung gelaufen war, aus der sie kamen und das sie die richtige war, doch ihm selbst nützte das nichts mehr. Er würde sterben, damit hatte er sich abgefunden und er bezweifelte doch stark, dass es irgendjemanden interessierte, ob er lebte, oder nicht. Tokala war es egal, sie hatte Saphir und mit ihm hatte sie vermutlich ohnehin eine bessere Wahl getroffen, der Schwarze war nicht so ein Schwächling, welcher nicht einmal eine Wölfin in Schach halten konnte, ohne dabei drauf zu gehen. Bei den Wolves of Freedom war Tokala in diesem Moment Kyros einziger Halt und dieser war weg gebrochen, vor langer Zeit schon. Wie viele Tage es waren, wusste er in diesem Moment garnicht mal mehr so genau, seit dem Kampf eben, dem Kampf über welchen er mit Yanàco und Darkjania geredet hatte. Es war das erste Mal gewesen, dass er sich etwas besser fühlte, seit er zum Mörder geworden war. Er war den Wölfinnen irgendwie dankbar, mehr Yanàco, welche wenig damit zu tun hatte, als Darkjania. Diese war schuld, das er nun hier lag und die Hitze des Feuers deutlich spürte, schon längst hätte er bei Lioku und den anderen sein können, in Sicherheit, am Meer. Doch er hatte ja den Helden spielen müssen, hatte zugelassen, das die dumme, schwarze Wölfin ihn biss und er hatte es ertragen, weil er nicht wollte, das sie in die Flammen hinein lief. Nicht sie, in welcher er glaubte, eine Freundin gefunden zu haben, welche dein Leiden ein wenig nachvollziehen konnte, welche ebenfalls getötet hatte. Gerade diese Wölfin, welcher er vertrauen wollte, hatte ihn in diese Lage hier gebracht und während er alles für sie getan hatte, was er konnte, war sie nun einfach davon gelaufen, nachdem sie seinen Tod besiedelt hatte.
Alles um ihn verschwand, war plötzlich so weit entfernt wie die schönen Tage seines Lebens, die unbeschwerte Zeit, als alles was geschah einen Sinn ergeben hatte. Vor seinem geistigen Auge tauchte der Ozean auf, in seiner ganzen Schönheit und es war als könne Kyro durch den Rauch, der in völlig einschloss, das salzige Wasser riechen, die Wellen hören und es war schon fast so, als wäre er dort. Er stand da, auf einem Felsen und besah sich die Schönheit der Welt mit verträumten Augen. Als er neben sich blickte, war er alleine und er spürte den Schmerz zurückkehren, welchen ihm das Leben gebracht hatte. Schon einmal hatte er geliebt und war verlassen worden, doch das Schicksal hatte ihm Tokala gebracht und er liebte sie, mehr als alles andere auf der Welt. Sie sollte glücklich werden, es war ihm völlig egal mit wem, sollte er für immer leiden müssen, wollte er doch wenigstens das Tokala alles Glück der Welt hatte. Würde sie aber glücklich werden können, wenn er nun starb? Vielleicht war er ihr nicht so egal wie er glaubte und vielleicht wäre sein Tod das, was seine geliebte Gefährtin in die Tiefe reißen würde. Das durfte nicht sein und so geschah es, dass der braune Wolf, welcher reglos am Boden lag, sich zu bewegen begann. Es dauerte eine Weile, bis er in die Realität zurückgekehrt war und somit Schmerz und Leid wieder auf sich nahm. Er kam zu dem Entschluss, dass es niemanden interessieren würde, wie sehr er sich quälte, wenn er nicht sterben wollte, so musste er nun kämpfen, ER allein. War es nicht unglaublich schwach, sein Leben von anderen abhängig zu machen? Bis zum Schluss musste man kämpfen, wenn die Flammen schneller waren als er, würde er sterben, aber wenigstens hatte er dann nicht aufgegeben, sondern versucht, dem Feuer zu entkommen.
Sein Körper bewegte sich mechanisch und kaum stand er wieder, taumelte er auch schon. Seine rechte Vorderpfote schmerzte, das hatte sie schon, als er Darkjania nieder drückte. Es war wohl passiert, als er sie zu Boden riss und über sie fiel. Seine Schulter fühlte sich an, als wäre sie nur noch teilweise vorhanden, er spürte wie das Blut bereits das gesamte Fell unterhalb der Wunde verklebt hatte. Atemlos versuchte er erneut die Kraft aufzuwenden, auf die Pfoten zu kommen. Zwei Schritte, ehe er einknickte und den Kampf um das Aufstehen erneut beginnen musste. Er hustete und würgte dabei, die Flammen verschlagen den Sauerstoff, welchen er so dringend gebraucht hätte. Langsam, mehr kriechend als laufend, bewegte er sich von seinem Tod weg, er hinkte und wusste nicht, wie lang er noch die Kraft haben würde, auf den drei Pfoten zu stehen, welche ihm blieben. Seine Schulter meldete sich mit unerträglichen Schmerzen, weil sie das Gewicht der rechten Vorderpfote ebenfalls tragen musste. Er benutzte die Pfote, zwangsläufig und unter unerträglichen Schmerzen, er wusste, das er sonst nicht rechzeitig aus dem Feuer kommen würde, welches mit lautem Knistern und Knacken hinter ihm her war, als wolle es um jedem Preis sein Leben einfordern. Die Frage, für was er dass alles gerade tat, konnte er selbst nicht beantworten, wenn er schon sterben musste, wollte er den Zeitpunkt selbst wählen und dann würde nichts und niemand ihn hindern können, doch dieses Feuer konnte nicht einfach über sein Leben entscheiden und es ihm aussaugen.
Als die ersten Tropfen durch das dichte Blätterdach des Waldes fielen, atmete er auf, denn er hatte sich wieder einige Meter vom Tod entfernt. Bald konnte er besser atmen und die Hitze war nicht mehr so erdrückend wie zuvor. Der Rauch blieb, umgab ihn und kein lebendes Tier außer ihm war noch da, sie waren klüger gewesen und geflohen, hatten sich gerettet. Er verfluchte Darkjania dafür, dass sie sich nicht unter Kontrolle hatte und er gab ihr an allem die Schuld, wäre sie nicht gewesen würde er nun bei den anderen sein, bei Tokala und Lioku, bei Yanàco und dem Rest des Rudels. Er wäre in Sicherheit, weit weg von den Flammen, hätte sich die Pfote nicht verstaucht, hätte keine Rauchvergiftung und vor allem aber hätte er noch alles Fleisch an seinem Körper, würde nicht bluten. Ein Knurren verließ seine Kehle, welches sofort vom Wind hinfort getragen wurde und nie die Ohren eines Anderen erreichte. Er spürte wie jeder Schritt an seinen Kräften zehrte und er hoffte nur, dass er lange genug durchhalten würde, dass er sich in Sicherheit bringen konnte. Vielleicht merkte man in solchen Momenten ja, wie viel das Leben wert war und wie leicht man es verlieren konnte, jedenfalls wollte Kyro nie wieder aufgeben und würde er dieses Feuer überleben, würde er sich ein für alle mal verändern. Wenn er es genauer betrachtete, war er schon jetzt nicht mehr derselbe Wolf, wie noch vor wenigen Stunden. Es kam ihm lächerlich vor, wie er sich fertig gemacht hatte, weil Tokala Saphir lieben könnte. Er würde sie fragen und mit der Antwort würde er leben müssen. Sein Kopf wurde wieder klar, je weiter er sich vom Feuer und dem beißenden Rauch entfernte. Noch immer konnte er nichts sehen, doch zumindest seine anderen Sinne schienen langsam wieder zu funktionieren. Er hustete fast ununterbrochen und spürte ein unangenehmes Kratzen in Hals, doch was machte das schon? Im Moment war ihm alles egal, er lebte und hatte nicht vor aufzugeben, er würde es schaffen, ganz egal ob er dann umfallen und nie wieder aufwachen würde, das Feuer würde ihn nicht kriegen.
Weiter hatte er sich vom Feuer entfernt, als er Schritte zu hören glaubte, doch wer war außer ihm noch hier? Die Witterung Darkjanias wurde ihm zugetragen und bald konnte er sie auch erkennen, die Umrisse im dichten Nebel, welcher den Wald bedeckte, den Rauch den das Feuer erzeugte. Schweigend trat er auf sie zu, die Augen zu schlitzen verengt und die Lefzen gehoben. Er murrte, was bald mehr ein Knurren war.

„Dumme schwarze Wölfin, wieso bist du noch hier? Verdammt, hättest du dich nicht in Sicherheit bringen können"

Kein weiteres Wort wandte er an sie und setzte seinen Weg unbeirrt fort. Es dürfte der Fähe kaum entgehen, welche Mühe er bei jedem Schritt hatte und es nützte nichts, zu versuchen, normal zu gehen, um sich und der ganzen Welt etwas zu beweisen, denn das Blut lief an seinem ganzen Vorderkörper herunter und war auch nicht wirklich hilfreich, die Kräfte, welche er brauchte, um eine Pfote vor die Andere zu setzen, beisammen zu halten und immer wieder neu aufzubringen. Wieder keuchte er und hielt den Kopf nahe dem Waldboden, eine ganze Weile lief er so weiter, ehe er den Kopf wieder ein bisschen anhob. Er hielt inne und sah zu Darkjania, kühl war sein Blick.

„Lass uns gehen und glaube nicht, das ich noch mal hinter dir her renne, dort hin, in die Hölle der Flammen!“

Wollte er sie lieber warnen, denn nichts würde er mehr für sie tun können, ihr vermutlich nicht einmal folgen, denn auch dazu reichte seine Kraft nicht mehr. Er sehnte sich nach einem Platz, an dem er Ruhen konnte, an dem sein Körper sich erholen würde, von allem, was man ihm ausgesetzt hatte. Schön wäre es gewesen, an Tokala gekuschelt am Strand zu liegen und auf das Meer zu blicken. Zu wissen das da jemand war, von dem man geliebt wurde und den man selbst liebte. Bewacht von einem großen Rudel, in einer Gemeinschaft in der man die Augen schließen konnte, ohne sich zu fürchten, da man aufeinander acht gab. Das waren die Bilder, die vor seinen Augen tanzten, ihm die nötige Kraft gaben, weiter zu laufen, die im Moment die einzige greifbare Zukunft waren, eine Zukunft die es wert war, nach ihr zu streben.
Wieder strauchelte er und konnte sich dieses mal nicht länger auf den Pfoten halten. Er sackte zusammen und blieb liegen, Darkjania aus den Augenwinkeln beobachtend. Hatte sie es verdient, dass er sie so behandelte? Seine Ohren rotierten, als er nachdachte. Er wäre beinahe gestorben, wegen ihr, doch es war seine Entscheidung gewesen, sie zu retten, es war also genauso seine Schuld, wie die Ihre. Es war nicht fair sie so zu behandeln, denn es musste sie unendlich viel Überwindung gekostet haben, wieder zurück zu laufen, um nach ihm zu suchen. vJedenfalls das sollte er ihr anrechnen.
Der Rüde stemmte sich wieder in die Höhe und blieb abwartend stehen, den Blick auf Darkjania gerichtet, von der er noch nicht wusste, ob er sie zukünftig lieben oder hassen würde.


Cyrion
Der Rüde lief so schnell, dass die Welpen doch noch folgen konnten. Er witterte schon das Wasser und die letzten Meter zog er voll an, um vorher schauen zu können, wo man rüber kommen würde. Er taste ein Stück ins Wasser, wo es nicht so tief sein wüde, wo man durch könnte, doch so recht gefiel ihm keine der Stellen. Sie schienen ihm zu gefährlich.. doch konnten sie sich viel Auswahl leisten? etwas nervös lief er ein Stück flussabwäts, bis er eine Stelle fand, die ihm geeigenet erschien.
Dann sah er zu Siran und Edea, als sie zu ihm kamen, und wartete kuz ab, ob sie mit siener gewählten Route einverstanden waren..


Kayuna
Kayuna erschreckte als die Wölfe ihn anstupsten, er winselte kläglich, als sie ihm sagten er solle weiterlaufen, seine Pfoten schmerzten, und er wollte zu Edea und seinem Vater. Er sah Yànaco an und meinte traurig:

"Erst Edea, dann Tokala, und jetzt mein Vater, ich will nicht mehr, meine Pfoten tun mir weh!"

Doch der Geruch des Feuers brannte wie schrecklich in seiner Nase und wieder fing er leicht an zu zttern. Als er die Worte seines Bruders hörte stellten seine Ohren sich auf, vielleicht wartete sein Vater wirklch am Meer, vielleicht hatte er Tokala gesucht und sie mit zum Meer genommen. Er wedelte sacht, vielleicht würde da auch Edea stehen, seine geliebte Fähe. Aber vielleicht wäre auch niemand da, nur sie, und ein weiter Strand, doch dann hätte er es wenigstens versucht, seine eine Pfote zuckte kurz, dann bewegten sich seine Läufe schnell nacheinander und bald war er wieder in einen gleichmäßigen Trab verfallen, er grinste die Wölfe aufmunternd an und meinte:

"Lasst uns weiter gehen, zum Meer, dort sind wir in sicherheit vor dem Feuer!"


Damit wandte er sich um und lief voraus, der Geruch des Feuers vermischte sich mit einem leicht Salzigen Geruch, vielleicht war es das Meer? An manchenstellen, war nich mehr der harte, trockene Waldboden, sondern etwas Sand mitgemischt, bald würden sie das Meer erreichen, und dann würde alles gut werden.


Reiko
Reiko folgte den anderen unaufällig. Er schaute sich immer wieder nach Edana um und wartete auf sie. Er wuffte ihr immer wiedre aufmunternd zu und stubste sie an. Er und Edana liefen als letzte, bemerkte Reiko und wurde immer nervöser. Er hoffte, das alles gut werden wird und dass alle heil wieder zusammen kamen. Reiko merkte dass sie beiden zurückgefallen waren, doch er roch schon das Meer, es konnte nicht mehr weit entfernt sein.

"Komm Edana, es ist nicht mehr weit!"
, sagte er zu ihr und wurde schneller.

Der Brandgeruch errinnerte Reiko ab seine traurige Vergangenheit. Reiko hechelte furchtbar und war müde. Er hatte angst vor dem Feuer, denn er hatte selbst gesehen, wieviel es anrichten konnte. Das ganze Tal seiner Herkunft wurde von einem schlimmen Brand heimgesucht und Reiko konnte sich genau errinnern: Alles war schwarz und verkohlt. Was einst ein wunderschönes grünbewachsenes Tal war, sah jetzt nur noch trüb grau und schwarz aus. Aber er wuste auch, dass der Wald sich, bei seiner Regeneration wieder herstellen würde. Das unter der Asche wieder eine Blume hervorkommen könnte.



Yanàco
Yanaco nickte Kayuna zufrieden zu und auch ihrem Bruder galt ein Nicken, dann folgte sie ihrem neuem Schützling indem sie an Sharon vorbeistrich und ihn auffordernd anstupste.

~Komm...wir müssen uns beeilen...~

Mit diesen Worten stupste sie ihn noch ein Mal sanft an und machte sich dann daran dem Jungwolf und den anderen wieder zu folgen.


Cyrion
Zusammen mit seinen beiden Welpen kämpfte der Stumme sich durch den Fluss. An der Stelle konnten sie ihn halbwegs durchqueren, auch wenn er sie ab und an etwas vorwärts treiben musste. Doch mit der Zeit schafften sie es, durchzuwaten und Syracus hielt inne und sah zum Brand zurück. Hier war er zum ersten Mal wirklich glücklich gewesen. Er seuftzte innerlich, dann sah er nach vorne.. da war die Zukunft. Er verspürte den Drang zu heulen, und er hob den Fang. Ein extrem tiefer, fast schon bass-töniger Laut kam aus der Kehle, er wirkte dennoch heißer, verzerrt. Doch die Botschaft sollte überall ankommen. Er, Syracus, war mit seinen beiden Welpen Siran und Edea, wohlbehalten am andren Ufer des Flusses und würde dann zu ihnen stoßen.
Der Schwaze wunderte sich selbst, warum er geheult hatte, warum er es konnte. Scheinbar würde er ab und an, nach längeren Erholungspausen, auf seine Stimme doch noch zurückgreifen können, doch wollte er keine endgültige Verstummung riskieren und schwieg nun wieder, zu seinen Welpen schauend und dann wieder lostrabend, dieses Mal aber deutlich langsamer...

Edana
Edanas Gedanken überschlugen sich - was sollte sie tun? Sie konnte ihre Schwester nicht gehen lassen - nein, sie musste ihr folgen! Musste sie beschützen, wie sie einst sie beschützt hatte, musste helfen, musste einfach nur für sie dasein. Lioku war bereits an ihr vorbeigerannt, Tokala hinterher - Edana wusste, dass sie nicht auch noch folgen sollte - doch sie konnte nicht...sie musste hinterher! Ihre Läufe spannten sich an, sie zitterte leicht und setzte dann an, hinterherzuwetzten, den Flammen entgegen, Tokala und Lioku entgegen. Im Moment wurde sie nicht beachtet, wahrscheinlich würde es keiner merken, wenn sie losging, es würde dauern, bis ihr Fehlen auffiel, sie schleppte sich alleine vorwärts, bildete das Ende der langen Kette. Was ihr zwar Bedenken bereitete, waren ihre noch nicht verheilten Wunden, das Ziepen, dass sich bei jeder Bewegung verstärkte. Doch das würde sie kaum wahrnehmen, ihr Schmerz würde unendlich größer sein, würde Tokala etwas zustoßen! Sie spähte noch einmal durch die Menge, ob sie auch nicht gesehen wurde, als sie ein ihr wohlbekanntes, gleichzeitig so fremdgewordenes Gesicht erblickte. Sie kniff ihre Augen zusammen, blinzelte einige Male - täuschte sie sich, oder...konnte es Reiko sein? Wie hatte er hierher gefunden? Wie versteinert blieb sie stehen, sie sah ihn auf sich zukommen.

"Oh Edana! Bin ich froh, dich endlich wiederzuhaben."


sie hörte seine Worte nur von fern an ihr Ohr dringen. Sie blickte ihn nur an, konnte es nicht glauben, es war so lange her, so unendlich lange.
Sie rieb ihren Kopf an seinem atmete den Duft seines Fells ein, spürte seine Wärme.
Doch sie konnte nicht sprechen, ihre Kehle blieb stumm, als sei sie vom Feuer ausgetrocknet. Sie lief einfach neben ihm her, setzte monoton pfote vor Pfote, in ihrem kopf raste es - was sollte sie tun? Wenn sie Tokala folgen würde, würde sie ihn vielleicht nie mehr wieder sehen, vielleicht würden sie für immer getrennt werden. Sie blickte ihn an, sah seine weichen Formen, die ihn kindlich wirken ließen. Er sprach ihr gerade Trost zu "Komm Edana, es ist nicht mehr weit!". Sie sah ihn kalt an, was wusste er schon? Mit jedem schritt entfernte sie sich von ihren ziel immer mehr - er würde ihre Entscheidung nie verstehen, würde sie zurückhalten.
Die einzigen Worte, die sie herausbrachte, waren:

"Verzeih mir, Reiko, ich muss alleine weiter..."

Sie raste los, in die entgegengesetzte Richtung, folgte den Fährten Lios und Tokalas. Ihre Schmerzen beeinträchtigten sie zwar, doch sie nahm sie kaum mehr wahr. Sie hörte ihren letzten Ausspruch immer und immer wieder in ihren Ohren wiederhallen...sie rannte weiter, Richtung Flammenmeer.


Reiko
Reiko stand wie angewurzelt da. Er konnte nicht fassen, was Edana da tat, doch er wusste, dass es wegen ihrer Schwester Tokala war. Reiko war nicht gefasst darauf, das sie wegrennen würde, er blieb einfach nur erschrocken stehen. Sie wollte alleine weitergehen? Ins Feuer! Reiko überlegte nicht lange, sondern rannte ihr hinterher . Er wollte sie nicht mehr weggehen lassen. Er wollte sie auch nicht aufhalten. Er wollte einfach bei ihr sein, denn er hatte sie schon einmal verloren. Nun wollte er sie nicht einfach ins Feuer gehen lassen, er würde sie dann nämlich vielleicht nie mehr wiedersehen! Lieber würde er mit ihr sterben.

"Edana!! Bleib stehen, warte auf mich! Bitte Edana, ich will dich nicht noch einmal verlieren!"
, rief Reiko ihr verzweifelt nach.

Immer schneller und schneller bewegten sich Reikos Pfoten, er versuchte Edana einzuholen.


Yanàco
Oh doch...der Weißen war das Verschwinden Edanas aufgefallen, wenn auch nur am Rande, doch das Knistern ihrer Pfoten auf dem ausgetrocknetem Boden, als sie sich umwandte und den Weg zurücklief blieb ihr nicht verborgen. Einen schrecklichen Moment erstarrte sie, nur ihr Blick folgte einerseits der dahinschwindenden, andererseits den anderen, die ihren Weg zum Meer und somit in die Sicherheit weiterführten. Doch sie konnte der Fähe nicht folgen, dachte an des Alphas Worten und als wäre er für einen Moment gegenwärtig nickte sie sacht und ihre nächsten Worte verloren sich in dem Knistern der Luft.

~Ich kann nicht...darf nicht anhalten...muss weitergehen...~

Einen weiteren Moment lag ihr Blick auf jenem Waldstück, in dem Edana eingetaucht war, und kurz weilten ihre gedanken bei jenem Augenblick in der Vergangenheit, als sie ihrem Vater gefolgt war...und dabei einen Teil sich selber verlor. Dann jedoch riss sie sich selbst mit ihrer ganzen Kraft in die gegenwart zurück und tat einen erschrockenen Satz rückärts, als knapp neben ihr etwas raschelte. Ein Fehler...
Ein stechender Schmerz machte sich bemerkbar und für einen fürchterlichen Moment dachte die Fähe, sie hätte sich den rechten Vorderlauf gebrochen. Vorsichtig hob sie ihn an und wusste nicht ob sie aufatmen sollte oder eher beunruhigt sein. Ein Splitter hatte sich seitlich in ihrne Lauf gebohrt, als sie mit jenem umgeknickt war, und machte ihr nun schwer zu schaffen. Doch plötzlich festigte ihr Blick sich wieder und sie hob den Kopf. Um den Holzsplitter musste sie sich später kümmern, denn die Pfote konnte sie noch aufsetzten, auch wenn es schmerzte und so biss sie die Zähne zusammen und lief den anderen wieder hinterher, den rechten Vordelauf so wenig wie möglich belastend und humpelte somit kaum erkennbar.


Tokala
Tokala blinzelte den Rüden an, er antwortete ihr nicht. Abwartend stand sie vor ihm, schwenkte die Rute hin und her und sah sich dabei immer wieder ängstlich um, noch immer roch der Wind nur nach Feuer, noch immer kein Zeichen von Kyro … wo konnte er nur sein? Wo war er überhaupt die ganze Zeit gewesen? Seit dem Tag, an dem Saphir sie zum Bach begleitet hatte, hatte sie ihn nicht mehr gesehen, doch haftete nicht dieses Bild, des seltsam verzerrten Gesichtes von ihm in ihrem Gedächtnis. Nein, vor ihr schwebte sein Lächeln damals, im Schnee, tief im Winter. Obwohl sie das Bild so deutlich vor sich sehen konnte, war es ihr unmöglich zuglauben, dass es damals kalt gewesen war. Jetzt, in der Hitze des Feuers, umgeben von Angst und Schrecken, spürte sie nur noch ihre Sehnsucht nach ihm. Ihre Läufe zitterten immer mehr, sie starrte Cyrion an. Warum antwortete er nicht? Merkte er denn nicht, wie wichtig es war? Merkte er denn nicht, dass es um Leben und Tod ging? Noch während sie nach Worten suchte, die sie ihm an den Kopf schleudern konnte hörte sie plötzlich Stimmen. Ihre Ohren stellten sich ruckartig auf, aus Anspannung vergaß sie zu atmen. Kyros Stimme … sie hätte sie aus tausenden erkannt. Und da, Darkjania schien bei ihm zu sein. Nur ganz leise trieb der Wind die Geräusche durch die Luft, doch sie erkannte es sofort. Die beiden schienen nicht nahe bei ihnen zu sein, doch nicht hinter der undurchdringbaren Feuerwand.

“Cyrion, folge mir, ich habe Kyro gehört!“


Sie wusste nicht, warum sie Cyrion aufforderte mitzukommen, vielleicht war es ihr wohler, als alleine durch den Rauch zu streifen. Sie wusste, sie war feige, der Rüde sollte da bleiben, sein Leben retten, welches Tokala vielleicht verlieren würde. Doch nur um Kyro zu retten, und wenn sie sterben würde, dann mit ihm zusammen und niemals er alleine, gefangen im Feuer. Noch kurz blickte sie Cyrion an, dann sprang sie auf und wetzte wieder an der Flammenwand entlang.

“Kyro! Kyro, ich bin hier!“

Sie wusste, dass es unmöglich war, dass die beiden sie hörten, der Wind strich in die falsche Richtung, doch nur so hatte sie sie hören können und allein darauf kam es an. Während sie, vom Feuer geblendet, immer weiter rannte stiegen wieder Bilder auf, von Kyro, wie er mit ihr und Edana am See gewesen war. Ihre Lefzen begannen zu zittern, ihre Läufe begannen unregelmäßige Schritte auszuführen, bald strauchelte sie, fing sich wieder und blieb bebend stehen. Ihr Blick versuchte verzweifelt die Feuerwand zu durchbrechen, doch nur die Hitze und der Geruch des Todes erwarteten sie. Einen kurzen Blick zurück werfend, merkte sie, dass Cyrion ihr nicht folgte, leise knurrte sie, drehte sich mit einer hektischen Bewegung wieder um und wollte weiter rennen als sie kurz vor sich einen weiteren Rüden erblickte. Zuerst war sie erstarrt, was trieben die alle hier? Doch dann kam Hoffnung auf, vielleicht hatte er Kyro gesehen. Sie sprang weiter, auf den Fremden zu und blieb dann knapp vor ihm hechelnd und leicht vom Feuer gezeichnet stehen.

“Fremder, ich weiß nicht, wer du bist, oder woher du kommst, aber hast du einen braunen Rüden gesehen? Im Feuer?“

Sie war nicht viel freundlicher, als zu Cyrion, doch darauf kam es nicht an, Kyro war in Gefahr und nur das zählte. Was auch immer der Rüde hier trieb, was auch immer er beim Feuer wollte, vielleicht würde er ihr Hoffnung bringen.

Restor
Restor sah die Fähe verwirrt an. Es war Tage wenn nicht sogar Wochen her das er das letzte mal einen Wolf gesehen hatte und vermutlich wäre ihm jetzt gerade, auf der Flucht vor diesem grässlichen Feuer, ein Wolf nicht einmal aufgefallen wenn er nur wenige Meter entfernt gewesen wäre ... es sein den er würde Ihn direkt ansprechen so wie diese Fähe. Nervös durch das Feuer in seinem rücken von einem Bein auf das andre tretend ohne dabei diese fremde aus den Augen zu lasse entgegnete er ihr:

"Nein, kein Wolf, nur Feuer, Tod und Zerstörung. Dreh lieber um wenn dir dein Leben lieb ist, fremde"

Aufmerksam musterte er nun die Fähe von Kopf bis Fuß, sie schien erschöpft, noch mehr als er und sie rannte in die falsche Richtung. Scheinbar war ihr dieser Wolf wichtig. Wichtiger als ihr Leben wenn sie weiter in diese Richtung wollte. Gespannt wartete er Ihre Reaktion ab.


Tokala
Tokala hustete einmal, dann begannen ihre Lefzen wieder heftiger zu zittern.

"Nein, mein Leben ist mir nichts wert, wenn ich Kyro nicht finde."

Sie wirbelte wieder herum, starrte wieder ins Feuer, sah wieder nur das gleiche und spürte dabei, wie immer mehr Hoffnung von der gierigen Hitze aufgesogen wurde. Wo war er? Wieso war er im Feuer geblieben? Und warum traf sie nur Wölfe, die vorgaben ihn nicht gesehen zu haben? Wut vermischte sich mit ihrem Schmerz und sie winselte leise. Kurz wollten ihre Läufe kraftlos nachgeben und einfach aufgeben, doch sie dachte daran, wie Kyro sie gerettet hätte, ja, er hätte es getan, und auch sie würde es tun.

"Ich muss ihn finden."


Nun war ihre Stimme eher noch unfreundlicher, doch es war alles egal, bedeutungslos, solange sie nur Kyro finden würde.


Restor
Restor sah sie Fähe ungläubig an. Wollte Sie nun wirklich da rein? in dieses Inferno? Diese Wölfin war verrückt, das stand für Ihn fest, aber Ihre Entschlossenheit imponierte ihm. Hinter sich hörte er in lautes krachen, die ersten Bäume hielten dem Feuer nicht mehr stand, kippten und stürzten auf den Boden wo sie große Glutfunken aufwirbelten. Ein unangenehm heißer Hitzeschwall breitete sich blitzartig aus und lies es so heiß werden das Restor das Gefühl hatte sein Fell würde verbrennen. Mürrisch und nun ebenfalls unfreundlich antwortete er ihr:

"Das ist Wahnsinn aber ich werde dich bestimmt nicht aufhalten. Versuch dein Glück wenn du unbedingt sterben willst"

Mit diesen Worten hastete er los, weiter in die Richtung in die er unterwegs war, weg von diesem Feuer. Nach wenigen Metern blieb er aber noch mal stehen und blickte zurück.


Tokala
Tokalas Augen verengten sich, als der Rüde sich umdrehte und davon lief.

„Feigling.“

, knurrte sie nur leise, dann wirbelte sie wieder herum und hetzte wieder an der Feuerwand entlang. Wieder schlug die Hitze auf sie ein wie harte Schläge, wieder huschten ihre Augen verzweifelt hin und her und versuchten die rote Wand zu durchbrechen, wieder tauchten Bilder auf und wieder strauchelte sie leicht. Unbewusst warf sie einen Blick über die Schulter, sah, dass der Rüde stehen geblieben war und ebenfalls zurücksah, sie erwiderte schweigend seinen Blick, zeigte ihm damit ungewollt ihren Schmerz und ihr Leid, drehte sich schnell wieder um und begann wieder zu laufen. Langsamer, die Kraft verließ sie immer schneller, doch je weiter ihre Pfoten sie trugen, desto mehr verschwand auch die Hoffnung und ließ sie alleine. Ein grausamer Spruch fiel ihr plötzlich ein und ließ sie leise winseln … die Hoffnung stirbt zu letzt … war Kyro schon tot? Sie versuchte die Gedanken zu verdrängen, an nichts mehr zu denken, nur noch suchen, ihn finden, laufen, ihn finden, suchen, ihn finden …


Restor
Restor sah der Fähe hinterher. Erneut trat er von einer Pfote auf die andre. Er war hin und her gerissen. Ihr Blick - dieser Vorwurfsvolle traurige Blick - er sah ihn immernoch vor seinen augen die mittlerweile von dem Rauch und der furchtbaren hitze tränten.

"Stures, dummes Ding"

, murmelte er zu sich selbst. Dann lief er los ... in die andre Richtung, es dauerte nicht lange bis er die Fähe eingeholt hatte und wortlos, seite an Seite mit ihr lief. Aus irgend einem Grund war es Ihm wichtig das sie beide dieses Flammeninferno überlebten. Ob es an einer, ihm bisher verborgenen Ader von Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden lag, es schlichtweg Intuition war oder doch nur das ungute Gefühl hier aleine umher zu rennen wusste er selbst nicht.


Tokala
Tokala merkte erst, als der Rüde neben ihr war, dass er zurückgekommen war. Sie spürte eine Welle der Erleichterung, nicht alleine entlang der Wand aus Hitze rennen zu müssen, nicht alleine dem Tod entgegen sehen musste. Gleichzeitig machte sich kurz das gleiche Gefühl wie bei Cyrion, der Rüde, der ihr nicht gefolgt war, bemerkbar ... Schuld. Brachte sie mit ihrem Starrsinn den Rüden in den Tod, würden sie zusammen in den Flammen sterben müssen, nur weil sie noch nicht aufgeben wollte, noch nicht wahrhaben wollte, dass Kyro tot war? Sie zuckte leicht zusammen, nein, Kyro war nicht tot, sie hatte seine Stimme gehört und irgendwo auf der anderen Seite der Hölle wartete er auf sie ... Sie drehte leicht den Kopf zu dem Rüden, unbewusst musste sie leicht lächeln.

"Danke ... ich suche einen Rüden, braunes Fell, bei ihm müsste eine schwarze Fähe sein. Irgendwo, auf der anderen Seite des Feuers ..."

Sie deutete auf den verbrennenden Waldrand, stolperte wieder, rappelte sich auf und hetzte weiter.


Restor
Restor nickte ihr zu und antwortete mit einer Gegenfrage:

"Bist du überhaupt sicher das sie noch hier sind? Vielleicht haben sie sich in eine Höhle oder sonnst etwas gerettet, wärend wir uns hier für sie in Gefahr begeben ..."


, er versuchte immernoch sie zur vernunft zu bringen, auch wenn er die Hoffnung diesbezüglich schon so gut wie aufgegeben hatte und sich mit ihrem Schicksal, das nun wohl auch seines wurde, abgefunden hatte.


Tokala
Tokala zog scharf die Luft ein, bereute es gleich darauf und musste keuchend husten. Nach einer kurzen Pause funkelte sie den Rüden an.

"Ich habe sie gehört und ich weiß, dass er dort drüben ist, du musst nicht mitkommen."


Sie wusste ganz genau, dass sie unfair war, aber die Situation glitt ihr immer mehr aus den Pfoten, verlangte von ihr immer mehr Kraft, die sie bald nicht mehr hatte. Sie musste jetzt Kyro finden, oder sie würde hier sterben.


Restor
"Nein, ich renn doch nicht schon wieder in die andre Richtung, nicht bevor wir deinen Rüden nicht gefunden haben und nun konzentrier dich lieber darauf auf den Pfoten zu bleiben als deinen einzigen Gefährten in diesem Wahnsinn hier zu vergräulen"


, Restor funkelte ebenso zurück, er war stur und hatte sich jetzt in die Sache verbissen. Auch wenn er nicht wusste warum so lag ihm plötzlich doch sehr viel daran das sie den braunen Rüden finden würden.


Tokala
Tokala hatte zu einer bissigen Antwort ausholen wollen, dem Rüden allen Ärger an den Kopf knallen wollen und so vielleicht etwas Schmerz loswerden, doch nun war sie erst ein mal sprachlos. Hatte sie gehofft, dass er eben so aggressiv reagieren würde wie sie? Ihre Gedanken irrten um her und plötzlich war sie unendlich müde. Alles stürzte auf sie ein ...

"Es tut mir leid ..."


, murmelte sie in die andere Richtung und stierte wieder ins Feuer.


Restor
Restor stupste sie kurz mit seiner schnauze aufmunternd an:

"Schon gut, wir finden deinen Rüden schon"


Tokala
Tokala antwortete dem Rüden nicht, wieder suchten ihre Augen nach Kyro, das ewige Rot blendete sie, die Funken verbrannten ihr Fell, die Hitze ihren Geist. Ihre Schritte wurden immer unregelmäßiger, ihre Gedanken rasten immer schneller, alles begann sich zu drehen. In diesem Moment schlug der Schmerz in ihrer Flanke aus dem Nichts zu. Die alten Wunden begannen wieder zu brennen, sie winselte leise, dann stolperte sie und hatte keine Kraft mehr sich aufzurichten. Hilflos spürte sie das Feuer an ihrer Schulter lecken, bunte Punkte tanzten vor ihren Augen.


Restor
Restor blieb ruckartig stehen und sah sie Fähe an, die da am boden lag .... gefährlich nah am Feuer "Na toll, das hat mir noch gefehlt", dachter er sich einen moment lang aber verwarf diese sinnlosen gedanken schnell wieder. So sanft es ihm möglich war schnappte er die Fähe am Genick und zog sie einige Meter von der sengenden Hitze weg. Als er das gefühl hatte halbwegs sicher zu sein, lies er sich vor ihr auf die pfoten sinken und winselte sie leise an:

"Komm schon, du darfst jetzt nicht aufgeben, denk an deinen Rüden ... er braucht dich"


Tokala
Tokala hörte die Worte des Rüden nur dumpf ... war es Kyro? Sprach gerade Kyro zu ihr? Hatte sie ihn gefunden? Sie winselte leise vor Freude, spürte dann, wie er sie am Nacken packte und weg zog von den beißenden Flammen. Langsam schlug sie die Augen auf, doch anstatt die feinen Züge Kyros zu erkennen stand da wieder dieser Rüde ... zuerst hatte sie wieder aggressiv werden wollen, den Schmerz, der ihr noch immer durch die Flanke zuckte auf den Rüden abladen, doch dann blieb sie lieber still, er war nett zu ihr, half ihr suchen ... dabei wusste sie nicht einmal seinen Namen.

"Ich kann nicht mehr ... ich muss ihn finden."

, murmelte sie aber nur und schloss erneut die Augen.


Restor
Restor stupste sie mit der Schnauze erneut an:

„Na und wie willst du das machen wenn du hier faul rumliegst? Gib dir n Ruck sonst ist es bald zu spät ... für uns alle.“

Das diese stolze sture Fähe nun völlig erschöpft vor ihm lag gab ihm zu denken. Aber er wollte nicht von ihrer seite weichen, sie aufgeben. Endlich hatte er mal ein Ziel vor Augen, einen besseren Grund zu leben als nur dazu um den nächsten Tag zu erleben, den nächsten Hasen zu erlegen oder einfach nur über die nächste Bergkette zu kommen. Er konnte helfen ... und das wollte er jetzt.


Tokala
Tokala knurrte leise, doch diesmal freundlicher. Wieder öffnete sie die Augen, bewegte leicht den rechten Lauf, zuckte zusammen bei dem Schmerz, der durch ihre Flanke fuhr und blinzelte dann zu dem Rüden.

"Wenn ich auch nur ein wenig Schmerz übertragen könnte, so würde ich ihn gerne dir geben."


Sie konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, das jedoch bald darauf wieder verschwand, als sie sich mühsam aufstützte und versuchte aufzustehen.


Restor
Restor sprang sofort auf als sich die Fähe aufrichtete:

"Ahh, du kannst mich wieder angiften, schön das es dir besser geht."

Im gegensatz zu Tokala verkneifte Restor sich das schelmische grinsen nicht. Insgeheim bewunderte er ihre Tapferkeit aber, er hatte schon fast die hoffnung aufgegeben das sie sich nochmal aufrappeln würde.


Tokala
Tokala warf dem Rüden nur einen schnellen Blick zu, der eher ein Gemisch aus unterdrücktem Schmerz und dem Versuch zu grinsen bestand. Dann stand sie wieder auf ihren Pfoten, schwankte leicht, versuchte den Schmerz in der Flanke und mittlerweile auch der Schulter zu missachten und schluckte. Dann wandte sie sich wieder dem Rüden zu, schaffte jetzt ein richtiges Grinsen und brummte etwas in sich hinein, dann sagte sie deutlicher:

"Wie ist eigentlich dein Name?"

Sie drehte leicht den Kopf und hatte wieder die Feuerwand im Blick, sie wäre sofort weiter gerannt, hätte sie gekonnt, doch die Schmerzen umspülten sie noch immer mit glühendem Wasser, sie wagte nicht zu gehen, bevor sich die Narben nicht etwas beruhigten.


Restor
Restor lies ihr die verschnaufspause kommentarlos zukommen. Ihr grinsen lies ihn neue hoffnung schöpfen... außerdem fand er es süß:

„Restor nennt man mich und wie ist dein Name?“



Tokala
Tokala nickte, atmete tief ein und sah wieder zu dem
Rüden.

"Tokala ... ich komme aus dem Rudel, das hier lebt."


Vorsichtig schob sie eine Pfote vor, winselte leise bei den Schmerzen und der neu aufkommende Müdigkeit. Setzte die nächste Pfote vor die andere und hielt vor Schmerz wieder inne.


Restor
Restor beobachtete argwöhnisch wie sie langsam einen fuß vor den andren setzte:

„Schön dich kennen zu lernen Tokala, auch wenn mir andere Umstände lieber gewesen wären. Gehört der Wolf den wir suchen auch zu dem Rudel?“



Tokala
Tokala spürte Restors Blick und verspürte schon wieder das Bedürfnis ihm zu sagen, dass er nicht so blöd schauen soll, aber sie beschloss es lieber zu lassen.

"Ja, er hat sich mit Darkjania im Feuer verirrt."

Jedenfalls nahm sie das an ... ein weiterer Schritt und der Schmerz schaffte es ihre Schulter und Flanke taub werden zu lassen. Nun begann sie langsam zu laufen, wieder näher zum Feuer.


Restor
Restor folgte ihr langsam und sah sich um, ob er irgendwo etwas Wolfs ähnliches entdecken konnte. Auch wenn er wusste das es beinahe sinnlos war da er sich hier nicht wirklich auskannte, so schien Tokala mehr als genug damit beschäftigt zu sein sich auf den pfoten zu halten.


Tokala
Tokala beobachtete Restors Gestalt, die nach Kyro zu suchen schien, dankbar lächelte sie, doch verzog sich ihr Gesicht bald wieder vor Schmerz. Trotzdem lief sie verbissen weiter, sie würde nicht noch einmal zusammenbrechen, sie würde Kyro finden ... Wieder nahe bei der Feuerwand begann wieder der Tanz vor ihren Augen, das Rot, das Gelb, das Orange, zusammen im Tanz verworren, undurchdringbar. Da stellte sie ruckartig die Ohren auf. War das nicht eben wieder die Stimme Kyros gewesen?


Restor
Restor hatte ebenfalls etwas gehört und spitzte nun die Ohren:

„War er das? Wenn ja dann kann er nicht mehr weit sein. Komm ... halt noch durch“



Tokala
Tokala warf einen schnellen Blick zu Restor, antwortete ihm aber nicht, sondern lauschte angestrengt, aber kein Ton außer das beständige Knacken des Feuers drang durch die Stille.

"Ich glaube es ..."


Sie blieb noch kurz stehen, dann versuchte sie weiter zu rennen, sofort begannen wieder rote Punkte vor ihren Augen zu tanzen, obwohl alle Wunden taub vor Schmerz waren. Mit gepresster Stimme bekam sie hervor: "Wir müssen einen Durchgang finden ..." Sie drosselte ihr Tempo, so schnell hielt sie es nicht durch, verzweifelt sah sie zu Restor, gleichzeitig bemüht, ihre Anstregung und Verzweiflung sich nicht anmerken zu lassen.


Restor
Restor sah sie an. Er hatte mitleid mit ihr wollte es ihr aber nicht zeigen. Er hatte das Gefühl das sie viel zu Stolz war als das sie das als angenehme Geste empfinden würde dennoch sagte er:

"Überanstreng dich nicht, du bist erschöpft. Es nützt garnichts wenn du dich jetzt hetzt und tod vor ihm zusammen brichst. Also lass es langsam angehen"

Um seinen Worten noch etwas nachdruck zu verleihen verlangsamerte er nun auch sein Tempo und sah sie fragend an:

"Gibt es hier einen Fluß? Falls ja können wir dort vielleicht durch diese Flammenwand kommen ..."



Tokala
Tokala warf Restor einen scharfen Blick zu, der ihm verdeutlichen sollte, dass er sich seine Tipps sparen konnte.

"Ich kenne mich gut genug ..."

Ihre Stimme war mürrisch, zu dem Fluss schüttelte sie nur den Kopf.

"Er fließ durch den Wald, aber hinter uns ... das Feuer ist zu weit weg."

Sie seufzte leise, starrte wieder ins Feuer, wünschte sich Kyro zu sich, wollte ihn sehen, doch zwischen ihnen stand unbarmherzig dieses Feuer. Plötzlich kam noch ein weiteres Gefühl dazu ... Trauer. Sie wollte sie abwehren, doch es war schon zu spät. Schmerz, leid, Wut, Hass, all das konnte sie ertragen, aber Trauer war noch viel schwerer ... Sie wandte sich ab und rannte weiter, obwohl bei jedem Schritt der Schmerz durch den ganzen Körper zuckte, war es ihr egal ...


Restor
Restor seufzte kurz auf. Diese Fähe war störrischer als diese Grauen zottelvicher die die menschen hielten und Esel nannten. Aber auch um einiges hübscher. So folgte er ihr und versuchte sie ein wenig von ihrem Schmerz abzulenken:

"Ist er "dein" Rüde?"

fragte er vorsichtig.


Tokala
Tokala spürte Restor schon wieder an ihrer Seite, er schien sich mit keinem Wort vertreiben zu lassen, aber insgeheim war sie froh darüber, nicht alleine zu sein, nicht gerade jetzt, wo die Trauer gekommen war und mit ihr das größte aller Leiden. Die Frage dagegen ließ sie leicht zusammen zucken. Sie dachte an Saphir und Kyros Blick, als sie in Schmerz und Traum gefangen gewesen war. Sie wünschte sich mehr als alles andere, dass dies nie passiert wäre, doch dieser Blick brannte sich plötzlich in ihr Herz und ließ ihre Schuld brennend auflodern.

"Ja, das ist er."

, ihre Stimme war rau und trocken.


Restor
Restor grinste:

"Gut, wenn du dich nämlich für jeden x-beliebigen wolf in solche gefahren begeben würdest, würde ich dich nun endgültig für verrückt erklären"


Mit diesen Worten rannte er ein Stück vorraus, er hatte etwas entdeckt. Eine alte Eiche die umgeknickt war und quer zur Feuerwand lag. Jedoch brannte der Baum noch nicht wirklich, es war wie eine Schneise in der Feuerwand. Argwöhnisch lief er an der Eiche auf und ab und überlegte ob man es wagen konnte über ihn auf die andre seite zu kommen.


Tokala
Tokala starrte dem Rüden argwöhnisch nach. Vielleicht hätte sie in einer anderen Situation gelacht, aber jetzt hatte sie noch immer zu deutlich das Bild Kyros auf dem Felsen vor Augen ... Erst als Restor stehen blieb und einen Baum anstarrte, löste sich das Bild und gab ihren Blick wieder frei für die Welt und sie erkannte die Chance, vielleicht die einzige, die Feuerwand zu durchbrechen. Ihr Schritt beschleunigte sich noch mehr, der Schmerz wurde stärker und doch immer unbedeutender. Hechelnd blieb sie an der Eiche stehen, setzte dann eine Pfote auf das alte Holz und sprang hinauf. Ohne Restor zu beachten, schritt sie langsam weiter, wich dann aber bei dem Durchgang durch die Wand zurück, legte die Ohren an und winselte leise.


Restor
Restor sprang hinter ihr auf die Eiche und folgte ihr dicht. Zum nebeneinander laufen war der Baum nicht breit genug und das Feuer zu heiß. Überhaupt war es eine unerträgliche Hitze und er hatte nur wenig lust länger auf diesem Baum zu verweilen da es nur eine Frage der Zeit war bis er auch Feuer fangen würde. Vorsichtig stupste er mit seiner Schnauze Tokala an:

"Na komm, du schaffst das. Oder weißt du eine bessere Möglichkeit wie wir auf die andre Seite kommen?“


Tokala
Tokala stand noch immer zitternd vor der Feuerwand, die an dieser Stelle nur durch den schmalen Baumstamm getrennt war, an beiden Seiten leckte das Feuer hoch und schien jede Sekunde den Baum verschlingen zu wollen. Die Hitze griff mit ihren scharfen Klauen nach Tokala, bohrte ihre Fänge in ihre Haut und verbrannte sie immer mehr. Vorsichtig wagte sie einen Schritt, wurde zurückgeschlagen, winselte erneut und setzte dann zum Sprung an. Als sie sich abdrückte fuhr ihr der Schmerz grausam durch den Lauf, gleichzeitig fing ihre rechte Flanke Feuer. Sie landete hart auf der anderen Seite der Wand, rollte über das versengte Gras, löschte dabei das Feuer und blieb keuchend liegen. Ihre Haut war verbrannt, eine weitere Wunde prangte nun an der Flanke, doch sie hatte es geschafft, sie war auf der anderen Seite. Endlich konnte sie leicht lächeln.


Restor
Restor schluckte als er Tokalas waghalsigen Sprung sah. Von seiner Position konnte er nur erahnen das es ihr gut ging, was ihn noch ungeduldiger machte. Schnell ging er ein paar schritte vorwärts bis er mitten in der Feuerwand stand. Mit der rechten Vorderpfote rutschte er ein stück weit ab, ein Fehler der sofort mit einer hochlodernden Flamme bestraft wurde die sein Fell an deutlich ansengte. Winselnd wich er ein stück weit zurück und machte es dann Tokala gleich. Mit einem gewagten Sprung landete er auf der andren Seite, allerdings eleganter als sie auf seinen Pfoten. Leicht hinkend, ging er auf Tokala zu:

„Gehts dir gut?“



Tokala
Tokala beobachtete Restors Schatten durch das Feuer, als er abrutschte zuckte sie zusammen und wollte schon aufspringen, auch wenn es ihr nicht möglich war, als er zurückwich und ebenso einen Sprung wagte. Er landete ganz in ihrer Nähe und lächelnd hob sie den Kopf.

"Ja ... wir haben es geschafft, komm, nicht mehr lange."

Sie lächelte nun wirklich glücklich, endlich ... etwas mühsam richtete sie sich auf, die verbrannte Haut war nur ein weiterer Punkt des Schmerzes, der immer mehr in der Hintergrund wich. Sie begann langsam zu traben, witterte dabei aufmerksam und lauschte. Der Wind strich zu ihnen hin, zur Feuerwand und schon bald hatte sie die leichte Witterung Kyros in der Nase, lächelnd warf sie einen Blick zu Restor.


Restor
Restor folgte ihr. Ihm war ihre Gefühlswandlung nicht entgangen auch wenn bei ihm gemischte Gefühle auftraten. Auch wenn es nur einige Minuten waren und diese unter der dauernden Gefahr von einem brennenden Baum erschlagen zu werden so hatte er die Zweisamkeit ... die Zweisamkeit mit einem anderen Wolf doch sehr genossen und das würde vorbei sein wenn Tokala bei Ihrem Rüden war. Dennoch lies er sich nichts davon anmerken und blieb dicht bei ihr.


Tokala
Tokala beschleunigte ihren Schritt, der Geruch wurde immer stärker, Darkjania war jetzt auch deutlich zu wittern und mit jeder Sekunde stieg ihre Freude. Weder waren die beiden tot noch würden sie sterben, jetzt waren sie und Restor bei ihnen ... Restor, der Rüde war ihr in kurzer Zeit seltsam vertraut geworden, was würde passieren, wenn sie Kyro gefunden hatten. Sie drehte ihren Kopf leicht zu Seite und blinzelte Restor an.

"Was ... was machst du wenn wir die beiden gefunden haben?"


Restor
Restor konnte nun auch weitere Wölfe wittern. Zwar konnte er sie nicht zuordnen aber so viele würden sich hier bestimmt nicht mehr rumtreiben in dieser glühenden Hölle. Es musste der Tokalas Rüde sein und eine weitere Wölfin. Als er ihre Frage hörte zuckte er leicht zusammen:

"Ich weiß es nicht ... erstmal wohl aus dieser flammen Hölle entkommen weitere Pläne habe ich noch nicht."


Tokala
Tokala nickte leicht.

"Dann ... dann werden wir zusammen einen Ausweg suchen ..."

Ein leichtes Lächeln begann auf ihren Lefzen zu tanzen.

"... so wie wir einen Eingang gesucht haben?"


Die seltsame Situation, umgeben von Feuer und Hitze, auf der Spur von zwei Wölfen und noch immer auf der Schwelle des Todes hatte etwas so makaberes und ironisches an sich, dass Tokala fast hätte lachen müssen. So viel war passiert in dieser kurzen zeit und jetzt lief sie hier neben einem Rüden, den sie erst vor kurzem getroffen hatte und doch schon wünschte, dass er nicht wieder weggehen würde.


Restor
Restor überlegte kurz. Aleine wäre es bestimmt einfacher gewesen einen Ausweg zu finden als mit dieser halb toten wölfin und noch wussten sie noch nicht einmal in welchem zustand die anderen beiden waren. Andererseits, was hatte er schon zu verlieren? Im schlimmsten Fall sein leben doch auf der anderen seite konnte er endlich Freunde finden, eine zugehörigkeit. Und was war ein leben ohne freunde schon wert? Langsam nickte er:

„Sehr gern, zusammen werden wir schon einen Ausweg finden ...“

Er lächelte ebenfalls ein wenig.


Tokala
Tokala musterte Restor, während der zu überlegen schien, eine kurze Unsicherheit überrollte sie, doch ließ sie sich nichts anmerken, lief monoton weiter, hielt immer wieder die Schnauze in den Wind, sog den Geruch Kyros ein. Als der Rüde dann nickte war es fast wie Erleichterung.

"Es freut mich ... hoffen wir nur, dass Kyro und Darkjania in guter Verfassung sind."


Sie selbst war zwar keines Falls in guter Verfassung, aber sie hatte durchgehalten um Kyro zu finden und sie würde auch weiter durchhalten um mit Kyro der Flammenhölle zu entkommen ... und mit Restor.


Restor
Restor schmunzelte und konnte sich einen kleinen seitenhieb nicht verkneifen:

„Hoffen wir das du nicht schlapp machst sonnst muss ich dich hier noch rausschleifen wie einen kleinen welpen der sich zu weit vom bau entfernt hat.“


Tokala
Tokala hob die Lefzen an, wenn auch ihre Augen freundlich blizten. Mit etwas beleidigt klingender Stimme murrte sie:

"Ein Welpe wäre an diesen Schmerzen schon längst gestorben ... sei du lieber ruhig, so lange du nicht weißt, was ich schon erlebt habe."

Es klang unfreundlicher als gewollt, mit einem leisen Knurren ließ sie ihre Zähne wieder verschwinden und starrte nach vorne. Sie wusste, dass es nur als Scherz gemeint war, aber Scherze konnte sie in dieser Situation nicht gut auffassen...


Restor
Restor wich ein wenig zurück und senkte den Kopf:

„Du hast recht, verzeih. Ich weiß wirklich nicht was du schon alles erlebt hast aber ich habe mir angewohnt selbst in der aussichtslosesten situation noch einen Funken Humor zu behalten, so wird das alles erträglicher. Dennoch, ich wollte dich nicht beleidigen du hälst dich wacker ich weiß nicht ob ich an deiner stelle nicht schon aufgegeben habe ... allerdings habe ich auch keine Fähe für die sich der ganze Aufwand lohnen würde.“



Tokala
Tokala beobachtete Restor schuldbewusst, sie hatte so nicht reagieren wollen ... und nun hatte sie ihm seinen Humor und damit wohl immer leuchtenden Stern weggenommen.

"Ich wollte nicht so aggressiv klingen ..."


Wieder murmelte sie es eher in die andere Richtung, dann, mehr zu Restor:

"Humor ist immer wichtig ... auch wenn Freunde und Liebe viel wichtiger sind ... ohne sie hätte ich schon längst aufgegeben, wäre viele Tode gestorben."



Restor
Erschrocken über ihre Ehrlichkeit und Offenheit wandte sie den Blick wieder nach vorne und verzog leicht das Gesicht ... was hatte sie schon wieder zu solch einer Antwort getrieben?

„Freunde und Familie ... all das habe ich schon lange nicht mehr ... man kommt auch ohne diesen Sachen durchs leben und hin und wieder ist es sogar leichter wenn man nur für sich die verantwortung trägt.“


Tokala
Tokala warf einen schnellen Blick zu Restor.

"Dann hast du wohl noch nie gelernt, was Freunde und Familie wirklich sind ..."

Wenn sie sich vorstellen würde, dass kein kyro, keine Edana, keine von Nyanas Welpen, als deren muttersie sich immer mehr fühlte, mehr da wären ... sie wäre ins Feuer gerannt und nie wieder hervor gekommen. Verantwortung ... ja, sie lief durch das Flammenmeer, weil sieauch verantwortung für Kyro hatte und vielleicht erhoffte sie sich auch Siran zu finden ... aber all diese Schmerzen waren besser, als alleine beim Rudle zu laufen, ohne Freunde und Familie ...



Restor
Restor dachte kurz über Tokalas Worte nach. Sie hatte recht. Seine erinnerungen an Freunde und Familie stammten aus den Tagen als er selbst noch ein Welpe war. Seit dem hat er vieles erfahren. Hunger, Durst, Leid, Gewalt und ungebegründeten Hass. All das hat ihn einsam werden lassen und vergessen lassen was Freunde und Familie sind doch konnte es ihm nicht seinen seltsamen, trockenen humor nehmen:

"Ja, mag sein. Sei froh das es so ist sonnst wäre ich heute wohl nicht hier und könnte mit dir in mein verderben rennen"
,

entgegnete er ihr mit einem sichtlich amüsierten Unterton.


Tokala
Tokala zog leicht eine Augenbraue hoch, konnte sich jedoch ein leichtes Schmunzeln nicht verkneifen, schon alleine als Entschuldigung für ihr vorheriges Verhalten.

"Verderben? Nenn es Glück, schließlich ist hier ein Rudel und damit vielleicht auch Freunde und Familie ..."


Sie hätte noch ein spitzes Kommentar hinzufügen können, verkniff es sich aber und lief nur weiter gerade aus ... nicht mehr lange und Kyro musste auftauche. Jegliche Schmerzen waren verschwunden, taub und ignoriert ...


Restor
Restor murmelte senkte den kopf ein wenig und murmelte leise, mehr zu sich selbst:

"Ja ... vielleicht ... oder die nächste Enttäuschung"


Tokala
Tokala murrte leise etwas. Warum war dieser Wolf so pessimistisch? Entweder voller Humor oder einfach nur schwarzsehend.

"Wir sind gerade kurz vor unserem Ziel, bald werden wir die beiden gefunden haben und dann werden wir uns zusammen in Sicherheit bringen, freu dich doch mal."

Zur Bekräftigung ihrer Worte lächelte sie bemüht glücklich und sah dann schnell wieder nach vorne ... konnten die beiden schwarzen Punkte da vorne im Rot Kyro und Darkjania sein?

„Freuen?“


Restor
Restor horchte auf und brummte launisch zurück.

„Fang mir nen saftigen Lachs ... darüber könnte ich mich jetzt freuen oder eine blutige Flanke von nem Elch. Im moment sind wir aber mitten in diesem Gefängnis aus flammen und noch lange nicht in sicherheit. Verzeih mir wenn sich meine Freude in Grenzen hält.“



Tokala
Tokala schnippte mit den Ohren und starrte noch eine Zeit lang auf die Punkte, bevor sie antwortete ... ja, das mussten Wölfe sein! Schließlich drehte sie sich zu Restor und schüttelte den Kopf.

"Als wäre Fressen im leben das einzige ... siehst du die schwarzen Punkte? Das sind Kyro und Darkjania! Wenn wir zu ihnen gekommen sind, werden wir auch mit ihnen wieder hinausfinden."


Jetzt lächelte sie wirklich und beschleunigte ihren Schritt noch mehr, die Punkte wurden immer größer.


Restor
Restor folgte ihr:

„Dann haben wirs also endlich geschafft und das wir hier raus finden davon gehe ich aus. Ich hab nämlich nicht vor mit leerem magen zu sterben.“

Auch er war erleichtert die Wölfe nun endlich gefunden zu haben, einfach weil er so schnell wie möglich aus dieser sengenden Hitze raus wollte.


Tokala
Tokala nickte nur noch schweigend, ihre ganze Aufmerksamkeit hatte sich auf die nun als Wölfe erkenntlichen Schemen konzentriert. Ihre Pfoten bewegten sich immer schneller, endlich erkannte sie Kyros braunen Pelz, glücklich warf sie einen Blick zu Restor und heulte dann auf, um den beiden zu ziegen, dass sie kamen.


Lioku
Lioku hielt seine Schnauze tief gesenkt und versuchte durch den Rauch, der dort wo sich der Alpha befand, langsam aufzog. Er folgte der Fährte von Tokala, welche aber immer schwerer zu verfolgen war. Er war besorgt um sein Rudel und hoffte das es allen gut ging, die nicht bei Yanàco waren, aber er konnte nicht viel tun, er musste ganz einfach seine Beraterin finden, sollte sie Kyro zwischenzeitlich entdeckt haben, fand er gleich zwei der verlorenen Rudelmitglieder.
Als er weiter lief, erspähte er aber jemanden, mit dem er garnicht gerechnet hatte, Cyrion, welcher nahe des Feuers stand und sich nicht von der Stelle bewegte.

"Cyrion, was machst du denn hier, willst du das die Flammen dich töten?"



Die Gruppe, die dem Meer schon nahe ist, tritt in der Zwischenzeit auf freies Feld hinaus. Vor ihnen liegt nun eine Wiese, hinter der sich der Ozean erstreckt. Der Strand ist noch nicht zu sehen, weil sich die Wiese etwas höher befindet. Um zum Meer zu kommen müssen die Wölfe einige Klippen, welche nicht schwer hinunter zu kommen sind, überwinden.


Cyrion
Cyrion sah auf und erblickte den Alpha der Freiheitswölfe. Erst kam ein tiefes Knurren aus seiner Kehle, und seine Augen funkelten gefährlich auf. Seine Lefzen spannten sich an. Doch dieses Bild schien mit einem Windstoß zu verschwinden.

„Wenn sie mich töten wäre es kein Verlust. Es gibt niemanden der um mich trauern würde, oder sagen wir mal, es sollte keinen Wolf geben, der um mich weinen würde. Ist doch also gleich und unbedeutend.“,

sein Blick lag auf den Augen des grauen Wolfes vor ihm. Eigentlich war er mit seinen Gedanken ganz bei der Fähe, die noch soeben bei ihm gestanden hatte.

„Wo ist Siran?“,

fragte der schwarze leise und sein Blick schweifte in die Ferne, suchend nach Tokala.

Lioku
Lioku musterte die Reaktion des Rüden, was ihn relativ kalt ließ. Es war nun sicher nicht die richtige Situation zu klären, das es frech war, den Alpha anzuknurren, somal es Lioku nicht weiter interessierte. Er betrachtete Cyrion abschätzend, als er darüber sprach, für wie gleichgültig er sein Leben für andere hielt.

"Vermutlich auf dem Weg zum Meer, wo du auch sein solltest."

Hustete der Alpha und hab die Antwort auf die Frage des schwarzen Rüden.

"Glaube nicht, das dein Leben so wertlos ist, es ist einzigartig und bedeutsam, wenn es nur einen Wolf gibt, der betrübt den Kopf senken würde, bei deinem Tod. Das würde ich tun, aber für Siran würde es eine schlimmere Bedeutung haben, aber ich denke das weißt du."

Meinte er, während er die Spur Tokalas wieder aufnahm.

"Komm Cyrion, begleite mich und hilf mir, die Wölfe zu suchen, die noch hier im Wald sind und somit in Lebensgefahr schweben."


Cyrion
Der schwarze Rüde verstummte, sagte keinen Ton, gab nichts von sich. Folgte nur dem Alpha der Wolves of Freedom. Zählte man ihn als Rudelmitglied, so würde er den untersten Rang bestreiten. Seine Arroganz und seine herablassende Art waren nicht sonderlich hilfreich bei der Integration in das Rudel.
Sein Leben war bedeutsam? Vielleicht in den Augen eines Wolfes, der lieben konnte, ohne zugleich Reue und Hass zu verspüren. Nein, Cyrions Leben war nicht bedeutsam. Zwar hatte er einen… Freund gefunden, den er um alles sicher wissen wollte, doch es war egal.
Und trotzdem lebte Cyrion. Er lebte um zu suchen und seiner Vergangenheit ein Ende zu schenken, auch wenn gleich er viel verloren hatte. Sicherlich lebte sein Bruder Saphir, doch kannten sie sich überhaupt? Nein. Cyrion war ein Schatten. Er war nicht ständig da, er war kaum zu greifen, wich allem aus, stellte sich keiner Gefahr oder keiner Herausforderung. Ließ sich gleiten wie das Wasser.
Seinen Blick fest auf den Weg gerichtet, schritt er hinter dem grauen Wolf her. Eigentlich mochte er die Vorstellung, dass dieser Wolf Alpha war, nicht. Er war viel sanftmütiger als er zugab. Und solche leidenschaftlichen Wölfe sollten keine Rudelführer werden, es versaute sie nur und schloss sie in die Verantwortung und Leblosigkeit.

„Aber… ihm geht es doch gut? Siran, meine ich“,


fragte er kurz und ließ seine unruhigen Augen über das Feld des Brandes gleiten.


Lioku
Lioku beobachtete den Rüden aus den Augenwinkeln, ein Wolf aus dem der Alpha einfach nicht schlau wurde. Er hatte ihn als Rudelmitglied akzeptiert, fragte sich aber zunehmend, ob Cyrion das überhaut wollte.

"Sag mir, warum bleibst du hier bei uns? Du bist hier willkommen, als Mitglied dieses Rudels, manchmal glaube ich aber, das du das garnicht möchtest?"


Er sah den Schwarzen an, ehe er über die Worte nachdachte, welche er wegen Siran an ihn richten wollte.

"Siran ist bei Syracus, seinem Vater, ich vermute, das sie auf dem Weg zum Rudel sind, aber wirklich wissen tu ich es nicht."


Kyro
Kyro hob entsetzt den Kopf, als er Tokalas Stimme aus den Flammen hörte. Als wäre er in die Realität zurück kehrt blieb er schockiert stehen und wartete, bis seine Gefährtin bei ihnen war. Sie hätte tot sein können, er hatte alles viel zu optimistisch gesehen, hatte geglaubt sie wäre in Sicherheit, dabei war sie den Flammen so nah gewesen wie er. Der braune Rüde zitterte am ganzen Körper und wimmerte wie ein Welpe, aufgeregt, weil er gleich seine Gefährtin erblicken würde.

"Tokala, Tokala!!"

Rief er in die Rauchschwaden hinein und drehte sich um, um ihr entgegen zu laufen. Es kam ihm vor, als würde ihn nun entgültig all seine Kraft verlassen, denn er schaffte es kaum, sich auf sie zuzubewegen. Er keuchte und kam sich unendlich hilflos vor. Doch nun zählte nur noch das Tokala gleich bei ihm war.



Tokala
Tokalas Pfoten trommelten immer schneller über den erhitzten Boden, als Kyros Stimme erklang und einer der wölfischen Schatten sich auf sie zu bewegte.

"Er lebt!"

Sie warf einen überglücklichen Blick zu Restor, heulte dann erneut vor Freude auf und umkreiste einen brennenden Baum. Vor ihr stand Kyro, ihr Kyro. Zitternd vor Glück und Freude ihn wiederzusehen verlangsamte sie ihren Schritt und stand dann unmittelbar vor ihm, ihre Schnauze berührten sich kurz, dann heulte sie erneut auf und stürzte sich in unbändiger Freude auf ihren Gefährten.


Akelei
Akelei hob den Kopf erfreut, als sie den Wald endlich hinter sich ließen und das Meer in Sichtweite kam. Der Anblick schenkte ihr neue Kraft und sie sah mit einem freundlichen Lächeln zu Yuki, der Jungwölfin neben der sie noch immer lief, aufmerksam wie eine Mutter. Wachsam zuckten ihre Ohren, sodass ihr nichts entgehen konnte und da war noch etwas, was sie leicht beunruhigte. Ihre Schwester die in etwas getreten sein musste. Besorgt behielt sie die Wölfin die ihr so fremd war, obwohl sie sich ihr Leben lang kannten, im Auge.

"Yuki, sieh nur, wir sind in Sicherheit."

Meinte sie ablenkend an die schwarze Wölfin neben sich gewand. Weiterhin blieb ihr Lächeln auf ihren Lefzen, obgleich sie sich große Sorgen machte.


Siran
Siran folgte seinem Vater und seiner Schwester ohne zu zögern. Sein Blick blieb auf Edea gerichtet, während er langsam den Fluss hinter sich ließ und hinter seinen Vater trat. Er wollte unbedingt seine Schwester an seiner Seite wissen, damit er auf sie achten konnte, dennoch schien sie ihn nicht wahrzunehmen. Sie hatte nicht mal auf seinen Stupser reagiert.
Siran fragte sich, was aus der kleinen Welpin geworden war, welche er immer beschützen wollte. Sie waren nichteinmal getrennt gewesen und dennoch hatte sich Edea unendlcih weit von ihm entfernt. Hilflos sah er sich um und zum ersten Mal in seinem Leben fühlte er sich wie ein Welpe, der keine Ahnung hatte, was er nun tun sollte. Klar, vor dem Feuer flüchten, doch das meinte er nicht, das Feuer ängstigte ihn keineswegs, das seine Schwester so weit von ihm weg war, obwohl er neben ihr stand, versetzte ihn dagegen fast in Panik.


Saphir
Der schwarze Rüde musste irgendwann verschwunden sein, denn als der Rest des Rudels den Blick auf das Meer richten konnte, war Saphir nicht mehr bei ihnen. Es gab da was zu tun, ein Versprechen musste gehalten werden, obgleich Kyro das passte, oder nicht. Nicht nur Lioku und Edana waren Tokala gefolgt, sondern auch er. Der kräftig gebaute Rüde hatte ein Tempo drauf, mit dem niemand mithalten konnte. Er rannte, als ginge es um sein Leben, es ging aber um das von anderen. Er bewegte sich so schnell, das er die Spur bald nicht mehr finden konnte und wertvolle Zeit verlor, sein Weg führte ihn aber direkt zu der Beraterin des Alphas, ohne dabei auf Lioku und Cyrion zu treffen.
Er blieb atemlos stehen, als er sah, wie sich Kyro und Tokala begrüßten. Schweigend betrachtete er, was sich tat und warf einen Blick zu Darkjanja und einem Fremden. Er sah sich um, was der Rauch nicht gerade leicht machte. Saphir hob den Kopf und heulte, das er Tokala, Kyro und Darkjania gefunden hatte und dafür sorgen würde, das sie sicher zum Meer kamen. Dann senkte er den Kopf und sah die Anwesenden an:

"Lasst uns endlich von dem Feuer weg gehen!!"


Noir
Noir atmete schwer als sie auf die Wiese traten, ihr Blick war gesenkt, sie hechelte, sie sah zu Katan, ein Läacheln zeichnete sich auf ihren Lefzen ab. Dann hob sie denn Blick und vor ihr erstreckte sich das Meer, sie stockte, es ar so wunderschön, überall glitzerte es, Wellen liesen das glitzern bewegen. Sie flüsterte voller Ehrfurcht:

"Wir sind da!"

Dann sagte sie nichts mehr, ihre Rute wedelte, da unten, wenn sie die Wiese überquert hatten, da würde Lioku sein, ihr Vater. Sie wedelte, musste sich zusammen reissen nicht einfach los zu preschen, nervös tänzelte sie von einer Pfote auf die Andere.


Cyrion
Syracus' Schritte beschleunigten sich, als er merkte, wie nahe sie dem Meer sein mussten. Er achtete darauf, das seine Welpen ihm weiter folgen konnten, doch er wollte schnellst möglich bei seinem Rudel sein, dass ihm ebensoviel bedeutete, wie Siran und Edea. Schnellen Schrittes näherte sich die kleine Gruppe langsam, aber stetig kamen sie ihrem Ziel näher, der Schwarze konnte es fühlen...
Ein Blick zur Seite genügte ihm, damit er wusste das alles soweit in Ordnung schien. Das mit Edea was nicht stimmte, war ihm klar, doch solange seine Stimme ihm nicht gehorchte, konnte er daran wohl kaum etwas ändern, das klärende Gespräch würde ausbleiben, es sei den das Wunder geschieht und er würde seine Stimme wiederfinden...


Reiko
Reiko rannte und rannte. Die Bäume, Sträucher und Büsche flogen an ihm vorbei. Sein Blick haftete verzweifelt auf Edana. Sie rannte blindlings in den Tod. Er versuchte, Edana mit Worten anzuhalten.

"Edaaaana!! Halt an! Komm zurück!", schrie Reiko mit flehender Stimme.

Der Rüde spürte, wie sein Bein wieder zu schmerzen anfing, doch er wurde nicht langsamer. Doch dann passierte es, Reiko stürzte. Sein Bein brachte ihn zu Fall. Er fiepte laut auf und sank zu Boden. So laut er nur Konnte Bellte und heulte er Edana warnend nach, doch er sah sie bereits nicht mehr. Verzweifelt schloss Reiko seine Augen.


Edana
Edana nahm Reikos Heulen nicht wahr, sie lief einfach immer weiter - stolperte vorwärts, versuchte ihren rechten Hinterlauf kaum zu belasten, der sie trotzdem entscheidend bremste. Das Einzige was zählte, war Tokala zu finden, sie zu erreichen - mit ihr zu suchen. Denn dass sie Tokala von ihrem Vorhaben nicht abhalten konnte, das wusste sie längst - aber sie wollte immerhin ihr Schicksal teilen, sich gegenseitig zu stützen.
Edana merkte nicht, wie trocken ihre Kehle inzwischen war, wir aussichtslos ihr Kampf mit sich selbst war. Sie war zu sehr geschwächt, um dies durchzuhalten, doch ihr innerer Drang war stärker als die Vernunft.
Anfangs hatte sie Reiko kurz vernommen, hatte seine Nähe gespürt - doch sie beschleunigte nur ihr Tempo, er sollte sie nicht finden, nicht aufhalten, sollte ihr ihre Freiheit lassen. Genau das war es...ihre Freiheit. Sie konnte es sich nicht erklären, sie hatte Reiko die letzte zeit so selten gesehen...und doch fühlte sie sich eingeengt und unverstanden - eine schier unüberwindbare Kluft tat sich zwischen ihnen auf.
Edana kauchte, ihre Augen brannten, ihre Läufe versagten...sie rappelte sich wieder auf, schleppte sich weiter vorwärts - bis ihr endgültig schwarz vor Augen wurde...sie fühlte sich leicht...so leicht...


Reiko
Reiko keuchte, öffnete seine Augen. In seinem Kopf wirbelten die gedanken umher. Er wollte Edana aufhalten, doch er wusste, dass er dies nicht konnte. Mit einem Ruck versuchte er aufzustehen. Ein heftig, stechender schmerz liess ihn wieder hinuntersinken. Sein rechter Hinterlauf war gebrochen. Der Braune winselte leise in sich hinein. Er musste einfach aufstehen, doch bei aller Kraft und stärke war Reiko nicht fähig, aufzustehen. Ein letzter Versuch wagte Reiko nicht. Es war nicht möglich. Vor Reiko's Augen erschien Edana, wie sie vor ihm, noch vor so kurzer zeit stand. Sie war verändert und Reiko hatte zu wenig Zeit, sie zu verstehen. Edana bedeutete Reiko so viel-und jetzt fühlte er sich gleichgültig und nicht mehr wichtig für Edana.
Plötzlich, wie von selbst öffnete sich reikos Mund und er begann zu heulen. Sein Lied erstreckte sich über den Wald, es war ein Lied der Liebe und der Trauer. Die Luft um Reiko füllte sich mit rauch. das feuer konnte nicht mehr weit sein.
Reiko's heulen verstummte. Reiko's Körper erschlaffte und es wurde ihm schwarz vor seinen Augen. Ihm war schwindelig,alles drehte sich im traurigen Schwarz, immer schneller und schneller, bis alles dunkel wurde, nichts spürte, nichts fühlte Reiko.


Yanàco
Die Weiße hatte ihren Weg leicht hinkend fortgesetzt und traf bald darauf wieder auf Yuki und die anderen. Ihr Blick glitt über die Umgebung vor ihnen und sie atmete erleichtert auf. Zwar schmerzte sie der Splitter in ihrer Pfote ungemein, doch lies sie sich nichts weiter davon anmerken, als ein leichtes zusammenzucken, als sie ihre Pfoten auf den Fels setzte.
Dann huschte ihr Blick über den Strand, den sie sehen konnte und abschätzend über die Felsen. Doch schienen sie, nach dem Durchgestandenem, kein großes Problem mehr darzustellen. Ihr Blick richtete sich wieder auf die Versammelten:

~Hinunter...los!...~

Mit diesen Worten wandte sie sich ihrer Schwester zu und lächelte beruhigend, als sie ihren Blick bemerkte. Ein sachtes Lächeln voller Dankbarkeit schlich sich auf ihre Lefzen. Ihre Schwester war hier...ein Großteil des Rudels auch und die anderen würden bestimmt auch bald kommen...man durfte sich nur nichts schlimmes ausmalen, dann würde bestimmt alles gut ausgehen. Immerhin hatten sie es bis hier her geschafft...der Rest sollte ein Klacks sein. Zwar bebten ihre Flanken, von dem langen, hektischem und unerwartetem Lauf, doch war ihr nur zu gut bewusst, dass je schneller sie sich in Sicherhet befanden, desto schneller sie sich ausruhen konnten...sie alle...

~Keine Sorge...es geht schon, es muss...~

Dann stupste sie die Wölfin sacht an und verharrte einen Moment irritiert, als sie das Heulen Tokalas vernahm. Gut.,..entweder das war ein gutes, oder ein schlechtes Zeichen, doch sie hoffte auf letzteres.
Da sie sich nun so ziemlich in Sicherheit befand nickte sie den anderen zu, vor zu gehen und wandte den Kopf zurück, ehe sie den Fang hob und ein ermutigendes Heulen zurück schickte, dass über dem brennendem Wald verklang. Es war ein heulen der Hoffnung., dass sie bald alle wieder zusammentreffen würden...


Noir
Noir wedelte, sie freute sich, er würde da sein, ihr Papi, sie sah Yanaco an, lief ihr langsam hinterher, tänzelte vervös, wollte nicht unhöflich sein, die Wölfin nicht überholen, sie nickte, dan ging sie einen Schritt vor, wich aber gleich wieder zurück.

"Ja gehen wir!"

Als sie das Heulen hörte stimmte sie in Yanacos ein, doch plötzlich drang ein anderes Heulen in ihr Ohr, Reiko. Sie fuhr herum, er war nicht mehr da, genau so wenig wie Edana. Sie sah zu der Weißen:

"Was war das?"

Kayuna war aufgeregt als er das Meer erblickte, es glänzte in seiner vollen Pracht und es war als würde das glizern ihn rufen, er dachte an Edea, sie war da irgendwo, unten am Strand, er musste warten. Alles in ihm schrie nach der Fähe.

.o0(Edea, Edea..!)

Er schüttelte den Kopf, er musste warten. Doch plötzlich verlor er jegliche vernunft, als hätte man bei ihm einen Schalter umgelegt, plötzlich preschte er einfach los, an Yanco vorbei, geschickt sprang er von Felsen zu Felsen. Als er am Strand angekommen war sah er sich um, wo war die Fähe, nicht da? Sein wedeln wurde schwächer bis es schliesslich ganz zum stilstand kam, er wandte seinen Kopf in alle Richtungen, die Fähe war nicht da, wo dann? Im Feuer? Gefangen, zwischen Flamen und dem Tod? Alleine, ohne jemanden er bei ihr da, oder war jemand bei ihr, aber doch soweit weg? Kayuna wimmerte, dass konnte nicht sein, die Fähe musste irgendwo sein, er hob die eine Pfote, lies sie aber wieder auf den Boden Fallen, sein Körper folgte dieser. Er lag am Bodne reglos. Es war alles zu viel, Lioku war nicht mehr da, Nyana war nicht mehr da, Edea war nicht mehr da. Niemand, er war allein, alle die er liebte hatten ihn verlassen. Alle waren sie weg. Er sah zum Meer, dann drehte er seine Ohren zu den Anderen. Lügner, Lügner, schoss es ihm durch den Kopf, sie hatten gesagt sie wäre hier wenn sie kommen würde.

"Lügner!"

, es war fast als würde er die Worte heraus spucken, würgen, nicht aussprechen wollen. Er sah immer noch aufs mehr, er war auch ein Lügner, hatte sein Versprechen gbrochen das er immer auf Edea aufpassen würde. Er winselte.


Edea
Edea trabte monoton und halb blind hinter ihrem vater und neben ihrem Bruder dahin. Sie dachte an Kayuna, an die Tatsache, dass er sie hassen könnte und sie spürte, wie die Gedanken ihr Herz zerfraßen. Sie wünschte sich doch nur Liebe ... Liebe, die ihr gegeben wurde und doch war sie nun alleine im Feuer. Sicherlich, Syracus und Siran waren bei ihr, aber was waren die beiden schon? Seit dem ihr Vater stumm war und ihr gezeigt hatte, dass er sie hasste wusste sie nicht mehr, ob sie sich einsamer alleine oder einsamer neben ihm, ihn einsam liebend, fühlte. Und Siran ... ihr geliebter Bruder, ihr Bruder, der doch sein Versprechen gebrochen hatte und sie nun auch hasste? Sie spürte seinen Blick, doch wusste nicht, was er zu bedeuten hatte. Lachte er gerade innerlich über sie? Über ihre winzige Gestalt, ihren gesenkten Kopf, ihre traurigen, einsamen Augen? Edea schluckte und starrte ins Feuer ... wollte an Kayuna denken.


Talahan
Talahans Schritte waren ungleichmäßig und stolpernd, er floh, aber nicht nur vor dem Feuer, dass ihm im Nacken saß und seine Angst beflügelte, nein, er floh auch vor Black Pearl, vor Lakota, vor der Erinnerung und vor dem Schmerz, der sich wie ein Geschwür in seinem Herzen angesiedelt hatte und immer größer wuchs. Wieder stolperte er, das Bild Black Pearls tauchte auf, dann Lakota, die gebrochenen Augen auf ihn gerichtet, er schwankte. Keuchend hielt er inne, blickte isch umher, dem Feuer war er entkommen, kein Wind bließ und ließ es schnell von Wipfel zu Wipfel springen ... nein, es würde nicht weiter wachsen, diese Gefahr war nicht merh bedeutend für ihn, nur noch die viel größere, die Gefahr, die nicht nur eine Gefahr war, sondern auch sein Urteil, lastete schwer über ihm, wie ein Gewitter. Er versuchte die Bilder zu verdrängen, daran zu denken, wie er sich selbst einmal vergessen hatte un es wahrhaft geschafft hatte zu fliehen ... aber war das nicht auch nur aus Eigennutz? Oder hätte er Pearl neben Lakota ... Er schluckte, lief wieder los, diesmal etwas ruhiger, jedoch noch immer unregelmäßig, die Bilder wollten nicht verschwinden. .oO(Elender Egoist ...) Immer wieder konnte er nur diese Worte wiederholen, aber er wusste, warum er hier war, warum er überhaupt erst auf die aberwitzige Idee gekommen war in dieses Revier zu gehen ... ja, ein Revier und zwangsläufig damit ein Rudel .. ein Rudel. Sein herz sehnte sich so nach Wölfen, doch gleichzeitig kam immer wieder nur dieses Wort in den Kopf ... Egoist ... Noch während er wieder Lakota vor Augen sah, tauchte überraschend ein anderer Wolf in seinem Blickfeld auf. Sofort stoppte er, doch er spürte auch diese Sehnsucht ... das Rudel war also noch nicht ganz vor dem Feuer geflohen, vielleicht konnte er sich dann anschließen ... .oO(Egoist! Lauf! Lauf weg! ...) Seine Gedanken schwiegen kurz. .oO(Aber dann halte sdich wenigstens an deine Regeln ...) Er grinste, doch schon bald verging es ihm wieder, es gab nichts zu grinsen, überhaupt nichts. Schuldbewusst senkte er den Kopf. Dann besann er sich auf den Wolf, der vor ihm lag, langsam trat er näher und erkannte eine schöne Fähe, sofort sah er Black Pearl vor sich und zuckte zurück. .oO(Rede nicht viel, halte dich an die Regeln ... aber hlf ihr, sonst könnte sie das Feuer erreichen.) Er trat näher, stupste die Fähe in die Seite, lauschte kurz, überzeugte sich von einem gleichmäßigen Herzschlag und setzte sich dann langsam. Er wusste nicht, was er tun sollte, immer wieder stiegen die Bilder Lakotas auf, alles vermischte sich zu einer grausamen ballade des Todes, die um ihn herum tanzte. Er schluckte, keuchte kurz und ließ seinen Blick wieder klar werden. Er musste der Fähe helfen ...

"Kannst du mich hören? Wach auf, wach auf, das Feuer kommt."

Er kam sich seltsam vor, so lange hatte er nichts mehr gesprochen und gleichzeitig jetzt, so nahe am Feuer und in so verzweifelter Situation. Er spürte schon wieder ein Schwanken, ein neues Bild, doch mit einem erneuten stupser gegen die Fähe wehrte er es ab.


Cyrion
Der schwaze Rüde trottet schwiegend voran, nur hin und wieder ein Blick nach hinten zu seinen Welpen. Er wirkte eisern und hart, und im Grunde genommen waren das auch im MOment seine Gedanken. Er wollte zum Rudel kommen, er hoffte das alle noch da waren und sie keinen zurück gelassen hatten. Schnellen Schrittes näherte er sich dem Ozean, er konnte es riechen und bald,m da war er auch schon in Sicht. Er blib stehen und sah sich nach dem Rudel um.
Erst als er die Wlfe entdeckte, die am Starnd wateten, ging er langsam, bedacht auf sie zu, seine ute wackelte nur leicht hin und her, mehr als Ausdruck der Begrüßung...


Akelei
Akelei begann ebenfalls den Abstieg zum Strand hinunter. Sie beobachtete Kayuna, sie wollte ihn trösten und zu ihm hinüber gehen, als ihr Blick auf Syracus fiel, welcher mit seinen Welpen gerade zum Rudel stieß. Ein schwarzer und ein weißer, einer davon war Siran, dessen Namen sie bereits kannte und die schwarze Jungwölfin müsste, wenn sie sich nicht ganz irrte, Edea sein. Eine kleine Fähe die sie noch nicht kennen gelernt hatte.

"Kayuna, ist das nicht deine Wölfin?"

Fragte sie lächelnd, letztendlich war ihre Nase für ihr Wissen entscheidend. Sie sah abwartend zu den anderen und hielt den Blick zum Himmel, an welchem der Rauch des Feuers aufstieg.


Noir
Noir sah Kayuna hinterher, sie folgte Akelei, sah wie Kayuna litt und rutschte langsam hinunter, sie sah sich um, sie waren die Erstem, Lioku war noch nicht da, unsicher wandte sie sich zu Yanaco, er musste Tokala holen, doch er würde kommen, niemals würde er sein Rudel im Stich lassen, sie sah zu Akelei und Kayuna, merkte nicht wie Syracus mit den Anderen kam, erst nach einiger Zeit registrierte sie die Wölfe, stand wieder uaf und wedelte, sie lief auf den Berater zu und neigte den Kopf leicht womit sie zeigen wollte das sie ihm unterwürfig war, dann meinte sie mit leiser Stimme:

"Äjhm..Syracus, hast du vielleicht Lioku gesehen?"

Sie senkte ihren Blick, enttäuscht das sie einen Anderen fragte und nicht einfach auf ihren Vater vertraute, aber so war sie nunmal, hasste die Ungewissheit.


Edana
Tokala sprang verspielt davon, drehte sich kurz um - wärenddessen entging ihr der kleine Stein vor ihrer rechten Vorderpfote. Edana sah nur noch ein wuscheliges Wollknäuel zu Boden stürzen und den Abhang hinunterkullern. Mit freudigem Gebell sprang sie ihrer Schwester hinterher, rollte ebenfalls hinunter, versuchte sie einzuholen, was ihr nicht gelang, da sie um einiges schwerfälliger als Tokala war. Völlig außer Atem aber unerschöpflich wartete diese unten auf sie, um sich zugleich mit einem gespielten Knurren auf sie zu stürzen.
Irgendwann hielten die beiden dann vor Erschöpfung inne, keuchend lagen sie nebeneinander und betrachteten die langsam aufkommende Dämmerung. Sie merkten es nicht, als ihre Eltern herbeikamen und sie zurück in die schützende Höhle trugen, sie waren schon längst eingeschlafen.
Edana zuckte im Schlaf der Erschöpfung, ihre Sinne rieten ihr schleunigst aufzustehen und sich in Sicherheit zu bringen, aber sie war so müde...es war so angenehm, einfach nur zu liegen, zu schweben im Rauch, der sich immer mehr verdichtete und ihre Sinne mehr und mehr schwinden ließ...
Sie hätte schwören können, die Schnauze Reikos, der ihr im Traum entgegen lief, zu spüren...sein Fell schimmerte so golden, weich, wie zum Versinken... Würde er sie doch nicht immer wieder anstupsen....oO(leg dich zu mir, wärme mich...aber lass mich schlafen, lass mich versinken im Licht - im warmen Farbenspiel von Rottönen...) Warum hörte er nicht auf? Es tat fast schon weh, er stieß regelrecht mit seiner Schnauze...er raunte etwas - was sagte er? Er war so leise... Aber - Halt - dies war nicht seine Stime, nicht dieser besondere Klang...
Edana reckte sich leicht, ihre Muskeln taten weh, ihr Kopf war so schwer, dass sie sofort wieder niedersank, ihre Augen schloss, die durch den beißenden Rauch und die Hitze brannten. Sie öffnete leicht ihr Maul, brachte aber nur ein klägliches Röcheln aus ihrer ausgetrockneten Kehle zustande.
Was sagte ihr diese fremde Stimme, die die Gestalt Reikos trug - sprach sie von Feuer? Nochmals versuchte Edana sich langsam aufzurichten und streifte geradewegs den Blick des Fremden.


Cyrion
Der schwaze Rüde sah zu Noir, als sie unten am Strand waren, und schüttelte den Kopf. Nein, Lioku hatte er nicht gesehen, er wandt den Kopf nach hinter sich, als wolte er sich nach ihm umsehen. Doch er sah ihn nicht. Dann aber lächelte er leicht und stuppste ihr aufmunternd gegen die Schnauze. Er hoffte, das Noir die GEste verstehen würde. Er wollte sie aufmuntern, er hätte ihr jetzt gesagt das Lioku auf sich aufpassen konnte und das ihm nichts passieren würde.. So aber belies er es bei der Gestie, ehe er sich mit den Welpen im Schlepptau zum Rudel aufmachte...


Yanàco
Die Weiße wandte sich Noir zu und nickte bei ihrer Frage sacht...Anscheinend war es wirklich Reiko...doch wollte sie keine falschen Hoffnungen machen.

~Wir werden sehen...~


Mit jenen Worten lies sie die anderen vorüberlaufen und ihr Blick wanderte aufmerksam über die Wölfe, die sich unter ihr am Strand befanden. Da waren Kayuna und Akalei, Noir und Syracus mit seinen beiden Jungen Edea und Siran. Das ergab mit ihr zusammen sieben...sieben Wölfe von einem einstigem Riesenrudel...doch die anderen würden kommen...mussten kommen... Fast flehend wandte die Weiße ihren Blick wieder dem Wald zu, schien nahe daran umzukehren und nach den anderen zu suchen.
Dark und Tokala...Kyro und Sharon,...Edana und Reiko...Saphir und Katan, Yuki und Attaché...Chihiro und Kamui...Sakura und...Lioku... All jene Namen gingen ihr durch den Kopf und sie tat einen Schritt in Richtung Wald, verharrte jedoch und hob die verletzte Pfote leicht an. Ihr ganzer Körper schmerzte sie, doch schien ihr der Begriff Schmerz in jenem Augenblick so weit entfernt...es war Furcht, die sie vernahm...Furcht das jene Namen nur Erinnerungen bleiben würden... Wie um jene Gedanken zu vertreiben hob sie abermals den Fang und als ihre Heulen diesmal ihre Kehle verließ war es erfüllt von Hoffnung. Bald schon...bald schon würden sie aufeinandertreffen..


Lioku
Lioku folgte mit Cyrion gemeinsam der Fährte von Tokala, das Feuer kam näher, der Regen wurde stärker. Es zischte und loderte und der Wind schien die Flammen immer wieder neu anzufachen. Der Alpha hörte das Heulen seines Beraters und das von Yanàco. Saphirs Ruf führte ihn direkt zu der Gruppe, welche sich nahe der Flammen aufhielt. Der Alpha nickte allen zu, besah sich jeden einzelnen prüfend, ob auch alles in Ordnung war, dann fiel sein Blick auf den Neuen, für welchen er im Augenblick keine Zeit hatte. Er wartete geduldig, bis sich alle in Bewegung setzten, dann würde er die Gruppe zum Meer führen, wo sie in Sicherheit waren.

Cyrion
Cyrion folgte dem Alpha und hielt sich in seiner Nähe auf.


Akelei
Akelei trat neben ihre Schwester und schleckte ihr über den Fang. Sie schenkte ihr ein sanftes Lächeln und stupste sie aufmunternd an.

"Hörst du, es geht ihnen gut, sie werden kommen."

Sie deutete damit auf das Heulen von Saphir hin, welches ihre Ohren erreicht hatte. Sie ließ den Blick schweifen und vermisste ihren Gefährten unter den Wölfen, sie wusste aber, dass er nicht in Gefahr war. Wo er wohl hingegangen war? Die Wölfin legte den Kopf schief und blieb bei ihrer Schwester.


Kyro
Kyro verfügte nicht annähernd über soviel Kraft, sich auf den Beinen zu halten, wie nötig gewesen wäre. Er fiel um, als Tokala ihn ansprang und brachte kaum die Kraft auf, sich wieder aufzurichten. Es hinderte ihn nicht daran, seiner Gefährtin über die Schnauze zu schlecken, überglücklich das sie bei ihm war, aber dennoch musste er sich nun wieder auf die Pfoten kämpfen. Er warf einen Blick zu Saphir und Lioku, die alle hier waren, weil er nicht rechzeitig beim Meer war. Er stupste seine Gefährtin an und lief zu Saphir hinüber, dort auf Tokala wartend, so das es weiter gehen konnte.


Saphir
Saphir warf einen Blick zu Lioku und seinem Bruder, dann übernahm er die Führung, solange der Alpha noch wartete. Da Kyro gerade zu ihm gelaufen kam, setzte er sich augenblicklich in Bewegung. Seine Pfoten trugen in schnell vom Feuer weg, aber nicht so schnell, wie sie ihn zu Tokala getragen hatten. Er achtete auf Kyro, der scheinbar verletzt war, doch der Schwarze stellte keine Fragen, lief einfach nur zum Meer. Er wartete außerdem darauf, das Lioku die Führung übernahm, schließlich war Saphir nicht der richtige für den Wolf ganz vorne.


Siran
Siran hielt nichts mehr, als er Yuki am Strand erblickte. Er sprang die Klippen hinunter und schleckte ihr überschwinglich über die Schnauze, ausgelassen wie er nur war, wenn er sich über ein Wiedersehen mit Yuki freute.

"Ich bin so froh das es dir gut geht, verzeih mir, das ich einfach davon gelaufen bin!"

Er drückte sich an sie und setzte sich dann, um wieder zur Ruhe zu kommen. Sein Blick streifte kurz umher, nahm nur ein paar Sekunden das Meer war, dann hatte er nur noch Augen für seine Gefährtin.


Kayuna
Kayuna war versunken in der Dunkelheit, seine Augen waren starr nach vorne gerrichtet und er zuckte leicht, alles um ihn herum drehte sich und verschwand langsam, er war wieder im Tal, in seinem Zuhause, im Revier seines Vaters. Er zuckte wieder, sprang mit Edea durchs Wasser, es fing an zu Regnen und bald schossen auch Blitze vom Himmel, ein Baum fing Feuer, er schrie das man gehen musste, doch man hörte nicht auf ihn, sie blieben einfach am Wasser, er rannte weg und lies sie zurück alle die die er liebte, wieder zuckte er, doch er wollte nicht zurück, konnte nicht, die Panik jagte ihn, die Angst verfolgte den Rüden. Immer wieder zuckten seine Läufe und er lief einfach weiter, wusste nicht wohin. Irgendwann war er am Meer und wieder war niemand da, wieder war er alleine.
Kayuna zuckte regelmäsig und winselte, Angst stand in seinen Augen die er geöffnet hatte, er sah immer noch starr gerade aus, merkte nicht das Edea nun da war, war in seiner eigenen Welt.


Lioku
Lioku übernahm die Führung bald darauf und führte die Wölfe zum Meer, wo sie endlich in Sicherheit waren. Liokus Blick flog über jeden Einzelnen, er versuchte fest zu stellen, wer seines Rudels noch fehlte. Viele waren inzwischen da, doch es waren nicht alle, das erkannte er gleich. Unruhig sah er zum Feuer, doch der Regen wurde immer stärker und der Alpha setzte alle Hoffnung in das rettende Wasser.


Shita
Während das Rudel am Meer auf die Fehlenden wartete, tauchte ein Schatten oberhalt der Klippen auf. Er stieg die Felsen hinab und wirkte mechanisch und schien nicht zurealiesieren, wohin er lief. Im Schein der Blitze, die die Nacht erhellten, konnten die Wölfe des Rudels Shita erkennen, die Schneeleopardin, die ihnen seid einer ganzen Weile schon eine treue Freundin war. Im Maul trug sie zwei ihrer Jungen, zwei von vier, denn die Mutter hatte nicht alle retten können. Sie hatte sie anfangs abwechselnd getragen, immer eines weiter weg gebracht und war dann zurück gelaufen, um die anderen ebenfalls zu holen. Die Flammen folgten ihr zuschnell und so hatte sie sich entscheiden müssen, entweder sie würde mit ihren vier Jungen sterben, oder sie würde sich entscheiden müssen, welche sie rettete. Sie ließ die kleinen Leoparden ihr folgen und schließlich waren es die stärkeren, welche eine Weile mit ihrer Mutter mithalten konnten. Sie waren aber nicht schnell genug, um dem Feuer zu entkommen...

Noch bis in den Morgenstunden dämpfte das Feuer gegen den Regen an und breitete sich auf, sogut es ging, mit dem aufgehen der Sonne wurde sichtbar, was es angerichtet hatte.




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Kyro, Lijenna, Joshua



09.07.2010 20:47
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Mingan



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Plot 22:Das trockene Gewitter: 12.08.2005-?
Tokala: 34
Restor: 28
Yanàco: 15
Cyrion: 14
Lioku: 13
Noir: 11
Akelei: 8
Kayuna: 8
Kyro: 7
Siran: 6
Reiko: 6
Saphir: 6
Yuki: 6
Edea: 5
Darkjania: 5
Attaché: 4
Sharon: 3
Kamui: 3
Edana: 3
Akira: 2
Shiriki: 1
Katan: 1
Sakura: 1
Faramir: 1
Talahan: 1
Shita: 1
Chirio: 1
Nephyts: 1

Gesamt: 171




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Beitrag gepostet:
15.03.2012
14:07
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