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Lunar
Luciano Nacho






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Die Macht der Sonne - 1. Forum
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Die Macht der Sonne




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Kyro, Lijenna, Joshua



09.07.2010 19:51
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Lunar
Luciano Nacho






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Die Macht der Sonne (Sommer) - 17.06.2005-29.07.2005
Inplaydatum: 21.07.2005



Vier Wochen sind vergangen, seit dem großen Kampf um das Tal der Freiheit. Es war Hochsommer und die Temperaturen waren überaus unangenehm. Es war gerade mal 3 Stunden her, seit sich die Sonne über den Bergen erhoben hatte und schon konnte man es nur noch im Schatten aushalten.


Lioku lag unter einem Baum im Schatten und beobachtete hechelnd was sich am Rudelplatz tat. Er hatte viel nachgedacht, über alles was geschehen war, wie knapp sie alle dem Tod entkommen waren. Seine Wunden heilten gut ab und er war relativ zufrieden. Ein bisschen verschwiegen, war er in letzter Zeit gewesen, er genoss es, seinen Welpen zuzusehen, wie sie ihr Leben genossen.


Chihiro döste im Schatten einer kleinen Baumgruppe. Er lag neben Sakura und genoss die träge Zweisamkeit im kühlen Schatten. Schläfrig blinzelte er zu ihr rüber, hoffte sie würde seinen Blick nicht bemerken.


Sora lag mit offen Augen auf dem Boden. Die Sonne wärmte ihr Fell und sie seufzte wohlig. Entspannt setzte sie sich auf. In letzter Zeit hatte sie oft über den Kampf nachgedacht, obwohl sie eigentlich alles hatte verdrängen wollen. Gott sei dank hatte keiner lebensgefährliche Wunden abbekommen und so lief das Rudelleben nur wenig anders weiter als vor dem großen Kampf. Klar, alle waren etwas ernster geworden, doch Sora hatte das Gefühl, dass keiner wirklich gestört war. Schläfrig gähnte sie und streckte und reckte sich. Dann sah sie sich um.


Nur wiederwillig hatte sie sich aus dem inneren der Höhle geschleppt, als die Sonne auch hier zu weit eingefallen war. Langsam, von der Hitze gelähmt und aller Kraft beraubt, trottete sie über den Rudelplatz, und fragte sich immer wieder, wieso sie sich überhaupt aus dem Schatten bewegt hatte. Die Antwort war einfach - sie wollte zum See, vielleicht war er an einigen Stellen beschattet... Damit wäre es im Wasser vermutlich sehr angenehm - anderenfalls würde es die Sonne nur noch verstärken, und ihr Fell entflammen, dachte sie. Doppelt gestraft von ihrem schwarzen Fell, schleppte sie sich weiter bis zu ein paar Bäumen, und in ihren spärlichen Schatten folgte sie dem Pfad zum See, und sah sich so suchend wie hoffend um... Doch ihre Hoffnungen wollten sich nicht erfüllen, und so wand sie sich ab und schritt mit quälender Langsamkeit zurück in den Schatten, hielt einige Momente hechelnd inne, und stapfte durch den Wald zurück, wo die Bäume dichter und so Lichtundurchlässiger waren...


Syracus lag hechelnd unter einem Baum. eigentlich sah er nicht so aus, als würde er noch leben, davon abgesehen, dass sein Brustkorb sich hebte und senkte. durch das tiefschwarze Fell war es noch viel heißer als so und die Wunde an der Schulter klaffte noch, sie war verkrustet und würde eine weitere, total unübersehbare Narbe hinterlassen... da freuen wir uns alle wieder.

Sein Blick war müde auf den Rudelplatz gerichtet, er lag etwas abseits davon, so hatte er alles soweit im Blick. Nur konnte er nicht recht sich konzentrieren, ihm war heiß, die Wunde pochte immer wieder und ihn beschäftigte es in dieser zeit oftmals, dass er nicht mehr sprechen konnte, nur mehr mit Gestiken versuchen konnte, sich verständlich zu machen...


Akira trabte durch den Wald. Es war unerträglich warm und sie war froh, dass sie im Schatten der Bäume wenigstens nicht der Sonne ausgesetzt war. Sie hechelte und war müde, obwohl sie sich kaum Anstrengungen ausgesetzt hatte. Sie hielt die Nase in die Luft, in der Hoffung vielleicht irgendwo einen Bach aufzuspüren, der viel Wasser führte. Plötzlich sah sie etwas Schwarzes zwischen den Bäumen, es war eine ihr bekannte Wölfin.

"Darkjania! Was führt dich hierher? Treibt auch dich die Sonne in das Dunkel des Waldes?"

Sie trabte zu der Fähe hinüber und lächelte sie ermunternd an.Faramir tappte etwas benommen auf dem Rudelplatz herum. Die Sonne machte ihn schwindelig. Grummelnd taumelte er zu seinem Vater in den Schatten und legte sich auf dessen Vorderpfoten.

"Paaapaaa, mir ist so heiß! Kann man die Sonne nicht ein bisschen runterdrehen?"

Er begann leicht zu hecheln und blickte seinen Vater mitleiderregend an.

"Kann man nicht irgendwo baden?"


Eilan hatte sich ebenfalls träge im Schatten niedergelassen, dennoch hechelte sie leicht und die Luft kam ihr recht stickig vor. Die Sonne stand noch nicht hoch und Eilan vergewisserte sich mit einem kurzen Blick gen Himmel, ob sich nicht eine verirrte Wolke irgendwo zu sehen war, die ihnen wenigstens für einen Moment eine leichte Kühlung schenken konnte, doch dem war nicht so. Es hieß nun auf die Abendstunden warten, wo es erträglicher wurde und man wieder aktiv werden konnte. Dösend kniff sie die Augen zusammen und legte schweigsam den Kopf auf die Pfoten.


Kayuna tapst umher, ihm war langweilig UND dazu auch noch heiß! Er lief langsam auf Faramir zu und stimmte ihm zu:

"Ja! Die ist so heiß, ich glaub ich verbrenne!"

Er setzte ein leidendes Gesicht auf und sah zu Faramir, als er das Wort Baden hörte huschte ein strahlendes Grinsen über seine Lefzen dann meinte er fröhlich:

"Au ja, Baden ist eine gute Idee!"


Reiko lag unter einem dürren Gestrüpp und versuchte der Sonne zu entkommen. Reikos Zunge hing ihm weit zum Maul hinaus und er hechelte angestrengt. Reiko Gähnte schläfrig und legte seinen Kopf auf die heißen Pfoten und versuchte sich vorzustellen es wäre kühl. Doch es gelang ihm nicht. Die Hitze war unangenehm und Reiko suchte mit den Augen den ganzen Platz ab, um einen besseren Schattenplatz zu finden. Er hob den Kopf, als er einen dichten Busch entdeckte. Schnell stand er auf und schlenderte über den Rudelplatz zum Busch. Auf seinem Weg suchte er immer wieder links und rechts, ob Edana in der Nähe war. Doch er konnte sie nirgends sehen.

Im Busch plumpste auf den Boden und begann sich hockend zu putzen. Seine Wunden waren fast ganz verheilt. Nur die Wunde an seinem rechten Hinterbein war noch zu sehen. Doch Reiko selbst spürte nichts mehr davon. Der Rüde legte erschöpft den Kopf auf die Pfoten und fiel in einen tiefen und ruhigen Schlaf.


Faramir lächelte zu Kayuna hinüber.

"Hey, Bruder!"

Fiepte er, froh darüber, Kayuna zu sehen. Er knurrte ihn verspielt an und wandte sich dann wieder an Lioku.

"Na komm schon, Papa, nur irgendwo schwimmen gehen oder auch nur planschen. Es ist so heiß, ich halt das nicht mehr aus! alle liegen nur rum und hecheln, warum kühlen wir uns nicht ein bisschen ab? Das macht doch Spaß!"

Er grinste seinen Vater breit an und setzte ein Gesicht engelsgleichen auf.


Als eine, ihr wohlbekannte, Stimme erklang, hob sie den Kopf und sah in Akiras Augen. Ihre eh schon sehr müden Bewegungen verloren sich völlig, und ein müdes, oder besser gesagt kraftloses, Lächeln erschien auf ihren Lefzen, ihre Zunge schien demnächst den Boden zu berühren... Zwar war es hier nicht ganz so heiß, aber nicht weniger stickig... Zumindest nicht wirklich angenehm...

"Man könnte auch sagen, mein Fell tut es"

grinste sie, und lies sich zu Boden sinken.

Heute beneide ich Eilan...

seufzte sie.


Akira setzte sich auf den leider nicht mehr feuchten Waldboden. Die Hitze hatte alles aus ihm herausgezogen, sodass jeder Baum und jeder Strauch genauso zu Kämpfen hatte wie die Tiere.

"Ich glaube, jeder von uns wünscht sich den Sommerregen, den wir uns sonst immer fortwünschen!"

Sie starrte erst irgendwo in den Wald, als sei dort hinten irgendwo der Regen von dem sie gesprochen hatte, dann sah sie zu Darkjania zurück.


Chihiro gähnte ausgiebig und streckte kurz die Vorderpfoten von sich. Durch sein, inzwischen schon fast vollkommen, weißes Fell hatte er zwar nicht so zu kämpfen wie die anderen Wölfe, vor allem jene mit schwarzem Fell, aber angenehm waren ihm diese Temperaturen dennoch nicht. Er schleckte sich kurz über die Schnauze, um diese feucht zu halten, reckte erneut die Pfoten und blieb dann wieder still liegen. die Zunge seitlich aus dem Maul hängend, blickte er zu Sakura.


Syracus lag ruhig da und beobachtete stillschweigend, wie immer. Er wollte nicht aufstehen, es war viel zu heiß und die Schulterwunde pochte immer wieder unangenehm. er schaute sich um, wo wer war, der Rüde hatte gerne einen Überblick über alles... doch er wirkte müde und entkräftet, im Grunde registrierte er kaum, was um sich rum passierte, um so genauer musste er schauen, damit ihm nichts entging. Er atmete die Luft tief ein und schloss die Augen. die Sonne brannte, wenn er auf einen Stein sah, der die Sonnenstrahlenreflektierte. Überhaupt war es zu heiß, aber immer noch besser als der doofe Winter mit seinem Schnee, den gegen die Sonne konnte man sich im Schatten schützen, der Schatten, das Element des
Schwarzen...


Kayuna grinste zurück und meinte grinsend:

"Auch hallo!"

Dann sah er zu seinem Vater und meinte:

"Eine große Pfütze reicht auch!"

Seine Augen glänzten er freute sich so das seinem Papi nichts passiert war, dass er ihn gleich wieder voll einspannen und nerven musste. Seine Rute peitschte umher, er zwickte Faramir spielerisch ins Ohr und grinste dann frech.


Lächelnd und hechelnd lag sie neben Chihiro, nicht so eng als dass sie sich durch ihre Körperwärme noch gegenseitig erhitzt hätten, aber doch nah genug um einen gewissen Zusammenhang zwischen ihnen zu erkennen. Sie hatte Vorder- und Hinterläufe von sich gestreckt, und lag so auf Bauch und Brust, was sie ungemein länger machte. Ruhig striff ihre Rute durch die Luft, der kläglich gescheiterte Versuch einen Windstoß zu erzeugen, und wieder etwas gelernt. Doch eigentlich hatte sie an der Temperatur wenig auszusetzen, nun, man konnte nichts tun außer in der Sonne liegen, aber sie war recht zufrieden damit. Zumindest solange Chihiro neben ihr lag, gab es doch keinen Grund sich zu beschweren. Ein grausiges Grinsen huschte über ihre jungen Lefzen, als sie ihre Blicke, scheinbar ziellos, schweifen lies, und für einen winzigen Moment auf Syracus richtete. Oh wie musste er leiden in seinem schwarzen Pelz, und die Genugtuung die er ihr damit verschaffte war zu hoch als dass man es noch als Folge eines gewöhnlichen Streits ansehen konnte... Sofort verwischte sich diese Mimik wieder in einem seligen Lächeln, nämlich als ihre Augen auf die Chihiros trafen. Niemand sollte es erfahren, und er am allerwenigsten, was sie für düstere Gedanken über Syracus hatte...und selbst ihr Vater hatte sie nicht verscheuchen können, nein, es lebte in ihr weiter, im Schatten ihrer Seele, in ihrem geheimsten Inneren, da wusste sie, wer eines Tages über Syracus leben walten würde. Und Waka würde es nicht sein...


Katan lag am Rande des Rudelplatzes, die Vorderpfoten übereinander geschlagen. Es war unerträglich heiß, er fühlte sich leer und schwach, all seine übliche Lebensfreude, sein Elan und seine Energie waren dahin, er war nur noch müde. Er schloss die Augen, versuchte zu schlafen, doch die brennende Sonne, deren Anwesenheit selbst im Schatten zu spüren war, hielt ihn wach. Links von ihm fielen Worte über Baden, Planschen, wasser, Pfütze, Bach... Und er sah hinüber zu Lioku, Kayuna und Faramir. Wie angenehm wäre jetzt ein erfrischendes Bad, das alte Lebensgeister erweckt.


Lioku sah zu seinen Söhnen.

"Ihr wisst doch, das am See noch überall das Blut vom Kampf zu sehen ist, es muss erst wieder regnen."

Meinte er ruhig und sah zum Himmel.

"In den nächsten Tagen, werden wir mal zum Anfang des Flusses gehen."

Sein Blick glitt über den Rudelplatz, ruhig, doch bald musste wieder Beute geschlagen werden, was schwer war, da die meisten sich noch nicht vollständig von den Wunden erholt hatten.


Siran streifte durch den Wald, er war auf der Suche nach einem ganz bestimmten Wolf, er war sicher dass dieser sich nicht allzu weit entfernt hatte. Ruhigen Schrittes machte sich der junge Rüde auf den Weg zu den Reviergrenzen, wo er sich mehr Glück versprach. Um den See und den Kampfplatz hatte er einen großen Bogen gemacht, auch wenn er, um herauszufinden um Cyrion dort war, kurz von einer Anhöhe stand und den See überblickte. Sehr bald hatte ihn seine Suche weiter geführt und er genoss es, das Revier auf eigene Faust zu durchqueren. Bald war er entgültig aus dem Welpenalter raus und dann würde man auch an seinem Körper sehen, dass er Erwachsen war.


Saphir lag wachsam neben Tokala und begutachtete das Rudel nachdenklich. Er war besorgt wegen der zahlreichen Verletzungen seiner Freundin, also ließ er sie nicht mehr aus den Augen. Seine Gedanken kreisten meist um den Kampf, seine Vergangenheit und seine Zukunft. Er nahm es hin, dass er sich inzwischen mehr Gedanken machte, über alles in dieser Welt, als er es vor einem halben Jahr noch getan hatte.

"Hast du Hunger? Brauchst du irgendetwas?"

Ohne Tokala anzusehen, hatte er die Stimme erhoben.


Tokala schlief, unruhig zuckte ihre Schnauze, die Schmerzen, die sie im Schlafe nicht spürte, verfolgten sie in ihren Träumen, fraßen ihr Inneres, zogen sie auf das dunkle Tor zu, das Tor des Todes. Sie wollte sich bewegen, doch es war unmöglich, etwas hielt sie fest, ließ sie nicht aus den Fängen des Todes entkommen. Erst als eine Stimme erklang verschwamm das grausame Bild, ließ die Schmerzen vergehen und doch neue entstehen, vor Schmerzen an der Kehle konnte sie kaum atmen. Als sie die Augen öffnete erkannte sie Saphir neben sich, dankbar lächelte sie.

"Nein, nur ... die Schmerzen sollen vergehen."

Ein schwaches Lächeln, dann legte sie ihren Kopf wieder auf die warme Erde und starrte nach vorne in den Wald.


Edea lag alleine und zusammengekauert im Wald. Alles hatte sich verändert, das Rudel hasste sie, niemand redete mit ihr. Wieso lebte sie überhaupt denn noch? Auch Syracus missachtete sie ... Syracus! Ihr Vater! Syracus ... ihr Leben. Nur Kayuna hätte sie wohl trösten können, doch auch er war fort, irgendwo, Edea wollte es nicht wissen. Der Wind, der in den Blättern spielte kam ihr vor wie grausames Lachen, das leise Plätschern des Bachen, der immer wieder gegen Steine schwappte, kam ihr vor wie höhnisches Gespött. Was hielt sie hier? Wenn ihr Vater sie verließ ... und niemand mehr bei ihr war ... Noch nicht einmal Darkjania. Ihre Patentante, mit der sie sich doch so schön unterhalten konnte. Und dann war da noch diese Sakura, der Abschaum des Rudels, der sich tatsächlich einbildete einmal Alpha zu werden. Niemals, nie, nie, niemals! Edea vergrub ihre Schnauze zwischen den Pfoten und wollte nichts mehr sehen.


Nephtys hatte sich auf die Berge zurückgezogen, unruhig lag sie jetzt im Schatten eines Felsen und hatte nicht gewagt nach zu sehen, ob der Kampf vorbei war. Doch irgendwann hatte sie nach sehen müssen, viel Zeit war vergangen, selbst die Schatten hatten das Revier verlassen müssen. Vielleicht hatten sie einen lebenden Wolf zurückgelassen? Vielleicht hatte Nephtys nicht als einziges ihr Heil in der Flucht gesucht ... So begann sie schließlich mit dem Abstieg, vorsichtig und gleichzeitig schrecklich zitternd, vor Angst, dass die Schatten noch da waren. Am Fuße des Berges witterte sie in den Wind, doch er strich von ihr fort, so dass die Schatten sie wittern konnten! Ängstlich wollte sie erneut zurück rennen, doch blieb sie stehen. Es konnte nichtsein, die Schatten blieben nicht lange in Revieren, die sie erobert hatten. Vorsichtig schlich sie schließlich weiter, nervös aber entschlossen heraus zu finden, ob es nicht doch noch einen lebenden Wolf gab. Als sie auf eine Lichtung hinaus trat hörte das Zittern auf, es wurde eingenommen von einem strahlenden Lächeln. Dort lag Kyro ... der Rüde, mit dem sie gesprochen hatte und er lebte!!!! Die Schatten konnte somit nicht mehr da sein, sonst hätten sie ihn sicher bemerkt. Mit schnellen Schritten war sie bei ihm und stand lächelnd vor ihm, die Trauer, die ihn befallen haben musste, wo doch sein ganzes Rudel wohl gestorben war, konnte sie in diesem Moment nicht nachfühlen.


Kyro fletschte die Zähne und funkelte Nepthys böse an.

"Lass mich zu Frieden, nerv die anderen!"

Brummte er und machte sich wieder auf, einen Platz zu finden, an dem er ungestört war. Er hasste sich, für sein ungerechtes Verhalten der Wölfin gegenüber, doch er hasste sie noch viel mehr, weil er einen Wolf getötet hatte. Viel vom Kampf wusste er nicht mehr, doch das Sander von ihm alleine getötet wurde, das wusste er nur zu genau. Kein bisschen besser war er, als diese schwarzen Teufel, die in dieses Tal gekommen waren. Er war nun auch ein Mörder und am liebsten wäre es ihm gewesen, wenn er auch verreckt wäre!


Sora setze sich verschlafen auf, streckte sich um ihre schmerzenden Glieder zu bewegen und gähnte. Lange Zeit hatte sie sich nicht mehr viel bewegt und ihren Gedanken nachgehangen, doch das wollte sie nun ändern. Skeptisch blickte sie in den Himmel und senkte gleich wieder den Blick, da sie die Sonne blendete. Sie setze sich wieder und beschloss, sich heute doch nicht wieder viel zu bewegen, es war zu warm. .oO(Und ich bin einfach zu faul...) immer noch müde und komisch drauf sah sich Sora um. Sie merkte, dass Anderen dieses Wetter nicht gefiel, doch sie mochte die Sonne. an manchen Tagen lag sie stundenlang in der Sonne und genoß die Wärme. Dann fühlte sie sich geborgen und angenehm. Früher hatte sie die Kälte geliebt, da sie ja aus den Bergen kam, doch irgendwie hatte sich vieles verändert. Sora war glücklich, dass sie keine Wunden abbekommen hatte, sie hatte ja nicht einmal wirklich gekämpft. Mitleidig schaute sie die Wunden ihrer Rudelfreunde an und lächelte aufmunternd. Es würde schon alles wieder gut werden, davon war sie überzeugt.


Nephtys starrte verdutzt dem Rüden hinterher. Was hatte er nur? Und was meinte er mit "Die anderen"? Hatten etwa noch mehr überlebt? Was war geschehen? Wieso ließen die Schatten so viele Überlebende zurück? Schnell sprang sie Kyro nach, sicher, er wollte alleine sein, aber sie musste erfahren, wie viele überlebt hatten und ganz besonders, warum! Bald hatte sie ihn eingeholt und sah ihn verwirrt an.

"Wie hast du es geschafft zu überleben? Und, du sagtest, es gibt noch andere ... wie haben die es geschafft zu überleben?"

Ihre Stimme klang aufgeregt, konnte das wirklich sein? Viele Überlebende?


Jetzt, da die Sonne so erbarmungslos brannte, wie Attaché es nie zuvor empfunden hatte, wünschte er die Kämpfe hätten an einem anderen Ort stattgefunden - hätten überhaupt nicht stattgefunden. Der See wäre der perfekte Ort, um sich das Wetter erträglich zu machen und Spaß zu haben, sich von der Trägheit und Faulheit zu befreien, die mit der heißen Luft kam. Hechelnd lag er im dunklen Eingang der Höhle und blickte mit leicht zusammengekniffenen Augen auf den hellen Rudelplatz hinaus. Von hier aus hörte er Liokus Worte, die seinem eben gedachten Gedanken ncoh Nachdruck verliehen. Nur die Zuversicht den Fluss zu besuchen erfrischte seinen Geist bereits jetzt über den Verdruss hinaus, dass der See tabu war.


Faramir sah seinen Vater nicht gerade zufrieden an. Er hatte sich eine andere Antwort gewünscht.

"In den nächsten Tagen? Warum nicht heute?"

Faramirs eben noch aufmerksam hochstehende Ohren sanken langsam und entgeistert auf seinen Koof nieder und blieben schlapp liegen. Bittend sah er den Rüden an, dem er wörtlich genommen zu Füßen lag. Was gab es für einen Grund noch zu warten?

"Gibt es nciht bei uns auch noch mehr Gewässer außer dem See und dem Fluss? Kleinere Bäche, Quellen, Fälle?"


Schiriki lag, mit einem ruhigen, überblickenden Ausdruck in den Augen, neben Attaché im Höhleneingang, der breit genug war, damit noch andere Wölfe ein und ausgehen wollten wenn sie nur gewollt hätten. Die meisten lagen draußen im Schatten oder hatten sich in den tiefen der Höhle verkrochen. Schiriki machte die Hitze nicht viel aus, das tat sie schon damals im Lager der Wüstenwölfe in der Hogala nicht. Er warf einen Blick zu dem Rüden neben ihm, dem die Hitze wohl weniger gefiel und stand auf. Er trabte hinüber zu Sora und schleckte ihr liebevoll durch das Gesicht.

"Ich habe dich vermisst, Große!"


Chihiro wälzte sich auf den Rücken, streckte die langen Pfoten von sich und hechelte stark. Er schüttelte das, inzwischen schon auf Sommer eingestellte und dünner gewordene, weiße Fell und blieb dann still liegen. Jede Bewegung erzeugte nur zusätzliche Wärme. Aber so, regungslos auf dem Bauch im Schatten liegend, war es annehmbar, fast sogar schön.


Kyro zog die Lefzen hoch.

"Du willst wissen wie ich überlebt habe? Zum Mörder bin ich geworden, genauso wie die Schatten!!!"

Er knurrte gefährlich und lief dann wieder davon.

"Die anderen findest du am Rudelplatz und zwar ohne Ausnahme. Lächerlich das du dich vor den Schattenläufern gefürchtet hast, feige davon gelaufen sind sie, jedenfalls die überlebenden."

Mehr hatte er der Wölfin nicht zu sagen und er machte, das er weg kam. Schnelligkeit war immer noch seine Stärke und seine Spuren verwischte er im Fluss.


Sharon streunte im Revier umher und sammelte seine eigenen Erfahrungen. Endlich durfte man auch ohne Begleitung in den Wald! Auch er war nahe der Reviergrenzen unterwegs, doch er überschritt sie nicht. Er blieb im Tal und genoss die Freuden der Jungwolfzeit. Er testete seine Schnelligkeit, seine Kraft und sein Geschick. Vorerst hatte er nicht vor, zurück zu kehren, doch für jeden des Rudels, war er jederzeit zu erreichen.


Hechelnd beobachtete er das Treiben. Das Edea sich vernachlässigt fühlte, konnte er ja schwerlich riechen, hätte sie eben zu ihm kommen müssen, er konnte sich kaum bewegen und... er wollte vor allem auch garnicht.. er lag da, alles im Blick habend und sachte wedelnd. Was andere über ihn dachten oder sich über ihn wünschten, war ihm eigentlich genauso egal wie irgendwelche Mordverheissungen und ähnliches. Wenn wem was an ihm nicht passte, musste man es ihm eben sagen, sonst konnte er nichts ändern und wollte es auch nicht.

Genauso wenig störte ihn die Hitze wirklich, obgleich er schwartzefellig war. Besser als dieser eklige, weiße Schnee auf alle Fälle...


Lächelnd hörte sie Akiras Worte und rollte sich auf den Rücken, von wo sieh mit hängender Zunge zu der Fähe heraufgrinste.

"Ich wünsche ihn mir nie fort"

lachte sie,

"zumindest nicht wenn er kein Feuer fängt"

Grinsend rollte sie sich wieder auf den Bauch, und folgte dem Blick Akiras.

"Saphir ist schon die ganze Zeit bei Tokala...ich dachte Kyro sei ihr Gefährte..."

bemerkte sie eher nebenbei, es ging sie ja nicht wirklich etwas an, aber war es nicht so...?


Akira sah von dem unsichtbaren Regen den ihre Augen verfolgt hatten in die Richtung des Rudelplatzes, wo auch Saphir und Tokala lagen.

"Ich weiß es nciht, zu wenig kenne ich die hochrangige Wölfin, die sich Tokala nennt.

Sie verengte die Augen etwas, ihr Blick war starr, aber nicht verärgert. Kein einziges Gefühl spiegelte sich in ihren Augen wider.

"Auch ich bin nicht anders informiert als dass Kyro ihr Gefährte ist"

Leicht sehnsüchtig dachte sie an Saphir. Den Rüden dem sie ihr Herz geschenkt hatte, verzog aber keine Miene.

"Der Kampf betraf beide mehr als mich. Ich war kaum verwickelt. Ihre Schicksäler liegen möglicherweise zu nah aneinander um sich voneinander fern zu halten"


Lioku sah seinen Sohn ruhig an.

"Weißt du noch von dem Kampf? Er war hart und noch nicht allein Rudelmitgliedern geht es wieder gut. Deshalb warten wir noch, mein Kleiner."

Er lächelte ihn an, dann legte er nachdenklich den Kopf schief. Die Welpen streunten ein wenig zu viel umher. Siran war heute Morgen in den Büschen verschwunden, Sharon zog das herumstreunen ebenfalls vor, eigentlich fand er, das die Welpen zu jung waren, doch er wollte ihnen nicht mehr alles verbieten.


.oO(...hm?)

Fragend zog sie eine Augenbraue hoch, und musterte die Veränderung in Akiras Blick. Doch was sie eigentlich stutzig machte, war der plötzliche, verdrehte, Sprachstil der Fähe. Vielleicht...nein, vermutlich. Aber...naja, sie hatte wohl Recht, was den Kampf betraf.

Ihre Augen bekamen plötzlich einen irren Glanz, und mühsam zwang sie sich daran an etwas anderes zu denken... Dieses neue Gefühl von Mordlust...es kehrte zurück wenn sie den Kampf innerlich rekapitulierte, und so wagte sie es nicht in Gegenwart weiterer Rudelmitglieder darüber zu sinnieren. Plötzlich sah sie auf.

"Weißt du eigentlich wo Edea gerade ist?"

fragte sie plötzlich, Syracus Wunde war noch nicht verheilt, er hätte wenig Zeit für seine anhängliche Tochter, dachte Darkja.


Gähnend streckte sie die Läufe aus, und sah dann Chihiro an. Sie freute sich auf die Nacht, die zumindest ein wenig Kühlung versprach... Trotzdem sie das Wetter eigentlich mochte, wurde es doch irgendwann lästig. Vielleicht konnte man einen der Erwachsenen nerven? Grinsend erhob sie sich, und sah Chihiro mit fragend schief gelegtem Kopf an.

"Kommst du mit?"

fragte sie, und hüpfte wedelnd vor ihm herum, jedoch nicht so wild wie sonst...dazu war es viel zu heiß.


Wie angwurzeklt erstarrte Nephtys und blickte hinter Kyro her ... alle lebten ... die Schatten waren tot ... Vor Freude huelte sie inemal kurz auf, dann setzte sie mit weiten Sprüngen zum Rudelplatz. Alle Wölfe lagen dort ... und alle lebten! Wenige waren verletzt, doch schien alles gut zu sein.

"Leben!"

, rief sie einfach ins Rudel, wie konnte dieses Glück nur gekommen sein?


Chihiro sprang auf, ein schelmisches Grinsen auf den jungen Zügen. Seine Rute wedelte fröhlich.

"Immerdoch, und wer ist unser Opfer?"

Abwartend sah er sie an.


Saphir blieb ruhig neben Tokala liegen und säuberte die Stellen an denen vor wenigen Wochen noch die Wunden waren. Sie waren fast völlig verheilt, außerdem waren seine Verletzungen nicht so schlimm gewesen. Er hatte bedeutend schlimmere gehabt, schon so viele Male. Er hatte sich Ruhe gegönnt in letzter Zeit, das hatte gereicht um ihn gesunden zu lassen. Er seufzte zufrieden und legte sich auf die Seite, dabei berührte er Tokala leicht und blieb so liegen, hoffend das die unerträgliche Hitze bald vorüber sein würde. Er schloss die Augen.


Tokala hatte wieder die AUgen geschlossen, die Schmerzen stachen noch immer, doch ließen sie langsam nach, immer wenn sie aufwachte kam es ihr am Anfang vor, als würde sie innerlich verbluten, nur langsam klang jedesmal von neuem der Schmerz ab. Sie spürte, wie Saphir leicht ihre Flanke streichte, sie öffnete die Augen und blinzelte ihn an. Langsam setzte sie sich auf, erwartete eine neue Welle des Schmerzes, doch wurde verschont, leise seufzte sie. Ihr Blick lag auf Saphir, es war seltsam von ihm das Leben gerettet bekommen zu haben. Aber auch ein schönes Gefühl ...


Akira sah kurz Darkjania an, dann zog ein unsichtbarer Impuls ihren Blick zurück in die Richtung des Rudelplatzes.

"Edea? Die kleine Welpin?"

Sie sah zu Darkja und überlegte einen Moment lang.

"Ich glaube nicht, dass ich es weiß"

Sie stand auf und sah in eine andere Richtung.

"Wie geht es deinen Wunden? Sind sie gut verheilt?"


Faramir grummelte irgendwas unverständliches in sich hinein, das enttäuscht, aber nicht vorwurfsvoll klang. Er krabbtelte neben seinen Vater und vergrub leise wiefend die Schnauze in dem Pelz des Rüden. Er schloss die Augen und dachte nicht mehr an die Hitze, versuchte an kühlerer Tage zu denken, die er erlebt hatte und er dachte an Regen. Grauer Himmel und kleine, glänzende Tropfen fielen hinab und schlugen tröpfelnd auf dem Boden auf. Die Erde war immer so schön feucht nach dem Regen und es roch noch intensiver nach Wald, nach Blatt und Grün. So war es nach jedem kleinen Regenschauer gewesen.


Sora blickte Schiriki verträumt an. Sie stand auf und begrüßte ihn schwanzwedelnd. Dann trat sie näher und erwiederte seinen "Wolfskuss".

"Ich hab dich auch vermisst. Jede Sekunde, Schatz. Aber nun sind wir wieder zusammen."

Fröhlich lächelte sie ihn an und blickte inh an. Hatte er sich durch den Kampf verändert? Sie wollte nicht an den Kampf denken, sie hatte noch nicht mal gekämpft!!!!


Schiriki lächelte. Er dachte nicht an den Kampf, nur an Sora und sich, an sie beide und wünschte sich, dass sie auf ewig zusammenbleiben würden.

"Gast du Lust auf einen kleinen Spaziergang?"

Schiriki, der sonst so ruhig war, strahlte Sora geradezu an. Er freute sich so, an ihrer Seite zu sein, dass er nurnoch Augen für sie hatte. Einen kurzen Moment sah er zu Katan, er leidete unter der Hitze.


Kayuna sah abwechselnd zu seinem Vater, dann wieder zu seinem Bruder, nach einer Weile wurde es ihm zu langweilig und sein Blick suchte nach Edea. NAch dem er den ganzen Rudelplatz abgesucht hatte hob er die Schnauze und atmete tief ein, immer wieder wiederholte er den Vorgang, bis er Edea riechen konnte. Mit schnellen Schritten lief er durch den Wald, seine Nase war zum Boden gerichtet, sein Blick nach unten. Plötzlich stieß er unsanft gegen einen Busch, erschrocken sprang er zurück, da war Edea, jedoch zitterte sie.

"Edea? Alles in Ordnung?"

,fragte Kayuna besorgt, er lief langsam auf sie zu, dann schleckte er ihr über den Kopf.

"Hey, wie kann man den bei solchem Wetter zittern!"


Noir lag hechelnd am Waldrand, ihre Zunge hing ihr bis zum Boden, pausenlos hob und senkte ich ihr Brustkorb. Sie hatte sich in eine kleine Kule gelegt, wo die kühle Erde sehr erfrischend wikte. Gerne wäre sie zum See gegangen und hätte sich Erfrischt, doch sie wusste das es erst Regnen müsste, damit man wieder zum See baden konnte. Erschöpft legte sie den Kopf auf die Pfoten.


Edea, noch immer die Schnauze tief zwischen den pfoten, hörte leises Rascheln, dann einen dumpferen Schlag, kurz darauf Kayunas sanfte Stimme.
.oO(Kayuna! Kayuna ... endlich)
Sie spürte, wie seine Zunge sanft über ihren Kopf fuhr, seine Worte waren warm und streichelten ihre Seele. Vorsichtig schob sie eine Pfote von der Schnauze und blinzelte ihn an, dann die zweite. Ein kleines Lächeln erschien auf ihrer Schnauze und sie stupste ihn kurz an.

"Kayuna ... schön, dass du da bist."

Sie umging seine Frage, zwar ungeschickt, doch wollte sie nichts sagen.


Als Kayuna merkte das Edea nicht auf seine Frage antworten wollte, sah er sie verblüfft an, doch wenn sie nicht reden wollte, musste sie nicht, er wollte nur, dass sie wusste das er immer für sie da war, er schleckte ihr übers Gesicht antworte fröhlich:

"Ja...schön das ich dich gefunden habe! Und ich werde dich immer wieder finden!"

Er schleckte ihr weiter über den Kopf, dann lies er sich auf seine Hinterpfoten fallen und sah sie erwartungsvoll an.


Edea sah Kayuna eine ganze Weile lächelnd an und richtete sich schließlich auch halb auf. Sie war so froh, dass Kayuna da war ... wo doch sonst niemand zu ihr kam, niemand sie vermisste, niemand an sie dachte ... auch nicht Syracus ... aber Kayuna!

"Danke ... ich ... was machen die anderen, das Rudel?"

Ihre Augen richteten sich in die Ferne, dort, wo der Rudelplatz sein musste. Sie wollte wissen, was Syracus machte, doch fragte sie nicht nach ihm ... es tat ihr weh. Sanft kuschelte sie ihre Schnauze in das Fell Kayunas und schloss kurz die Augen.


Lioku grinste und schleckte seinem Sohn über den Kopf. Sein Blick flog über den Rudelplatz, ein weiteres mal an diesem Tag. Er war zu bequem etwas anderes als liegen zu tun, doch irgendwie langweilte er sich so langsam. Seine Ohren spielten im Wind und er hob den Kopf, so das ihm eine frische Briese um die Schnauze wehte. Er seufzte, einerseits zufrieden, andererseits unzufrieden.

"Sommer ist eine Quälerei."

Sprach er, eher zu sich selbst.


Katan hob etwas träge den Kopf. Langsam wanderte sein Blick über den Rudelplatz. Nach einer Weile stand er etwas behäbig auf und trottete müde hinüber zu Noir, lächelte sie etwas zaghaft an und legte sich neben sie.

"Was haben wir verbrochen, dass der Regen uns meidet!"

Er grinste kurz über seine eigenen Worte und streckte sich genüsslich.


Auch Faramir strich der Wind leise durch den Pelz, doch der Jungwolf empfand ihn nicht als angenehm.

"Warmer Wind, er kommt und trocknet Bach und Boden. Er saugt das Wasser aus jeder Pflanze und trinkt das Blut von jedem Wolf.

Da er seine Schnauze noch im Fell seines Vaters liegen hatte, nuschelte er etwas. Er horchte ohnehin nicht auf seine eigenen Worte, wodurch ihm seine merkwürdige Wortwahl nicht auffiel.


Lächelnd nickte sie, auf Akiras Nachfrage hin.

"Ja, Syracus Tochter...ich habe sie seit dem Kampf nicht mehr wirklich registriert...nunja, wohl eher vernachlässigt..."

Ihre Blicke folgten einem davonhüpfendem Hasen, doch sie hatte einfach nicht die Kraft demn Tier nachzusetzen...so erhob sie sich nur zögernd und mühselig.

"Nunja, doch...sie schränken mich kaum noch ein, aber manchmal sehe ich links noch durch einen roten Schleier..."

Fragend sah sie wieder zu Akira.

"Gehen wir irgendwohin?"


Syracus sah sich erneut um, die Kraft war allmählich wieder in seine Muskeln gekehrt, und so erhob er sich. Innerlich stöhnte der Rüde dabei auf, doch nach außen drang kein Ton, auch wenn er das Maul geöffnet hatte... er blinzelte noch einmal, dann ginge er los. Die Pfote, die an jener vereletzten Schulter "hing", wurde komplett entlastet, jedenfalls soweit es ihm möglich war, nur ganz kurz setzte er sie immer auf. Und so kam er voran, auf Lioku und seine Welpen zu, im Moment die einzigen die er wirklich wahrnehmen konnte. Seine Sinne waren getrübt, aber nicht wegen des Kampfes, sondern wegen des Selbstmitleides, in dem er zu versinken drohte...


Reiko konnte seine Gefährtin nicht ausfindig machen. Reiko Gähnte und erhob sich von seinem schattigen Platz. Obwohl die Sonne erbärmlich auf Reiko herunterschien, hatte er lust zu jagen. Der Rüde versuchte die Sonne und die Hitze zu vergessen und trottete in den Wald, welcher schutz vor den Sonnenstrahlen bot. Reiko schaute sich nach links und rechts um, in der Hoffnung einen Hasen oder andere kleine Tiere zu erspähen. Leise schlich er durch das Dickicht mit der Nase am Boden und folgte einer Hasenspur. Nach einer Weile erspähte er einen grossen braunen Feldhasen, auf den er Jagt machen wollte. Reiko schlich tief geduckt an den Hasen heran. Der Hase be,erkte nicht das geringste, denn der leichte Wind strich gegen Reiko und so konnte der Feldhase den anschleichenden Rüden nicht bemerken. Der Rüde schluckte noch einmal tief und machte sich bereit zum Absprung. Doch der Hase hatte eine schnelle Reaktion wiedergegeben. Er flitzete vor Reiko davon. Der Rüde stürmte ihm mit Freude hinterher. Der Hase flitzte im Zick-Zack aus dem Wald, wo diie Sonne erbärmlich auf die schon ausgetrockene Wiese brannte. Nun kam es nicht mehr auf den schnelleren sondern auf den stärkeren drauf an, denn unter der Sonne musste der Rüde nur lange durchhalten, bis der Hase schlapp machte. Reiko drängte den Hasen nur zu einem schnelleren Tempo an und der Hase fiel um und blieb heftig atmend liegen. Mit einem schnellen Biss tötete Reiko den Hasen und liess ihn einen Moment liegen. Der Rüde hechelte so heftig, das ihm fast schwindelig wurde. Als er sich von dem lauf erholt hatte, packte er den Hasen mit der Schnauze und machte sich auf den Weg zum Rudelplatz, wo er seinen Schattigen Platz aufsuchte.

Mit hungrigen Gesten machte er sich über das spärliche Essen her. Dannch putzte er sich Gründlich und nagte noch vergnügt an den Knochen des Hasen herum. Reiko vermisste Edana und wünschte sich, sie wäre neben ihm. Er schaute sich um, doch immernoch keine Spur von seiner Gefährtin. Als er schliesslich erschöpft einschlief träumte er von Edana und ihm. Er träumte von Edanas und seinen Welpen. Welpen....


Kayuna sah Edea in die Augen und meinte dann lieb:

"Die Anderen? Sie versuchen einen Platz zu finden wo es nicht so heiß ist, wo die Sonne einen nicht verbrennt. Zum See dürfen wir nicht, wir müssen warten bis es regnet, erst dann wrd das Blud verschwinden, und die Welpen können in aller Ruhe wieder Baden gehen!"

Er lauschte seinen eigenen Worten, ja, so hatte er sie verstanden, jedoch sicher war er sich nicht. Er schleckte Edea über den Fang und strahlte dann glücklich.


Grinsend lies sie ihren Blick über die verbleibenden Mitglieder schweifen. Doch sie konnte sich nicht entscheiden... Lioku vielleicht? Nein, viel besser - Reiko! Der Rüde hatte gerade gegessen, und schlief, und schlafende Opfer waren die Besten!

"Ich wäre für Reiko"

verkündete sie grinsend, und tänzelte um Chihiro herum, ein kleines bisschen Mitspracherecht lies sie ihm. Ihre Augen wanderten derzeit weiter...wo war eigentlich Edea, die kleine Omega? Zumindest Sakura hatte sie sich als Omega vorgemerkt...


Cyrion hatte sich einige Zeit außerhalb des Reviers der Wölfe der Freiheit aufgehalten, hatte
nach dem gesucht, was er finden wollte. Doch was wollte ein junger Wolf ohne Rudel finden? Freunde und Familie? Oder Frieden und Glück? Es konnte nicht das sein, was er gerade hatte. Er hatte zwar die Freiheit, aber auch die Einsamkeit. Er musste opfern um zu fordern. So trugen ihn seine Pfoten wieder in das Revier der Wolves of Freedom. Er würde sich dem Rudel nicht anschließen, aber er würde als Wegbegleiter bei ihnen bleiben. So hatte er auch den kleinen Welpen vermisst, den Sturmtänzer. Er war immer nett zu ihm gewesen, egal welches Verhalten angelegt hatte, er hatte immer Mut und doch dabei Stolz gezeigt. Er war ein Welpe mit großer Klugheit. Er war ein gefährlicher Gegner und ein treuer Freund. Cyrion freute sich, den kleinen weißen Welpen wieder zu sehen. Er konnte dem Welpen zwar immer noch nichts bieten, und doch hatte er sich vollkommen gewandelt. Er war ein stiller und ruhiger Wolf gewesen, trotzdem blieb sein Wesen unruhig und hitzig. Sein Temperament war immer feurig und würde es auch bleiben. Daran konnte man wohl nun überhaupt nichts ändern, doch würde er keinen Wolf mehr töten lassen wollen und keinen Wolf mehr sterben sehen. Damals, bei diesem Krieg der Wölfe, seines Rudels und der Wölfe der Freiheit, hatte er diesen Krieg auch nicht gut geheißen. Er wollte seinen Bruder töten, er wusste jedoch jetzt, dass er ihn niemals töten könnte. Damals hatte er viele Wölfe sterben sehen, und der Hass auf sein ehemaliges Alpha war enorm gestiegen, anfangs hatte er sich Rache geschworen, jetzt war es nur noch eine abgeflaute Sehnsucht, die er in sich trug. Schnell und geschwind trabte der Rüde über den Waldboden, der Wind war warm und schwül. Eine Bedingung schlecht zum jagen.
Nach einer Weile roch er einen bekannten Geruch. Die Wölfe der Freiheit. „Sturmtänzer“, flüsterte Cyrion leise und lief schneller, strafte sein tempo an und heulte auf.


Chihiro folgte Sakuras Blick zu dem Rüden hinüber. Er setzte sich einen Moment legte den Kopf schief und betrachtete das potenzielle Opfer. Seine Augen musterten Reiko gründlich, als wolle er überprüfen ob dieser den "Anforderungen" eines Opfers gewachsen war. Die blauen Augen des Jungwolfes glitzerten vergnügt und voller Vorfreude auf die bevorstehende Tat, seine Nase zuckte.

"Einverstanden, Reiko."

Meinte er schließlich, nach Beendung seiner Musterung. Ein Grinsen schlich sich auf seine Lefzen und er wedelte leicht mit der Rute.

"Na dann, worauf warten wir noch? Auf gehts."

meinte er fröhlich und stand auf. Auffordernd, aber sanft stieß er Sakura mit der Schnauze an, die Ohren aufmerksam aufgestellt.


Lioku schmunzelte und besah sich nachdenklich seinen Sohn. Doch seine Aufmerksamkeit lag weiterhin auf allen. Faul und träge lag er im Schatten und wartete darauf, das sein Körper wieder Lust bekam, etwas anderes zu tun, als wie ein alter lahmer Wolf unter diesem Baum zu liegen. Er atmete hörbar aus und legte sich seitlich hin, darauf achtend, Faramir nicht großartig zu stören. Sein Blick glitt noch kurz über die einstig stark blutenden Wunden, die dabei waren, endgültig abzuheilen. Er war froh, niemanden getötet zu haben, vorallem aber, nicht dazu gezwungen worden zu sein. Doch wie sahen die anderen das?


Siran lauschte auf, die Ohren wurden aufmerksam nach vorne gestellt und er sprintete
mit einem Mal los.

.oO(Cyrion!!!)

Seine Pfoten trugen ihn flink durchs Unterholz und seine Nase sagte ihm, wohin er laufen musste. Ungeübt war er, was das Wittern und Finden anging, doch es reichte aus, denn nach einem kleinen Sprint, stand er vor dem Schwarzen.

"Ich habe schon befürchtet, du würdest nicht zu mir zurück kehren."


Seine Rute wedelte freudig hin und her und war er erst ruhig stehen geblieben, so sprang er jetzt mit großen Sätzen auf den Größeren zu und kuschelte sich dann an ihn.


Noir sah zu Katan, sie blinzelte, dnn meinte sie stöhnend:

"Es ist unerträglich, viel zu heiß, ich glaube ich sterbe!"

Sie hechelte stark, da sie schwarz war zog sie auch nich die Sonne an. Sie sah ihn neidisch an, dann meinte sie seufzend:

"Ich wär auch gerne so weiß wie du! Sehr gerne sogar!"


Edea starrte stumm durch den Wald, wo sie den See vermutete. Sie wollte nicht zum See, nie mehr ... der Kampf war so schrecklich, er würde für immer in der Luft hängen. Leicht lächelte sie Kayuna an, dann starrte sie wieder vor sich hin.

"Und jetzt?"

Ihre Stimme kalng schwach und brüchig, sie wollte all die anderen Welpen nicht sehen, doch wolltesie, dass sie alle kamen ud sich um sie kümmerten, sinnlose Wünsche, die nie erfüllt werden würden. Edea wusste zwar nicht, dass wohl niemand sie mochte, aber irgendwo, tief in ihrem Inneren konnte sie es doch spüren.


Syracus sah zu Lioku, sachte wedelnd und leciht grinsend. Sein gang war recht normal, nur leicht hinkend, er wurde langsam und blieb unmittelbar vor seinem Alpha erst stehen. doch er sagte nichts, wie den auch. er schleckte ihm den Fang als Begrüßung und das wedelnd zeigte auch seine Unternehmungslust... und er sah kurz zu den anwesenden Welpen, edea und Kayuna waren nicht hier, nun gut, solange sie bei ihm war, fühlte sich Syracus wohl, er heilt viel von dem Jungrüden.

So sah er abwartend den Rüden vor sich an, ob dieser seine gestiken zu deuten wusste und es hieß abwarten, was er vorschlagen würde, den zu großen Sprintsachen war der Schwarze noch nicht in der Lage, weniger der Sonne wegen als der Verletzung an der Schulter.


Liokus Rute klopfte auf den trockenen Boden, als sein Freund und Berater auf ihn zu kam. Seine Ohren zuckten und er sah erst Syracus eine Weile an und ließ dann den Blick über den Rudelplatz schweifen. Einfallslos sah er dann seinen Berater wieder an, ein Grinsen zog sich bis fast zu den Ohren, als er begann, Syracus am Ohr zu knabbern. Lieber wäre ihm, sein Freund würde sich zu ihm legen und mit ihm einfach faul darauf warten, das der Tag vorbei ging, doch er wartete, was der Schwarze weiter tun würde.


Was der Schwarze tun würde? Auf den Alpha, seinen freund, losspringen und mit ihm kabbeln, bis ihnen die Zungen zum Boden hingen und kein Lauf mehr mitmachen wollte. Doch er konnte nicht, zu sehr spürte er das Ziehen in der Schulter. Also verdrehte er nur die Augen und zupfte sein Ohr frei, ehe er ihm die Pfote auf den Rücken legte, deren Schulter unverletzt war und ihm sachte ins Schulternfell biss, mehr zwickte, daran zog und dabei wild wedelte... ja, solche Kämpfe waren angenehmer als die mit Blut und Tod, doch manchmal waren eben auch solche notwendig, Syracus hatte sich schon lange nicht mehr so wohl gefühlt, so bestätigt. Egal, ob man ihn für eine Bestie, einen blutrünstigen Mörder halten würde, der andre Rüde hatte die gleichen Absichten gehabt, nur war Syracus eben stärker gewesen...


Kayuna sah Edea besorgt an, dann fragte er traurig:

"Edea, was ist den los?"

Er hatte immer noch nicht mitbekommen was an diesem Tag geschehen war,er hatte keine Ahnung, besorgt sah er zu Edea. Dann antwortete er auf ihre Frage:

"Wir könnten spazieren gehen oder so..."

Er schleckte ihr über die Nase und sah sie dann wieder besogt an.


Sora nickte.

"Ich würd gern einen Spaziergang machen. Aber vielleicht sollten wir uns zuerst ein bisschen um die Jungwölfe kümmern. Ich glaube, die langweilen sich und wissen nicht, was sie machen sollen. wenn wir nicht aufpassen stellen sie bestimmt irgendwas an."

Zärtlich lächelte sie ihn an und schleckte ihm mehrmal über die Schnauze. Sie wusste, dass ihm ihr Vorschlag wahrscheinlich nicht so gefallen würde, doch konnte sie jetzt nicht einfach gehn und alles sich selber überlassen. .oO(Ich denke in letzter Zeit viel zu viel über die Anderen nach...)


Lioku drehte den Kopf hecktisch zu allen Seiten und versuchte Syracus Ohr wieder zu bekommen, als dieser es wagte, ihn zu zwicken. Er kam nicht si wirklich gut an die Ohren heran und nahm seine Pfoten zur Hilfe. Er drückte die gegen die Schnauze seines Freundes, konnte diese nicht wirklich treffen und so zappelte er ungekonnt herum. Irgendwann grinste er dann und kläffteunzufrieden, weil er sich nicht befreien konnte.

"Hilfe, hilfe, Faramir, helf deinem Papi doch!"

Er schielte zu seinem Sohn, dessen Plätzchen in seinem Fell nun wohl doch etwas hatte leiden müssen.


Lange war der braune Rüde den Läufen des Waldes gefolgt, hatte nachgedacht, viel zu viel. Versuchte aus dem Tief, in dem er sich befand heraus zu finden und gelang es ihm doch nicht. Nein, sein Hass auf sich selbst wurde größer, seine Gedanken kreisten noch immer um den Kampf gegen den Wolf Sander. Vor den Augen Kyro's spielte er sich immer wieder von neuem ab, er versuchte sich vorzustellen, was geschehen wäre, wenn er in bestimmten Situationen anders reagiert hätte, vorallem aber in dem Moment, in dem er seinem Gegner den Todesstoß versetzte. Sein Atem ging unglaublich schnell, bei den Gedanken an den Kampf und er schüttelte unwillig den Kopf, versuchend, die Gedanken doch irgendwie wieder los zu werden, er wollte vergessen und wusste, das er das nicht können würde. Sein Weg hatte ihn zum Rudelplatz geführt, kurz bevor er aus den Büschen trat, blieb er stehen und beobachtete die anderen. Er schämte sich ihnen gegenüber und nicht zum ersten mal in den letzten Tagen, dachte er darüber nach, das Revier und somit auch das Rudel zu verlassen. Er wollte sich diesen Gedanken verbieten, doch er kam immer wieder zurück. Aus den Büschen heraus erspähte er Saphir und Tokala und er würde sich hüten, zu den beiden zu laufen, nein das konnte er nicht. Er liebte Tokala und Saphir war sein Freund, eigentlich vertraute er beiden, doch der Anblick machte ihn eifersüchtig, selbst wenn er sich für dieses Gefühl hasste und Mühe hatte, nicht auf Saphir los zu gehen. Er schüttelte den Kopf und drehte wieder um, lief in den Wald, wo er sich einen kühlen Platz zum verweilen suchte. Ein Fels war sein Ziel und er ließ den Kopf auf die Pfoten sinken. Egal an was er dachte, sein Leben schien ihm plötzlich so unsinnig, wäre Tokala nicht gewesen, wäre er gegangen.


Saphir sah zu Tokala, als sie sich aussetzte, doch blieb sein Kopf am Boden. Er blinzelte leicht, da die Sonne ein wenig durch das Blätterdach schien und ihn bländete. Er versuchte zu erahnen, was die Wölfin gerade dachte, noch immer war er besorgt wegen ihrer Wunden und gleichzeitig froh, das sie mit ziemlicher Sicherheit wieder gesund werden würde. Am Anfang hatte er die schlimmsten Befürchtungen, denn der Biss Aliras, war sicher nur knapp an der Kehle vorbei gegangen. Auch er seufzte, zufrieden und doch vom Wetter gequält.


Hätte er es können, er hätte verspielt geknurrt. Doch so knurrte er lautlos und legte sich mit seinem ganzen Gewicht auf den Rücken seines Freundes, um ihn umzuschubbsen, seine Rute wedelte wie irre hin und her. SPielkämpfe waren eben doch noch besser als richtige, wie ihm seine Schulter schmerzlich in Erinnerung rief. Er zuckte ein wenig, dochz er wollte nicht aufgeben... kurzu musste er daran denekn, das er eigentlich Lioku, so wie es im Moment aussah, leicht vom Thron des Alphas hätte stürtzen und sienen Posten einnehmen können. D=och dazu mochte Syracus ihn zu sehr, und er wollte den Zusammenhalt des Rudels nicht gefährden, unter Liokus Führung funktionierte alles soweit recht gut.

Er verdrängte die Gedanken und konzentrierte sich wieder darauf, nach Liokus Nackenfel zu schnappen und sich mit sienem ganzen Gewicht gegen ihn zu legen..


Tokala blinzelte Saphir an, dann trichtete sie sich vorsichtig auf, der Schmerz ließ sie kurz zusammen zucken, doch blieb sie tapfer stehen. Mit zittriger Stimme und einem leichten Lächeln sagte sie leise:

"Ich gehe zum See ... kommst du mit?"

Schwach setzte sie eine Pfote vor die andere, der Durst brannte schmerzhaft in ihrer Kehle, sie fühlte sich so schwach wie nie zuvor. Einmal sah sie sich um, ob Saphir ihr folgte, sie wollte jetzt nicht alleine sein, fühlte sich so hilflos, so alleine.


Edea lächelte Kayuna an.

"Nichts, nichts ist los ..."

Sie wollte Kayuna damit nicht belasten ... mit was überhaupt? Traurig sah sie weg, odch bei Kayunas Vorschlag nickte sie.

"Ja, gute Idee ... lass uns gehen."

Sie stand langsam auf und tappte ein paar Schritte voraus, lächelnd sah sie sich nach dem anderen Welpen um.


Kayuna sah Edea mit schrägem Kopf an, dann sagte er:

"Wenn du meinst!"

Sein Blick war immer noch besorgt und er wusste nicht was seine kleine Freundin hatte, traurig sah er zu Edea. Er hüpfte ihr hinterher, als er neben ihr stand stupste er sie spielerisch an.


Nun war es zu viel, die Ruhe des Alphas war bösartig und brutal gestört worden, er stand auf und versuchte Syracus los zu werden. Als er sich aufgerappelt hatte, sah er es schon wieder als Fehler an, viel zu warm. Doch nun, da er schon mal auf seinen Pfoten stand, knurrte er, wenig bemüht, furchterregend zu klingen. Kaum hatte er wieder aufgehört, gähnte er seinem Freund ins Gesicht und setzte danach ein Grinsen auf, das es gewitzter nicht hätte sein können. Von Müdigkeit überfallen, ließ er sich wieder auf die Hinterkeulen fallen und pfotete nun im sitzen nach Syracus. War nicht ganz so ansträngend.


Um ein Knurren anzudeuten, hob er kruz die Leftzen an, doch war es kein bösartiges Verhalten, nein er wollte nur wieter auf das Spiel eingehen, was die wedelnde Rute deutlich verriet. Er schnappte nun nach Liokus Pfoten und wich ihnen aus, so gut er konnte. Den auch ihn plagte die Hitze wieder, doch er war so im Eifer des Gefechtes, das er kaum merkte wie es echt heiß unter seinem Pelz wurde.

er schnappte nach den Pfoten und versuchte immer wieder, ihnen strafend hinein zu zwicken, sah dabei immer wieder grinsend zu Lioku.


Edana träumte von einem schier unendlichen Meer aus Gräsern, die sich im Wind wie Wellen bewegten. Das kräftige Rot leuchtete strahlend in der Sonne. Sie rannte dem Abendrot, der Freiheit entgegen. Ihre Läufe spürten keinen Boden mehr, sie schien zu fliegen, über die Weiten des Horizonts in die Sonne hinein.

Von einem plötzlich anschwellenden Schmerz im rechten Hinterlauf wurde Edana aus ihrem Traum gerissen. Sie schreckte auf, war denn alles vorbei? Wo war sie? Sie sah sich immer noch kämpfen...konnte sich kaum mehr erinnern. Doch-sie hatte sich fortgeschleppt, was war dann passiert? Müde ließ sie den Kopf hängen. Doch dann schreckte sie nochmals auf - war den anderen etwas passiert? Wie ging es Tokala, Reiko, Lioku und den anderen? Hastig sprang sie auf, stürzte aber mit einem schmerzerfüllten Jaulen wieder auf den Boden zurück, da ihr Bein nachgegeben hatte. Verzweifelt versuchte sie sich erneut aufzurichten, diesmal etwas vorsichtiger. Langsam stolperte sie mit ihrem noch verbliebenen Orientierungssinn Richtung Rudelplatz


Saphir erhob sich und nickte ihr zu.

"Wir sollten zum Fluss gehen, etwas Flussaufwärts. Lioku hat doch gesagt, wir sollen uns bis zum Regen vom Kampfplatz fern halten."

Sprach er ruhig und trat neben Tokala, aufmersam sah er in alle Richtungen und brav über sie hinweg, das da auch nicht plötzlich irgendein Feind aufgetaucht war. Er nahm eine stolze Haltung ein, die aber weder die eines Alphas, noch die eines Betas war, genauso wenig wie sie etwas dazwischen war. Es war die eines stolzen und höherrangigen Rudelmitglieds, aber vorallem sollte es für den Moment die Haltung eines Beschützers darstellen.


Sharon sah sich um. Es war Sommer. Seit seiner Geburt war schon sehr viel Zeit vergangen. Inzwischen war er fast schon so groß wie sein Vater, nur der hatte etwas ausgeprägtere Muskeln. Die Sonne wärmte sein Fell, was er als angenehm empfinden würde, wenn es nicht so heiß wäre. Er wünschte sich gerade einen warmen Sommerregen. Wenn es regnete, sog der Boden das Wasser auf und gab einen Geruch von sich, den Sharon so sehr liebte. Er schlich in den Wald. Die Bäume hier warfen lange, kühle Schatten und der Wind spielte in ihren Blättern.

.oO(Schon besser...)

Sharon blieb stehn, spitzte die Ohren und schaute zum Himmel. Strahlend blau. Es war so idyllisch hier, dass es ihm schon fast merkwürdig vorkam. Er hechelte, um sich ein wenig abzukühlen, aber das half nur sehr wenig. Als er einen großen, knorrigen Baum erblickte, fetzte er dorthin und legte sich in seinen Schatten.


Yuki hielt sich schon eine Weile fern vom Rudel, hatte, sich niemandem gezeigt, niemandem, nicht einmal Siran. Stets war sie darauf bedacht gewesen, dass der Wind in ihr Gesicht blies, wenn sie dem Rudel zu nahe kam. War ihre Abwesenheit überhaupt großartig aufgefallen? Yuki wusste es nicht, hoffte es aber... In der letzten Zeit war die Sehnsucht nach ihrer Familie doch zu groß geworden, das Heimweh hatte sie übermannt, nach Hause getrieben. Was war es gewesen, das sie dazu bewogen hatte, dem Rudel eine Weile den Rücken zu kehren? Yuki hätte mehrere Dinge aufzählen können, Probleme, mit denen sie noch nicht vollständig abgeschlossen hatte, das gewagte Experiment, ob sie unabhängig, allein und frei in der Wildnis überleben konnte, selbst das Revier entdecken, ganz für sich... Davon würde sie Siran erzählen, wenn sie ihn wiedersah und auch ihrem Vater - vielleicht. Yuki gähnte ausgiebig, wippte auf den Pfoten und nahm wieder Witterung auf. Ihr Herz schlug höher, sie hatte eindeutig den Geruch ihres Vaters erkannt. Wie würde er auf ihre Rückkehr reagieren? Wie würde Siran reagieren? Wie das übrige Rudel?
Die Braune setzte sich in Bewegung, wieder einmal davon positiv überrascht, wie schnell und geschmeidig sie sich mit dem größeren Körper fortbewegen konnte, so viel schneller als mit den kleinen Stummelbeinchen eines Welpenkörpers... Ihr Vater war jetzt in Sichtweite, außerdem erkannte Yuki Syracus. Kurz blieb sie stehen, wartete... Lief weiter, blieb zögernd stehen... Ob sie wirklich willkommen war? Sie wollte nicht den ersten Schritt machen, ihr Vater sollte sie bemerken, zu ihr kommen... Noch einige Schritte machte sie nach vorne, blieb stehen, gespannt wartend.


Lilly hopste freudig und fiedel wie immer aus den Gebüsch, direkt auf Sharon zu. Wenn ihr Gefährte sie schon warten ließ, so wollte sie doch wenigstens mit jemandem anders Spaß haben. Ihre Geschwister waren mit sich selbst beschäftigt und Sharon schien gerade nichts zu tun zu haben. Gewitzt sprang sie ihn an und umarmte ihn auf Wolfsart. Wildwedelnd schleckte sie ihm zur Begrüßung über die Schnauze und schien sich sichtlich ihres Lebens zu freuen. Doch so war sie ja schon immer gewesen, glücklich und zufrieden, mit ihrem ganzen Leben.

"Maaaan bist du schon groß Sharon, wie gemein, ich will auch so groß wie ein Rüde sein."

Sagte sie ihm grinsend ins Gesicht.


Sharon war überrascht über Lilly's Überraschungsangriff. Eine Weile lang tat er nichts, doch dann sprang er auf, ging in Spielposition und kläffte Lilly auffordernd an.


"Ich kann doch nichts dafür, dass du so winzig bist."

Er grinste frech, auf Wolfsart und sprang um sie herum, heftig wedelnd. Er freute sich, mal wieder mit jemandem herumtoben zu können. Es war ein wenig heiß dafür, doch beim Spiel wurde die fast unerträgliche Hitze recht schnell vergessen.


Mit einem verschmitzten Grinsen sah Sakura Chihiro an. Warten? Vorfreude wallte in ihr auf, schon sah sie Reiko panisch kreischend davonstoben...und mit einem immer breiter werdenden Grinsen wand sie sich wieder an Chihiro.

"Warten? Tun wir dass?"

Sofort peste sie los, über den Boden, so trocken unter ihrren Pfoten, durch die Luft, so schwer auf ihrem Fell, vorüber an den anderen, plötzlich so fremd in ihren Augen...und eine Veränderung zog sich durch ihren Geist, eine Neuerung die ihr Körper langsam vorangebracht hatte, und die sich in einer Welle von Gefühlen und Gedanken über ihr entlud. Plötzlich stoppte sie ihren Lauf. Ihr Atem ging schnell. 1. 2. 3. Dann rannte sie weiter. Als Jungwölfin!


Lilly sprang erfreut von Sharon zurück und lief dann im Wolfsgalopp auf die andere Seite des Rudelplatzes. Auffordernt wuffte sie ihren Spielkameraden an, er solle sich doch mal in Bewegung setzten und sie fangen. Ein breites Grinsen zog sich über ihre Lefzen und sie machte sich bereit, sollte Sharon auf sie zu wetzen, in Windeseile davon sausen zu können. Endlich regte sich mal wieder Leben am Rudelplatz, die trägen Erwachsenen waren ja fast unerträglich geworden, da mussten die jungen Wölfe eben mal alles aufmischen.


Lioku hielt für einen Moment inne und sah zu seiner Tochter, ein nicken sollte zeigen, das sie jederzeit näher treten konnte. Er pfotete noch einge Male nach Syracus und gab es dann irgendwie auf. Er zwickte ihm ein letztes mal ins Ohr und setzte sich dann neben ihn, den Blick auf seine jüngste Tochter gerichtet. An Syracus gewandt, meinte er dann:

"Ist es nicht schrecklich, wie schnell sie groß werden?"

Er drückte sich leicht an seinen Freund und musterte die Kleinste seines Wurfes, die auch schon so groß geworden war.


Sharon tapste langsam auf Lilly zu und grinste auf sie herab. Er wartete ab, um sie zu verunsichern, und sprang dann aus heiterem Himmel auf sie. Knurrend und wuffend wälzten sie sich im Gras. Die Sonne brannte ihnen aufs Fell herunter. Von Zeit zu Zeit hob Sharon den Kopf und hielt nach seinem Vater Ausschau. Er hatte ihn lange nicht mehr gesehen, und wenn, dann war die Stimmung so ziehmlich am Boden gewesen.


Tokala hielt inne, sah erneut zu Saphir, zögerte kurz und nickte dann schwach. Sie schlug die andere Richtung ein, langsam schleppte sie sich vorwärts. Das Beißen des Durstes und die Hitze lasteten schwer auf ihr, odhc versuchte sie sich nichts anmerken zu lassen. Abgesehen von den nachlassenden Schmerzen fühlte sie sich sonst zum ersten Mal seit dem Kampf wieder in ihrem Körper. Gebrochen war er, doch würde er sich bald wieder aufrichten, sie würde wieder gesund werden ... endlich wieder lachen können, keine Schmerzen mehr haben. Sie dachte an Edana und Kyro, wo sie wohl waren, doch die Gedanken verflüchtigten sich bald, wurden von dem Bild Saphirs verscheucht, zu dem sie aufsah. Ruhig schritt er neben ihr, strahlte eine Wärme und Geborgenheit aus, die Tokala in dieser Stunde mehr als alles andere brauchte, ein erstes Lächeln begann ihre Lefzen zu umspielen. Ungeahnt näherten sie sich dem Felsen, auf dem Kyro einsam lag.


Yuki spürte den Blick ihres Vaters, seine Geste, doch näherzutreten, allein, sie wollte zunächst nicht, blieb stehen, schob den schlanken Körper ein wenig vor, zog ihn wieder zurück, war unsicher und wollte doch mit aller Macht, dass ihr Vater zu ihr kam. Trotzig scharrte sie mit der Tatze im Erdboden, schob altes Laub vom letzten Herbst zur Seite und entschied sich letztlich doch zu ihrem Vater und Syracus zu treten. Ihr Fang blieb unverändert, ihre Augen jedoch strahlten und lächelten als sie zu den beiden Wölfen trat.

"Vater... Ich bin zurück!"

Sie konnte ihre Freude nicht mehr verbergen und warf sich ungestüm auf ihn, liebkoste ihn und balgte mit ihm, dann ließ sie abrupt wieder von ihm ab, trat einige Schritte zurück und musterte ihn unverwandt.

"Habt ihr mich auch vermisst?"

Yukis Blick war suchend, suchte Siran, den Gefährten... Wo steckte er nun wieder?


Chihiro wuffte freudig, machte einen Satz und sprang Sakura hinterher. Der schlanke, aber dennoch schon ansatzweise kräftige Körper des jungen Rüdens streckte sich, als er mit einigen weiten Sätzen zu ihr aufholte. Seine buschige Rute wedelte fröhlich. Er verlangsamte seinen Schritt ein wenig, passte ihn dem ihren an. Ein kräfitiges Schütteln lies sein weißes Fell schlackern, dann richtete er seinen Blick wieder nach vorne, auf ihr Ziel: Reiko. Seine Ohren waren aufgestellt, der Kiefer mit den spitzen Fangzähnen leicht geöffnet. Seine Zunge hing rosig zur Seite aus seinem Maul und schlackerte im Rennen ab und an. In den blauen Augen des Jungwolfes stand stille Freude am Leben und an der neu gewonnen Kraft, die begann sich in seinem Körper zu entfalten.


Reiko erwachte aus seinen Träumen und schaute sich um. Einen Moment lang glaubte er, eine dunkle Gestalt im Wald gesehen zu haben. Er errinnerte sich an seinen Traum. Er Träumte von Edana und Welpen. Reiko wünschte sich, Vater zu werden.
Der Rüde stand auf und lief aus seinem Versteck heraus und blickte um sich. Doch Edana war immer noch nicht hier. Langsam begann Reiko sich Sorgen zu machen. Er lief richtung Wald und rief ein, zweimal:

"Edaaanaaa! Edana?"

Er schaute sich immer um und blickte nervös um sich. Er musste Edana finden!

.oO(Wenn ihr nur nichts passiert ist...!)

Er spürte kein einziges Windchen, die Luft stand still.


Mit einer völlig neuen Kraft in den Läufen schoss sie weiter, von nun an eine Nasenlänge vor Chihiro, und mit federndem Tritt. Sie flog nur so über den dursigen Boden, eine Staubwolke verfolgte die beiden Weißen. Reiko war aufgewacht, und im Begriff zu fliehen, doch so weit käme er nicht. Gerade als der Rüde nach Edana rief, stieß sie sich ein letztes Mal vom Boden ab, und sauste pfeilgleich durch die Luft, ihrem Opfer entgegen. Ein thriumphierendes Wuffen warnte Reiko, doch nur mühsam würde er ihr jetzt noch entgehen können. Ein freudiges Grinsen lag auf den windgeschliffenen Leftzen.


Chihiro rannte nur eine Nasenlänge hinter Sakura. Bewusst hielt er sich etwas zurück und ließ der zukünftigen Alpha den Vortritt. Nur den Bruchteil einer Sekunde später als sie, stieß er sich ebenfalls vom Boden ab und sprang Reiko an. Zwei weiße Körper flogen durch die Luft auf den Rüden zu. Die Augen des Jungwolfes glänzten in der Sonne und vor Spaß, als er so durch die Luft flog und sein Ziel näher kommen sah. [COLOR=sandybrown]Der Rüde drehte den Kopf nach links und plötzlich sah Reiko zwei weisse Gestalten aus dem Gebüsch auf sich zufliegen. Reiko konnte nur furchtbar knapp den Angreifern ausweichen. Er rollte sich seitlich über den Boden und drehte sich Blitzschnell um und richtete sich auf. Der grosse Rüde sträubte sein Fell, fletschte wütend die Zähne und knurrte laut.


"Hee!"

Er erkannte Sakura und Chihiro aus den weissen Gestalten heraus. Als er das freche Grinsen der Jungwölfin bemerkte legte er wütend die Ohren an und knurrte tief und warnend aus seiner Kehle.


Edea spürte, wie Kayuna sie anstupste und fast war sie erleichtert. Spielerisch knuffte sie ihn in die Schulter und sprang dann voraus.

"Los, fang mich!"

Sie preschte los und warf kurz einen Blick über ihre Schulter, hoffentlich würde Kayuna auch nachkommen. Sie wusste nicht, wohin sie lief, doch wollte sie nur rennen, rennen und rennen. Zum ersten Mal seit längerer Zeit fühlte sie sich wieder glücklich, jemand war bei ihr, sie war nicht alleine.


Chihiro landete knapp vor Reiko, da dieser sich weggerollt hatte. Schlitternd, die Füße in den Boden stemmend, blieb er stehen. Nachdem er sein Gleichgewicht wieder gefunden hatte, sah der Jungwolf zu Reiko. Dieser schien furchtbar wütend zu sein. Chihiro war erst erstaunt über diese Reaktion und dann fühlte er sich betroffen. Zerknirscht sah er zu Boden, die Ohren halb angelegt. Ein wenig betreten schielte er zu Sakura, der Spaß war ihm vergangen.


Syracus schmunzelte und nickte leicht zu den Worten des Alphas. Er hätte ihm gerne mit einem "Ja, und wie" geantwortet, aber er belies es bei den Gestiken, es wäre ohnehin kein Ton aus seiner Kehle gekommen. Der Rüde hatte es aufgegeben, sich deshalb zu bemitleiden, es half nichts und er lernte, mit dem umzugehen, was ihm Wulf wohl als Aufgabe auferlegt hatte. Sich nur mit Gestiken verständigen, es war schwierig, doch machbar und manchmal war es gut, zu wissen, dass man nichts ausplaudern konnte... so konnte jeder sicher sein, er würde keinem andren was erzählen, warum sollte er auch...
Er lehnte sich ebenso leicht gegen seinen freund, seine Rute pochte auf den Boden in einem gleichmäßigen Rythmus und er schmunzelte, beobachtete die andren Welpen um sie rum..


Kayuna hopste Edea hinterher, als sie schneller wurde verschnellerte er seinen Gang, seine Pfoten flogen über denn weichen Waldboden, seine Sprünge wurden weiter, er war kurz hinter Edea, ihre Pfoten wirbelten staub auf, er beschleunigte nochmals, nun raste er dicht neben ihr, seine Schnauze bewegte sich zu ihr hin, er berührte sie leicht, drehte sich dann aber ruckartig wieder herum und hastete in eine andere Richtung, fröhlich jaulte er:

"Jetzt bist du dran!"

Er war glücklich, doch in seinem Hinterkopf humorte immer noch Edeas trauriges Gesich umher.


In schwerfälligem Trab lief der Schatten tiefer in den Schatten der Bäume. Es erschien ihr als würde es immer wärmer, und nach wenigen Metern schliff ihre Zunge schon wieder am Boden, so anstrengend war jede Bewegung. Welcher Teufel hatte nur für so ein Wetter sorgen können... Vermutlich hätte sie auf Waka geschimpft, doch sie wusste von alldem nichts, und so ärgerte sie sich im Stillen. Unter einer großen Tanne blieb sie schliesslich liegen, und lies ihre matten Gedanken schweifen. Wo war eigentlich Attaché? Mit seinem Fell hatte er es bestimmt leichter...oh, warum konnte die Nacht nicht einfach über sie hereinbrechen, und ihr die nötige Kühle schenken...? Eine kleine Lache hatte sich um ihre Zunge gebildet.


Reiko wollte kein spielverderber sein, doch der Angriff der beiden Jungwölfen hatte ihn erschreckt.

"Hey! Schon gut, war nicht so gemeint...., meinte Reiko nun freundlich.

"habt ihr vielleicht Edana gesehen? ich suche sie schon lange. Vielleicht ist ihr etwas zugestossen.", fragte Reiko, etwas ruhiger.

Reiko sah von Chihiro zu Sakura, die noch immer neben Chihiro stand.


Chihiro hob wieder den Kopf. Unsicher, aber nicht mehr so ganz geknickt blickte er Reiko an. War er sauer oder hatten sie ihn einfach nur erschreckt und er war deswegen so unfreundlich gewesen. Ein Ohr des weißen Rüden zuckte leicht. Mit einem vorsichtigen Rutewedeln versuchte er dem älteren Wolf zu zeigen, dass sie es nicht böse gemeint hatten. Nachdenklich legte Chihiro den Kopf schief, als Reiko nach Edana fragte.

"Nein, tut mir Leid Reiko. Ich habe sie schon seit dem Kampf nicht mehr gesehen."

Seine eigenen Worte machten dem Jungwolf erst bewusst, dass Edana wirklich etwas zugestoßen sein konnte.

"Aber wenn du willst, können wir dir suchen helfen, oder Saku?"

Fragend drehte er den Kopf zu Sakura hinüber. Trotz der Umstände und der plötzlich aufgekommenen Sorge um Edana bemerkte er mit Erstaunen die Veränderungen der weißen Wölfin. Auch sie war nun eine Jungwölfin. Aus seiner lustigen Spielkameradin war eine hübsche junge Fähe geworden. Chihiro kräuselte verlegen die Nase und wandte den Blick eilig wieder zu Reiko.


Lioku grinste und trat zwei Schritte auf seine Jüngste zu und schleckte ihr über die Schnauze.

"Selbstverständlich."

Noch einmal schleckte er seine Tochter ab.

"Na, was hast du erlebt?"

Er setzte sich wieder und sah mit nach vorne gerichteten Ohren auf seine Tochter. Aufmerksam beobachtete er sie und erahnte, was sie suchte. Dann meinte er kurz, um Yuki zu informieren:

"Siran ist schon früh heute Morgen verschwunden."


Saphir lief ruhigen Schrittes neben Tokala her, seine Rute schwang langsam hin und her und berührte hin und wieder die der Wölfin neben sich. Er genoss es, zwischen den Schattenspendenden Bäumen zu laufen, hier war es schön kühl und ruhig. Die Ruhe wurde lediglich von den Surrenden Insekten durchbrochen und von den Lauten, sie die beiden Wölfe bei ihren Schritten machten. Das Kyro in der Nähe war, wusste Saphir nicht und selbst wenn er es gewusst hätte, so war es unvermeidlich, das sich Wölfe, die zusammen in einem Revier lebten, hin und wieder über den Weg liefen, ob sie wollten, oder nicht. Der Blick des Schwarzen war aufmerksam auf seine Begleiterin gerichtet, denn er wollte Rücksicht nehmen, wenn sie nicht mehr konnte.


Sharon wurde von dem ganzen Rumgetolle heiß. Er legte sich in den Schatten eines großen Baumes und hechelte vor sich hin. Das Wetter war schlimm. Er wollte, dass es endlich mal wieder regnet, aber dieser Wunsch wird ihm wohl nicht erfüllt werden. Er gähnte herzhaft.

"Wo sind die Anderen eigentlich alle?"

Er sah Lilly an, die anscheinend noch nicht so fertig war wie er. Was für ein Energiebündel, dachte er sich.


Yuki strahlte. Sie hatte sich nicht einzugestehen vermocht, wie schwer es ihr gefallen war, sich dem Rudel nicht zu zeigen und wie groß ihre Angst gewesen war, dass niemand sie vermissen würde. Es war wie eine Art Mutprobe gewesen, sie hatte sich selbst beweisen wollen, dass sie unabhängig war, dass sie auch ohne den Schutz des Rudels leben konnte und dass sie ihr Herz nicht an andere Wölfe hängen musste, weil dann die Gefahr bestand, dass sie diese Wölfe verlieren musste, wie ihre Mutter.

"Das will ich auch hoffen, dass ihr mich vermisst habt! Ach, Papa, ich hab soviel gesehen und gehört und ich hab selbst was gejagt, ist das nicht toll? Aber, Papa..."

Yuki kuschelte sich dicht in das Fell ihres Vaters, sah ihn aus großen Augen an.

"...bei der Familie ist es doch am schönsten!"

Sie schleckte ihm kurz über die Schnauze und grinste selig.

"Du sagst, Siran ist heute früh verschwunden? Weißt du, wo er hinwollte? Wollte er mich suchen? Hat er mich überhaupt vermisst? Hat er mal von mir gesprochen?"


Lioku rieb seinen Kopf an dem seiner Tochter.

"Ich habe weder Ahnung, wo er hin gegangen ist, noch ob er dich vermisst hat, aber wenn er zurück ist, fragst du ihn einfach."

Er grinste und seine Rute wischte leicht über den Boden. Seine Gedanken kreisten kurz um die junge Liebe der beiden Letztgeborenen, dann lächelte er seine Tochter wieder an.

"Ich bin sicher, er hat dich genauso vermisst wie ich, wenn nicht noch mehr, sollte das möglich sein."

Der Alpha schmunzelte und stupste Yuki liebevoll an.


Kyros Ohren drehten sich Richtung Wald und er erspähte durch die Büsche, das Tokala und Saphir dort entlang liefen. Er knieff die Augen mürrisch zusammen und legte die Ohren an. Wäre nicht grade Saphir es gewesen, so hätte er nun einen Kampf riskiert, doch wer wollte schon getötet werden? Gegen den Schwarzen hatte er keine Chance. Fragwürdig war, ob er wirklich gegen Saphir, einen Freund, kämpfen wollte, aber hier ging es um Tokala und für diese würde er alles tun. In diesem Moment konnte er allerdings keinem von beiden gegenüber treten, er war aufgebracht und wütend, auf sich und auf alles andere. So sprang er auf und flüchtete Richtung Berge.


Syracus bekam ein seltsames Gefühl, als er seinen Freund da so mit seinen Welpen schmusen sah. Ihm wurde leicht anders, den seine Welpen waren alle fort... sie waren alle schon viel mehr unterwegs, kamen selten zu den Eltern, nichtmal Edea, was ihm eigentlich Sorgen bereitete. Naja, von Skaura hielt er ja nicht viel, bei ihr würde es ihn absolut nicht stören, wenn sie gehen würde, doch seine Welpen?
Er seuftzte innerlich, doch vielleicht konnte man es seinem gehabe ansehen, dass er etwas hatte. Und selbst wenn, er klären hätte er es ohnehin nicht können. war das gar der Grund, warum seine Welpen ihn zu Meiden schienen?


Sakura war noch hinter Chihiro gelandet, und in ein Gebüsch gekullert. Gerade als sie sich aufrapellte, begann Reiko zu knurren. Sofort bleckte auch sie die, vergleichsweise kleinen, Zähne, sträubte das Nackenfell und legte die Ohren an. Doch da sich Reiko sofort ergab -er hatte bestimmt Angst vor ihr gehabt- beruhigte sie sich schnell wieder, und lauschte seinen Worten. In einem ihrer seltenen Anfälle von Vernunft antwortete sie.

"Natürlich helfen wir dir"

sprach sie, während sie dachte:

.oO(Immerhin sind wir deine Alphas - naja fast...)

"Wo war sie denn zuletzt?"



Yuki rückte etwas ab von ihrem Vater und sah ihm tief in die Augen. Warum war Siran gegangen? Hatte er sie schon vergessen? Was wurde da gespielt?

"Vater, er kann doch nicht einfach verschwunden sein?! Er muss doch etwas gesagt haben, er muss doch zumindest gesagt haben, wo er hingeht! - Syracus, hat er dir nichts gesagt?"

Wut und Trauer vermischten sich und trübten ihren Blick. Hatte sie sich denn in Siran so getäuscht? War sie ihm denn so gleichgültig? Trotzig warf sie den Kopf in den Nacken. Na und wenn schon! Wenn Siran sie nicht vermisste und sie ihm egal war, dann war er ihr das jetzt auch! Sie versuchte ihrer Stimme einen fröhlichen Klang zu verleihen und halbwegs klappte es auch, aber die Enttäuschung saß noch zu tief und so färbte Yukis Stimme eine leichte Kälte, als sie wieder ihren Vater ansprach:

"Vater, du musst mir dann noch alles erzählen, was ich hier in den letzten Tagen verpasst habe!"

Sie hatte kein Bedürfnis, ihre Geschwister oder die anderen Gleichaltrigen zu fragen. Sie hatte sich nach Siran gesehnt, die anderen waren einfach noch so unreif und kindisch.


Edana humpelte nun schon längere Zeit umher - doch noch immer war sie nicht an ihrem einstigen Ziel angelangt. Hatte sie sich verlaufen? Aber wie konnte das sein? Sie war doch dem Geruch der anderen gefolt...erschöpft ließ sie sich im Moos nieder. Wie lange war sie nun schon weg? Wie ging es den anderen bloß - und wo waren sie? Wurde sie nicht vermisst?
Mit neuem Drang, die anderen endlich wiederzusehen, stand sie erneut auf und kämpfte sich weiter vorwärts, trotz ihrer Erschöpfung wollte sie nicht schon wieder eine Pause machen. Plötzlich glaubte sie eine ihr wohl verraute Stimme zu hören. War es nicht Reiko gewesen? Suchte er sie? Hektisch stolperte sie weiter...


Syracus sah aus den Gedanken auf, doch er schüttelte nur langsam auf Yukis Frage hin den Kopf. Nein, er wusste nicht wo sein Sohn war.. so wie er es eigentlich bei keinem seiner Welpen wusste. Sie waren schenll erwachsen geworden, zu schnell für den Geschmack des Rüden. Er wünschte sich den Haufen wuselnder Wollknäudel zurück, den er einmal hatte... hatte er sich da nicht gewünscht, sie wären eigenständiger? Wie man es dreht und wendet, irgendwas passte nie... auch vermisste er Eilan, sie war oft unterwegs und das bereitete ihm ebenso Kopfzerbrechen.

E sah kurz zu Lioku... er konnte nichmal mit seinem Freund darüber reden. Er würde nie wieder reden können, nur mehr zuhören... was konnte das für ein Alphaberater sein, der seinen Alpha nicht beraten konnte...?


Lilly antwortete nicht. Sharon war langweilig. Er gähnte nochmals. Dieses nichtstun machte ihn träge und etwas müde. Er rollte sich auf den Rücken und wälzte sich im Gras. Dabei versuchte er nach seiner Rute zu schnappen, erwischte aber meist nur einen der Hinterläufe. Als er seine Rute dann endlich hatte, wurde ihm das Spiel zu langweilig. Er drehte sich auf den Bauch und robbte an Lilly heran. Mit einem hinterlistigen Blick sah er zu ihr und dachte sich etwas aus, wie er sie ärgern könnte...


Lioku schüttelte den Kopf und schmunzelte.

"Der kommt schon wieder, Siran ist der letzte, der einfach geht."

Er beobachtete seine Tochter und warf Syracus einen kurzen Blick zu, dann wandte er sich an seine Tochter.

"Viel ist nicht gesehen, meine Kleine."

Er habste nach ihrem Ohr, um sie aufzuziehen.

"Viele haben sich noch nicht ganz vom Kampf erholt und die Sonne macht uns zusätzlich das Leben schwer."


Yuki warf ihrem Vater einen kritischen Blick zu, drehte sich kurz zu Syracus und schaute dann enttäuscht zu Boden. Sie hatte sich gefreut, Siran wiederzusehen, denn ihn hatte sie mit am meisten vermisst und wenn sie nun erfahren musste, dass er gegangen war, so stach ihr das wie eine Unzahl von Nadeln in ihr junges Herz. Sie hatte ihre Mutter verloren. Wenn Siran nun dachte, er hätte sie verloren...?

"Ich kann wohl nicht anders, als dir jetzt einfach Glauben zu schenken... Egal."

So schnell, wie sie die enttäuschte Wut überrollt hatte, so schnell hatte sich Yuki ihrer wieder entledigt und konnte ihrem Vater wieder ins Gesicht lächeln und das beinahe mit vollständiger Ehrlichkeit. Sie rappelte sich vom Boden auf und schüttelte den Dreck aus ihrem Fell.

"Das heißt, ich habe gar nichts verpasst? Ich kann mir nicht vorstellen, dass nichts losgewesen sein soll... Und die Sonne ist zumindest ein Problem, das mit dem nächsten Winter von selbst wieder vergehen wird..."

Beim Stichwort Winter fiel Yuki etwas ein und sie blinzelte ihren Vater verstohlen an.

"Da ja Mutter nun tot ist, kann ich wohl davon ausgehen, dass ich im Frühjahr keine Geschwister kriege?"


"Du hattest befürchtet, dass ich nicht wieder komme?",


fragte der schwarze Rüde leise und sah den weißen Welpen vor sich an. Wenn er befürchtet hatte, dass er nicht zurück kommen würde, bedeutete das, das Cyrion für ihn wichtig war. Etwas verdutzt über diese Erkenntnis stutzte er und sah verwirrt zu dem Welpen.

"Nun, aber ich bin wieder da",

sagte er leise und lächelte.


Lioku hob den Kopf und sah seine Tochter kurz prüfend an. Kurze Zeit hüllte er sich in Schweigen, schien in Gedanken zu sein. Wahrlich, im Frühjahr würden seine Welpen keine Geschwister bekommen, würden sie überhaupt je wieder welche bekommen? Für den Alpha im Moment nicht vorzustellen.

"Nein, vermutlich nicht."

Er legte den Kopf schief und beobachtete die Reaktion Yuki's, wie kam sie wohl auf einmal auf eine solche Frage?


Siran sah zu Cyrion hoch.

"Ja, ich hatte wirklich Angst, ich würde dich nicht wieder sehen. Dabei mag ich dich doch so gerne!"

Er lächelte den Schwarzen freundlich an, während seine Rute sacht hin und her pendelte. Die Augen, die zu Cyrion aufsahen, ließen keinen Zweifel zu, das seine Worte ehrlich und aufrichtig waren.

"Wirst du nun beim Rudel bleiben, hier bei uns?"

Bei jenem zweiten Satz klang seine Stimme aufgeregt und er wartete ungeduldig auf eine Antwort. Ungeduld war sonst nicht seine Art, doch er wollte die Worte sofort von seinem Freund hören.


Syracus lauschte dem Gespräch des Alphas mit seinen Welpen und grinste sachte. Naja, die Alphas.. oder eher der Alpha, würde keine Welpen bekommen, aber vielleicht sein Berater, so seine Holde sich bald wieder dem Rudel zeigen würde? er vermisste Eilan und fragte sich, wo sie war, doch würde er sie nicht drängen, wenn sie Zeit für sich brauchte...

Aber es gab ihm doch einen Stich ins Herz, als er an die Fähe seines Lebens dachte, dass sie kaum mehr da war... so gerne hätte er sich öfter an seiner seite gewusst, doch im Augenblick schien das eben nicht zu gehen, er würde es respetieren... hatte er den viel Wahl..?


Chihiro blickte einen Moment von Sakura zu Reiko und wieder zu Sakura.

"Ich werde Lioku mal besser Bescheid geben. Falls Edana wirklich etwas zugestoßen ist, ist es wohl besser er weiß davon."

meinte er zu den beiden, dann wandte der weiße Jungwolf sich von ihnen ab und lief eiligen Laufes auf Lioku, Yuki und seinen Vater zu. Rasch nahm er sich die Zeit seinen Vater liebevoll mit der Schnauze anzustupsen, bevor er sich an den Alpha wandte. Chihiro senkte kurz den Kopf um ihm seinen Respekt entgegen zu bringen, blickte dem älteren Rüden dann aber wieder direkt in die Augen.

"Reiko macht sie Sorgen um Edana, Lioku. Und ich ehrlich gesagt inzwischen auch. Keiner von uns hat sie seit dem Kampf mehr gesehen. Es wäre vielleicht besser wir suchen sie..."

fragend sah er ihn an und ließ ab und an einen besorgten Blick über die Landschaft gleiten, als erwarte er, die graue Fähe aus dem Unterholz auftauchen zu sehen.


Reiko nickte ernst und schaute Chihiro dankend nach. Er beschloss ebenfalls hinzugehen. Schließlich ist Edana seine Gefährtin! Er stand auf und trabte gemächlich zu Lioku, Yuki und Chihiro hinüber. Er stellte sich neben Chihiro und senkte den Kopf unterwürfig. Er hörte Chihiro zu und wartete gespannt auf die Reaktion von Lioku.


Eine ganze Zeit lang blieb Cyrion stumm, überlegte, was seine Antwort sein könnte, und welche Worte er benutzen sollte, um Siran nicht zu verletzen. Um ihn nicht zu enttäuschen.

„Weißt du“,


begann der schwarze Rüde leise und blickte dem weißen Welpen in die Augen, die so ehrlich und treu waren, dass ihm benahe die Luft weg blieb, für die Worte, die er jetzt aussprechen wollte.

„Ich bin in dem Rudel der Schattenwölfe aufgewachsen, nachdem ich alles verloren hatte, was mit lieb war. Ich hatte gedacht, mein Leben wäre vorüber, nie wieder ein Zuhause, nie wieder Freunde und… eine Familie. Doch langsam wuchs mir dieses Rudel ans Herz. Ohne es zu merken, wurde ich ein Teil von ihnen, ich tat das, was sie mir sagen, weil ich dachte, es wäre richtig. Die Hoffnung, dass ich meinen Bruder wieder sehen würde, war groß. Doch gleichzeitig entstand ein großer Hass, darauf, dass er uns im Stich gelassen hatte, mich alleine gelassen hatte. Bald wurde es ein ziel euch zu töten, zu vernichten. Und mir wurde klar, ich würde Saphir bald sehen und töten. Sie haben mich gegen mein eigenes Fleisch und Blut aufgehetzt. Ohne es zu merken, wurde ich Werkzeug, Mittel zum Zweck. Sie nutzten meine Trauer und Verzweiflung für sich aus.“,


kurz machte der schwarze Rüde eine Pause, in der er lange über sein Ausgesprochenes nachdachte. Es war wirklich so.

„Nun, auf jeden Fall habe ich alles mit einem Schlag verloren und alles wieder gewonnen. Ich war die Fesseln los und den Hass, aber auch meine „Familie“. Im Gegentausch bekam ich meinen Bruder zurück und auch die Freiheit! Meine Freiheit. Und ich werde diese freie Wahl meines Schicksals nutzen. Ich muss in die Welt ziehen und“,

kurz hielt er inne, was er sagen wollte, bedarf an Überwindung,

„will eine Familie finden. Außerdem kann ich nicht vorher ruhen, bis ich mein vorheriges Alpha getötet habe. Unsinnig, ich weiß“,

wisperte der schwarze Rüde und lächelte dem weißen Welpen zu.

„In dir habe ich einen echten Freund gefunden, und es wird wirklich nicht leicht, diesen Ort zu verlassen, wenn es soweit ist. Aber, vorerst werde ich bleiben, zwar nicht als Mitglied, aber als Begleiter und Freund, dein“, Cyrion neigte den Kopf, sodass er zu Boden sah,

„Freund“.


Siran hatte sich gesetzt und Cyrion genau beobachtet, hatte jedem seiner Worte gelauscht und begann nun sie zu verarbeiten und genauer darüber nachzudenken.

"Ich hoffe für dich, Cyrion, das du eines Tages, wenn du eine Weile hier gelebt hast, vergisst, das irgendwo da draußen ein Wolf durch die Berge streunt, den du meinst töten zu müssen. Wenn doch aber doch eines Tages aufbrechen wirst, werde ich dir leb wohl sagen, denn selbst wenn du zurückkehrst, wirst du für mich nicht der sein, der du zuvor warst."

Das Lächeln auf seinem Gesicht verschwand und einwenig betrübt lehnte er den Kopf an Cyrions Schulter.

"Wenn du aufbrechen wirst, glaube ich aber nicht, das zu zurückkehrst, vermutlich wirst du Akado nicht einmal finden, diese Welt ist so rießig groß, unendlich weit und einen Wolf zu finden, wird viele Jahre dauern. Vielleicht wirst du auch ewig vergeblich suchen, weil der, den du töten willst, längst nicht mehr auf dieser Welt wandelt."

Sein Blick glitt zwischen den Stämmen der Bäume hindurch und verweilte ein paar Augenblicke auf einem Sonnenstrahl, der genau auf eine wunderschöne Blume fiel.

"Außerdem können Wölfe sich verändern, mein Freund, wirst du Jenen auch noch töten, wenn du ihn mit einer Gefährtin und seinen Welpen findest? Glücklich und zufrieden, die Vergangenheit hinter sich gelassen?"

Der kleine, weiße Welpe blickte seinen Freund wieder an und wartete auf seine Antwort, vor der sich Siran, wenn er ehrlich war, wirklich fürchtete.


Lioku wandte sich an Chihiro und sah dann zwischen ihm und Reiko hin und her. Auch er hatte Edana eine lange Zeit nicht mehr gesehen.

"Ruf sie, Reiko."

Meinte er dann ruhig, um nicht auch noch so aufgeregt zu klingen. Sein Blick flog über den Rudelplatz, zu den Bäumen im Wald und wieder zurück zu Chihiro und Reiko. Vorerst musste das Heulen Reikos ausreichen.


Kayuna war inzwischen zum Rudelplatz zurück gekehrt, er hatte Edea im Wald verloren und nicht wieder gefunden. Betrübt schlenderte er auf Lioku zu, doch plötzlich erblickte er Yuki, seine Rute peitschte umher und er raste schnell auf sie zu. Kurz vor ihr schlug er seine Pfoten spielerisch auf den Boden. Dann vergrub er den Kopf in ihrem Brusfell. Er sah auf und meinte fröhlich:

"Na Schwesterherz? Wie war es so ganz ohne MICH?"

Er grinste breit. Er hopste von einer Pfote auf die Andere, er hatte die Jüngste von seinen Geschwistern immer sehr gerne gemocht, genau so wie seine Elteste, Sakura.


Reiko schlug nervös mit seiner Rute und nickte Lioku zu.

"Gut, ich rufe sie", sagte er zu Lioku.

Er drehte sich um in Richtung Wald und legte den Kopf in den Nacken. Reiko rief Edana mit der ganzen Kraft seiner Liebe zu Edana. Er heulte lang und ausgedehnt. Jeder konnte ihn hören, so laut rief er nach ihr. Er wollte das Edana ihn hören konnte und er hoffte auf eine Antwort. Dann verstummte Reiko und seine Ohren schnellten erwartungsvoll nach vorne. Er suchte mit den Augen zwischen den Bäumen und den Büschen, in der Erwartung Edana würde herausspringen.


Cyrion sah seinen kleinen weißen Freund an. Er hatte mit seinen Worten zwar Recht und doch gab es für den schwarzen Rüden keine andere Wahl. Es war seine Entscheidung, und selbst wenn deshalb die Freundschaft der beiden Wölfe in Bruch ging.

„Windtänzer, du und ich, wir sind sehr verschieden. Ich lebe für das, was mein Gefühl mir sagt. Du benutzt dabei auch dein Gewissen. So werde ich wahrscheinlich an einem Gefühl sterben. Außerdem habe ich noch eine alte Rechnung hoffen. Ich werde entweder töten oder getötet werden. Es gibt keinen Ausweg da heraus, aber ich habe mich schon längst damit abgefunden“,

wisperte Cyrion und stupste Siran an. Lange hatte er keine Zeit gehabt über das nachzudenken, was nach dieser Zeit passieren würde. Doch mit der neuen gefundenen Freiheit, hatte er wieder nur eine Regel entdeckt und stand wieder vor einer Mauer. Was er auch tat. Die vollkommene Freiheit würde er wohl nicht einmal im Tod erlangen.

„Siran, weißt du, lange habe ich keine wahren Freunde gehabt, und als ich dich dann traf änderte sich mein leben ganz plötzlich, auch der Gedanke an den Tod meines Bruders erfreute mich nicht mehr. Das Leben heißt Veränderung, alles ist vergänglich, selbst das Ich. Außerdem werden mich die Wölfe der Freiheit niemals akzeptieren, schon alleine aus dem Grund, dass ich niemals frei sein werde und anders bin“,

der schwarze Rüde streckte seine Schnauze in die Luft und sog den Duft der Grenzenlosigkeit ein.

„Aber vielleicht ist auch alles anders…“.


Siran schmunzelte und lockerte seine Haltung wieder etwas. Er hatte sich verkrampft, als würde man ihm weh tun.

"Du lebst nicht für das, was dein Gefühl dir sagt, Cyrion, nicht nur."

Er grinste ihn an.

"Dazu denkst du viel zu viel nach. Dieses Rudel wird dich akzeptieren und ich hoffe es wird dich eines Tages daran hindern, fort zu gehen. Es gibt vieles was ich für dich tun würde, doch mein Rudel verlassen, werde ich niemals."

Er seufzte und sah sich um, an dem Ort, der seine Heimat war.

"Dabei bin ich mir da nicht einmal mehr so sicher, ich bin nicht sicher, ob ich dich alleine ziehen lassen würde, ob ich, um dich nicht zu verlieren, ein anderes Leben hinter mir lassen würde."

Nachdenklich schaute er wieder an Cyrion hoch.

"Ich liebe Yuki, sie war lange nicht hier, wenn sie nicht zurück kommt, ändert sich mein Leben, doch wenn sie wieder zurück kommt, werde ich früher oder später vor der schwierigsten Entscheidung meines Lebens stehen."

Er stand auf und lief einige Schritte.

"Komm, lass uns zu UNSEREM Rudel gehen, sie warten sicher schon."

Lächelnd sah er zu Cyrion zurück und wartete auf ihn.


Chihiro erhob sich und trottete langsam zu Sakura zurück. Seine Rolle war gespielt und er konnte im Moment nichts weiteres für Edanan tun. So ging er zurück zu Sakura und stellte sich neben sie. Zärtlich rieb er seinen Kopf an ihrem Hals bevor er sich hinsetze und den Blick schweigend über die Landschaft streichen lies.


Sora hatte endlich einen Entschluss gefasst. Schon lange hatte sie über das nachgedacht, was sie jetzt tun würde. Sie hob ihren Kopf etwas und schaute noch einmal über ihr geliebtes Rudel. Dann fasste sie sich, schüttelte sich kurz die Schläfrigkeit aus ihrem Körper und stand auf. Wenn sie jetzt nicht bei ihrem Entschluss blieb, würde sie es nie wieder schaffen sich von allen loszureißen.

Sora trabte zu Schiriki und versuchte dabei nicht zu traurig auszusehen. Sie wollte ihm nicht in die Augen schauen und hielt daher den Blick noch gesenkt als sie kurz vor ihm stand.

"Ich muss gehen, Liebster. Ich werde dich vermissen, ich werde immer an dich denken und mein Herz schmerzt schon bei dem Gedanken daran, wie weit entfernt wir sein werden ...aber ich muss gehen. Ich habe auch keine Erklärung dafür, aber...

Sie hielt es nicht mehr aus, warum mussten Abschiede denn immer so schwer sein? Als sie sich an ihn kuschelte, sah sie noch einmal alles was sie zusammen erlebt hatten und sie zuckte zusammen. Wollte sie denn jetzt wirklich gehn? Nach all den schönen Tagen und Nächten? Es gab ja auch noch die Anderen mit denen sie viele Erlebnisse und Gefühle verbanden. war ihr das denn das das ganze Allleinsein wert?
Verwirrt schüttelte sie den Kopf trat aber einen Schritt zurück, so dass Schiriki sie nicht mehr so leicht verführen konnte dazubleiben. .oO(Doch, ich werde gehn und wenn ich mich zu alleine fühle kann ich vielleicht auch wiederkommen...) Ihr Blick huschte zu Lioku, dann wieder zurück zu Schiriki. .oO(Nein! Nein, ich will ihn nicht verlassen!!!)
Sie lächelte traurig wand sich dann aber schnell ab und sah sich suchend nach Tokala um, der besten Freundin ihres Lebens. Nirgends eine Spur von ihr... Sie konnte doch nicht einfach gehen ohne sich von Tokala zu verabschieden... Langsam drehte sie sich wieder zu Schiriki, versuchte sich seine Statur, seinen Geruch, sein Lächeln, seine Art ins Gehirn zu brennen und flüsterte ihm leise zu:

"Sag bitte Tokala, dass ich sie sehr lieb habe und entschuldige mich bei ihr, dass ich gehe. Okay? Bitte."

Sie stockte kurz.

"Schiriki, ich liebe dich."

Schnell drehte sie sich um, versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie weh ihr alles tat, und rannte los. Am Waldrand wurde sie wieder langsamer, drehte sich um und überlegte, ob sie sich auch von Lioku verabschieden sollte. Doch sie entschied sich dagegen, wollte keinen Abschied mehr und liess den Blick weiter über die Wölfe gleiten. Bei Cyron blieb sie hängen und merkte, dass alles seinen Kreislauf hatte. Vielleicht war er ja gekommen um sie zu "ersetzen"? Vielleicht war das alles vorbestimmt gewesen? Vielleicht würde wieder jemand verschwinden, wenn sie die Zeit des Rudels vermisste und vielleicht wieder zurück kam. Vielleicht... Leise drehte sie sich um und lief in den Wald.


Yuki nutzte die kleine Unterbrechung und rutschte näher an ihren Vater heran. Sie wollte ihn nicht verletzen, wollte nur, dass er wusste, dass ihr sein Glück am Herzen lag und sie wünschte sich, dass es irgendwann einmal wieder dazu kommen würde, dass sie Geschwister kriegen würde, irgendwann...

"Sei mir nicht böse, Vater... Ich möchte einfach nur, dass du wieder richtig glücklich wirst."

Sie fuhr ihm kurz mit der Zunge über die Schnauze und entfernte sich dann einige Schritte um die Ankunft Edanas zu erwarten. Außerdem spürte sie die Aufregung ihres Vaters, wusste, dass die Fähe lange nicht da gewesen war und wollte ihn nicht unnötig mit unnötigen Fragen stören. Er, das wusste Yuki, würde ihr auch den gemeinsamen Moment gönnen wenn Siran zurückkehren würde. Auch wenn das Verhältnis ihres Vaters zu Edana ein anderes war als das ihre zu Siran. Oder würde sich das vielleicht auch einmal angleichen, würde ihr Herz Siran vergessen können und ihn nichts weiter als ein lange fortgewesenes Rudelmitglied für sie sein lassen?


Kayuna merkte wie Sora sich vom Rudelplatz entfernte, wollte sie gehen? ER sah sie mit schrägem Kopf a, aber, aber sie war doc die Gefährtin von seinem Paten, sie konnte ihn doch nicht alleine lassen. Er heulte kurz auf.

"Sora? Wo willst du hin?"

Dann drehte er sich zu Lioku, es befand sich eine Gewisse Anspannung zwischen den Wölfen. Er sah zu Yuki und legte den Kopf schief.





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Kyro, Lijenna, Joshua



09.07.2010 19:58
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Mingan



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Plot 20: Die Macht der Sonne #17.06.2005-29.07.2005
Saphir: 16
Kyro: 15
Lioku: 14
Chihiro: 13
Akira: 13
Kayuna: 10
Syracus: 10
Faramir: 9
Reiko: 7
Darkjana
: 6
Sakura: 6
Edea: 6
Sharon: 6
Yuki: 6
Sora: 5
Siran: 5
Tokala: 4
Shiriki: 3
Nephtys: 3
Attaché: 2
Edana: 2
Cyrion: 2
Lilly: 2
Katan: 2
Akelei: 2
Noir: 2
Eilan: 1




Gesamt: 172




Geschlecht


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Charakterbogen





Beitrag gepostet:
22.08.2012
20:40
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