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Lunar
Luciano Nacho






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Neue Freundschaften - 1. Forum
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Neue Freundschaften




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Kyro, Lijenna, Joshua



15.05.2010 18:07
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Lunar
Luciano Nacho






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Wolfsträumer (+)

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Neue Freundschaften (Winter) - 06.10.2004 bis 12.12.2004
Inplaydatum: 08.12.2004



Ruhe kehrte ein, das Rudel war zur Jagd aufgebrochen. Lange konnte man ihnen noch hinterher sehen, doch nun waren sie hinter den Hügeln verschwunden. Schiriki legte sich vor die Höhle und ließ die Welpen mal machen. Er würde darauf achten das sie sich nicht in Gefahr brachten und das sie sich in seiner Nähe aufhielten, so wie der Alpha es gesagt hatte. Die drei Hasen vom Vortag waren noch übrig und würden die drei sicher eine Weile beschäftigen.

Shita lief auf leisen Pfoten durch den Schnee. Sie schleckte sich über die Lefzen, gerade hatte sie zwei Hasen verputzt und war nun einigermaßen gesättigt. Sie war noch sehr jung, ihre Mutter hatte sie aber schon verjagt, da sie alt genug war alleine klar zukommen. Ihre Mutter war schwanger und Shita wusste das es für sie schon schwer genug war sich selbst zu ernähren. Der Geruch von Wölfen stieg ihr in die Nase. Eigentlich hatte sie gedacht, dass das ganze Rudel gerade eben verschwunden war und sie zukünftig ihre Beute nicht mehr mit den schnellen Läufern teilen musste, doch da hatte sie sich wohl getäuscht. Die Schneeleopardin seufzte, wäre ja auch zu schön gewesen. Doch eigentlich hatte sie noch nie einen Wolf gesehen, immer nur gewittert, sollte sie mal schauen wie die so aussahen? Die Neugierde der jungen Katze war geweckt und schon machte sie sich auf den Weg.


Plötzlich erreichte Schiriki ein fremder Geruch. Ein bedrohlicher Geruch. Er sprang auf, lief zu den Welpen und blieb witternd neben ihnen stehen. Er roch eine Jägerin mit leisen Pfoten. Sie war ganz in der Nähe. Doch der Blutgeruch der noch an ihr haftete ließ ihn darauf schließen, dass sie bereits gegessen hatte und satt genug war, um die Welpen nicht anzugreifen. Trotzdem blieb er stehen und behielt seine Umgebung im Auge.


Shita bemerkte, dass der Wolf sie bemerkt hatte. .oO(Was soll’s?) dachte sie, .oO(alleine wird er mich schon nicht angreifen.) Langsam trat sie aus dem Gebüsch hervor. Mit geschmeidigen Bewegungen lief sie auf den Wolf zu.

"Ich grüße dich, Schneller Läufer! Sorge dich nicht, ich komme nicht um euch etwas zu tun."


Ihre Schwanzspitze zuckte etwas nervös. Auch ihr Blick ließ nicht darauf schließen, dass es die Wahrheit war, die sie sprach.


Valfaris schlich durch den Wald , auf der suche nach Beute. Nach langem Suchen konnte er nichts entdecken, doch schon als er mit der Nahrungssuche begann, kam ihm ein Geruch in die Nase, mit dem er nicht recht wusste, was er tun soll. Er gab es vorerst auf und folgte dem merkwürdigen Geruch. Als Valfaris ihm folgte, überlegte er sich, dass es vielleicht eine Bärenart seien könnte. Also schlich er vorsichtiger weiter. Schon bald sah er, wen er die ganze Zeit witterte. Es war eine Schneeloepardin. Dahinter sah er einen Wolf, der sie ernsthaft anstarrte. Valfaris hüpfte hinter dem Gebüsch hervor.

"Hallo!"
,

sagte er bloß und ging auf den Wolf zu. Nun viel ihm auf, dass der Fremde scheinbar Welpen bei sich hatte, denn er versuchte etwas zu verbergen.

"Keine Angst, ich tu deinen Welpen schon nichts."


Gelassen ging Valfaris auf ihn zu. Er hoffte, der Wolf würde ihn nicht angreifen, doch er roch keine weiteren Wölfe, von daher war er sich sicher, dass er ihn nicht allein angriff.


Shita fuhr herum und fauchte, als da plötzlich ein weiterer Wolf aus dem Gebüsch sprang. Sie sah ihn misstrauisch an und begutachtete danach die Gegend. Es konnte ja gut sein, dass da noch irgendwo andere Wölfe waren und es sich hierbei um eine Falle handelte, doch sie entdeckte niemanden. Etwas verunsichert sah die junge Schneeleopardin zwischen den Wölfen hin und her.


Valfaris sah zu der Schneeleopardin herüber.

"Was ist denn? Ich bin ein freier Wolf ich gehöre zu keinem Rudel, wenn es das ist was dich stört."

Dann sah er wieder zu dem Fremden und wartete auf eine Antwort. Valfaris behielt die Schneeleopardin im Blickwinkel, damit sie ihn nicht plötzlich angriff.


Völlig verwundert starrte Schiriki den merkwürdigen Fremden an.

"Wer bist du, fremder Wolf? Und du, Läuferin mit leisen Pfoten, wie ist dein Name?"


Schützend stellte er sich vor Noir und begutachtete misstrauisch die beiden Fremden. Sollten sie etwa verbündet sein? Würden sie ihn angreifen? Ein kleiner Wolf, wie er hätte keine Chance gegen eine Leopardin und einen ausgewachsenen Rüden.


Shita streckte sich und sah dann den kleineren der beiden Rüden an.

"Mein Name ist Shita, werter schneller Läufer."

Sie spürte seine Unruhe und genoss sie irgendwie. Sie zeigte ihr, dass er Respekt vor ihr hatte. Dennoch wollte sie es natürlich nicht auf eine Feindschaft anlegen.


Noir hatte noch nicht richtig mitgekriegt was passiert war, sie lugte zwischen den Beinen von Schiriki zu den zwei Fremden. Langsam lief sie vorwärts und versuchte ein gefährliches Knurren von sich zu geben, das in einem jämmerlichen Maunzen endete. Da das nicht geklappt hatte, stellte Noir sich wenigstens in Kampfstellung. Sie hatte schon oft genug ihrer Mutter beim Kämpfen zu geschaut, um sich zu beschützen, falls die beiden angriffen, glaubte sie zumindest! Noir hatte gehofft, das Lioku kam, aber er kam nicht.


Shita sah die kleine Wölfin an und grinste schelmisch.

"Na, na, na, wer wird denn so unhöflich sein?"

Ihr Schwanz zuckte nervös und sie war sich nicht so sicher ob es so gut war sich diese Wölfe mal aus der Nähe anzusehen.


Noir wagte noch einen Schritt und versuchte dann mutig zu sagen:

"I-I-I-Ich b-b-bin N-N-Noir u-u-und d-d-das i-i-ist S-S-Schiriki"

Puh, sie hatte es geschafft, es war zwar nicht gerade mutig gesprochen, doch sie hatte wenigstens etwas aus ihrer fast ganz zu geschnürten Kehle bekommen.


Schiriki machte einen Schritt auf Shita zu.

"Warum bist du hier?"

Er klang neutral, eher mit einem Hang zum Freundlichen hin. Er wusste nicht genau, ob von ihr Gefahr ausging, doch irgendetwas sagte ihm, dass seine Vorsicht unnötig war und er setzte sich leicht verspannt. Neugierig sah er Shita an.


Shita setzte sich in den Schnee.

"Nun, ich weiß nicht, Neugierde? Ich wollte mir ein paar der Schnellen Läufer aus der Nähe ansehen."

Sie sah ihn aus ehrlichen Augen an.


"Macht sich deine Familie nicht sorgen um dich?"

Schiriki sah sie schief an.

"Oder bist du ganz allein?"

Für einen Wolf war es sicher eine absurde Vorstellung alleine zu leben, aber er hatte schon mal davon gehört, dass manche Jäger auf leisen Pfoten Einzelgänger sein sollen.


Noir setzte sich neben Schiriki und verfolgte jede einzelne Bewegung der Fremden. Noir hatte nicht mehr so viel Angst und fragte die Schneeleopardin ohne einen Ton Angst in der Stimme:

"Warum bist du alleine?"


Dann drehte ich mich zu dem Fremden und sagte:

"Willst du in unser Rudel? Weißt du unser Alpha ist grade nicht da!"

Erst als sie den Satz ausgesprochen hatte, fiel ihr auf, was sie gesagt hatte, nun wussten die Fremden dass der Alpha fort war und wer weiß, wann sie dann angriffen! Also ergänzte sie schnell:

"Er müsste aber jeden Moment wieder kommen!"


.oO(Schön wenn’s so wäre) dachte sie.


Valfaris lauschte erst bloß dem Gespräch. Es wunderte ihn, dass der andere Wolf den Welpen ungehindert und ungeschützt lies.

"Du hattest mich gefragt wie ich heiße, äh Schiriki? Mein Name ist Valfaris. Sind noch weitere Wölfe hier?“

Er legte seinen Kopf leicht schief und blickte zu der kleinen Welpin herunter die leicht zitterte.


Schiriki legte liebevoll eine Pfote um Noir und sah dann Valfaris an.

"Nein unser Rudel ist auf einer großen Jagd außerhalb des Reviers! Was führt dich hierher? Suchst du ein Rudel?"


Noir sah hoch zu Schiriki, er hatte anscheinend alle im Griff, doch brannte in ihr diese Frage, ob einer der beiden Dizzy oder Sharian gesehen hatte, da sie seit Stunden nicht mehr auf dem Rudelplatz erschienen waren! Noir hatte Angst um ihren großen Bruder und um Dizzy, da sie ziemlich oft mit ihr spielte. Schiriki hatte ihre Gedanken gelesen, das fand Noir gut, denn sie hätte wahrscheinlich eh Nichts rechtes aus ihrer Kehle gekriegt. Jetzt schaute sie abwechselnd zu den zwei Fremden.


Shita sah Schiriki an.

"Familie? Sorgen? Ha! Es leben nicht alle in Rudeln so wie ihr schnellen Läufer! Ich bin eine Einzelgängerin so wie alle meiner Art. Hmm, meinte Mutter hat mich fortgejagt, so wie es alle Leopardinnen mit ihren Jungen tun, wenn diese alt genug sind. Und mein Vater, unwahrscheinlich das ich ihn je kennen lernen werde. Geschwister, auch nicht, die haben sich in andere Gebiete aufgemacht."

Sie sah Noir listig an. Welch Freude es doch machte, anderen Angst zu machen, ohne wirklich etwas dafür zu tun.


Noir merkte, dass es Shita Spaß machte ihr Angst zu machen und daher sagte sie leise:

"Meine Mutter ist gestorben und meinen Vater werde ich wahrscheinlich auch nie kennen lernen!"

Was Noir sagte machte sie traurig und sie fragte sich, ob sie ihre Mutter je wieder sehen würde.


Noirs plötzliche Niedergeschlagenheit spürend rieb Schiriki sanft seinen Kopf an ihr. Er fürchtete Shita nicht, doch es missfiel ihm, dass sie Spaß daran hatte, andere in Angst zu versetzen. Seine Miene wurde mehr und mehr missmutig, fast schon aggressiv. Die Augen auf der Leopardin ruhen lassend, fuhr er mit seiner Zunge durch das Fell des Welpen, der zwischen seinen Pfoten saß.

"Danke!"

Flüsterte Noir leise zu Schiriki und verdrängte die Gedanken an ihre Mutter.


„Oh ja, das bin ich! Schade, dass deine Alphas nicht hier sind, ich würde mich euch gern anschließen. Im Übrigen sind mir keine Welpen in der Umgebung aufgefallen.“

Valfaris sah etwas böse zu der Leopardin. Er hasste es, wenn man Welpen nicht sorgsam behandelte. Vorsichtig setzte er sich hin und starrte weiterhin Shita an.


„Mein Bruder und meine Spielkameradin war verschwunden.“

Traurig schaute Noir zu Shita und hoffte, dass sie einen der beiden, am besten beide, gesehen hatte.


Schiriki wand sich Valfaris zu.

"Bleib doch solange unser Alpha wieder hier ist. Er wird dich sicher im Rudel aufnehmen"

Schiriki fürchtete Valfaris nicht. Er war zwar ein ganzes Stück größer als Schiriki, doch falls er ihn wirklich in den Rücken fallen sollte, würde Schiriki sich trotzdem wacker schlagen. Außerdem war ihm ein bisschen Gesellschaft recht, dann musste er Noir nicht mit auf die Jagd nehmen. Zwar hatte er sie gern um sich, aber auf Beutekurs war sie manchmal ein wenig hinderlich.


"Okay, wenn es dir nichts ausmacht geh ich in die Höhle."

Valfaris stand wieder auf und ging in die Höhle, kurz warf er einen Blick auf die beiden, dann lege er sich hin und döste etwas. Gerade als er fast eingeschlafen wäre, kam ihm der Geruch von Rehen in die Nase. Er blickte auf und schnupperte, um heraus zu finden, von wo der Geruch kam. Gähnend stand er erneut auf und ging aus der Höhle.

"Ich werde Rehe jagen gehen!"


Shita grinste Valfaris an, bei seiner Unwissenheit über die Beutetiere hier.

"Hier wirst du sicher keine Rehe finden! Es gibt ihr nichts was größer als ein Hase ist."

Sie erhob sich und streckte sich. Dann sah sie die beiden Wölfe unternehmungslustig an, doch plötzlich spielten ihre Ohren nervös. Sie sah sich suchend in den Büschen um. Jemand war hier und beobachtete sie. All ihre Sinne sagten ihr, hier lauerte Gefahr!


Schiriki bemerkte Shitas Unruhe und schärfte ebenfalls seine Sinne. Was war los?

"Noir, lauf in die Höhle, sofort!"

Flüsterte er. Er lauschte angespannt.


Noch bevor der kleine Welpe reagieren konnte wurde er von Shita ins Maul genommen. Mit großen kräftigen Sprüngen verschwand die Katze in der Schneelandschaft. Doch Schiriki und Valfaris hatten kaum Zeit sich lange zu wundern. Mit lautem Gebrüll trat ein Bär aus jenem Gebüsch, auf das Schiriki bis eben noch geschaut hatte. Die beiden hatten keine Wahl, sie mussten den Bär, der wohl irgendwie aus seinem Winterschlaf geweckt worden war, von der Höhle und so vor den anderen Welpen weglocken.


Noir hatte Angst, Shita hatte sie fest am Hals genommen.

"Stopp!"

Schrie sie zu Shita hoch.

"Die anderen sind noch in der Höhle!"



Panik. Viele Dinge schossen Schiriki durch den Kopf. Sharian und Dizzy waren noch in der Höhle! Sie mussten den Bären weglocken. Schiriki wusste nicht, ob Valfaris wusste was zu tun war, doch auch er war sich nicht sicher. Er war bereit alles zu riskieren. Er sprang auf den Bären zu und biss ihm ins Bein so fest er konnte. Allerdings ließ er ihn auch sofort wieder los und lief davon. Er hoffte dass der Bär ihm folgen würde.


Als Valfaris losging, hörte er etwas im Gebüsch rascheln, dachte sich aber nichts. Im nächsten Moment stand ein Bär neben ihm. Valfaris sprang weg und sah wie Shita blitzschnell Noir schnappte und wegrannte. Er stellt sein Nackenfell auf und knurrte den Bär bösartig an. Der schlug mit seinen Pranken um sich und Valfaris versuchte so gut es ging auszuweichen. Als er von Schiriki ins Bein gebissen wurde war er irritiert. Das nutzte Valfaris aus und bis dem Bären in die Kehle. Gleich darauf bekam er eine Pranke an den Kopf und verlor das Bewusstsein.


Der Bär war so sauer, dass es ihm völlig egal war aus welchem Grund Schiriki ihn weglocken wollte. Wütend setzte er dem kleinen Wolf nach. Immer wieder brüllte er los, während er dem Rüden hinterher lief.


Shita hörte den Bären und dachte nicht daran anzuhalten. Auf den Protest von Noir reagierte sie nicht, antworten ging ja nicht mit dem Welpen im Maul.


Jeanne schlich durch den dicken Schnee. Da erkannte sie ein fremdes Revier. Sie knurrte. Niemand war zu sehen. Der tiefe Schnee reichte ihr bis zum Rumpf. Da witterte sie auch schon Wölfe und wuffte leise.


Immer wieder sah Schiriki zurück, ob der Bär ihm noch folgte. Er war schnell und Schiriki musste sich wirklich beeilen. Als er glaubte weit genug von der Höhle weg zu sein, machte er einen gewaltigen Satz zur Seite, in das verwucherte Unterholz. Er lief weiter und hoffte dass der Bär hier nicht in der Lage war ihm zu folgen. Als er zurück sah, konnte er den Bären nicht entdecken, also trabte Schiriki erleichtert weiter Richtung Höhle zurück. Als Schiriki wieder bei der Höhle ankam, konnte er dort nur den bewusstlosen Valfaris sehen. Es begann zu schneien. Am Anfang noch leicht, dann immer stärker. Wenn Schiriki in die Höhle geht wird er sie verlassen vorfinden.


Noir zappelte wie wild herum, ihre Pfoten ruderten, doch es half nichts, Shita wollte sie nicht los lassen. Nach einer Weile war sie so erschöpft, dass sie einfach nur noch in ihrem Maul hing und sich nicht bewegte.


Jeanne schritt weiter durch den tiefen Schnee. Keine Wolfseele zu sehen, doch sie witterte viele Wölfe. Sie heulte auf, hoffend auf eine Antwort.


Schiriki lauschte. Er hatte das Heulen gehört und antwortete:

"Tritt ein in unser Revier"

Danach lief er zur Höhle zurück, um nach den Welpen zu sehen.


"Ein Willkommenszeichen!"

Dachte Jeanne sofort und folgte den Gerüchen. Als sie einen Wolf sah, der in eine Höhle rannte, versteckte sie sich hinter einem Busch. Nach einer Weile sprang sie hinaus und stellte sich vor die Höhle.


Schiriki sah zu der Wölfin, die vor der Höhle stand und lief zu ihr hinaus, bevor ich nach den Welpen gesehen hatte. Ich begrüßte die Fremde und fragte, was sie hier wolle.

"Ich komme um mich euch anzuschließen!",

Sagte Jeanne kurz und schaute den Wolf an. Er sah nett aus. Sie musterte ihn eine Weile.

"Unser Alpha ist zurzeit auswärts, aber du kannst bleiben. Er wird dich sicher aufnehmen!"

Schiriki lächelte die Fremde an.

"Wie heißt du?"


"Jeanne!"

Sagte Jeanne höflich und lächelte zurück.

"Und wer bist du?"


Noir schaute hoch und fragte leise:

“Wann gehen wir zurück ? Der Bär ist bestimmt schon weg!"


Schiriki grinste keck.

"Ich bin Schiriki! Du bist nun schon der zweite Wolf, der hierher kam seit mein Alpha weg ist, aber ich bin überzeugt, dass er euch aufnehmen wird!"

Schiriki hoffte, dass Lioku und die anderen bald zurückkehren würden, obwohl es nun nicht mehr so einsam war, mit zwei neuen Freunden.


Noir überlegte, ob Schiriki sie suchte. Er hatte die Aufgabe sie zu beschützen und nun war sie im Maul einer Schneeleopardin gefangen. Schiriki dachte an Noir. Shita hatte sie mitgenommen. Er kannte Shita zwar nicht besonders, aber er vertraute ihr irgendwie. Sicher würde sie Noir heil zurückbringen.


Langsam wachte Valfaris auf. Er versuchte auf zu stehen, doch er brauchte eine Weile, da sein rechtes Bein taub war. Humpelnd suchte er zurück zur Höhle. Als er ankam, konnte er einen Fremden erkennen, doch keinen Bär. Er humpelte zu ihm und begrüßte ihn:

“Hallo Fremder, ich bin Valfaris und wer bist du?“

Jetzt stellte Valfaris erst fest, dass der Fremde eine Fähe war. Er musterte sie genau.


Shita lief durch den verschneiten Wald. Sie ignorierte die kleine, immerhin konnte sie ihr ja schlecht antworten, doch sie war bereits auf dem Weg zurück, sie nahm nur einen anderen, als den, den sie gekommen waren. Ihr stieg der Geruch einer fremden Wölfin in die Nase. So langsam wurden es zu viele, nun würde sie bei einem Kampf den Kürzeren ziehen. Noch ehe sie weiter überlegen konnte, erreichte sie die Höhle und da kein Bär zusehen war setzte sie Noir ab.


Noir war froh wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Schnell lief sie zu Schiriki, der eine Fremde begrüßte. Sie sagte höflich:

"Hallo und willkommen bei den Wolves of Freedom! Ich bin Noir und du?"

Sie setzte sich neben Schiriki in den Schnee und fragte ihn neugierig:

"Sind Dizzy und Sharian noch in der Höhle?"


Shita sah der kleinen Welpe nach und setzte sich dann, jene Fremde musternd.

"Ich bin Shita, falls es dich interessiert."

Meinte sie dann, während sie die Wölfin ansah. Ihr langer Schwanz zuckte nervös und sie schien immer noch zu lauschen, ob da nicht vielleicht doch irgendwo ein Bär war.


Noir sah Shita an dann lief sie zu ihr hin und fing an sich mit ihr zu unterhalten! Vielleicht war die Schneeleopardin ja doch ganz nett.


Shita sah zu der kleinen Wölfin. Dann schmiss sie sich vor den Pfoten der Kleinen in den Schnee. Sie wusste nicht, wie Wölfe spielten, doch vielleicht hatte die Welpe ja Lust mit ihr zu raufen.


Noir stellte sich in Spielstellung und sah Shita herausfordernd an und sprang dann plötzlich auf sie zu.


"Ich bin noch nicht dazu gekommen nach ihnen zu sehen. Noir, aber ich werde es tun!"

Rief Schiriki der Kleinen zu und verschwand in der Höhle. Zwar war es dunkel, doch es war jedes Geräusch und jede Bewegung leicht vernehmbar. Zwar war die Höhle recht groß, doch es beunruhigte ihn, dass er die Welpen im vorderen Teil nicht vorfand. Er durchforstete die Höhle bis in den letzten Winkel, schließlich trat er mit gesenktem Blick wieder ins Freie.

"Sie sind weg."


Sofort hörte Noir auf mit dem Gelaber und rannte in die Höhle sie war leer eindeutig. Sie rannte hinaus in den Wald und rief laut nach den anderen, doch sie antworteten nicht.


Shita setzte sich wieder auf und sah Schiriki fragend an.

"Du solltest die kleine besser wieder einfangen, nicht das sie sich im Schnee verläuft."

Meinte ich dann kurz, denn es begann immer stärker zu schneien.

"Ich werde versuchen die anderen beiden zu finden."

Meinte sie dann und schnupperte etwas in der Höhle herum, als sie sicher war die Gerüche der Welpen zu kennen machte sie sich auf den Weg. Weit konnten die beiden ja noch nicht sein, oder?


"Jeanne!"

Antwortete Jeanne und nickte kurz. Sie war ein wenig verwirrt. Sie wollte nicht stören also ging sie ein paar Schritte weg, legte sich hin und beobachtete alles.


Valfaris setzte sich ebenfalls, denn jetzt hatte er keine Lust durch die Gegend zu Humpeln. Er holte tief Luft, stand erneut auf und ging in die Höhle. Er legte sich an den Platz, an dem er sich zuvor hingelegt hatte und beobachtete die Fremde.


"NOIR!"

Schrie Schiriki und setzte ihr nach. Bald hatte er sie eingeholt und packte sie im vollen Lauf am Nackenfell. Er blieb stehen und setzte sie ab.

"Komm mit zurück, das bringt doch nichts"

Er legte demütig die Ohren an

"Shita sucht sie!"


Schneeflocken tanzten vom Himmel herab. Erst wenige, dann immer mehr. Der Himmel hatte sich zugezogen. Auf einmal schien es fast dunkel. Ein kurzes Donnergrollen war zu hören. Dann setzte ein kräftiger Wind ein. Immer mehr Schneeflocken fielen vom Himmel, bald konnte man kaum noch etwas sehen. Der Wind peitschte den Schnee unangenehm in die Augen und sorgte dafür das es noch kälter wurde. Es war wohl besser in der Höhle Schutz zu suchen.


Jeanne versteckte ihren Kopf unter ihren Pfoten. Dann blinzelte sie zur Höhle, doch sie wusste nicht, ob sie hin gehen sollte. Sie blieb doch lieber draußen, da sie nicht wusste, ob sie jetzt schon im Rudel war.


Als der Wind immer stärker wurde und man schon fast nichts mehr ausser Schneeflocken sah deutete Valfaris Jeanne an, dass sie doch reinkommen sollte. Er verzog sich weiter in die Höhle, doch der Wind durchzog auch die Höhle. So weit wie er es schaffte, zog er sich zurück und legte sich auf den Boden, denn jetzt war er müde. Ein letztes Mal gähnte er, dann schlief er ein.


Noir sah Schiriki mit großen Augen an.

"Du hast recht!"

sagte sie leise. Dann lief sie mit ihm zur Höhle zurück, schnell legte sie sich zu Valfaris in die hinterste Ecke der Höhle.


Zusammen mit Noir, Valfaris und Jeanne verkroch Schiriki sich in der Höhle. Wie es Shita wohl erging? Hatte sie Schutz gefunden? Hoffentlich ging es ihr gut. Er legte sich auf den kalten Boden und legte den Kopf ab.

Shita tauchte auf einmal in der Höhle auf. Sie schüttelte sich den Schnee aus dem Fell und setzte sich dann.

"Tut mir leid, aber in diesem Sturm ist es unmöglich, wenn die beiden nicht von alleine wieder kommen wird es schwer sie zu finden, da die Spuren und Witterungen verschwinden."

Sie legte sich hin. Praktisch so ein Zutritt zu einer großen Höhle, schön warm und geschützt.


Jeanne legte sich in der Höhle in eine Ecke um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Sie legte den Kopf auf ihre Pfoten und döste ein wenig.


Bedrückt sah Schiriki zu Shita. Was wenn den Welpen etwas passierte? Wie sollte er das nur Lioku und den anderen erklären? Er atmete tief ein und schloss die Augen.


Noir hatte nicht gehört was Shita gesagt hatte, denn sie war schon neben Valfaris eingenickt.


Tokala tappte blind durch den Sturm, wusste nicht wohin, hoffte einfach nur einen Unterschlupf zu finden. Ihre Pfoten waren wund und der Wind zerrte an ihrem Fell. Sie wusste, dass sie nicht mehr lange durchhalten würde, doch sie wollte noch nicht streben. Noch nicht jetzt, wo doch ihr Leben erst richtig begann. Dann, plötzlich sah sie ganz dicht vor ihr eine Höhle, eine Wolfshöhle. Sie sah gut erhalten aus, also musste darin ein Rudel leben, sicher waren sie jetzt alle darin, im Warmen. Tokala zitterte, vor Kälte und vor Angst. Wenn sie sie nicht aufnehmen wollten, wäre sie verloren. Diese Höhle und dieses Rudel war ihre letzte Chance. Langsam, Pfote vor Pfote setzend kroch sie in die Höhle und heulte dabei einen fragendes "Hallo." Sie schlüpfte in die richtige Höhle und sah ein ganzes Rudel, eng aneinander liegend. Sie duckte sich, wedelte aber mit dem Schwanz. Sie hoffte, dass sie nicht böse waren, dass sie einfach in ihre Höhle hinein spaziert war, doch bei diesem Sturm ging es einfach nicht anders. Wenn sie sie nicht wollten, würden sie sie töten, doch das wäre immer noch besser, als da draußen im Sturm zu sterben.


Schiriki war auf die Fremde aufmerksam geworden und stand auf. Er spitzte die Ohren und ging auf sie zu.

"Sei gegrüßt! Ich bin Schiriki, ein Wolf mittleren Ranges der Wolves of Freedom, und wer bist du?"

Er sah sie musternd an. Sie sah sehr müde aus und erschöpft.


Tokala lächelte schüchtern und antwortete:

"Ich bin Tokala, eine Streuerin und bitte darum, in euer Rudel aufgenommen zu werden."

Sie schienen freundlich zu sein, töten wollte sie sie wohl nicht, aber ob sie sie auch aufnehmen würden, war etwas ganz anderes. Sie überlegte sich, ob sie ihnen sagen sollte, wenn sie sie nicht aufnehmen wollten, dass sie sie dann lieber töten sollten, als dass sie in diesen Sturm zurück gehen muss. Sie zitterte immer noch und konnte nur hoffen.


Shita tauchte hinter Schiriki auf und musterte die Fremde ebenfalls. Die Großkatze fühlte sich etwas unwohl in ihrem Fell. Sie war hier mit Wölfen zusammen gesperrt und bis zu ihrer Höhle in den Bergen würde sie bei dem Sturm nicht kommen. Sie musste es also bei den Wölfen aushalten und so schlimm waren sie ja nicht. Jedenfalls wollten sie sie nicht töten und das war schon viel Wert. Bei solch einem Wetter sollte man sich eine Höhle teilen. Die Fremde würde sicherlich nicht verjagt.


Schiriki lächelte Tokala an.

"Aufnehmen kann ich dich nicht, denn unser Alpha ist mit dem Rest des Rudels außerhalb des Reviers unterwegs, aber du kannst hier bleiben und warten bis er zurück kommt. Er nimmt dich sicher ins Rudel auf, er hat schon sehr viele Streuner aufgenommen!",

sagte er zu Jeanne und Valfaris.

"Die beiden dort sind auch zu uns gekommen in Liokus Abwesenheit und hoffen darauf aufgenommen zu werden wenn er zurück ist!"

Er warf Tokala noch einen freundlichen Blick zu und legte sich dann neben die murrende Shita.


Noir drehte sich um und wachte auf. Sie sah einen fremden Wolf.

"Hallo"
,

sagte sie müde und drehte sich wieder zu Valfaris.


Schiriki musterte Tokala. Er kannte sie irgendwoher, das wusste er, doch woher? Er kannte ihren Namen, er hatte sie schon oft gesehen, doch es musste sehr lange her sein. Was war überhaupt in seiner Vergangenheit gewesen? Er wanderte in Gedanken und plötzlich fiel ihm alles wieder ein. Sein altes Rudel, seine Eltern, seine Geschwister, das Rudel Zahllos und Tokala. Also war sie damals doch nicht gestorben.

"Tokala!"

Schiriki sprang auf.

"Bist du die Wölfin, die ich denke die du bist? Bist du die Gefährtin von Tika-Kan, die Wölfin vom See?"


Tokala sah Schiriki erschrocken an, woher kannte er sie? Woher wusste er, wer sie war? Dann, langsam erinnerte sie sich; Schiriki, der Wolf, der stärker sein sollte, als der Starke.

"Du bist also Schiriki, Bruder von Imiak und Sternschwester?"

Fragte Tokala und auf einmal fühlte sie sich geborgen, so als wäre sie schon immer hier gewesen. Schüchtern legte sie sich neben ihn und sog seinen Geruch ein, ja er war Schiriki.

"Ja, ich bin, oder war, die Gefährtin von Tika Kan."


Schiriki freute sich so sehr, einen Wolf zu treffen, der ihm so vertraut war.

"Ja ich bin der Bruder von Sternenschwester und Imiak"

Er lächelte.

"Sie leben jetzt in dem Tal an dem See, dort wo du damals Zuflucht gefunden hast, vor dem Rudel Zahllos! Ich bin fort gegangen um auch anderen Wölfen beizustehen. Ursprünglich wollte ich Waka verbreiten, doch als ich hierher kam hat es mir so sehr gefallen das ich hier blieb!"



"Es ist schön, dass du hier bist."

Tokala rieb ihren Kopf an seiner Schulter, dann sah sie die anderen Wölfe an und sagte freundlich.

"Hallo. Ich bin Tokala."


Dann entdeckte sie plötzlich eine Jägerin mit den leisen Pfoten. Unbewusst kam ein Knurren aus ihrem Maul, dann wurde ihr bewusst, dass alle anderen Wölfe sie duldeten, Tokala verstummte und fuhr sich verlegen mit der Pfote übers Gesicht. Sie wendete sich an die Raubkatze und fragte:

"Was macht eine Jägerin, wie du in einer Wolfshöhle?"

Tokala wollte nicht unfreundlich sein und sich für ihr vorheriges Verhalten entschuldigen, deshalb wedelte sie mit dem Schwanz und lächelte die Katze an.


Valfaris wurde durch ein leises Knurren geweckt. Vor ihm lag eine Wölfin, er sprang erschrocken auf und dachte, dass sie ihn anknurren würde, doch er irrte dich. Shita schien ihr Opfer zu sein, oder nicht? Etwas verwirrt legte er sich wieder hin und merkte, dass sich Noir in sein Fell gekuschelt hatte. Er streichelte sie leicht, dann stand er auf und humpelte zum Ausgang, um zu sehn, ob der Sturm sich mittlerweile gelegt hatte.


Shita setzte sich und überlegte kurz angestrengt.

.oO(Was ich hier mache? Ich muss verrückt geworden sein, als Jägerin mit leisen Pfoten in einer Höhle der schnellen Läufer.)

Sie gähnte und rollte sich auf die Seite.

"Doch was soll ich machen, ich hab nicht vor in dem Schneesturm zu erfrieren."



"Aha, und du hast Freundschaft mit dem Rudel geschlossen?"

Tokala war ziemlich verwirrt, so etwas hatte sie noch nie erlebt. Aber eigentlich war es schön, dass sich Tiere verstehen, die einer ganz anderen Art angehören.


Noir wurde aus dem Schlaf gerissen, als Valfaris aufgestanden war, sie lief zu Schiriki und fragte:

"Nehmen wir sie auf? Weißt du was ich bin Alpha Welpe und sage das sie hier bleiben kann!"

Grinsend sah sie zu der Fremden:

"Hallo ich bin Noir! Und die anderen Jeane d'Arc und Valfaris auch!"

Noir hob den Kopf und fügte stolz hinzu:

"Ich, der Welpe vom Alpha sage: Herzlich Willkommen bei den Wolves of Freedom! Ihr gehört nun zum Rudel!"



Schiriki sprang auf Noir zu und knuddelte sie spielerisch.

"Alphawelpe was? Jaah, ein toller Alpha bist du!"

Er grinste sie an und begann ein wenig mit ihr zu raufen.

"Du bist ein kleines Schlitzohr, Noir!"

Sagte er freundlich und knuffte sie ins Ohr.


Shita verdrehte die Augen, als Tokala etwas von 'Freundschaft' sagte. Klar, eine Schneeleopardin und ein Rudel Wölfe, jeder ihrer Familie würde sie für verrückt erklären, dennoch lag sie zusammen mit fünf Wölfen in einer Höhle und keiner wollte sie verjagen oder töten. War das der Anfang einer merkwürdigen Freundschaft? Dieser Gedanke war interessant.


Tokala schnappte spielerisch nach Noir, schüttelte sich und zog ihr am Schwanz, dann rollte sie sich auf den Boden und schlenkerte auffordernd mit den Pfoten.


Noir flog von Tokala, rappelte sich aber schnell wieder auf, dann rannte sie auf Tokala zu und versuchte abzubremsen, doch sie schaffte es nicht und raste in Tokala rein.

"Hey!"

Tokala sprang auf und tappte nach Noir. Dann rempelte sie Schiriki an, wedelte auffordernd mit dem Schwanz und zog dann Noir spielerisch am Ohr.


Valfaris beobachtete die drei beim spielen, dann fiel ihm auf, dass Jeanne auch nichts sagte:

"Hey, Jeanne was ist den mit dir los?"


fragte er sie, weil sie auffällig ruhig war.


Schiriki hörte auf mit Tokala und Noir zu toben und setzte sich zu Shita und Valfaris. Er gähnte und legte sich hin. Er war müde. Er legte den Kopf ab. Aus dem Augenwinkel sah er zu Shita. Bestimmt kam es ihr merkwürdig vor, hier mit so vielen Wölfen zu sein.


Noir zupfte Tokala am Schwanz, dann rannte sie durch ihre Beinen durch und knuffte sie in den Bauch. Sie keuchte:

"Shita, was ist deine Ausrede das du nicht mitspielst? Auch was am Bein?"


Noir lächelte herausfordernd.


Erschöpft ließ Tokala sich auf den Boden fallen, dieser Alphawelpe hatte es in sich. Sie wälzte sich vergnügt und setzte sich dann neben Schiriki.

"Hast du hier gefunden, was du gesucht hast?"


"Ja, Tokala, das habe ich und hier bin ich zu Hause!"

Schiriki sah Tokala an.

"Ich vermisse zwar das Land, aus dem ich kam und ich vermisse noch viel mehr meine Familie, aber ich werde wohl nie mehr zurückgehen. Ich kann dir nicht sagen warum, aber ich kann es nicht, ich fühle mich an dieses Rudel hier gebunden."


"Ich bin froh, dass du hier bist. So fühle ich mich nicht ganz so alleine."

Tokala dachte an Tika Kahn, er war ihr egal, er hatte sie verlassen und hier hatte sie endlich ein Rudel gefunden.


Schiriki lächelte Tokala an und legte dann den Kopf ab. Er schloss die Augen und döste leicht ein. Längst hatte er keine merkwürdigen Träume mehr und schlief gern.


Tokala spürte, wie Schiriki sich entspannte und eindöste. Auch sie schloss die Augen und entspannte sich. Endlich ein Platz, wo sie das ohne Gefahr tun konnte.


Valfaris humpelte wieder zu Ausgang um noch mal zu schauen, wann der Sturm abziehen würde. Der Wind war nicht mehr so stark, doch trotzdem war es nicht möglich wirklich etwas zu sehen. Erwartungsvoll legte er sich in die Höhle, so dass er den Ausgang im Blick hatte und wartete darauf, dass der Alpha kommen würde und ihn ausnehmen würde.


Nun stand auch Noir hechelnd da, aber sie hatte gewonnen! Sie lief zu Shita und meinte frech:

"Für dich reicht meine Power noch!"

Dann lächelte sie und wartete ab.


Shita sah zu dem Knirps, der sich so aufspielte. Sie pfotete nach ihr und stellte dann einfach ihre Pranke auf der kleinen Wölfin ab. Sie drückte nicht allzu fest, aber immerhin so, das Noir nicht aufstehen oder abhauen konnte.


Noir versuchte Shita in die Pfote zu beißen und sich dann loszureißen also lehnt sie sich stark nach hinten und als Shita dann abrutschte, rollte Noir nach hinten. Schnell stand sie wieder auf rannte auf Shita zu und biss ihr fest ins Bein.


Shita gähnte und schupste Noir mit der Pfote weg. Die Großkatze war definitiv nicht in Spiellaune.


Beleidigt schaute Noir in die Runde.

.oO(Will denn keiner mit mir spielen? Oder sind sie alle zu schwach?)

Sie grinste leicht und setzte sich dann hin.


Tokala gähnte laut und blinzelte. Auch die anderen hatten aufgehört zu spielen und Noir saß alleine mitten in der Höhle. Tokala legte sich hin und zuckte zu Noir hin einladend mit der Schwanzspitze.


Noir ging zu Tokala, legte sich zu ihr und fragte:

"Woher kennst du Schiriki? Du musst es mir nicht sagen aber es interessiert mich halt!"

Sie schaute Tokala fragend an, sie war nett, aber Noir konnte in ihrer Nähe nicht ausgelassen sein, da in ihr diese eine Frage brannte. Tokala müsste es ihr nicht sagen, wenn sie nicht wollte.


So richtig schlafen wollte Schiriki aber auch nicht. Er hatte irgendwie keine Lust, also wachte er schon bald wieder auf und sah um sich. Tokala redete mit Noir, Valfaris und Shita lagen ein kleines Stück weiter. Er richtete seine Augen auf den Höhleneingang und blickte starr in das muntere Schneetreiben.


Als Valfaris weiterhin den Eingang beobachtete viel ihm eine dunkle Gestalt auf. Er konnte durch den Wind und den Schnee nichts wittern, also versuchte er so herauszufinden wer oder was dort war. Die schwarze Gestalt lungerte vor dem Eingang herum, aber was sie da genau tat konnte man nicht feststellen. Kurz wandte Valfaris seinen Blick um, dann meinte der Rüde zu Schiriki:

"Weisst du wer das ist?"

Leichte Unruhe durchfuhr ihn, wenn es ein Bär wäre hätte er keinerlei Chance.


Der Bär stapfte etwas näher und tauchte dann im Eingang der Höhle auf. Als er merkte das diese besetzt war, richtete er sich angriffslustig auf die Hinterbeine auf und brüllte.


Shita sprang auf als der Bär auftauchte. Sie fauchte dem Feind entgegen.


Seine Befürchtung hatte sich bewahrheitet, es war bestimmt der Bär, der vor dem Sturm aufgetaucht war. Sofort sprang Valfaris auf und humpelte weg.

"Hey, Schiriki, gibt es noch einen Ausgang?!"

Rief er Schiriki zu und humpelte weiter in die Höhle. Erschöpft setzte er sich kurz, denn es war wirklich anstrengend mit einem verletzten Bein zu laufen.


Shita stellte sich nun schützend vor Valfaris, denn dieses Mal ließ sich ein Kampf mit dem Bär nicht vermeiden. Nicht nur das man kaum an ihm vorbei kommen konnte, er blockierte auch den einzigen Ausgang.


Schiriki schaute Valfaris bloß stumm an. Er hatte sofort verstanden. Shita sprang vor Valfaris und zuckte hektisch mit der Schwanzspitze. Er sah dem Bär böse in die Augen, wenn es wirklich keinen andren Weg gab, so musste auch er mitkämpfen.

"Hm, vielleicht hat er ja nicht mitbekommen das ich verletzt bin."

Murmelte der grau-schwarze Rüde in sich hinein. Er ging normal an Shita vorbei und stellte sich neben sie. Es tat weh so zu tun, als wäre unverletzt, doch es blieb ihm wohl kaum was andres übrig. Dann viel Valfaris ein, dass Noir ja auch noch hier war. Schnell sah er sich nach ihr um, doch er konnte sie nicht sehen, also hoffte er, das sie sich in Sicherheit gebracht hatte.


Schiriki sprang auf und stellte sich neben Shita. Zu zweit gegen einen Bären zu kämpfen war nicht nur gefährlich, es war schon fast Selbstmord. Er zog die Lefzen hoch und grollte den Bären an. Drohend, jedoch nicht herausfordernd.


Shita sah zu Schiriki und Valfaris. Diesen Kampf konnten sie nur gemeinsam gewinnen. Ihr Blick wanderte zu Jeanne und Tokala. Hier war Teamgeist gefragt. Als sie zu dem Bär zurück sah sagte sie, ohne von ihm weg zu schauen:

"Noir, in die hinterste Ecke der Höhle, jetzt gleich."


Sie sprach ganz ruhig, doch was sie sagte ließ keinen Widerspruch zu.


Nicht schon wieder, dachte Noir. Sie wollte helfen doch Shita hatte sie so böse angefaucht das sie schnell in der Ecke der Höhle verschwand. Von dort aus sah die kleine Noir dem Treiben zu. Valfaris konnte mit dem Bein unmöglich kämpfen, es war reiner Selbstmord, was er da machte. Beinahe wäre sie aus Reflex zu ihm hingesprungen doch der warnende Blick von Shita zwang sie dazu an ihrem Platz sitzen zu bleiben.


Tokala stellte sich neben ihr neues Rudel und grollte furchterregend. Gerne hätte sie Noir ihre Geschichte erzählt, doch diesen Feind konnten sie nur zusammen bezwingen. Plötzlich fühlte sich Tokala wieder als starke Leitwölfin, vorsichtig schlich sie sich ein paar Schritte vor und sah dann zu ihren Gefährten hinüber. Sie mussten alle auf einmal angreifen, alleine hätten sie keine Chance. Tokala duckte sich in dem Schatte einer großen Wurzel, der Bär schien sie nicht zu registrieren. Jetzt oder nie.


Noir beobachtete Tokala gespannt.


Sie spannte alle ihre Muskeln an, sah noch schnell zu den anderen, hoffte, dass sie verstanden und sprang mit einem kraftvollen Sprung auf den Rücken des Bären. Sofort biss sie sich fest, nahm nur noch das Zischen und Grollen und den widerlichen Geruch des Bären wahr, konnte nur noch hoffen, dass ihre Gefährten ihr zur Hilfe kamen.


Schiriki wusste, das es das Gefühl der Verantwortung, das Gefühl der Leitwolf zu sein, Tokala dazu führte so zu handeln. Sofort sprang auch er auf den Bären zu und griff ihn an, einfach nur deshalb weil Tokala sonst sterben würde und nicht weil sie mit ihrem Körper quasi Befehl dazu gab. Wenn sie in diesem Rudel blieb musste sie sich Lioku so oder so unterordnen. Jetzt zählte nur der Augenblick.


Als Valfaris sah das Tokala und Schiriki angriffen, stürmte er ebenfalls auf den Bären zu. Der Schmerz im Bein wurde größer und größer doch wenn ich aufgegeben hätte, wäre mein Schicksal besiegelt. Mit einem Satz sprang ich dem Bär entgegen, der mich mit einem Schlag wegschleuderte. Sein Angriff war nicht sehr gezielt und stark. Ich sprang auf und griff ihn erneut an. Der Bär versuchte mich wieder wegzuschlagen, doch er streifte mich und schlitze mich das schon so verwundete Bein auf. Ich jaulte kurz auf, dann aber biss ich mit voller Kraft und vor Wut in seine linke Pranke worauf es in seiner Pranke knackte.


Der Bär schlug die Wölfe immer wieder zurück. Das schwerste war, überhaupt erst einmal durch den dicken Winterpelz des Bären zu kommen.


Shita beobachtete die Wölfe kurze Zeit lang. Dieser völlig überstürzte Angriff war dumm gewesen, doch nun war es zu spät. Die Schneeleopardin spannte ihre Muskeln und fuhr die Krallen aus. Sie hatte ein paar Sekunden mit dem Gedanken gespielt einfach zu fliehen, eigentlich gingen die Wölfe sie doch nichts an, aber dann setzte sie zum Sprung auf den Bären an. Ihre Krallen bohrten sich, durch das Fell, in die Haut. Ihre Zähne hatte sie in den Nacken des Bärens gerammt. Sie hatte guten Halt gefunden, als 'Meister Pelz' sie mit der Pranke gegen die Höhlenwand schlug, riss sie ihm einiges an Fell und auch einen Teil des Fleisches weg. Nun ging sie aber bewusstlos zu Boden.


Dadurch das Shita dem Bär einiges an Fell und Haut weggerissen hatte begann der Bär fürchterlich zu brüllen. Der Schmerzensschrei hallte in die Höhle wieder und wieder. Valfaris lies von seiner Pranke ab, worauf er wieder weg geschlagen wurde. Als er wieder stand bemerkte er erst das Blut am Bein. Valfaris sah sich kurz die nicht all zu tiefe Wunde an ,dann sprang er auf die große Wunde des Bären und zerfurchte diese noch mehr. Der Bär wandte ihm den Kopf zu. Er brüllte und versprühte dabei widerliche Sabber. Böse starrte er dem Rüden in die Augen und schlug ihn weg. Valfaris klatschte gegen die Höhlenwand und ihm wurde schwindelig. Er taumelte umher und sah dann Shita am Boden liegen. So schnell er konnte zog er sie ins Höhleinnere. Es war nun zu schwer den Schmerz im Bein zu unterdrücken, also lief Valfaris einfach auf drei Beinen. Er kam von hinten an den Bären heran und sprang ihm wieder auf die Wunde. Mit einem kräftigen Biss löste Valfaris ein Stück Fleisch aus der Wunde. Der Bär schleuderte ihn aus der Höhle. Schnell versank der Wolf im Schnee. Der Wurf hatte gesessen, denn jetzt fühlte er sein Bein nicht mehr. Keuchend schleifte sich der Wolf in die Höhle. Er ging zu Noir und befahl ihr dass sie sich um Shita zu kümmern habe. Mit der letzten Kraft konnte er sich zum Ort des Geschehens zerren und den andren zu sehn. Die Attacken des Bären waren schwächer geworden und der Bär litt sehr an dem hohen Blutverlust durch die Wunde.


Immer noch den Kopf auf den Pfoten haltend schaute Jeanne umher. Sie seufzte. Niemand wollte so richtig mit ihr Kontakt auf nehmen.


Saphir hatte verwundert aufgeschaut als plötzlich ein Wolf vor seinen Pfoten gelandet war, doch jener hatte ihn nicht bemerkt und so war es ihm gleichgültig. Außerhalb der Höhle stand er und beobachtete die verzweifelten Versuche der Wölfe, mit diesem übermächtigen Gegner fertig zu werden. Der große Rüde setzte sein eiskaltes Lächeln auf. Das war seine Chance vertrauen zu gewinnen. Er wartete noch einen Augenblick und stürzte sich dann in das Geschehen des Kampfes. Er landete auf der Schulter des Bärs. Die Fleischfetzen die von dieser herunter hingen zeugten davon, dass das Rudel schon mehrfach hier attackiert hatte. Garnicht so dumm, dachte er bei sich, im nächsten Moment bohrten sich seine Zähne in die offene Stelle. Blut floss ihm sogleich ins Maul. Er hatte sich derart verbissen, das der Bär ihn nicht abschütteln konnte. Nicht durch die Schläge mit den Tatzen und auch nicht durch schnelle Bewegungen. Doch so leicht ließ sich ein derart großes Raubtier nicht bezwingen. Das wusste der kampferfahrene Rüde nur zu gut.


Der Bär brüllte immer wieder auf. Ein verletztes Tier war immer ein sehr gefährliches Tier und dieser Bär hatte noch lange nicht genug. Als sich auf einmal noch ein Wolf in der ohnehin schon schmerzenden Wunde verbiss wurde es dem 'Großen' zu bunt. Brutal schmiss er sich mit seinem ganzen Gewicht und aller Kraft gegen die Wand. So konnte er den miesen Wolf, der an der Wunde hing, wenigstens los werden. Shita stand auf, die Augen noch geschlossen. Sie taumelte ein paar Schritte ehe sie wieder zusammen klappte. In ihrem Kopf pochte es nur so. Die Umgebung um sie herum schien weit weg zu sein. Sie hörte irgendwo ein brüllen und hin und wieder ein Jaulen, dann wurde alles schwarz. Die Schmerzen ließen nach und die Schneeleopardin fiel in einen tiefen Schlaf.

Tokala wurde von einer plötzlichen Bewegung vom Bären abgeschüttelt und landete schmerzhaft auf dem Felsboden. Jetzt erst nahm die Fähe wahr, dass das Rudel dem Bären schon große Wunden zugefügt hatte. Außerdem war da ein neuer Rüde. Sie dachte nicht lang nach, sondern sprang den Bären gleich wieder an, verbiss sich und wurde von einem kräftigen Prankenhieb getroffen. Sie jaulte auf, ließ von dem Bären ab und blieb kurz liegen, schnappte nach Luft und versuchte sich zu beruhigen. Die Wunde war nicht schlimm, der Hieb hatte Tokala nur kurz den Atem geraubt. Sie holte noch mal viel Luft, sprang dann wieder auf und kam den anderen zur Hilfe.


Saphir konnte kurz vor Schmerz nicht mehr atmen. Er richtete sich vorsichtig wieder auf und trat etwas zurück. Ein dunkles Knurren war zu vernehmen. Dieser Bär würde nun erleben was es hieß sich bin Saphir anzulegen. Der Rüde nahm etwas Anlauf, damit er genug Schwung hatte und schnappte als erstes mal nach dem Ohr des Bären. Nicht das es nun viel genützt hätte, doch er würde ihm einige Schmerzen zufügen, es dauerte nicht lange und der Riese hatte nur noch ein Ohr. Saphir hatte sich während dessen wieder an der Wunde zu schaffen gemacht und noch mehr Fleisch heraus gerissen. Danach war er abgesprungen und stand knurrend da, den nächsten Schritt überlegend. Aus seinem Maul triefte Blut, doch sicher nicht sein eigenes.


Valfaris beobachtete das Kampfgeschehen genau bis ein fremder Wolf auftauchte. Er schien ein begabter Kämpfer zu sein, denn seine Attacken waren sehr gezielt. Der Bär fuchtelte dagegen mehr oder weniger sinnlos mit seinen Pranken herum um die immer wieder angreifenden Wölfe abzuschütteln. Valfaris nach hinten zu Shita die immer noch da lag.


Noir hatte Angst, schnell rannte sie zu Shita und schleckte ihr über den Kopf dann schleckte Noir an Shitas Wunden so wie es ihre Mutter bei ihren Geschwistern gemacht hatte bevor sie starben. Noir wollte nun keine Gedanken an ihre Mutter verschwenden. Sie sah, dass ein Fremder Wolf dazukam und war erleichtert, da er gut kämpfen konnte und sie jeden Wolf brauchten.


Der neue Wolf, riss dem Bären mehr und mehr Fleisch aus der Wunde, ein begabter und zielgerichteter Kämpfer, aber es wurde Zeit, dass sie dem Bären einen Fluchtweg gaben. Denn einen Bären so zu verletze, dass er fliehen will und einen Bären zu töten ist ein großer Unterschied und man sollte es nie darauf anlegen. Tokala hoffte, dass auch die anderen es langsam bemerkten, denn sie konnte in dieses Kampfgeschehen unmöglich einfach eingreifen.


Schiriki spürte genau was Tokala dachte, doch wenn sie den Bären fliehen ließen, würde er nur noch länger leiden und trotzdem sterben. Sie sollten ihn befreien. Er fühlte inzwischen fast selbst den Schmerz des Bären der wie wild um sich schlug. Schiriki wusste dass es um ihr Leben ging, doch die Wölfe die an seiner Seite kämpften schienen vergessen zu haben das sie ein Geschöpf quälten das genauso fühlen konnte wie sie. Sie mussten ihn töten, damit er von seinen Schmerzen befreit wurde. Sie sollten aufhören ihm das Fleisch herauszureißen und ihn nur noch wütender und verzweifelter zu machen. Mit einem großen Satz sprang Schiriki dem Bären direkt an die Kehle und verbiss sich darin. Geifer tropfte von dem Maul des Bären auf seinen Kopf und verklebte sein Fell. Immer wieder versuchte er mit aller Kraft seine Zähne in die Kehle des Bären zu rammen und riss ihm schließlich die Halsschlagader auf.


Schiriki riss die Halsschlagader der Bären auf, worauf dieser fürchterlich brüllte und langsam zu Boden ging. Valfaris stand auf und kam vorsichtig näher. Der Bär sah kurz auf und schloss dann die Augen. Im Eingang verteilte sich das Blut des Bären und große Pfützen bildeten sich.


Keuchend ließ Schiriki die Kehle des Bären los. Wehmütig legte er die Ohren an, hob die Schnauze und heulte. Er wusste nicht, ob die anderen sich vorstellen konnten warum er das tat. Er hatte ein Geschöpf getötet das nicht zu seiner Beute gehörte und er tötete es, als er keinen Funken Hunger verspürte. Schiriki wusste, dass er nicht gegen das Gesetz Wakas verstoßen hatte, denn er hatte nur sich und seine Freunde geschützt, doch er trauerte um das verlorene Wesen.


Tokala spürte Schirikis tiefe Trauer und konnte ihn gut verstehen. Zuerst war ihr nicht klar, warum er den Bären getötet hatte, aber dann verstand sie ihn. Sie kroch zu ihm und vergrub die Schnauze in seinem Fell, hoffte ihm Trost spenden zu können. Sie wusste, wie sehr er um jedes Lebewesen Waka's trauerte.


Shita lag ruhig da und befand sich in einer Art Dämmerzustand. Sie spürte wie Noir ihre Wunden leckte und hörte das Heulen von Schiriki. Doch sie war nicht fähig sich zu bewegen.


Saphir beobachtete Schiriki misstrauisch. Der Wolf musste definitiv verrückt sein. Wäre wohl besser gewesen er hätte gewartet bis der Bär ihm das Maul gestopft hatte. Doch nun musterte er die Anwesenden prüfend. War sein Plan aufgegangen, vertrauten sie ihm nun?


Beruhigt, dass Schiriki nicht allein war, verstummte er. Er sah Tokala dankbar an und schleckte ihr über die Schnauze. Dann trottete er zu Shita. Er begann sanft ihren Kopf abzuschlecken.


Shita öffnete die Augen und sah zu Schiriki hoch. Sie drehte sich auf den Bauch und stemmte sich hoch, doch ihre Beine zitterten dabei leicht. Sie setzte sich hin und schnaufte erst mal.


Noir rannte zu dem Bären, er hatte ihr Leid getan als er hilflos mit seinen Tatzen um sich schlug. Noir schleckte seine Wunden dann stimmte sie in Schirikis Geheul ein. Saphir guckte sie komisch an doch sie ignorierte es und heulte nur noch lauter. Der Bär war gestorben. Sie und das Rudel waren fast so, wie die, von denen ihre Mutter ihr erzählt hatte, die Tiere, die auf zwei Beinen liefen und Metallröhren trugen. Nur sie hatten einen Grund den Bären zu töten, er hatte sie angegriffen. Das sie so ähnlich waren, lies das Blut in ihrem Herzen gefrieren und sie heulte noch lauter; es hallte laut über die Landschaft und endete weit hinter den Bergen. Das Heulen war mit all ihrem Schmerz belastet, es klang laut und traurig über das Land der Freiheit.


Schiriki setzte sich neben Shita und sah zu Noir. Die Kleine fühlte anscheinend ähnlich wie er. Er ließ sich erschöpft auf den Boden fallen und sah auf den toten Bären.

"Wir sollten ihn wegschaffen."


Noirs Jaulen erstarb und sie nickte Schiriki zu.


Schiriki stand auf und trabte zu Noir und dem Bären. Er packte das riesige Tier im Nackenfell und versuchte es wegzuzerren, doch allein gelang es ihm nicht. Das Blut des Bären hatte sich im Schnee verlaufen, der Boden war knallrot und seine Pfoten rutschten aus.


Tokala lief zu Schiriki und half ihm, den Bären wegzuschaffen. Dabei beäugte sie Saphir misstrauisch. Er war ein guter Kämpfer und schien stark zu sein, aber gleichzeitig schien er ein Herz aus Eis zu haben. Sie wusste nicht genau, was sie von ihm halten sollte. Irgendetwas störte sie.


Schiriki war froh, dass Tokala ihm half den Bären wegzuschleppen. Zwar war er ein großes Tier und besaß viel Fleisch, während sie sich sonst nur mit Kleintieren zufrieden geben mussten, aber Schiriki wollte ihn nicht essen. Er hatte schließlich mal einen Bären gekannt, der gar nicht so übel war. Als Tokala und er den Kadaver in den Wald geschleppt hatten liefen sie zurück zur Höhle. Das Blut, das vor ihr in großen Lachen lag würden sie nicht wegschaffen können. Schiriki rümpfte die Nase bei dem Blutgeruch und legte sich wieder in die Höhle.


Tokala ließ sich erschöpft neben Noir fallen. Ob sie wohl immer noch ihre Geschichte hören wollte? Tokala wollte sie auch nicht fragen, obwohl sie sie gerne jemandem erzählt hätte. Wenn es Noir interessierte, würde sie fragen.


Noir schaute Tokala fragend an, diese eine Frage, sie brannte immer noch in ihr; sie meinte:

"Du musst es nur erzählen wenn du magst!"

Dann schaute sie Tokala fragend an. Im Seitenblick hatte sie immer noch Saphir, er war komisch, sie traute ihm noch nicht.


Tokala lächelte, gerne würde sie Noir ihre Geschichte erzählen. Sie streckte sich neben dem Welpen aus und begann:

"Vor langer Zeit lebte ich mit meinem Gefährten Tika Kan und meinem Rudel glücklich in einem kleinen Tal, weit fort von hier. Dann, eines Tages, kam ein großer Wolf, der Waka vergessen hatte und alle Wölfe vereinen wollte. Mein Gefährte und mein Rudel waren von ihm verzaubert, doch ich wollte Waka nicht vergessen und bin geflohen. Ein Gebiet mit einem See und einem hohen Berg gab mir Zuflucht, dort hin kamen eines Tages dann auch Schiriki und seine Geschwister, die auch vor dem Rudel Zahllos geflohen waren. Doch dann suchte der schwarze Wolf nach ihnen, den Verrätern und sie mussten fliehen. Sie wollten mich mitnehmen, aber meine Verletzung war noch lange nicht geheilt, ich wäre ihnen eine Last gewesen, die sie nicht hätten tragen können. So wollte ich. So bin ich in der Nacht geflohen, einfach davon gerannt, meine Schmerzen waren groß, aber ich habe es geschafft. Der schwarze Wolf hat mich nicht bekommen, meine Wunde verheilte und ich fand euch hier."

Tokala dachte an ihre Vergangenheit, an die glücklichen Tage, spürte jedoch, dass sie Tika Kan nicht mehr vermisste. Hier begann ihr neues, glücklicheres Leben.


Noir schaute Tokala an.

"Oh, das tut mir Leid!"

Sie sah auf den Boden, sie vermisste meine Mutter sehr.


Saphir stand schweigend da, es war nicht seine Sache diese Wölfe anzusprechen. Er legte sich hin und wartete erst mal ab.


Kritisch begutachtete Schiriki Saphir. Er war hierher gekommen, er hatte mit dem Bären gekämpft, also warum sprach er nicht mit ihnen? Was wollte er hier wenn nicht mit ihnen sprechen und zu ihrem Rudel gehören? Er sah ihn noch eine Weile an dann legte ich den Kopf ab und sah nach draußen.


Tokala schleckte Noir übers Gesicht.

"Ist schon okay."

Dann betrachtete sie wieder Saphir. Warum sprach er sie nicht an? Sie überlegte kurz und fragte ihn dann schließlich.

"Hallo, ich bin Tokala. Danke, dass du uns geholfen hast, den Bären zu töten."


Noir lief zu Saphir und meinte Stolz.

"Ich bin hier der Alphawelpe sag mir wie du heißt! Und warum bist du hier?"

Dann lächelte sie ihn freundlich an.


Irgendetwas sagte Schiriki das es nicht schlau war, das Noir allein auf den großen Rüden, der so finster dreinblickte, zugesprungen war. Es würde sicher nichts passieren, aber er traute dem Fremden nicht ganz und so stand er auf und stellte sich ruhig hinter Noir.


Saphir sah die Fähe an.

"Saphir mein Name. Darf ich fragen wer der Alpha dieses Rudels ist?"

Sein Gesichtsausdruck war weder böse noch freundlich. Es ließ nicht darauf schließen was er dachte oder wie er war, nein nichts ließ darauf schließen wie sein Charakter aussah. Er wusste was sein Ziel war, das würde er mit aller Macht erreichen.


Noir sah Saphir an.

"Unser Alpha ist auf einer Jagt, aber ich bin der Alphawelpe!"

Sie grinste immer noch vielleicht grinste er dann auch mal?


Schiriki setzte sich hinter Noir hin und sah den Fremden
aufmerksam an.

"Der Alpha wird hoffentlich bald zurückkehren!"

Sagte er und sah dann nach draußen.

"Er ist schon eine Weile weg!"

Schließlich legte Schiriki sich hin und sah wieder Saphir an.


Noir sah zu Schiriki:

"Ja das hoffe ich auch!"

Dann meinte ich scherzend.

"Wenigstens bin ich hier, einer der aufpasst und sich um das Rudel kümmert!"


Schiriki grinste breit, nahm Noir und verpasste ihr eine saftige Kopfnuss.

„Na! Schon größenwahnsinnig, was meine kleine!"

Er ließ sie los und lächelte Saphir an.

"Sie weiß schon was sie tut, aber sie Jagd noch nicht für uns!"

Er grinste Noir an.

Tokala setzte sich neben die zwei, Saphir gegenüber. Sie sah ihn mit schräg gelegtem Kopf an und fragte:

"Wie bist du hierher gekommen?"

Ich hoffte nicht zu aufdringlich zu klingen, aber es interessierte sie brennend, was das für ein Wolf war.


Saphirs Blick veränderte sich nicht, doch er war leicht gereizt. Musste dieser blöde Alpha unbedingt jetzt, wo er kam weg sein? Er hätte locker das Rudel hier übernehmen können, doch er wollte noch warten. Es ging ihm ja nicht darum schnellst möglich diese Wölfe von ihrem Alpha zu befreien, nein sollten sie doch erst mal denken er wolle nur bei diesem Rudel leben. Als die Welpe vor im auftauchte wurde sein Blick noch ein bisschen eisiger. Er hätte dieser frechen Göre gerne mal gezeigt was es hieß derart Frechheiten von sich zu geben. Ein nachlässiger Alpha musste das sein, solch eine Tochter die sich in seiner Abwesenheit als Alpha aufspielte und noch nicht mal annähernd wusste, wie man sich alleine durchschlug, geschweige denn ein Rudel führen konnte. Saphir sah wieder zu Tokala.

"Ich denke nicht dass das für dich von großer Wichtigkeit sein wird. Ich kam von weit her durch den Schneesturm, das muss dir reichen, Wölfin."


Als Schiriki Saphir in die Augen sah, war es als würde sich sein Blick in ihn hineinbohren, dieser kalte Blick allein brachte den kleinen Rüden dazu seine Augen abzuwenden und wieder hinaus zu schauen.

"Und möchtest du dich diesem Rudel anschließen?"




Alles an diesem fremden Wolf gefiel Valfaris nicht. Ein Wolf wie er war aufmüpfig und eingebildet. Doch er sagte nichts mehr. Er würde ihn schon im Auge behalten, besonders wie er Noir ansah, gefiel ihm überhaupt nicht. Sie war ein Welpe, da war ihr Verhalten ganz normal, und noch dazu war sie so süß, da konnte man ihr doch nicht böse sein?


Noir sah den Rüde an. Er konnte nicht lachen das fand sie schade doch ihre Alarmglocken schrillten als der Rüde sie ansah, doch sie hörte nicht auf. Sie ging noch einen Schritt vorwärts und meinte dann scharf:

"Warum lachst du nicht? Habe ich dir irgendwas getan?“

Sie kannte diesen Charakter, aber woher? Sie überlegte lange, dann Erinnerte sie sich, es gab einen Wolf den sie fürchtete, mehr als alles andere. Es war der Wolf der sie und ihre Mutter aus ihrem Rudel verbannt hatte, er hatte diesen kalten Blick wie dieser Wolf. Sofort verschwand Noirs Grinsen und sie rannte winselnd aus der Höhle sie spürte die Kälte nicht mehr, ihr war warm. Sie rannte hinaus und setzte sich in den Schnee, laut heulte sie nach Lioku.


Nach Noirs plötzlicher Attacke die Schiriki sich nicht erklären konnte rannte er hinter ihr her und bremste dann scharf hinter ihr sodass der Schnee der vor seinen Pfoten lag sich über sie stürzte. Er buddelte sie schnüffelnd aus und schleckte ihr das Fell.

"Was ist denn los Noir? Du bist ja ganz außer dir!"


Valfaris setze sich unruhig etwas abseits von den andren. Woher kannte er ihn bloß? War er ihm mal auf seinen Wanderungen begegnet? Viele Fragen schossen mir durch den Kopf. Der Blick und der Bau von Saphir kamen ihm bekannt vor, doch er wusste nicht woher, nur dass es nichts Gutes war. Mürrisch ging Valfaris auf Saphir zu, ging an ihm vorbei und zu Noir und Schiriki. Leise flüsterte ich zu Schiriki.

"Irgendetwas stimmt mit dem nicht, wir sollten ihn im Augen behalten."


Schiriki sah Valfaris leicht demütig an.

"Warum urteilt ihr über ihn?"

Er ließ seine Ohren hängen.

"Wir kennen ihn doch gar nicht und er hat uns doch nichts getan. Wer weiß was er in seiner Vergangenheit durchgemacht hat, Valfaris. Ich kenne so viele Wölfe die durch ihr schlimmes Schicksal einfach verbittert sind, doch das macht sie nicht zu schlechten Wölfen!"


"Vielleicht hast du recht, aber etwas sagt mir das er nichts gutes im Schilde führt, mir kommt es so vor als wenn ich ihn kennen würde, nur ich weiß nicht woher.."

Meinte Valfaris und setzte sich in den Schnee.


Shita legte sich hin. Sie behielt den Neuen im Auge. Auch ihr war der kräftige Rüde nicht geheuer. Wahrscheinlich hatte ihre Mutter sie vor dieser Art Wolf gewarnt.


Saphir sah den drei Wölfen nach. Er verdrehte die Augen. Dass er auch nur darüber nachdachte war gerade zu lächerlich. Valfaris Blick war so merkwürdig, hatte er ihn etwa erkannt? Der Rüde überlegte. Sollte er ihn gleich töten? Warum kam dieser bescheuerte Alpha nicht endlich zurück. Er wollte seinen angestauten Frust abbauen.


Der Blick und die Ausstrahlung des Fremden missfielen Valfaris mehr und mehr. Er drehte sich zu ihm und sah ihm misstrauisch in die Augen, sein kalter Blick durchfuhr seinen Körper. Etwas stimmte nicht, doch Valfaris hätte keine Chance gehabt, er war zu verletzt um es auf einen Kampf ankommen zu lassen.


Tokala setzte sich zu Noir und leckte sie beruhigend, sie wusste zwar nicht, was sie hatte, fragte aber nicht, denn es musste etwas mit Saphir zu tun haben. Die Fähe legte den Kopf schräg und betrachtete Saphir. Er erinnerte sie an Schogar Kan, der Anführer des Rudels Zahllos, aber natürlich war er viel zu jung für ihn. Jedoch hatte er gewisse Ähnlichkeiten. Tokala lief ein Schauer über den Rücken.


Saphirs Augen verengten sich. Er ließ sich solche Blicke nicht gefallen und das zeigte er deutlich. Nur knapp konnte er ein Knurren unterdrücken. Doch er war kampfbereit, sollte ihm auch nur einer der Anwesenden einen Grund dafür geben.


Die Frage, wer er ist, zerriss Valfaris. Irgendwie hoffte er, dass das Rudel Saphir nicht aufnehmen würde, seine finstre Ausstrahlung machte Valfaris wuschig. Er ging wieder in die Höhle, denn der Schnee störte. Im Vorbeigehen spürte Valfaris, Saphirs Anspannung. Er blieb zögerlich stehen und fragte sicher:

"Wer ist dein Vater?"

Er war sich recht sicher, dass er es nicht wagen würde ihn anzugreifen, auch wenn er stark war, würde er nicht gegen Wölfe und eine Schneeleopardin ankommen.


Saphir knurrte kurz. Nicht so wie ein Wolf knurrte wenn er langreifen wollte, eher einfach nur genervt. Wer sein Vater war wollte dieser komische Wolf wissen? Was ging ihn das an? Seinen Vater kannte kaum jemand, der Name seines Großvaters hätte wohl eher für Gänsehauteffekt gesorgt, doch er antwortete mal brav auf Valfaris Frage:

"Der Name meines Vaters war Lupus. Ich gehe davon aus, dass er dir keineswegs etwas sagt. Mein Vater ist schon lange tot, er war ein Verlierer, der sich von dahergelaufenen Streunern hat töten lassen, obwohl er ein Rudel zu führen hatte. Ein Schwächling eben."

Ein fieses Grinsen huschte über seine Lefzen. Ein Grinsen das schon fast einer Drohgebärde glich, so kalt war es und so voller Hass.


Ziele hatte. Manche würden denken, dass Saphir aber dadurch ein schlechter Wolf sein musste, doch Schiriki wusste, dass auch Schogar Kan ein Wolf guten Herzens war, den das Schicksal, lediglich in die falsche Richtung gelenkt hatte Schiriki blickte Saphir unverwandt an. Mit ruhigen, ehrlichen Augen. Er kannte Lupus. Er war damals einer der engsten Vertrauten Schogar Kans im Rudel Zahllos gewesen und wurde schließlich bei dem Kampf in dem Tal des Wolfes mit der Narbe, der jedem einen Hinterhalt legte, getötet. Kein erbärmlicher Tod also. Dass Lupus jedoch der Vater von Saphir war würde bedeuten, dass wir hier den Enkel des großen Schwarzen vor uns liegen hatten. Doch auch dies ließ Schiriki nicht über Saphir urteilen, denn es musste ja nicht sein, dass er die gleichen.


Tokala wusste nicht wer Lupus war, aber Schiriki hatte einmal vor langer Zeit von ihm erzählt sie kramte in ihrem Gedächtnis, wer war er? Dann plötzlich traf sie der Gedanke wie ein Schlag. Schogar Kan-> Lupus-> Saphir. Tokala begann zu zittern, unbewusst stellte sie sich vor den verletzten Valfaris, falls Saphir ihn angreifen wollte. Schogar Kan war sein Großvater. Diesen Wolf durften man nicht aufnehmen!


In Valfaris Ohren hallte das leise Knurren Saphirs wieder. Er blieb am Eingang stehen und blickte unverändert hinaus.

"Hm."

,murrte er, denn Lupus sagte ihm nichts, doch als Tokala sich vor ihn stellte, wurde Valfaris klar, dass etwas mit diesem Lupus war. Der Hass in seiner Stimme ließ darauf deuten, dass er scheinbar nicht viel von seiner Familie hielt. Valfaris wandte sich wieder zu ihm um.

"Und wer ist dein Großvater?"

fragte er dieses mal unsicher, er konnte nur raten, dass es etwas mit dem Vater seines Vaters zu tun haben könnte. Lupus war ihm auch mal durch die Ohren gegangen, doch weswegen wusste er nicht. Schirikis Offenheit zu Saphir gefiel Valfaris nicht. Schiriki war zu zutraulich Saphir gegenüber.


Nervös sträubte sich Tokalas Fell. Saphir musste fort. Warum vertraute Schiriki ihm? Er war der Sohn des Sohnes von Schogar Kan. Er hatte Schirikis Eltern getötet. Nein, diesen Wolf durfte man nicht aufnehmen.


Noir rannte auf Saphir zu

"Warum hasst du deine Familie? Nur weil sie nicht so stark waren wie du? Du bist böse! Ich kenne dich irgendwoher! Ja, du siehst aus wie der Wolf ,den ich am meisten fürchte! Wie der Wolf, der meinen Vater tötete und mich und meine Mutter aus unserem Rudel verbannte!"

Noir knurrte ihn mit kaltem Blick an, sie hasste diesen Wolf und keiner konnte sie vom Gegenteil überzeugen, sie starrte Schiriki in die Augen und meinte scharf:

"Er ist böse, verstehst du das nicht? Du weißt, wer er ist! Warum vertraust du ihm?"


Noir schaute den Wolf nun mit genau dem selben kalten Blick an wie er selbst, er war schrecklich, und sie hatte Angst ,aber das wollte die Welpin nicht zeigen, sonst wäre sie verloren, sie hatte alle ihre Glieder angespannt, sie traute ihm nicht und war deshalb, auf alles vorbereitet.


Valfaris erschrak leicht, schnappte sich Noir und ging mit ihr ein Stück weg. Etwas böse flüsterte er zu Noir:

"Toll! Vielleicht hast du es jetzt geschafft, dass er uns angreift, zumindest bin ich mir sicher, dass er darauf hinauswollte, er ist genau wie sein Großvater. Du solltest kein Risiko eingehen und ihn reizen, das ist nicht gut."


Valfaris wandte sich soweit, dass er ihn knapp im Blickwinkel hatte und sah ihm leicht drohend entgegen.


"Noir!"

Sagte Schiriki mit lauter durchdringender Stimme.

"Du hast Schogar Kan nicht gekannt! Keiner von euch hat ihn gekannt, auch du nicht Tokala. Du weißt nur was er getan hat, aber nicht warum er es tat. Er wollte eine Welt, in der kein Wolf so leiden musste, wie er es getan hatte, als er ein hilfloser Welpe war. Er wollte nichts Böses. Er wollte helfen, er kannte nur den rechten Weg nicht!"

Schiriki sah sie alle der Reihe nach an.

"Bitte"


Sagte sie fast flehend

"Bitte urteilt nicht über diesen Wolf"


Schiriki wies auf Saphir

"Nur weil ihr seine Vorfahren gehasst habt. Was wissen wir schon über ihn. Gibt es denn überhaupt böse Wölfe? Wer urteilt darüber, was böses ist? Erst wenn wir ihn kennen, wissen wir wie er wirklich ist. Macht euch doch kein Bild über etwas, das ihr nicht kennt. Jeder von uns könnte von Schogar Kan abstammen ohne etwas dafür zu können. Es kann doch sein, dass dieser Wolf ganz anders ist!"


Noir sah Schiriki an und sagte:

"Nein er kann nichts dafür! Aber er kann es ändern, er kann anders sein! Du glaubst doch nicht wirklich, dass er hier ist, um sich unserem Rudel anzuschließen ? Schau doch, wie er uns anschaut! Ich habe Angst, aber du verstehst das nicht. Du hast nicht mitgekriegt wie mein Vater starb, ich weiß nicht, ob er es war und ich habe auch versucht keine Vorurteile gegen ihn zu hegen, doch er lacht nicht! Er tut so als wäre er der Boss und wir lassen uns das gefallen! Er ist gefährlich, siehst du das nicht ?"

Noir schaute zu Boden, eine Träne lief ihr übers Gesicht, sie flüsterte leise:

"Nehmt ihn halt auf! Aber ich, ich werde ihn immer hassen!"

Dann lief sie in die hinterste Ecke der Höhle und dachte an ihren Vater und ihre Mutter und nun kullerte nicht nur eine Träne über ihr Gesicht, sie schluchzte ,wo war Lioku nur? Vielleicht würde er sehen, dass der Wolf einfach nur böse war. Die Kleine schaute Saphir in seine kalten Augen, sie erzitterte und kugelte sich noch mehr zusammen. Sie versuchte Schiriki zu verstehen, doch sie konnte es nicht. Noir wusste nicht was in Schiriki vorging, sie war traurig, und ihr Herz schmerzte. Warum gab es diesen Wolf der ihr ihren Vater genommen hatte?


Nachdem Noir gegangen war, ging Valfaris zu Schiriki und sah ihm direkt in die Augen

"Wenn er wirklich anders wäre, würde er nicht so sein! Er ist kalt und gefühllos, sieh ihm doch in die Augen, kannst du nicht den Hass sehen?"


Er wandte sich ab und ging Noir hinterher um sie zu beruhigen.


Der Wolf schaute Noir an, sie merkte, wie er fast unmerklich grinste, ein Schauer durchlief immer wieder ihren kleinen Körper. Valfaris kam zu ihr, sie stotterte:

"Ich, ich, ich habe solche Angst-t-t, schau d-d-och wie er guckt, als wäre er böse, so böse, dass er aussieht wie der Teufel!"

Sie fragte sich wann Lioku kam. Er hatte doch zu ihr gesagt, dass er bald wieder kommen würde, doch er kam nicht. Es war erst ein Tag vergangen, doch sie wünschte sich so, dass er kam und sich entschied, wenn er sagen würde, dass er ihn akzeptiert, würde Noir es auch akzeptieren, doch sie hoffte das Lioku das nicht tat. Denn sie hasste, sie hasste diesen Saphir.


"Noir."

Sagte Schiriki ruhig und mit einem leichten Lächeln auf dem Gesicht.

"Wir haben doch alle Angst! Im Grunde fürchten wir uns doch immer vor Neuem, aber wir sollten Saphir eine Chance geben, stell dir doch mal vor du kämst in ein Rudel, alle hätten Vorurteile und würden dich hassen, bevor sie dich kennen!"


Sie kuschelte sich an die Welpin.

"Ich bitte dich, gib ihm eine Chance!"



Tokala heulte auf:

"Schiriki! Schogar Kan hat deine Eltern getötet. Er hat mir mein Rudel und meinen Gefährten genommen! Ob ich ihn nun kenne oder nicht, er hat mein und dein Leben zerstört, nur Waka hat uns eine neue Chance gegeben! Ich habe das Recht ihn zu hassen, ob ich ihn nun kenne oder nicht und ich weiß das er schrecklich ist. Und dieser Wolf da,"

Sie zeigte auf Saphir,

"Ist sein Enkel! Und er ist böse, das sieht man! Spürst du es denn nicht? Ein Wolf muss es nicht mit seinen Sinnen wahrnehmen. Er kann es auch im Herzen fühlen!"


Sie wusste, dass diese Worte Saphir aufregen konnten, er könnte angreifen, aber im Moment war es ihr egal. Sie war taub und blind vor Schmerz. Warum verstand Schiriki nicht? Wusste er nicht mehr, was ihr ihr Rudel und Tika Kan bedeutet hatte? Wusste er nicht mehr, wer seine Eltern getötet hatte? Sie rannte aus der Höhle, fort von da, rannte und rannte. Unter einem Baum ließ sie sich nieder, versuchte den Schmerz zu unterdrücken, zu vergessen. Langsam beruhigte sie sich wieder. Sie stand auf und ging langsam zur Höhle zurück, draußen setzte sie sich hin und atmete tief aus.


Schiriki sah Tokala nach und schüttelte den Kopf.

"Doch Tokala, ich verstehe dich, aber ihr, ihr könnt mich nicht verstehen."


Flüsterte er leise vor sich hin. Schiriki sah noch einmal zu den anderen, schüttelte erneut den Kopf, seufzte tief und trottete dann langsam davon.


"Das habe ich bereits!"

Meinte Noir verstört.

"Wenn ich in ein Rudel kommen würde, würde ich lächeln und fragen ob ich mich in die höhle legen darf ich würde nicht alle mit diesem kalten Blick anstarren und auch nicht sagen dass meine Familie doof wäre! Doch ich werde ihm noch eine Chance geben!"

Nun sagte sie etwas lauter:

"Nur noch eine einzige!"


Dann sah sie dem Wolf ins Gesicht sein Blick lies ihr Herz erfrieren und eine kalte Wut stieg in ihr auf, sie hasste diesen Charakter! Warum lächelte er nicht, warum? Die Wut wurde immer stärker am liebsten währe sie aufgestanden und hätte dem Wolf die Mundwinkelhochzuziehen nur damit sie ihn einmal lächelnd sah! Doch sie blieb brav an ihrem Platz.


Saphirs Blicke folgten den Reaktionen der einzelnen. Unberührt von der ganzen Sache sah er zu. Dann erhob er laut und deutlich das Wort.

"Kleine dumme Wölfin, Noir dein Name ja? Ich soll deinen Vater getötet haben? Da bist du dir sicher? Deine Mutter aus einem Rudel verbannt haben? Das ich nicht lache. Ich hätte sie getötet."

Seine Augen blitzten kalt.

"Ich war noch nie in meinem Leben Alpha eines Rudel, schlag dir aus dem Kopf das ich deinen Vater getötet haben und jener Wolf bin, den du schon dein Leben lang hasst. Hass mich nicht für etwas das ich nicht getan habe. Du wirst noch früh genug Gelegenheit finden mich zu hassen."

Er sah kurz zu Schiriki, doch dann wieder zu Noir.

"Der Alpha des Rudels ist dein Adoptivvater? Stell dich schon mal darauf ein das, wenn er zurück kommt, du auch diesen Vater verlierst."

Nun wandte er den Blick endgültig an Schiriki.

"Du vertraust mir Blind ja? Das wird auch dein Unglück sein. Es gibt böse Wölfe, du lebst in einer Fantasiewelt wenn du glaubst dass es anders ist."

Nun sah er noch zu Tokala.

"Pass auf Wölfin, wenn Schogar Kan versäumt hat dich zu töten, könnte ich das ja wieder gut machen, indem ich es übernehme."

Mehr hass als in diesem Moment in seinen Augen zu sehen war, hatte er noch keinem Wolf gegenüber ausgestrahlt, seit er hier angekommen war. Er knurrte, dieses mal angriffslustig. Er entblößte die Zähne. Er duldete keine weiteren Worte die irgendetwas mit ihm zu tun hatten.


Noir würde ihm noch eine Chance geben, doch würde Tokala das auch können? Sicher, er hatte ihr nichts getan, aber durch den Streit mit Schiriki war sie völlig fertig. Sie lief zu Schiriki hin und vergrub ihre Schnauze in seinem Fell.

"Es tut mir leid, Schiriki. Ich hätte dich nicht anschreien sollen. Ich bin am Ende, mein Herz fühlt sich an, als wollte es gleich zerreißen."


Noir lief zu Tokala.

"Ich verstehe wie du dich fühlst den er sieht aus wie der der mir meinen Vater nahm und daran Schuld war dass meine Mutter starb!"

Noir wollte ihr nicht ihr ganzes Leben erzählen, da sie dachte dass sie, wenn es sie interessierte, sie sie fragen würde und dann würde sie es ihr erzählen. Noir erzitterte als sie die Worte von dem Wolf hörte, sie konnte ihre Wut nicht mehr halten und fauchte:

"Du wirst Lioku kein Haar krümmen! Ich warne dich wenn du ihm auch nur zu nahe kommst werde ich dich in Stücke reißen und dann kannst du sehen was du tust! Ich hasse dich! Du bist so gemein was habe ich dir getan das du mir meinen Vater nehmen willst? Ich liebe ihm gegen Satz zu dir! Du hast ein Herz aus Stahl und niemand wird dieses Herz je lieben! Ich hasse dich!"

Noir hatte nun ihre Stimme zu einem grollen erhoben und knurrte:

"Raus hier! Und lass dich nie wieder hier blicken!"

Sie zog die Lefzen hoch und lies ein grollen aus ihrer Kehle erklingen, sie wollte nicht wieder einen den sie liebte verlieren.


Schiriki blieb stehen und schmiegte sich sanft an Tokala.

"Ich verstehe was du fühlst. Doch ihr alle, ihr wollt mich nicht verstehen. Lasst mich bitte allein."

Er sah zu Saphir und schüttelte den Kopf.

"Um mein Vertrauen zu erlangen wird einer wie du Jahre brauchen. Ich habe lediglich etwas gegen Vorurteile!"

Er sah noch einmal zu Noir und Tokala und schritt dann langsam davon.


Tokala sah Schiriki nach, doch sie verstand, doch sie stimmte ihm nicht zu. Dann lächelte sie Noir beruhigend an und fragte:

"Willst du mir deine ganze Geschichte erzählen?"


Saphir funkelte Noir an. Dieser Welpe war einfach zu frech. Er knurrte drohend und schnappte sie im Nacken. Warf sie erst mal gegen die Höhlenwand. Ziemlich heftig, sie konnte ja froh sein das er sie nicht gleich tötete.

"Halt endlich dein Maul du blöder Welpe. Red doch nicht so doof daher, wie willst du mir denn auch nur ansatzweise wehtun?"

Er hatte sich nun drohend aufgerichtet und sah zu den anderen. Nun war er bereit jeden der es noch wagte ihn anzumachen, die Kehle durchzubeißen.


Schiriki seufzte und schritt hinüber zu Noir. Sie war anscheinend jetzt endgültig durchgedreht. Er packte sie im Nackenfell und zischte zwischen seinen Zähnen hervor.

"Sag mal willst du denn unbedingt sterben?"

Fragte er und ließ sie los. Er sah sie finster an und sah dann zu Saphir.





Geschlecht


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Kyro, Lijenna, Joshua



16.05.2010 19:27
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Lunar
Luciano Nacho






Art
Wolfsträumer (+)

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Plot 6: Neue Freundschaften # 18.11.2004-12.12.2004
Schiriki: 45
Noir: 41
Valfaris: 27
Tokala: 27
Shita: 26
Saphir: 11
Jeanne: 7

Gesamt: 184




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Charakterbogen


Kyro, Lijenna, Joshua



24.07.2010 12:24
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