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Kyro
Kyro Akira






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Wolfsträumer

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Kyro nickte demütig und mit hin und her pendelnder Rute, ehe er sich auf Geheiß seiner Herrin hin abwandte und in die Richtung trabte, in der Lunar und Kheiji laufen mussten. Er glitt an den Klippen entlang. Eine abartig entstellte Gestalt, die einst einen Wolf gewesen war. Nun war er ein zu Schande gerichteter, immer wieder verprügelter Hund. Und sein Leben schien ihm sichtlich zu gefallen. Ganz leichtpfotig bewegte er sich in seiner gekrümmten, minderwertigen Haltung über die Felsen. Er stolperte, er strauchelte und wollte einfach nicht nach dem stolzen, majestätischen Tier aussehen, das er eigentlich sein wollte. Mit den zwei Vögeln im Maul war es schwer zu erkennen, doch er lächelte zufrieden. Glücklich, einen Auftrag für seine Herrin ausführen zu dürfen. Heute war ein toller Tag! Aszira hatte gute Laune und als wäre dies vorgeschrieben, war seine Stimmung mehr als beschwingt und heiter.
Bis die Kröte in ihn rannte. Er schwankte kurz, ungeschickt wie er war kippte er sogar zur Seite, konnte aber, zu seinem Glück und dem Pech der restlichen Welt, einen Sturz über die Klippen abwenden. Das Leben wollte ihn noch eine Weile länger behalten! Was für ein Tag!

“Hawu Geinga“

Entgegnete er bester Laune und stiefelte unbeirrt weiter. Aber er war fast am Ziel. Lunar und Kheiji waren gerade dabei, die Klippen hinauf zu klettern, auf einem Weg, der für den Zustand des verletzten jungen Rüden optimal schien. Zuverlässig und wie von ihm verlangt legte er das Beutetier oberhalb ab und beobachtete kurz, wie Niana zu den Brüdern stieß. Es war lustig anzusehen, wie sehr sie sich freute. Jedenfalls für die paar Augenblicke, in denen sie nicht begriffen hatte, wie das Leben war. Mitleidig blickte Kyro auf das Jungvolk hinunter, ehe er sich wieder umwandte und mit einem verbleibenden Rebhuhn im Maul zu Daina zurück stolzierte. Stolzieren war eine abstrakte Art zu beschreiben, wie er sich bewegte. Ein Wunder, dass er sich überhaupt noch vorwärts bewegen konnte, dürr und ausgemergelt wie er war. Hässlich war ein treffender Ausdruck.

“Du ziehst ein Gesicht, als gäbe es nichts schönes im Leben, kleine Lady… du hast wohl den falschen Blick für die Welt entwickelt.“

Lachend trat er an ihr vorbei, in der Gewissheit, dass es ihn nun, da er den Befehl ausgeführt hatte, unaufhörlich an Asziras Seite zurück zog.




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Lu, Lio, Josh, Lijenna



01.05.2010 20:03
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Lunar
Luciano Nacho






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Wolfsträumer (+)

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Lunar grinste wehmütig auf Kheijis Anmerkung, entgegnete allerdings nichts. Da war nichts, was er hätte sagen können. Komisch war, so neben seinem Bruder herzugehen. Komisch war, mit einem Fremden zu reden, den man besser als alle anderen Wölfe kannte und von dem man gekannt wurde. Und komisch war auch, dass manchmal solche Verbindungen gar keine große Rolle spielten. Die Welt scherte sich nicht darum.
Lunar wollte nichts sagen und früher wäre dies völlig in Ordnung gewesen. Kheiji gegenüber hatte er reden und schweigen können, obwohl er natürlich auf seinem Krümel immer ein Ohr abgekaut hatte. Wenn es jetzt nicht mehr in Ordnung war, würde der Weiße diese Tatsache zunächst ignorieren und resignierend weiter schweigen.
Er musste aber auch gar nichts mehr sagen, denn seine Schwester stürmte plötzlich auf sie zu und begrüßte den Zurückgekehrten überschwänglich. Lunar, der sich nun denken konnte, was Kheiji von dieser körperlichen Nähe halten würde, wich einen Schritt zurück und stand unbeteiligt am Rand, so als würde das Geschehnis mit ihm nichts mehr zu tun haben. Er unterdrückte den Impuls, sich schützend vor Kheiji zu werfen und Niana von ihm fortzureißen. Vor einer Weile hätte er dies womöglich noch getan.
Der Weiße war kein Beschützer mehr. Er stand nur kühl und nüchtern dabei.
Noch während er sich seltsam teilnahmslos vorkam, tauchte Kyro auf und legte die Beute vor ihnen ab. Lunar schritt den letzten Rest der Klippen hinauf um es für Kheiji zu holen. Er konnte nützlich sein, in dieser dämlichen kleinen Geste. Für mehr würde er nicht mehr gebraucht werden.




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Kyro, Lijenna, Joshua



01.05.2010 20:29
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Daina



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Mit einer schiefen Grimasse auf dem Gesicht beobachtete die Schwarze, wie Kyro mit seiner frisch erlegten Beute heuchlerisch zu seiner Herrin oder ihren Abkömmlingen hinkrüppelte, um sich einzuschleimen. Sie sah nicht hin, es interessierte sie nicht, wohin er ging, solange er sich immer nur von ihr wegbewegte. Sie dachte schon, das wäre ja ein recht kurzes Gespräch mit ihm gewesen, doch da kam er bereits wieder zurückgetrabt. Noch immer mit einem Federvieh im Maul. Kurz darauf richtete er doch tatsächlich nochmal das Wort an sie, das hatte sie nicht erwartet. Gespitzte Ohren waren die Reaktion darauf.
Stoßartig atmete Daina aus, ein verächtliches Schnauben ertönte aus ihrem Fang und sie bleckte spielerisch die weißen Zähne. Da hatte Kyro sich ja einen feinen Kommentar ausgedacht.

"Da erinnert mich doch der gehetzte, der Gequäulte und Verachtete daran, wie schön das Leben sein soll. Sieh dich doch mal an Kyro. Du solltest selbst etwas mehr essen, statt immer nur für deine Herrin zu jagen."

Bemerkte sie bissig, nicht realisierend, dass es Sorge war, die in ihrer Stimme mitschwang. Kyro sah wirklich schlecht aus, von den Narben mal ganz abgesehen. Sie wollte, dass er sich erholen konnte, sich ausruhen und genesen, nicht, dass er immer für diese Furie herumspringen musste. Es war ihr gleich, was er getan hatte, das hatte er nicht verdient. Warum konnte er dabei auch noch so fröhlich sein? Ganz so, als genieße er sein Schicksal, seinen festen Platz.

"Du bist das beste Beispiel dafür, dass das Leben nicht schön ist."

Ihre Stimme war leise geworden, ihre Augen auf den Boden gesunken. Sie empfand Mitleid für den Rüden und doch Ärger über ihn. Es machte sie zornig, wie er sein Schicksal akzeptierte, wie er sich wohl fühlen konnte, obwohl er in einer Hölle der Sklaverei und der Tortur gefangen war. Ihr wurde ganz elend zumute, wie sie so darüber nachdachte. Blitzartig schnellten ihre Augen hoch und trafen Kyros Blick.

"Ich will nur einmal den Wolf sehen, der du früher warst. Ich kann noch immer sehen, wie viel Schönes da mal war, aber es ist alles zerstört worden, hab ich Recht? Ich kenne dich nicht, weil man dich nicht wiederfinden kann, in dem was du heute bist. Ich bin jung, ich bin dumm, ich kann es nicht wissen, aber ich fühle es irgendwo tief in mir drin, dass du, also das echte du, ganz anders ist, als der Wolf der da vor mir steht und die Knechtschaft genießt, die ihm auferlegt wurde."

Sie wusste nicht, woher sie den Mut nahm oder die Blauäugigkeit, diese Worte über die Leftzen zu bringen, sie kamen einfach so heraus.

"Also, ist das Leben wirklich schön, Kyro oder geben wir uns einer Illusion hin?"




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Beitrag gepostet:
01.05.2010
20:58




Kyro
Kyro Akira






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Kyro lachte amüsiert auf. Kein Lachen, dass über einen Wolf herzog und auch keins, mit dem man einen guten Witz bedachte. Er schien sichtlich Gefallen an Dainas spitzer Entgegnung zu haben. Vielleicht gefiel ihm auch die kühle Art, mit der sie ihm inzwischen begegnete. Er glaubte allerdings nicht, dass er so talentiert gewesen war, dies mit seinem Verhalten heraufbeschworen zu haben. Und so war es wohl irgendetwas, das im Inneren der jungen Schwarzen aufgekeimt war und dort brannte, wie ein Wespenstich.

“Ich habe mit Aszira gejagt!“

Verkündete er voller Stolz und schien bei dieser Aussage ein bisschen zu wachsen und den Kopf zu heben. Er wollte nicht weiter auf den restlichen Teil davon eingehen, fügte nur schlicht an:

“Ich hab keinen Hunger.“

Eine beiläufige Tatsache, der er keine weitere Bedeutung zukommen ließ. Daina hingegen schien redselig zu sein und ihn belehren zu wollen. Nach wenig hündischer Manier verdrehte er theatralisch die Augen und zog seine Schulterblätter ein wenig höher. Nun war er schon ein Sinnbild dafür, das das Leben nicht schön war! Ein Abschreckendes Beispiel! Er lachte erneut auf.
Seine Ohren stellten sich aufmerksam nach vorne, als er ihr zuhörte. Er belächelte ihr jungwölfisches Minenspiel, wie ein Altwolf manchmal über seine Kindeskinder lächeln konnte, die gerade die Welt erkundeten. Es war klar, dass Daina schon vieles gesehen hatte, denn behütet konnte man auf dieser Reise nicht aufgewachsen sein.

“Du hast mit nichts von dem, was du sagst recht, Daina.“

Er sah zu ihr nach oben, den Kopf selbstverständlich tiefer als den ihren haltend. In Gedanken kicherte er darüber, dass diese demütige Haltung von manchem Wolf aus dem Rudel als furchtbar empfunden wurde. Es tat ihnen geradezu weh, ihn so zu sehen. Noir, oder Daina. Und es war so lustig, triumphierend über den Dingen zu stehen.

“Ich weiß nicht, was du in dir spürst oder fühlst, aber deine Interpretation ist falsch.“

Kyro ließ den Blick einen Moment schweifen. Wo waren Darkjania und Attaché? Mit dem nächsten Atemzug verwarf er die Idee jedoch wieder. Darkjania war unberechenbar, aber ihr Verhalten dennoch abzuschätzen. Attaché gegenüber hingegen verspürte er eine weitaus tiefere Abneigung, die dieser geschärft hatte, als er sich das letzte Mal über ihn lustig gemacht hatte. Beide würden hier nicht hilfreich sein und beide versagten in ihrer Rolle als Eltern. Es war ähnlich wie bei ihm. Er hatte auch nie ein guter Vater sein können. Wieso ließen sie zu, dass sich Daina dauernd Gedanken um seine jämmerliche Existenz machten und sie mit diesem Gesicht herumlief, als hätte er sie verraten? Jungvolk!

“Wenn man mein Ich in zwei Hälften teilen könnte… welchem würde dein Interesse gelten? Hund, dem gepeinigten Außenseiter oder Kyro, dem ewig unglücklichen Wolf?“

Seine Augen wanderten in die Richtung, wo seine Herrin verschwunden war. Wieso durfte Alana schon wieder mit ihr Spaß haben und er musste hier sein? Zuvor, als er mit ihr am Meer durch das Wasser tobte, da hatte sie ihm gehört!
Grinsend sah er zu Daina.

“Das Leben ist so, wie du es haben willst.“

Mit diesen Worten sprang er aufgeweckt wie ein Jungwolf davon. Nicht zu Aszira. Blieb ja die Möglichkeit, das Daina ihm folgte.




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Lu, Lio, Josh, Lijenna



01.05.2010 21:34
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Daina



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Daina war schon vorher klar gewesen, dass der Altwolf ihre Worte leugnen würde, dass er sie zwar von unten, aber sinnbildlich auf sie herabsehen würde, weil sie jung war, weil sie unerfahren war, aber sie wusste, dass er mehr sich selbst belog als irgend jemand anderes. Er musste vergessen haben, wie das Leben zu sein hatte, wie es sein sollte, also rein theoretisch. Man konnte nicht ehrlich glücklich sein in solch einem Zustand, wie der, in dem er sich befand. Sie hatte allerdings keinerlei Absicht das Gespräch in diese Richtung auszuweiten, das war absolut aussichtslos. Warum sollte sie auch versuchen, den Rüden davon zu überzeugen, dass er unglücklich sein sollte, dass er schlecht dran war? Das war ganz sicher nicht ihre Aufgabe und gut wäre es auch nicht. Sie wünschte nur, sie könnte sorglos und glücklich sein, aber sie war schlecht gelaunt, nahezu grimmig und fühlte sich haltlos. Da war einfach nichts, was ihr gerade Freude machte. Nicht einmal das Gespräch mit Kyro. Früher wäre sie aufgeregt, nahezu euphorisch über die Gelegenheit gewesen, aber sie ärgerte sich über ihn, darüber wie er sie heimlich verspottete, sie verachtete und bequatschte und sie ihn trotzdem anziehend fand. Was bitteschön gefiel ihr denn an ihm? Er war nicht nett, er sah nicht schön aus, nicht mehr jedenfalls und hatte nichts stolzes, imposantes an sich. Ständig der geduckte Kopf, der gekrümmte Rücken, die schleichenden Schritte, die kantigen Bewegungen - da war nichts, was ihr hätte gefallen sollen. Auch seine Taten, sein Leben, wovon sie eh zu wenig wusste, beinhalteten nichts, was sie hätte beeindrucken sollen.
Langsam verengten sich die Augen der Fähe zu einem finsteren Blick, der vor Zorn über sich selbst brannte und über die Welt, die sie so komisch empfand, dass sie nicht wusste, was all das bedeuten sollte. Es war da, einfach da - sie sah Kyro an und wollte nur neben ihm herlaufen, mit ihm sprechen, mit ihm lachen und dennoch war ihr, als Gäbe es gar kein echtes Lachen in ihr oder in Kyro, es gab nur Fassade und Heuchelei, ehrlich waren sie noch nie so richtig miteinander gewesen. Das würde sie jetzt ändern. Sie sprang ihm hinterher, überholte ihn und drehte, so dass sie frontal vor ihm stand.

"Glaubst du an Schicksal, Kyro?"

Sie sprach leise, zischend kamen die Worte hinter ihren Zähnen hervor. Langsam breitete sich ein Lächeln auf ihren Leftzen aus, ein kaltes, hartes Lächeln. Ihre Augen weiteten sich langsam, musterten den Rüden eingehend. Sie konnte nichts dagegen tun, sie wollte sein, wo er war.

"Ich weiß nicht, wer du bist und auch nicht, wer ich bin. Aber ich glaube dass unsere Fäden schon so miteinander verwebt sind, dass es kein zurück mehr gibt. Dumm oder? Das würdest du sagen. Ich hab Unrecht, denkst du. Aber du kannst dem nicht entfliehen und weißt selbst, dass es da ist, dieses Band. Du kannst es ruhig leugnen, aber ich werde von nun an ehrlich zu dir sein."

Sie schüttelte bedenklich den Kopf, das Lächeln wurde weicher, ein wenig Trauer schlich sich in die goldenen Augen.

"Ich glaube, du magst mich nicht besonders, vielleicht siehst du auch einfach meine Mutter, wenn du mich anguckst, aber ich werde immer wieder deinen Weg kreuzen und in deiner Nähe sein."

Der Schmerz verschwand aus den Augen der Schwarzen, der Schatten auf ihrem Gemüt hob sich langsam von ihr ab und verschwand in dem Licht der Frühlingssonne. Sie hatte das Gefühl, sich selbst wieder ins Gesicht sehen zu können und fühlte pure Erleichterung.

"Mach das Beste draus."

Sagte sie frech, drehte um und Schritt langsam davon, hoffend, dass er ihr ein paar Schritte folgen und auf ihre Worte eingehen würde, aber ihm dennoch die Freiheit lassend, zu verschwinden, wenn er ihre Anwesenheit nicht länger ertragen konnte oder wollte. Sie würde nur allzu bald wieder in seiner Nähe sein.




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Beitrag gepostet:
01.05.2010
21:54




Kyro
Kyro Akira






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Kyro beobachtete, wie Dainas Blick zunehmend finsterer wurde und grinste munter weiter. Zu gerne hätte er gewusst, was in ihrem Kopf vorging. Wahrscheinlich suchte sie tausend Lügen in seinen wenigen Worten. Ihre Frage lenkte dann irgendwie vom Thema ab, oder er konnte einfach noch nicht verstehen, worauf sie hinaus wollte.

“Aber sicher.“

Entgegnete er ihr. Sie hatte nicht definiert, was sie unter Schicksal verstand und er selbst tat dies auch nicht. Danach erzählte sie ihm eine Geschichte über ein Band zwischen ihnen, das untrennbar war. Ihm wollte der Fang aufklappen.

“Mach was du willst, aber wenn du meinen Weg kreuzt, darfst du dich auch vor mich werfen, wenn deine Mutter versucht mich deswegen zu lynchen!“

Er hatte das Gefühl, dass dieses Gespräch nun dramatisch verhängnisvoll für seine Zukunft geworden war.

“Ich jedenfalls glaube, dass man sein Schicksal selbst bestimmt und dass du einfach nur willst, dass es dich an mich bindet. Immerhin bist du mir ja schon immer nachgelaufen. Das einzige, was daran Schicksal ist, ist die Tatsache, dass du von der Wölfin geboren wurdest, die ich nicht haben konnte.“

Kyro lachte auf.

“Das ist auf seltsame Weise ziemlich sarkastisch vom Schicksal, nicht wahr? Es erschafft eine kleine Fähe nach dem Ebenbild ihrer Mutter, die mir nachläuft, zu einer Zeit, in der die Liebe längst verblasst und im Hass versunken ist.“

In seinen Worten klang keine Verbitterung. Mit den Monaten hatte er den Hass in sich begraben. Er schloss zwar nicht aus, dass er nicht doch wieder hervorbrechen konnte, aber letztlich war nur entscheidend, was er nun empfand. Die Tatsache, dass Daina die verfluchte Tochter von Darkjania und Attaché war, spielte für ihn keine Rolle mehr. Es tat nicht mehr weh, so dass er ihr einfach ins Gesicht lachen konnte.
Kurz hatte er sogar darüber nachgedacht, ob er Daina tatsächlich nicht ausstehen konnte. Das Einfache an seiner Art zu leben war nur, dass ihm nichts wichtig sein musste. Auch nicht die Antwort auf so eine Frage. Er stand der Jungfähe völlig neutral gegenüber. Sie sprachen miteinander, wie alte Vertraute, ohne dass er sie dazu mögen musste. Nichts von dem was sie sagte rührte ihn übermäßig, mit Ausnahme ihrer offenen Bekennung, dass sie ihm keine Ruhe mehr lassen wollte. Dass gefiel ihm vielleicht nicht. Allerdings würde er nicht scheuen, die kleine Kröte in ihre Schranken zu weisen, wenn sie ihm auf die Nerven ging. Und wenn er ihr nur als Hund begegnen sollte, würde er sie ohne sich zu beschweren ertragen. Sie war immerhin alt genug, um selbst zu entscheiden, ob sie in seine Nähe kam. Und Darkjania würde ewig Angst haben, weil sie ihm in Körperkraft ewig unterliegen würde.




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Lu, Lio, Josh, Lijenna



01.05.2010 22:38
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Daina



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Nichts von dem was Kyro noch an Worten herausbrachte, konnte ihre neugewonnene Sicherheit irgendwie trüben. Sie behielt ein stetes, aufrichtiges Lächeln auf dem Gesicht. Eine Weile trabte sie still neben Kyro her und dachte darüber nach, wie er über das Schicksal dachte. Selbstbestimmung. Das klang für sie utopisch, schön aber unerreichbar. Es gab zu viele Äußere Faktoren, die ihr Wolfsleben bestimmten, doch sie ließ sich davon nicht erschüttern, nicht jetzt, da sie ihren Glauben wiedererlangt hatte. Jeder war um eines anderen Wolfes Willen geboren, für jede Seele gab es eine zweite Hälfte, seine wahre Bestimmung. Sie würde nicht mehr danach suchen, nach dem Platz, an den sie gehörte, sie würde darauf vertrauen, dass ihr Schicksal von selbst zu ihr kam und würde tun, wonach ihr war - solange das möglich war.
Im Moment wollte sie bei Kyro sein, wollte wissen, wer er wirklich war, also tat sie es. Was hatte sie schon zu befürchten? Sie hatte ja noch nie geglaubt, dass der Rüde für sie gefährlich war. Und ihre Mutter? Die würde sich damit abfinden müssen, aber Daina würde es ihr bestimmt nicht unbedingt auf die Nase binden, dass sie Zeit mit Kyro verbrachte oder verbringen wollte. Sie war ohnehin nicht viel an der Seite ihrer Mutter gelaufen, sie spürte ihren Zorn in der Luft vibrieren, wenn sie zusammen waren, bekam zu viel von den Gefühlen der Schwarzen mit und fühlte sich daher unbehaglich in ihrer Nähe, obgleich sie ihre Mutter liebte. Sie konnte nicht verstehen, warum Darkjania so von Gram und Hass gefüllt war. Sie blickte Kyro an, ohne stehenzubleiben.

"Wenn ich mein Schicksal selbst bestimmen kann, dann habe ich ja gute Chancen dafür zu sorgen, dass wir ein unschlagbares Team werden."

Sagte sie friedlich, ohne Spott in der Stimme. Angstfrei war sie bereits in seiner Nähe, von Vertrauen war sie nicht weit entfernt. Sie würde versuchen, für Kyro angenehm zu sein, friedlich, fröhlich, ruhig und bemüht. Sie warf ihm einen auffordernden Blick zu, dann zog sie ihr Tempo an und rannte ausgelassen an den Klippen entlang über die Ebene.




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Beitrag gepostet:
02.05.2010
12:48




Yukí Árashi



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Yukí musste auf Ayuras Antwort hin lächeln. Ja.. sie konnte andere gut verwirren. Aber sie selbst war noch schneller verwirrt. Vor allem von sich selbst. Eine Schwäche, die man nicht einfach so los wurde. Aber das war nur nebensächlich. Yukí atmete tief durch, schloß die Augen und genoß die Berührung der leichten Wellen an ihren Pfoten. Was manch ein Wolf bei der Jagd verspürte, überrollte sie selbst in eben solch einer Situation. Ein Glücksgefühl, das jeden Winkel ihres Körpers ausfüllen wollte. Die Worte der Jüngeren ließen sie wieder die Augen öffnen, den Kopf zur Seite drehen. Ein breites, warmes Lächeln legte sich auf die Lefzen der Beigen. Sie hätte sofort wieder in eine Schwärmerei verfallen können, hielt sich jedoch zurück.

“Wir suchen doch das Paradies, oder nicht?“

Ein Ort, der diese Bezeichnung trug, konnte nicht ohne einen Strand und ein Meer existieren. So sah sie es zumindest. Ihr Blick ruhte auf Ayura. Sie konnte sich noch immer nicht vorstellen, dass es jemanden gab, der jetzt gerade zum ersten Mal das Meer sah. Und die Weiße schien überwältigt.

“Als ich klein war, wollte ich immer zum Grund des Ozeans. Ich wollte wissen, was dort war, und wie es dort aussah. Ich habe versucht, die Luft an zu halten, um den Kopf ins Wasser zu stecken und etwas zu erkennen. Aber ich kam nie tief genug. Ich probierte es fast jeden Tag, und einige Male wäre ich fast ertrunken. Aber ich habe es immer weiter probiert. Bis ich dann aufgegeben habe..“

.. bis sie davon lief, weg von dem Rudel, weg aus diesem Revier. Fort von ihrem Vater.

“Aber ich habe diesen Traum nie vergessen. Ich wüßte so gern, was mich am Grund des Ozeans erwartet. Manchmal wäre ich gern ein Fisch, um dort hin zu tauchen und zu sehen, was vor mir nie jemand gesehen hat. Also.. wenn wir dieses Paradies finden, und ich bin mir sicher, dass wir das werden, werde ich versuchen, dieses Rätsel zu lösen. Irgendwie muss das schon zu schaffen sein.“

Ob diese Worte Ayura als Antwort reichten? Sie wußte, dass es unmöglich war, das ein Wolf auf den Grund tauchte. Das war ihr schon als kleine Welpin klar gewesen. Aber man durfte ja wohl noch träumen.




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Beitrag gepostet:
02.05.2010
17:09




Kyro
Kyro Akira






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Kyro verdrehte die Augen. Die schwarze, kleine Wölfin war plötzlich faszinierend euphorisch, aufgrund irgendeines Geschehnisses, das ihm ganz offensichtlich entgangen war. Das Meiste von dem, was er sagte, ignorierte sie gekonnt, geschützt durch den rosaroten Film auf ihren Augen. Als sie von ihnen Beiden als Team sprach, zuckte seine Lefze, ehe er sich darauf besann, was geschehen konnte, wenn er einer dummen Jungwölfin gegenüber eine solche Reaktion zeigte. Er war dazu verdonnert, sich von allen auf der Nase herumtanzen zu lassen, also entschied er sich, sich nicht weiter an der Jungfähe zu stören.

“Nach meiner Theorie habe ich mein Schicksal selbst in der Pfote, wodurch es schwer möglich sein wird, aus uns ein Team zu machen.“

Ergänzte er kalt und schob Daina damit einen Riegel vor.

“Ist der Ozean schön?“

Fragte er streng, ehe die Jüngere davon hüpfte. Er selbst entschied, nun zu seiner Herrin zurückzukehren um den Platz einzunehmen, an den er gehörte. Es war wohl kaum von ihm, Hund, zu erwarten, dass er Darkjanias Brut mit Lebensweisheiten und sonstigen Ratschlägen zur Seite stand. Sollten doch die dämlichen Eltern ihren Pflichten nachgehen, wenn sie schon mit ihrer ekligen Liebe Welpen in die Welt setzten.
Kyro rümpfte die Nase und genoss den Weg zu Aszira in vollen Zügen. Er schnappte sich das zuvor abgelegte Rebhuhn und hielt nach der Schwarzen, sowie der Silberfarbenen Ausschau. Es war wie heimkehren. Ein furchtbar seltsames Gefühl.
Er fragte sich, wie lange Dainas Lächeln wohl anhalten mochte. So schnell wie sie irgendwelche Schlüsse zog, konnte nichts in ihrem Leben Beständigkeit haben. Blieb zu hoffen, dass sie die Teamsache bald wieder vergaß.




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Lu, Lio, Josh, Lijenna



08.05.2010 18:30
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