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Lunar
Luciano Nacho






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Rudelnachwuchs - 1. Forum
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Rudelnachwuchs




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Kyro, Lijenna, Joshua



08.07.2010 14:02
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Lunar
Luciano Nacho






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Rudelnachwuchs (Frühling) - 06.02.2005 - 09.02.2005
Inplaydatum: 28.03.2005



Wieder sind vier Wochen ins Land gezogen und nun ist es soweit, die Welpen müssten bald auf die Welt kommen. Nyana und Eilan haben sich irgendwo zurückgezogen, ihre Entscheidung wen sie wissen lassen wo und wen nicht.


Lioku lief schon den ganzen Tag die Reviergrenzen ab. Niemand würde seinem Rudel ein Haar krümmen oder gar seinen Welpen. Er war aufgeregt, nervös und etwas gereizt. Nyana würde bald Welpen bekommen und er würde Vater. Die Welt konnte nicht schöner sein.


Tokala ging es mittlerweile besser. Ihre Wunde an der Schulter war schon fast verheilt. Es war eine glückliche Zeit für sie. Endlich hatte sie Edana wieder, solange waren sie getrennt gewesen. Die Welpen würden auch bald kommen und Tokala freute sich Aufgaben zu übernehmen. Kurz gesagt, sie war rundum glücklich und zufrieden. Tokala lag neben Edana und Kyro beim Rudel und hatte die Augen halb geschlossen. Sie genoss das glückliche Zusammensein, so konnte die Welt bleiben.


Mali war überrascht. Die Zeit verging wie im Fluge, bald würden wohl neue kleine Nervensägen das Rudel aufsuchen. Sie war schlecht gelaunt und zeigte das auch allen. Nur Ryu lächelte sie an. Dann sah sie schon wieder ein neues Gesicht.


Edana war so glücklich wie schon sehr lange nicht mehr, sie hatte endlich ihre Schwester wieder gefunden, die sie so sehr vermisst hatte. Auch das Rudel hatte sie freundlich aufgenommen, hier wollte sie für immer bleiben!


Wind stand hinter einem Baum. Sie beobachtete fremde Wölfe. Leise knurrte sie. Langsam trat sie hinter dem Baum hervor.


Mali sah einen Wolf hinter einem Baum hervortreten.

"Hey du! Wer bist den du?"

Wollte sie wissen.

"Willkommen im Revier der Wolves of Freedom. Auch wenn ich hier eigentlich nichts zu sagen hab sag ich dir, hier ist es schön und wenn du hier niemandem was tust darfst du sicherlich bleiben."

Sie lächelte, trotz ihrer schlechten Laune, die übrigens besserte sich jetzt, da etwas Unvorhersehbares passiert war.

"Und da sag ich noch was, ich heiß Mali"

Sie musterte die neue Fähe. Sie war zierlich und hübsch.



Am Fuße der Berge hatte sich Eilan währenddessen in einer kleinen Höhle niedergelassen und war angespannt und nervös. Doch wenigstens hatte sie nun ihre Ruhe. Ihren Tag verbrachte sie hauptsächlich damit ihr Fell zu säubern und zur nahe gelegenen Quelle zu gehen um etwas zu trinken. Heute allerdings schien ihre Laune den absoluten Tiefpunkt erreicht zu haben. Sie fühlte sich verlassen von aller Welt, fühlte sich träge und lag möglichst regungslos in der hintersten Ecke ihrer Höhle.


Noch gereizter als zur Ranz tigerte der schwarze Rüde in Eilans Umgebung umher. Nicht ein Geräusch ging an ihm ungehört vorbei. Keine Witterung ließ er aus. Vor allem nachdem, was vor einiger Zeit mit Nyana, na ja beinahe, passiert wäre, war er noch alarmbereiter. Immer wieder kam er auch zum Rudelplatz, so wie nun, doch Eilan wusste, dass sie nur nach ihm rufen bräuchte. Er wäre schneller da als sie 'wuff' sagen könnte. Für Eilan und den Nachwuchs würde er sein Leben geben.
Er kam am Rudelplatz an. An seiner Haltung sah man, wie gespannt er war, einem Druckkochtopf vergleichbar. Die Ohren gestellt, ein strenger, starrer Blick, mit ihm war im Augenblick nicht zu scherzen.



Tokala stand auf und sah sich um. Sie wollte den beiden trächtigen Fähen bei der Geburt bei stehen, doch sie wusste nicht, wo Nyana ihre Höhle hatte. Nur Eilans kannte sie, so lief sie langsam in den Wald zu den Bergen. Dort angekommen rief sie in die kleine Höhle.

"Eilan? Darf ich zu dir kommen?"

Tokala war aufgeregt, die Welpen würden bald kommen und sie spähte neugierig in die Höhle.



Saphir tigerte mal wieder im Wald umher. Er hatte nun seinen Racheplan gegen Lioku fertig geplant und wartete voller Ungeduld, bis die Welpen endlich geboren wurden. Klar, er hatte keine Ahnung wo die Wölfinnen sich versteckt hatten doch früher oder später würden sie mit Nachwuchs zum Rudelplatz kommen, darauf wartete er. Im Moment war er für keinen des Rudels auffindbar, auch Akira hatte wohl kaum eine Chance ihn zu finden, er achtete auch gut darauf, dass eben genau das nicht geschah. Die anhängliche Fähe war das letzte was er nun gebrauchen konnte und so hielt er sich im Moment weit weg vom Rudelplatz auf.


Chihiro ruderte im Bauch seiner Mami. Seine kleinen Pfoten traten beständig gegen alles, was da mit ihm im Bauch war, oder außen herum. Es war eng und wie er fand, war es nun endgültig an der Zeit, diesen Ort zu verlassen. Angestrengt hatte er sich in die Nähe des Geburtskanals gekämpft. Er würde erster sein, keines seiner Geschwisterchen ließ er an sich vorbei. Momentan hatte er gerade etwas die Orientierung verloren, doch das würde schon wieder werden, so schwer konnte es doch nicht sein, das Licht der Welt zu erblicken, oder doch?


Eilan blickte irritiert und geschockt auf, als Tokala am Eingang ihrer Höhle erschien. Die Neugierde der anderen Fähe warf in Eilan unvermittelt das Gefühl von Aggression hervor. Überhaupt hätte sie in diesem Moment am liebsten ihre gesamte schlechte Laune an Tokala ausgelassen, wäre da nicht dieser Schmerz in ihrem Bauch gewesen. Sie wusste nicht, ob die Wehen einsetzten oder einfach nur eines ihrer Jungen, meinte sich zu sehr bewegen zu müssen, aber sie winselte unwillkürlich leise. kurz warf sie Tokala einen weiteren Blick zu.

"Geh bitte wieder..."

meinte sie so ruhig wie möglich und wandte sich wieder sich selbst zu. Was war los? Eilan bekam es ein wenig mit der Angst zu tun, denn es war einfach alles so ungewohnt, eben eine Ausnahmesituation!



Wind sah erschrocken zu der Wölfin.

"Sie hatte mich angesprochen!"

Überlegte sie und schaute sie weiter an. Als sie wieder zu sich kam, meinte sie leise:

"Wind!"

Sie kam langsam auf die Wölfin zu.



Shayo fühlte sich nach der langen Zeit in der Gebärmutter seiner Mutter alles anderes als frei. Er fühlte sich beengt und wollte endlich ausziehen. Aber so einfach ging das nun mal nicht - da mussten schließlich auch noch seine Geschwister mitspielen und noch vieles mehr. Also versuchte er seine kleinen Beinchen ein bisschen zu bewegen und stupste an den Bauch von seiner Mami. Bald merkte er, dass er dieses Gefängnis hier nicht als erster verlassen konnte, da konnte man nichts machen - aber trotzdem: je schneller desto besser. Shayo rammelte noch ein bisschen im Bauch von seiner Mutter herum, kam dann aber langsam wieder zur Ruhe.


Chihiro drängelte gerade einen seiner Mitstreiter ab und rutschte allmählich in den Geburtskanal. Er drehte sich kurz davor noch einmal um sich selbst. Was schon schwer hier die Orientierung zu behalten. Doch nun ging es langsam aber sicher auf den Ausgang zu. Vielleicht war das drängeln doch nicht so gut gewesen, irgendwie war es darin gar nicht so schlimm und Chihiro wollte plötzlich zurück, es blieb allerdings bei dem Versuch. Nun sollte er doch zufrieden sein, er wollte ja als erster die neue Welt erreichen.


Siran konnte nicht verstehen warum seine Geschwister hier weg wollten. Es war warum und gemütlich, wer wusste schon wie es da draußen aussah? Wäre es möglich gewesen, das der kleine Welpe schon hätte denken können, könnte man sagen er war schon vor seiner Geburt ein Schwarzseher. Er wollte gar nicht hier heraus. Während seine Geschwister sich Richtung Geburtskanal bewegten, hatte er einen gemütlichen Platz am anderen Ende gefunden. Keine Macht der Welt sollte ihn hier weg bekommen.


Shayo blieb ständig im Kampf in Richtung Ausgang, doch durch irgendeinen unerklärlichen Grund schaffte er es nicht, sich vor die anderen zu drängen. kaum war er ein Stück weiter nach vorne gekommen, drängte sich einer seiner Geschwister wieder vor ihn. Das gefiel ihm überhaupt nicht. Shayo begann wieder an die Bauchwand seiner noch unbekannten Mutter zu rammen, aus Hoffnung dadurch hinauskommen zu können. Doch auch das half nicht. So gab er irgendwann geistlich auf, aber er versuchte nach wie vor sich vorzudrängeln - weiterhin ohne Erfolg.


Unruhig wuselte Sakura hin und her, immer wieder bekam sie die Pfoten ihrer Geschwister ins Gesicht, auch ihr gefiel es hier nicht mehr so gut. Alles zu eng! Wild strampelnd versuchte sie wieder sich zwischen ihren Geschwistern durch zu zwängen, aber ganz vor kam sie einfach nicht. Immer wieder stieß sie gegen die Bauchwand ihrer Mami, um so vor die anderen zu gelangen, doch es half nichts, und so verwendete sie erst einmal ihre Kräfte darauf nicht wieder nach ganz hinten gedrängelt zu werden.


Nachdem in seinen Augen alles okay war am Rudelplatz, trottete Syracus zurück. Vor der Höhle sah er mit dem vernichtenden Blick, den er in letzter Zeit drauf hatte, Tokala an. er ging an ihr vorbei, sah mit sanftem Blick in die Höhle und seufzte. Dann setzte er sich wieder davor. Der perfekte Höhleneingangssitzer bewachte also mit Adleraugen die Höhle. er wartete auf die Geburt und würde Eilan was jagen, wenn sie was brauchte.


Siska hatte sich im Laufe der Wochen zu einer kleinen Außenseiterin entwickelt. Sie hielt sich meist abseits der Gruppe und hatte gelernt sich nahezu unsichtbar zu machen, wenn sie so durchs das Unterholz schlich.
oft verschwand sie einfach für 1-2 Tage und streifte einfach durch die Natur. Sie lag am liebsten auf einem Felsen und lauschte dem Wasser, dem Winde, der Natur. Sie war eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben. Wenn sie mal einem anderen Wolf ihres Rudels begegnete freute sie sich. Sie mochte ja ihr Rudel eigentlich. Doch sie hatte es nie richtig kennen gelernt. In der Gruppe fühlte sie sich nicht wohl. Siska war einfach zu unsicher im Umgang mit anderen Wölfen.



Shayo machte eine kleine Pause um Kraft für ein neues Vordringen zu schöpfen. Mit seinen kleinen Pfötchen konnte er andere Welpen ertasten, die ähnliche Gedanken wie Shayo hegten. Er war total gespannt, wie es da draußen sein würde, wie seine Geschwister sein würden, überhaupt wie alles so ist. Er konnte er es gar nicht mehr erwarten und so drängte er sich mit neuem Mut nach vorne und eroberte sich einen Platz ziemlich weit vorne. Nur eines seiner Geschwister war besonders hartnäckig und Shayo konnte ihn beim besten Willen nicht verdrängen. Also verwendete er all seine Kraft darauf seinen Platz zu verteidigen, was nicht immer einfach werden würde.


Eilan krampfte sich jetzt in der Ecke zusammen und alles in ihr zog sich zusammen. Sie rollte sich in einander und jaulte wieder leicht auf. Dann beruhigte sie sich wieder kurz, entspannte sich wieder für einen Augenblick und warf einen kurzen Blick zum Höhleneingang, wo sie Syracus entdeckte. Doch dann setzten die Wehen ernsthafter ein. Sie zuckte bei den Schmerzen leicht zusammen.

“Oh nein...“

War alles was sie noch dachte.



Nyana hatte sich, während der letzten Wochen, eine kleine Höhle eingerichtet. Im Wald, verborgen, so das sie von niemandem gefunden werden konnte. Schon den ganzen Tag war sie unruhig und wusste, dass es bald soweit war. Seit bald zwei Stunden fand sie keine Ruhe mehr. Sie stand immer wieder auf um sich dann doch nur wieder hin zu legen.


Lioku hatte den Geruch einer Fremden ausmachen können. Mit hocherhobener Rute ging er nun auf sie zu. Sein Nackenfell war gesträubt und hätte es sich um einen Rüden gehandelt, wäre er augenblicklich auf ihn losgegangen. Unfassbar wie die Wölfe hier ein und ausgingen, als würde nicht jedem Welpen beigebracht, das man sich mit einem Heulen ankündigte, ehe man ein Revier betrat. Selbst dann war es nicht selbstverständlich aufgenommen zu werden. Die Haltung des Alphas war nicht so wie immer, sein Gesichtsausdruck war ernst und in seiner gesamten Haltung lag keine Freundlichkeit.

"Sei gegrüßt Fremde. Ich bin der Alpha hier, mein Name ist Lioku."

Er musterte sie. Es handelte sich, zu ihrem Glück um eine junge Wölfin. Sie war keine Gefahr und Lioku entschied sich, seine Gereiztheit nicht an ihr auszulassen.

"Ich bin sicher Mali wird dich ein bisschen herum führen und dir zeigen, wo sich der Rudelplatz befindet."

Sein Blick wanderte zu Mali. Sie begrüßte scheinbar grundsätzlich alle Fremden vor ihm. Ob es nun gut oder schlecht war, wollte er lieber an einem anderen Tag entscheiden.



Syracus riss sich zusammen, nicht in die Höhle zu stürmen und bei Eilan sein zu wollen. Er wusste von seiner Mutter, dass Fähen alleine werfen wollten. So bewachte er weiter mit starrem, eisernem Blick die Umgebung. Die Ohren rotierten. Er würde diese Höhle von nun an nicht mehr unbewacht lassen, niemals! Und wenn er jagen ginge, würde er einen Wolf seines Vertrauens bitten, Wache zu halten oder ihn zur Jagd gehen lassen.


Chihiro hielt nun nichts mehr zurück. Mit dem Kopf voraus rutschte er quasi in die Welt, die da auf ihn wartete. Ehe er sich versah wurde es kalt um ihn herum. Sein kleiner Körper, den er kaum von der Stelle bewegen konnte, brauchte nun seine Mami. Er quietschte so laut er konnte, besonders laut war es nicht, aber alles was der kleine Welpe schaffte. Von dem Kampf der Geburt war er erschöpft und er verspürte etwas, ein Gefühl das es für ihn bisher nie gegeben hatte. Hunger.


"Ist ja toll... Mh, komischer Name..."

Mali war durcheinander, wieso hatte die Wölfin so komisch reagiert, sie wollte doch nur mal wieder freundlich sein... Sie verstand das alles nicht. Vielleicht hatte sie sich ja verirrt, oder sie hatte Angst vor ihr. Sie überlegte, vielleicht war sie auch einfach dumm und wusste nicht was sie tun sollte. Oder sie war ängstlich. Mali gefiel der Gedanke das sie alleine, schwach und hilflos in ein Rudel "geplumpst" war.



Sharon ließ seine Mutter schon ziemlich lange warten, wohl zu lange für seinen Geschmack. Er fühlte seine ungeduldigen Geschwister um sich herum und wollte nun raus. Sharon drang ziemlich schnell vor und war als Erster draußen. Er versuchte seine Augen zu öffnen, doch es gelang ihm nicht. Im Moment fühlte er sich sehr hilflos und begann leise nach seinen Eltern zu winseln.


Wie der Zufall es so wollte, kam Ryu genau in diesem Augenblick aus dem Wald gelaufen und lief auf Lioku, Mali und die Fremde zu. Er stupste Mali liebevoll an und schleckte ihr zur Begrüßung über die Schnauze. Er sah die Fremde an.

"Hallo, mich nennt man Ryu. Ihr beide werdet doch nichts gegen die Gesellschaft von mir haben? Ich kann helfen das Revier zu zeigen."

Er sah auch seinen Alpha an, sicher hatte dieser anderes im Kopf, als hier eine Fremde zu begrüßen. Ryu nickte ihm zu, als Zeichen dafür, das Mali und er das in die Pfote nahmen.



Shayo merkte plötzlich, dass es leerer wurde und entdeckte, dass der hartnäckige Welpe vor ihm hinaus gekommen war. Nun drängte er sich schnell nach vorne, damit keiner vor ihn kommen konnte. Er stieß noch ein paar Mal um sich, in der Absicht die anderen abzuwuseln und drückte sich nun in Richtung Geburtskanal. Bald war er mitten drinnen und es gab keinen Weg mehr zurück. Plötzlich kamen ihm Bedenken. Vielleicht war es da draußen gar nicht so schön, vielleicht war es im warmen drinnen viel schöner. Doch er konnte nicht mehr umkehren. Mit ein paar Drehungen kam er schließlich heraus und sah nur schwarz. Er konnte seine kleinen Augen nicht öffnen, er fühlte sich einfach nur hilflos. Shayo gab einen leisen winselnden Laut von sich, der nach seiner Mutter rief. Er spürte ihren warmen Körper an seiner Seite und suchte mir seinem kleinen Kopf aus Instinkt die Zitzen seiner Mutter, um daran zu nuckeln.


Mali stupste Ryu an. Sie war anderer Meinung. Dann lief sie Richtung Wald. Sollte doch jemand anderes die dumme Führung übernehmen.

"Los komm"

rief sie Ryu zu. Sie betete innerlich dass er kommen würde.



Als Chihiro den Körper Eilans verließ entspannte sich diese wieder und wandte ihren Kopf sofort ihrem Neugeborenen zu. Sie wedelte jetzt wieder leicht mit der Rute und lächelte auf ihr Erstgeborenes, ehe sie es erst mit der Nase anstupste und es dann säuberte. Ein neues Gefühl machte sich in ihr breit und sie betrachtete den kleinen Welpen an ihrem Körper voller Zuneigung. Es war ein Glück, dass sie so bisher nicht gekannt hatte.

"Hallo, mein Schatz..."

Flüsterte sie dann ganz leise.



Als Sakura spürte wie auch Shayo verschwand versuchte sie noch sich an seiner Rute festzuhalten, aber schon war er weg, und so musste sie selbst, ziemlich eilig und heftig strampelnd, dafür sorgen das sie hier wegkäme. Plötzlich rutschte sie irgendwo lang, und verlor völlig die Orientierung, als sie plötzlich von Kälte begrüßt wurde. Das war sie also, die neue Welt: Kalt.

Fiepend krabbelte sie Kreise, bis sie eine der hinteren Zitzen fand, an der sie sofort gierig zu nuckeln begann, nicht ohne ihre Mutter eifrig zu treten.



Tokala hörte Eilan drinnen, wie sie ihren ersten Welpen bekam. Sie wusste, warum Eilan so reagiert hatte, sie selbst kannte es, doch wenn die Welpen da sein würden, würde sie Hilfe brauchen und die würde sie von Tokala bekommen. Sie erinnerte sich selbst an ihre eigenen Wehen und Schmerzen, als ihre Jungen kamen und war so dankbar gewesen, als ihre Mutter gekommen war und ihr geholfen hatte. Tokala beachtete Syracus' Gereiztheit nicht, auch das kannte sie von Tika Kahn. Doch sie respektierte es, das Eilan nicht wollte das sie in die Höhle kam und so entfernte sie sich, lief in den Wald.


Ryu sah Mali fast etwas entgeistert an. So unhöflich kannte er seine Gefährtin nun wirklich nicht. Er hatte auch keinesfalls vor ihrer Bitte nachzukommen.

"Nun ja, dann führe ich dich wohl alleine durch das Revier."

Meinte er freundlich. Er erinnerte sich, wie froh er doch war, dass man ihm das Revier zeigte, er würde die Neue nicht einfach stehen lassen.



Edea spürte, wie einer ihrer Geschwister verschwand. Sie wollte ihm nach, aus dieser engen Höhle hinaus. Sie robbte vor und drängte nach draußen. Endlich spürte sie, wie sie fiel, es schien ins Unendliche. Doch dann flatschte ihr Körper auf die harte Erde und sie fing jämmerlich an zu winseln. Sie spürte Hunger und ganz besonders auch Hunger nach Zärtlichkeiten.


Wind fühlte sich noch Einsamer als sonst. Doch sie ließ es sich nicht anmerken und schaute zu Mali, die Wölfin, die sie angesprochen hatte.


Mali wusste von Anfang an das es ein Fehler war irgendwie Kontakt mit Ryu aufgenommen zu haben. Sie hasste es nicht verstanden zu werden, ihre Launen nicht leben zu dürfen. Sie hasste es ihr leben einzuschränken. Aber sie mochte Ryu. sie mochte ihn sehr. Dann blieb sie stehen, drehte sich um und blieb neben Ryu wieder stehen.


Ryu drehte den Kopf zu Mali. Seine Augen leuchteten und mit einem Mal war seine Stimmung wieder die Beste. Er sah zu Wind, sie schien sich nicht besonders Wohl zu fühlen.

"Woher kommst du und was führt sich hier her?"

Er war einfach zu neugierig, warum fragte er immer wieder nach solch privaten Dingen? Nicht mal der Alpha hatte das getan, wie konnte er sich das Recht heraus nehmen, einer Fremden eine solche Frage zu stellen?



"Ich komme aus dem Schatten Wald! Mich führen meine Pfoten hier her!"

Sagte ich dem Fremden und schaute in durchdringend an.



Faramir war ziemlich verpennt und merkte gerade gar nicht so richtig, was hier eigentlich vor sich ging. Plötzlich aber fiel ihm auf das er irgendwie jetzt viel mehr Platz hatte. Er wunderte sich, es waren nicht mehr alle seine Geschwister in Mamis Bauch. Na ja, dachte er sich, schon schade das sie gegangen waren, er blieb aber hier, denn es war schön warm und bequem und nun hatte er schließlich auch genug Platz für sich. Er machte es sich an einer Gebärmutterwand bequem und wollte wieder schlafen, doch irgendwas drückte ihn in die Richtung des Geburtkanals. Er versuchte noch dagegen anzukämpfen, flutschte aber schließlich doch hinein und war nicht mehr aufzuhalten. Es war ihm höchst unangenehm das er seine warme Bleibe verlassen musste und nun auf dem Weg ins Freie war. Als er das erste Mal den harten Erdboden küsste, blendete ihn das Licht sogar durch die geschlossenen Augen, es war eiskalt und er fühlte sich schrecklich wie er so klitschnass da lag. Er winselte klagend.


Noch während Eilan sich um Chihiro kümmert machte sich die nächste Wehe bemerkbar. Sie krümmte sich erneut vor Schmerz, Vor Anstrengung, doch es ging wieder vorüber und die weiße Fähe atmete erleichtert auf. Sie brauchte einen kurzen Moment, einen Moment zum Atmen, zum Luft holen, bevor sie sich ihrer Tochter, ihrem zweiten Welpen zuwandte. Wieder stieß sie das kleine, so zerbrechliche Wesen mit der Schnauze an und schob es so leicht in Richtung ihres Bauches. Sie säuberte ihre Jungen wieder und blickte liebevoll auf sie nieder. Doch jetzt wurde Eilan müde, doch sie durfte jetzt nicht schlafen.


Yuki verstand nicht, warum sich die anderen alle so beeilten. Sie blieb ruhig am letzten Ende der Gebärmutter ihrer Mutter und boxte hin und wieder gegen die harte Bauchwand. Es waren nun schon 4 ihrer 5 Geschwister zur Welt gekommen, aber das störte sie nicht im Geringsten. Ihr gefiel es hier im Warmen, besonders, weil es mit der Zeit immer mehr Platz gab. Also machte sie keine Anstalten auch herumzudrängeln, was sie, wenn sie es versucht hätte wahrscheinlich sogar geschafft hätte und blieb dabei um sich zuschlagen und zu zeigen, dass sie sich bewegen konnte.


Akira stand hechelnd auf einer kleinen Lichtung mitten in den tiefen des Waldes. Sie war völlig außer Atem, erschöpft vom Laufen und Müde, weil sie kaum geschlafen hatte. Ihre Ohren zuckten und suchten nach Geräuschen die ihr Hinweise sein könnten. Seit zwei Tagen suchte sie nun schon nach Saphir und fand dennoch keine Spur die sie zu ihm führen könnte, keine Witterung erreichte sie, die erwies, dass Saphir sich irgendwo in der Nähe befand. Sie seufzte und legte sich am Rand der Lichtung auf den Boden. Sie musste verschnaufen.


Ryu legte den Kopf schief, als er den Blick der Fähe bemerkte. Ob sie ihm böse war, das er gefragt hatte? Etwas unsicher sah er zu Mali, doch er fasste sich wieder und lächelte die beiden Wölfinnen an.

"Dann lasst uns doch mal auf Reviererkundung gehen. Wind, du musst wissen das zwei Fähen dieses Rudels Welpen werfen werden. Die kleinen Racker werden sicher für Aufregung im Rudel sorgen."

Er freute sich, er mochte Welpen und noch nie hatte er welche Aufwachsen sehen.



Shayo bemerkte nun, dass 2 weitere Geschwister zu ihnen gestoßen waren und versuchte zu knurren, denn auch sie kamen sofort an die Zitzen. Er beanspruchte seine Zitze vollständig für sich und war seit seiner Geburt nur am nuckeln. Die warme Milch beruhigte ihn und schaffte einen Ausgleich zur kühlen Erde, aus der er lag. Er sehnte sich nach ein paar sanften Worten von seiner Mutter und drückte sich an sie. Sie war das einzige, was er in diesem Moment hatte und er vertraute ihr vollkommen, wie jeder Welpe das machen würde. Nach einer Weile konzentrierte er sich wieder auf das Saugen und drückte seine Geschwister, ihn versuchten wegzudrängen, fast schon erbarmungslos weg.


Mali ging einfach hinter Ryu her. Ihr war es egal ob wer Babys kam oder nicht. Nur den Rüden wollte die wohl lieber nicht in die Arme laufen.


Wind folgte den beiden ohne Ton. "Welpen", überlegte sie.

Wind fand die beiden Wölfe nett, doch ließ sie sich auch dies nicht anmerken. Mit ihrem bösen Blick ging sie einfach nach.



Ryu wandte sich hin und wieder zu den beiden Wölfinnen um und schenkte ihnen ein Lächeln. Womit er solch finstere Blicke verdient hatte, verstand er zwar nicht, doch hielt er sie keinesfalls für böse gemeint. Zumindest sagte er sich das immer wieder. Er führte die beiden zum Rudelplatz und sah dann zu Wind.

"Das hier ist der Rudelplatz. Unser Rudel ist recht groß musst du wissen. Aber wirklich alle hier sind nett."

Er schluckte kurz. Stimmte ja gar nicht, Saphir war das letzte, was man als nett bezeichnen konnte. Ryu wollte diesen Unruhestifter allerdings nicht erwähnen. Er machte sich sowieso meistens Rar, vielleicht verschwand er ja bald.



"Hübsch!"

Sagte Wind und schaute gleich danach zu Boden.

.oO(Wieso hatte ich das gesagt? Ich hatte es doch nur gedacht!)

Überlegte ich und schaute nicht zu den beiden Wölfin.



Ryu Blick lag auf der jungen Wölfin. Er grinste etwas. Versuchte sie etwas absichtlich so zu tun als ob es ihr hier nicht gefiel? Unbeeindruckt meinte er:

"Ja, es ist wirklich schön hier. Seit ich hier ankam ist noch nicht viel Zeit vergangen, aber ich möchte jetzt schon nie wieder fort."

Er sah zu Mali, seine Augen bekamen etwas Verträumtes. Egal was geschehen würde, nie könnte er seine Gefährtin und dieses Rudel im Stich lassen.



Alles kam ihr sehr komisch vor. Irgendwie redeten alle aneinander vorbei. Mali schaute in Ryus Augen. Sie schleckte ihm über die Schnauze und wartete ab bis er weiter sprach.


Kayuna fühlte sich wohl wo er war, er wollte nicht weg. Doch nun, wo fast alle anderen Welpen schon geboren worden waren, hielt ihn hier auch nix mehr. Es war an der Zeit die Reise in eine neue Welt anzutreten. Er zwängte sich durch den Geburtskanal nach draußen und blieb dort erschöpft liegen. Das erste was er abbekam war der Tritt von seinem Bruder. Er winselte nach Milch und der Liebe seiner Mama.


Lioku befand sich inzwischen in der Nähe der Höhle von Nyana. Er hörte seine Kleinen und war so aufgeregt das er glaubte er würde keine weitere Sekunde des Wartens überleben. Er legte sich dicht vor den Eingang und lauschte hinein. Wie viele es wohl waren? Und wie würden sie einmal aussehen? Namen, wie würden sie heißen? Lioku schüttelte den Kopf. Er musste die ganzen Fragen da raus bekommen. Nichts konnte seine Freude nun mehr zerstören.


Der Tag neigt sich langsam dem Ende. Die Dämmerung setzte bereits ein.


Kyro streifte inzwischen im Wald umher. Er hatte soeben einen Hasen verspeist und war gerade auf dem Rückweg zum Rudelplatz. Er wusste nicht wo sich seine Gefährtin rum trieb, wollte aber auch nicht nach ihr suchen. er entdeckte Siska, die dort lag. Er kannte diese Wölfin kaum. Lange hatte er sie nicht mehr gesehen, eigentlich schon ganz vergessen dass es sie gab. So lief er einfach mal auf sie zu.

"Hallo Siska, na was machst du hier so alleine?"



Sharon gelang es endlich die Augen ein wenig zu öffnen. Alles was er sah war ein verschwommenes, langsam dunkler werdendes Bild. Er ertastete sich den Weg zu den Zitzen seiner Mutter und knurrte sich den Weg dorthin frei. Er trank von der Muttermilch und fühlte wie sein Hunger gestillt wurde. Gesättigt und sehr, sehr müde schmiegte er sich an seine Mutter und seine Geschwister und fiel bald darauf in einen tiefen, traumlosen Schlaf.


Chihiro nuckelte inzwischen zufrieden an einer der Zitzen seiner Mutter. Seine Schwester bekam hin und wieder mal einen Tritt ab, aber sogar er war der Meinung, dass für 2 Welpen genügend Zitzen da waren. Inzwischen war es auch nicht mehr so kalt. Nein im Gegenteil, bei Mami war es so schön kuschelig warm und weich. Klar hin und wieder war sie unruhig, denn da waren ja noch welche in ihr drinnen, die noch gar nicht wussten, was sie hier an der Milchbar verpassten.


Edea winselte und schnaufte und saugte und schmatzte. In diesem Moment fühlte sie sich pudelwohl. Die Milch schmeckte und obwohl sie nichts sehen und nichts hören konnte, nahm sie ihre Geschwister und ihre riesige Mutter war. Immer mehr Geschwister kamen dazu, doch sie kümmerte sich nur um die Milch. Als sie endlich satt war, kroch sie wimmernd und jaulend umher, flehte laut nach Zärtlichkeiten und jemandem, der sich um sie kümmerte.


Eilan hob den Kopf und legte dann ihre Schnauze über ihre Welpen. Ihre Wehen wurden schlimmer, doch der Rest der Welpen schien sich Zeit lassen zu wollen. Angespannt, müde und gereizt, wie Eilan war, wollte sie nur noch ihre Ruhe haben. Sie schleckte nocheinmal jeden ihrer Welpen ab, wartend, auf die nächste Wehe.


Still huschte sie durch den Wald, schnell und unbemerkt, wie ein Schatten, schien sie mit der Dunkelheit unter den Bäumen zu verschmelzen. Wo Attaché gerade war wusste sie nicht, doch was ihr im Moment wichtiger war, war dass sie bloß nicht auf die beiden Mütter stieße. Was die Rüden betraf machte sie sich keine Gedanken, zumal auch die vermutlich nicht allzu friedlich gelaunt sein würden, doch die zwei Fähen würden, solange sie ihre Welpen hatten, sicher nicht zögern sie zu töten falls sie ihnen zu nahe kam. Zumindest anfangs. Sie blieb stehen und sprang auf einen großen Stein, auf den sie sich setzte, um wie eine Königin um sich zu blicken. Noch immer war sie nicht beim Alpha gewesen, und persönlich kannte sie auch nur wenige des Rudels. Natürlich, der Wind hatte ihr die Namen verraten, ihre Herkunft und ihre Geschichte, alles lag im Wind, aber sich direkt vorzustellen war natürlich etwas völlig anderes. Sie schloss die Augen und atmete tief ein, selbst hier, tief im Wald, schwang noch die Anspannung mit; in der Luft. Sie erhob sich und sprang ohne das geringste Geräusch zu verursachen von ihrer steinernen Sitzgelegenheit, die Ohren aufgestellt und die Rute freudig hin und her wedelnd - denn etwa fünf Meter vor ihr hatte ein Hase seinen Bau verlassen. Auf leisen Pfoten schlich sie näher, mit Bewegungen so sanft das kaum eine Bodenvibration entstand, und leicht geduckter Haltung. Das Tier bemerkte sie nicht, und plötzlich raste sie los, zu spät setzte der Hase zum Lauf an, schon splitterten seine Knochen zwischen den Wolfskiefern. Ein weiteres Mal bis sie zu, und schüttelte ihre Beute durch, Bevor sie sich niederließ, und sich daran machte ihr Opfer zu verspeisen.


Yuki bemerkte nach einer Zeit, dass sie auf einmal ganz alleine in der großen Gebärmutter war. Davor hatte sie das Verschwinden ihrer Geschwister sehr genossen, aber jetzt war es so einsam, sie war ganz alleine und beschloss nun doch die Reise in die andere Welt anzutreten. Sie wuselte in Richtung Geburtskanal, einem Ort, den sie zum ersten Mal erreichte, ohne weggedrückt zu werden. Sie hing zwar an dieser warmen Welt hier drinnen, aber gab sich dann doch einen Ruck und rutschte langsam durch den Geburtskanal, nicht ohne ein paar Mal die Orientierung zu verlieren. Die neue Welt, die sie erreichte war kühl und voll von Geschwistern. Yuki sah nichts, hörte nichts, aber fand trotzdem die Wärme ihrer Mutter, die mit ihren anderen Geschwistern beschäftigt zu sein schien. Sie bekam ein paar Stöße ab, als sie versuchte an eine Zitze zu kommen, aber schließlich schaffte sie es dann doch eine der äußeren Zitzen zu ergattern. Zufrieden begann sie an ihr zu nuckeln - so war sie also die neue Welt - gar nicht so schlecht!


Unruhig lief Noir über den Rudelplatz. Sie hatte mitbekommen das es bald noch andere Welpen außer Katan und ihr gab und sie wusste auch dass heute der Tag der Geburt war. Nach einer Weile lief sie zu Katan, ihre Ohren bewegten sich und zuckten oft.

"Freust du dich schon auf den Nachwuchs?"

Fragend sah sie zu Katan. Dann legte sie sich ruhig neben ihn.



Shayo hatte es im Gefühl, dass nun schon sehr viele seiner Geschwister da waren, aber er konnte nun ja weder sehen noch hören. Es wurde immer enger und der Kampf um seine geliebte Zitze wurde immer härter. Trotzdem fühlte Shayo sich sehr wohl. Er war draußen, nicht mehr so beengt wie früher, er hatte seine geliebte Mami bei sich und er hatte etwas zu essen, die warme, beruhigende Muttermilch. Seine kleinen Pfoten krallten sich fest in das Bauchfell seiner Mutter, um möglichst viel Wärme abzubekommen. Hin und wieder ließ er auch die Zitze los, aber es dauerte nicht lange da war er wieder am nuckeln, aus Sorge, jemand könnte sie ihm wegnehmen. So verging die Zeit und er hatte einen Rhythmus aus Schlafen - Trinken - Nuckeln - Schlafen, was man nicht wirklich als aufregend bezeichnen konnte.


Sora lief aufgeregt zwischen all den Wölfen hin und her. Sie wusste, dass sie das Rudel damit aufregte und nervte, aber sie konnte es nicht lassen. Sie roch in der Luft um die neuen Welpen zu riechen, aber sie konnte nichts erkennen. Am liebsten wäre sie jetzt in die Höhle gestürmt, aber sie ließ es doch besser bleiben.


Faron fühlte sich im Bauch seiner Mutter wohl. Hier war es schön warm und es gab genügend zu essen. Er spürte, dass noch 2 seiner Geschwister neben ihm lagen. Ihm gefielt das, doch Eilan ging es anscheinend anders. Er kuschelte sich an die anderen Beiden und versuchte, sich nicht an den Wehen zu stören. Was allerdings nicht so ganz gelang. Doch noch wollte er nicht aus dem warmen Bauch hinaus.


Nyana atmete einmal tief durch, als alles Welpen auf der Welt waren. Mutter zu werden war wirklich keine sehr einfache Sache! Dann begann sie, alle Welpen, einen nach dem anderen, in Richtung ihrer Zitzen zu drücken, sofern sie nicht sowieso schon dort lagen. Dann hob sie den Kopf und heulte leise nach ihrem Gefährten; nun durfte er zu ihr kommen und ihre Kinder bewundern. Liebevoll begann sie, einen nach dem anderen abzuschlecken und ihnen so den nötigen ersten sozialen Kontakt zu vermitteln. Wie sie sie wohl nennen würden? Und wie es wohl Eilan ging?


Sharon genoss die Zärtlichkeiten seiner Mutter, die ihn weckten. Er winselte kaum hörbar und bewegte langsam die Tatzen. Langsam bekam er ein Gefühl für seine Umgebung. Er spürte den Boden unter sich und auch ziemlich genau, wenn sich eines seiner jüngeren Geschwister bewegte. Seine Augen bekam er nicht auf, doch er wollte unbedingt etwas von der neuen Welt die ihn umgab sehen. Was würde ihn hier so alles erwarten?


Lioku war einen Augenblick nach dem Ruf in der Luft und drehte sich im Sprung zur Höhle um. Seine Rute wedelte hektisch hin und her und er konnte es nicht erwarten, die Kleinen zu sehen. Doch erst mal musste er wieder etwas ruhiger werden, er atmete tief ein und trat dann ruhig in die Kinderstube ein. Vorsichtig blieb er vor Nyana stehen, es war in der Höhle ohnehin schon eng, er passte kaum noch dazu. Nun sah er sie, seine Welpen. stolzer konnte ein Wolf zu keinem anderen Anlass sein. Er zählte kurz durch, wie viele es denn waren und seine Augen bekamen einen glänzenden Ausdruck. Doch dann sah er zu Nyana, neigte sich zu ihr vor und schleckte ihr einmal behutsam über die Schnauze.


Lilly bemerkte, dass da wohl schon ein paar von ihren Geschwistern nicht bei ihr drinnen waren. So eine Frechheit, die konnten da draußen schon was erleben, und das ohne sie! Empört strampelte sie, und schaffte sich so genug Platz, um in Richtung Geburtskanal zu rutschen. Angestrengt drängte sie sich weiter und rutschte so schließlich auch aus Eilans Bauch raus.
Draußen angekommen fühlte sie sich allerdings schon gleich nicht mehr ganz so vorwitzig. Ängstlich fiepte sie und versuchte, an eine Zitze ihrer Mami zu gelangen.



Stolz blickte Nyana ihren Gefährten an und lächelte.

"Es sind vier Rüden und zwei Fähen!"

Informierte sie ihn und strahlte dabei übers ganze Gesicht.

"Weißt du wie es Eilan geht?"



Lioku strahlte und konnte den Blick gar nicht von den Welpen abwenden.

"Nein, ich hoffe Syracus wird sich melden wenn alle Welpen von Eilan geboren sind, aber ich weiß nicht wo sich die Höhle befindet."

Er sah kurz zu Nyana und schnupperte dann seine Kleinen ab. Welpen waren ja so was von Süß. Zum abschlotzen. Er grinste bei dem Gedanken, doch er wollte nicht länger stören und legte sich direkt in den Höhleneingang, so dass er Nyana und die Welpen sehen konnte.



Nyana nickte Lioku zu und wünschte sich innerlich, Eilan und ihren Welpen möge es genauso gut gehen wie ihr. Glücklich schleckte sie ihren Welpen über ihre Köpfchen und wachte darüber, dass sie auf keinen Fall von ihrem wärmenden Körper wegrollten oder sonst irgendetwas passierte.


Attaché lag allein auf einem Felsvorsprung einer großen Felswand. Die Spitzen der vor ihm stehenden Tannen im Wald streiften seine Vorderpfoten. Von hier aus konnte er den See und das Wiesenland sehen. Die Sonne war gerade hinter dem Horizont verschwunden und nun zogen sich purpurne Schleier entlang der Landesgrenze und loderten wie eine Flamme am westlichen Himmelszelt. Er seufzte. Er hatte sich noch nicht sehr gut in das Rudel eingelebt, er kannte eigentlich nur Darkjania. Mit dem Alpha hatte er an Anfang auch einmal gesprochen. Dann wusste er noch die Namen von Ryu, Mali und Arashi, denn sie hatten sich vorgestellt als er ankam, aber ansonsten wusste er nichts über die Rudelmitglieder. Nicht einmal wie viele Mitglieder das Rudel überhaupt hatte. Eigentlich war es ihm auch egal. Was Darkjania wohl gerade tat? Er dachte oft an sie, allerdings gab es ja auch nicht viel anderes an das er denken könnte. Er kannte ja sonst niemanden und an seine Vergangenheit zu denken war wohl kein guter Zug. Auch die Zukunft interessierte ihn nicht wirklich, solange er nur endlich zur Ruhe kommen würde. Seine Ohren tanzten den Geräuschen nach, die ihn erreichten und seine Augen wanderten über die Waldebene.


Sora lief in den Wald und entdeckte Tokala. Neugierig sah sie sie an.

"Freust du dich auch schon so auf die Welpen? Für Nyana und Eilan wird das bestimmt manchmal ganz schön stressig, aber dann können wir ihnen ja helfen."

Sagte sie fröhlich.

"Wie die Welpen alle wohl heißen werden? Wir werden lange brauchen um die uns alle zu merken..."

Sora lachte Tokala an.



Faron merkte, wie Lilly den Bauch verließ. Alleine mit Siran wollte er jedoch nicht bleiben und eigentlich war er auch ganz neugierig auf die Welt da draußen. Also machte er es Lilly nach und rutschte ihr hinterher. Die "Neue Welt" war ihm aber doch zu kalt und er wünschte sich, er wäre in dem Bauch geblieben, aber nun war es zu spät. Instinktiv kuschelte er sich an das warme Fell seiner Mutter und hoffte, dass er bald eine Zitze finden würde.


Sakura fiepte leise auf, als sie registrierte das sich irgendetwas näherte. Wer wusste ob es ihr nicht die Zitze streitig machen würde! Noch gieriger als vorher schon begann sie zu nuckeln, wusste sich doch nicht dass ihr Vater wohl wenig Interesse daran hätte ihren Platz einzunehmen. Langsam wurde ihr wieder warm, satt und zufrieden lies sie, eher unfreiwillig, von ihrer Zitze ab, und schlief ein.


Darkjania brauchte nicht lange für ihre kleine Mahlzeit, und machte sich, nach gründlichem beknabbern der Knochen, daran sich das Blut von den Lefzen zu lecken. Hm, eigentlich hätte sie ja Attaché etwas überlassen können, daran hatte sie gar nicht gedacht. Sollte sie ihm was anderes jagen? Wo war er eigentlich? Sie lief weiter, und kam an ein paar Maiglöckchen vorbei, rupfte eins heraus und trug es im Maul mit. Wo sie nichts Essbares hatte, brachte sie ihm halt eine der ersten Blumen dieses Jahres. Lächelnd lief sie weiter, zufrieden trabend, und bald roch sie ihn schon.


Edea schmiegte sich eng an ihre Mutter und jaulte weiterhin nach Zärtlichkeiten. Es sollte endlich mal jemand auf sie achten! Sie begann an einem Haarbüschel zu ziehen und zu kauen. Ihr Winseln verwandelte sich langsam in ein ungeduldiges Maulen und sie zog noch etwas fester.


Tokala sah Sora wie eine Unbekannte an und nickte gedankenverloren.

"Ja, das stimmt."

Tokalas Gedanken waren nicht in diesem Tal, bei Sora, sondern weit entfernt in einer anderen Welt und einer anderen Zeit. Sie dachte an sich selbst und an ihre eigenen Welpen. Wo sie jetzt wohl waren? Ob es ihnen gut ging? Und wie sie jetzt aussahen? Tokala hatte sie nur noch als kleine Fellknäule in Erinnerung. Was würde sie dafür geben ihre Kinder noch einmal zu sehen. Oder wenigstens zu wissen, dass sie glücklich lebten. Ein Schluchzer entfuhr ihr und sie senkte den Kopf. Sie erinnerte sich noch so gut an den Tag, an dem ihr Waka ihre Welpen schenkte. In der dunklen Höhle und die kleinen Körper, die sich Hilfe suchend an sie drückten. Plötzlich überkam Tokala eine schreckliche Trauer und sie vergrub ihre Schnauze schluchzend in Soras Fell.



Siran dachte schon er könne endlich in Ruhe schlafen, doch es wurde auch für ihn Zeit. Gegen seinen Willen wurde er Richtung Geburtskanal gezogen. Aussichtslos, war es dagegen anzukämpfen. Irgendwann wehrte er sich dann auch nicht mehr, was sein muss, muss eben sein. Als es langsam kalt um ihn herum wurde und er plötzlich irgendwo gelandet war, wo es alles andere als schön und warm war, fing er an zu fiepen. Doch nicht für lange, bald schon, verließen ihn seine Kräfte und er schlief völlig erschöpft ein.


Nachdem auch der letzte Welpe den Bauch seiner Mutter verlassen hatte und die Nachgeburt ebenfalls ausgestoßen wurde atmete Eilan tief durch und schob all ihre Welpen an die Zitzen und schleckte jeden sorgsam ab. Sie war müde und erschöpft, doch jetzt war sie dazu auch noch einfach glücklich. Mit einem leisen Wuffen rief sie nach Syracus. Der Vater ihrer jungen sollte jetzt ebenfalls bei ihr sein und bei diesem Gedanken musste Eilan jetzt wieder lächeln. Syracus und sie waren Eltern! Vorsichtig stupste sie ihre Jungen einen nach dem anderen an die richtige Stelle.


Faron hatte mit Eilans Hilfe nun endlich eine Zitze gefunden und war jetzt zufrieden. Er nuckelte und genoss die warme Milch. Als er sich satt getrunken hatte, kuschelte er sich an seine Geschwister und an Eilan und schlief bald ein. Ganz schön anstrengend auf die Welt zu kommen! Seine Pfoten zuckten im Traum und manchmal fiepte er ein wenig.


Sora schaute erschrocken auf Tokala als diese zu weinen anfing. Was war mit ihr los?

"Was ist los? Willst du mir etwas erzählen?"

Fragte Sora vorsichtig und fragte sich im selben Augenblick ob sie das nicht anders hätte ausdrücken können. Sie schleckte Tokala über das Fell und versuchte sie irgendwie zu beruhigen.



Shayo brauchte nicht an eine Zitze gerückt werden, er hatte sich schon längst selber eine erkämpft. Er genoss aber trotzdem die Wärme und Zärtlichkeiten seiner Mutter und schmiegte sich an sie. Plötzlich bemerkte er die Anwesenheit eines weiteren Wolfes in der Höhle. Er konnte zwar weder etwas sehen, noch etwas hören, aber er spürte es einfach so. Er hob leicht seinen kleinen Kopf, aus Instinkt, denn es nützte ihm nicht. Er gab einen leisen fiependen Ton von sich, der alle Anwesenden fragend ansprach. Er war neugierig, wie es aussehen würde, da draußen, in der großen Welt. Wer war hier in der Höhle, Shayo spürte seine Ausstrahlung und fühlte sich zu ihm gezogen. War es sein Vater? Er konnte nichts gegen seine Neugier unternehmen und so kuschelte er sich in das warme Bauchfell seiner Mutter.


Yuki spürte voller Freude die Zuneigung und Zärtlichkeit ihrer Mutter und versuchte leicht mit ihrer winzigen Rute zu wedeln. Sie war die letzte in der Gebärmutter gewesen und so mussten theoretisch nun alle draußen sein, dachte sie und freute sich leise für ihre Mutter. Vorsichtig drückte sie sich an den warmen Körper ihrer Mutter und begann hungrig an den Zitzen ihrer Mutter zu saugen und nuckeln. Die Muttermilch stärkte sie und gab ihr ein gutes Gefühl. Eines musste sie feststellen, so schlecht war es hier gar nicht.


Besorgt hatte sich Syracus von der Höhle entfernt gehabt, da er Geräusche vernommen hatte, die ihm verdächtig vorgekommen waren. Nun kehrte er zurück und sah sich erneut aufmerksam um, ehe er sich zu Eilan wandte, als er die Welpen erblickte, änderte sich sein Blick komplett. Er wurde strahlend und liebevoll, doch er wagte es nicht, einzutreten. Mit Tokala würde er später noch ein Rebhühnchen rupfen, da konnte sie sicher sein. Doch im Moment betrachtete er ist leuchtenden Augen seinen Nachwuchs. Seinen, den von Eilan, dass war ein toller Moment.

"Eilan? Darf ich reinkommen? Oder soll cih draußen warten und aufpassen?"

Seine Stimme war sanft und ehrlich fragend, ihre Antwort würde er befolgen.



Tokala ließ sich fallen und steckte ihre Schnauze unter ihren Schwanz. Sie schämte sich für ihren plötzlichen Gefühlsausbruch, doch die Sehnsucht zerfraß ihr Herz. Trotzdem war sie dankbar dafür, dass Sora bei ihr war.

"Ich ... ich hatte auch Welpen, vor langer Zeit. Doch ich musste sie verlassen, als sie noch ganz klein waren. Wie gerne würde ich sie noch ein einziges Mal sehen ... "

Wieder fing Tokala an zu schluchzen, doch jetzt bekam sei sich schneller wieder unter Kontrolle und schluckte ihre Tränen hinunter. Was würde Sora von ihr denken, wenn sie ihr hier was vorheulte? Und was hätte das auch schon für einen Sinn?



Plötzlich hörte Edea eine Stimme, die so anders war, als alle anderen. Sie war stark und weich zugleich und zog sie an. Sie kroch auf schwachen Beinchen und leise wimmernd auf die Stimme zu. Einmal rutschte sie aus, doch sie wollte nicht aufgeben und schob sich weiter. Als sie zu einer Steigung kam fing sie an lauter zu wimmern, kroch aber trotzdem weiter. Sie wollte diese Stimme aufjedenfall erreichen!


Interessiert, aber zugleich besorgt sah Syracus zu dem einen Knäuel, das sich so früh schon selbstständig machte. Ziemlich mobil, die Kleine. Ohne auf die Antwort von Eilan zu warten, tappte er in die Höhle. Er nahm, ganz vorsichtig, die kleine Edea ins Maul und trug sie zu ihren Geschwistern zurück.

"Nana, immer langsam, meine Kleine... jetzt schau erstmal, dass du groß und stark wirst, ehe du da herumkrabbelst..."


Er schmunzelte. Ein Blick galt Eilan, abwartend, ob sie ihn rausscheuchen würde, oder ob er bleiben dürfte.



Eilan lächelte Syracus entgegen, während er Edea zurück an den Platz brachte, wo sie hingehörte. Zufrieden stupste sie den kleinen Ausreißer an und schleckte ihr sorgsam über das Köpfchen. Erst dann wandte sie ihre Aufmerksamkeit Syracus zu.

"Bleib hier, ja?"

Sagte sie leise und suchte seinen Blick.



Lioku lag noch eine Weile im Höhleneingang, dann erhob er sich fast geräuschlos. Kurz würde er seine Liebsten alleine lassen und so lief er ein Stückchen in den Wald. Eigentlich wollte er dem Rudel die Geburt der Welpen verkünden, doch dazu musste er erst von Syracus wissen, ob seine Jungen ebenfalls das Licht der Welt erblickt hatten. Da er seinen Freund öfter in der Nähe der Berge gesehen hatte, machte er sich dort hin auf den Weg. So wirklich wollte der Alpha nicht stören, aber er wollte seine Freude über den Nachwuchs in die Welt hinaus heulen. Als er näher an den Bergen war, rief er nach Syracus und wartete auf eine Antwort des Rüden. Weiter würde er sich nicht nähern, das stand ihm nicht zu.


Sora schleckte Tokala noch einmal über das Fell.

"Ich kann dich gut verstehen... Es muss schrecklich sein, seine eigenen Welpen vielleicht nie mehr zu sehen. "

.oO(Hoffentlich wird Tokala ihre aber eines Tages treffen.)

Sora lächelte Tokala aufmunternd an.

"Wenn du dir ganz stark wünschst, dass du sie mal triffst, dann wirst du sie auch treffen! Ich bin mir sicher!"

,sagte Sora.

"Deine Welpen wollen dich bestimmt auch wieder sehen. Wenn alle das wollen, dann muss das doch klappen!"



Tokala lächelte Sora zu.

"Ja, vielleicht hast du recht ... irgendwann."

Sie war froh, jemanden, wie Sora als Freundin zu haben. Sie schleckte ihr über die Schnauze und richtete sich dann wieder auf. Sie wollte sich von den traurigen Gedanken ablenken und lieber irgendetwas unternehmen. Fragend sah sie Sora an.



Als Edea plötzlich in die Luft gehoben wurde quietschte sie erschrocken auf, dann aber wurde sie schon wieder abgesetzt. Jetzt war sie ganz nahe bei diesem ausergewöhnlichen Wolf und sie schmiegte sich an seine Beine. Leise brummelte sie zufrieden vor sich hin und drückte sich noch fester an ihren Vater, ganz so, als wollte sie sagen: "Du darfst nie wieder gehen!"


Mali schaute auf Ryu. Er war irgendwie verunsichert, aber sie wusste nicht wieso. Als ihr Blick auf Wind schweifte, dachte sie dass sie das alles ziemlich langweilig fand. Das machte sie traurig. Da waren nun schon mal welche die ihr alles zeigen wollten. Oder auch nicht, aber jedenfalls hätte sie etwas interessierter sein können. Sie meinte dann zu Ryu:

"Komm, gehen wir durch den Wald zum Fluss, das ist sicher lustig. Kommst du Wind?"

Ihr Blick wanderte von Ryu zu Wind.



Ryu schleckte Mali über die Schnauze. Auch er ließ seinen Blick auf Wind, der Wölfin die so jung und schüchtern war, ruhen. Ob sie in ihrer Vergangenheit vielleicht etwas Schreckliches erlebt hatte? Doch der Rüde würde nicht mehr Fragen, wenn Wind ihm irgendwann davon erzählen wollte, würde sie es sicher tun. Er stupste sie an und sah dann lächelnd zu Mali.

"Gut, lasst uns zum Fluss gehen."

Er war fast sicher das Wind ihnen folgen würde und er begann Richtung Fluss zu laufen. Bestimmt war er mit Eis bedeckt. Eine schöne Gelegenheit etwas Spaß zu haben.



Siran, der letztgeborene des Wurfes, lag immer noch schlafend in das Fell seiner Mami gekuschelt. Er war bedeutend kleiner als seine Geschwister und nach der Geburt so erschöpft gewesen, das er augenblicklich einschlief. Nun wurde er wach, versuchte an eine der Zitzen von Eilan zu kommen. Es kostete ihn all seine Kraft, doch er konnte etwas Milch ergattern. Würde er nichts trinken waren seine Überlebenschancen gleich null.


Shayo wurde müde von den Kämpfen mit seinen Geschwistern um die Milch und ließ langsam locker. Er war total satt - er hatte schließlich bisher die ganze Zeit nur gesaugt und genuckelt. Er versuchte sich zusammenzurollen und drückte sich an den Bauch seiner Mutter und hoffte niemand zu stören. So verfiel er langsam dem Schlaf und wachte hin und wieder auf um doch wieder etwas zu trinken. Er konnte immer noch weder sehen noch hören und das störte ihn ein wenig. Er wollte wissen wie alles aussah, wie viele Geschwister er hatte und so weiter. Er stellte sich alles in schillernden Farben vor, aber war nicht wirklich von seiner Vorstellung überzeugt. Mit einem Kopf voller bunter Gedanken schlief Shayo wieder ein.


Syracus strahlte förmlich vor Glück, als er sich neben Eilan legte und somit ihren Halbkreis um die Welpen schloss, so konnte keiner entkommen und Eindringlinge müssten erst einmal an ihm vorbei. Davon abgesehen, dass es, wenn man außen reinschaute, nun einfach eine schwarze Höhle war. Als er seinen Name hörte, schreckte Syracus auf. Der Schwarze erhob sich und trat hinaus. Was war denn? er erkannte Lioku und tappte etwas weg, auch wenn er ihm voll vertraute, Eilan sollte ihr kleines Geheimnis behalten dürfen. Syracus wuffte Lioku zu, wo er war und sah ihn dann an.

"Was ist denn, Alpha?"



Als Edea spürte, wie ihr Vater ging, jaulte sie auf und wollte ihm hinter her. Warum ging er? Sie winselte, doch gleichzeitig wurde sie so müde. Mitten in der Höhle schlief sie ein mit den Gedanken bei ihrem Vater.


Sora merkte, dass Tokala wieder ein bisschen bessere Laune hatte und das machte sie fröhlich. Sie lächelte Tokala an und sagte dann:

"Siehst du Mali, Ryu und Wind da vorne? Sollen wir ihnen einfach mal folgen? Aber so dass sie uns nicht sehen und riechen und dann springen wir aus einem Gebüsch und erschrecken sie! Okay?"

Sora grinste Tokala an, sie hatte richtig Lust andere mal wieder ein klitzekleines bisschen zu ärgern.

"Das macht bestimmt Spaß!"



Lioku entdeckte nun Syracus und ließ rutewackelnd auf ihn zu. Er hatte die Haltung des Alphas nicht angenommen und tappte wie ein ganz normales Rudelmitglied daher. Die Neugierde stand ihm ins Gesicht geschrieben und er sah Syracus interessiert an.

"Und, bist du auch schon Papi?"

Seine Rute begann noch mehr zu wedeln, seine Augen funkelten vor Glück.



Faron kuschelte sich an seine Geschwister. Er fiepte ein paar mal, stand dann auf und versuchte über die anderen Welpen zu klettern. Das funktioniert nicht ganz und er rutschte ein paar mal ab. Erschöpft legte er sich wieder hin und kuschelte sich an seine Mama. Dort war es schön warm und er schlief wieder ein.


Nyana blickte ihrem Gefährten kurz hinterher wie er die Höhle verließ; bestimmt wollte er nach Syracus und Eilan schauen. Dann wandte sie sich wieder ihren Welpen zu, besah sich einen nach dem anderen ganz genau. Wulf sei dank sahen sie alle recht kräftig aus; das war ihre größte Angst gewesen, dass einer der Welpen schon die ersten Stunden nicht überleben könnte. Doch sie sahen alle gesund aus. Glücklich wachte sie weiter über ihre Kinder.


Das Glänzen seiner Augen sprach Bände, doch er fasste es auch in Worte.

"Ja, bin ich... Eilan hat ihre Welpen auch schon bekommen..."

Zu mehr Worten war er gerade nicht im Stande. Er sah ihn wedelnd an, dann zur Höhle. er wollte Eilan nicht zu lange alleine lassen. Und 2 Wolfskörper spendeten mehr Wärme als einer. Auch wenn es der mütterliche war. Er wollte auf seinen Wurf gut Acht geben und mal ganz genau durchzählen, wie viele des eigentlich waren.

"Und, bei euch auch alle Welpen gesund?"



Lioku lächelte. Die Situation war schon höchst eigenartig. Zwei Wölfe die unglaublich glücklich einander gegenüber standen und für die die Welt nur noch ein Paradies war.

"Das werden wir noch sehen, bis jetzt geht es allen gut."

Er grinste.

"Ich möchte ein Heulen anstimmen, damit auch der Rest des Rudels weiß, das die Welpen da sind. Hättest du ein wenig Zeit mich zu begleiten?"

Der Alpha wollte auf die nahe gelegene Anhöhe und hätte seinem mit-vati-gewordenen Freund gerne dabei gehabt.



Syracus seufzte. Er sah zur Höhle zurück, aber er nickte.

"Gut.. ich sag nur Eilan bescheid, sie soll auf sich aufpassen, dann komm ich mit..."

Gesagt, getan. Der Schwarze wuffte in die Höhle hinein, dass er kurz mit Lioku dem Rudel die Welpen verkünden würde. Dann trat er, an der Seite seines Alphas, den Weg zu dieser Anhöhe an. Um allen zu verkünden, das Welpen geboren waren.



Lioku hopste hibbelig neben Syracus her, ob er sich je wieder beruhigen würde? Wollte er aber gar nicht, wenn er darüber nachdachte. Als er mit Syracus die Anhöhe erreichte, ließ er den Blick über sein Revier schweifen. Ein kurzer Blick galt noch Syracus, dann hob er die Schnauze zum Himmel. Sein Heulen erklang und wurde vom Wind bis weit über die Reviergrenzen hinaus getragen. Er verkündete der Welt dass er Vater geworden war. Doch nicht nur er, er heulte auch die Geburt von Syracus Welpen in die Welt hinaus.


Bald hoben sich auch noch andere Schnauzen zum Himmel und bald heulte das ganze Rudel mit Syracus und Lioku, die oben auf der Anhöhe standen.





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Kyro, Lijenna, Joshua



08.07.2010 14:13
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Lunar
Luciano Nacho






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Wolfsträumer (+)

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Plot 11: Rudelnachwuchs # 06.02.2005-09.02.2005
Lioku: 9
Eilan: 8
Syracus: 8
Mali: 8
Shayo: 7
Ryu: 7
Tokala: 6
Edea: 6
Wind: 6
Nyana: 5
Sora: 5
Chihiro: 4
Faron: 4
Sakura: 3
Sharon: 3
Yuki: 3
Siran: 2
Edana: 1
Saphir: 1
Noir: 1
Darkjania: 1
Attaché: 1
Siska: 1
Faramir: 1
Akira: 1
Kayuna: 1
Kyro: 1
Lilly: 1

Gesamt: 105




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Kyro, Lijenna, Joshua



15.08.2010 14:01
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