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Noir



Art
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Noir hatte sich weiter und weiter von der Gruppe zurückfallen lassen. Sie merkte in letzter Zeit immer öfter, dass sie die dauerhafte Nähe zu den anderen Wölfen nur schwer ertrug. Sie brauchte Zeit für sich, Zeit zum Schweigen, zum Nachdenken oder einfach mal gar nichts denken. Sie genoss die Stille, sie genoss für sich sein. So sehr, dass es ihr Sorgen machte. Die Gesellschaft ihres Vaters konnte sie gut ertragen, weil er selbst eher schweigsam war und diese Ruhe ausstrahlte, die sich sofort auf sie übertrug. Katans Gesellschaft hingegen war kaum zu ertragen, sie flüchtete regelrecht vor ihm. Die konnte es spüren, wie er sich von ihr entfernte, jeden Tag ein bisschen mehr und sie konnte ihm ansehen wie er sich quälte, wie er sich bemühte sie anzusehen und es doch nicht konnte. Nicht so wie früher. Er hatte sie immer ganz besonders angesehen, als hätte er in ihr etwas erkannt, als hätte er in ihr etwas ganz besonderes gesehen und diesen Blick hatte sie so geliebt. Und nie hatte sie das Gefühl gehabt diesen Blick verdient zu haben. Und jetzt war es so weit, jetzt hatte er auch gemerkt dass Noir ganz gewöhnlich war, ziemlich langweilig, nichts besonderes.
Ilja schätzte sie sehr, aber sie hatte in letzter Zeit mehr und mehr das Gefühl das es Katan ähnlich ging und dieses Gefühl brannte in ihr wie Feuer und sie konnte die Fähe kaum ansehen ohne eine völlig unerklärliche, ungerechtfertigte Wut zu empfinden. Kasumi war ihr zu fremd. Und vor Syrayn und Yavru schämte sie sich für ihre Gefühle.
Sie hing ihren Gedanken nach, als plötzlich ein Geruch an ihre Nase drang, der sie sofort zu Stein erstarren ließ. Ihre Nackenhaare stellten sich auf, ihr gesamter Körper spannte sich an. Sie war sich zu keiner Sekunde unsicher, sie zweifelte keine Sekunde an ihren Sinnen, der Geruch war so deutlich gewesen, so klar. Sie hätte ihn überall wieder erkannt. Sie kannte ihn schon zu lange. Aramis. Und dann hörte sie sie. Erst Aszira, dann Aramis. Sie löste sich aus ihrer Starre und sprintete los, erst an Syrayn vorbei, sie bellte ihm im vorbeilaufen zu, er musste ihr folgen, dann kamen Kasumi und Lioku in ihr Blickfeld. Sie wollte schreien. 'Stop! Ihr müsst anhalten, stop! Wir haben sie gefunden.' Aber da war diese Angst, diese ständige Angst. Sie presste die Zähne aufeinander, rannte noch schneller, bis sie ihren Vater erreichte.

"Er ist hier. Aramis ist hier! Wartet."

Brachte sie atemlos hervor, bevor sie weiter sprintete, bald kam Ilja in ihr Blickfeld und dann ihr geliebter Sohn und Katan. Sie konnte sich nicht mehr beherrschen, ein leises Bellen entfuhr ihr kurz bevor sie die Gruppe erreichte. Endlich konnte sie es sagen, endlich konnte sie aussprechen was sie sagen wollte, seit der Geruch ihr in die Nase gestiegen war.

"Stop, ihr müsst anhalten! Wir haben sie gefunden. Wir... wir haben sie wirklich gefunden."

Hechelnd stand sie vor drei Wölfen die ihr sehr nahe standen, die aber ein komplettes Gefühlschaos in ihr auslösten und starrte sie an. Sie konnte es nicht glauben. Und das sah man ihr deutlich an.




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Beitrag gepostet:
26.03.2017
19:23




Laelia
Laenna Aracely






Art
Wolfsträumer

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Das Gefühl grimmigen Triumphs sollte Laelia nicht lange vergönnt bleiben. Eigentlich hätte sie sich denken können, dass Reszani diese Beleidigung nicht einfach auf sich sitzen lassen würde, doch sie hatte offensichtlich unterschätzt, zu was die dunkle Fähe bereit war. Laelia nahm eine Bewegung aus dem Augenwinkel wahr, doch bevor sie sich auch nur halb umgedreht hatte, wurde sie von einem schweren massigen Wolf getroffen und zu Boden geworfen. Ihr Kopf versank im Schnee, das kalte Nass drang ihr in Augen und Nase. Sie versuchte sich zu wehren, doch Reszani schien wie festgewachsen auf ihr. Erst jetzt, als der erste Schock vorbei war, spürte Laelia den scharfen Schmerz an ihrer Schulter. Die andere Fähe hatte ihre Fänge mit ganzer Kraft in ihrer Schulter versenkt, sodass auch das dicke Winterfell keinen Unterschied mehr machte. Lae wehrte sich verzweifelt, doch sie war so tief im Schnee versunken, dass es ein aussichtsloses Unterfangen war. Sie wollte etwas sagen, doch der Schnee verschluckte alles.
Langsam bekam sie auch keine Luft mehr. Als sie realisierte, dass Reszani nicht von ihr ablassen würde, egal, was sie tat, wurde sie panisch. Doch bevor sie sich überlegen konnte, was sie in so einer Situation tun musste, verschwand das Gewicht auf ihr auf einmal wie von Zauberhand. Laelia kämpfte sich aus dem weißen Pulver und tat erst einmal ein paar tiefe Atemzüge. Erst dann fragte sie sich, weshalb Reszani sie losgelassen hatte, und sah den Wolf schon nur noch aus der Ferne. Wieso rannten die anderen so schnell? Wurden sie vielleicht verfolgt? Hatten die Weißen sie nun doch noch gefunden?
Ehe sie es sich versah, rannte die junge Fähe den anderen hinterher. Doch sie konnte kein Trommeln von Pfoten, keinen hechelnden Atmen hinter sich hören. Also wandte sie den Blick nach vorne, und endlich sah sie die anderen.
Vor Überraschung blieb sie kurz stehen und stolperte fast über ihre eigenen Pfoten, als sie abbremste. Konnte das sein? War das möglich? Hatten sie die anderen wirklich gefunden?
Laelia wusste nicht, ob sie noch daran geglaubt hatte, jemals andere Wölfe aus ihrem Rudel wiederzusehen. Jetzt erschien es ihr auf jeden Fall seltsam unwirklich, diese altbekannten Gestalten hier plötzlich zu sehen, und sie ging nur langsam auf die Truppe zu. Langsam jedoch realisierte sie, dass das da vorne wirklich ihr Rudel war. Ihre Familie. Ihr Schritt beschleunigte sich immer mehr, und zum Schluss rannte sie so schnell wie die anderen.




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Charakterbogen


Arythaine Ar'Telean



09.04.2017 23:43
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