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Nenjo



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Nenjo hatte es geahnt. So was konnte nur ihm passieren, gerade hatten sie davon gesprochen, dass das Rudel eventuell die Insel finden würde und sie dann wahrscheinlich vertreiben würde, da kam auch schon Shin angelaufen und verkündete, dass es so sein sollte. Er hatte sich nicht einmal mit dem Gedanken anfreunden können. Nenjo hatte geschnauft und war davon gelaufen. Er war ein Pechvogel, immer passierten IHM die doofen Sachen. Womit hatte er das alles nur verdient? Seine Mutter verliess ihn freiwillig, keiner der Welpen hatte ihn zu Anfang gemocht, seine Ersatz Mama war in einem Bach ertrunken, er hatte seinen letzten Vormittag auf der Insel mit diesem doofen Stummkopf verbracht… Und jetzt wurde ER aus seinem zu Hause vertrieben. Das wilde Gewusel um ihn herum das bald darauf begann nervte ihn, konnten die nicht ein bisschen Respekt vor seiner Trauer haben? Er sah auf das Hügelland zurück.

„Tschüss Hügelland, bis nie wieder."  

Murmelte er bevor er sich weiter von allem Erdenklichem in seinem Umfeld verabschiedete. Tschüss Steine, Tschüss Höhle, tschüss du doofer Käfer, tschüss Rudelplatz. So lief er umher und suhlte sich in seinem Selbstmitleid. So wenig ihm andere Wölfe Leid tun konnten, so besser konnte er sich selbst Leid tun.
Er hörte seinen Vater seinen Namen sagen und sah wehleidig auf. Den Plan hatte er so im umhergehen mitbekommen und das Gebrülle von Aramis konnte ja sowieso keiner überhören. Sie würden fliehen. Nicht mal kämpfen durfte er für sein zu Hause. Er schlappte zu seinem Vater.

„Ja ja… zusammenbleiben, schnell laufen, nicht trödeln und nicht spielen. Ich geh nicht weg, versprochen! Darf ich zu Li und Endeara gehen? Bitte? Du ziehst so einen ernstes Gesicht, dass macht mich noch trauriger als ich eh schon bin. Li kann wenigstens nicht traurig schauen."

Bettelnd sah er seinen Vater an, seine Stimme war wieder ganz weich gewesen und an dem offenen Blick merkte man, dass Nenjo nicht im geringsten beabsichtigt hatte etwas Gemeines zu sagen. Nur die Wahrheit.




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Beitrag gepostet:
23.04.2014
00:51




Nebenrollen
xx






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Nebenrollen

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Shin trat Kasumi entgegen, deren Worte er vernommen hatte. Mochte sein, dass sein Gehör nicht mehr so empfindlich war, wie in jungen Jahren, aber schwerhörig war er noch nicht. Seine Augen sorgten ihn weit öfter, aber auch darum machte er sich nicht allzu viele Gedanken. Es reichte, um zu erahnen, was vor ihm lag und bei der Auseinanderhaltung der Wölfe half ihm seine Nase. Der Kreis der Tiere hingegen ersetzte ihm die Augen und die schnellen Läufe, die er eingebüßt hatte. Er war alt und das wusste er.

„Kasumi...“, grüßte er nickend. „Wolfsschwester... nimm dich den jungen Seelen an und führe sie hinter uns her.“

Sein Blick glitt zu Mingan, der sich bisher auch nicht weiter bewegt hatte und offenbar versuchte, alles zu überblicken.

„Bruder Wolf... hilf deiner Schwester... sorgt für die Sicherheit derer, die direkt auf Katan und Aszira folgen. Behaltet sie im Auge und schützt ihren Rücken.“

Damit wandte er sich ab und trat an Aszira und Katan vorbei. Die ruhigen Augen betrachteten die beiden aufgebrachten Wölfe, wobei nicht ersichtlich wurde, wie viel er tatsächlich noch von ihnen sehen konnte. Er erkannte sie auf seine Weise und wusste das Schwarz vom Weiß zu unterscheiden.

„Ich werde euch den Weg weisen.“

Er würde sie nicht leiten und nicht führen, das war nicht seine Aufgabe. Der einst starke Leitwolf war längst kein Anführer mehr, sondern nur eine Quelle an Lebenserfahrung und Ruhe. Die Pfoten setzte er zügig voreinander und war sicher, dass das Jungvolk folgen konnte. Er lief zum Fluss und überquerte ihn über den Baumstamm, der ihnen allen stets Brücke war. Dann folgte er seinen Ufern, bis zur Abzweigung, ehe er ins Wasser watete, um seine Spuren zu verwischen. Die Fluten umspülten seine Pfoten mit kaltem Bergwasser, aber er kannte seinen Weg. Er hätte ihn blind gefunden und verließ sich auf seine Nase und sein Gehör.




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Malumir, Xanthara, Zion



23.04.2014 16:56
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Lunar
Luciano Nacho






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Das Rudel beginnt, Shin zu folgen. An der Spitze Katan und Aszira, gefolgt von etlichen Welpen. Danach Kasumi und Mingan, die auf die Jungtiere achten, danach Aramis und die Welpen, die sich in dessen Obhut befinden. Letztlich Demon mit seinem Nachwuchs und Kyro, Ilja, Daina und Rayani.

Lunar betrachtete seine jüngste Tochter nachdenklich und sah dann auf, als Endeara zu ihm gelaufen kam. So etwas wie väterlicher Stolz flutete ihn, während er die beiden jungen Fähen betrachtete. Wie schnell die Kleinen erwachsen wurden. Vielleicht zu schnell? So wie es bei seinen Geschwistern und ihm gewesen war? Oder war es einfach normal? Er schleckte Endeara über den Kopf.

„Ich weiß, du wirst dich vorbildlich verhalten.“

Das war nicht nur so daher gesagt, sondern völlig ernst gemeint. Seine Tochter war so sehr darum bemüht, eine Stütze zu sein... schon so früh. Wie konnte ihn da nicht eine Woge aus Zuneigung überkommen? Er musste seine Familie beschützen und in Sicherheit bringen. Jedes einzelne Mitglied dieses Rudels.

„Geht...“

Er sah, dass die Spitze aufbrach und machte eine Kopfbewegung, die seine beiden Töchter entließ. Bei Aramis waren sie gut aufgehoben, das wusste er und er selbst würde dafür sorgen, dass niemand unterwegs verloren ging, indem er das Schlusslicht bildete.
Er hatte Yavru, Kyunar und Nyela bereits hinter Aszira und Katan hergetrieben, die im Begriff waren, Shin zu folgen. Nun war der Rest an der Reihe. Rayani schien gut versorgt zu sein, genauso wie Lijenna und Endeara. Kurz behielt er Nenjo, Yalaan und Laelia im Blick. Demon hatte sich ihnen angenommen. Ciscia und Reszani waren an der Spitze. Wer fehlte?
Der weiße Leitwolf gab Syrayn einen sachten Stoß, damit dieser zu den anderen aufschloss. Bei Mingan und Kasumi war sein Wurfältester gut aufgehoben. Lunar trat zu Veyràn hinüber.

„Wo ist Xavra?“




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Kyro, Lijenna, Joshua



23.04.2014 17:05
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Kyro
Kyro Akira






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Kyro beobachtete die beiden Ladys aufmerksam und locker. Er streckte sich betont gemütlich und sah sich um. Er spürte wirklich keine Angst, nur Sorge. Es gab ohnehin nicht viele Möglichkeiten. Entweder überlebten sie gemeinsam, oder sie gingen gemeinsam unter. Sie mussten es nur geschickt anstellen.
Er blickte auf Rayani hinunter. Wieder eine Tochter von Darkjania. Oh, er hatte es einfach mit den Töchtern dieser schwarzen Wölfin. Fehlte eigentlich nur eine, aber das war wohl auch Lunar gerade aufgefallen. Der Altwolf musterte kurz die beiden unterschiedlichen Rüden. Würde schon alles klappen, oder?

„Na kommt... schließen wir zu den anderen auf...“

Das Rudel hatte sich in Bewegung gesetzt und sie waren drei Erwachsene, die einen Welpen betreuten. Etwas übertrieben. Besser, sie nahmen noch ein paar weitere Jungtiere unter ihre Fuchtel, huh?
Kyro musterte den Zug aus Flüchtlingen. So weit war es nun also schon gekommen? Verflucht. Verflucht... flüchtend. Er schüttelte den Kopf und unterbrach sich dabei, mit dem Wortwortspiel weiter zu machen. Mit einem Nicken munterte er Daina und Ilja auf, die sich sicher gegenseitig genug Stütze sein konnten und gesellte sich zu Demon, der allein versuchte, seinen Nachwuchs im Auge zu behalten. Damit lief er auch hinter Aramis.
Kurz musterte er Lunars komische Tochter, die womöglich ein großes Problem würde darstellen, aber er sagte nichts dazu. Was auch? Sie konnten die junge Fähe schlecht zurücklassen, weil sie vielleicht den Tod des Rudels verursachen würde. Haha. Das wäre es! Das absolut zynischste Geschenk des Schicksals.
Der Altwolf seufzte ein bisschen und musterte dann die Welpen zu Demons Pfoten.

„Alles klar?“

Besonders einfühlsam wirkte Kyro nun nicht gerade. Vielleicht passte er damit gerade ganz gut zu Nenjo. Andererseits verbreitete er zumindest nicht noch mehr Panik.




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Lu, Lio, Josh, Lijenna



23.04.2014 18:10
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Yavru





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Wolf

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Der dunkle Welpe konzentrierte sich soeben noch auf den verletzten Lunar und wollte gerade fragen, ob er dem Alpha noch was hätte bringen können, als sich urplötzlich ein riesiger Schwarm Vögel erhob und den kompletten Himmel in ein tiefes Grauschwarz tauchte. Yavru richtete seinen neugierigen und zugleich verwirrten Blick gen Himmel, während er zu erraten versuchte, was es mit diesen Vögeln auf sich hatte. Er legte den Kopf schief und blickte sich dann nach den anderen Welpen um, vielleicht saß ja ein anderer Artgenosse ebenso perplex da und beobachtete die aufgescheuchten Flieger. Aber er entdeckte keinen anderen Welpen, weshalb er nun doch von der Idee abließ, sich von Lunar zu entfernen. Außerdem wollte der Welpe ihm doch helfen und da konnte er nicht einfach davonrennen. Viel lieber beobachtete er weiterhin das rege Treiben am Himmel und blieb neben dem Alpha und den anderen beiden jungen Wölfen sitzen. Das Geflatter drang in seine kleinen, doch guten Öhrchen und dennoch empfand er es als eher wenig störend. Plötzlich flogen einige Vögel in Richtung Boden, was Yavrus Interesse weckte.

«Lunar? Wer sind diese Vögel und was machen die da?«

Der Alpharüde hat den drei jungen Knospen zwar vom fremden Rudel erzählt, aber die Vögel hatte er ausgelassen. Als Lunar plötzlich ihr Geheul ertönen ließ, wurde der Welpe nervös. Hatte es was mit diesem fremden Rudel zu tun? Sind sie etwa fast an unserem Rudel angekommen? Damit war die Fragestunde wohl nun vorüber, was Yavru sichtlich nicht gefiel.
Am Rudelplatz sind nun alle angekommen, und der dunkle Welpe merkte die angespannte Stimmung im Rudel. Alle versammelten sich bei Lunar und auch der Dunkle tat es jenen Großwölfen und Welpen nach, die dem Alpha ihre Aufmerksamkeit schenkten. Mit vor Aufregung pochendem Herzen legte er sich in die Nähe anderen Welpen und lauschte den Worten Lunars, die alles andere als sanft oder einfühlsam klangen. So wusste der junge Rüde, dass der Grund für die Versammlung alles andere als Freude bringend war. So wurde er auch noch durch die lautstarke Auseinandersetzung seines Vaters und Asziras bestärkt. Yavru konnte sich nur dunkel an die letzte Auseinandersetzung erinnern, die in solchem Maße vonstatten ging. Diese war aber auf ihn selber und zwei seiner Pflegegeschwister bezogen und tat nun nichts zur aktuellen Situation bei. Bei den harten Worten seines Vaters, der sich Aszira in den Weg stellte, lief dem Welpen ein kalter Schauer über den Rücken, der seine Nackenhaare steif werden ließ. Dann nahm er auch noch Lijennas besorgten Worte wahr und schon kamen ihm hunderte von Fragen in den Sinn. Wie sollten sie lebend aus dieser Sache rauskommen? Hatte das Rudel überhaupt eine Chance gegen die Fremden? Solche und noch mehr Fragen schwirrten wild in seinem Kopf herum. Die verwirrten, ängstlichen Blicke der Welpen und die ernsten, scharfen Blicke der Großwölfe machten ihn umso nervöser. Es machte ihm allerdings momentan nichts aus, er wollte nur Antworten. Dabei war er so tief in Gedanken versunken, dass er den Rest gar nicht erst mitbekam.




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Xaron, Lavaya



23.04.2014 23:20
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Lijenna
Lillyan Caesar






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Lijenna beobachtete ihren Papa noch und betrachtete dann Endeara, die wie immer auf sie aufpassen würde. Und Aramis auch. Da wehrte sie sich nicht dagegen, auch wenn sie nicht so genau wusste, was damit gemeint war. Wieso konnte Endeara aufpassen und sie nicht? Nicht schreien. Sie hielt sich allerdings nicht mit diesen Fragen auf, sondern tat, was man von ihr verlangte. Babalu wollte, dass sie Aramis folgte und Aramis wollte, dass sie alle auf ihn hörten. Endeara wollte das wohl auch, jedenfalls hätte es Lijenna schon gereicht, wenn es nur einem von ihnen so wichtig gewesen wäre. Es war aber wohl dreifachwichtig. Nicht schreien.
Der kleinen, weißen Wölfin schwirrte der Kopf. Soweit sie richtig verstanden hatte, ging es im Augenblick darum, den anderen zu folgen. Sie setzte sich also in Bewegung und machte sich daran, hinter den anderen her zu laufen. Sie orientierte sich einfach mal an Baba Nonon. Da war nämlich auch Nanscho. Nicht schreien.
Die Flut an Informationen, die gerade auf sie einwirkte, überforderte sie aber doch irgendwie maßlos. Nicht schreien. Diese Anweisung war Teil jedes Gedanken. Sie war da, wenn sie ihre Pfoten voreinander setzte und auch, wenn sie versuchte zu verstehen, was vor ihr geschah. Sie sah die ganzen Wölfe den Rudelplatz verlassen und die Wiese hinunter laufen. Wolf folgte auf Wolf. Nicht schreien.
Auf Aramis hören. Nicht schreien. Den anderen folgen. Nicht schreien. Nicht schreien. Manchmal musste sich Lijenna daran erinnern, was die genaue Bedeutung der Worte war, die sie immer wieder in ihrem Kopf wiederholte. Letztlich biss sie die Zähne fest aufeinander, sodass sie nicht so einfach den Fang öffnen konnte. Nicht schreien.
Manchmal irrten ihre Augen dennoch umher. Nur den anderen folgen. Nichts sonst. Folgen und nicht schreien. Egal was passierte, hatte ihr Babalu gesagt.




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Lu, Kyro, Josh, Lio



24.04.2014 00:32
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Laelia
Laenna Aracely






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Für Laelia ging alles sehr schnell. Denn gerade noch wollte sie unbedingt Lob und Annerkennung von den beiden Altwölfen und dann war da plötzlich dieser Vogel, der von etwas sprach, dass Laes kleines Köpfchen nicht aufnehmen wollte und sie liefen zurück zum Lager.

Dort angekommen warf Lae einen Blick auf die beiden Erwachsenen, die sich jedoch auf etwas anderes als sie zu konzentrieren schienen. Kurz dachte sie, auf sich aufmerksam zu machen, doch was erwartete sie dann von ihnen? Dass sie ihr alles erklärten? Als schon nicht mehr ganz so kleiner Wolf sollte Lae das auch alleine rausfinden, entschied sie. Also nickte sie Syrayn kurz zu und verabschiedete sich so und ging dann ihre Brüder suchen.

Ein wenig später waren sie schon am Weg. Laelia hatte die Versammlung mit großen Augen beobachtet, geschockt. Sie hatte nie gedacht, jemals von hier wegzumüssen. Und wenn, dann nicht so aprupt. Am liebsten wäre sie aufgesprungen und hätte laut gefordert, hier zu bleiben und zu kämpfen. Man konnte doch nicht einfach so seine Heimat aufgeben! Das war doch absolut ... feige! Und doch ging sie jetzt zusammen mit dem ganzen Rudel weg. Am liebsten hätte sie protestiert und laut geschrien, doch sie traute sich nicht. Es herrschte eine gespannte, nervöse Atmosphäre, die in Laelia das Bedürfnis weckte, sich fest an ihren Vater und ihre Brüder zu kuscheln und dort für immer liegen zu bleiben.
'Komm schon, reiß dich zusammen. Du bist so kindisch...', sagte sie sich. So schlimm war das alles doch gar nicht, redete sie sich ein. Denn schließlich waren noch alle da, die sie mochte, und sogar ein paar mehr. Und das Rudel war ihr zuhause, nicht der Ort, an dem es gelagert hatte. Und doch ... bei dem Gedanken, sich nie wieder in den Steinhölen verirren zu können musste sie die Zähne fest aufeinanderpressen, um ein aufkommendes Wimmern zu ersticken.




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Arythaine Ar'Telean



26.04.2014 21:33
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Katan



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Katan wich keinen einzigen Zentimeter vor der wütenden Fähe zurück. Sollte sie doch Knurren und Schnappen und ihn dabei mit Drohungen und Geifer bespucken, all das prallte an ihm ab. Er sah sie nur noch einen Moment mit ausdruckslosen Augen an, dann drehte er ihr die Schulter zu. Die anderen Wölfe waren seinen Aufforderungen ohne Umschweife nachgekommen und es dauerte nur wenige Augenblicke, bis der alte Shin bei ihm und Aszira angekommen war. Einen Wimpernschlag später waren sie bereits aufgebrochen. Jetzt hatte die jähzornige Altwölfin auch keinen Grund zum meckern mehr, dachte er kopfschüttelnd während er Shins Weisungen folgte - nie ohne einen Blick über die Schulter zu werfen.

Ohne bewusst daran denken zu wollen, wanderten seine Gedanken zu dem Gespräch zurück, dass Aszira und er nur vor Tagen geführt hatten. Zum einen Empfand er Respekt für die Fähe, die schon so viel durchlebt hatte, zum anderen hatte er das Bedürfnis, sie in ihre Schranken zu weisen. Das könnte sich allerdings als kontraproduktiv erweisen, befand er und beinahe hätte er darüber geschmunzelt. Er musste aktiv seinen Geist in die Gegenwart zurückholen und alle seine Sinne auf seine Umgebung einstellen. Ob Aszira ihn vielleicht auch deshalb einen Träumer nannte? Schluss jetzt! Wer leiten will, der muss auch da sein. Also Zwang sich der Weiße dazu, sich ausschließlich auf seine Aufgaben zu konzentrieren, auch wenn das hieß, dass sein Puls schneller ging und sich seine Muskeln verspannten, angesichts der Gefahr, die ihnen drohen mochte. Mit ein paar raschen Tritten holte er zu Shin auf.

"Diese Eingänge in den Berg, die so schwer zu finden sind für jene, die sie nicht kennen - woher kennst du sie?"

Er hielt kurz inne.

"Wir wissen deine Hilfe zu schätzen, Shin. Und die des Rates der Tiere. Shinaii ist zu unserem Zuhause geworden, der Gedanke daran es zu verlassen ist verstörend und traurig. Aber ich hoffe auch, dass ihr unversehrt bleibt, du und die deinen."




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Beitrag gepostet:
28.04.2014
21:41




Lunar
Luciano Nacho






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Die Gruppe setzte sich in Bewegung und überquerte den reißenden Fluss, um am Ufer des Seitenarms, wo das Wasser weitaus langsamer floss, entlang zu wandern. Lunar und Veyràn waren zurückgeblieben, um Xavra zu suchen.




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Kyro, Lijenna, Joshua



30.04.2014 23:17
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Lunar
Luciano Nacho






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Kyro hatte eine Weile mit Demon über dessen Welpen gewacht und war dann dem Rudel gefolgt, um alle im Auge zu behalten. Im Augenblick lief er neben Laelia her und beobachtete dabei auch Ciscia.

Lijenna hielt sich in Aramis' Nähe und lief im Augenblick neben Rayani her. Mingan war auch nicht weit entfernt und schien über ihre Flanke zu wachen, die Aramis nicht gleichzeitig mit der anderen Seite decken konnte. "Hastu Angscht?", erkundigte sie sich bei Nanani.

Nyela drehte immer wieder das Köpfchen, um nach ihrem Papa zu sehen, der mit Onkel Veyràn in die andere Richtung gelaufen war. Diese Tatsache hatte sie verunsichert und ließ sie nun ihre Patentante aufsuchen. "Susu?", begann sie unschlüssig. "Wir laufen doch weg, von dem gefährlichen Rudel... aber Papa und Onkel Veyràn laufen ihnen nun entgegen. Das ist doch sehr gefährlich, oder?"

Rayani biss die Zähne fest aufeinander. Sie wollte hier nicht sein. Sie wollte zu Xavra, wollte helfen, sie zurück holen, sie ankeifen wieso sie…Doch sie wusste das sie dann Daina und Ilja zurück lassen würde, das konnte sie nicht, durfte sie nicht. Ein wenig unbegeistert hatte sie sich vorschieben lassen und lief jetzt neben Nainana her. Auf ihre Frage nickte Rayani ein wenig abwesend „Ja, das sie nicht wieder kommen“ dann schwieg sie, sie sah Nainana nicht wirklich an.

Kasumi war eine Weile mit Mingan zusammen hinter der Spitze und einigen Welpen gelaufen. Sie war momentan an Syrayn´s Seite und auch ihre Patin war in ihrer Nähe. Sie warf immerzu ein Blick auf die kleine hübsche Welpin die sich nun scheinbar verunsichert an sie wandte. „Nyela, weißt du die beiden suchen Xavra. Für Veyràn ist es sehr wichtig sie zu finden und Lunar wollte ihn scheinbar nicht alleine gehen lassen.“ Sie schluckte selbst einen Moment ehe sie fortfuhr „Aber ja du hast recht es ist gefährlich, doch das heißt nicht das sie es nicht schaffen werden.“ Wenn man doch nur wüsste wo Xavra wäre. Kasumi bemühte sich um Ruhe, denn die Welpen brauchten auch mentale Sicherheit. Sie hoffte nur das es ihr gelingen würde Nyu etwas beruhigen zu können.

Lijenna schien eine Weile darüber nachzudenken. Nicht schreien. Babalu und Veyràn suchten Xavra, weil Xavra nicht auf die Erwachsenen gehört hatte. "Nainana muss machan fas Aramis sagt.", erklärte sie. "Nanani au... fail sanst bassirt fas schlimmas."

Reszani gab ihrer Mutter bescheid, dass sie bei Nainana laufen wollte, und ließ sich dann zurück zu ihr und Rayani fallen. Sie wirkte bedrückt - auch ihre Gedanken hingen nur bei Xavra.

Nyela nickte unschlüssig. Sie konnten es schaffen. Aber das bedeutete auch, dass sie es vielleicht nicht schaffen konnten, oder? "Weißt du, Susu... jetzt hab ich schon keine Mama mehr... das wäre ganz schlimm, wenn mein Papa auch noch zu den Sternen gehen würde." Die kleine Fähe hatte den Kopf gesenkt und betrachtete ihre Pfoten.

Rayani knirschte mit den Zähnen. „Das weiß ich doch“ in Rayani kam Wut auf die sie hinunter zu schlucken begann. „Ich bleibe bei euch, immerhin ist es wichtig“ Sie wandte den Blick zu Reszani und schwieg wieder einen Augenblick. „Hast du Angst Nainana?“ fragte sie schließlich.

Lijenna sah zu Sani hinüber und wedelte mit der Rute, damit ihre Freundin wusste, dass sie sich freute. "Nain. Nainana hat kaina Angscht.", gab sie zurück, als sie Nananis Frage hörte. "Nainana nit schraian."

Ciscia lief eine Weile, auch wenn natürlich in der Gruppe, alleine durch das Wasser, doch dann hatte sie das Gefühl beobachtet zu werden. Als sie sich nun umsah, entdeckte sie den Blick von dem Großwolf Kyro.

Kasumi betrachtete die rötliche Welpin vor sich. Sie so traurig zu sehen ließ ihr das herz schwer werden und sie waren bei einem Thema was Kasumi nicht gerade gern behandelte. Den Tod. Sie wandte den Blick auf Syrayn und betrachtete ihn einen Augenblick, wie er sich wohl fühlte? Sie stupste Nyela leicht anstupste. „Ich weiß, aber so darfst du gar nicht erst denken. Du musst an deinen Vater glauben.“ Kasumi atmete bewusst tief und legte etwas ruhiges in ihre Stimme.

Reszani lächelte kurz, als sie Nainanas Rutenwedeln sah, und erwiderte es mit ein paar wenigen Schlenkern. Sie hatte in letzter Zeit nicht mehr so viel mit ihrer Freundin gespielt, hatte lieber was Xavra gemacht. Dass Nainana ihr das nicht übel nahm, fühlte sich nun gut an. "Ich hab auch keine Angst", verkündete sie. "Aber Xavra wird mächtig Ärger kriegen, ohja!"

Syrayn lief neben Kasumi und Nyela her und war in sich gekehrt. So ganz hatte er die jetzige Situation noch nicht überblickt. Zu beschäftigt war er mit seinen eigenen Gedanken gewesen, dass er den anderen nicht wirklich zugehört hatte. Dann, als sich Syrayn beobachtet fühlte, blickte er auf und sah Kasumi an.

Laelia trottete so vor sich hin. Ihr Vater war irgendwohin verschwunden, und jetzt waren nur Ciscia und Kyro, ein Großwolf bei ihr geblieben. Sie wandte sich an ihn: "Kommen wir irgendwann wieder zurück?"

Rayani sah Nainana einen Augenblick schweigend an. In letzter Zeit hatte sich rRayani manchmal gewünscht jemand anderes zu sein…wie es wohl wäre Nainana zu sein, nicht traurig sein zu können, keine Angst zu haben? Auf die Worte von Reszani hätte sie wohl lächeln sollen doch sie erwiderte darauf ein ziemlich trocken wirkendes „Wenn…sie wiederkommt“ dann schwieg sie wieder. Rayani war bemüht darum sich zu benehmen und nicht irgendetwas Dummes machen. Sie war nicht so wie ihre Schwestern, sie wollte besser sein.

Nyela ließ sich die Worte durch den Kopf gehen. "Aber was ist denn, wenn das Glauben nicht hilft?", erkundigte sie sich bei ihrer Patentante. "Ich hab auch geglaubt, dass Mama einfach wieder kommt... aber sie ist ertrunken."

Mingan betrachtete einen Moment die Welpen, wie sie zwischen ihnen liefen. Gleichzeitig fehlten aber auch welche, waren doch nicht alle der kleinen Fellknäule dar. Jedoch damit beschäftigte er sich nicht weiter, vielmehr war sein Blick zur Hälfte darauf gerichtet, dass die Fellknäule ihnen keinen Strich durch ihren Plan machten und zur anderen Hälfte war er mit sich selber beschäftigt. Ein wenig war er schon darüber erstaunt, was diese neuen Umstände alles verändert hatten. Damit meinte er gewiss nciht nur ihre Neue Situation, sondern auch im Rudel hatte sich einiges getan, dies war zumindest seine Empfindung.

Ciscia bemerkte, dass bei dem Großwolf auch noch einer ihrer Altersgenossen war. Lia war bei ihm und so überlegte sie kurz, ob sie den beiden Gesellschaft leisten sollte. Doch lange musste sie nicht überlegen, war sie es doch überdrüssig so alleine durchs Wasser zu waten. So platschte sie auf die Beiden zu.

Lijenna nickte, weil man das machte, wenn man die Worte von jemandem bestätigte, ohne sie laut auszusprechen. "Nit gut gahan allain." Gar nicht gut, um genau zu sein. Sie sah zu Nanani, nachdenklich. "Bistu schan traurig bavar fas traurig is?", wollte sie dann wissen.

Kasumi fuhr ihrer Patin liebevoll durchs Fell ehe sie weiter durchs Wasser ging. „Dann hat die Natur das so gewollt“ murmelte sie leise und sah dann zu Syrayn der sie nun auch anblickte. „Du wirkst sehr nachdenklich, wenn du über was sprechen magst ... ich bin da“ murmelte sie und wandte sich dann an ihre noch immer unsichere Patin „Nyu, manchmal ist glauben und hoffen das einzige was man tun kann und es ist immerhin besser als gar nichts zu tun, oder?“

Kyro sah auf die kleine Wölfin hinunter und schüttelte den Kopf. "Nein. Wahrscheinlich nicht, Laelia.", erklärte er ehrlich. "Wir sagen 'lebwohl' zu alldem hier... zu unserer Heimat." Er blickte wieder zu Ciscia. "Es ist wichtiger, zusammen zu sein... dann kann man nämlich immer wieder ein neues Zuhause finden."

Syrayn blickte wieder stur auf den Boden. Er wollte sich nicht zwischen Kasumi und Nyu drängen und sonst war niemand da, mit dem er reden konnte. Er lauschte also den Worten der anderen und würde gegebenfalls selbst etwas einwerfen, wenn er etwas Wichtiges mitzuteilen hatte.

Reszani sah Rayani erst stirnrunzelnd, dann schockiert an. Der Gedanke, dass Xavra nicht zurück kommen könnte, war ihr noch gar nicht gekommen, und nun entsetzte sie diese Möglichkeit. "Du meinst wie... Chenzi?"

Nyela hob leicht die Schultern und ließ sie wieder sinken, den Kopf hin und her wiegend. "Ich weiß auch nicht. Aber ich wüsste gerne schon, ob zu glauben noch etwas bringt." Sie sah zu ihrem Bruder hinüber. Sie wusste gar nicht, wie sich dieser fühlte und schämte sich dafür.

Laelia sah ihn groß an. "Wir kommen also nie wieder zurück? Nie nie wieder?" Sie wandte sich zu Ciscia, die gerade näher kam. "Hast du das gewusst, Sisa?" Lae war bewusst, dass sie wahrschienlich ein wenig dümmlich klang, doch irgendwie schockte sie das ganze gerade ziemlich.

Rayani sah Nainana an. Das sie immer so direkt war hatte Rayani geholfen über ihre Traurigkeit zu sprechen und auch wenn Nainana sagte sie verstand vieles nicht, wirkte es manchmal ganz anders. „Nein…aber wer sagt das Papa und Lunar es schaffen sie zu finden.“ Als sie dann auf einen schockierten Blick von Reszani traf nickte sie , betrübt darüber das Reszani so schockiert wirkte. „Ja wie bei Chenzi. Da hat es ja auch keiner geschafft.“ Sie stellte gerade Tatsachen da und wäre sie nicht so wütend würde sie vermutlich verzweifelt versuchen ihrem Vater nach zu laufen, egal ob das gut wäre oder nicht. Doch so knirschte sie nur erneut mit den Zähnen, was tat sie hier. Wieso sagte sie so etwas. Was wenn andere durch ihre Worte traurig wurden? Rayani war verwirrt.

Ciscia bekam noch die Worte des Großwolfes mit, wusste aber nicht so recht, was sie davon halten sollte. Auch wenn sie wohl nicht so geschockt wie die Andere aus sah, konnte auch sie es nicht fassen. So schüttelte sie nur leicht fassungslos den Kopf. Doch aufgeben wollte sie noch nicht, und so fragte sie Kyro leicht verwirrt: "Können wir nicht zurückkehren, wenn die anderen wieder weg sind?"

Kasumi sah nachdenklich auf den kleinen braunen Welpen. Er sagte nichts und schwieg, Kasumi senkte den Blick und seufze leise. Dann hob sie den Blick wieder und sagte „Weißt du Nyela, ich hatte damals aufgehört zu glauben…“ sie schluckte aufkommende Traurigkeit in sich runter „Doch dann traf ich auf dieses Rudel und habe wieder damit angefangen, denn es ist wichtig zu glauben. An andere, an sich selbst.“ Sie sah auch noch mal zu Syrayn „Bitte hört nicht auf zu glauben, ihr Beiden.“ Das durfte nicht passieren, die ganzen kleinen Sonnen die Kasumi dazu veranlasst hatten endlich auf zu stehen. Sie durften nicht verblassen.

Lijenna hörte aufmerksam zu. Sie wusste nichts über Hoffnung oder Hoffnungslosigkeit. "Fann Scha Safra kamman nit fida, Scha Safra kamman nit fida. Fann Scha Safra kamman fida, si kamman fida." Sie sah von Rayani zu Reszani. "Un Babalu au."

Kyro betrachtete die beiden Welpen. "Ich weiß nicht... vielleicht... aber erst einmal müssen wir weit weg gehen, um in Sicherheit zu sein. Und dann wissen wir noch nicht, ob sie überhaupt wieder gehen.", erklärte er den beiden Welpen. "Es ist wichtig, dass wir an unsere Sicherheit denken."

Laelia sah den Großwolf an, und dann Ciscia. "Aber... können wir sie nicht einfach vertreiben? Ihr Größwölfe könnt sie doch sicher in die Flucht schlagen! Oder nicht?" fragte sie ein wenig hilflos.

Reszani schluckte. Chenzi hatte niemand wiedergefunden. Also war es in der tat möglich, dass auch Xavra nicht gefunden werden würde. Ein Gedanke, der ihr den Magen zusammenzog, bis es schmerzte. Jetzt hatte sie doch Angst - Angst um Xavra. So einfach wie Nainana konnte sie über diese Möglichkeit nicht hinweg gehen. Nicht diesmal. Diesmal würde sie erfahren, wie sich all jene gefühlt hatten, wenn sie jemanden verloren hatten. "Hoffentlich haben sie diesmal mehr Glück", flüsterte sie leise, weil ihr ihre Stimme versagte.

Ciscia war nicht so wirklich von der Antwort begeistert. Sie hatte das aber nur zu deutlich gehört, doch dann kam ein vorschlag von Lia. Sie hatte zwar schon von den anderen gehört, dass die anderen zu viele waren. Dies hieß aber nicht, dass es ihr einfach fiel dies zu akzeptieren. So nickte sie und sagte: "Wir helfen auch dabei!" Sie war überzeugt, dass die anderen sie unterstützen würden. Dabei reckte sie ein wenig ihre Brust nach vorne, wollte zeigen wie groß und stark sie schon war.

Rayani sah zu Nainana und sagte „Ja, das stimmt schon…“ was Nainana sagte war ja nicht falsch. Aber das war eben das besondere an der Fähe, sie war so...anders und Rayani würde immer noch gerne verstehen was für Nebel sie gemeint hatte. Doch darauf konnte sie sich nicht konzentrieren. Denn Reszani wurde leise und Rayanis Augen weiteten sich. War sie daran Schuld? „Es tut mir Leid“ wisperte sie und würde wen Reszani es zuließ sie mit der Schnauze berühren. „Es ist nur…“ Rayani klappte den Fang zu, nein sie sollte nicht so viel sagen. Sie machte doch nur wieder jemanden traurig und das war etwas was sie absolut gar nicht wollte. Die Wut in ihr schien ab zu ebben, doch ihre Unsicherheit kam zurück.





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Kyro, Lijenna, Joshua



30.04.2014 23:17
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Lunar
Luciano Nacho






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Wolfsträumer (+)

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Kyro musterte die beiden Welpen streng. "Keiner von uns hat nur den Hauch einer Chance gegen sie.", erklärte er deutlich. "Hört auf, euch so einen Unsinn auszudenken. Kein Erwachsener ist ihnen gewachsen und schon gar kein Jungtier. Allein bei dem Versuch würdet ihr euch und alle, die euch zu Hilfe eilen, in Schwierigkeiten bringen. Das dürft ihr auf gar keinen Fall tun! Niemals! Versteht ihr?"

Syrayn blickte erneut hoch. "Ich glaube an gar nichts, als an mich und die anderen Lebenden Geschöpfe, die einen freien Willen besitzen und Dinge verändern können. Bei Göttern ist das anders. Bei denen kann man nur hoffen, dass überhaupt irgendwas passiert. Und wenn, dann kann man sich nicht mal sicher sein, ob es etwas Gutes ist." Woher diese Worte auf einmal in seinem Kopf waren wusste Rayn nicht, doch sie hörten sich anständig und erwachsen an und das war gut so, immerhin war er kein Welpe mehr.

Nyela 's Ohren zuckten, als sie irritiert den Blick hob und zu ihrem Bruder hinüber sah. Seine Worte wirkten auf sie befremdend. "Ich verstehe nicht was geschieht.", murmelte sie. "Ich weiß nicht einmal, woran ich glauben soll. Was ist, wenn mein Vater und Veyràn nicht zurückkehren und Xavra auch nicht? Was, wenn diese anderen Wölfe uns einholen und uns alle töten? Was soll ich glauben? Dass es richtig so ist, wie es ist?"

Laelia duckte sich leicht, als der Großwolf scharf erwiederte, dass das nicht ginge. "Ja", sagte sie niedergeschlagen. "Wir wollten niemanden nerven. Ich kann mir nur nicht vorstellen, niemals wieder zurückzukehren..."

Lijenna beobachtete die beiden Schwestern an ihrer Seite. Lijenna war die letzte, die verstanden hatte, adss sie gar nicht mit den Beiden verwandt war. Jetzt waren beide traurig und Nainana war wieder die, die eben nicht traurig sein konnte. Trösten konnte sie allerdings auch nicht, obwohl sie sich schon viele Gedanken über dieses Tun gemacht hatte.

Ciscia war eigentlich klar gewesen, dass sie eine Abfuhr bekommen würde, und dennoch war sie ein wenig überrascht von der Reaktion. Es war wohl wirklich deutlich gewesen, was Kyro ihnen sagen wollte, und wenn sie zuvor sich aufgerichtet hatte, so viel sie nun deutlich zusammen. Dabei nickte sie vorsichig, und lauschte den Worten von Lia.

Reszani hob den Kopf und sah Rayani verwirrt an. "Was tut dir leid?" Bezog sie sich auf Xavra? Aber was meinte sie dann damit? Reszani konnte die Entschuldigung der Schwarzen nicht einordnen.

Kyro beobachtete die beiden jungen Fähen sehr aufmerksam. "Vergesst nicht, auf die Erwachsenen zu hören. Das ist gerade sehr viel wichtiger als sonst. Wenn ihr es nicht macht, bringt ihr euch und andere damit in Lebensgefahr.", schloss er das Thema. "Ihr könnt alle noch nicht einmal richtig jagen... geschweigedenn kämpfen. Und diese Wölfe, die uns vertreiben, haben wahrscheinlich ihr ganzes Leben lang nichts anderes getan."

Kasumi blickte verwundert auf den braunen Welpen. „Ich sprach auch nicht davon das du an Götter glauben sollst, Syrayn.“ sagte sie und fügte hinzu „Aber deine Einstellung ist interessant.“ Jetzt kreisten ihre Gedanken über Syrayn. „Nyela, Nyela“ murmelte sie und konnte sich nicht weiter Fragen was in Syrayn vorging, denn ihre Patin wurde nur noch verwirrter als zuvor. Kasumi biss sich auf die Zunge und war bemüht ihre ruhe zu bewahren „Was willst du denn glauben?“ fragte sie. „Wenn dein Vater und die andere nicht zurück kommen werden wir ohne sie weiter ziehen. Wenn die anderen Wölfe uns einholen und töten, haben wir unser bestmögliches getan, aber es nicht geschafft. Es kann immer alles passieren. Die Natur und das Leben sind so.“ sei seufze und hatte das Gefühl das sie gerade etwas unsensibel war. Doch Kasumi fühlte sich überfordert. Sie wollte ja helfen, aber scheinbar gelang es ihr nicht. Sie wusste nicht wie man andere beruhigte und anderen die Verwirrung nahm.

Rayani sah Reszani an „Ich bin einfach nur etwas wütend und wollte nicht das du jetzt traurig bist…habe ich dich nicht eben traurig gemacht?“ murmelte Rayani und versuchte sich innerlich zu sortieren. „Ich wäre gerne du Nainana“ nuschelte sie halb undeutlich zwischen ihren zähnen hervor. So viele verschiedene Gefühle, wer zur Hölle konnte denn bitte mit so was umgehen?

Syrayn wandte den Blick wieder gen Boden und sagte erst einmal gar nichts mehr.

Lijenna sah wohl ratlos aus. "Nainana is Nainana. Nit Nanani is Nainana. Nanani is Nanani.", steuerte sie bei. "Nanani muss nit laid tun, sain Nanani. Nanani is gut als Nanani."

Laelia meinte niedergeschlagen: "Okay. Ich werde mir Mühe geben..." Dann trottete sie ein bisschen vor sich hin, ohne etwas zu sagen. Plötzlich fiel ihr etwas ein. "Wohin gehen wir überhaupt? In ein fremdes Land?" Plötzlich wurde sie aufgeregt, denn sie war immer schon neugierig auf alles mögliche gewesen.

Nyela trat auf ihren Bruder zu und schmiegte sich im Laufen an diesen. Einfach so. Sie hätte auch nicht so genau sagen können, was sie da machte.

Ciscia hatte sich langsam wieder ein wenig aufgerichtet und so hörte sie geduldig zu. "Okay.", sagte sie noch bestätigend. Mehr gab es dazu wohl nicht zu sagen, und sie musste sich wohl eingestehen, dass Kyro recht hatte, auch wenn es echt nicht so toll war. Doch als nun Lia auf das vor ihnen liegende zu sprechen kamen, richteten sich ihre Öhrchen wieder abrupt auf und sie sah Kyro erwartend an - gespannt auf die antwort.

Reszani verstand noch immer nicht genau, warum Rayani glaubte sich entschuldigen zu müssen. "Red' keinen Quatsch", erwiderte sie schließlich trocken, innerlich etwas hilflos aber ohne den Willen, das zuzugeben. Nainanas Ausführungen belustigten sie anschließend und dämmten die Wut ein, die sich in ihr hatte ausbreiten wollen. "Klar, kann ja auch nur Nanani wie Nanani sein", ergänzte sie.

Kyro nickte nachdenklich. Fremdes Land. In seinen Ohren hatte sich das auch mal spannend angehört. Vielleicht war es gut, dass die Welpen die Welt sehen würden? "Jetzt werden wir erst einmal im Berg Zuflucht suchen und uns dort verstecken, bis wir fliehen können. Und dann steht uns die ganze Welt offen... es gibt dort draußen sehr viele fremde Lande."

Rayani sah Nainana und Reszani verwirrt an. Erstmal sah sie Reszani zweifelnd an. Aber Reszani war doch nach ihren Worten so schockiert gewesen? Oder nicht? „Okay“ sagte sie also nur und atmete durch. „Ja okay, okay.“ Murmelte sie und ein schwaches Lächeln erschien. Rayani verfiel eindeutig zu schnell in Stimmungsschwankungen.

Kasumi schwieg erstmal. (Syrayn du darfst, ich zieh kasu kurz raus)

Laelia nickte. Das klang schön. Das mit der Welt. Das, dass sie sich im Berg verstecken würden, klang wieder eher langweilig. Sie warf einen kurzen Seitenblick auf Ciscia. Was sie wohl davon hielt?

Ciscia fand das dies gut klang. Auch wenn sie nicht gerade begeistert war, dass sie ihren Angestammten Platz verlassen mussten. Jedoch das rufende Abenteuer war zu verlockend und so fragte sie begeistert: "Und wir dürfen dies alles erkunden? Alles erforschen?" - Nicht dass sie sich unbedingt von einem Gebot abhalten lassen würde, doch mit Erlaubnis war es doch schöner, besonders da sie an die vorherigen Worte des Großwolfes denken musste. Natürlich war es unerlaubt spannender, doch darauf konnte sie gerade wohl keine Rücksicht nehmen. Sie bemerkte den Blick von Lia, die wohl sich nicht ganz entscheiden konnte, was sie von halten sollte, und so sah Cis recht freudig zurück.

Lijenna beobachtete die beiden Schwestern. Man sah ihr die Aufmerksamkeit wie immer nur schwer an, dabei war sie hoch konzentriert. Immer wieder erinnerte sie sich selbst daran, dass sie nicht schreien durfte. Irgendwie hörte sie dazu ihre eigene Stimme, selbst wenn sie nicht bewusst daran dachte. "Fas glaubt ir... kannan fir halfan, fann fir auf Aramis un di andaran höran?"

Kyro versuchte ruhig zu bleiben und geduldig zu sein. "Wenn wir Erwachsenen euch sagen, dass wir wieder in Sicherheit sind, dürft ihr auch mal selbst erkunden... aber lauft nicht in der Höhle zu weit weg, solange wir noch nicht wissen, ob alles in Ordnung ist."

Syrayn blickte erstaunt zu Nyu und begann zu lächeln. Er war also doch nicht ganz allein. "Danke, dass du mich beachtest", meinte er halb im Scherz und halb ernst gemeint. Er erwiderte ihre Zuneigung indem er ihr sacht über den Kopf pustete. Er tat das immer wieder gern, teils um sie zu necken, teil um ihr nun zu zeigen, dass er sie nicht allein lassen würde bei dieser Bedrohung durch das Rudel.

Reszani dachte nur kurz über Nainanas Frage nach. "Naja, alle Erwachsenen wollen unbedingt, dass wir genau tun, was sie sagen, und sie wiederholen das ständig... das tun sie sonst nie so arg. Es ist also ganz ganz besonders wichtig... Von daher würde ich schon sagen, dass wir dadurch helfen, wenn wir auf sie hören und so..."

Nyela sah nachdenklich auf. "Du... Syrayn... ich hab dich gar nie gefragt... wie du dich fühlst und so.", murmelte sie kleinlaut.

Laelia grinste kurz zu Ciscia. Sie musste sie dann unbedingt fragen, ob sie mit ihr Erkunden gehen wollte. Zu Kyro gewandt meinte sie: "Okay. Wir werden aufpassen. Glaubst du, dass es dort interesannte Dinge geben wird?" Sie war voller Vorfreude und verdrängte kurz das bedrückende Gefühl, dass seit dem sie losgelaufen war auf ihr gelastet hatte.

Kasumi seufze erleichtert. Anscheinend konnten sich die beiden Welpen selbst am besten helfen. Sie war eben doch noch nicht so weit wie sie glaubte. Sie beobachtete die beiden Welpen schweigend.

Ciscia fand, dass sie mit der Antwort zufrieden sein konnte. Dies klang nach einem rundum akzeptablen Angebot und so war sie zufrieden. Gleichzeitg fragte sie sich schon, ob die Höhle am Berg genauso spannend wie bei ihrem Rudelplatz war. Hinzu kam auch noch, das sie bemerkte, dass sie anscheinend Lia überzeugt hatte, da auch sie nun Vorfreude zeigte. So machte die Vorfreude gleich ncoh mehr spaß. Gleichzeitig viel ihr ein, dass es wohl an der Zeit war artig zu Nicken, um ihr Einverständnis für die Konditionen zu erklären.

Rayani konnte sich irgendwo ein wenig beruhigen. Innerlich zwar komplett aufgewühlt und noch immer mit einer Mischung aus Trauer und Wut im Bauch sah sie zu Nainana und Reszani „Wenn wir nicht hören würden, wäre das nicht gut das stimmt. Wir müssen alle zusammen bleiben und wir dürfen nicht schreien….“ Dann schien sie zu seufzen „Aber wir haben ja keine Angst…“ Zumindest nicht vor der Wanderung hier. Sie hatte nur Angst um Xavra, ihren Papa und Lunar.

Syrayn blinzelte erstaunt. Gerade jetzt fiel ihr das ein? Aber gut, sollte ihn doch nicht stören. "Naja von diesem Rudel, das uns anscheinend töten will, mal abgesehen und der Tatsache, dass alle grad ziemlich mies drauf sind und ich bis jetzt eben niemanden zum Reden hatte, gehts mir eigentlich ganz gut." Erst im Nachhinein fiel ihm auf, dass er das vielleicht nicht hätte sagen sollen. Also fügte er noch hinzu: "Aber du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich glaube du bist immer noch klein genug, um dich in einer kleinen Erdhöhle zu verstecken, falls es schwierig werden sollte. Dir wird nichts passieren", versicherte Syrayn ihr.

Ilja ertappte sich dabei, wie sie sich immer wieder umsah. Nur war sie diesmal nicht darauf aus weiße Schatten zu sehen, auch wenn sie durchaus auch danach Ausschau hielt. Was ihre Augen jedoch eigentlich hofften zu finden, war eine kleine Gruppe aus zwei erwachsenen Rüden und einer kleinen Halbgeschwister-Fähe. "Ich hoffe so sehr sie finden sie rechtzeitig", murmelte sie leise.

Kyro musterte die Welpen und konnte wohl froh sein, dass die Beiden nun wieder bester Dinge waren. "Ihr könnt uns Erwachsenen vielleicht doch helfen..." sinnierte er. "Indem ihr sehr aufmerksam seid... und wittert... und ihr müsst in nächster Zeit immer leise sein, damit sie uns nicht erlauschen..."

Nyela musterte ihren Bruder nachdenklich. "Ich habe trotzdem Angst. Bist du gar nicht traurig weil unsere Mama tot ist?" Sie sah kurz zu ihrer Patentante, dann wieder zu Syrayn.

Aszira ließ den Blick schier unaufhörlich über die Umgebung schweifen, warf aber auch ab und an einen Blick zurück. Zum einen um nach Reszani zu sehen, zum anderen um sicher zu gehen, dass niemand trödelte. Ihre Miene hatte inzwischen an Grimm verloren und war nun schlichtweg eine Maske der Wachsamkeit.

Laelia sah ihn schon jetzt sehr aufmerksam auf. Die Aussicht darauf, auch einmal zu zeigen, was sie konnte, fand sie schon jetzt aufregend. "Aber... was ist, wenn ich es nicht kann? Zeigst du es mir dann?" Natürlich bezog sie das jetzt nur auf auf den Teil mit dem wittern - das mit dem leise sein überhörte sie völlig, wie so oft. Freudig blickte sie auch wieder zu Ciscia hinüber.

Daina lief mit spielenden Ohren neben ihrer Schwester her, ihr Gesicht wies eine Mischung aus Sorge und Missfallen auf. "Ich auch." Sagte sie und fügte dann hinzu. "Ich verstehe aber nicht, wie das passieren konnte." Xavra war mit Reszani, Kyro und ihrer Wenigkeit zum Rudelplatz zurückgekehrt, da war Daina sich sicher. Oder hatten sie sie schon vorher verloren? Nein, das konnte nicht sein. Sie waren zusammen zurückgekehrt. Ihre Erinnerungen schien ihr Streiche zu spielen, da fiel es leicht, sich Vorwürfe zu machen. Hätte sie doch etwas mehr auf ihre Halbschwester geachtet, nachdem sie beim Rudelplatz angelangt waren...

Lijenna war erfreut darüber, dass Reszani ihre Gedanken so gut wiedergeben konnte. Sie hörte sich die Erwiderung an. "Sar fichtig.", murmelte sie. "Nit schraian hat Babalu sagan..."

Katani lief gemeinsam mit Aszira an der Spitze des Rudels und wirkte fast wie ein weißer Spiegel der Dunklen, der zeitversetzt agierte. Einer von ihnen hatte stets die Augen und Ohren nach vorne, während der andere einen Blick zurückwarf, so schien es. Insofern schienen die beiden sich gut zu ergänzen, auch wenn ihre gemeinsame Flucht mit Zwist begonnen hatte. Dabei war es allerdings nicht um persönliche Dinge gegangen und so hatte Katan der Fähe auch nichts nachzutragen.

Ciscia fragte sich gerade, wann sie wohl an dem Berg ankommen würden, um das neue Abenteuer zu erkunden. Doch nun bekamen sie auch noch eine Aufgabe - wie toll. Es entwickelte sich doch anscheinend alles wieder besser. Wittern, aufmerksam sein, das würde sie wohl hinkriegen. Das mit dem Leise würde wohl schon schwieriger sein, doch auch dafür würde sie sich bemühen. Doch was genau? So sah sie Kyro fragend an: "Wie leise?" Wollte sie die Antwort überhaupt wissen? Doch bevor sie weiter sich gedanken machen konnte, wollte Lia schon ihre Aufmerksamkeit. Und da sagte Cis: "Du kannst das bestimmt. Das ist doch so, wie wirs für die Jagd machen sollen, oder" Bei diesem Oder machte sie einen kleinen Seitenblick zu Kyro.

Ilja nickte nur. Diese Frage konnten sie Xavra stellen, wenn sie wieder da war. Wenn nicht... wenn nicht, würden sie sich das auf ewig fragen. Ilja schüttelte den Kopf, daran wollte sie gar nicht erst denken. "Ich frage mich viel mehr, warum sie sich überhaupt davon geschlichen hat. Warum sollte sie das Rudel verlassen, allein und bei all der Gefahr?"

Endeara war ein wenig verloren zwischen den anderen Wölfen gelaufen ohne sich zu unterhalten, war aber stets in Sichtweite ihrer ihrer kleinen weißen Schwester geblieben. Sie würde auf Lijenna aufpassen, dass hatte sie ihrem Papa versprochen. Statt zu plaudern, hatte sie die Umgebung im Auge behalten, aber schließlich wurde die Anspannung für die kleine Fähe doch zu groß und sie holte mit ein paar großen Sätzen zu Rayani, Lijenna und Reszani auf. "He, worüber redet ihr?" Fragte sie, statt abzuwarten und zuzuhören.

Reszani sah erst Rayani und dann Nainana an. "Warum sollen wir nicht schreien? Ich meine, wir sind sowieso nicht gerade leise... also wir schleichen ja nicht und sowas?" Sie sah zu Endeara, als diese zu ihnen gelaufen kam. "Darüber, dass wir auf die Erwachsenen hören müssen, um zu helfen. Und dass wir nicht schreien sollen, warum auch immer."





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Kyro, Lijenna, Joshua



30.04.2014 23:38
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Luciano Nacho






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Kyro musterte die beiden Welpen. Er glaubte, dass es pädagogisch wertvoll war, wenn sie allgemein die Jungtiere miteinbeziehen würden, damit diese ihre Energie nicht darauf verwendeten, sich Unsinn auszudenken. "Ich weiß nicht. Solange wir uns verstecken müssen wir sehr leise sein.", erklärte er. "Wenn es ein Höhlensystem ist, könnte es sein dass es ein Echo gibt, das uns verraten könnte. Das darf aber nicht passieren. Also müssen wir flüstern... und unsere Pfoten nur ganz leise voreinander setzen. Als würden wir jagen, genau... nur dass wir die Beute sind. Ihr habt sicher auch schon mal bei einer Jagdübung die Beute gespielt, oder? Nur dieses Mal geht es auf jeden Fall um unser Leben. Nicht nur das jedes Einzelnen, sondern um das der ganzen Gruppe. Ist ein Wolf laut, kann das das Ende von uns allen bedeuten. Ihr könnt helfen, indem ihr aufmerksam seit. Und leise."

Syrayn dachte kurz über ihre Frage nach und horchte dann in sich hinein. Aber da war nicht wirklich Trauer in ihm. Zumindest konnte er sie zur Zeit nicht wirklich ausmachen. "Weißt du ... Jedes Leben geht mal zu Ende, kleine Schwester. Ein Jeder wird irgendwann nicht mehr da sein. Und natürlich soll man dann trauern und denjenigen vermissen. Doch er wird nicht ganz weg sein. Jemand ist erst dann ganz gestorben, wenn ihn alle vergessen haben. So ist es auch mit Mama. Sie wird für immer weiterleben, wenn wir nur oft genug an sie denken und sie weiterhin lieb haben. Und sie wird immer über uns wachen. Manchmal, wenn du schläfst, musst du dir nur ganz fest wünschen sie wiederzusehen, dann wird sie dich in deinen Träumen besuchen kommen. Und wenn du dich weiterhin freust und an die guten Zeiten mit Mama erinnerst, dann wird sie bestimmt auch glücklich sein, da wo sie jetzt ist." Syrayn legte eine kurze Pause in seiner Rede ein und sah Nyu an, wollte wissen ob sie ihm immer noch zuhörte.

Daina schüttelte mit traurigem Blick den Kopf. "Ich glaube Xavra hat die Schicksalsschläge, die wir in letzter Zeit haben hinnehmen müssen, viel schlechter verkraftet, als es den Anschein hatte." Sie seufzte und sah zu ihrer Schwester. "Und was macht man, wenn einem alles zu viel wird? Manche werden wütend, andere laufen vielleicht einfach davon." Was auch immer der Grund sein mochte, die Schwarze war sich sicher, dass sie mehr für die junge Fähe hätte tun können, wenn sie nur mehr auf sie geachtet hätte. Das war ein schreckliches Gefühl.

Rayani kämpfte innerlich mit ihren Gefühlen weiter. Es war nicht gut sie so deutlich zu zeigen, das hatte sie eben gemerkt. Sie schüttelte sachte ihr Fell und meinte dann „Weil Lunar es gesagt hat. Und wir doch auf die Erwachsenen hören müssen…“ erwiderte sie . Eine andere Erklärung hatte sie auch nicht. Dann kam Endeara zu ihnen und Rayani war froh das sie sich mittlerweile wieder mehr im Griff hatte. Sie antworte nicht auf ihre Frage weil Reszani alles gesagt hatte.

Aszira beobachtete Katan ab und an aus den Augenwinkeln, aber der Rüde schien keinen Ärger mit sich zu herum zu schleppen, sondern wirkte so wachsam wie sie selbst. Das gefiel, Katan wusste offenbar zumindest einige Prioritäten zu setzen. "Ist dir klar, warum ich vorhin so stur auf den sofortigen Aufbruch gedrängt habe? Abgesehen davon, dass ich jedes Wort ernst gemeint habe?", raunte sie schließlich leise zu ihm herüber. Jene hinter ihnen mussten hiervon nichts mitbekommen.

Nyela hörte natürlich zu. Sehr aufmerksam sogar. Sie nickte leicht. "Ja... das denke ich auch...", murmelte sie dann. "Aber es ist traurig... weil wir nicht mehr mit Mama sprechen können und jetzt vielleicht auch nie mehr mit Papa. Da weiß ich gar nicht, wen ich mir alles in meine Träume wünschen soll."

Lijenna beobachtete und wedelte dann Endeara zu, als diese sich zu ihnen gesellte. Sie schwieg erst mal und hörte den Schas zu.

Ilja dachte darüber nach. "Du meinst also, sie hat sich vielleicht irgendwo versteckt, um nicht von hier fortgehen zu müssen? Damit sie nicht auch noch ihre Heimat verliert? Ob sie vielleicht denkt, dass sie so das Rudel dazu bringen kann, ebenfalls hier zu bleiben?"

Katani warf einen skeptischen Blick zu Aszira hinüber, der fast schon ein bisschen genervt wirkte. Er war der Überzeugung gewesen, dass sie beide mit der vorherigen Situation abgeschlossen hatten. "Sicher." Antwortete er gelassen. "Du wolltest das Leben deiner Tochter schützen." Das war das natürlichste auf der Welt, er konnte das verstehen, wie sollte es auch anders sein? "Und weißt du auch, warum ich mich angeschickt habe, dich am gehen zu hindern?" Fragte er mit desinteressiertem Tonfall. Es war ihm eigentlich egal, ob sie das nun verstand oder nicht.

Laelia seufzte. "Leise sein." meinte sie zu niemandem bestimmten und man konnte hören, wie überhaupt gar nicht ihr die Vorstellung gefiel, helfen zu können, indem sie leise waren. Das war ja tota uninteresannt und gar nicht spannend. Sie warf einen Blick auf Kyro. Sie würde schon noch zeigen, dass sie hilfreich war. Sie lief näher zu Ciscia hin. "Du Sisa...", meinte sie leise: "Willst du nicht auch mehr machen als nur leise sein?"

Endeara guckte zwischen den anderen Fähen umher, während diese sprachen, anschließend zuckte sie mit den Schultern. "Das hat Lu bestimmt nur zu Nainana gesagt, weil sie ein bisschen schneller anfängt zu schreien, als wir anderen. Jedenfalls in einer Situation, die wir normal finden würden. Wahrscheinlich geht es andersherum genauso, dass wir alle schreien und sie mucksmäuschenstill ist." Erklärte sie. Sie erwiderte nebenbei Lijennas Wedeln und lächelte ihrer Schwester zu, auch wenn sie nicht sicher war, ob diese das verstand.

Aszira grinste und ließ sich nicht auf seinen genervte Ausstrahlung ein. "Ich nehme an, weil du das Rudel zusammenhalten wolltest. Gemeinschaft und so. Während ich Taten erzwingen wollte - zusätzlich dazu, Reszani zu beschützen. Manchmal braucht es jemanden, der den ersten Schritt tut."

Daina zuckte mit den Schultern. "Ich glaube nicht, dass sie sich etwas dabei gedacht hat, sonst hätte sie bestimmt eine klügere Entscheidung getroffen. Vielleicht war ihr einfach alles zu viel und sie hat sich verkrümelt, einfach um mal eine Zeit lang ihre Ruhe zu haben." Sie ließ den Blick durch das Gelände schweifen. "Sie konnte ja nicht wissen, welche Probleme sie uns und sich selbst damit bereitet."

Reszani nickte erst leicht auf Rayanis Antwort hin und legte dann den Kopf schief, als Endeara ihre Meinung kund tat. "Hmm, stimmt, Nainana schreit ja auch, wenn man sie berührt und so. Aber vermutlich gilt das auch trotzdem für uns alle."

Ciscia fand es interessant, wie Lia auf das "Leise sein" reagierte. Nun hörte sie erst einmal gespannt den Ausführungen von Kyro, und freute sich auf das Aufpassen. Sie würden dafür sorgen, dass niemand unbemerkt zu ihnen kam, und so nickte sie Lia zu: "Wir passen auf!" Verkündete Cis ihr somit stolz. Ein kurzer Seitenblick galt noch Kyro, dann war sie ganz damit beschäftigt gemeinsam mit Lia 'auf zu passen'.

Katani nickte, beinahe schmunzelnd. "Du bist ein abgebrühtes Schlitzohr, das wusste ich schon immer." Gab er zum Besten. Es war nicht abwertend gemeint, ganz im Gegenteil. Aber es amüsierte ihn, dass Asziras Betragen, welches für ihn wie ein spontaner Ausbruch von Tatendrang und Wut ausgesehen hatte, in Wirklichkeit viel berechneter war. Er konnte noch viel von der Fähe lernen.

Rayani hörte Endeara zu und erwiderte nur ein nicken. Wahrscheinlich war der Nebel dann auch etwas was nur Rayani sah? Rayani würde Nainana so gerne verstehen…Rayani würde so vieles so gerne. Glücklich sein zum Beispiel…etwas was der Welpin nicht vergönnt zu seien scheint. „Hast du Angst Endeara?“ fragte Rayani schließlich um doch etwas zu sagen. Immerhin hatten sie alle sich diese Frage schon gegenseitig gestellt.

Ilja seufzte. "Vermutlich ist beides möglich. Welpen denken in anderen Bahnen als wir Erwachsene. Man muss ihnen nur mal lauschen, um zu merken, dass sie die Welt noch mit ganz anderen Augen sehen." Sie schwieg einen Moment. "Wir müssen die anderen Jünglinge auf jeden Fall gut im Auge behalten - wer weiß, wieviele von ihnen insgeheim überlegen, wie sie Xavras 'Heldentat' nachmachen können."

Lijenna war ratlos. Sie schrie schneller, wenn alle nicht schrien und vielleicht schrien auch mal die anderen, wenn sie still war. Diese Worte zerlegte sie eine Weile grübelnd.

Aszira 's Grinsen wurde etwas breiter. "Du musst genauer hinsehen - meine Ohren sind noch völlig ganz, im Gegensatz zu meinen Rippen", gab sie zurück. Dann wurde sie wieder ernster. "Und weißt du auch, warum ich dir das erzähle? Normalerweise schert es mich nämlich nicht, ob jemand meine Motive durchschaut oder gar versteht." Sie musterte sein gesicht von der Seite her.

Kyro musterte die beiden Welpen. "Wenn wir uns ein genaueres Bild verschafft haben, könnt ihr uns, wenn ihr etwas wittert, dass Gefahr bedeuten könnte, warnen." Er nickte zu sich selbst. "Wenn euch irgendetwas merkwürdig erscheint, müsst ihr es auf jeden Fall sofort jemandem sagen. Handelt auf keinen Fall so unüberlegt wie Xavra." Er stupste beide Welpen an und ließ sie in der Reihe zurück, um in der restlichen Gruppe nach dem Rechten zu sehen.

Endeara wurde von Rayanis Frage ein bisschen überrumpelt. Sie wollte die anderen nicht anlügen, aber wie ein Feigling dastehen wollte sie auch nicht. Und sie hatte auch nicht gehört, wie die anderen darüber bereits gesprochen hatten. "Hm." Machte sie und blickte dabei Lijenna an, die schwieg. "Ich habe Angst um meinen Papa und um meine Familie." Sagte sie schließlich. Das konnten die anderen bestimmt verstehen.

Daina nickte. "Ich habe nicht das Gefühl, Xavra gut genug verstanden zu haben, um ihre Motive zu durchschauen. Ich hoffe einfach, dass Lunar und Veyràn sie finden werden." Der Takt ihrer Tritte ging gleichmäßig, fast schon hypnotisch. "Meinst du das Leben ist für alle Tiere so schwierig?" Sie wollte zwar nicht jammern, aber die Frage war ihr wie von selbst herausgerutscht.

Reszani nickte bestätigend. "Wir auch." Und einen Moment später: "Ich versteh nur nicht, warum Xav überhaupt abgehauen ist! Und ohne was zu sagen!" Die Wut kehrte zurück. Xavra und sie hatten so viel gemeinsam gemacht - warum hatte sie ihr nicht verraten, was sie vor hatte?!

Katani warf Aszira einen unglücklichen Blick zu, in dem ein wenig Schmerz durchklang. "Falls Lunar und Veyràn nicht zurückkommen, ist es an uns beiden das Rudel in Sicherheit zu bringen." Sagte er so leise, dass er schon fast flüsterte. Er wollte gar nicht daran denken, aber er hatte von Anfang an ein ungutes Gefühl gehabt, als er sich von seinem Alpha getrennt hatte. Er konnte es nicht erklären, es war einfach so ein Gefühl.

Ilja sah ihre Schwester einen Moment nur fragend an, ao als wolle sie stumm fragen, wie sie gerade jetzt darauf kam, weltphilosophisch zu werden. "Ich schätze, für manche ist es noch schwieriger. Für alle Beutetiere zum Beispiel. Ich kann mir zumindest kaum vorstellen, dass man sich je daran gewöhnt, dass jederzeit ein Familienmitglied oder Freund von einem Räuber gerissen werden kann."

Daina blickte Ilja an und lächelte traurig. "Das scheint ja auch passieren zu können, wenn man selber ein Raubtier ist, nicht wahr? Auch wenn der Räuber vielleicht kein Lebewesen ist, sondern ein Erdrutsch oder eine Krankheit." Sie hatte überhaupt keine Lust solch trübseligen Gedanken nachzuhängen, aber sie wusste nicht, wie sie das Gespräch auf ein angenehmes Thema lenken sollte.

Rayani betrachtete Nainana einige Augenblicke und sah dann zu Endeara. „Ich habe auch Angst um Xavra und Papa, aber nicht das wir hier zusammen weg gehen.“ Erklärte sie, noch mal zusätzlich. Dann sah sie Reszani an und kämpfte gegen ihr innerliches wirrwarr bevor sie darauf reagierte „Vielleicht war ihr einfach danach…einfach so plötzlich…vielleicht hat sie das ja gar nicht geplant…weil dann hätte sie ja wen mitnehmen können“ sie knirschte wieder mit den Zähnen „Reszani…“ sie blickte die dunkle Fast-Schwester an „Wenn sie wieder kommt treten wir ihr gehörig in den Hintern“ Rayani ging es nicht viel besser als vor einiger zeit, doch der erste Schock war vor rüber, Hoffnung hatte sie wenig. Noch war nichts verloren, das wusste sie wohl…wenn sie gar keine Hoffnung mehr hätte wäre sie vielleicht auch noch mal ganz anders drauf.

Lijenna folgte und verstand, ohne zu verstehen. Sie konnte inzwischen jedes Wort zuordnen. Fast jedes. Aber der Inhalt erschloss sich ihr oft nicht. Für sie war es nicht gut, dass Xavra weggelaufen war. Aber mehr als das würde sie dieser nie sagen. Sie kannte Wut nicht. Wie so viele andere Gefühle.

Endeara schüttelte den Kopf. "Sie hat dadurch sich selbst und auch ihre Familie in Gefahr gebracht, aber Rayani hat Recht, vielleicht war ihr nicht klar, was sie tat." Die Weiße war ebenfalls verunglimpft darüber, dass Xavra weggelaufen war, aber sie vermutete, dass ihre Gründe andere waren als die von Reszani. Sie selbst fürchtete dabei vor allem um ihren Vater.





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30.04.2014 23:53
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Aszira ncikte ein einzelnes Mal. "Nach dem zu urteilen, wie wir unseren Feind einschätzen, kommen sie entweder alle zurück - oder keiner. Selbst wenn sie einen von ihnen am Leben ließen um ihm dann zum Rudel zu folgen, glaube ich nicht, dass Lunar oder Veyrán dumm genug wären, diesen Fehler zu begehen." Und Xavra würde sie schlicht nicht finden können, das sie nicht wusste, wohin genau das Rudel floh. "Aber ob mir das Rudel anschließend folgen würde, müsste sich zeigen. Du dagegen bist beliebt, und zu meinem Glück auch lernfähig, wie sich gezeigt hat." Sie spielte damit auf ihr Gspräch vor einiger Zeit an.

Ilja nickte. "Ja, aber wir haben immerhin keine zusätzliche permanente Bedrohung. Zumindest früher nicht, und so sollte es auch nicht sein..." Diese fremden Wölfe waren unnatürlich, nach allem, was sie durch die beobachtung der Vögel wussten.

Katani warf Aszira ein leicht sarkastisch angehauchtes Lächeln zu. "Klingt ganz so, als würden wir einander gut gebrauchen können." Egal wie ungern wir das zugeben, fügte er in Gedanken hinzu. Aber der Gedanke, jemand Erfahrenes an seiner Seite zu wissen, war ein Tröstlicher. Selbst wenn dieser jemand Aszira war. Es war nicht so, dass er eine Abneigung gegen sie hegte, sondern mehr, dass er in der Vergangenheit dass Gefühl gehabt hatte, dass sie mit seiner Art auf Kriegsfuß stand. "Träumer", wie sie es nannte. Aber vielleicht konnten sie einandere ja helfen. Vielleicht konnte sie ihm helfen, die Realtität zu sehen und er ihr beibringen, wie schön ein wenig träumen sein konnte, nachdem man seine Pflicht erfüllt hatte.

Reszani glaubte nicht, dass Xavra o gar keinen Plan davon gehbat hatte, was sie tun wollte, aber sie sagte nichts. Stattdessen bekräftigte sie Rayanis Vorschlag. "Und wie!" Denn das hieße, dass Xavra zurück kommen musste, um die Prügel zu kassieren. Und das war alle mal besser als ein Chenzi-Schicksal.

Daina schüttelte den Kopf. "Sollte, aber nicht ist." Sie verdrehte die Augen und streckte ihrer Schwester die Zunge heraus. "Wenn wir eines Tages unseren Enkeln erzählen, was wir damals alles erlebt haben, dann werden wir so geschwollen und weise klingen wie Onkel Kyro in seiner besten Märchenstunde."

Rayani ließ das was Endeara sagte so stehen und auch auf Reszanis Reaktion nickte sie nur. Es war ein schönes Gefühl das man ihr zustimmte und das obwohl sie innerlich weinte, kreischte und verzweifelt wartete. Doch sie wollte nicht mehr wirklich über Xavra sprechen, nicht das sie doch noch irgendwie so sauer wurde und die anderen anschrie oder so etwas. Deshalb sah sie ins Wasser unter sich und suchte nach einem Ablenkungsthema… Steine! Das war es. Sie warf einen Blick auf Nainana und sagte schließlich „Nainana schau mal im Wasser sind ganz viele schöne Schtainas!“ sie wollte einfach nicht mehr dar rüber sprechen wieso oder weshalb Xavra weg war…denn wie sollten sie das schon wissen? Vielleicht hockte sie in ihrem Geheimversteck, oder sonst wo …

Syrayn fing wieder an zu sprechen: "Aber sicher kannst du auch mit ihr sprechen, in Träumen ist alles möglich. Wenn du es dir nur fest genug wünschst, dann kannst du immer bei ihr sein, wenn du es willst." Noch einmal legte er eine Pause ein. "Und was Papa betrifft. Der wird schon nicht von uns gehen. Er wird uns deswegen nicht allein lassen, weil ich sonst nämlich ganz sauer auf ihn wäre, wenn er dich dann auch noch allein lassen würde." Nach kurzem Schweigen fügte Ray noch hinzu: "Aber eines sollst du noch wissen, ich werd dich niemals allein lassen, kleine Schwester." Damit drückte er sich noch einmal an Nyu und schenkte ihr ein strahlendes Lächeln.

Aszira erwiderte die Andeutung eines Lächelns. "Möglicherweise", gab sie vage zurück, und musste dann einfach noch hinzufügen: "Solange du mir dabei nicht in die Quere kommst." Sie schmunzelte erneut, aber ihr Blick beobachtete nach wie vor wachsam die Umgebung.

Nyela sah ihren Bruder an und nickte. "Ich... weiß. Und Syrayn... ich werde dich auch niemals allein lassen.", versicherte sie dann. "Ganz bestimmt nicht. Ich mag nämlich richtig mit dir reden und nicht in meinen Träumen." Sie schleckte ihm sacht über die Lefzen.

Ilja versuchte zu lächeln, aber es gelang ihr nur kläglich. "Ja", sagte sie nur und versuchte doch Kraft aus dieser Zukunftsvision zu schöpfen. Aber alles, an das sie denken konnte, war: 'Falls wir das überleben.' "Aber sowieso muss ja erstmal ein geeigneter Rüde für Söhne und Töchter her, bevor wir an Enkel auch nur denken können", versuchte sie ihrer Schwester zuliebe das Gespräch in der schöneren Thematik zu halten.

Katani musste fast lachen. "Wo denkst du hin? Natürlich werde ich dir in die Quere kommen, du willst schließlich nicht so einen schwächlichen Mitläufer am Bein kleben haben. Jemand wie du braucht doch sicher ein bisschen kontra um glücklich zu sein." Er war froh über das Gespräch, es machte ihn weniger angespannt. Aber auch er achtete sehr darauf, dass seine Wachsamkeit nicht nachließ.

Daina kicherte, dankbar für die vermeintliche Ablenkung. "Tja, unsere Auswahl ist doch recht begrenzt, findest du nicht? Wenn man die vergebenen Herrschaften abzieht, dann bleibt ja kaum etwas übrig." Und Verwitwete, fügte ihr Kopf leise hinzu.

Aszira musste ebenfalls ihr Lachen in einem leichten Husten ersticken. "Du und mir Kontra geben? Das will ich sehen! Wenn du die kleine Vorstellung von vorhin meinst, musst du dir aber mehr Mühe geben", triezte sie ihn und testete damit gleichzeitig Stückchen für Stückchen aus, wie weit sie mit ihm gehen konnte, bevor er sich angegriffen fühlte.

Ilja nickte möglichst bekräftigend. "Genau, wir sind hoffnungslos aufgeschmissen. Etwas frisches Blut wär mal nicht schlecht", stimmte sie zu und stellt erleichtert fest, dass sie sich tatsächlich ein wenig entspannte bei diesem Gespräch.

Yavru tapste den anderen hinterher und versuchte, nicht zurück zu fallen. Er war nicht der schnellste Wolf, klar! Aber er gab sich dennoch Mühe. Als Welpe alleine durch die Gegend zu spazieren war nie gut. Er blickte sich um und fragte sich, an wen er sich orientieren konnte. Dabei fiel sein Blick allerdings auf einen Fluss, der sich vor ihm auftat. Das war ihm zu tief, eindeutig! Er blickte zu Nyela, die sich neben ihm befand. "Ähm... Hilfe?"

Chion war das alles zuviel, er war hin und hergerissen zwischen seinen Gefühlen und der Entscheidung was er für falsch oder richtig halten sollte. Immer mal wieder warf er ein Auge auf seine Schmetterlingspfote, auch wenn er sie nur durch die Beine oder übers Rückrat eines anderen Wolfes kurz erspähen konnte. Schließlich fiel ein wenig Anspannung von ihm ab als er seine beiden Schwestern sah, er näherte sich ihnen in einem steifen Gang und bruffte, während man ihm die Überforderung ansah.

Katani störten Asziras Worte nicht, er war froh, dass sie so locker und ungehemmt miteinander umgehen könnten. Sollte der Fall eintreten, von dem er hoffte, dass er nicht eintreten würde, aber der leider nicht unmöglich war, so würden sie beide darauf angewiesen sein, dass sie sich auf einer Augenhöhe befanden. Der Weiße war ohnehin nicht leicht zu provozieren, dazu hatte er nicht das Temperament. "Komm schon, du warst kurz davor, in Winseln auszubrechen." Stichelte er grinsend zurück.

Aszira grinste dunkel, und in ihren Augen blitzte es. Kyro hätte dieses Lächeln sofort erkannt. "Pah, wenn überhaupt, war ich kurz davor dich in Stücke zu reißen", gab sie zurück.

Endeara sah ihre Schwester gespielt vorwurfsvoll an. "Also hast du dir heimlich die Fremden herbeigewünscht?" Sie machte eine überdeutlich theatralische Kopfbewegung, die tiefste Empörung ausdrückte. "Dachtest wohl, du angelst dir einen hübschen, großen, weißen Rüden und stiehlst dich dann mit ihm davon?"

Daina sah ihre Schwester gespielt vorwurfsvoll an. "Also hast du dir heimlich die Fremden herbeigewünscht?" Sie machte eine überdeutlich theatralische Kopfbewegung, die tiefste Empörung ausdrückte. "Dachtest wohl, du angelst dir einen hübschen, großen, weißen Rüden und stiehlst dich dann mit ihm davon?"

Yalaan fand das alles ganz schön aufregend und so schlug seine Rute in hoher Erwartung, steil aufgerichtet hin und her, doch auch sein Nackenpelz war ein wenig aufgerichtet, da er im Inneren doch ein wenig unsicher war. Als er zwei Welpen, Yavru und Nyela erblickte, und der Schwarze sich hilfesuchend an jene wand, während sie auf den Fluss zusteuerten, tat er es ihm automatisch gleich "Ehm?" Ihm stockte der Atem während er zu Kasumi sah.

Daina wurde in ihrer dramaturgischen Höchstleistung, als Chion sich zu ihnen gesellte. Sie begrüßte ihn mit einem Nicken und einem kleinen Lächeln.

Lijenna sah aus dem Konzept gebracht aus - zumindest hätte sie so ausgesehen, wäre sie der Mimikveränderung fähig. "Nainana nit schraian, falgan allan. Nainana nit machan fas andaras.", erklärte sie. Offenbar hatte man ihr das gut genug eingetrichtert.

Katani lächelte nur. "Du weißt doch, die Wölfe, die am lautesten Knurren, die beißen nicht." Früher hätte er vielleicht sogar Angst vor jemandem wie Aszira gehabt. Sie konnte so ein bitterböses Funkeln in ihren Blick legen, da konnte man ja Gänsehaut bekommen. Aber heute kümmerte ihn das nicht mehr. Sie war längst zu einem verlässlichen, wichtigen Teil des Rudels geworden - sie konnten sich aufeinander verlassen und das mussten sie auch.

Ilja grüßte Chion mit einem sachten Rutenwedeln und indem sie das Gesicht an seinen Hals schmiegte, während sie Dainas gespielter Empörung lauschte. "Hör dir das an, Chion, da gibt sie MIR die Schuld am Auftauchen der Fremden! Unerhört!", erwiderte sie, ohne jedoch ernsthaft Betroffenheit zu simulieren. Stattdessen rempelte sie daina leicht an der Schulter an. "Quatsch, so hab ich das nicht gemeint. Ich meinte NETTES frisches Blut, nicht... sowas." Sie lächelte, aber es war nach wie vor etwas betrübt.

Endeara schüttelte innerlich den Kopf über den wirren Verlauf dieses Gespräches. Reszani war wütend auf ihre Freundin und hatte Angst, dass sie nicht zurückkam. Lijenna war eben Lijenna, so wie sie immer war und Rayani hatte etwas viel undurchsichtigeres an sich als die anderen. Endeara hatte die Schwarze immer als sehr lebensfroh und redselig gekannt, aber heute wirkte sie - wie häufig in letzter Zeit - verschlossener und dunkler. Fast so als würde unter ihrer freundlichen Oberfläche irgendwas brodeln. Endeara hatte dem Gespräch derweil nichts hinzuzufügen und staunte nebenbei über den Gehorsam ihrer kleinen Schwester.

Kasumi sah zu Yavru der anscheinend nicht begeistert davon war durch den Fluss zu laufen. „Komm so schlimm ist es nicht“ sie hatte Nyela mit ihrem Bruder reden lassen und wurde jetzt wieder aktiver als ihr Blick auf Yalaan fiel. „Das Wasser beißt euch doch nicht, kommt weiter.“ Sie klang wieder ruhig und hatte sich gut fangen können. Sie konnte vielleicht nicht am besten trösten, aber sie hatte es zumindest versucht.

Chion hatte keine Ahnung wovon seine Schwestern gerade sprachen, also zuckte er interessiert mit den aufgestellten Lauschern. Seine Rute holte für ein paar freudige Hiebe aus, Daine knuffte er kurz in den pelz am Hals und Iilja schleckte er über die Schnauze. Es war an der Zeit auch mit der Schwarzen zu reden, beziehungsweise erstmal in ihrem Beisein."Ich werde euch beschützen" hörte man seine kartzige Stimme leise sagen.

Aszira gab ein fast höhnisches Schnauben von sich. "Tze, da kennst du mich aber schlecht. Davon abgesehen reicht es aber oft aus, laut zu Knurren, und muss dann nicht mehr Beißen. Acht geben musst du vor denen, die nur mit Blicken knurren - die Beißen zu, ohne einen Laut von sich zu geben, und wer die Warnung nicht rechtzeitig verstanden hat, hat Pech gehabt." Sie war bei diesen Ausführungen wiedre ernst geworden. "Glaub mir, ich weiß, wovon ich spreche."

Nyela schmuste noch ein bisschen mit ihrem Bruder und betrachtete dann Yalaan und Yavru, die zu ihnen kamen. "Geht es euch gut?", wollte sie dann wissen, ermutigt von den lieben Worten ihres Bruders.

Daina lächelte über die Herumalberei mit ihrer Schwester, aber einen Augenblick später gefror ihr das Lächeln auf den Lefzen. Jäh wandte sie den Kopf zu Chion um. Hatte er gerade geredet? Das war jetzt aber wirklich etwas neues. Die Schwarze versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie geschockt sie darüber war und erwiderte rasch. "Äh... ja, also wir uns gegenseitig, würde ich mal sagen." Kläglicher Versuch.

Yavru hörte Kasumi zu und schluckte. "Na gut, aber ihr müsst auf mich aufpassen!" Als Nyela fragte, ob alles gut sei, nickte der dunkle Welpe. Er ging vorsichtig ins Wasser, hatte aber keine Probleme damit, er genoss es viel mehr. "Hey, komm Yalaan! Es ist eine super Abkühlung!"

Katani konnte bei Aszira ganz gut wahrnehmen, wann sie ein wenig scherzte und wann sie es wieder ernst meinte. Zumindest dachte er, dass es so war. Als sie abermals eine Lebensweisheit mit ihm teilte, spitzte er seine Ohren und hörte aufmerksam zu. Er nickte. "Ich glaube fast, du hast mehr Kämpfe an einem Tag gesehen, als ich in meinem ganzen Leben. Was das angeht, bin ich also tatsächlich ein unbehelligter Träumer." Wobei er sich nicht erträumte, dass er jedem Kampf unblutig würde entgehen können.

Reszani wusste auch nicht weiter zu sagen, weder zu Rayanis Versuch, Nainana mit Steinen abzulenken, noch dazu, dass es ihr diesmal seltsamerweise nicht gelang. Hing vermutlich damit zusammen, dass Nainana im Moment nur tat, was Erwachsene ihr sagten. "Was glaubt ihr, ob die Höhlen in diesem Berg auch so weit verzweigt und dunkel sind wie die am Strand in den Klippen?", versuchte sie sich an einem neuen Thema.

Yalaan empfand es nicht nur als unangenehm durch den Fluss zu laufen, weil jene Bewegungen so ungleichregelmäßig gegen seinen Körper schwabbten, nein, zu allem Überfluss war es auch noch kalt und nass. Über die plötzliche Frage nach seinem Wohlbefinden sah er irritiert zu Nyela auf "Ehm, ja?" Überzeugung klang anders. "Und Dir?" Die versuchte Aufmunterung von Kasumi und Yavru konnte er nicht teilen "Also ich find es jetzt nicht wirkli.." und zack rutschte seine linke Pfote auf einem Moos bewachsenen Stein aus und er stolperte tiefer in den Fluss, weährend seine Schnauze eine ungewollte Ladung Wasser abbekam - sowie seine Nase.

Ilja wusste ja längst, dass Chion durchaus sprechen konnte, wenn er denn wollte, aber sie war so beschäftigt mit sich selbst, dass ihr entging, dass ja Daina offenbar noch nichts davon wusste. Andererseits war ihr aber auch nicht bewusst, dass Chion durchaus nicht mit jedem sprach, sondern dass es ein großer Zuneigungsbeweis war, wenn er mit einem redete. "Ja, das wirst du", bestätigte sie seine Worte lächelnd, weil sie sich nach wie vor wirklich darüber freute, seine Stimme zu hören.

Rayani sah Nainana an und wunderte sich. Sonst hatte man sie mit Steinen doch immer…aber Nainana wollte vermutlich helfen in dem sie auf die anderen hörte, doch hinsehen hätte sie doch ruhig können. Rayani knirschte wieder mit den Zähnen. Vorhin hatte sie zu viel durchblitzen lassen, jetzt fand sie kein neues Thema. Es schwiegen alle. Als Reszani dann ein neues Thema anschnitt griff Rayani das so gut es ging auf. „Kann sein…aber dann müssen sich die Erwachsenen darin gut auskennen, sonst verlaufen wir uns…“ Rayani erinnerte sich daran wie sie unbedacht mit Nainana durch die Gänge gewandert war und die anderen suchte während sie ein Gespräch geführt hatten. Nainana schien sich damals nicht gefragt zu haben wo die anderen sind, aber sie hatte sehr interessante Dinge gesagt.

Aszira warf ihm einen vielsagenden Blick zu, erwiderte jedoch nichts zu seiner Vermutung. "Hast du schon mal gekämpft? Um einen Rang? Um Leben und Tod, sei es um deines oder das eines anderen?"

Chion lächelte innerlich, doch äußerlich ließ er sich nichts anmerken. Mit Ilja hatte er seit der Starre ihres Vaters bereits geredet, hatte sie ihrer Schwester davon etwa nichts gesagt? Bei den Worten der Schwarzen wedelte er zwar einmal kurz, fühlte sich gleichzeitig aber auch ein wenig gekränkt, schließlich war er der Rüde - wenn auch jünger. Bei Iiljas Worte hingehen schwoll ihm vor Stolz die Brust und er trippelte sogar ein paar Schritte. "Warum?" Fragte er plötzlich so zusammenhanglos, aber in seinem Kopf hatte es gerade noch Sinn gemacht, da er zuvor den passenden Rest zu der Frage gedacht hatte.

Kasumi sah mit Erleichterung das es Nyela besser zu gehen schien. Yvaru schien seinen Unmut fast schon von alleine zu verlieren und sie nickte nur und sagte „Sicher machen wir das.“ Das taten doch alle Erwachsenen Wölfe gerade. Yalaan jedoch wirkte noch immer unbegeistert. Kasumi sah wie Yalaan zeitgleich mit seinen Worten ausrutschte, sie nahm ihn sanft am Nackenfell und zog in etwas hoch. „Ist alles in Ordnung. Hast du dich verletzt?“ nicht das er sich die Pfote verletzt hatte. Ihr Blick legte sich auf Yalaan.

Katani hatte seine Augen in die Ferne gerichtet und zuckte knapp mit den Schultern. "Abgesehen vom täglichen Überleben habe ich das nicht, nein." Es lag keine Rechtfertigung in seinem Ton und warum sollte es auch? Eigentlich hatte er damit doch Glück gehabt. "Vielleicht wusste das Schicksal, dass ich dafür nicht der Typ bin." Mutmaßte er und steckte Aszira ein kleines bisschen die rosa Zunge heraus.

Lijenna hörte wieder nur zu, als sie nicht mehr direkt angesprochen wurde. Sie beschäftigte sich immer noch damit, sich darauf zu konzentrieren, dass sie nicht schreien durfte. Dennoch schaffte sie es inzwischen ganz gut, den anderen zu lauschen. "Larnan fir au kampfan?", erkundigte sie sich schließlich bei ihren Schas.

Daina stellte fest, dass Ilja keine Verwunderung über Chions Sprachvermögen zeigte und schloss daraus, dass sie schon miteinander gesprochen hatten. Eigentlich kümmerte sie das auch nicht besonders, sie hatte sich bloß gewundert. Aber besonders gut schien der Rüde in Konversation trotzdem noch nicht zu sein. "Warum was?" Fragte sie leicht verwirrt.

Nyela beobachtete die beiden Jungs. "Ich weiß nicht... ich verliere vielleicht meinen Papa auch noch. Und meine Mama ist schon tot.", erzählte sie. "Und das nur weil Xavra weggelaufen ist..." Sie sah betrübt auf ihre Pfoten. "Aber wenn es so ist, ist es eben so... dann müssen wir alle trotzdem weiter machen. Und ich kann das. Aber ich weiß nicht mehr, woran ich glauben soll." Ihr Blick glitt zu ihrer Patentante, die dann Yalaan packte, als dieser das Gleichgewicht verlor. Sie wandte sich an Yavru. "Mein Bruder und ich passen aufeinander auf. Und wenn wir alle aufeinander aufpassen und niemand wegläuft, dann haben wir eine Chance."





Geschlecht


Alter


Größe


Status


Charakterbogen


Kyro, Lijenna, Joshua



30.04.2014 23:55
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Lunar
Luciano Nacho






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Wolfsträumer (+)

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Aszira hatte diesmal kein Lächeln oder Schmunzeln für ihn übrig. "Du solltest es lernen, wenn du Lunar ersetzen musst. Selbst wenn ich an deiner Seite stehen sollte, kann - und will - ich nicht alle Kämpfe für dich bestreiten, die auf uns zukommen mögen. Du magst Kämpfe nicht mögen, aber trotzdem musst du es können. Die Welt schert sich nicht darum, was du dir wünschst."

Endeara horchte auf, als das Gespräch die Richtung zu ändern schien. Als wenn es nicht schon so total wirr gewesen wäre. "Also ich hab jedenfalls gehört, dass die Eingänge zu der Höhle total gut versteckt sein sollen." Fügte sie hinzu. Rayani knirschte derweil mit ihren Zähnen, ein Geräusch, dass der Weißen Gänsehaut einbrachte. "He, warum machst du das die ganze Zeit?" Warf sie an die Schwarze gewandt ein. Und als wäre alles noch nicht bunt genug, stellte sogar Lijenna noch eine Frage. "Kämpfen lernen? Vielleicht eines Tages. Aber glaubst du, dass wir auch nur gegen einen einzigen Großwolf eine Chance hätten, selbst wenn wir ihn alle zusammen angreifen? Oh nein, wenn es zum Kampf kommt, dann müssen wir weglaufen und uns verstecken, hörst du Nainana?"

Katani warf Aszira einen finstere Blick zu. "Ich hatte nie vor, Lunar zu ersetzen." Aber dann nickte er. "Das Leben lehrt einen viele Dinge, ob man sie lernen will oder nicht. Wenn es in den nächsten Tagen zu einem Kampf kommen wird, dann werde ich es entweder instinktiv können oder ich werde sterben." Sein Gesichtsausdruck war entschlossen, aber es lag kein Zorn darin. Er hatte diese Tatsache akzeptiert. "Sollten wir heil aus dieser Sache herauskommen, so werde ich gerne von dir lernen."

Ilja stellte sich die gleiche Frage wie ihre Schwester, aber sie wagte auch gleich mal eine Vermutung. "Warum du uns beschützen wirst? Na dafür sind Brüder doch da, oder? Außerdem kannst du bestimmt gut kämpfen. Du siehst danach aus." Sie hatte es nie richtog in Worte fassen können, aber Chion hatte eine Art sich zu bewegen, die ihr diesen Eindruck vermittelte. Sie war sich sicher, das man andersherum auch ihr schlicht ansah, dass sie nie viel über das Kämpfen gelernt hatte.

Yavru bemerkte gar nicht, dass sich Kasumi um Yalaan kümmerte, dem vermutlich eben was passiert sein muss, auch wenn es nicht so gravierend war. Seine Aufmerksamkeit schenkte der Welpe viel mehr Nyela, die beim Sprechen einen betrübten Eindruck machte. "Oh,... meine Mama ist auch tot. Und du sagst es ja schon: Wir passen einander auf. Ich passe auf dich auf, ich bin ein großer, starker Rüde!" Bei den letzten, überzeugt klingenden Worten streckte der junge Wolf seine Brust raus. Nun ja... größer wirkte er damit allerdings nicht.

Yalaan saß der Schreck noch immer in den Gliedern, nachdem Kasumi ihm am Nacken gepackt hatte und somit seine Nase aus dem Wasser befreit hatte musste er erstmal ausgiebig Niesen, bevor er sich dankbar an sie wandt "Nein, nein es ist alles gut" bestätigte er mit zittriger Stimme und lauschte dann Nyela. "Ich weiss wie Du Dich fühlst" sagte er leise und senkte sein Haupt, sodass seine nase der Wasseroberfläche schon wieder gefährliche Nahe war "Ja da hast Du Recht, aber warum sollte man auch weg laufen?" Verwunderung lag nun in seiner Stimme, dann sah er zu Yavru, wusste jener mehr? Als der Schwarze verkündete Nyela zu beschützen fühlte sich Yalaan überflüssig und suchte den Blick zu Kasumi.

Chion sah Daina für einige Schritte ausdruckslos an, was? Dann schüttelte er leicht seine Schnauze und grinste, weil ihm bewusst wurde was passiert war. "Warum Ilja Schuld an all dem sein soll" ergänze er und von Schritt zu Schritt wurde sein Gang entspannter. Die Worte seiner Schwester waren mehr als nur Balsam für seine geschundene Seele, dankbar schritt er näher an sie heran, sodass sie sich beim Laufen berührten. Schließlich ging er erhobenen Hauptes neben den beiden her. "Vater hat es mich gelehrt!"

Reszani nickte Rayani zu. "Das wär aber auch blöd, wenn es die ganze Zeit dunkel wäre. Schlimmer als zurück in die Welpenhöhlen zu müssen", urteilte sie und wandte sich dann Nainana und Endeara zu. "Also ich kann schon kämpfen! Mamaszira hat es uns beigebracht. Aber wir müssen noch viel lernen, sagt sie. Viel üben. Ich weiß nicht, ob ich schon einen Erwachsenen besiegen könnte... aber jedenfalls keinen von 'Denen'." Hoffentlich war Xavra nicht losgezogen, um gegen die Weißen zu kämpfen. Nein, so dumm war ihre Patenschwester nicht!

Daina musste über ihre Situation schmunzeln. Da tänzelte dieser junge, stolze Rüden zwischen ihnen her, von dem sie noch so wenig wusste, den sie so wenig kannte und trotzdem hatte sie ihn als Teil ihrer Familie akzeptiert. Sie teilten zwar kein Blut, aber fortan dasselbe Schicksal. "Weil sie sich nette fremde Rüden als Gesellschaft gewünscht hat. Aber das war eh nur Spaß, wir haben nur herumgealbert." Fügte sie hinzu. Bei Chions Aussage zu ihrem Vater legte sie den Kopf schief. Sie hatte mit Attaché so wenig zu tun gehabt, dass sie sich schon fast nicht mehr an sein Gesicht erinnern konnte.

Aszira ließ sich von seinem grimmigen Blick nicht beeindrucken. "Ich weiß. Trotzdem versuchst du dich bereits mit dem Gedanken anzufreunden, dass es passieren könnte", hielt sie ihm schlicht entgegen. Auf seine Ankündigung von ihr lernen zu wollen, nickte sie kurz. "Gut. Ich lehre dich, sobald wir Zeit dazu finden."

Kasumi sah ihre Patin an und war erstaunt wie sehr manche Welpen einander stützen konnten. Sie lächelte matt und nachdem ihr Yalaan versichert hatte das alles gut war, atmete sie durch. „In Ordnung.“ Sie hörte dem kleinen schwarzen zu und stupste beide etwas an damit sie ja nicht vergaßen weiter zu laufen. Dann sah sie zu Yalaan der scheinbar ihren Blick suchte „Wenn dir doch was weh tut sag Bescheid.“ Dann stupste auch sie ihn kurz an und murmelte „ Die Flüsse können tückisch sein. Einfach vorsichtig laufen. Du machst das schon Yalaan.“ Dann beobachtete sie noch mal ihre kleine Welpengruppe. Sie war stolz auf ihre Patin, die sich mit Yavru eben so gut ablenken konnte wie mit Syrayn zuvor. „Wir passen doch sowieso alle aufeinander auf“ fügte sie hinzu und schenkte den Welpen ein zartes Läächeln. Yaalan jedoch wirkte etwas verloren. „Was denkst du mein Kleiner?“ fragte Kasumi vorsichtig. Sie wusste nicht ob er reden wollte doch versuchen konnte sie es ja mal.

Rayani hörte allen zu und als Endeara sich an sie wandte zuckte Rayani zusammen. „Weil…ich ..entschuldige.“ Rayanis Gedanken kreisten um die Frage sodass sie Nainanas Frage und Endearas Antwort darauf nru halb war nahm. Ja warum…weil Xavra weg war…die Sauer war…ich Papa weg war…sie Traurig war…das alles nu passiert ist weil Chenzi ertrunken war, nein weil ihre Mutter gestorben ist…Weil..weil..weil... Rayani wollte weg hier. Sie wollte sich verkriechen in eine dunkle Höhle und sie wollte schreien. Aber beides durfte sie nicht, deshalb starrte sie aufs Wasser, beobachtete die Steine.

Ilja spürte für einen Moment einen altbekannten Stich Eifersucht. Ihr Vater hatte sich Chion so sehr gewidmet wie sie es sich immer für sich selbst gewünscht hatte... Aber sie würde es ihm nicht weiter vorwerfen. Sie hatten beide ihren Frieden miteinander gemacht. "Dann kannst du's uns ja beibringen, hm?" Nur mit ihrer Vermutung bezüglich seiner Frage hatte sie sich geirrt. "Sie hat gemeint, deshalb seien die Weißen hierher gekommen. Gemein von ihr, was?", führte sie die Erklärung noch weiter aus, lächelte ihrer Schwester dabei aber zu, damit sie wusste, dass sie ihr das nicht übel nahm.

Chion würde alles dafür tun um seine Familie zu schützen, ebenso wie für Lijenna, ob die Drei sich dessen bewusst waren? Naja, eigentlich war das ja auch egal. Die Aussage über Ilja verstand er nicht ganz weshalb er jene fragend ansah. Nette fremde Rüden? Hatte sie vor ebenfalls Winzwelpen zu bekommen??? Schließlich nickte er langsam, weil er verstand und es ebenfalls gemein fand, dabei schmunzelte er aber. Wusste Daina nicht dass Attaché ihn auf das Leben vorbereitet hatte? "Ich glaube schon..." er brach ab, ordnete seine Gedanken. "Er wollte es besser machen, was er bei euch falsch gemacht hat, bis zum Schluss hat das bereut..." Chion seufzte schwer.

Nyela sah von einem zum anderen. "Yavru... du bist so alt wie ich und genauso klein. Ich passe auch auf dich auf, aber anders, ja? Nicht mit Körperkraft, sondern in dem ich bei dir bin." Ihr Blick glitt zu Yalaan, zu dem sie trat. "Ich weiß nicht, warum Xavra das gemacht hat... aber niemand darf ihren Fehler nachmachen." Sie stupste ihren Cousin an. "Ich mag kämpfen und hoffen, dass wir den Morgen erleben. Aber ich mag nicht kämpfen... so mit dem Körper... versteht ihr? Weil das bringt nichts... wir sind nicht so stark. Aber in uns drin können wir stark sein. Stimmts Susu?" Sie sah ihre Patentante an.

Daina wusste nicht genau wie sie darüber fühlen sollte, dass Chion ihren Vater so viel besser gekannt hatte als sie selbst. Für Ilja war es sicher schwer, solche Dinge zu hören, sie hatte sich mehr von ihrem Vater gewünscht gehabt. Aber in der Brust der Schwarzen schien bei desem Thema nichts als Leere zu sein. Vielleicht hatte sie Attachés Tod sogar ein wenig betrauert, aber wenn dann nur um ihrer Schwester wegen oder weil er eben Teil ihres Rudels gewesen war. Von Chion kämpfen lernen? Na er konnte es sicher besser als sie, aber wenn sie die Wahl hatte, dann lernte sie lieber von Kyro. Dem Gespräch hatte sie vorerst nichts hinzuzufügen.

Lijenna hörte Endeara aufmerksam zu. "Aba si sagan di andaran Wölfa kampfan ir Leban lang un sind schtark un... fir salltan au schtark sain." Sie sah zu Sani, die schon kämpfen gelernt hatte. "Nainana kann nit kampfan fail... baruhran... mag Nainana nit."

Yavru hörte Nyela wieder zu und ließ ganz langsam seine Brust senken, während er über ihre Worte nachdachte. "Ja, stimmt. Aber die Großwölfe kämpfen doch auch?" Jetzt war er verwirrt.

Ilja hatte gar nicht so tief in die beziehung zwischen Attache und seinen Kindern vordringen wollen, zumindest nicht als Gesprächsthema, und nicht jetzt. "Ja, ich weiß", sagte sie daher nur und schwieg einen Moment fast andächtig. Daina sagte nichts dazu, vermutlich wollte auch sie diesen Teil der Vergangenheit nicht allzu sehr beleuchten. "Wo kommst du eigentlich her, Chion?", lenkte sie das gespräch daher um und hoffte, jetzt nicht ihrerseits bei Chion zu tief in ungewünschten Themen zu graben.

Yalaan fühlte sich überflüssig. Er war weder besonders groß, stark noch mutig. Er wollte auch so überzeugend jemand beschützen können. Zumindest seine Gefährtinnen oder seine Schwester, Nejo würde das bestimmt eh nicht gut heißen. Er atmete einmal tief durch, dann nickte er auf Kasumis Aussage hin. Ihm tat aber nichts weh, außer sein falscher Stolz. Als sie auch ihn anstupste freute er sich und wedelte mit der Rute, seine Stimmung schlug jedoch schnell wieder um "Das ändert doch auch nichts. Trotzdem gehen alle nacheinander weg.." dachte er sich und sprach seine trüben Gedanken Nyela wegen nicht aus. "Ich frag mich ob ich auch mal jemand beschützen kann" sagte er ehrlich. Er lächelte Nyela schüchtern an "Ich glaube ich verstehe Dich besser als jemand anderes, ich mag auch nicht kämpfen" auch wenn er wohl andere Beweggründe hatte als sie.

Endeara hatte schon lange nicht mehr an ihre Zeit in der Welenhöhle gedacht, aber mal abgesehen davon, dass sie damals hinaus in die große Welt wollte, um Abenteuer zu erleben, fand sie die Welpenhöhle auch nicht schlimm. Ihr Blick blieb noch eine Zeit an Rayani hängen, die ihre Frage eher abgetan hatte, als diese zu beantworten. Mit der Schwarzen stimmte etwas nicht, aber sie wusste nicht, ob es etwas bringen würde, noch einmal nachzufragen. Also hörte sie stattdessen Lijenna zu. "Ich glaube beim Kämpfen soll man die Berührung auch nicht mögen, Nainana. Wenn man wirklich auf Leben und Tod kämpft, dann will man den anderen doch verletzen und ihn schwächen."

Chion wusste nicht ob es der richtige Zeitpunkt war gerade darüber zu sprechen, aber die Situation hat es einfach so ergeben. "Die Farbe Deines Pelzes passt zu Dir" sagte er an Daina gewandt und hatte dabei einen liebevollen Gesichtsausdruck. Er hatte verstanden dass das nun unpassend war und sah nun zu Ilja "Vater fand mich ja am Fluss, total abgemagert, schwächlich und als unnützer Winzling" verachtend sprach er über sich, dann kramte er in seinem Gedächtnis "Ich weiss nicht mehr viel" zwischen seinen Worten machte er immer mal wieder eine Pause, ob sie der Überlegung diente oder einfach nur um die Kehle zu befeuchten "Ich bin bei einem alten, garstigen Wolf aufgewachsen, er.." nun duckte sich der Jüngling und zog die Rute leicht ein, denn der Schmerz der Erinnerung war ihm so gut im Gedächtnis geblieben, als würde er ihn erneut erfahren "..verbot mir mit Belanglosigkeiten meinen Kopf zuzukleistern und lehrte mich zu beobachten, das Verhalten zu studieren, um die Schwächen udn Stärkern anderer zu erkennen um das zu sehen was dem Rest verborgen bleibt, sprechen hätte mich daran gehindert, er hat mir fast die Zunge abgebissen, seither traute ich mich nicht mehr zu sprechen. Ich musste nur lernen, nur dann gab es was zu Fressen..." er brach jäh ab als ihm bewusst wurde wie sehr er die beiden vollgeplappert hatte. Schuldbewusst legten sich die Ohren des Rüdens an.

Reszani sah zwischen Endeara und rayani hin und her, entschied aber, sich nicht einzumischen und Rayani lieber in Ruhe zu lassen, wenn sie nicht reden wollte. Es gab da ja noch einen anderen gesprächsteil, an dem sie sich beteiligen konnte. "Naja, aber ohne sich zu berühren, kann man ja nicht kämpfen. Insofern hat sie schon recht, wenn sie sich weigert jemanden beim Kämpfen zu berühren, kann sie nicht kämpfen."

Kasumi hörte ihrer Patin zu und lächelte. „Ja innen drin kann man stark sein. Und wen man schafft trotz Traurigkeit und schlimmen Dingen innerlich stark zu sein und für andere da zu sein. Dann vergeht die Traurigkeit besser.“ Dann schaute sie die drei Welpen nacheinander an „Ihr müsst nicht kämpfen…nicht körperlich meine ich. Denn ihr müsst doch schon so genug kämpfen. Das wir unsere Heimat verlassen, das uns manche Wölfe verlassen haben. Damit habt ihr alle zu kämpfen. Glaubt uns wir finden das kämpfen nicht toll, aber wir wollen euch beschützen. Deshalb kämpfen wir wenn wir es müssen.“ Zumindest würden sie es, dachte sich Kasumi. Dann sah sie zu Yalaan „Yalaan, mein Kleiner. Man kann andere auf verschiedene Arten beschützen, oder helfen. Du wirst auch deine Möglichkeit finden… “ sie lächelte wirklich. So vieles was sie den Welpen hier sagte konnte sie selbst nie umsetzten. Doch das wollte sie ändern und so wie die Welpen lernen für andere da zu sein.

Daina lächelte aufrichtig über Chions Kompliment. Jedenfalls glaubte sie, dass es eines war. "Danke sehr." Erwiderte sie mit leiser Stimme. Soetwas hatte vorher noch nie jemand zu ihr gesagt. Als der Rüde dann aus seinem früheren Leben erzählte, hörte sie interessiert zu. Es war eine erschreckende Geschichte, gegen die ihr ihre eigene Kindheit wie der reinste Spaziergang vorkam. "Und wie bist du dann hierher gekommen?" Fragte sie mit gespitzten Ohren.

Nyela verzog das Gesicht. "Die Großen flüchten auch, oder hast du keine Augen im Kopf?", fragte sie Yavru und deutete auf alle Erwachsenen, die mit ihnen flüchteten. Dann sah sie Yalaan an. "Wir sind aber noch da. Du und Yavru und Susu und ich. Und das ist gut. Wir können zusammen bleiben." Nyela hörte ihrer Patentante aufmerksam zu.

Rayani hörte mit einem Ohr zu. Man konnte auch anders kämpfen..mit sich selbst. Doch das war nicht so wichtig. Sie versuchte runter zu kommen. Sie war erneut wieder nah dran einen Wutanfall oder gleiches zu bekommen. Doch nein…nicht schreien, nicht weglaufen, nicht schreien, nicht weglaufen. „Und wenn wir ein Loch graben würden wo die anderen reinfallen?“ murmelte sie nach einiger Zeit des Schweigens. „Ist das nicht so ähnlich wie kämpfen?“ Früher oder später würde sie über das reden was sie hatte, doch hier im Fluss war nicht die richtige zeit und nicht der richtige Ort dafür. Irgendwann würde es aus ihr rausbrechen und vielleicht dauerte das gar nicht mehr so lange. Sie sah die andere nicht an bei ihren Worten, aber sie sprach zumindest wieder.

Ilja bereute fast, ihn gefragt zu haben, als sie sah, wie er sich bei den erinnerungen zusammen krümmte, aber trotz allen Stockend und Zögerns sprach er dennoch weiter, und sie lauschte erschrocken und fasziniert zugleich. "Das klingt furchtbar", kommentierte sie und wartete dann voller Spannung auf die Antwort auf Dainas Frage.

Yalaan wattete tapfer weiter durch den Fluss, der zur Mitte hin tiefer wurde. Er konnte dem ganzen Gespräch nicht mehr folgen. Irgendwie depremierte ihn das, obwohl es ihn hätte aufmuntern sollen. "Können wir vielleicht über was anderes reden?2 fragte er niedergeschlagen und sah einmal in die Runde. Unachtsam stolperte er gegen Yavru.

Chion richtete die Ohren langsam wieder auf, als er merkte dass er lächerlich gewesen war auf Schellte zu warten. "Der Olle hatte eine alte Jagdverletzung an der er schließlich erlag, er wollte mich ausbilden dass ich auf ihn aufpasse und ihn beschütze. Jedenfalls weiss ich gar nicht wie lange ich ziellos umher gewandert bin auf der Suche nach einem Artgenossen dem ich mich anschließen konnte. Ich war schließlich stumm und lernwillig, also keine Nervensäge wie unsere Winzlinge" nun musste er Lachen, doch in seinen Gedanken tauchten andere Erinnerungen auf, die jedoch nicht aus seinem Leben zu stammen schienen, Erinnerungen die er im Traum schon oft gesehen hatte. "Es war das Beste was mir passieren konnte, dass Attaché mich gefunden hat!" nun richtete er sich wieder auf, knuffte erst iilja und dann Daina und sprang leichtfüßig zwei Schritte nach vorne, die Sorgen die ihnen im Nacken hing kurz vergessend.

Yavru bemerkte sofort Nyelas Stimmungswechsel und ihm wurde gar nicht wohl ums Herz, als er das teilweise angwiderte Gesicht sah. Er senkte seinen Blick und meinte:"Doch, das sehe ich." Dann hörte er Yalaan reden und hob seinen kleinen Welpenkopf wieder. Er sah, wie niedergeschlagen dieser junge Rüde war und lächelte ihm freundlich entgegen. "Na klar. Komm, wir überqueren gemeinsam den Fluss." Dann ließ er seinen Blick zu den anderen der Gruppe schweifen. "Kommt ihr auch?"

Daina hörte sich Chions Erzählung zuende an und nickte anerkennend. Sie hatte noch nie wirklich über die Vergangenheit des Rüden nachgedacht und jetzt kannte sie ihn noch ein bisschen besser. Es tat gut, ihn um sich zu haben, denn trotz der ominösen Stimmung und der drohenden Gefahr hatte er eine gewisse Sorglosigkeit an sich, die ansteckend war. Die Schwarze erwiderte seine berührung und lief dann lächelnd und schweigend neben ihren beiden Geschwistern her - ihrer Familie.

Kasumi beugte sich zu Nyela und wisperte „Wir können nicht nur…sondern wir bleiben zusammen.“ Dann sah sie etwas betrübt zu Yalaan hinunter. Dann wandte sich Yavru schnell Yalaan zu und drängte vorwärts. „Na komm meine Kleine“ sie stupste Nyela aufordernd an und sagte dann „Wir haben den Fluss bald überquert.“ Murmelte sie und schloss zu den schneller gewordenen Welpen auf „Ist euch schon aufgefallen wie schön alles um uns herum ist. Und die Steine im Fluss, die zwar gefährlich aber auch schön sind?“ sie sprach beiläufig über die natur, etwas besorgt um den betrübten Yalaan. Aber sie mussten voran kommen, um das Leid der Welpen musste sich später gekümmert werden.

Endeara zuckte mit den Schultern auf Reszanis Worte. Es ging ihr nicht ums Rechthaben. Rayani redete derweil abwesend vor sich hin. Ein Loch graben? "Also die müssten schon dumm sein, in ein so großes Loch reinzufallen." Wieder ging es nicht ums Rechthaben, sie dachte nur laut. Ein Seufzer entfuhr ihren Lefzen. Eigentlich wollte sie ganz gerne noch wissen, was mit Rayani los war, aber irgendwie war ihr das ganze Gespräch gerade ein bisschen zu anstrengend. Sie schwieg also, hörte noch ein wenig zu und ließ sich ein Stück weit zurückfallen.

Reszani grübelte noch immer darüber nach, ob naina vielleicht doch irgendwie kämpfen lernen konnte, obwohl sie Berührungsangst oder sowas hatte... "Wisst ihr was, ich frag mal meine Mama, ob sie weiß, wie Nainana kämpfen lernen kann... ihr fällt bestimmt was ein!", meinte sie enthusiastisch und rannte dann vor zu Aszira und Katan.

Chion hatte das erste Mal in seinem leben über seine Vergangenheit gesprochen und überhaupt, jetzt wo er es ausgesprochen hatte dachte er nochmal intensiver darüber nach, doch seine heitere Stimmung ließ sich dadurch nicht trüben, ganz im Gegenteil, nur durch all die schrecklichen und prägenden Ereignisse hatte er nun das, was er nie hatte - eine Familie.

Nyela verstand nicht ganz, was plötzlich mit allen los war, aber sie fügte sich und folgte ihrer Patentante. Sie achtete aber auch auf ihren Bruder und Yavru und Yalaan. Überhaupt war sie sehr aufmerksam. "Wir halten einfach zusammen...", nuschelte sie. "Wir können auch zusammen traurig sein..."

Yalaan kannte soviel Aufmunterung von anderen männlichen Welpen nicht, dadurch erinnerte Yavru ihn gerade an seinen besten Freund Amani. Die anderen wollen immer kämpfen und raufen und ihn am Boden sehen. "Schön glitschig" griff er das Gespräch von Kasumi auf und grinste. Als Nyela wieder mit dem alten Thema anfing seufzte er genervt "Ich möchte aber nicht traurig sein verdammt!" Dann beschleunigte er um mit dem Schwarzen mithalten zu können, achtete aber aufs Peinlichste darauf nicht wieder gegen ihn zu rutschen.

Yavru hörte Yalaans Kommentar und musste lachen. Wasser war glitschig? Oder meine er die Steine? Egal, was war lustig! "Ach, komm... so schlimm ist es doch nicht. Hehehe!" Er ging zu Yalaan, um ihm ein wenig Mut machen zu können und ihm Sicherheit zu geben. Klar, der schwarze Welpe war nicht gerade viel größer als er, dennoch wollte er helfen. "Dir passiert schon nichts, schließlich war ich immer der Pechvogel, nicht?" Er grinste breit, um Yalaan ein wenig vom Wasser abzulenken. Musste er überhaupt noch abgelenkt werden?

Kasumi beobachtete ihre Patin während sie zu den anderen aufschloss. „Nicht zu schnell, wir laufen noch eine Weile“ murmelte Kasumi. Bei den Welpen konnte man teilweise fast vergessen das dies hier kein Spaß war. Sorge und Freude lagen oft so nah beieinander. Als Nyela sagte sie können auch gemeinsam traurig sein und Yalaan darauf hin etwas genervt reagierte meinte Kasumi zu der rötlichen Welpin „Schöner ist es aber gemeinsam fröhlich zu sein…lass es uns versuchen, okay?“ Dann hörte sie Yavru und murmelte „Nimm dich in Acht Yavru, pass auf die gefährlichen Glitschsteine auf. Sonst darf ich dich am Ende aus dem Wasser fischen.“ Aufmerksam achtete sie auf den fast schon rumtollenden Welpen.

Nyela verzog wieder das Gesicht, nachdenklich. "Aber Susu... Es ist leicht, mit jemandem fröhlich zu sein. Aber richtige Freunde die sind auch da, wenn man nicht fröhlich ist. Das ist nicht so angenehm und deshalb ist es wertvoller.", erklärte sie nachdenklich. Aber sie akzeptierte, dass Yalaan sie nicht als so gute Freundin ansah. Sie ließ die Jungs mal machen.

Yalaan fand es toll endlich der Mittelpunkt der kleinen gruppe zu sein. Und ebenso schön fand er es, dass Yavru gar kein Raufbold war, das hatte er gar nicht gewusst. "Man kann sich aber bestimmt gut an den Steinen verletzen?" Kurz sah er zu Kasumi um ihre Zustimmung zu bekommen. "Na mit Glück wurd ich auch nicht gerade überhäuft" scherzte er und dachte daran dass seine Mom zwar nicht Tod war aber dafür einfach abgehauen ist, was er viel schmerzlicher fand. Yala erwiederte das Grinsen, vorallem als Kasumidas Wort Glitschsteine sagte. "So wie mich eben" und da passierte es erneut, er rutschte aus, knallte mit voller Wucht seitlich gegen den Schwarzen und seine Schnauze nahm erneut eine Dusche.

Yavru hörte Kasumi und musste wieder lachen. Eigentlich hätte der Welpe gar nichts zu lachen gehabt, schließlich waren sie nicht zum Spaß unterwegs! Aber schon gab es die nächste witzige Panne. Yalaan rutschte auf den 'Glitschsteinen' aus und landete seitlich auf Yavru, der das Gleichgewicht glücklicherweise aber noch halten konnte. "Puh... geht es dir gut, Yalaan?" Sein Blick verriet jedem, dass er sich tatsächlich Sorgen um den fast gleichältrigen Welpen machte.

Kasumi betrachtete die Welpin und nickte „Ja das stimmt. Aber manchmal ist es schöner sich ab zu lenken und das traurig sein auf später zu verschieben.“ Murmelte sie nur und ging an der Seite von Nyela durchs Wasser. „Deshalb sagte ich ja passt auf die Steine auf“ bestätigte sie Yalaan und sie betrachtete skeptisch die Szene vor sich. Dieses mal jedoch griff sie nicht sofort ein. Yalaan stand noch und würde einfach den Kopf heben können. Auch wenn sie sich etwas an zu spannen schien.

Nyela nickte leicht und schwieg. Sie hatte keine Probleme mit dem Laufen. Letztlich blieb sie aber stumm.

Yalaan hob seine linke Vorderpfote über die Wasseroberfläche und pfottelte nach jener "Blöden Steine" giftete er, sah dabei aber gar nicht so wütend aus, wie er hätte sein sollen. "Ja ist alles gut" antwortete er dem Schwarzen "Meine Pfoten setzen einfach nur unglücklich auf den Glitschsteinen auf." Er schaute zurück, weder Nyela, noch Kasumi oder Yavru sind bisher mal ausgerutscht, das frustrierte ihn.

Yavru hörte Yalaan und nickte. "Dann ist ja gut. Schön vorsichtig sein, ich will nicht, dass du dir noch was brichst auf dem Weg." Er lächelte ihn an und auch Kasumi und Nyela bekamen ein breites Grinsen geschenkt. Er wollte endlich über den Fluss, auch wenn er noch so schön war. Irgendwas sollte heute noch passieren, hoffentlich aber nichts schlimmes.

Kasumi grinste als Yalaan wieder stand und sie sicher war das es ihm gut ging. Es war schön das Yalaan wenigstens etwas fröhlicher war als vorhin. „Dafür bist du an Land vielleicht besonders schnell oder besonders leise.“ Bekräftigte sie den Welpen der mit dem Fluss nicht zurecht zu kommen schien. Doch es würde ja nicht für ewig so sein. Bald würden sie den Fluss verlassen. Aber bis dahin würden die Glitschsteine wohl noch eine der größten Gefahren – mal abgesehen von dem fremden Rudel- darstellen. Zumindest für Yalaan. Kasumi seufze etwas nicht traurig, sondern nachdenklich. Mit ihrer Patin an der Seite und einem aufmerksamen Blick auf Yalaan und Yavru setze sie ihren Weg mit dem Rudel, durch den Fluss fort.

Yalaan wurde das Gefühl nicht los, dass Nyela lieber mit den Anderen zusammen traurig sein wollte, denn seitdem er seine genervte Aussage getätigt hatte, blieb sie stumm. Also konzentrierte er sich nun auch darauf nicht nochmal auf einem Stein auszurutschen an Yavrus Seite, den er ab und zu anlächelte.





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Kyro, Lijenna, Joshua



01.05.2014 00:04
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Lunar
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Lijenna ließ ihre Schas weiter laufen und machte sich Gedanken über das Kämpfen. Mit diesem neuen Problem gesellte sie sich schließlich zu Aramis. "Nainana kann nit kampfan fail Nainana mag nit baruhran...", erzählte sie dem älteren Rüden. Das war ein großes Problem. "Nainana muss gahan imma fann andaran kamman un sind fis."

Ciscia hatte die Aufgabe ernst genommen mit dem Ausschau halten, hatte es auch Lia gezeigt. Doch ihre Gedanken wanderten immer wieder zu dem Versprechen von dem Großwolf. Sie würden eine Erkundung starten können. Wobei ganz viel neues auf sie wartete, und viele Abenteuer zu entdecken gab. Dies wollte sie mit jemanden teilen und da viel ihr Blick auf ihre Sturmschwester. So hüpfte sie nach vorne und kam Schweifwedelnd auf Endeara zu.

Endeara hing noch immer in Gedanken bei dem Gespräch mit den anderen Welpen von vorhin und bei der Art und Weise, wie Rayani sihc verhalten hatte. Allerdings wollte sie sich eigentlich gar nicht mehr damit beschäftigen und so war sie froh, als Ciscia von hinten zu ihr aufholte. Sie grinste und schnappte spielerisch nach ihrer braunen Schwester. "Hallo! Wo kommst du denn her?"

Aramis lauschte seiner kleinen Freundin und zuckte mit den Ohren. Das war ein großes Problem. "Nainana.. was passiert, wenn du berührt wirst?", fragte er und sah kurz zu ihr hinunter.

Ciscia wich schon reflexartig den Schnapper ihrer Schwester aus und fluffte ihrerseits deren Fell ein wenig. Doch dann wandte sie sich der Frage zu: "Hey, ich komme von Kyro und habe gute Neuigkeiten!", wusste sie zu verkünden.

Endeara machte einen Hüpfer und sah neugierig zu ihrer Schwester. "Neugigkeiten?" Fragte sie mit gespitzten Ohren. "Was gibt es denn?" Hatten Lunar und Veyràn vielleicht Xavra gefunden und waren zurückgekommen? Über Ciscias Kopf hinweg warf die Weiße einen Blick hinter sie, aber sie konnte ihren Vater nicht entdecken.

Kyunar war sehr still geworden. Manch einer hätte dem Welpen wohl vorgeworfen, dass er kaum zugehört hatte, vor sich hinträumend und Welten weit weg – oder aber man hätte es auf den Schock schieben können, über die Alarmbereitschaft ringsum. Doch Kyu war aufmerksam und ruhig, hinter dem ernsten Welpengesicht. Und er blieb immer in Lijennas Nähe, im Moment nur ein, zwei Welpensprünge von dieser entfernt laufend, ein Ohr in Richtung seiner Schwester und Aramis gedreht. Der Welpenblick war gen Himmel geschweift.

Ciscia war schon ganz gespannt auf die Reaktion ihrer Schwester auf die Neuigkeiten, und so konnte sie nicht lange an sich halten, und erzählte: "Kyro meinte, dass wenn wir wieder sicher sind, wir alles erkunden gehen dürfen! Zunächst den Berg und dann später die Fremde!" Man hörte, wie sie sich darauf freute, auf die neuen Abenteuer, die noch bevor standen. Doch plötzlich wurde ihr klar, wie Endeara nach hinten sah und Cis wurde klar, dass sie wohl gerade an etwas anderes gedacht hatte.

Endeara gab sich große Mühe ihrer begeisterten Schwester mit ihren großen, leuchtenden Augen nicht die Enttäuschung zu zeigen, die sie bei dessen Worten empfand. Es hatte also überhaupt nichts mit Lunar zu tun. Trotzdem lächelte sie Ciscia an und fragte noch ein wenig nach. "Die Fremde?"

Lijenna verstand erst nicht so genau, was Aramis eigentlich meinte. Was passierte? "Nainana schraian.", erklärte sie. "Aba Nainana nit schraian..." Das hatte ihr Babalu ihr schließlich eingetrichtert. "Nainana höran auf Aramis."

Aramis grinste schief und schüttelte ganz winzig den Kopf. "Weißt du wieso du dann schreist? Tut es weh? Also.. macht es aua?" er klang nur neugierig, keien Wertung schwang in seiner Stimme mit. "Wenn du auf mich hörst, passiert nichts."

Ciscia dachte noch ganz kurz an Papa-Lu und die anderen, nach denen Endeara wohl Ausschau gehalten hatte. Doch dieser Gedanke war schon Herzschläge später aus ihrem Bewusstsein verschwunden und wurden ersetzt von ihrer Neugierde. Als nun ihre Sturmschwester erfreut war, musste sie erzählen, was sie wusste: "Wenn wir uns eine Weile im Berg versteckt haben - und wir ihn erforscht haben, dann lernen wir neue Gebiete kennen und da wir sie ja noch nicht kennen, ist es die Fremde.", erklärte sie überzeugt.

Endeara legte den Kopf schief. Sie hatte gedacht, sie würden sich nur im Berg verstecken, bis das fremde Rudel wieder weg war. "Wohin gehen wir denn?" Fragte sie ungläubig. Also sie wusste schon, dass die Welt groß war und dass es mehr gab, als ihr zu Hause. Schließlich gab es ja auch das Meer und den Himmel und ganz viel, aber warum sollten sie denn fortgehen?

Kyunar tappte schräg hinter Lijenna her. Sein Blick ruhte immer noch im Himmel, als würde er dort etwas beobachten, dabei war dort, wo seine Augen umherschweiften, eigentlich nichts Außergewöhnliches zu sehen. Er lauschte auf jedes von Schwester Schmetterlings Worten und im Moment auch auf die von Aramis.

Ciscia erwiderte den Blick ihrer Schester. Bei der Frage machte sie einen Moment einen verdutzten Gesichtsausdruck, doch dann hatte sie sich wieder gefasst. "Ich weiß es nicht, Kyro meinte nur, dass wir weit weg müssen."

Lijenna beobachtete den Nebel, der um Aramis waberte. Solange dieser weiß blieb, war alles in Ordnung. "Fas haißt weh tun?", wollte sie von ihrem Lehrmeister wissen. Sie hatte die Frage schon oft gestellt, aber sich noch nie damit an Aramis gerichtet.

Endeara dachte über Ciscias Worte nach. Diese Möglichkeit war ihr vorher noch gar nicht in den Kopf gekommen. Sie mochte doch ihr zu Hause, es war schön hier. Aber so lange sie zusammen blieben würde es sicher nicht allzu schlimm sein. "Freust du dich denn so sehr von hier wegzugehen?" Fragte sie leise. All die Erinnerungen, all die Gerüche, all die Ausblicke auf ihrer Heimat schienen ihr nachzustellen und sie festhalten zu wollen, dabei war sie ja noch lange nicht in "der Fremde".

Aramis sah sie ein wenig verwundert an. Das sie damit nichts anfangen konnte, wunderte ihn doch kurz. Er neigte den Kopf und überlegte kurz. "Wenn man gebissen wird, dann sagt man es tut weh"

Kyunar stutzte kurz. Er spitzte die Ohren noch etwas mehr und seine Schritte beschleunigten sich leicht, sodass er schließlich auf einer Höhe mit Nainana lief. Aber er sagte nichts, blickte nur kurz zu seiner Schwester und Aramis hinüber und beobachtete dann wieder den Himmel. Das half ihm beim Zuhören.

Ciscia fand die Frage von Endeara komisch. Irgendwie konnte sie die Frage gar nicht so einfach beantworten. Da konnte sie nicht einfach ja oder nein sagen. Wollte ihre Schwester nicht gehen? Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass sie sich gar nicht so sehr freute. Oder lag es einfach an der Bedrohung? Denn auch wenn sie freudig wirkte, so hatte Ciscia diese gewiss nicht vergessen, erst recht nicht nach Kyros Zurechtweisung. So versuchte sie sich dennoch erst einmal an der Antwort: "Ich würde gerne bleiben, ist dies doch unser Ort, aber die Fremde ist bestimmt auch toll, und mit dir und den Anderen will ich sie gerne erforschen."

Lijenna hätte wohl ratlos ausgesehen, hätte sich ihre Mimik je verändert. Das mit dem Lächeln klappte manchmal, sah aber doch sehr schief aus. Ihr Blick glitt zu Kyunar, dann wieder zurück zu Aramis. "Nainana faiß nit. Nainana ist nit gabissan wardan. Bis jatst." Sie bemühte sich um die Aussprache. Sie wollte verstanden werden.

Aramis nickte, meist verstand er seine kleine Freundin recht gut. Sie erfrischte den Brummbär doch sehr. "Mh. Schmerzen sind wohl schwer zu beschreiben und weh tun will ich dir nicht. Ich hoffe du musst nicht herausfinden was weh tun ist.", er neigte den Kopf und nickte dann leicht. Er lächelte als Kyunar aufschloss und fragte sich, ob dieser immer wusste wovon seine Schwester sprach

Endeara nickte. Vielleicht würde es ja tatsächlich total cool werden. Ein echtes Abenteuer eben und ganz viel Geschichten, die sie hinterher gemeinsam erzählen konnten. Und vielleicht konnten sie ja eines Tages hierher zurückkehren. "Wenn wir von der Insel runter wollen, müssen wir dann nicht sogar durch das Meer?" Diese Aussicht fand sie schon spannend, vor allem wo die Großwölfe doch immer gesagt hatten, wie gefährlich das Meer sein konnte.

Ciscia hatte sich noch keine Gedanken gemacht, wo ihr Weg lang führen sollte, doch als Endeara es aussprach, musste sie zustimmen. So nickte sie: "Das ist bestimmt spannend."

Kyunar dachte ein wenig über Schmerzen nach. Wie viele verschiedene es davon gab… und dass es sicher irgendein bestimmter Schmerz war, der seine Schwester manchmal schreien ließ. Er blinzelte schließlich und musterte Nainana von der Seite. "Ist berühren immer schlimm für dich, Nainana?", fragte er schließlich.

Endeara grinste ihre Schwester an und jetzt leuchteten ihre Augen auch. "Vielleicht sind ja auch gefährliche Tiefseemonster im Meer oder riesige achtarmige Ungeheuer, die uns fressen wollen." Sie lachte. "Aber wenn sie ausversehen Yavru erwischen, spucken sie den bestimmt gleich wieder aus."

Lijenna hörte sich erst Aramis' Worte genau an, dann die ihres Bruders. Da ihr Lehrmeister keine Frage stellte, antwortete sie nur Kyunar: "Ja." Klar, ehrlich und neutral. So wie sie eben war.

Aramis lächelte in sich hinein als Kyunar sich an ihrem Gespräch beteiligte und dann auch noch die Frage stellte, die ihm nicht eingefallen war. " Und wann ist es nicht schlimm?", stellte er nun seinerseits wieder eine Frage

Kyunar nickte leicht. Wenn es schlimm war, dann tat es in gewissem Sinne auf jeden Fall weh. Nicht so wie… wenn man sich an einem Stein stieß oder gebissen wurde – wobei in einem Biss auch anderer Schmerz steckte, als der bloße physische. In Kyunars Kopf hatte er kaum solcherlei Worte dafür, aber die Gedanken waren da. Er schwieg und lauschte auf Nainana und eine etwige Antwort auf Aramis' Frage.

Ciscia musste Grinsen. Diese Schilderungen ihrer Schwester waren einfach nur zu leuchtend: "Doch sie werden uns nie kriegen!" Die Aufgabe stand ihr schon klar vor Augen, auch wenn ja eigentlich noch nicht einmal das verlassen der Insel klar war. Wenn sie zuvor nur grinste, so musste sie nun einmal Lachen. "Denkst du die sind so wählerisch?"

Endeara kicherte. "Uns kriegt ja keiner!" Rief sie und machte demonstrativ ein paar besonders große, schnelle Sätze. "Wir sind schnell wie der Wind!" Als sie wieder neben Ciscia war fügte sie noch hinzu. "Also kommt drauf an, wie viel Hunger sie haben. Aber ich würde den nicht essen. Selbst wenn ich ein Seeungeheuer wäre."

Lijenna versuchte die beiden Gesprächspartner zu verstehen. "Ni nit schlimm. Imma schlimm... nit gans schlimm. Nainana mag nit. Baruhran is fi... Schtaina di nit richtig sind."

Aramis lauschte ihren Worten und konnte ihr dennoch nicht gänzlich folgen. Wahrscheinlich ging es der Kleinen genauso. Neugier funkelte in seinen Augen "Welche Steine sind nicht richtig, Nainana?"

Ciscia sprang Endeara hinterher. Doch dann fiel ihr bei dem Ruf von ihrer Sturmschwester etwas ein, und so sagte sie unvermittelt: "Kyro meinte auch, wir müssen jetzt leise sein." Sie fühlte sich verpflichtet, dies weiter zu geben, wollte sie doch die Abenteuer erleben. Sie hatte verstanden, dass dies nur möglich war, wenn sie den Fremden entkamen, und sich wie Beute verhielten. Doch davon ließ sie sich nicht den Spaß nehmen, und auch das Glitzern verschwand nur für einen Augenschlag lang aus ihren Seelenspiegeln. Dann sagte sie: "Ich auch nicht!" Denn Yav schmeckte bestimmt nicht gut.

Kyunar schwieg sich lieber aus, um nicht noch eine Frage einzuwerfen. Er wäre lieber ein bisschen bei Berührungen geblieben. Allerdings… konnte die Frage nach den Steinen vielleicht dennoch weiterhelfen. Trotzdem wirkte der Welpe eher, als hätte er schon wieder das Interesse an dem Gespräch verloren, diesmal durch den etwas abwesenden Blick auf das Wasser zu seinen Pfoten.

Endeara zog bei Ciscias Worten unwillkürlich den Kopf ein. Hups! "Oh, entschuldigung, das wusste ich nicht." Sagte sie mit gedämpfter Stimme. Also in den Höhlen im Berg natürlich, falls es ein Echo gab, aber hier draußen? Alle unterhielten sich doch. Aber der Moment hatte sie vielleicht ein bisschen zu sehr mitgerissen. Aber auch sie ließ sich davon nicht entmutigen. "Na dann flüstern wir eben." Kicherte sie.

Lijenna brauchte wieder eine Weile, um eine Antwort zu finden. Sie war überfordert. "Schtaina di falsch sind.", erklärte sie dennoch geduldig und aufrichtig. Für sie waren die Antworten selbstverständlich, aber sie hatte längst gelernt, dass die anderen das meist anders sahen.

Aramis unterdrückte ein Seufzen, dann nickte er. "Du musst mir mal einen falschen Stein zeigen." nicht sofort, dass schien klar. Aber vielleicht verstand der alte Wolf dann seine kleine Freundin besser

Ciscia stupste ihre Schwester sanft an: "Jetzt weißt du es.", sagte sie freundlich. Und mit ein bisschen leiserer Stimme und auch einem gewissen kichern in der STimme: "Dann hört uns nieeemand..."

Kyunar betrachtete noch das Wasser, das seine Pfoten umspülte. "Nainana? Magst du das Wasser?", fragte er dann, ohne aufzublicken.

Endeara nickte und sah ihre Schwester verschmitzt an. "Also uns hört niemand, uns kann keiner fangen, uns sieht niemand. Wir sind quasi Gespenster. Die Gespenster aus dem Berg. Buuuuuuuh!" Machte sie in einem langen, gruseligen Ton mit bedächtig leiser Stimme. Und Geistern konnte doch auch nichts passieren oder?

Lijenna schüttelte leicht den Kopf, als Aramis sie bat, einen Stein zu zeigen. "Manchmal is ain Schtain richtig un manchmal is er falsch. Kain Schtain is imma richtig un kain Schtain is imma falsch." Wieder bemühte sie sich sehr um ihre Aussprache. Dass sie das 'sch' gerne betonte, wussten die meisten. Es schien ihr besonders gut zu gefallen. Als ihr Bruder sich an sie wandte, sah sie zu diesem hinüber und dann auf das Wasser. "Manchmal ja. Manchmal nain."

Ciscia 's grinsen wurde immer breiter. Während des Gruseligen Tones, da machte sie einen Schauer. Er war nicht wirklich echt, nur um die Darstellung zu vervollständigen, immitierte sie einen äußerst guten. "Uns kann niemand aufhalten. Wir sind die Sturmgeister!" Ja, das waren sie und so würden sie die Höhlen erkunden.

Endeara mochte die Albernheiten mit ihrer Schwester. Sturmgeister, ja, das klang übel und gefährlich. Und total cool! "Jetzt brauchen wir nur noch jemanden, den wir erschrecken können!" Sagte sie schelmisch, aber dann trübte sich ihr Blick ein wenig. "Aber ich glaube jetzt gerade dürfen wir das nicht. Es ist zu gefährlich."

Aramis sah für einen Moment doch ein wenig verwundert drein. So richtig schlau wurde er aus der Kleinen nicht, aber er hatte so das Gefühl das es auch den anderen so ging

Kyunar nickte nur langsam. Manchmal ja, manchmal nein. "Ich glaube, es gibt auch Berührungen, die für dich manchmal nicht schlimm sind, Nainana", erklärte er. Schade, dass sie das wenn, nur durch Zufall herausfinden würden. Er würde seine Schwester bestimmt nicht quälen, um eine schöne Berührung zu finden.

Ciscia erfreute sich an der Vorstellung. Sie beiden als Sturmgeister, das war wirklich toll. Doch wen sollten sie nun erschrecken. Ihr Blick wanderte schon und suchte nach dem passenden Opfer, doch dann wurde ihr klar, was auch Endeara sagte. Jemanden erschrecken, gehörte wohl nicht zum Aufpassen. So verschwand ihr Funkeln auch ein wenig, doch dann wusste sie die Antwort: "Die Sturmgeister müssen doch aber auch am Richtigen Ort zu schlagen. Hier ist doch kein Geisterland, in den Höhlen suchen wir uns unser Opfer!" - In Gedanken fügte sie noch hinzu: Dann waren sie ja auch in Sicherheit.





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Kyro, Lijenna, Joshua



03.05.2014 14:57
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Lijenna sah ihren Bruder an, der schon immer klüger als sie gewesen war. "Fas für Baruhrungan?", wollte sie wissen. Das war ihr schließlich ganz neu. Vielleicht hätte sie Kyunar schon früher danach befragen sollen?

Endeara nahm den Lösungsvorschlag der Braunen nur zu gerne an, denn so konnten sie noch ein bisschen in ihrer kleinen Fantasie schwelgen. "Ja, genau. Hier draußen können die Geister nicht zuschlagen, aber dafür können sie ihre finsteren Plöne machen!" Erklärte sie und warf Ciscia ein böses, blitzendes Grinsen zu. "Und sie können üben, was sie ihren Opfern gruhuuuuuseliges ins Ohr flüstern wollen."

Aramis trottete weiter und lauschte nun seinerseits aufmerksam den Worten der zwei welpen. Vielleicht kam da ja nun etwas heraus?

Ciscia war erleichtert: Die Sturmgeister waren gerettet, sie würden ihren Anschlag ausüben, und ihre Opfer erzittern lassen. "Ja, die Opfer werden in der Dunkelheit zittern und grusliges Hören und noch grusligeres Denken." Die kleine Fähe schwelgte in der Fantasy, wohl genauso wie ihre Gleichaltrige.

Kyunar konnte das leider auch nicht beantworten. Er dachte ein bisschen darüber nach, aber schlussendlich hob er den Blick, um Schwester Schmetterling zu betrachten. "Also… Es gibt ganz viele Sachen, die manchmal schön und manchmal nicht schön sind", begann er und hoffte mal, dass er nicht zu sehr ausholte. "Zum Beispiel Worte. Oder Wasser." Er hatte sich im letzten Moment noch einmal umentschieden. "Manchmal schön und manchmal nicht. Und manche Wölfe mögen gar kein Wasser… nie, sagen sie. Aber zum Trinken brauchen es alle… also ist es ja doch manchmal schön, auch für sie." Der kleine Welpe war noch nicht so besonders gut darin, zu formulieren, was er dachte und fühlte, aber das frustrierte ihn höchstens dann, wenn er wirklich vollkommen missverstanden wurde.

Endeara rückte im Laufen ein bisschen zu ihrer Schwester hinüber und streckte ihren Hals, sodass sie mit ihrem Fang ganz dicht an dessen Ohr war. "Wir werden dich holen." Flüsterte sie mit unheimlicher Stimme. "Das hier ist unsere Höhle." Dann musste sie kichern, also zog sie ihren Kopf zurück und sprang abermals ein paar Sätze vor.

Lijenna war bestimmt die beste Anlaufstelle für vollkommene Missverständnisse. Sie nahm Kyunars Worte aber hin, wie dieser sie sagte. Von Wölfen, die Wasser nie mochten, hatte sie noch nie gehört. Wenn ihr Bruder davon berichtete, musste es sie aber geben. "Magstu Fassa?", erkundigte sie sich bei Aramis.

Ciscia grinste bei den Sprüchen und als Endeara nun vorsprang, folgte Ciscia ihr und kam nun mit ihrer Schnauze an das Ohr ihrer Schwester: "Dies ist das Reich der Sturmgeister - Eindringling!" Sie hatte sich einen Moment genommen, um das kichern aus ihrer Stimme zu nehmen und hatte so mit ihrer grusligsten Stimme gesprochen, die sie hinbekommen hatte.

Aramis wackelte mit den Ohren auf die Frage von Lijenna. "Nur wenn es regnet mag ich es nicht", erwiderte er ruhig und völlig ehrlich. Regen war einfach nicht seins

Endeara erschauerte und dann grinste sie ihre Schwester an. "Uhhh, ja das war gruselig! Wir sind die gruseligsten." Sagte sie leise, aber mit Lachen in der Stimme. "Wir werden den Berg zu einem Ort des Schauerns machen."

Ciscia bemerkte das Erschauern ihrer Schwester wohlwollend. Hatte sie sich wohl einen guten Spruch ausgedacht! "Niemand wird dort sicher sein!" Doch irgendwie kamen ihr diese Worte etwas falsch vor, suchten sie doch die Sicherheit vor den Fremden. Dies ließ sie aber nicht richtig zu sich vor dringen, war doch ihre Fantasy unabhängig von ihren jetzigen Problemen.

Kyunar 's Blick huschte kurz zu Aramis und die Welpenaugen weiteten sich kurz verblüfft. Regen? Regen war doch so etwas Schönes… Kyu wurde jedoch gleich wieder professionell. Wenn Aramis keinen Regen mochte, dann mochte er ihn eben nicht… Für Kyunar war es keine Frage, dass es auf der Welt ALLES gab. Also auch Wölfe, die kein Wasser mochten, vielleicht sogar Angst davor hatten.

Endeara schwelgte noch ein wenig in ihrer Vorstellung und glitt dabei ein wenig dichter an ihre Schwester, sodass sie sich im Laufen an den Schultern berührten. Ein leiser Seufzer ging über ihre Lefzen und sie sah den Wölfen vor sich in ihrer Bewegung zu.

Lijenna wusste, dass Kyunar den Regen toll fand. Und nun wusste sie, dass Aramis den Regen nicht toll fand. Sie wusste noch nicht so genau, wozu sie das nun wusste, aber sie wusste es. Nicht schreien. Im Augenblick hätte sie vermutlich alles mit sich machen lassen, ohne zu schreien. "Babalu sagt Nainana tun weh bai baruhran..."

Veyran lief mit zügigen Schritten vorwärts, die Nase kurz am Boden, um sich zu vergewissern, dass sie in die richtige Richtung liefen, dann war das Haupt wieder erhoben, der Blick auf den Horizont fixiert. Man hätte meinen müssen, dass er vor Sorge davonhetzen musste, dennoch fühlte er sich ruhig. Es war eine leere Ruhe. Totenstill. "Glaubst du, dass sie es schaffen?", ertönte plötzlich seine raue Stimme, ohne dass er Lunar ansah oder erklärte, wen er meinte.

Ciscia überlegte sich schon, wie es sein würde. Ihre Fantasie wanderte durch die dunklen Höhlen des Berges. Das Gruseln wird dort zu Hause sein und sie werden der Grund für sein. Cis bemerkte, wie ihre Schwester zu ihr kam, und so liefen die beiden Sturmgeister ihrem Ziel entgegen. Nach einigen Momenten blickte sie auch einmal hinüber und grinste verschwörerisch.

Syrayn lief weiter an Nyus Seite, in Gedanken versunken und schweigsam. Vor sich hinlächelnd achtete er nicht auf seine Umgebung und bemerkte zu spät, dass er den Anschluss an Nyu und Kasumi verloren hatte. 'Das läuft ja schon mal gut. Ich hab ihr das Versprechen gegeben sie nicht allein zu lassen und schon breche ich es.' Unglücklich und unzufrieden mit sich selbst hob er die Schnauze und versuchte den Geruch seiner kleinen Schwester zu wittern, konnte ihn allerdings nicht ausmachen. Stattdessen bemerkte er Ciscia und Enderara nicht weit vor ihm. Schnell holte er sie ein und beschloss sie über Nyu zu befragen. "Hallo. Ihr habt nicht zufällig Nyu gesehen oder? Ich hab sie aus den Augen verloren ..."

Aramis wedelte leicht und war wieder einmal ein wenig verwundert, wie sehr ein die Kleine doch mochte. "Vielleicht hat Babalu auch recht." erwiderte er nachdenklich und sah wieder lächelnd zu Lijenna "Wenn alles ein wenig... einfacher ist, probieren wir das in Ruhe aus. Wenn du willst."

Endeara sah auf, als sie eine neue Stimme von hinten hörte. Als sie den Kopf herumdrehte, blickte sie in das Gesicht von ihrem Bruder Syrayn. "Mmm-mm." Machte sie und schüttelte den hellen Kopf. "Ich hab sie nicht gesehen. Du, Cis?"

Kyunar nickte bestätigend. "Wenn es schlimm ist… dann tut es weh", murmelte er. Das konnte man auf jeden Fall so stehen lassen.

Lunar folgte der frischen Fährte und suchte mit den Augen die Umgebung ab. Er hoffte immer noch, Xavra wäre nicht so weit gekommen und würde sich irgendwo nahe der Klippen verstecken. Letztlich steuerten sie allerdings auf das Hügelland zu, die Fährte immer noch deutlich witternd. Er stellte aufmerksam die Ohren auf und sah zu Veyràn hinüber. "Ja. Sie schaffen es. Und wir auch." Er humpelte immer noch. Seine Schulter hatte keine Spontanheilung erfahren, aber er unterdrückte den stumpfen Schmerz, an den er sich fast schon gewöhnt hatte.

Ciscia war überrascht, als plötzlich ihr Bruder auftauchte. Klar, war sie sich bewusst gewesen, dass sie nicht alleine waren, und doch hatte es sich ein wenig so angefühlt. Doch nun gab es eine Frage. Als nun der Fall an sie kam, da schüttelte sie nur den Kopf. "Nein, das ist schon länger her, dass ich sie gesehen hab."

Lijenna sah erst Aramis aufmerksam an. Probieren? Was würde probiert werden? Sie sah auch zu Kyunar und überlegte. "Nein.", machte sie dann. Aber sie wusste offenbar doch nicht, wie sie die Worte korrigieren sollte.

Syrayn wurde erst jetzt bewusst, dass die beiden ihn anscheinend zuerst gar nicht bemerkt hatten. "Hab ich euch gestört? Tut mir leid wenn das so ist ... Im Moment scheint es mir so, als wäre ich jedem im Weg. Wenn ihr wollt, kann ich auch wieder verschwinden." Syrayns Rute senkte sich etwas und ein leicht flehender Ausdruck, dass die beiden ihn nicht weg schicken würden, trat in seine Augen.

Veyran richtete den hellbraunen Blick zur Seite und musterte Lunar kurz. "So optimistisch?" So kannte er den Weißen ja gar nicht mehr. Die Augen richteten sich wieder nach vorne. Der Schwarzbraune hatte bereits eine dunkle Ahnung, warum Xavras Fährte sie direkt in das Hügelland führen würde. Und dieses Wissen ließ sein innerstes ganz kalt werden.

Endeara hatte bei dem Anblick ihres Bruders sofort ein bisschen Mitleid mit ihm. "Ach Quatsch!" Sagte sie energisch. "Wir haben uns zusammen super Sachen überlegt, um uns die Zeit zu vertreiben. Aber du hast uns nicht gestört." Eigentlich war der junge Rüde größer und kräftiger als sie, aber Endeara hatte trotzdem das Bedürfnis ihn in Schutz zu nehmen.

Ciscia hatte sich nun zu Syrayn umgedreht und sah ihn an. Der Blick war echt herzerweichend, und auch wenn sie gern weiter von den Sturmgeistern geschwelgt hatte, mussten diese wohl für den Moment ein wenig warten. Und so konnte sie ihrer Schwester nicht widersprechen und sagte: "So können wir dir auch gleich sagen, wenn wir Nyu sehen."

Aramis legte den Kopf schief. VIelleicht hatte sie ihn auch nicht verstanden. Er nickte leicht und nahm das Nein erst einmal hin. Er wirkte nicht böse oder genervt, Neugierig jedoch.

Lunar überlegte, die Frage einfach abzunicken, gab dann aber doch Antwort: "Keine Option.", erklärte er ruhig. Eine ähnliche Ruhe, wie Veyràn sie wohl empfand. Es würde alles gut werden, oder sie erlebten nicht mehr, dass die Welt zum Teufel ging.

Kyunar wusste nicht so genau, worauf sich das Nein nun bezog. Aber deshalb waren ihm Konversationen, die sich auf zwei Wölfe beschränkten statt auf mehrere, normalerweise auch lieber. Es lag natürlich nicht in Kyunars Natur, Aramis offen auszuschließen, aber es gab durchaus Momente, da konnte er besitzergreifend sein, wenn es um seine kleine Schwester ging. "Also ich finde… alles kann manchmal weh tun", hielt er fest. "Und alles kann manchmal schön sein."

Syrayn lächelte die beiden ehrlich erfreut an, sein Blick hellte sich auf. "Dankeschön. Lieb von euch. Ich hab ihr versprochen sie nicht allein zu lassen. Aber schon hab ich mich einen Moment mit meinen eigenen Gedanken beschäftigt hab ich sie irgendwie verloren. Ich wollte mein Versprechen aber doch gar nicht brechen ..." Syrayn fühlte sich in diesem Moment zu Nichts nutze. Die einzige Aufgabe, die ihn erwachsen hatte fühlen lassen, hatte er ... verloren.

Lijenna sah dem Nebel ihres Bruders zu, während sie auf die Worte lauschte. Sie wusste nichts zu den Worten zu sagen. Ihr Bruder teilte seine Meinung mit. Das konnte man an den Worten 'ich finde' erkennen. Sie wusste nicht, ob er die Wahrheit sprach, aber sie würde darüber nachdenken. "Kann allas manchmal weh tun un alles manchmal schan sain?", wollte sie von ihrem Lehrmeister wissen.

Veyran zuckte nur kurz mit den Ohren. Keine Option. Entweder meinte er, dass es keine Option war optimistisch zu sein, oder es keine andere Option gab als optimistisch zu sein. Veyràn befand, dass in diesem Fall paradoxer Weise beides zutraf. "Für einige von ihnen ist es immerhin nichts Neues."

Endeara stupste ihren Bruder an der Schulter an. "Nur, weil du jemanden gerade nicht sehen kannst, heißt dass noch lange nicht, dass du ihn alleine gelassen hast." Sagte sie lächelnd. "Ich bin sicher wenn du jetzt ganz schnell nach vorne laufen würdest, dann findest du sie sofort. Und sie ist bestimmt so in ein Gespräch vertieft, dass sie noch gar nicht gemerkt hat, dass du weg warst."

Lunar nickte leicht. "Meine Geschwister und ich waren jünger, als wir bei der Wanderung mithalten mussten... wir haben starke Welpen." Es waren nüchterne Worte. Sachliche Feststellungen, die er davor vielleicht abgewogen hatte, die aber nicht viel von einem lebendigen Feuer erzählten, das in gewisserweise wohl in jedem brennen sollte. Das feste Revier hatte ihnen genauso wenig gute Dinge beschehrt, wie die Wanderschaft.

Ciscia fühlte spätestens jetzt wirkliches Mitldeit mit ihren Bruder. Sie wusste ja, wie gut er mit Nyu befreundet war, und anscheinend gab es daraus nun das Problem. Doch dann fiel ihr etwas ein, was die Worte ihrer Schwester verstärkten: "Du kannst ja nicht die ganze Zeit direkt an ihrer Seite sein." Dies ging nicht wirklich und war wohl auch nicht nötig. So kam auch sie direkt zu ihm, und stupste ihn auch freundlich an.

Syrayn grinste Endeara an und stupste beide zurück. "Ja ich weiß, aber wollt ihr mir kurz helfen sie zu suchen? Wenn wir sie gefunden haben und ich weiß, dass es ihr gut geht, dann könnt ihr mir ja sagen, mit was ihr euch vorhin die Zeit vertrieben habt. Vielleicht kann ich dann ja mitmachen. Wäre das in Ordnung? Wenn ich sie nämlich nicht finde bekomm ich ein schlechtes Gewissen." Syrayn nahm Versprechen, die er gab sehr ernst, denn was war ein Wolf, der nicht mal sein eigenes Wort halten konnte?

Veyran blickte noch einmal kurz zu Lunar hinüber. "Seid ihr nicht sogar in die Wanderschaft hineingeboren worden?" Im Prinzip war es belangloses Geplänkel und es gab keinen trifftigen Grund sich darüber zu unterhalten. Man könnte gar meinen, sie hätten besseres zu tun. Aber aus irgend einem Grund verspürte er das Bedürfnis mit dem Weißen zu reden und nicht still und angespannt in ihr Verderben zu rennen. Ihm war völlig egal worüber.

Aramis zuckte mit den Ohren und er schüttelte dann leicht den Kopf. "Nein, nicht alles auf dieser Welt kann so sein. Manche Dinge tun nur weh, andere sind nur schön"

Endeara zuckte mit den Schultern. "Klar, warum nicht." Erwiderte sie. "Wir laufen kurz vor und schauen, ob bei ihr alles gut ist und dann musst du dir keine Sorgen mehr machen." Konnte ja nicht so schwierig sein und lange dauern würde es auch nicht. Die Weiße beschleunigte also schonmal ihre Schritte.

Lunar schien genauso egal zu sein, worüber sie sprachen. Er stand Veyràn Rede und Antwort. "Ja. Das Rudel war bereits auf Wanderschaft... und als wir alt genug waren, um nicht bei jedem zweiten Schritt über unsere eigenen Pfoten zu stolpern, ging die Reise weiter."

Kyunar rümpfte das kleine Schnäuzchen. "Nicht für alle…", warf er ein. Das erste Mal, dass er sich in dieser Unterhaltung direkt an Aramis wandte. Und er war sich sicher. "Manche Sachen… sind für manche manchmal schön und manchmal weh – tun weh… auch wenn sie für dich nur schön sind. Oder nur weh tun."

Ciscia fand es nur fair. Außerdem konnte es ja nicht schaden. Somit würde sie gewiss bei der Suche nach Nyu. So nickte sie bekräftigend. So folgte Ciscia, und hatte dann noch einen Gedanken: "Wo hast du sie denn zuletzt gesehen?" An die letzten Worte des Rüden verschwendete sie keine Gedanken, hatten sie doch erst einmal eine Aufgabe zu bewältigen.

Lijenna wurde das Gespräch nun zu kompliziert. "Fas tut Aramis weh?"

Veyran nickte kaum merklich. "Immerhin das bleibt ihnen erspart." Wobei er sich nicht sicher war, was besser war. Die Heimat zu verlieren, oder ohne Heimat geboren zu werden und sich früh körperlichen Anstrengungen auszusetzen. Er machte sich aber keine zu großen Gedanken darüber. Das die Welt für seine Bewohner nichts Gutes übrig hatte, war längst verinnerlicht und hingenommen worden.

Syrayn lief entschlossen etwas schneller und meinte zu Ciscia: "Das war nicht lange her ... Sie muss also eigentlich noch in der Nähe sein." Ruckartig drehte Syrayn den Kopf nach rechts er glaubte dort rotes Fell aufblitzen zu sehen, doch als er hinsah, war es schon wieder weg. "Da drüben! Da war etwas Rotes!"

Aramis wollte schon Kyunar eher unsanft anfahren, dass dieser doch keine Ahnung hatte, doch dann bremste er sich. Wohl eher aber, weil Lijenna nachfragte. "Als mein Sohn Dijaron starb, tat es weh. Und es tut noch immer weh. Als meine Gefährtin Lajila uns verließ tat es weh und es hat bis heute nicht aufgehört. Als Jaris und Ayura, meine Welpen verschwanden tat es ebenfalls weh. Bis heute. Nichts daran ist schön und nichts daran wird je schön sein.

Endeara überließ Syrayn bei dieser Suche die Führung und folgte ihm mit etwas Abstand. Sie war sich ziemlich sicher, dass Nyu in der Nähe war und machte sich daher keine Sorgen. Sie konnte verstehen, dass der Rüde sein Versprechen halten wollte, aber sie hoffte dass die beiden nicht aneinander kleben bleiben würden.

Ciscia war erfreut über die Antwort ihres Bruders. Anscheinend würde die Suche nicht lange dauern. Es würde wohl nicht lange dauern, bis sie Nyu gefunden hatten. Wer weiß, was dann war. Würde Syrayn die Worte beherzigen, oder doch wieder mit Nyu laufen wollen? Doch dann wurde ihr klar, dass der Rüde sie wohl entdeckt hatte: "Dann hinterher.", sagte sie so. Sie würden wohl die Rote finden!

Syrayn lief um einen Großwolf herum und konnte Nyus Fell wieder erkennen. Und die Worte der beiden hatten sich bewahrheitet: Sie sprach mit Kasumi und schien wohlauf zu sein. "Ihr hattet Recht, ihr geht es gut." Syrayn strahlte die beiden an. Sein Gewissen war befriedigt und alles war gut - fürs Erste. "Wollt ihr mir jetzt erklären, was ihr gemacht habt?"

Lunar nickte wieder leicht. "Vielleicht treffen sie auf der Reise einen brummigen, alten Wolf, den sie sich zum Mentor nehmen?", scherzte er. Es lag zwar etwas liebevolles in den Worten, aber auch ein Beigeschmack den er selbst noch nicht ganz greifen konnte.

Endeara lächelte Syrayn an und schüttelte kaum merklich den Kopf. Oh je, man konnte sich auch um nichts Sorgen machen. Wobei, sie hatten alle Grund genug, angespannt zu sein. Jetzt war schließlich erst einmal alles in Ordnung. "Hmm." Summte sie und grinste verschlagen. "Eigentlich ist es ja ein Geheimnis."

Kyunar musterte Aramis von der Seite. Mittlerweile glaubte er, erfasst zu haben, was 'Tod' bedeutete. Aber er sah nicht unbedingt etwas so Schlimmes darin. Er überlegte ein bisschen, ob er das sagen durfte, aber er ließ sich selten Worte verbieten, die er richtig fand. Da hatte er keine Scheu. "Dir tut es weh. Aber vielleicht sind dadurch… irgendwie… schöne Sachen passiert. Sachen, die ganz wichtig waren. Und nicht weh tun. Und manche haben nur diese Sachen gemerkt." Er überlegte kurz. "Wenn wir zum Beispiel einen Gefiederten töten… ist das auch Tod… und ich glaube es tut anderen Gefiederten weh… wenn ihr Freund nicht mehr da ist. Aber es ist etwas Schönes, zu fressen – wenn wir von dem Gefiederten Fleisch bekommen… und mit den Federn spielen…" Er holte tief Luft. Ja, solche Gedanken konnten in einem kleinen Welpenkopf umher spuken, wenn Kyu derart still war.

Veyran Der Anflug eines Lächelns huschte über seinen sonst eher starren Gesichtsausdruck. "Vielleicht wird er nicht so brummig sein müssen, immerhin ist keiner von ihnen ein großmäuliger Nervenzwerg." Zumindest wäre ihm nicht aufgefallen, dass zwischen den Welpen ein zweiter Lunar herumrannte. Wenn doch - dann hätte er es sicher zuerst merken müssen.





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Kyro, Lijenna, Joshua



03.05.2014 15:02
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Lunar
Luciano Nacho






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Lijenna blieb still und hielt sich erst mal aus dem Gespräch heraus. Sie hatte die Antwort von Aramis zur Kenntnis genommen und sortierte die Informationen ein bisschen. Da kam aber ziemlich viel von Kyunars Seite. Dinge, über die Lijenna nie von allein nachgedacht hätte.

Ciscia machte sich nicht weiter Gedanken über Nyu. Ihr Bruder war zufrieden, alles war in Ordnung und damit war das Thema beendet. So kam es zu dem Anderen Thema. Cis war froh, dass ihre Sturmschwester nichts verriet, ansonsten wäre ja auch der ganze Spaß raus und die Sturmgeister könnten ihre Mission nicht beenden. Um dies nicht so unangenhm zu machen, kam Cis eine Idee: "Wir können ja auch was neues machen." Sie hatte zwar keine Ahnung an was sie denken sollte, doch so würde das andere Thema würde für den Rüden in vergessenheit geraten.

Aramis ´s Anspannung schien nun fast greifbar und er war froh, dass er seine Selbstbeherrschung nicht verlor. Er antwortete dem kleinen Kerl nicht sofort, ließ seine Worte erst auf sich wirken und sah ihn dann ernst an. "Vielleicht mag etwas Gutes darin gelegen haben, dass die drei das Rudel verließen.", vielleicht war es für Dijaron auch gut gewesen zu gehen. Aber das würde er nie beantworten können. "Aber der Tod eines geliebten Wolfes ist nie schön. Vielleicht wenn er alt geworden ist, sein Leben gelebt hat. Aber nicht als Zwerg wie ihr es seid."

Lunar beobachtete Veyràn und das leichte Lächeln. Ihm wurde schwer ums Herz. Sie sprachen vom Anfang, als stünde ihr Ende bevor. Vielleicht wussten sie es. Womöglich ahnten sie es beide, aber der weiße Leitwolf wollte noch nicht einsehen, dass sie ins Verderben liefen. Sie mussten Xavra finden und sie mussten sich irgendwo verstecken. "Ich würde ihnen aber wünschen... einen so brummigen, alten Wolf kennen zu lernen..."

Kyunar versuchte, genauso ernst zurückzusehen. Und für einen Welpen konnte er seehr ernst dreinschauen. "Es ist nie nur schlimm." Das war alles, was er noch dazu sagte. Und diese Wahrheit ließ er sich nicht nehmen.

Yavru blickte sich um. Er war alleine, zwar in der Gruppe, hatte aber niemanden zum Reden. Er schnaubte und watete durch das Wasser, so gut es nur ging. Dann sah er einen kleinen Fisch, dem er hinterher sprang. Vielleicht konnte er ja den Fisch kriegen? Er war schließlich schnell. Dabei war er so sehr darauf konzentriert, dass er Ciscia nicht bemerkte und - BUMM! - schon war es passiert. Peinlich berührt blickte er den Welpen an.

Lijenna ließ sich zurückfallen und schien erst einmal allein laufen zu wollen.

Aramis sah Kyunar an und unterdrückte ein Seufzen. Da hatte Lunar wirklich eine Bande in die Welt gesetzt. "Irgendwann wirst du vielleicht lernen, dass nicht alles schön sein kann. Es kann in Ordnung sein, es kann besser sein. Aber manche Dinge können nicht so schön sein, wie zum Beispiel der erste Schnee."

Veyran schnaubte leicht, erwiderte darauf aber vorerst nichts. Von außen betrachtet musste es makaber wirken, mit welcher Ruhe sie gen Hügelländer liefen und dabei scheinbar sorglos von früher redeten. Veyràn wusste einfach, dass alles andere keinen Zweck hatte. Wut, Sorge, Verzweifelung. Es war pure Resignation, die ihm diese Ruhe schenkte. "Meinetwegen. Aber hoffentlich ist er nicht auch so ein Pechvogel." Seine Lefzen formten ein bitteres Lächeln.

Kyunar fand diesen Vergleich seltsam. Er blinzelte über die Schulter zurück zu Nainana. "Meine Schwester Schmetterling findet viele Sachen schlimm, die wir nicht schlimm finden. Sondern sogar schön, wie Berührungen. Ich glaube nicht, dass es etwas gibt, das nur schlimm ist", fasste er noch einmal für Aramis zusammen.

Endeara ließ ihre beiden Geschwister noch ein wenig miteinander herumalbern und entschied sich selbst dazu, sich etwas zurückzuziehen. Es war schön gewesen, mit ihrer Schwester zu plaudern und zu träumen, aber jetzt wollte sie einfach nur ein wenig das Plätschern des Wasser unter ihren Pfoten am seichten Flussufer spüren.

Lunar ließ sich die bitteren Worte eine Weile durch den Kopf gehen, ohne eine Erwiderung zu finden. Er war sicher, dem kleinen, nervtötenden Welpen, der er einst gewesen war, wäre so mancher Spruch eingefallen. "Meinst du jetzt dich, oder die Welpen?", erkundigte er sich. Er wusste es, aber es war missverständlich.

Ciscia war noch dabei sich zu überlegen, was sie nun tun könnten, wo ihr Bruder sich ihnen angeschlossen hatte. Doch bevor sie weit kam, da wurde sie nach vorne gestoßen. So verlor sie das Gleichgewicht und landete vollständig im Wasser. So merkte sie gar nicht wie ihre Schwester sie verließ, und war viel zu sehr damit beschäftigt, ihr Mäulchen frei von Wasser zu halten.

Lijenna beobachtete Aramis und Kyunar von ihrer nun zurückgefallenen Position. "Aramis un Kunar redan nit fan glaichan Sachan.", informierte sie.

Aramis funkelte den Besserwisserwelpen an und brummte leise- solange bis er Lijennas Stimme hörte. Er zuckte mit den Ohren und schließlich nickte er. "Egal was sie nicht versteht, sie hat absolut recht."

Veyran ließ das Lächeln, welches keines war verschwinden und ein relativ blanker Ausdruck kehrte zurück. Einen Augenblick nahm er sich, um nachzudenken. "Beide."

Syrayn verlor den Blick auf Ciscia, als ein Großwolf sie versehentlich nach vorne spieß. Ehe er sich umdrehen und nach ihr sehen konnte, wurde er weitergedrängt. Er wollte nach ihr suchen, doch er erblickte sie nicht mehr. Syrayn seufzte und trottete weiter. Warum lief heute alles schief? Hoffentlich geschah Ciscia nichts ... 'Aber sie hat ja immer noch Endeara.", dachte er sich und war wieder etwas beruhigt. Den Blick gen Boden gerichtet setzte er seinen Weg fort.

Lunar wusste nun nichts mehr zu sagen. Zwei Pechvögel liefen hoffnungslos nebeneinander her. Auf der Suche nach einer jungen Wölfin, die, warum auch immer, davon gelaufen war. Er konnte Xavra nirgendwo entdecken. Immer noch nicht. "Wir sollten Richtung Meer fliehen, wenn wir sie gefunden haben...", streute er ein.

Kyunar nickte. "Ich habe nie gesagt, dass du verstehst, wovon ich rede", murmelte er. Natürlich hatte Aramis mehr Erfahrung… aber Kyunar verwendete sehr, sehr viel Zeit darauf, jede kleinste Erfahrung, die er in seinem relativ kurzen Leben schon gesammelt hatte, zu analysieren. Und seine Wahrheiten, zu denen er so gelangte, wollte er sich nicht nehmen lassen.

Lijenna beobachtete die beiden Wölfe vor ihr und deren Nebel, der bedrohlich schwarz waberte. Nicht schreien. Sie wusste, sie musste ihre Pfoten im Fluss lassen und der Gruppe folgen, ohne zu schreien. Das tat sie.

Veyran spürte, wie sich sein Magen leicht zusammen krampfte. Zum Meer. Dort hin, wo er seine erste Tochter verloren hatte. Aber es wäre sinnlos Lunar jetzt zu widersprechen. "Und dann versuchen wir die Insel zu umrunden?"

Aramis schüttelte den Kopf. "Ich habe auch nie gesagt, dass du verstehst wovon ich rede. Alles hat seine Zeit." Er grinste und sah dann zu Lijenna. Ein liebevoller Ausdruck tauchte auf seine Miene auf, dann sah er wieder kurz zu Kyunar. Lunar hatte da wirklich eine Bande in die Welt gesetzt.

Lunar nickte leicht. "Vielleicht finden wir ein vorübergehendes Versteck in den Klippen... dann schauen wir nach einem Pfad..." Irgendwie so. Das war auf jedenfall ein Plan. Eine Hoffnung, die vermutlich vergeblich war. Jedenfalls dann, wenn das fremde Rudel weiter zielstrebig auf das Hügelland zusteuerte.

Kyunar schielte zu Aramis auf, nachdenklich und vielleicht etwas prüfend. "Vielleicht wirst du eines Tages verstehen, was ich dir gesagt habe", meinte der altkluge Welpe noch zu dem so viel älteren Rüden.

Lijenna war noch ein bisschen weiter zurück gefallen. Hinter ihr gingen Daina, Ilja und Chion nebeneinander her. Manchmal auch hintereinander. Aber sie folgte dem Rudel immer noch, ohne zu schreien.

Aramis verengte die Augen ließ dann aber den Quälgeist sein letztes Wort. Dann sah er nach hinten. "Nainana? Alles in Ordnung bei dir?"

Kyunar war automatisch ebenfalls ein bisschen langsamer geworden, sodass er mittlerweile schräg hinter Aramis lief. Manchmal blickte er zu Schwester Schmetterling zurück, aber er blieb seinerseits wieder still.

Veyran nickte einfach nur. Vielleicht. Womöglich. Er wollte ihm diese Hoffnung lassen. Eine Weile lang hatte Veyràn nichts mehr zu sagen. Irgendwann erhob er wieder die Stimme. "Du musst nicht mit mir mitkommen, Lunar. Du könntest auch schon nach einem Versteck suchen - und wir kommen nach."

Yavru stand schnell auf und entschuldigte sich in peinlich geduckter Haltung. "Tut mir Leid, war nicht meine Absicht. Geht es dir gut?" Sein Blick war mehr verwirrt als sorgenvoll, aber die Frage konnte Ciscia ja auch verstehen.

Lijenna hörte, dass eine Frage an sie gerichtet wurde. "Ja.", gab sie zurück. Vielleicht wusste sie auch nichts mit der Frage anzufangen.

Ciscia braucht noch einen Moment um sich zu sammeln, doch langsam kam sie wieder auf ihre Beinchen und schüttelte sich. Boar, war das Nass! Als sie sich so wieder aufgerichtet hatte, bemerkte sie, was die Ursache für ihre Bruchlandung gewesen war. Yavru war es gewesen, welcher sich auch sogleich entschuldigte. Sie schüttelte sich noch einmal, um zu schauen, ob noch alles dran war, dann sagte sie: "Anscheinend ist alles okay." Doch etwas ließ sie nicht los: "Was hast du überhaupt gemacht?"

Aramis sah weiter nach hinten "Du weißt noch, dass du in meiner Nähe bleiben sollst?" eine kurze Nachfrage, wobei er sich sicher war, das sie es noch sehr genau wusste- ebenso das mit dem nicht schreien

Lunar ließ sich den Vorschlag eine Weile durch den Kopf gehen. "Besser wir suchen gemeinsam und versuchen, unsere Spuren zu verwischen.", gab er zurück. Wenn sie sich verloren, war alles nur problematischer.

Kyunar blickte zwischenzeitlich wieder in den Himmel, als hätte er dort viel verpasst. Seine Ohren waren nach hinten gedreht.

Yavru war erleichtert, dass es der jungen Fähe gut ging. Auf ihre Frage reagierte er allerdings weniger locker. "Nun...ähm... tja... ich... ich hatte Hunger! Ja, genau. Ich wollte diesen Fisch fangen und habe dich nicht gesehen. War wirklich nicht mit Absicht."

Lijenna beobachtete die beiden Wölfe vor ihr. "Ja.", antwortete sie wie so oft einsilbig, weil das Wort alles beinhaltete, wonach gefragt wurde.

Veyran hatte mit mehr - oder eher einer anderen Art von Widerstand gerechnet. Das zeigte ihm nur, dass auch Lunar prinzipiell kurz vor der Resignation stand, auch wenn er anderes sagte. "Gut.", erwiderte er knapp, auch wenn er fand, dass es einfacher war zwei Spuren zu verwischen, als Drei.

Ciscia hatte sich inzwischen wieder gefangen, da fiel ihr auf, dass sowohl ihre Sturmschwester, als auch Syrayn weg waren. Wo waren die beiden hin? Jedoch machte er sich keine Sorgen, waren sie ihr doch alle zusammen und die beiden würden schon nicht verloren gehen. So war nur noch Yavru da, und sie sah ihn an: "Okay, okay..." Sie musste gerade daran denken, dass sie mit ihrer Sturmschwester besprochen hatte, dass dieser Rüde gewiss nicht schmecken würde und so musste sie leicht kichern.

Lunar fand immer noch, dass er keine Wahl hatte. Es gab nur die eine Option: Xavra finden und mit dieser zusammen fliehen. Je weiter sie gingen, desto unwahrscheinlicher wurde es jedoch, dass sie Erfolg haben würden. Und das wusste sogar Lunar, der den Optimismus für sie beide zu mobilisieren versuchte.

Aramis nickte sacht auf die kurze Erwiderung. Und schwieg. Er musterte die Umgebung und konnte es irgendwie nicht fassen das sie schon wieder herumwanderten- zwar nur bis zu diesem Berg, aber selbst nach all der Zeit war er der Wanderung immer noch überdrüssig

Yavru bemerkte, dass dieWelpin über etwas nachdachte und wollte gerade nachfragen, als sie ein zweifaches 'Okay' von sich gab. Dann aber kicherte sie und Yavru legte fragend seinen Kopf schief. "Was ist?"

Kyunar lief schließlich irgendwie zwischen Aramis und Nainana, statt neben einem von ihnen. Er versank in seinen eigenen Gedanken. Immerhin hatte Aramis ihm einige Denkanstöße gegeben.

Veyran setzte weiter Pfote vor Pfote. Wie lange war Xavra eigentlich schon verschwunden? Er schalt sich dafür, dass er Xavra mit Kyro und Daina hatte mitgehen lassen. Hätte er selbst, oder Aszira auf sie aufgepasst, wäre das nicht passiert. So war es seine Schuld, dass sie sich nun in dieser Lage befanden. "Erstaunlich, wie schnell meine Tochter so weit gekommen ist ..."

Ciscia wusste nicht, wie sie jetzt da raus kam. Das problem war einedeutig, dass sie ihm wohl nicht erzählen sollte, was ihr durch den Kopf ging, aber auf der anderen Seite, konnte sie ihm aber auch sonst ihr Gekicher nicht erklären. Dennoch versuchte sie es ein wenig: "Eigentlich nichts, ich habe mich nur gerade an etwas erinnert." Sie fühlte sich ein wenig unwohl, und ahnte schon, was nun kommen würde. Um dem zuvor zu kommen, fügte sie schnell hinzu: "Soll ich dir helfen einen Fisch zu fangen?" Es war spontan das einzige was ihr eingefallen war, um das Thema zu wechseln.

Lunar fand das bedauerlich. Was dachte sich die kleine Xavra nur dabei? Er fragte nicht, sondern trat mit flauem Gefühl im Magen auf das Hügelland zu. Manchmal suchte er am Himmel nach den Gefiederten. Er wollte Neuigkeiten.

Yavru blickte Ciscia fragend an. An was sollte sie sich denn erinnert haben? Hatte es mit ihm zu tun? Doch ehe er nur sein Maul aufmachen konnte, hatte die Welpin nach dem Fisch gefragt. Hunger hatte er ja, aber..."Wir sollten lieber mit den anderen mithalten. Sonst verlieren wir sie noch." Nun lächelte er leicht, den Grund kannte er allerdings auch nicht.

Ciscia war froh, dass die Ablenkung gut funktioniert hatte. Doch nun wollte Yav den Fisch nicht mal mehr, doch er hatte schon recht. So nickte sie und erwiderte das Lächeln. "Das stimmt auch wieder."

Yavru sah den Großwölfen hinterher und musste einen ordentlich großen Abstand feststellen. Mit einem Seitenblick zur Welpin fragte er herausfordernd:"Kannst du gut rennen?" Ja, er wollte ein Wettrennen starten. Hoffentlich wollte das Ciscia ebenfalls.

Ciscia folgte den Blick des anderen, und bei den Worten war ihr selbstverständlich klar, worauf dieser hinaus wollte. So grinste sie ihn nur einmal kurz an und machte sich mit einem Großen Satz daran, wieder weiter in die Mitte der Gruppe zu kommen. Sie würde es doch wohl schneller als Yav schaffen!

Yavru wartete auf eine Antwort, die jedoch anders kam, als erwartet. "Hey!" Auch er setzte hinterher und war sogar fast schon beim Welpen angelangt. Allerdings glaubte er nicht, dass er sie nochmal aufholen konnte. "Du-Du hast ke-kein Zeichen gegeben!"

Ciscia grinste. Sie überlegte kurz, doch dann war es ihr das Wert: "Wer sagte, dass wir fair spielen?" Dabei verlor sie natürlich ein wenig von ihrem Vorsprung, doch dies war es ihr wert!

Yavru rannte weiter und stolperte sogar ein Mal, packte sich jedoch nicht hin. Dann war Ciscia auch noch s frech zu behaupten, dass sie gar nicht fair spielen sollten. "Was? Aber das mu-muss man doch nicht sagen, du Mäu-Mäusehirn." Irgendwie kam der Rüde heute schneller außer Atem, was vermutlich das Wasser war. Trotzdem holte der Dunkle fast auf.

Ciscia war schon ziemlich erschöpft, war sie es doch nicht gewohnt, dass sie gegen Wasser rennen musste. Kurz war sie erstaunt darüber, wie schwer dies war, doch dann antwortete Yav fieserweise: "Hat der Fisch auf dich gewartet?"

Yavru freute sich zwar, dass er langsam doch aufholte, war aber ein wenig entsetzt, dass sie gleich so kam. "Das war doch gar nicht bö-böse gemeint!" Nun versuchte er die Rute Ciscia zu kriegen, um sie zum Stillstand zu bringen.

Ciscia grinste. Sie hätte nicht gedacht, dass dies solch durchschlagende Wirkung zeigen würde. Dabei bemerkte sie nicht, wie ihre Rute langsam Gefahr lief, sondern konzentrierte sich wieder nur auf das Rennen durch das Wasser.

Yavru hatte sie fast. Nur noch ein kleines Stück, dachte er. Dann hatte er sie endlich. Mit einem Ruck blieb er stehen, wurde aber noch ein kurzes Stück mitgerissen, sodass der Welpe nun wieder im Wasser lag. "Super..."

Ciscia wusste nicht so recht, was mit ihr geschah. Plötzlich spürte sie einen deutlichen Ruck an ihrer Rute und sie schaffte es gerade so auf ihren Pfoten zu bleiben. Gleichzeitig sah sie erstaunt nach hinten und stellte erstaunt fest, dass Yav im Wasser lag: "Alles okay?"

Yavru richtete sich auf und schüttelte sich trocken. "hm... ja, denke schon." Er musterte sie mit einem grimmigen Blick. "Wieso hast du das gerade zu mir gesagt? Meins war nicht böse gemeint, das war nur ein Witz. Hmpf..."

Ciscia war froh, dass ihm nichts passiert war. Als sie nun darüber nachdachte, musste sie zugeben, dass es echt fies gewesen war, so sagte sie leicht bedrückt: "Tschuldige. Es war nur das was mir gerade eingefallen war."

Yavru schnaubte. "Na dann lass dir nichts mehr einfallen." Dann trottete er weiter, darauf bedacht, das Ciscia ihm trotz der grimmigen Antwort folgte.

Ciscia nahm ihm die Antwort nicht übel, hatte sie sich doch eine echt lahme Entschuldigung einfallen lassen. So folgte sie ihm mit ein paar schnellen Schritten, bis sie neben ihm lief.

Yavru konnte sich zusammenreißen und seufzte. Vielleicht war er ja auch zu grantig? "Weißt du, vielleicht sollten wir doch den Fisch fangen gehen. Dann könnten wir uns etwas ablenken."

Ciscia fand die Idee gar nicht schlecht. Und um dann noch etwas beizusteuern, sagte sie: "Gut, die Frage ist nur, wo ist er jetzt?"

Yavru starrte Ciscia an. Gute Frage! Er blickte auf die Wasseroberfläche und hielt wieder nach einem glitzernden, schwimmenden Etwas Ausschau. Dann sah er sie wieder an. "Ähm... ja. Keine Ahnung."

Ciscia wusste nichts wirklich hilfreiches. Dann kam ihr eine Lösung. Eigentlich war es nicht direkt eine Lösung, doch zumindest eine Idee: "Lass uns doch weiter nach vorne gehen und währenddessen das Wasser durchsuchen, irgendwo muss er ja sein." - und sie würden auch in die Richtige Richtung laufen.





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Kyro, Lijenna, Joshua



03.05.2014 15:03
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Yalaan tollte noch ein wenig vorsichtig mit Yavru im Fluss herum, während sie weiter liefen und Schwiegen, der Knirps passte besonders auf nicht zum wiederholten Male auszurutschen, als er weiter vorne seine Schwester erspähte bruffte er ihr aufgeregt zu "He, Laelia, heeee, komm doch zu uns?" forderte er sie auf.

Laelia sah auf. Sie war allein vor sich hingetrottet, und sah auf, als sie ihren Namen hörte. Sie blickte über die Schulter und sah ihren Bruder. "Ich komme!" meinte sie und ließ sich zurückfallen, bis sie neben ihm und Yavru lief.

Yavru lief neben Yaalan her und ging in Gedanken die Geschehnisse von eben durch. Vielleicht war er doch zu hart, aber Recht hatte er. Als der andere Welpe Laelia rief, richtete Yavru seinen Blick auf die besagte Fähe. Seine Sorgen und leichte Wut waren verschwunden, als sie sich näherte und so begrüßte er sie herzlich. "Hallo, Laelia. Wie geht es dir?"

Yalaan ließ die Rute schlenkern, als seine Schwester so positiv reagierte, bevor sie sich jedoch zu ihnen gesellte warf er Yavru einen Blick zu der soviel hieß wie "Ist doch in Ordnung für Dich oder?" Seiner Schwester knuffte er sanft das Ohr als sie schließlich bei ihnen war. "Na, wie geht es Dir?" Er war irgendwie der Einzige der ein Problem mit dem Fluss hatte.

Laelia lächelte die beiden an und leckte Yalaan an der Seite, als er sie begrüßte. "Naja, was soll man sagen... Angesichts der Situation geht es mir wohl gut." antwortete sie wahrheitsgemäß. "Was ist mit euch?" fügte sie noch hinzu.

Yavru bemerkte den Blick Yaalans und nickte ihm lächelnd zu. Sie war seine Schwester, dass konnte Yavru ihm doch nicht verbieten. Als Laelia auf seine Frage antwortete und sich über den Stand der beiden Welpen informierte, lächelte der Dunkle leicht. "Nun ja, es geht besser. Aber leben tue ich ja noch."

Yalaan 's Gesicht nahm einen grlücklichen Ausdruck an. "Das freut mich" sagte er ehrlich und wirkte dann nachdenklich "Ehrlich gesagt weiss ich es nicht. Die Ereignisse überschlagen sich und das ständige Gerede über Trauer frustriert mich.." war das unsensibel? Auf Yavrus ANtwort hin zuckte er mit den Ohren "Amani fehlt mir sehr.." sagte er dann und seufzte.

Laelia ssah ein wenig betrübt zu Boden. Es stimmte, es gab eigentlich für niemanden eine Grund um glücklich zu sein, denn sie verließen gerade alle den Ort, der für sie immer schon 'Heimat' gewesen war, und das überstürtzt und nicht gerade friedlich. Laelia selbst hatte sich nun irgendwie damit abgefunden, aber das machte es nicht besser. Aber sie wollte sich jetzt nicht völlig in Trauer versinken, deswegen suchte sie ein Thema, das die beiden anderen hoffentlich auf andere Gedanken bringen konnte. "Was glaubt ihr, wie wird es da sein, wo wir hingehen?"

Yavru beobachtete die beiden und empfand sogar ein wenig Mitleid für sie. Yavru war stärker, er hatte auch kein leichtes Leben. Doch seine Gedanken trieben ihn jedes Mal in eine dunkle Ecke. Aber Laelia kam rechtzeitig - und zwar mit einem neuen Thema. "Ich weiß nicht. Ich hoffe an einen Ort, an dem nicht wieder etwas Schlimmes passiert." Nach einer kurzen Pause blickte er zu Yaalan. "Was meinst du?"

Yalaan ffand es schön dass seine Schwester zu jenen gehörte die nicht ständig in Selbstmitleid fielen, schließlich hatten sie auch keine Mutter mehr und ihre war einfach gegangen, hatte sie im Stich gelassen, während die Mütter der anderen Tod waren und somit unfreiwillig gegangen sind. "Anders" das war das Erste was aus seinem Schnäuzchen sprudelte "Eigentlich hab ich da noch gar nicht drüber nachgedacht und ihr?" Er sah zwischen beiden hin und her. Er nickte auf die Worte des Schwarzen hin "Das hofft wohl jeder von uns, aber ich glaube der Ort hat damit nichts zu tun?" am liebsten hätte er nun fragend einen Erwachsenen angesehen, so schaute er nur etwas ratlos.

Laelia war froh, dass es offensichtlich funktioniert hatte. "Also ich," tat sie ihre Meinung kund, "ich denke, dass es dort auch schön sein wird. Und wohl auch sicher. Die Großwölfe würde nie mit uns an einen hässlichen Ort gehen... glaub ich zumindest. Auf jeden Fall wirds interesannt. Und ja, anders," stimmte sie noch zu und stupst ihren ratlosen Bruder an.

Yavru sah zwischen den beiden Wölfen immer wieder hin und her, je nachdem, wer gerade seine Luke aufklappen ließ, um seinen Gedanken freien Lauf zu lassen - mehr oder minder. Er sah Yalaan an und zuckte auf dessen Frage hin nur seine Schultern. "Ich weiß es ebenso wenig wie du." Mit einem Blick zu Laelia kam auch schon die Antwort. "Interessant wird es irgendwie immer." Dabei lächelte er schief, was lediglich seine Sorgen verbergen sollte.

Yalaan trat erneut auf einen etwas rutschigeren Stein, aber diesmal konnte er sein Gleichgewicht halten und hob Stolz dne Kopf. "Wie stellst Du Dir einen hässlichen ort vor?" wollte er sich erkundigen. "Ich glaube das jeder schön und hässlich anders sieht, ich kann dem Fluss ja auch nichts abgewinnen" lachte er und zog eine Fratze in Richtung Yavru. "Eigentlich sollte es überall sicher und schön sein, wo man mit seiner Familie ist" dachte er und biss sich kurzerhand auf die Zunge um nicht selbst wieder diese Thema anzuschneiden. "Sagt mal, habt ihr Antirutschpfoten?" Sein rechtes Ohr zuckte.

Laelia dachte kurz nach. "Ihr habt recht. Interesannt wird es immer. Und das mit dem hässlich ist auch Ansichtssache. Ich stelle mir einen hässlichen Ort halt irgendwie karg und leblos vor", versuchte sie ihre Aussage verständlicher zu machen. Bei Yalaans Bemerkung musste sie tatsächlich grinsen. "Nein, ich nicht, aber ich bin sicher, Yavru hat welche." Sie zwinkerte ihm zu.

Yavru hhörte den beiden Wölfen wieder zu und malte sich einen leblosen, grauen Ort aus. Bevor er zu reden anfing, musste er kichern, als Yaalan den Fluss erähnte. "Also hässlich ist für mich ein Ort mit toten Bäumen, ein Ort, an dem nur der Tod lauert." Dann kamen die 'Antirutsch-Pfoten' und Yavru war ein wenig verwirrt, konnte diese aber schnell wieder ausgleichen. "Äh was? Ach so... ja, klar. Ich habe ganz magische Pfoten." Dann musste er lachen, wobei er den Grund für die Reise und das Gespräch zuvor komplett vergaß. Irgendwie war es gerade ziemlich leicht, den dunklen Welpen abzulenken.

Yalaan legte den Kopf leicht schief "Leblos kann es ja nicht werden, wenn wir da auftauchen" und dabei reckte er den Hals, sodass er mit seiner Schnauze die Halsseite seiner Schwester berührte. Interessiert sah er zu Yavru, als Laelia bemerkte dass jener bestimmt Antirutschpfoten hatte. Durch das Wasser versuchte er einen Blick auf die Pfoten des Schwarzen zu erhaschen und dabei verspürte er wieder soetwas wie Eifersucht. "Das ist unfair" schnauzte er und überlegte ihn zu schubsen um das auszutesten.

Laelia ggrinste Yavru an. "Du hast magische Pfoten und ich hab unsichtbare Flügel. Ich darf sie nur gerade nicht verwenden, weil das niemand erfahren darf." Sie hatte verschwörerisch die Stimme gesenkt. Als sich ihr Bruder aufregte meinte sie besänftigend: "Das kommt schon noch. Ich bin sicher, du entdeckst auch irgendeine wunderbare Gabe, wenn du nur lange genug danach suchst."

Yavru wusste nicht, wie er auf Yalaan reagieren sollte. Wie konnte sich der Welpe da so sicher sein? Es war alles möglich! Als Yavru die Eifersucht aus seinerf Stimme vernehmen konnte, war er ein wenig verwirrt. Merkte er denn nicht, dass es nur ein Spaß war? Auf Laelias Satz hingegen reagierte er etwas lockerer und kicherte. "Die musst du uns aber irgendwann zeigen!"

Yalaan hatte sooft so komische Gedanken, dass es ihm gar nicht mehr auffiel, jedoch setzte er jene nur in den seltensten Fällen um, dafür war er dann doch zu feige. "Unsichtbare was? Und warum weiss ich davon nichts? Du bist doch meine Gefährtin, sowie Ciscia" er machte ein trauriges Gesicht und ließ sich etwas zurück fallen. "Ich bin wunderbar.." nuschelte er vor sich her. Jeder hatte etwas oder konnte etwas besonders gut, selbst der kleine schüchterne Amani hatte einen Zauberwolf gesehen. Yalaan schnaufte.

Laelia meinte wichtigtuerisch: "Die sind unsichtbar. Die kann ich euch nicht zeigen!" Als sich Yalaan zurückfallen ließ, sah Laelia ihn überrascht an. Sie hatte gemerkt, dass er dieses Thema nicht ganz so amüsant fand, hatte aber nicht bemerkt, dass er es ernst nahm. "Ach komm.. " Auch sie ließ sich zurückfallen und schmiegte sich an ihren Bruder. "Du bist wirklich wunderbar!"

Yavru beobachtete die rührende Szene zwischen den zwei Geschwistern, aber sollten sie nicht langsam mal weiter? "Ähm, ich will euch ja nicht stören, aber meint ihr nicht, wir sollten weiter gehen?"

Yalaan legte seine Ohren an "Schon, aber Du hättest es mir sagen müssen. Gibt es noch mehr Geheimnisse die Du vor mir hast?" er war sichtlich getroffen. Auf Yavrus Worte hin schritt er wiederwillig langsam weiter. "Habt ihr was besonderes angestellt, oder warum diese Besonderheiten?" stochelte er weiter.

Laelia kkonnte es nicht fassen. Sie sah ihren Bruder groß von der Seite an. "Yalaan... weißt du, das war ein Spaß."

Yavru als Yaalan noch genervter klang, wollte Yavru schon sagen, dass es sich hierbei um einen Witz handelte, doch Laelia kam ihm voraus. "Genau! Wir sind doch nicht magisch!" -er lachte und stupste den Welpen leicht an.

Yalaan vverzog mürrisch das Gesicht "Hahaha, fürchterlich witzig" blaffte er seine Schwester an und auch der Schwarze erntete einen bitter böser Blick. Nun gut, wenigstens einen versuchten. Doch als jener lachte und ihn anstupste viel ein großer Teil seiner Anspannung von ihm ab "Ich mag es halt nicht, wenn man mich so ausschließt" offenbarte er.

Laelia hoffte, dass Yalaan sich wieder beruhigen würde. Offenbar hatte es den schwer getroffen. "Das nächste Mal musst du dir einfach auch was ausdenken. Zum Beispiel, dass du ganz besondere Augen hast, mit denen du so gut siehst, dass du jeden Flecken am Mond ganz genau erkennen kannst."

Yavru versuchte Yaalans giftigen Blick zu ignorieren, was allerdings nicht wirklich gelingen wollte. Stattdessen lief er einfach weiter und hörte Laelia zu. Irgendwie war Yaalan nicht wirklich humorvoll.

Yalaan schaute seine Schwester empört an "Aber das wäre ja eine Lüge und ich heiße Lügen nicht gut." So konnte man sich auch Feinde machen, er senkte den Kopf und trotete konzentriert, aber schweigend weiter.

Laelia seufzte.





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Kyro, Lijenna, Joshua



03.05.2014 15:11
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xx






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Nebenrollen

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Shin führte das Rudel durch den Fluss und dann einen Bachlauf entlang, der direkt ins Reich der Katzen führte und erst kurz vor dem Berg endete. Verborgen unter der Wurzel eines Baumes, der um die Felsen wuchs, führte ein Weg ins Innere. Anfangs war es nur ein schmaler Gang, dem die Wölfe nicht nebeneinander sondern nur hintereinander folgen konnten. Gelegentlich mussten die Größten von ihnen ein bisschen kriechen. Letztlich kamen sie in die erste größere Höhle von der einige Gänge weiter führten. Shin brachte das Rudel aber immer tiefer in den Berg und führte die Tirakani Amar letztlich wieder durch Pfotenhohes Wasser. Alle wurden zu völliger Stille angehalten. Die Echos ihrer Schritte hallten durch das Höhlensystem und manchmal war es, als würde der Berg atmen. Der Wind pfiff jedenfalls flüsternd durch die Gänge.
Der weiße Altwolf führte die Gruppe auf ein Rauschen zu. Kaum jemand wusste, wo der reißende Strom seinen Ursprung hatte, Shin schon. Es musste mehrere Quellen im inneren des Berges geben, die sich letztlich an einem Ort zusammen schlossen und steil abstürzten, um dann ins Freie zu brechen.
Das Tosen des Wassers ermöglichte es, wieder normal zu sprechen. Alle Geräusche wurden in diesem Bereich des Höhlensystems verschlungen.

„Ihr habt vier Wege, die ihr nehmen könnt, wenn ihr entdeckt werdet...“, erklärte er. „Den, den wir gekommen sind... dort... dort...“

Der Altwolf deutete auf die jeweiligen Gänge.

„Und dort... jeder dieser Wege führt euch direkt nach draußen, wenn ihr den Tunneln folgt. Alle anderen Wege solltet ihr nicht einschlagen. Sie würden euch in Sackgassen führen, oder in die Irre. Wartet hier, bis ich und die anderen Tiere euch Informationen über die Geschehnisse außerhalb bringen.“

Das Rudel tat also, wie ihm geheißen, während Xavra den Weißen Schatten vor die Fänge lief.



(für alle, außer Xav, Vey und Lu... und die die die Wölfe vom Clan der Shiyami spielen, geht es nun im neuen Plot weiter))




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Malumir, Xanthara, Zion



03.05.2014 16:20
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Lijenna
Lillyan Caesar






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Wolfsträumer

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Während das Rudel sich dem Berg Iluna immer weiter näherte, war Xavra dem feindlichen Clan beinahe schon vor die Nasenspitze gelaufen. Die Weißen Schatten hatten von einem Hügelland das junge Stück Fleisch entdeckt und stimmte sich bereits auf ein feuchtfröhliches Blutbad ein. Lunar und Veyràn hatten sich auf die Suche gemacht und folgten der Ausreißerin mit schwindender Hoffnung.


Datari schüttelte ihren weißen Pelz und blickte genervt in die Runde. Der eisige Blick ruhte auf Maan, die sie schon seit sie denken konntem tot sehen wollte. Die Diebin ihres Ranges. Erst als ein Opfer in Sichtweite kam, schien sie aus ihren ewig gleichen, düsteren Gedanken auszubrechen. "Ein hilfloses, verwaistes Rehlein." Sie deutete mit der Schnauze auf ihr erstes Opfer.

Maan spähte auf das kleine, verlorenen Häufchen von Wolf. Sie bleckte die Zähne und starrte zu dem dunklen Wesen. Gleich würde es in wunderschönes Rot getaucht werden und wenn jemand so dumm war, sie retten zu wollen, würde es wohl ein wahres Fest geben. Grinsend stand sie da und ihr eiskalter Blick streifte durch ihr Rudel. Sie schnaubte Datari entgegen und grinste. „Gleich in eine wunderschöne Farbe getaucht“, fügte sie an deren Worte an.

Axan lief gelangweilt mit dem Clan, als  Datari plötzlich etwas entdeckte. "Kleines Reh... das lohnt doch kaum.", brummte sie relativ leise vor sich, bis sie entdeckte was gemeint war.

Kowaru hörte die brummende Axan und schüttelte fast vergnügt den Kopf. „Aber es macht Spaß!“, verkündete er und sprang  Axan an. „Ich mag Blut!“

Yerk freute sich. Womöglich ein weiterer Schritt in Richtung seines Ziels, derjenige zu werden, der am meisten Wölfe getötet hat, auch wenn es nur ein Welpe war. Und außerdem würde es Spaß machen. Natürlich ging Pflichterfüllung vor, aber was war schöner, als beides miteinander zu verbinden? "Oh, wie süß, ein Welpe! Ich mag Welpen! Sie machen so lustige Geräusche, wenn man reinbeißt." Er grinste fies.

Xavra kauerte sich zitternd ins hohe Gras, als der fremde, scharfe Geruch ihr nun überdeutlich entgegenschlug. Es war vor allem Aufregung, aber sie fürchtete sich auch ein bisschen. Was, wenn die Shiyami sie nicht anhören wollten? Wenn sie sie unverrichteter Dinge wieder wegschickten? Das hier war ihre große Chance auf einen Neuanfang, auf ein besseres Leben. Vielleicht die einzige, die sich ihr jemals bieten würde. Als sie vorsichtig über die Grashalme hinweglugte, konnte sie bereits die schönen, stattlichen weißen Geisterwölfe ausmachen. Auch ihre Stimmen drangen vereinzelt an ihre Ohren, aber sie verstand nicht, was sie sagten. Sie schienen miteinander herumzualbern. Jetzt oder nie, entschied die kleine Fähe. „H-hallo?“, rief sie etwas zögerlich.

Datari glaubte manchmal, dass sie von Idioten umgeben war. War sie offensichtlich auch. Wäre sie Alpha, gäbe es ein paar Mitglieder des Clans längst nicht mehr. Oh! Es pricht! Süß! Ihre Aufmerksamkeit richtete sich auf das schwarze Rehlein. "Hallo!", rief sie zuckersüß zurück.

Veyran folgte der Fährte Xavras inzwischen mit der schnellsten Geschwindigkeit, die er aufbringen konnte, ohne sich außer Atem zu rennen. Mittlerweile war ihm vollends bewusst, dass sie nur noch ihrem Ende entgegen liefen und hatte es für sich akzeptiert. Er rannte nicht, weil er glaubte seine Tochter noch retten zu können, sondern weil er bei ihr sein wollte. Der Geruch des fremden Rudels war inzwischen so stark, dass der Schwarzbraune sich sicher war beobachtet zu werden. Sie waren längst entdeckt. Was machte es also noch? Veyràns helle Augen konnten am Hügel schließlich eine Bewegung ausmachen. Ein Ruck ging durch seinen kräftigen Körper und er beschleunigte seine Schritte nochmals.

Axan wollte gerade aufstehen, als Kowaru fast auf sie drauf sprang. "Auch dein eigenes Blut?" Natürlich nur ein Spaß, aber sie war ja nicht dumm und hatte gemerkt, dass Kowaru sich über sie lustig machte.

Lunar folgte, schicksalsergeben. Irgendwann auf ihrem Weg hatte er sich gedanklich von seinem Rudel verabschiedet. Es blieb keine Zeit für den Schmerz, auch wenn er unter der Oberfläche stachelte. Mehr als den Verlust des Rudels - das weiter leben würde - fürchtete er sich vor dem, was ihn gleich erwarten würde. Er wusste nun, dass er an der Seite seines ehemaligen Mentors sterben würde. Sein Freund... und wahrscheinlich würde er bei diesem sein, wenn sie beide ihre letzten Atemzüge taten. Er flehte die Götter an, an die er nicht glaubte, dass es schnell gehen würde.

Kowaru lachte. „Du bist witzig Yerk, aber nicht witzig genug!“ Er war schließlich der einzige Spaßvogel des Clans. „Leider sind Welpen immer so schnell kaputt…“

Maan ließ ein dunkles Lachen ertönen. „Da kommen noch mehr... Erbärmliche Ausbeute.“ Sie sah Datari abschätzend an und trat dann einige Schritte in die Menge der Wölfen hinein. „Eine kleine Vorhut... als würde ihnen das etwas bringen...“ Sie starrte den beiden ausgewachsenen Wölfen entgegen und gab ein dumpfes Schnauben von sich. Kommt nur her, aber ihr seid so oder so dem Untergang geweiht!

Xavra gab ihre ohnehin armselige Deckung nun endgültig auf und spitzte aufgeregt die Ohren. Inzwischen waren die Shiyami bereits ganz nah und die kleine Fähe wurde das Gefühl nicht los, dass man sie einkreiste, aber sie schüttelte diesen nicht sehr ermutigenden Gedanken sogleich ab. Jetzt gab es ohnehin kein Zurück mehr und die Antwort der Fähe ermutigte sie. „Ich bin Xavra. Mein Papa, meine Schwester und ich, wir suchen ein neues Rudel“, erklärte sie aufgeregt und versuchte dabei, das Zittern aus ihrer Stimme zu verbannen.

Datari landete wenige Augenblicke später neben der jungen Wölfin und lächelte dieser zu. "Ein neues Rudel? Du bist wohl ein ziemlich kluges Exemplar? Willst nicht mit dem Rest sterben?" Hatte sie nun ihre Absichten verraten? Ups.

Yerk machte ein paar Schritte auf den Welpen zu und fragte mit höhnischer Stimme: "Oh, du bist also nicht allein unterwegs, Kleines? Tja, ich fürchte, das mit dem neuen Rudel wird nichts, aber deine Verwandtschaft würde ich trotzdem ganz gerne kennen lernen." Die letzten beinden Worte sprach er voller Bosheit aus, bevor er seine Zähne kurz vor Xavras Schnauze zuschnappen ließ.

Datari schnappte nach Yerk, als dieser ihr Spiel kaputt machte.

Xavra zuckte erschrocken zurück und instinktiv sträubte sich ihr Nackenfell. Es war ein Test, das musste es sein. Sie wollten ihr nur Angst machen und sehen, ob sie mutig genug für so ein großes, starkes Rudel war. „Wir … wir können euch bei der Jagd helfen. Wir kennen uns hier gut aus“, versuchte sie sich und ihre Familie mit wachsender Verzweiflung anzupreisen.

Maan beobachtete Datari, die sich dem kleinen Fellball entgegen stellte. Sie trat voller Arroganz hinter die Fähe, um zu dieser hinüber zu blicken, ehe sie die Welpin anstarrte und leise lachte. „Schade…“ Das war das Einzige, was sie sagte. Maan behielt Datari im Auge, mehr als den kleinen Welpen, der so offensichtlich verfolgt wurde. „Meine Kleine... warum sollten wir uns dazu herablassen?“ Yerk mischte sich ein und Datari deutete das an was sie durchgeführt hätte. „Wenn, dann beiß ihn richtig“, zischte sie und stellte sich hinter die Welpin. „Hast du Angst?“

Veyran hatte keine Zeit sich zu Lunar umzudrehen, er hatte nicht mal Zeit noch einen Gedanken an ihn zu richten, denn alles, was in seinem Kopf gerade noch herumschwirrte war die dringende Notwendigkeit seine Tochter zu erreichen, bevor die Weißen Schatten sie in die Fänge bekamen. Er stürmte ohne langsamer zu werden den Hügel hinauf, obwohl die feindlichen Wölfe vor Xavra waren. Stieß sich vom Boden ab, packte nach Xavras Nacken und zerrte sie im Sprung mit sich.

Yerk zuckte kurz zurück. Toll, jetzt würde Datai ihm wohl sein neues Spielzeug gleich wieder wegnehmen und damit seine Chance, mal wieder was zu töten. Aber er konnte es sich nicht leisten, sich mit der Beta anzulegen. Plötzlich tauchte ein großer schwarzer Rüde auf und schnappte sich den Welpen, bevor er reagieren konnte. Böse knurrte er: "He, das ist unser Spielzeug, haben wir gerade gefunden!" Dann setzte er dem Schwarzen nach.

Xavra spürte, wie ihr die Situation immer weiter entglitt. Sie musste einsehen, dass sie der Lage von Anfang an nicht gewachsen war. Diese Erkenntnis schmerzte sie weit mehr als der Spott der weißen Schatten. Sie wollte gerade einen Schritt zurückweichen, als sie plötzlich jemand am Nacken packte. Die kleine Fähe schrie erschrocken auf, stellte jedoch sämtliche Gegenwehr ein, sobald sie ihren Vater erkannte. „Papa“, brachte sie mühsam hervor. Sie wollte sich bei ihm entschuldigen, ihm sagen, dass sie einen schrecklichen Fehler begangen hatte. „Ich … ich wollte doch nur … dass wir wieder glücklich sind“, schluchzte sie stattdessen nur.

Veyran hatte seine Tochter wieder losgelassen, sobald seine Pfoten festen Grund trafen. Gleich darauf stellte er sich schützend über die schwarze Welpin und starrte dem Weißen der da hinterher gesprungen kam, nur mit stumm gebleckten Zähnen und gesträubtem Pelz entgegen. "Wenn du dich noch einen Moment geduldest, kannst du gleich mit mir spielen.", entgegnete er nur düster und rau. Danach wandte er den Kopf zu Xavra herunter und fuhr ihr mit der Zunge über die Schnauze und das Gesicht. "Ich weiß. Wir werden auch schon bald wieder glücklich sein, zusammen mit Mama und Chenzi." Lauernd richteten sich seine hellbraunen Augen auf den weißen Schatten vor sich. Er hatte eine Entscheidung zu treffen, für sich und Xavra - wenn er noch die Zeit dafür hatte.

Lunar nahm wenige Augenblicke später die schützende Position über der jungen Fähe ein, direkt neben Veyràn. Das Fell an seinem Rücken stand kerzengerade nach oben. Er wusste bereits, dass jedes weitere Wort Fehl am Platz war. Der Kampf begann bereits und sie hatten ihn verloren, noch ehe sie einen Zahn setzten. Er stand bebend über Xavra, erfüllt von verzweifelter Wut, weil er weder sie noch Veyràn beschützen konnte. Für einen Herzschlag sah er die junge Fähe an und wünschte, er würde den Mut aufbringen, ihr die Kehle durchzubeißen. Aber er konnte nicht. Es wäre, als würde er seinen eigenen Nachwuchs töten. Er hatte Angst um sie, weil diese Wölfe... spielten. Ihnen war alles zuzutrauen, aber er konnte nicht. Allein der Versuch, den Entschluss zu fassen, schüttelte seinen Körper durch. Die Verzweiflung entlud sich schließlich, als er gegen einen Rüden sprang, der sich genähert hatte. (Kowaru)

Kowaru stand hinter allen und wirkte amüsiert. „Uhhhhh“, machte er und sah den dunklen Rüden auf sie zu rennen. Dieser schnappte sich den Welpen, dem Yerk entsetzt hinterher sprang. Deshalb trat Kowaru schließlich schleichend zu den anderen hinüber. Plötzlich stand ein weiterer Fremderüber der kleinen Wölfin und er schmunzelte. Als er dann angesprungen wurde, fing er an zu kichern. „Juhu. Auf einen blutigen Tag!“, machte er als er einen Stück weit schlitterte. Knurrend stand er vor dem Weißen und starrte diesen an. Dann stieß er sich ebenso ab und stürzte sich auf seinen Spielgefährten. Bisse in Richtung Läufe, waren sein Anfang.

Maan verengte ihre Augen. Welch Chaos! Sie schnaubte. Diese mickrigen Wölfe… um die brauchte sie sich nicht zu kümmern, sie sah lieber dem Spiel zu. So setzte die Alpha sich auf die Anhöhe des Hügels. „Tötet sie!“, verlangte sie. „Datari, nimm dir die Kleine“, meinte die Alpha danach leichthin. Immerhin war sie als erstes bei dem Welpen gewesen, da wollte Maan mal gütig sein. Solange sie gut unterhalten werden würde, sollte ihr alles recht sein. „Schau gut zu Axan, vielleicht lernst du ja noch was!“, äußerte sie abschätzig und kalt, gegenüber der idiotischen Wölfin.

Xavra schmiegte sich ohne Widerworte an ihren Vater. Sie zitterte jetzt unkontrollierbar und in ihren Augen stand die nackte Angst, aber sie wusste auch, dass sie nicht mehr weglaufen konnten. Es war zu spät, sie hatte sich geirrt. Die weißen Schatten waren keine schönen, stolzen und edlen Krieger, sie waren geifernde Hyänen ohne Moral und Gewissen. Ihr Kopf ruckte herum, als plötzlich auch Lunar schützend vor ihr stand, doch sie brachte es nicht über sich, sich bei ihm zu entschuldigen, weil sie ihn für schwach und feige gehalten hatten. Das alles spielte jetzt keine Rolle mehr. Nichts spielte mehr eine Rolle, solange ihr Vater bei ihr blieb. „Gehen wir jetzt zu den Sternen?“

Axan verfolgte noch wie es weiterging, als sie sich am Rand des Geschehens wiederfand. Und dann auch noch neben Maan. Wie war das nur geschehen? Sie musste echt besser aufpassen. Nun war es aber zu spät, hatte diese sich ihr zugewendet. So nickte sie nur demütig, gab es doch nichts Gutes was sie darauf erwidern könnte - zumindest nichts, was ihr einfiel.

Yerk freute sich. Statt eines Welpen bekam er nun einen ordentlichen Gegner. Welpen machten zwar im ersten Augenblick mehr Spaß, aber sie hielten nicht lange durch. Und einen erwachsenen Rüden zu töten machte auch mehr Eindruck, als einen kleinen Welpen zu zerpflücken. "Papa? Ist das etwa dein missratener Nachwuchs? Dann hast du Glück, ich bin familienfreundlich. Wenn du lieb bist, darfst du zusehen, wie sie stirbt, bevor du ihr folgst." Er sprang vor und schnappte nach dem Ohr des Schwarzen. Aber er gab sich keine Mühe, wirklich zuzubeißen. So sehr es ihn auch reizte, auf Dauer war es spaßiger, erst einmal den Gegner zu verunsichern, bevor er sein Blut fließen ließ.

Lunar überließ dem feindlichen Rüden seinen Vorderlauf. Den würde er ohnehin nicht mehr lange brauchen. Er selbst verbiss sich, nun da sein Gegener den Fang voll hatte, in der Schulter des feigen Aasgeiers. Womöglich gewann er den einen Kampf, wenn der Trottel weiter so viel redete! Lunar jedenfalls hatte noch nie so viel Wut in einen einigen Biss gelegt und riss unbarmherzig am Fleisch des Feindes.

Veyran ignorierte die Worte des Weißen und achtete nur auf seine Bewegungen. Die weißen Schatten mochten sich vielleicht für Krieger halten, aber er war genau so einer. Er wusste worauf es ankam, wenn man einen Gegner hatte. "Ja, Xavra, das tun wir.", antwortete er seiner Tochter, bevor er dem heranspringenden Weißen seine Schulter zudrehte und den Kopf außer Reichweite brachte. Der Angriff des Weißen war mehr ein Triezen gewesen und das kam dem Schwarzbraunen gerade recht. Immer noch das Haupt zu Xavra gesenkt begann er, ihr sanft über den Kopf zu lecken und dann durch den Nacken. "Ich komme gleich nach, meine Kleine." Seine Kiefer schlossen sich um den dünnen Hals seiner Tochter und er gönnte sich keinen Moment des Zögerns oder Bedauerns. Er biss mit aller Kraft zu, um ihr einen möglichst kurzen und schmerzlosen Tod zu schenken. Das war alles, was er ihr noch geben konnte.

Datari schnaubte verächtlich. Sie brauchte doch keine Extraeinladung! Überhaupt fand sie es mehr als unfair, dass die Rüden die richtigen Gegner bekamen und sie nur das Rehlein! Ihre Aufgabe erledigte sich dann aber auch von allein. Verdammt. Spielverderber. Ihr waren doch gerade noch so viele nette Dinge eingefallen! Ein Schnauben entging ihr. Hoffentlich tötete dieser Schwarze Yerk, damit sie auch noch ein bisschen Blut kosten konnte.

Yerk sah erstaunt zu, wie der Schwarze seine eigene Tochter tötete. Er wusste nicht, ob er sich darüber freuen sollte, ihn zu so einem verzweifelten Schritt gebracht zu haben, oder ob er bedauern sollte, dass er sie alle um den Spaß gebracht hatte, die Kleine vor seinen Augen ganz langsam in Stücke zu zerreißen. Er entschied sich für das letztere. Er gummelte "He, das war nicht nett." Dann biss er von einem Augenblick auf den anderen zu und schnappte sich den linken Vorderlauf des Gegners.

Kowaru schien fast grinsend seine Bisse zu vollführen. „Tanz!“, brachte er gerade noch hervor, ehe er sich im Vorderlauf des weißen Rüdens verbiss. Wie langweilig, wäre er ein bisschen mehr rumgehüpft, wäre das durchaus witziger gewesen. Er selbst spürte wie sich etwas in seine Schulter bohrte. Es wurde gerissen und gezogen, das konnte er auch. Er drückte seinen Kiefer zusammen und bohrte sich in den Vorderlauf seines Opfers. Bein um Bein, konnte spaßig sein. Der direkte und aggressive Biss, spornten ihn nur an. So setzte er einen nächsten Biss in den Vorderlauf, er würde den weißen Rüden Stück für Stück durchlöchern. Dann gab er dem Reißen etwas nach und schnellte vor um seinerseits eine Schulter zu packen.

Xavra hatte keine Gelegenheit, um noch irgendwie zu reagieren. Alles ging so schnell und war ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Sie wehrte sich nicht. Stattdessen spiegelte sich ein Ausdruck grenzenlosen Erstaunens in ihren Augen wider, als ihr Vater zupackte. Es tat nicht weh, dafür sorgte der Schock und das Adrenalin in ihren Adern. Schon knickten ihre Läufe ein und der Kopf sackte zurück, der glasige Blick wanderte gen Himmel. Da! War das nur die Sonne, die hinter einer Wolke hervorblitzte, oder kam ihre Mutter ihnen bereits entgegen? „Mama…“, flüsterte sie mühsam, doch die Silben wollten sich kaum noch zu einem Wort formen. Sie starb mit einem Lächeln auf den Lefzen.

Maan beobachtete das Familiendrama. Yerk wollte den Schwarzen wohl anspornen, dieser verteilte aber zunächst den ersten Tod. Oh, da war Datari ihr Spielzeug weg genommen worden. Wie schade. Schadenfroh sah sie zu der Fähe herüber. Ehe sie dem Schauspiel zusah. Yerk und der Dunkle ließen sich ja Zeit. Während die beiden Weißen sich schon munter bissen. Eiskalt legten sich ihre Augen auf die Kämpfenden.

Veyran spürte das Blut seiner Tochter an seinen Fängen, schmeckte es auf seiner Zunge. Er schluckte schwer den Kloß hinunter, der sich noch während des Zubeißens gebildet hatte und fühlte, wie er sich in seiner Kehle wieder auflöste. Und mit ihm breitete sich langsam eine tödliche Stille in seinem Inneren aus. Erleichterung. Seiner Tochter würden sie kein Haar krümmen, dafür hatte er gesorgt. Nahezu seelenruhig wandte er sich nun vollends seinem Gegner zu und ließ diesen ohne Gegenwehr seinen Vorderlauf packen. Was für ein Idiot. Den Nacken des Rüdens nun auf dem Präsentierteller bäumte sich Veyràn mit den noch verbliebenen Hinterläufen auf, schlug mit der rechten Vorderpfote auf den Rücken des Weißen und ließ seine Fänge brutal auf den Nacken des Weißen niedersausen. Wenn er nun untergehen musste, dann mit einer Spur der Zerstörung.

Lunar schrie auf, aber es war nicht wegen dem Biss. Für diese Art von Schmerzen war er taub geworden. Er schrie, weil er einen Blick auf Veyráns Fang um Xavras Kehle erhaschte. Er schrie, über diese Grausamkeit des Lebens, die seinen Freund zu diesem Schritt zwang. Er schrie über die schreckliche Tatsache, dass Veyràn bis zu seinem letzten Atemzug das Blut seiner Kleinen schmecken würde. Er stemmte sich gegen seinen Gegner, der versuchte, seine Schulter zu fassen zu bekommen und riss noch wütender an dessen Fleisch, als wolle er es hinaus trennen, wie bei einem Beutetier.

Yerk musste feststellen, dass der Schwarze doch ein besserer Kämpfer war, als er angenommen hatte. Er biss so fest zu wie er konnte und verdrehte den Vorderlauf des Gegners, bis er die Knochen knacken hörte. Der Schmerz würde ihn schon dazu bringen, loszulassen.

Veyran hatte so viel Adrenalin in seinem Blut, dass er den Schmerz kaum spürte. Je weiter der weiße Wolf seinen Lauf verdrehte, umso wilder zerrte Veyràn am Nacken seines Kontrahenten. Was hatte er zu verlieren? Nichts mehr. Sein Todesurteil war schon unterschrieben, was interessierte ihn da ein gebrochener Lauf? Von ihm aus, konnte er ihn auch gleich abreißen. Aber vorher würde er ihm das Genick brehen. Er hatte hier die bessere Position. Veyràn stemmte sein Gewicht mit den Hinterläufen auf den Hals des Weißen und riss erbarmungslos am Fleisch des Rüden. Seine Zähne suchten ihren Weg durch seinen Kragen, wollten nichts anderes als den Tod des Wolfes.

Kowaru bekam natürlich auch mit was geschah.  „Yeeeahr!“, machte er, was dem braunen Rüden galt, der gerade zugebissen hatte. Dann spürte er Druck und fasste sein Ziel wieder ins Auge. Er sprang einen kleinen Satz zurück und spürte das Reißen in seiner Schulter nach dieser Handlung, dennoch hatte er genug Bewegungsfreiraum um zumindest in der Nähe der Schulter des totgeweihten Rüden zubeißen zu können. Er schmeckte Blut und drückte seinen Kiefer zu, Schmerzen waren Kowaru doch egal. Er kannte keine Schmerzen. Also riss er nun seinerseits an dem weißen Rüden und zog dabei mit seinem Fang und mit seiner Schulter, die ja krampfhaft festgehalten wurde. Sollte er nur versuchen sie ihm raus zu reißen.

Lunar ließ zu, dass der Rüde sich losriss. Warum auch nicht. War schließlich zu dessen Schaden und nicht zu seinem. Seine Gleichgültigkeit dem eigenen Körper gegenüber wurde zunehmend immer größer. Darin lag sein Vorteil. Kowaru wollte leben. Lunar würde ohnehin sterben. Wenn nicht durch dessen Zähne, dann durch die eines anderen Shiyamis. Der Leitwolf wollte nicht mehr viel auf dieser Welt, aber wenn er noch irgendetwas für sein Rudel tun konnte, dann war es der Versuch, so viele Wölfe wie er konnte zu verletzen, oder mit sich in den Tod zu reißen. Als Kowaru ihn packte zerfetzte er dessen Ohr nah am Kopf und entstellte den Feind somit auf Lebzeit. Ein Andenken.

Yerk musste entsetzt feststellen, dass ihm die Sitauation zu entgleiten begann. Er hatte wirklich den Fehler gemacht, den Schwarzen zu unterschätzen. Zwar bezweifelte er, dass der Schwarze es schaffen würde, ihm das Genick zu brechen, und Schmerzen konnte er gut aushalten. Aber er Yerk war eindeutig in der unterlegenen Position. Ohne den Vorderlauf des Feindes loszulassen, versuchte er nun, sich mit aller Kraft loszureißen.

Datari schnaubte. "Es wird langsam langweilig. Könnt ihr schneller zum Punkt kommen?", motzte sie am Rand. "Mit der Beute spielt man nicht!" Die zwei Rüden da waren langweilig und abgeklärt. Die wussten, dass ihr Stündlein geschlagen hatte.

Kowaru kämpfte immer mit allen Mitteln. Außerdem war es am schönsten wenn man am Schluss lachend im Blut der Feinde stehen konnte. Auch wenn er nun eine bestimmt hübsch aussehende Wunde hatte, das würde immerhin zeigen das er Spaß gehabt hatte. Als ihn nun etwas am Ohr kitzelte und von diesem dann fast nichts mehr übrig blieb, starrte er zu dem Weißen. Er sprang zur Seite des Rüden und griff nun weiter oben nach dem Fleisch des Nackens. Es sah lustig aus wie die eine Seite des Rüden in Rot gehüllt wurde. Kowaru drückte kurz gegen seinen Spielgefährten, ehe er mit einem Ruck zum Zug ansetze. Dieser würde seinen durchlöcherten Lauf benutzen müssen, um sich ab zu fangen, oder er würde womöglich fallen. Aber Kowaru glaubte das er vielleicht ein wenig länger kämpfen dürfen würde. Denn immerhin kämpfte dieser Rüde wirklich, im Gegensatz zu anderen Wölfen. Das mochte er.

Veyran konnte riechen, wie sich Entsetzen in dem ach so großen Kämpfer breit machte. Es stachelte seinen Blutdurst an und ließ ein Gefühl der Überlegenheit in seiner Brust aufsteigen. Er hatte ihn! Ohne Rücksicht auf seinen Lauf ließ er seine Hinterläufe leicht einknicken, zog den Rüden weiterhin fest am Hals gepackt etwas hinunter und ließ ihn nicht los, so sehr er auch schüttelte. Dann stemmte er sich mit aller Kraft vom Boden ab und warf sich mit seinem vollen Gewicht auf das Genick des weißen Schattens - stieß dabei seine Reißzähne so fest in das Fleisch des Wolfes, wie er nur konnte. Der Schwung der Attacke riss sie beide um und während Veyràn auf dem weißen Ungetüm landete, hörte er ein Knacken in dessen Hals.

Yerk bekam langsam Panik. Der Schwarze ließ einfach nicht los! Verdammt, er hatte seinen Gegner gewaltig unterschätzt. Natürlich wäre er dem stinkenden Buntfell überlegen gewesen! Er hätte es nur ernsthafter angehen müssen. Jetzt hatte er ein Problem. Während er sich weiter verzweifelt bemühte, freizukommen, sprang der Schwarze plötzlich und riss ihn zu Boden. Aua, das hatte jetzt doch ziemlich weh getan, dachte er noch, dann wurde alles um ihn schwarz und er verlor das Bewustsein.

Maan hörte Datari meckern und knurrte sie an. Dann funkelte sie zu Yerk, was sollte der Scheiß? Was veranstaltete der da? „Datari, bitte... Jetzt kannst du es besser machen.“ Sagte sie und erhob sich. Dieser dunkler Rüde, würde qualvoll sterben. Das stand schon mal fest und wenn sie es selbst tun müsste, konnte der Rest des Rudels sich danach eine heftige Standpauke abholen. „Worauf wartet ihr, macht es besser oder ich werde mich um diese dunkle Fliege kümmern.“, fluchte sie wütend. Das Yerk so ein unfähiger Wolf gewesen war, war traurig.

Lunar versuchte zu erfassen, was eigentlich die Taktik seines Gegners war. Das nicht mehr vorhandene Ohr lieferte jedenfalls eine Menge Blut, so nah am Kopf. Übelkeit breitete sich in ihm aus. Ein Krieger wäre er nie geworden. Die Gewalt - so kam es ihm vor - nahm ihm irgendetwas, dass er tief in seinem Inneren immer gewesen war. Aber gleichzeitig würde er ein Spieler bleiben. Nicht wie die Schatten hier, die nicht einmal irgendetwas zu empfinden schienen, als ihr Rudelmitglied starb. Er fühlte sich schrecklich überlegen, auch wenn er vielleicht weniger Kraft hatte. Er war noch nicht bereit zu sterben. Da war so viel Zwiespalt in ihm. Sein Leben tot gelebt, brachte er doch nicht über sich, lebensmüde aufzugeben. Er ließ sich zu Boden werfen und zielte auf den Hals seines Gegners, den er mit den Vorderläufen von seiner Kehle fernhielt.

Veyran rollte sich von dem Weißen herunter sah auf den reglosen Körper herab. Er durfte kein Risiko eingehen und so schnappte er letztendlich noch nach der Kehle des Rüdens, um sie ihm heraus zu reißen. Nach getaner Arbeit richtete er sich wankend auf. Seinen linken Lauf konnte er nicht mehr gebrauchen, aber auch mit drei Läufen ließ es sich noch laufen. Mit Tunnelblick suchte er nach Lunars weißem Pelz. War er schon tot? Nein ... nein, da war er noch. Mit tropfendem Maul hinkte er auf seinen Freund und dessen Kontrahenten zu. Er hörte nicht, was die übrigen Wölfe sprachen. Er knurrte nicht, um sich anzukündigen, sondern warf sich einfach gegen den Wolf, der Lunar gerade zu Boden drückte. Erneut zielte er auf den Nacken seines Gegners.

Datari lauerte darauf und freute sich, über den aus dem Weg geräumten Idioten! Als der Schwarze lossprang, setzte sie ihm augenblicklich nach. Sie war niemand, die fair spielte, aber nun hatten sie alle ihre Unterhaltung gehabt. "Tötet sie!", knurrte sie die Meute an und liebte es, ihrer Alpha zuvor zu kommen. Schade dass diese nicht getötet worden war. Eines Tages nahm sie das in die eigene Pfote. Nun packte sie Veyràn aber erst einmal am hinteren Schenkel, darauf wartend, dass die umstehende faule Bande den Kampf beendete.

Axan sah sich das alles an, wie ihr befohlen wurde. Doch so langsam bekam sie ihre Zweifel. Davon sollte sie etwas lernen? Sie glaubte, da hatte sich Maan wohl verschätzt. Nach der Aufforderung von ihr stand auch sie auf. Nun würde sie wohl auch ihren Teil abbekommen.

Kowaru veranstaltete ein wahres Blutbad, mit seinem eigenem Ohr. Denn beim Reißen und Beißen spritze er damit munter mit Blut um sich. Dann fiel sein Gegner und er grinste. „Ich finde es übrigens schick.“ Sagte er und wurde von den Vorderläufen davon abgehalten, die schöne Kehlen des Weißen zu erreichen. Doch er donnerte seine Pfote mit voller Wucht in den Brustkorb des Weißen und versuchte seinem Fang auszuweichen. Als sich etwas gegen ihn warf, sprang er instinktiv ein Stück zur Seite, Er bäumte sich auf. Ließ aber den Weißen und sich nicht aus den Augen: Wo waren denn die anderen? Er ging das Risiko ein, dass der Weiße unter ihm aufstand, schütze sich aber halbwegs vor einem Angreifer aus dem Hinterhalt. Den Weißen würde er auch nochmal zu Boden werfen können.

Maan warf einen eisigen Blick zu Datari, die ihr zuvor kam. Das würde sie bereuen, das würde sie der Fähe nicht gönnen. Wie ein Blitz schnellte sie vor. „Gute Nacht!“ rief sie und stürzte sich gegen den Dunklen. Sie würde sich in seinen Hals verbeißen um ihn umzureißen: Sie würde Datari nicht die Freude lassen ihn zu töten, nein sie würde ihr diesen Rüden wegnehmen und ihn selbst in den Tod führen.

Datari stolperte versehentlich ganz genau in Maan hinein und hatte ganz zufällig noch irgendwie ihre Pfote blöd im Weg, sodass ihre Alpha vermutlich das Gleichgewicht verlor. Das passierte schon mal im Eifer des Gefechts! Zum Glück waren da zwei liebevolle Fänge, die sicher bereit waren, die arme Wölfin, die sie um ihr Geburtsrecht betrogen hatte, aufzufangen!

Axan war noch dabei zu dem Schlachtfeld zu stürmen, als sie sah wie Datari Maan stieß und diese in den Rachen der beiden Opfer landete. Sie sah die Fähe verwirrt an: "Wieso hilfst du denen denn?"

Lunar biss inzwischen wild um sich. Er erwischte Axans Flanke, strampelte wild gegen Kowaru und versuchte sich auch die restliche Meute vom Hals zu halten. Eine Fähe kam seinem Fang gefährlich nahe und er packte sie, eher versehentlich an der Kehle. Seine Zähne bohrten sich durch die dünne Fellschicht und durch die Haut. Blut quoll in seinen Fang, wie es nur passierte, wenn man eine Hauptschlagader erwischte. Er löste die Zähne, weil er wusste, dass es für sie vorbei war. Sein Pelz wurde besudelt, während immer mehr weiße Wölfe von außen herandrangen, um ihnen das Leben aus dem Fleisch zu reißen.

Die umstehenden Schatten hatten herangedrängt und schienen nun gemeinschaftlich die beiden Rüden auseinander reißen zu wollen.

Maan spürte wie sie gestoßen wurde. Blitzschnell drehte sie ihren Kopf und schnappte nach Datari, bereits das Gleichgewicht verlierend. Sie traf sie nicht richtig und schrappte mit ihren Zähnen über deren Auge. Die Alpha stürzte förmlich in ihren Tod. Blut spritze „Du-", gurgelte sie. Du hässliches...Miststück… Sie ertrank in ihren eigenen Blut.

Veyran konnte nicht mehr viel machen, außer wild um sich zu beißen. Er wusste nicht, wie viele von ihnen inzwischen da waren, er sah nur noch weißes Fell. Er musste sogar aufpassen, dass er nicht versehentlich Lunar erwischte. Er wurde am Hinterlauf gepackt und schnappte nach dem Angreifer, aber da wurde er auch schon wieder losgelassen und eine Wölfin fiel gegen ihn - allerdings so, als wäre es nicht Absicht gewesen. Stark hechelnd sah er sich um, erkannte das Lunar genau diese Fähe nun gepackt hatte und ihr Blut in sein Gesicht quoll. Er spürte die anderen Fänge an sich reißen, sah aber noch seinen Freund an. Ein Grinsen zog sich über seine Blutverschmierten Lefzen. "Jetzt werden wir sterben, als Verlierer und Gewinner gleichermaßen. Zusammen." Ein kurzer Blick noch, dann warf er sich herum und zielte mit seinen Fängen einfach nur noch auf den nächsten Hals (Axan), der ihm in die Quere kam.

Kowaru wurde nicht mehr belagert und alles ging viel zu schnell. Maan fiel neben ihn, in seinen Gegner rein. „Was soll das?! Beschäftige dich gefälligst mit mir!“, schrie er dem weißen entgegen. „Ich wollte dich mit meinem Blut besuddeln!“ Jetzt war da überall Maans Blut, die zudem noch sein Alpha gewesen war. Das war gar nicht witzig. Mit einem Satz stürzte er sich auf Lunar und biss ihm einmal ins Gesicht, ehe er auf seine Kehle zielte.

Axan war noch mit beobachten beschäftigt, als sie merkte, dass sie mitten im Kampf war. Das ging eindeutig zu schnell. Als nun von beiden Seiten nach ihr geschnappt wurde, hatte sie genug und sie revanchierte sich. Sie packte den Fremden und biss zu.

Lunar blinzelte sich das Blut aus den Augen, als die Wölfin neben ihm zu Boden ging. Er schüttelte den Kopf und kam ein letztes Mal auf die Beine. Er sah Veyràn an, die Worte gleich heillosem Wahnsinn. Er wünschte seinem Freund jede Erlösung. "Zusammen.", bestätigte er. Das sollten seine letzten Worte sein und irgendwo klang ein gequältes 'Ich liebe dich' mit. Unhörbar. Für immer unhörbar. Er spürte die Zähne von Kowaru in seinem Gesicht und brachte seine Kehle in Sicherheit. Jedenfalls für ein paar wenige Augenblicke. Ein Stoß zwang ihn zu Boden, wo er sich in einem Bein verbiss, bis die Knochen knackten und er gleichzeitig Zähne in seinem Hals spürte. Er hatte das Gefühl, sein Körper wurde auseinander gerissen, so viele Bisse gingen auf ihn nieder. Der schon wirre Blick suchte nach dem schwarzen Fell, das so gut hervor stach. Wo? Wo? Wo?

Veyran wurde von zu vielen Wolfskörpern gleichzeitig attackiert. Er spürte Gewicht auf seinem Hinterteil. Wütend versuchte er noch die Wölfin vor sich zu erwischen, tatsächlich erreichte er ihre Kehle und wurde dann zu Boden gedrückt. Er hatte keine Ahnung, wie gut er sie noch erwischt hatte, aber er fühlte Blut auf sein Gesicht tropfen und hatte mehr als nur Fell im Maul. Zu viele Bisse gingen auf ihn herab. Er wandt sich auf dem Boden und drehte sich zur anderen Seite, wo ein weiterer Wolf auf dem Boden lag: Lunar. Das war es also. Sie würden nicht mehr aufstehen. Er schloss die Augen.

Lunar fühlte eine drückende Schwere, die seinen ganzen Körper auszufüllen begann. Er blinzelte noch einige Male verirrt in die Dunkelheit, in der er nichts kannte, als den Schmerz. Der Schmerz, der nicht gelindert wurde, durch sein Sterben das nur noch wenige Herzschläge entfernt war. Er starrte auf den Rüden, der mit ihm starb. Er starrte auch noch auf ihn, als sein Puls nur noch eine vage Erinnerung war. Er starrte immer noch auf diesen Rüden, als alles Leben aus seinem Körper gewichen war.





Geschlecht


Alter


Größe


Status


Charakterbogen


Lu, Kyro, Josh, Lio



12.08.2014 20:11
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