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Lunar
Luciano Nacho






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Die Fremde - 1. Forum
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Die Fremde




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Kyro, Lijenna, Joshua



08.07.2010 13:37
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Lunar
Luciano Nacho






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Wolfsträumer (+)

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Die Fremde (Winter) - 30.01.2005 - 06.02.2005
Inplaydatum: 03.03.2005



Eine Mondzeit war ins Land gezogen seit der Ranz. Jeden Tag wurde es wärmer. Die Nahrung war noch immer rar, doch eine Herde Rehe verweilte wieder im Tal. Auch sie hatten es nicht leicht Nahrung zu finden, doch es gelang ihnen, mit Müh und Not.


Kataka, eine Silbergraue sehr muskulöse Wölfin trieb sich seit dem Morgengrauen im Tal umher. Sie hatte die Reviergrenzen überschritten, ohne Entdeckt zu werden. Sie verstand sich darauf, nicht gesehen zu werden und so würde sie auch niemand bemerken, wenn sie es nicht wollte.


Lioku war glücklich und zufrieden. Seinem Rudel ging es bestens, seine Gefährtin würde bald Welpen bekommen und er würde zum ersten mal Vater werden. Von der nahenden Gefahr ahnte er nicht das geringste.


Katan saß vor der Höhle, streckte sich ausgiebig und gähnte. Er musste noch immer an die Sache mit Saphir denken. Dem hatten sie es aber gegeben, er und Noir, dachte er selbstgefällig.

"Hmmm ich bin super"

murmelte er grinsend. Er stand auf, tappte noch ein wenig schlaftrunken zu Lioku, schmiss sich auf dessen Rücken und begann auf seinem Ohr zu kauen.


Lioku grinste zu Katan, ließ ihn mal machen.

"Warum bist du denn so super?"

Er hatte die gemurmelten Worte des Kleinen gehört und konnte sich nichts genaueres Vorstellen, warum er das gesagt haben könnte. Er grinste leicht und schleckte dem Welpen übers Gesicht.


Katan grinste keck.

"Letztens habe ich mich im Wald verirrt, Noir hat mich gefunden und dann war da dieser gefährliche schwarze Rüde. Wir haben Saphir die Stirn geboten und ihn im Kampf besiegt."

Er hielt inne, er übertrieb wohl etwas.

"Na ja also eigentlich kam er und fragte ob man uns nicht gesagt hat das wir nicht alleine im Wald rumlaufen sollen, dann haben wir ihm die Meinung gesagt und er hat klein bei gegeben. Aber er wollte uns sicher fressen... na ja er sagte er täte es wenn wir nicht nach Hause gingen."


Katan hatte ein so breites Grinsen auf dem Gesicht das man meinen könnte die Mundwinkel träfen am Hinterkopf wieder zusammen.


Sie nickte.

"Ich glaube ich versteh schon was du meinst..."

Dann sah sie zu dem Grauen herüber, spielte mit ihren Ohren und musterte ihn mit schräggelegtem Kopf.

"Wer ist das?" Sie hielt die Nase in den Wind. "Er riecht nicht sehr nach dieser Umgebung...ist er auch neu?"

Sie sah wieder Akira an, den Grauen jedoch aus den Augenwinkeln weiter beobachtend.


"Ich weiß nicht wer er ist und woher er kommt, aber sehr viel Glück schien er nicht gehabt
zu haben"


Sie musterte den Rüden noch einmal und wand sich dann wieder an Darkjania.

"Er trägt viele Narben"

Sie überlegte kurz und sagte dann.

"Ich glaube sein Name ist Attaché, er ist einer der drei neuen des Rudels"



Mali lief umher, als sie auf einmal auf Ryu traf. Ihm hatte sie während der Ranz das Revier gezeigt.

"Hey, du!"

sagte sie unschlüssig.


Ryu hatte die letzten Wochen das Revier genauer untersucht. Nach dem Mali ihm einiges gezeigt hatte, wusste er ungefähr wo alles war, doch nun kannte er sich wirklich aus. Es war das erste mal das er einen Ort wirklich als Heimat bezeichnen konnte. Glücklich darüber streunte er im Wald umher und kehrte nun zum Rudelplatz zurück. Ohne es wirklich zu realisieren hielt er fast automatisch nach Mali Ausschau.


Nyana streunerte gerade etwas abseits vom Rudelplatz durchs Revier. Auch sie war zufrieden mit sich und der Welt - momentan konnte es wirklich nicht besser laufen.
Gedankenverloren streifte sie umher und schnupperte mal hier, mal da auf dem Boden herum, um eine mögliche Fährte erkennen zu können. Wenn sie noch mehr Glück hatte würde sich vielleicht noch ein Hoppler auftreiben können...


Attaché bemerkte die Blickte der Fähen. Was hatten die? Heckten die etwas aus? Missmutig bemerkte er das er schon wieder verurteilte. Er hatte sich doch vorgenommen damit aufzuhören. Er kannte sie nicht, er durften nicht urteilen, dachte er sich. Beim genaueren Betrachten sahen die beiden ohnehin friedlich und nett aus. Ob das nur Fassade war? Vielleicht. Wölfe haben viele Tücken.

Mali schaute Ryu mit schiefgelegtem Kopf an.


Ryu entdeckte Mali und begann mit der Rute zu wedeln. Freundlich lächelte er ihr entgegen.

"Hallo Mali. Schön dich zu sehen."

Er ging noch einmal einige Schritte auf sie zu, so das er direkt vor ihr stand.

"Ich wollte mich noch bei dir bedanken, dafür, das du dir die Zeit genommen hast mir das Revier zu zeigen."


„Hab ich doch gern gemacht.“

sagte sie verlegen.

"Ich wollte gerade in den Wald, kommst du mit?"

fragte sie dann. Eigentlich hatte sie vor zu jagen, aber das musste sie ja nicht.


Lustig wie Noir war lief sie mal dahin mal dorthin. Neugierig begutachtete sie die Neuen. Ihr war langweilig und sie überlegte ob sie Saphir ärgern sollte.Doch sie entschied sich dagegen. Vielleicht hatte Schiriki damals doch recht gehabt! So blinzelte sie einfach zu Katan und Lioku, die anscheinend viel Spaß hatten.


Katan nahm Notiz davon, dass Noir sich anscheinend langweilte und ließ von Lioku ab. Er trabte auf Noir zu, drehte sich aber nochmal um und rief Lioku zu:

"Du wirst schon sehen, eines Tages bin ich auch mal so groß und stark wie du. Bestimmt schon bald!"

Er grinste frech und lief dann zu Noir. Er kläffte, sprang sie an und schubste sie spielerisch um.

"Ha ha, ich hab dich!"

rief er triumphierend als er Noir auf den Boden drückte.


Ryu nickte der Wölfin freundlich zu. Er wollte noch warten, bis sie vor gegangen war.

"Hättest du Lust mit mir gemeinsam zu jagen?"

Er sah sie freundlich an. Beobachtete sie unablässig. Irgendwie fühlte er sich in ihrer Nähe komisch. Ihm wurde ganz warm ums Herz.


Mali lächelte und ging los in Richtung Wald.

"klar, ich wollte eh gerade jagen..."

meinte sich. dann lief sie schneller und rief dann:

"los fang mich!"


Überrumpelt von Katans Angriff lag sie am Boden. Sie drückte sich mit den Pfoten vom Boden ab.Wacklig stand sie auf den Beinen.

"Wie gemein! Ich will auch huckepack!", grinste Noir fröhlich.


Sie hörte schweigend zu, und sah hin und wieder zu Attaché herüber.

"Ich werde mal mit ihm reden."

Sie erhob sich, streckte sich und wollte sich schon zum gehen wenden, hielt inne und sagte noch leise:

"Viel Glück bei Saphir...du schaffst es bestimmt."


Damit trabte sie in einem kleinen Bogen auf Attaché zu, den Blick dabei abwendend, um ihm ihre Friedlichkeit zu demonstrieren. Einen Meter links von ihm blieb sie stehen und sah ihn mit aufgestellten Ohren an.

"Hallo. Bist du Attaché?"


Sie wartete nicht bis er geantwortet hatte sondern ergänzte erst:

"Ich bin Darkjania."



Syracus trabte durch den Wald, wohl mit einem ähnlichen Ziel wie die Gefährtin des Alphas... er wollte Beute für Eilan finden... seine Angehimmelte...

Er hielt jedoch inne, als er etwas sah und duckte sich, doch dann musste er über sich selbst grinsen, als er Nyana erkannte... hatte er sie doch glatt für ein weißes, großes Beutetier gehalten, nun blieb er stehen und wartete etwa ab...


Tokala lag neben Kyro und beobachtet die anderen, viele Neue waren dazu gekommen und sie blickte noch nicht ganz durch. Als zwei neue, eine Fähe und ein Rüde sich vorstellten entschied sie sich spontan dazu zukommen. Sie lief zu den beiden und grinste sie an: "Hi ich bin Tokala und wer seit ihr?" Tokala lächelte freundlich und sah von einem zum anderen. Den Rüden konnte sie nicht einschätzen, aber die Fähe schien sehr nett.


Katan der ja doch ein bisschen größer war als Noir löste sich grinsend von ihr und legte sich auf den Boden.

"Na dann hüpf rauf!"

sagte er schwanzwedelnd. Gedulidig blieb er liegen und wartete darauf das Noir auf seinen Rücken kletterte.


Attaché bemerkte die Fähe die auf mich zu kam, hielt es nicht mehr aus liegen zu bleiben und sprang auf.

"Der bin ich wohl, sei mir gegrüßt!"

Sagte er mit leicht klammer Stimme und machte zwei Schritte rückwärts um noch immer alles im Blick zu haben, auch wenn er jetzt die Wölfin die ihm gegenüberstand fixierte. Was wollte sie? Er begutachtete sie kritisch und misstrauisch.

"Kann ich irgendetwas für dich tun?"

Sprach Attaché mit einem missmutigen Unterton in der Stimme. Es war nicht so das er unbedingt in Ruhe gelassen werden wollte, er hatte nur Angst das er sie irgendwann mögen könnte und sie ihn hinterginge oder das Schicksal sie an sich riss und fortnahm.


Leicht verunsichert legte sie den Kopf schief, und lächelte ihn freundlich an, sie war ja selbst noch neu und wollte besser vorsichtig sein.

"Ähm, eigentlich wollte ich nur hallo sagen, aber wenn ich dich störe kann ich gehen..."

Leises Bedauern lag in ihrer Stimme, und mit bemüht ausdruckslosem Gesicht sah sie ihn an, was jedoch nicht ganz gelang, schien sich ihre Hoffnung auf einen weiteren Kontakt hier noch nicht zu erfüllen. Unschlüssig stand sie vor ihm, langsam die Rute von einer zur anderen Seite schwingend.


Unsicher was er tun sollte legte Attaché die Ohren zurück. Es schien als hätte die Fähe wirklcih nichts Böses im Sinn. Er versuchte sie anzusehen, aber die Geräusche und die Bewegungen die von alen Seiten auf ihn einzudringen schienen ließen ihn immer wieder zur Seite springen, aufhorchen, hochfahren, zusammenzucken. Er wusste nicht was er sagen sollte. Er wollte schon gern mit ihr reden, er wollte nicht allein sein, doch er hatte Angst sich jemandem anzuvertrauen. Ohne darüber nachzudenken lief er los und verschwand im Wald. Nach einer Weile blieb er stehen.

"Verdammt"
, sagte er: "VEEEEEEEEERDAAAAAAAMMT!!!"

Ein wenig keuchend, enttäuscht von sich selbst und vollkommen durcheinander ließ er sich auf dem Waldboden nieder.

"Was hab ich bloß gemacht?"

Er sah Richtung Rudelplatz.

"Ich wünschte sie käme hierher... ich bringe es ja doch nicht fertig zurückzugehen"


Sie legte den Kopf auf die Andere Seite und sah ihm hilflos nach. Was nun? Ein paar Momente blieb sie stehen, dann lief sie los, zwar war er längst außer Sichtweite, so wie er gerast war, aber seiner Fährte zu folgen war kein Problem. Sie erinnerte sich an Akiras Worte und beschleunigte ihre Schritte, flog beinahe an den Bäumen vorbei, und stoppte pötzlich abrupt als direkt vor ihrer Nase einer auftauchte. Kaum einen Zentimeter davor kam sie zum Stillstand, und lief sofort an dem Hindernis vorbei und weiter Attaché nach. Als sie ihn zwischen den Bäumen sah wurde sie langsamer und blieb schliesslich stehen...was wenn er überhaupt nicht mit ihr reden wollte...? Zweifel überkamen sie, und etwas verloren stand sie da, aber vermutlich hatte er sie eh schon gerochen...langsam trat sie auf ihn zu und sah ihn vorsichtig an, innerlich auf eine Abweisung vorbereitet.


Als er Darkjania zwischen den Bäumen stehen sah stand Attaché sofort wieder auf den Beinen. Jederzeit war er Flucht oder auch Kampfbereit. Er atmete schnell. Was war los? Er wollte doch dass sie hierher kam, freute er sich
denn nicht? Doch er freute sich, aber trotzdem löste sich seine Anspannung nicht. was sollte er denn jetzt sagen?

"H-Hallo"

brachte er verkrampft hervor. Mehr fiel ihm jetzt auch nicht ein. Hinter ihm zwitscherte ein Vogel sodass sein eines Ohr permantent zurückgestellt war, das andere bewegte sich abwechselnd nach vorn und nach links, zwischen Darkjania und dem Geräusch des Windes in den Ästen hin und her.


Sie setzte sich und sah kurz zur Seite, hatte er tatsächlich solche Angst vor ihr? Anders konnte sie sich sein Verhalten nicht erklären. Scheu lächelte sie ihn wieder an.

"Lauf doch nicht weg...ich tu dir nichts..."

Ihre Stimme war ruhig, friedlich, ja beinahe schon sanft zu nennen, und ihr Lächeln wurde ein wenig sicherer. Sie suchte nach weiteren Worten, um ihn zu beruhigen, konnte aber vorerst keine finden, und blieb einfach stumm, mal nach hier und mal nach dort sehend, doch immer wieder zu ihm herüberlächelnd.


Ansgt vor ihr? Nein nein das hatte er sicher nicht, Angst vor Dingen passieren könnten, aber nicht vor ihr. Die Worte eines Rüden hätten ihn in blindem Zorn ausarten lassen, aber weil Darkjania so lieb zu sein schien murrte er nur kurz und blieb regungslos stehen. Er musterte sie,man könnte es fast beobachten nennen. Sie saß so friedlich da, so gelassen. Wusste sie denn nicht das Gefahr hinter jedem Baum und jedem Stein lauerte? Wusste sie denn nicht das es Geschöpfe gab die vor nichts halt machten? Die Menschen waren so grausam dass Attaché sich immer wieder fragte warum die Natur ihnen so viel Macht geschenkt hatte. Wölfe waren auch grausam, dachte er, aber vielleicht nicht alle. Seine Eltern und Tiaka waren es nicht gewesen, vielleicht war Darkjania es auch nicht. Schwer schluckend setzte sich der Rüde.


Es schien zu klappen, immerhin war er nicht wieder fortgelaufen. Um noch einen Schritt weiter zu gehen legte sie sich hin, und sah nun mehr zu ihm hoch als herüber.

"Was erwartest du dass du so unruhig bist? Hast du ein Gewitter gehört?"

Ja, das wäre natürlich ein Grund, Gewitter fürchtete sie, denn durch sie entstand Feuer, und mit Feuer hatte sie keine guten Erfahrungen, und daher auch panische Angst vor Gewittern. Vorsichtig kraulte sie sich ein kleines Stück näher zu ihm, und wartete dann seine Reaktion ab.


Tatsächlich wurde Attaché einen Moment unaufmerksam und merkte nicht das Darkjania sich näher an ihn heranwagte, denn er musste leise lachen, was sich eher wie ein heiseres halb-husten-halb-keuchen anhörte.

"Gewitter macht mir keine Angst"

Sagte er kalt. Seine Augen starrten in den Schatten der Bäume, sein Blick war leer. Er sah wieder zu Darkjania.

"Glaub mir ich wäre froh wenn mein Leben nur aus Gewittern und Unwetter bestanden hätte"

Attaché grinste gequält und starrte wieder in die Luft.


Sie blieb erstmal liegen wo sie war und legte wieder den Kopf schräg, das schien eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen zu sein, und wirkte etwas ulkig weil sie den Kopf jetzt schon fast komplett umgedreht hatte.

"...aus...was hat es denn bestanden..?"

Sie sah ihn, wieder verunsichert, an, konnte sie sich doch nichts Furchtbareres als Gewitter vorstellen.

"...wenn ich das fragen darf..."

Fügte sie deutlich leiser und vorsichtig hinzu, und brachte ihren Kopf wieder in die normale Position. Mit den Ohren schlackernd lag sie nun da.


Attaché blickte nicht auf, ohne Ausdruck in seinem Gesicht kamen die Worte aus seinem Mund.

"Ich war immer allein, selbst als meine Eltern noch lebten, sie verbrachten ihre ganze Zeit miteinander, sie hatten ihre liebe noch nicht ausgelebt und hatten kein Bock auf mich. Ich hab gelernt für mich selbst zu Sorgen. Ich war ein junger Wolf, da fingen uns die Menschen, pferchten uns ein und trieben ihre Schindluder mit uns. Immer wieder schnitten sie uns die Haut mit metallenen Klingen auf, sie ließen uns immer wieder bluten, ich habe nie verstanden warum, wir hatten ihnen nichts getan. Bald darauf starben meine Eltern an einer Seuche und ich entkam erst dann als die Menschen dachte es hätte mich dahin gerafft. Draußen zwischen lauter Leichen bin ich aufgewacht. Ich lernte eine junge Wölfin kennen, sie half mir mich zu erholen, wir wurden Freunde doch wir fanden kein Rudel das uns aufnahm"


Er stockte und hielt inne.

"Auf Reisen fielen uns fremde Wölfe an, sie töteten sie!"

Diese Worte auszusprechen machte Attaché das Herz so schwer, das es ihm die Luft abschnürte und er benommen die Augen schloss. Seine sonst ständige Aufmerksamkeit verebbte, er lag nur da. Sein Körper zuckte und zitterte ein wenig. Schließlich atmete er schwer aus und öffnete die Augen, den Blick zu Boden gerichtet.


Während er erzählte veränderte sich ihr Blick, sie schien alle seine Worte vor ihren Augen abzuspielen, selbst zu erleben, und manchmal wurden ihre Augen finster, und als er fertig war sah sie ihn so traurig an als hätte sie genau das selbe hinter sich bringen müssen. Sie schüttelte sich, so gut das im liegen eben ging, und sah wieder zu ihm herüber, sie schien zu verstehen, oder zumindest zu glauben sie verstünde seinen Schmerz...

"Das...ist ja furchtbar!"

Ihr fiel wenig ein was sie sonst darauf hätte sagen können, da sie noch immer geschockt war von seinem Schicksal. Sehr sehr leise sprach sie irgendwann weiter.

"Hier gibt es keine Menschen..."

Sie kraulte noch ein Stückchen näher und sah ihn mit melancholischen Augen an, immer noch schien sie sein Leben immer wieder wie ihr eigenes innerlich zu wiederholen.


Attaché versuchte zu lächeln und sah Darkjania an.

"Es gibt keinen Ort an den Menschen nicht kommen können, sie haben Maschinen, merkwürdige Geräte von denen wir Wölfe nicht einmal zu Träumen wagen, doch sie haben die Mittel das ihnen kein Ort auf Erden verborgen bleibt. Und wo die Menschen nicht sind, dort herrscht trotzdem das Böse. Es ist weder Mensch noch Tier, aber es ist überall, es nimmt sich was ihm nicht gehört, es raubt Leben und Glück. Menschen wie auch Tiere werden von ihm besessen und treiben sich und andere ins Verderben."


Er sah den Boden unter seinen Füßen an, voller Hass.

"Es ist überall"


Sie setzte sich langsam wieder auf, sie hatte selten Menschen gesehen, und sie waren ihr nie zu nahe gekommen. Was meinte er, sie konnte sich keinen Reim darauf machen was er sagte...Fragend sah sie ihn an.

"was...was meinst du damit?"

Nun, vielleicht war ihr dieses Böse was auch immer nur entgangen weil sie noch recht jung war...aber was sollte das denn dann sein?? Sie erhob sich und trat
einen Schritt auf ihn zu, verharrte aber bevor sie den nächsten tat, wollte erst abwarten ob er damit einverstanden wäre.


Attaché rührte sich nicht. Er drehte langsam den Kopf und sah Darkjania an.

"Das Böse ist überall."

sagte er noch einmal.

"Jäger töten, auch wenn sie keine Nahrung brauchen, Gejagte fressen die Pflanzen, die ja auch Leben, auch ohne hungrig zu sein. Vielleicht nicht in diesem Tal, vielleicht auch nicht im nächsten, aber es gibt sie, die die es tun, die die das Böse in sich tragen. Ist nicht auch hier Böses im Tal? Dieser Saphir, der den Alpha töten wollte? Ist er nicht Böse?"


Nun wieder sehr unsicher stand sie da, versuchte Klarheit in ihre Gedanken zu bringen, die wie in einem Sturm durch ihren Kopf rasten. Das Böse..aber was war mit dem was Akira gesagt hatte? Wer hatte von den beiden denn nun Recht...? Sie sah zu Boden während sie sich bemühte zu verstehen. Er hatte es geschafft sie völlig aus dem Konzept zu bringen, alles wovon sie immer so überzeugt gewesen war bezweifelte sie jetzt, was wenn er nun Recht hatte...dann war es ein Wunder das sie noch lebte. Völlig verwirrt sah sie zu ihm herüber.

"Aber....."

Aber was? Fragte sie sich selbst, es gab nichts das sie seiner Behauptung entgegenstellen konnte...oder zumindest wusste sie nichts.


Tokala verstand überhaupt nix, was war denn mit den beiden los? Vorsichtig ging sie wieder zu den beiden.

"Ähhm, ich will ja nicht stören, aber ist irgendetwas los?"

Tokala war verwirrt, die beiden hatten sich noch nicht einmal vorgestellt ...


Attaché war nicht von gestern, er merkte sofort das er die schwarze Fähe total aus dem Konzept gebracht hatte. Er lachte noch einmal heiser, ziemlich leise.

"Was bin ich für ein Wolf, dass ich eine Fähe, die eben noch so fröhlich war, so sehr in ein Gedankenchaos stürze?" sagte er grinsend "Vielleicht bin ich der falsche um über Gut und Böse zu sprechen, denn ich kenne ja nur die Dunkelheit"

Er sah Darkjania an und lächelte.

"Ich glaube nicht das ich hier das Glück finden werde, ich habe eben kein Glück, aber ich wünsche mir Frieden"


Sie schüttelte energisch den Kopf, als könne sie ihre Gedanken so verscheuchen, und bemühte sich sie zu ignorieren, über grundlegendes konnte sie auch später nachdenken! Nein. Doch. Nein. DOCH! Sie zwang sich zu innerlicher Ruhe indem sie wieder einen Schritt auf ihn zu tat, nur langsam kam sie ihm näher.

"Ähm...was hältst du von nem Themenwechsel?"


Fragte sie, immer noch etwas verwirrt und weiter gegen ihre Gedanken ankämpfend. Das war wirklich kompliziert sich mit Rüden zu unterhalten...waren alle Rüden so? Sie hatte ja lange keine gesehen...


Attaché registrierte zwar das sie sich ihm schon wieder näherte, doch er rührte sich noch immer nicht. Inzwischen war er der Meinung das von ihr wohl keine Gefahr ausging. Er grinste sie fies an.

"Du hast doch dieses Thema angeschnitten, aber gut wir können es auch wechseln"

Er streckte seine Vorderpfoten, horchte ein wenig in die Umgebung hinein. Ab und zu wandt er den Kopf und sah sich nach Aktionen der um sie herum lebenden Waldbewohner um.


Lioku beobachtete Katan und Noir. Sollte er Saphir nun dankbar sein das er sie zurück gebracht hatte? Jedenfalls musste er den beiden endgültig Grenzen setzen. Er richtete sich auf und wuffte den beiden Welpen zu.

"Kommt mal her ihr beiden. Wir müssen reden!"

Geduldig wartete er, bis die beiden seinem Wuffen nach kamen.


Kataka hielt sich unweit von Nyana und Syracus auf. Den Rüden konnte sie nicht sehen, doch die Fähe hatte sie erspäht. Verborgen in einem Gebüsch lauerte sie. Sie beobachtete die scheinbar trächtige Fähe.


Ryu zögerte erst. So unbefangen mit anderen Wölfen umzugehen war er nicht gewöhnt. Dieses Rudel gefunden zu haben, war wohl ein großes Glück. In dieser harten Welt gab es nicht mehr viel solcher friedlicher Orte. Der große Rüde begann Mali hinter her zu laufen. Anfangs merkte man, wie zögerlich er sich bewegte, doch er wollte spielen. So lange war es her, seit er das letzte mal ausgelassen herum getobt hatte. Wohl war es ihm nur in seiner Welpenzeit vergönnt gewesen. Langsam holte er zu Mali auf.


Sie schlug einen Bogen ein und ging nun bis auf einen und einen halben Meter zu ihm, wo sie stehen blieb und ihn anlächelte, langsam ihre Sicherheit zurückgewinnend, und ihre Gedanken beruhigt.

"Ähm, egal, das war eher unbeabsichtigt...woher kommst du?"

Ihre Ohren hatten aufgehört ständig ihre Position zu wechseln, und begannen nun wieder damit, als wolle sie Fliegen verscheuchen wirkte es.


"Hmm",

sagte Attaché nachdenklich.

"Das ist einen gute Frage..."


Er grinste.

"Ich hab keine Ahnung!"

Er musste ein bisschen lachen bei Darkjanias verwirrtem Gesicht.

"ich weiß nur das es ein Land war das in zwei Reviere eingeteilt war, den Nord und den Südwald. Das ganze nannte man dann das Waldlandreich. Ich stamme aus dem Nordwald!"


Sie überlegte. Kannte sie das nicht irgendwoher...? Waldland...ja, eine der Fähen in ihrem Geburtsrudel kam von da...aber welche, das wusste sie nicht mehr.

"Ich glaube ich kannte mal Jemanden aus dieser Gegend...aber ich weiß nicht mehr wer das war..."


Sie legte den Kopf zur Seite, und erstarrte plötzlich in der Bewegung. Dann sprang sie auf Attaché zu, stupste ihn an und brachte sich sofort wieder auf zwei Meter Distanz, grinsend und in Vorderkörpertiefstellung.

"Fang mich...wenn du kannst."


Und damit sauste sie schon los, tiefer in de Wald hinein.


Bei Darkjanias abrupter Bewegung auf ihn zu sprang Attaché auf und fuhr erschrocken zurück. Er begann tief zu knurren, bis er merkte das es ja die Fähe war mit der er die ganze Zeit gesprochen hatte. Er verstummte und sah ihr hinterher wie sie in den Wald hinein verschwunden war. Was sollte denn das jetzt? Er verzog das
Gesicht, schüttelte den Kopf und schoss ihr Hinterher. Als er sie eingeholt hatte fragte er:

"Warum tun wir das? gehört das zu eurer Ausbildung?"

Im Reden rannte er weiter neben ihr her um sie nicht zu verlieren.


Kyro sah Tokala nach und gesellte sich dann zu Lioku. Er sah seinen Alpha neugierig an. Was wollte er den Welpen sagen? Der Rüde hatte den ernst in Liokus Stimme gehört und wartete nun ab was er sagen würde. Grinsend sah er den spielenden Welpen zu.


Sie lachte und hätte fast einen Baum übersehen, konnte jedoch im letzten Moment zur Seite springen und lief weiter wie zuvor. Falls man es denn noch laufen
nenen konnte, fast flogen ihre Pfoten über den weichen Waldboden, geschmeidig ihre Bewegungen und schneller werdend. Immer noch lag ein Lächeln auf ihren Leftzen.

"Ausbildung?"

Sie lachte wieder, und lief eine Kurve nach links.

"Das machen wir aus Spaß!"


"Spaß?"

Leichtes Unverständnis lag in Attachés Stimme. Er schlug die selbe Kurve wie sie und zog sein Tempo an sodass er wieder mit ihr auf einer Höhe war. Schließlich grinste er. Mit einem kräftigem Satz aus dem vollen Lauf sprang er sie an, sodass sie beiden den links von ihnen liegenden Hang hinunter kullerte, wie eine Kugel. Unten landeten sie auf einer weichen Moosdecke. Attaché schnaufte leicht, aber er grinste noch immer.


"Uaaah!"

Völlig unvorbereitet wurde sie zur Seite gerissen und rollte plötzlich den Hang herab, es ging ziemlich schnell, und schon lag sie auf der Seite. Sie lachte und sah zu ihm.

"Was war das denn?"

Sie sprang auf und gleich weiter, auf ihn zu. Immer noch grinste sie, und ihre Rute wirbelte munter hin und her.


Attaché lag ein breites Grinsen auf dem Gesicht. Seine Sorgen hatte er vergessen, stattdessen balgte er sich lieber mit Darkjania. Er sprang auf sie zu, schubste sie um und drückte sie zu Boden.

"Hab dich!"


Er sprang über sie rüber, funkelte sie an und stob davon.

"Wetten du kriegst mich nicht?!"
, rief er zurück.


"Hey!"

Sie sprang grinsend wieder auf die Pfoten, und jagte ihm nach, rasend die Läufe vorschnellend und sich gleich wieder abstoßend, schon zogen die Bäume verschwommen an ihr vorüber.

"Das werden wir ja sehen!"

Rief sie ihm nach, dabei immer und immer schneller werdend, und nur knapp konnte sie plötzlich los springen, als vor ihr ein umgefallener Baum auftauchte. Obwohl sie rannte als ginge es um ihr Leben, konnte sie die Distanz nur relativ langsam verkleinern.


Schiriki lag vor der Höhle. Er döste. Nach einer Weile schüttelte er verschlafen den Kopf, streckte sich aus und ließ sich auf die Seite fallen. Er gähnte und
schlief friedlich ein. Er schlief nicht sehr tief und wachte immer wieder auf, manchmal war es ein schnatterndes Eichhörnchen, manchmal auch ein zu selbstsicherer Singvogel der noch hätte Gesangsunterricht hätte nehmen müssen. nach einer Weile verzog sich Schiriki in die Höhle, ließ sich dort grummelnd nieder und schlief ein.


Attaché war es längst nicht mehr als würde er rennen. Nein, er flog nur so über den Boden. Mühelos sprang er über einen vor ihm auftauchenden Baumstumpf, duckte sich vor niedrighängenden Ästen und schlängelte sich durch das immer dichter werdende Unterholz. Er wollte nie wieder anhalten, so schön war es, mit so freiem Herzen, das man Angst haben musste das es davon flog, durch den Wald zu gleiten, schnell wie das Licht und so leicht wie ein Adler in den schwingenden Lüften. Er warf einen Blick zurück und sah wie Darkja langsam aufholte. Er beschloss ncoh ein bisschen mehr Gas zu geben.


Sie verzog die Leftzen zu einem frecheren Grinsen, so leicht würde sie nicht abzuhängen sein, und wenn er doch tatsächlich schneller war als sie, gab es ja
immernoch andere Möglichkeiten ihn einzuholen. Zwar war sie noch nicht lange hier, doch würde sie bestimmt irgendeine Abkürzung finden. Sie lief rechtsrum ins Dickicht, und rannte einen eigenen Weg, in der Hoffnung das er es nicht merkte und sie durch diese 'Abkürzung' tatsächlich wieder auf ihn treffen würde. Und falls nicht würde sie halt jaulen, irgendwie würde sie ihn schon wiederfinden. Irgendwie erstaunt von ihrer eigenen Sicherheit setzte sie ihren Weg fort.


Erstaunt sah Noir zu Lioku! Dann meinte sie frech:

"Dann trag mich bis zu Lioku!"

Sie kletterte vorsichtig auf Katans Rücken.

"Was ist den? Warum sollen wir kommen?", fragend sah sie Lioku an.


Sora beobachte das Rudel und hätte am liebsten mit irgendjemandem irgendwas gemacht. Aber anscheinend waren alle beschäftigt. langsam ging Sora zu einem sonnigen Platz in der Nähe der Höhle und setzte sich dort. .oO(vielleicht kommt ja irgendjemand zu mir, dem genauso langsweilig ist wie mir...)


Attaché rannte weiter, immer schneller, noch immer war er nicht am Ende seiner Möglichkeiten. Nach einer Weile blickte er nochmal zurück und erschrak.
Darkjania war verschwunden. Ohne anzuhalten sah er wieder nach vorn, horchte, hörte es links im Gebüsch kacken und zog eine Kurve dorthin. Das Darkjania in die andere Richtung gelaufen war, wusste er natürlich nicht. Er horchte, er witterte, doch er fand ihre Fährte nicht. Schließlich blieb er stehen.


Katan stemmte sich auf seine weißen Läufe und erhob sich langsam vom Boden. Mit Noir auf dem Rücken trottete er behutsam zu Lioku hinüber, schön auf seine Füße achtend damit er nicht stolpert.

"Was gibt's denn?"

Fragte Katan und sah Lioku schief an. Bestimmt gab es eine Standpauke, so wie der dreinblickte. Aber allgemein machte sich Katan ja nicht viel aus schimpfenden Erwachsenen. Sie waren eh nicht nachtragend.


Sie lief und lief, doch ihr Plan schien nicht aufzugehen. Fast eine halbe Stunde war verstrichen, und hechelnd stand sie irgendwo im Wald. Ihre Läufe waren schwer geworden, denn die ganze Zeit hatte sie ihre Geschwindigkeit beibehalten, und tappte nun müde weiter. Vielleicht sollte sie einfach mehr trainieren, um ihn das nächste Mal zu erwischen. Eine sehr sehr kleine Lichtung tat sich vor ihr auf, auf der vielleicht höchstens fünf Wölfe Platz gehabt hätten. Lächelnd legte sie sich auf das weiche, aber kalte Gras, und sah hoch. Doch kein Stern funkelte am Himmel, und auch der Mond war nicht zu sehen, eine dicke Wolkenwand schirmte alles ab. Ein paar Minuten blieb sie so liegen, bevor sie den Kopf in den Nacken warf und so laut wie langgezogen jaulte. oO(Hoffentlich bin ich nicht so weit weg das er mich nicht mehr hört!)


Tokala sah sich um, wollte nicht irgendjemand sich mit ihr unterhalten? Da fiel ihr Blick auf Sora. Schwanzwedelnd sprang sie zu ihrer Schwester und legt sich neben sie.

"Na, du? Langweilig hier, alle liegen faul herum."

Tokala sah Sora an, hatte sie auch nichts zu tun?


Nyana witterte unbedacht ein bisschen herum. Syracus konnte sie noch nicht wittern, doch plötzlich stieg ihr die Witterung einer ih fremden Fähe in die Nase. Aufmerksam blieb sie stehen und witterte noch einmal angestrengt. Was sollte sie nun tun? Immerhin war sie doch jetzt sowas wie die Gefährtin des Alpha... also durfte sie sie begrüßen... Vorsichtig ging sie ihrer Witterung nach und blieb schließlich vor der fremden Fähe stehen. Etwas misstraisch musterte sie sie. Konnte man ihr trauen? Doch dann beschloss sie, ihr normales Misstrauen einmal zu vergessen und zu versuchen, freundlich zu sein.

"Sei gegrüßt, Wanderin.Du befindest dich hier im Revier der Wolves of Freedom; ich heiße Nyana. Wie ist dein Name?"


Lioku sah zu Katan und Noir. Sein Blick war recht ernst, aber nicht unfreundlich. Oh ja, es sah nach Standpauke aus.

"Ich hab von Noir gehört das ihr im Wald herumgestreunt sind und auch noch den Schwarzen geärgert habt."

Er hatte Mitleid mit Saphir, gleichzeitig hätte der undruchschaubare Rüde auch ein Blutbad anrichten können.

"In Zukunft werdet ihr nicht mehr vom Rudelplatz weg gehen, nur wenn euch ein Erwachsener Wolf begleitet. Es gibt viele Gefahren in unserem Tal. Als Rudel sind wir stark, doch Pumas und Schneeleoparden würden euch töten. Ihr könnt nicht davon ausgehen, das uns alle sogut gesinnt sind wie Shita."

Er ließ den beiden nun Zeit etwas dazu zu sagen.


Kataka knurrte und trat angriffslustig auf die Wölfin zu, sie da auf sie zu kam.

"Mein Name tut hier nichts zu Sache."

Die Wölfin hatte eine recht tiefe Stimme. Ihr Körper zierte einige Narben die auf viele Kämpfe hindeutete.


Schiriki träumte. Er träumte immer wenn er schlief, das tat wohl jeder, doch Schiriki erinnerte sich auch nach dem aufwachen immer genau an seinen Traum. Er träumte wie er mit einigen anderen aus dem Rudel auf Jagd ging, es war Sommer und alles grünte. Die Sonne schien und die Vögel sangen. Nach einer Weile erwachte Schiriki. Er stand auf und trat hinaus ins freie. Es war schon dunkel und aus dem Wald zog eisige Kälte über den Rudelplatz. Schiriki seufzte zufrieden und sah zu Sora und Tokala. Er streckte sich, lief zu ihnen hinüber und legte sich dazu.

"Hallo meine Lieben, es ist ziemlich kühl nicht wahr?"


Attaché horchte noch immer in die Stille hinaus. Es wurde langsam dunkel, es war schon später Abend. Er spielte mit seinen Ohren und nahm jedes Geräusch aus seinem Umfeld auf. Plötzlich hörte er einen Wolf heulen. Er kannte die Stimme, denn sie gehörte zu Darkjania. Er sprang los und hetzte durch den Wald. Er flog durch das
dicht gestrickte Unterholz, glitt durch die Dunkelheit wie ein Schatten und schien mit der nacht Eins zu werden. Als er Darkja auf der Lichtung liegen sah wuffte er freundlich und trabte zu ihr. Er senkte den Kopf und knabberte ihr zärtlich am Ohr, dann legte er sich neben sie.


Mali sah aus dem Augenwinkel Ryu auf ihn zu kommen. Sie war gerade in den Wald gelaufen, als sie abrupt stehen blieb. Sie hatte ein komisches Geräusch gehört!


Ryu war Mali gefolgt und hatte noch einiges an Tempo zugelegt. Als sie urplötzlich stehen blieb, konnte der Rüde nicht mehr bremsen und rannte ungeschickt in sie hinein. Als beide auf dem Boden lagen, sah er die Wölfin mit schlechtem Gewissen an.

"Es tut mir leid, wie ungeschickt von mir."


Mali schaut ihn kurz an und drückte ihm dann eine pfote auf den kopf sodass Ryu die Augen schliessen musste. Dann schleckte sie ihm über die Nase. Aufeinmal rannte sie aber schon wieder los und blieb irgendwo stehen.

"Ich glaube hier ist irgenwo ein Reh viech, oder so..."

War er ihr böse?


Ryu folgte Mali mit dem Blick. Leicht überrascht richtete er sich auf und folgte der Wölfin. Nachdenklich blieb er neben ihr stehen, versuchte in ihren Augen lesen zu können, was sie dachte.

"Das Reh wird sich sicher bald ein anderes Plätzchen suchen wenn wir so laut sind."

Meinte er an Mali gewandt. Ein Lächeln zeigte sich auf seinen Lefzen.


Mali sah Ryu kurz an. Dann legte die sich auf den Boden und versuchte das Reh zu riechen...

"Stimmt, dann musst du leise sein"

sagte sie frech. Aber es war nicht so gemeint, sie wusste das sie auch laut gewesen war.


Sora grinste Schiriki und Tokala an.

"Mir ist langweilig und kalt ist es auch"

Dann sah sie sich um, das Rudel hatte viele neue Gesichter bekommen.

"Kennt ihr schon alle Neuen? Ich kenne eigentlich nur Darkjania, weil sie doch schon etwas länger da ist."

Sie legte sich hin und beobachtete die Neuen...


Arashi stand am Rand des Rudelplatzes zwischen den Bäumen. Sie fühlte sich hier noch ein bisschen fremd. Sie blickte sich um, vielleicht könnte sie sich zu irgendjemandem hinzugesellen. Schließlich tappte sie vorsichtig zu Tokala, Schiriki und Sora.

"Hallo"

Sagte sie schüchtern und nickte als Begrüßungsgeste mit dem Kopf.

"Darf ich mich zu euch legen?"

Sie legte den Kopf schief und wartete auf eine Antwort. Hoffentlich hatte sie nicht gestört.


Schiriki wandt sich an Sora.

"Nein ich kenne die neuen noch nicht, aber bald bestimmt!"

Er lächelte und bemerkte Arashi. Schiriki hob den Kopf und sah zu der neuen Fähe auf. Er tauschte kurz einen Blick mit den anderen beiden Fähen und nickte.

"Gern, du bist Arashi oder? Willkommen bei den Wolves of Freedom!"


Sora schaute zu Arashi.

"Hallo ich bin Sora"

, sagte sie freundlich zu Arashi.

Sie rückte ein bisschen näher an Schiriki, weil ihr kalt war. Dann lächelte sie nochmal Tokala an. Sie war ruhig geworden.

"Woher kommst du? Bist du über die Berge gekommen? Dort lebt mein altes Rudel, vieleicht bist du ihnen ja begegnet."


Fast wäre sie eingeschlafen, als sie sich nähernde Schritte spürte. Zufrieden lächelte sie als Attaché auf sie zulief, als er neben ihr lag stupste sie ihn
mit der Pfote an.

"Hab dich!"

Sagte sie frech grinsend, da ja er sie wiedergefunden hatte und nicht andersherum.

"Ich wollte eine Abkürzung nehmen...hat aber nicht so ganz geklappt..."


Fügte sie hinzu, und legte den Kopf auf die Pfoten. Einige Minuten blieb sie so liegen, bis sie die Ohren aufstellte und den Kopf wieder hob.

"Hm...ich war immer noch nicht beim Alpha...wird langsam mal Zeit..."

Doch sie machte keinerlei Anstalten aufzustehen, und schien dieses Vorhaben innerlich schon auf Morgen verschoben zu haben.


Tokala lächelte Arashi an und stellte sich ebenfalls vor. Als sie Sora und Schiriki einen Blick zu warf, merkte sie, dass sie die beiden wohl lieber alleine lassen sollte. Mit einem Schmunzeln stand sie auf und ging ein paar Schritte in den Wald. Als sie sich wieder umdrehte verschwand das Lächeln, alle waren so ruhig und langweilig. Nichts passierte. Da sah sie plötzlich Nyana mit einer fremden Wölfin, die sie anknurrte. Sofort lief Tokala zu den beiden und stellte sich neben Nyana, falls die fremde Wölfin feindlich gestimmt sei, würde Tokala Nyana jederzeit beistehen. "Wer bist du? Was tust du hier?" fragte sie die Wölfin knurrend. War das etwas noch so jemand, wie Saphir??


Syracus hatte es auch bezweckt, ungesehen zu bleiben, das gab ihgm die Möglichkeit, aus dem Hinterhalt anzugreifen, auch wenn es mittlerweile 2 Wölfinnen waren, er war doch ncohmal fast nene Kopf größer als sie und er verstand es, zu lämpfen, Der pechschwarze Körper war gespannt. Der Rüde schlich sich so weiter, dass er an der Seite der Fremden stand. Seine AUgen schienen aufzufunkeln, doch höchstens einer der Wölfinnen des Rudels hätten das sehen können...
Der Rüde war bereit, er vermutete, dass diese Fremde, ähnlcih wie Saphir, auf Kampf aus war, und er befürchtete, auf die vermutlich trächtige Nyana losgehen zu wollen... so war er vbereit, würde sie sie angehen, würde er hervorspringen, unbemerkt, und so einen klaren Vorteil ahben, zu wittern war er für die Unbekannte nicht, dazu stand der WInd zu ungünstig... Auch das leise Knurren war schwerlich zu vernehmen...


Kataka schien unbeeindruckt von den beiden Fähen. Wer so Naiv fragte, hatte keinerlei Kampferfahrung. Jedenfalls nicht genug um eine Wölfin zu besiegen, sie wie sie, ihr Leben lang nichts anderes gemacht hatte. Ohne das man es hätte vorhersehen können hätte, schnellte die Wölfin auf Tokala zu und verbiss sich in ihrem Vorderbein. Doch sie hielt den Biss nicht lange und sah die beiden Fähen nur noch drohend an. Sie war mit ihrem Auftrag noch nicht fertig. Die beiden störten.


Ryu schmunzelte erst, doch letztendlich konnte er garnicht anders, als die zierliche Fähe anzulächeln. Seine Augen bekamen einen leicht verträumten Ausdruck. Er empfand Gefühle für diese Fähe, die er zuvor noch nie verspürt hatte. Hatte er bisher immer geglaubt, soetwas wie Liebe existiere nicht in der Realität, so merkte er nun, wie er sich in diesem Punkt geirrt hatte. Nun tat er es Mali gleich und versuchte Witterung aufzunehmen. Die Nase in die Luft gehoben, ließ er sich vom Wind die Gerüche seiner Umgebung zutragen. Ryu rünfte die Nase.

"Scheint in der Nähe des Flusses zu sein, wenn ich mich nicht völlig irre."


Tokala heulte erschrocken auf, als die Fähe sie plötzlich angriff, was sollte das? Zuerst spürte sie nur noch Schmerz in ihrem Bein, aber dann knurrte sie wütend
und fiel die Fähe an. Sie hatte noch nicht oft gekämpft, aber sie war nicht aus Zufall Leitwölfin geworden, damals in einem anderen Rudel, in einer anderen Zeit. Sie erwischte das Ohr der Fremden und riss daran. Mehr um ihr Schmerzen zu brigen und sie ihren Biss lockern zu lassen. Dann verbiss sich Tokala in der Flanke der Fähe und stemmte ihre Hinterbeine fest in den Boden. Ihr Hass brodelte in ihrer Seele und ihre Gedanken überschulgen sich. Einerseits hatte sie etwas Angst, sie wusste, wie stark sie war und zweifelte nicht an sich, aber doch konnte auch sie versagen. Und dann stand da noch neben ihr Nyana, sie war trächtig und Tokalas Aufgabe war es, sie in soeinem Fall zu beschützen - wenn es seien musste, mit dem Leben. Und genau davor hatte Tokala Angst.


Kataka knurrte erböst. In dem Moment, in dem sich Tokala in ihrer Flanke verbiss, erwischte sie die Schulter ihrer Gegnerin. Mit viel Kraft bohrte sie ihre Zähne
hinein. Vielleicht hatte sie Tokala unterschätzt, aber ihr Leben lang hatte sie nur fürs Kämpfen gelebt, hartes Training und viel überlebenswillen hatte sie dafür aufbringen müssen. So manches Mal was sie beinahe ihren Verletzungen erlegen, doch was einen nicht umbringt, macht einen Stark. Nach diesem Gesetz lebte ihr Rudel und sie hielt sich daran. Mit viel Kraft rammte sie gegen Tokala.


Tokala keuchte, als die Fähe sie mit voller Wucht rammte. Einen kurzen Augenblick hatte sie Angst, dass sie zusammen fallen würde, wie ein getötetes Reh, dann fand sie aber die Kontrolle über ihre Beine zurück und erwiderte den Druck. Mit diesem Angriff wurde Tokala klar, dass sie verlieren würde, wenn ihr nicht jemand half. Sie zeigt keine Schwäche, wollte auch nicht, dass Nyana kam, sondern hoffte auf die anderen aus dem Rudel. Sie hing noch immer in der Flanke ihrer Gegnerin und spähte dabei nach einem Wolf. Waren da nicht Syracus' Augen? Sie blinzelte, ja, da war er! Sei blickte ihm genau ins GEsicht und flehte, dass er kommen würde.


Mali schlich sich näher an den Fluss.

"Stimmt ich glaube du hast recht."

Sie pirschte sich dichter heran und spürte Ryu nah bei sich. Sie war glücklich wenn er bei ihr war, aber irgendwie war sie beeunruhigt. Sie drehte sich um um Ryu anzusehen. Sie blickte ihm direkt in die Augem, damit hatte sie nicht gerechnet. Schnell wante sie den Blick wieder nach vorn.


Noir sah zu Boden.

"Bitte nicht Papi! Ich will nicht immer in begleitung rumlaufen! Schmeiss Saphir doch raus wenn er soo Böse ist!"

Sie stellte sich gegen die Worte des Alphas, beschämt sah sie zu Boden.

"Tut mir leid!"
,

sagte sie leise. Dann legte sie sich in die Höhle. Aufeinmal blinkten ihre Augen.Wenn sie stärker würde dann... vieleicht.. dürfte sie dann wieder alleine in den Wald. Ein kleines grinsen huschte über ihre Lefzen.


Schirki lehnte sich an Sora und sah zu Arashi.

"Kommst du von weit her?"

Er legte den Kopf schief.

"Ich komme aus einem Tal im Norden, ein Tal das einst friedlich und schön war, aber eine Steinlawine hat es überrollt. Allerdings glaube ich das es bestimmt inzwischen wieder schön ist dort!"


Er lächelte.


"Hmpf"

Attaché grummelte als Darkja ihn anstupste, aber er grinste.

"Jetzt bin ich doch tatsächlich reingefallen."

Er kicherte leise, gähnte dann und schüttelte leicht seinen Kopf. Es war kühl und es kam ein wenig Wind auf. Die Blätter raschelten und Attaché horchte. Er spitzte die Ohren während er ruhig atmend mit gestrecktem Hals da lag und in den Wald starrte.


Arashi legte sich hin und sah zu Schiriki und Sora, denen sie schräg gegenüber lag.

"Ich komme aus einem Land, das fern im Osten liegt. Man nennt es auch das Land hinter der Sonne. Ich habe dort gelebt bis ich fast drei Jahre alt war, dann zerstörte ein Feuer das Tal, meine Familie starb und ich war allein. Danach kam ich hier her."


Sie seufzte leise und sah Sora an.

"Woher kommst du, Sora?"



Katan hörte Lioku aufmerksam zu, nickte ab und zu, sah ihn interessiert an. Als Lioku ihnen Zeit zum Reden gab sagte er einfach nur:

"Okay Lioku, kein Problem."


Er wusste das es nichts brachte mit Erwachsenen über Regeln zu diskutieren, außerdem vertrauten sie einem schneller wieder wenn man sich so verhielt wie sie es wollten. Also blieb Katan sitzen bis Lioku ihnen sagen würde das sie jetzt gehen durften und wartete geduldig darauf.


Nach dem Gespräch mit Darkjania stand Akira auf, streckte sich und verschwand im Wald. Still und ruhig trat sie durch das dunkle Gehölz. Der Mond stand hell am Himmel und die Luft war kühl und klar.Aus der Ferne sah sie Attaché und Darkjania auf einer kleinen Lichtung liegen, sie wand ihren Blick aber bald wieder ab und lief weiter. Als sie schon tief im Wald war hob sie den Kopf und witterte. Nach einer Weile fand sie die Spur die sie suchte und folgte ihr, bis sie den schwarzen Rüden fand den sie gesucht hatte. Ohne ein Wort zu sagen stand sie Saphir gegenüber und sah ihm in die Augen.


Sora sah zu Arashi.

"Wie schon gesagt, ich komme aus den Bergen. Mich packte einfach die Abenteuerlust. Damals wusste ich noch nicht, dass es auch böse Wölfe gibt... Ich war ziemlich naiv..."

.oO(Und bin es heute noch manchmal...) Sie schmiegte sich kurz an Schiriki. Dann wandt sie sich wieder zu Arashi:

"Du bist meinem altem Rudel also nicht begegnet?"

.oO(Warscheinlich werde ich meine Eltern und Geschwister nie wieder sehen.)


Mit den, aufgestellt recht groß wirkende, Ohren schlackernd sah sie Attaché an, neugierig wie ein Welpe der zum ersten Mal einem Hasen gegenübersteht sah sie aus.

"Hast du was gehört?"

Diese Frage mochte etwas komisch wirken, natürlich hörte er irgendetwas, es sei denn er wäre plötzlich taub geworden. Schnell ergänzte sie ihren Satz.

"Also, irgendwas Ungewöhnliches oder so mein ich..."

Sie wartete die Antwort nicht ab sondern wurde still und horchte mit.


Lioku nickte Katan zu. Er konnte Noir folgen oder etwas anderes unternehmen. Nachdenklich sah er in den Wald. Er war zu locker mit seinen kleinen Rudelmitgliedern umgegangen. Das sagte ihm Noirs Reaktion. Bis zu einem gewissen Alter war es völlig normal das sich Welpen nicht vom Rudelplatz entfernen durften. Wegen Saphir machte sich der Alpha keine Sorgen, er hatte das eine mal im Wald seine Chance gehabt. Doch es gab jede Menge anderer Gefahren.


Kyro sah zu Lioku.

"Scheint als währen die beiden zu neugierig, nicht?"

Mit einem Lächeln sah er den beiden Rackern nach. Vielleicht sollte man sie etwas beschäftigen. Kyro erhob sich und trat in Richtung Höhle.

"Noir? Hättest du Lust mich zum See zu begleiten? Katan du kannst natürlich auch mit kommen."

Er stupste den kleinen Rüden an und wartete, das die Adoptivtocher des Alphas auf seine Frage reagierte.


Sora lies ihre Gedanken schweifen. Sie dachte über ihr altes Rudel nach und überlegte, ob die anderen Mitglieder des neuen Rudels ihre alten Rudel wieder sehen würden. Warscheinlich nicht... Der Wind pfiff ihr über das Gesicht und wirbelte ein paar Blätter auf.


Nachdenklich beobachte Sora die Blätter und sah dann wieder zu Arashi.

Ryu blieb stehen. Hatte er etwas falsches getan? Warum wagte Mali nicht, ihm in die Augen zu sehen? Unsicher sah er die schöne Fähe an. Zum ersten Mal kam ihm der Gedanke, Mali könne ihn ablehnen. Er verspürte einen stechenden Schmerz im Herzen. Seine Stimme zitterte leicht, als er sie erhob.

"Mali?"

Er wagte nicht mehr zu sagen und wartete, bis sie sich zu ihm umgedreht hatte. Was er tun würde, würde sie sich nicht umdrehen, wollte er noch garnicht wissen.


Sie hörte Ryu hinter sich. Er redete leise und unsicher. Sie wusste nicht was sie tun sollte. Sie drehte sich langsam um und lächelte dann sanft.

"Was ist los?"

Sie schaute ihn besorgt an. Knistern verriet ihr das die Rehe wohl weglaufen waren. Alles in ihrer Umgebung kam ihr seltsam laus vor.


Ryu zögerte. Noch immer war er völlig unsicher. Nie hatte er für eine Wölfin so empfunden sie für diese, doch seine Angst vor Ablehnung war groß. Nur der
Gedanke tat ihm unendlich weh. Doch er konnte seine Gefühle nicht länger für sich behalten und so fasste er sich ein Herz. Malis Lächeln gab ihm etwas Mut, den er brauchte, um ihr in einem fließenden Satz seine Liebe zu gestehen.

"Mali... Ich habe gemerkt, das ich sehr viel für dich empfinde. Ich weiß wir kennen uns noch nicht so lang und doch, möchte ich dir sagen, ich liebe dich."

Froh es nun ausgesprochen zu haben und gleichzeitig zu tiefst verunsichert und ängstlich, sie könnte anders empfinden.


Mali war erschrocken, sie wusste nicht was mit ihr passierte. Sie hätte es sich denken können, aber wieso hatte sie es nicht gewusst? In der Tat kannten sie sich noch nicht lange. Sie musste denken. War sie schon bereit für einen Gefährten? Fragen stiegen in ihr auf und sie suchte nach einer Antwort. Plötzlich sprudelte es einfach aus ihr heraus:

"Ich weiß, ich dich auch. Tut mir leid.."

Warum entschuldigte sie sich? Ohne nachzudenken lief sie los. An Ryu vorbei in den Wald. Sie wollte alleine sein. Obgleich sie sehr glücklich war machte sie
sich große Sorgen. Sie spürte das sie viel für den neuen Rüden empfand, aber gleichzeitig wollte sie es verdrängen, nur wieso? Ihre Pfoten waren schwer wie blei, als sie versuchte einen Fuß vor den anderen zu setzen. So lies sie sich einfach fallen.


Ryu verstand die Welt nicht mehr. Was war da gerade passiert? Mali hatte gesagt das sie das selbe empfand und nun lief sie davon? Wie passte das zusammen? Völlig verunsichert stand Ryu da und wusste nicht was er machen sollte. Er lief ein paar Schritte hinter Mali her, doch er wollte nicht aufdringlich erscheinen. Als würde er sich nicht in der Realität aufhalten, trabte er zum Rudelplatz. Verstört legte er sich unter einen Baum und ließ das Geschehene nocheinmal vor seinem geistigen Auge ablaufen.


Als Noir sich etwas beruigt hatte, atmete sie tief aus. Als sie Kyros Worte hörte sprang sie auf und lächelte glücklich:

"Oh ja ! Gerne! Katan, kommst du auch mit?"

Sie hoffte sehr das der weiße mitkommen würde, denn im laufe der Zeit war er ihr sehr ans Herz gewachsen!


Arashi, die kurz in Gedanken versunken war, hob den Kopf und nickte Sora zu.

"Ich fürchte ich habe sie nicht gesehen, mir sind auf dem ganzen Weg hierher nur wenige Wölfe unter die Augen gekommen, wenn es Rudel waren auf die ich traf, waren sie klein, um vieles kleiner als dieses und die Wölfe waren abweisend. Vor den Bergen traf ich keine Jäger, nur gejagte. Hinter den Bergen ist unbesetztes Land, da gibt es meilenweit keine Wolfsrudel"


Sie starrte kurz abwesend und mit großen leeren Augen in den Wald, dann rüttelte sie sich innerlich wach und sah wieder ihre Gesprächspartner an


Kyro sah zu dem kleinen neben sich. Sicher wollte er auch mit, doch er würde warten, bis Katan sich zu seiner Frage geäußert hatte. Er grinste Noir an, da die Laune von Welpen so leicht zu beeinflussen war. Mit wedelnder Rute sprang er auf die kleine Schwarze zu und zwickte sie leicht in die Seite. Dann ließ er sich fallen und rollte sich auf den Rücken, so war er immerhin genau so groß wie Noir und das Spielchen war gerechter. Der größere Rüde welzte sich auf dem Boden und wuffte die Welpen abwechselnd an.


Saphir erhob sich murrend und sah Akira an.

"Du hast mich also ein weiteres Mal ausfindig gemacht? Und jetzt? Was willst du von mir?"

Er sprach genervt und gab sich kaum Mühe das zu verbergen. Kurz schüttelte er sich.

"Willst du mit mir ein Reh jagen?"

Wenn die Fähe ihn schon nervte, konnte sie ihm in diesem Punkt vielleicht sogar nützlich sein.



Unbeeindruckt davon, das Saphir sofort wieder unfreundlich wurde, blieb Akira vor ihm stehen. Ein Ohr war auf ihn, das andere auf einige leise Geräusch im Wald gerichtet.

"Ja, das würde ich gern!"

Sagte sie knapp und kühl. Innerlich aber brannte wieder ein bisschen mehr Hoffnung auf, diesen Rüden für sich zu gewinnen. Das erste mal hatte er sie nicht einfach nur abgewiesen, auch wenn sie nur zusammen jagen würden.


Syracus hatte mit angespannten Muskeln gelauert, nun preschte er, etwas spät, auf die Fremde zu. Mit einem teifen Knurren stürzte er sich auf deren Rückenpartie, möglichst nahe am Genick. Er verbiss sich darin, die andere Wölfin hatte ihn ja nicht bemerkt, so wie er versteckt gewesen war.
Der Große Schwarze stand da, auf 4 sicher stehenden Pfoten, im Fell verbissen, und versuchte, mit seinem ganzen Gewicht, die Wölfin umzuwerfen...


Saphir nickte knapp und wandte sich um. Er wusste wo sich die Herde befand, zu seinem Pech war kein Kitz dabei gewesen und er war nicht so dumm, um alleine zu jagen.

"Sie sind am See."

Mehr brauchte er nicht sagen und schon trabte er los. Der Wind trug ihm die Witterungen der Herde zu. Scheinbar waren sie näher gekommen und hielten sich nicht mehr direkt am See auf.


Kataka jaulte auf als die die Zähne des Rüden in ihrem Nacken verspürte. Sie ließ Tokala los und konnte sich vor Schmerz nicht mehr rühren. Immer wieder winselte sie. Sie ließ dem Druck des Rüden nach. Erst als sie schon beinahe auf dem Boden lag, stämmte sie sich gegen Syracus und stieß ihn mit all ihrer Kraft zurück. Als sie wieder Halt hatte, zog sie in die andere Richtung, um sich aus seinem Biss zu lösen. Es gelang ihr, nicht ohne unendliche Schmerzen. Ihr blieb keine Zeit um zu verschnaufen, sie musste von hier weg. So schnell ihre Pfoten sie trugen flüchtete sie auf die Berge zu, wo sie her gekommen war.


Syracus hatte nicht ablassen wollen. Zu viel Wut war in dem Wolf gewesen. Die Muskeln waren zum bersten gespannt gewesen, ejde Sehne hatte sich im, durchaus kraftvollen, Wolfskörper abgezeichnte.
Als sie floh, leif er ihr wütend Knurren nach, die Zähne gefletscht, um sie über die Reviergrezen hinaus zu verjagen, ein für alle mal, wie er hoffte... Er war ja durch die Ranz geladen genug, nun entlud sich, zu Katakas Leidwesen, dieser aufgestaute Zorn...


Akira folgte Saphir wortlos. Er war jagderfahren, ebenso wie sie deshalb brauchte es keine weitere Beratung. Der Wald war friedlich, die Geschöpfe der Nacht huschten wie Schatten zwischen den Bäumen umher. Eine Eule hatte sich auf einem Zweig niedergelassen und sah auf dei Wölfe herab. Sie schuhute leise und erhob sich in die Luft. Bald hatte auch Akiras Nase die Witterung der Rehe vernommen. Sie grasten auf einer Lichtung im Wald, ein Stück vom See weg. Ruhig beobachtete sie die Tiere.

"Welches wollen wir uns vornehmen?"

Fragte sie während sie die Herde musterte. Es waren keine Jungen unter ihnen, auch keine besonders Alten. Sie schienen alle recht kräftig und gesund zu sein.


Saphir lauerte neben Akira und besah sich seine Beute. Seine Ohren waren zu der Wölfin neben sich gedreht.

"Siehst du die Rike rechts? Die die etwas abseits steht..."

Das war alles was er zu sagen hatte und sagen wollte. Leise, wie es kaum einem Tier gelang und geschickt schlich er nähher heran. Ohne sie zu hören oder zu sehen wusste Saphir, das Akira ihm folgte. Ehe er los sprintete sah er zu der Fähe. Ein kurzer Blick, das musste genügen. Nun schnellte er aus der Finsternis hervor und dem völlig überraschten Reh entgegen.


Tokala spürte, wie der Druck der Wölfin nachlies, Syracus hatte sie fest gepackt. Tokalas Herz wurde leicht, wie eine Feder und sie ließ schwer atment von der
Wölfin ab. Die Wunde am Bein spürte sie kaum, aber ihre Schulter schmerzte schrecklich. Sie raufte sich zusammen und sprang mit voller Kraft gegen die Fremde. Mit Syracus auf dem Rücken krachte sie zusammen und Tokala schnaufte erleichtert. Sie warf einen kurzen Blick Nyana zu, es war alles ok. Dann berührte sie dankbar Syracus' Schnauze.

"Du hast mir das Leben gerettet. Danke."

Immernoch schwer atment ließ Tokala die drei alleine und lief so schnell wie möglich zum Rudelplatz. Sie musste Lioku holen, Gefahr drohte schon wieder. Tokala taumelte leicht, der Schmerz stach in ihre Schulter, als ob noch immer die spitzen Zähne der Fremden darin stecken würden. Plötzlich stolperte sie über einen Baumstamm und blieb liegen. Alles in ihr tat weh, aber immer wieder rief sie sich in Gedanken, dass sie Lio holen musste, er musste sofort kommen! Ein paar Herzschläge blieb sie liegen, dann raffte sie sich wieder auf und humpelte weiter. Ein paar mal stolperte sie noch, nicht mehr wahrnehmend, über was. Bunte Punkte tanzten vor ihren Augen und ließen die Welt verschwimmen. Als sie endlich den Rudelplatz erreicht hatte, war sie schon fast ohnmächtig. Mit schwachen Schritten und schwerem Atem kroch sie zu Lio.

"Du musst ... schnell .. fremde Wölfin ... Gefahr!"

Sie röchelte, dann atmete sie tief aus, schloss kurz die Augen und schluckte. oO(Reiß dich zusammen, Tokala, das Rudel braucht dich, du musst Lio zu der Wölfin führen!) Sie öffnete die Augen wieder und sah Lio an. "Du musst mitkommen ... schnell." Vorsichtig stand sie auf, wieder fingen die Punkte vor ihren Augen an zu tanzen, doch diesmal hatte sie ihr Ziel fest vor
Augen. Sie musste Lio zum Kampfplatz bringen.


Akira hatte Saphirs Blick aufgefangen und hatte verstanden. Im selben Moment wie er sprang sie aus dem Dickicht hervor und schnitt dem Reh den Fluchtweg ab. Sie fletschte die Zähne, sammelte sich und sprang der Rike an die Kehle. Das Reh versuchte noch sich zu befreien doch Akira biss ihr die Kehle mit ihren kraftvollen Kiefern durch. Blut lief über ihren Kopf, rann durch ihr Fell und tropfte auf den Boden. Der Rest der Herde hatte längst die Flucht ergriffen, doch die Ricke zuckte nurnoch ein paar mal nachdem sie auf den Boden gesackt war und blieb dann regungslos liegen.


Bis zur Reviergrenze jagte er sie quasi vor sich her. Dann blieb er wütend knurrend stehen. Ein letztes Mal versicherte er sich, dass die Wölfin weg war. Dann
wandte er sich ab, galoppierte schnell zu Nyana und Tokala zurück, doch die war weg, die Blutspur deutete gen Rudelplatz. Er war beruhigt und stellte sich zu Nyana, falls hier noch mehr freindlich gesinnte Wölfe wären... Noch immer zeichneten sich die Sehnen in den Läufen ab, der Herzschlag pulsierte. So hatte er schon länger nciht mehr kämpfen "dürfen", das tat
verdammt gut, außer das Tokala und Nyana in Gefahr waren...


Saphir hatte sich im Oberschenkel verbissen und nicht mehr los gelassen, bis das Reh auf dem Boden lag. Nun stand er mit erhobenem Haupt über ihm und schleckte sich über die blutverschmierten Lefzen. Er begann zu fressen, Akira ziemlich ignorierend. Gierig schlang er soviel Fleisch in sich herein, wie er nur fressen konnte. Wer
wusste wann er wieder etwas bekommen konnte. Dabei war es ihm völlig egal ob das Rudel noch was abbekam oder nicht, es war seine Beute und höchstens Akira hatte
noch anspruch darauf.


Akira hatte solange nicht im Rudel gelebt das sie garnicht daran dachte, das die anderen vielleicht auch Nahrung gebraucht haben könnten. Sie fuhr mit der Schnauze über die Beute, leckte sich die Leftzen und begann zu Fressen. Sie hatte ebenso wie die anderen das letzte Mal in dem Wald Großwild gefressen, in dem sie dem Rudel
hinzugetreten war. Hasen und Mäuse waren ihr auch Recht gewesen, aber Reh war eine willkommene Awechslung. Es schmeckte eben doch anders. Aber nicht gerade schlechter, im Gegenteil. Akira stellte erstaunt fest das sie tatsächlich über den Geschmack von Rehen nachdachte. Sie schüttelte leicht den Kopf und fraß weiter.


Kataka rannte in Todesangst vor Syracus davon. Selbst als er längst nicht mehr hinter ihr war, wagte sie nicht sich umzudrehen. Ihre Wunde schmerzte unendlich und ein riesiger Hass stieg in ihr auf. Oh wie diese Wölfe es bereuen würden! Sie konnte nur hoffen das sie den Weg zurück zu ihrem Alpha schaffte. Sie spürte wie der verlust des Blutes an ihren Kräften zehrte und der Weg war noch so weit.


In relativ, für die Situation, "läßiger" Galtung stand Syracus nun neben der trächtigen Wölfin und sah sich wachsam um. Sollte die es wagen, ncoheinmal herzukommen. Oder gar nochmal wen anzugreifen. Er würde sie verteidigen, Eilan und Nyana ganz besoners, da die zwei die Nachwuchsträger waren bzw. bald sein werden... und die
beschützte er noch stärker... obwohl es sicher nciht schaden könnte, wenn der Alpha mal vorbei schauen würde, schließlich ist Nyana auch siene Gefährtin... und es waren seine Welpen...


Mali merkte das Ryu sich enfernte. Sie wollte bei ihm bleiben. Sie merkte das sie einen Fehler gemacht hatte, sie hätte da bleiben sollen und nicht weglaufen sollen. Wovor war sie überhaupt weggelaufen? Vor sich selbst? Vor ihren Gefühlen? Vor Ryu? Sie lief hinter ihm her, als sie ihn unter einem Baum am Waldrand fand legte sie sich neben ihn.

"Es tut mir leid"

Flüstere sie leise. Sie wollte ihn nicht stören.

Sora sah Arashi traurig an:

"Wir werden unsere Eltern und Verwandten warscheinlich nie wieder sehen. Macht euch das nicht auch traurig?"

Diese Gedanken schmerzten sie sehr, obwohl sie gedacht hatte, dass sie dieses Thema abgeschlossen hatte. Sie wusste selber nicht, warum sie Arashi, die noch ganz neu und fremd war so etwas erzählte. Vielleicht lag es an Schiriki, der neben Sora lag und gespannt zuhörte...


Wedelnd sprang Noir auf Kyro zu, dann hüpfte sie zurück. Herausfordernd sah sie Kyro an.

"Eigentlich Kämpfe ich nicht gegen schwächere aber nun.."

,grinsend sah sie zu Kyro. Es war ihr bewusst das sie Vorlaut war und doch machte es ihr nichts aus. Ihre Beine schnellten vöhrmlich über den Boden, sie sprang mal hier dann dort hin. Und plötzlich saß sie auf Kyros Rücken.


Lioku sah Tokala von weitem schon auf sich zu kommen. Er lief auf sie zu und musterte sie besorgt. Aufmerksam lauschte er. Wirklich verstand er nicht was geschehen war, aber es schien große Gefahr zu drohen. Er merkte das die Wölfin ihn zurück führen wollte, angesichts der Verletzungen hielt er das für keine gute Idee. Sein Blick wanderte über den Rudelplatz. Er erspähte Kyro, der eigentlich gerade die Welpen hatte beschäftigen wollen, doch immerhin war Tokala seine Gefährtin. Er wuffte ihm ernst zu, dann sah er zu der Wölfin.

"Bleib hier, Kyro wird sich um dich kümmern, ich finde es auch so."

Meinte er mit ernster Stimme. Noch bevor Kyro die beiden erreicht hatte lief er los. Schwer war es nicht der frischen Spur zu folgen. Teilweise sah er auch eine Blutspur sich durch den Schnee ziehen. So schnell seine Pfoten ihn trugen rannte er, unwissend was ihn gleich erwartete. Nach einer Weile konnte er Syracus sehen, sein Fell verriet ihn, als er ihn erreicht hatte entdeckte er auch Nyana. Fragend sah er die beiden an.


Kyro pfotete nach Noir. Als er Liokus Wuffen hörte, schielte er aus der Höhle. Der Wind trug ihm den Geruch von Blut zu und voller Entsetzen entdeckte er seine Gefährtin, die verletzt zu sein schien. Schnell rannte er zu ihr.

"Tokala? Was ist passiert?"

Seine Stimme zitterte und er sah seine Gefährtin an, begann ihre Schulter zu lecken.

"Komm, du musst in die Höhle!"


Ryu erblickte Mali und folgte ihr mit den Augen, bis sie sich neben ihn gelegt hatte. Ein leichtes Lächeln huschte über seine Lefzen, was wohl deutlich machte,
das er ihre Entsculdigung annahm. Noch fühlte er sich etwas unsicher, doch er deutete es als gutes Zeichen, das seine Liebste zu ihm kam. Mali war nun seine Gefährtin, oder? Noch fand er den Gedanken ungewohnt, er hätte nie gedacht welches Glück sich für ihn bereit hielt, hier an diesem Ort. Als er das Wuffen seines Alphas hörte, wurde er aus seinen Gedanken gerissen. Es war einiges los am Rudelplatz. Mit schräg gelegtem Kopf sah er seine Gefährtin an.

"Was da wohl passiert ist? Sollen wir nachschauen?"


Tokala sah alles nur noch durch einen nebeligen Schleier. Sie wollte alleine sein. Einerseits wollte sie bei Kyro sein, seine Wärme spüren, aber sie zog es fort, wie so oft, wenn sie Probleme hatte. Sie versuchte sich aufzurichten und brachte ein schwaches Lächeln zustande.

"Ich brauche keine Hilfe, wirklich. Es tut mir Leid, aber kannst du mich alleine lassen?"

Tokala hoffte, dass Kyro nicht sauer war, aber es ging einfach nicht anders. Sie schleckte ihm über die Schnauze und humpelte in den Wald. Noch einmal sah sie sich um, hoffentlich blieb er da. Dann kroch sie tiefer ins Buschwerk und wieder begann alles zu verschwimmen. Noch ein paar Schritte stolperte sie weiter, dann umfing sie ein schwarzer Schleier und sie landete im weichen Schnee ...


Edana stolperte weiter durchs Unterholz, sie war schrecklich erschöpft. Viele Tage lang hatte sie nichts mehr gefressen und sie sehnte sich nach anderen Wölfen ...
besonders nach ihrer Schwester ... soviele Tage waren vergangen, wann würde sie sie endlich wieder sehen dürfen. Doch Edana spürte, dass es nicht mehr lange dauern konnte, Waka würde ihr helfen. Sie spürte, dass sie in einem fremden Revier war, bei einem fremden Rudel. Sie hielt ihre Schnauze in den WInd und witterte. Es war ein großes Rudel, Edana würde nach ihnen suchen, vielleicht würden sie sie aufnehmen ... vielleicht würde ihre Schwester irgendwo sein, obwohl sie schon fast nicht merh daran glaubte. Plötzlich sah sie eine Wölfin auf dem schneebedeckten Boden liegen. Rotes Blut verfärbte den Schnee, Edana sprang erschrocken zurück, dann kam sie aber näher. Diese Wölfin ... sie sah ihrer Schwester so ähnlich ... Edana trat an den leblosen Körper, senkte den Kopf und berührte die Schnauze der Wölfin, sie atmete ruhig, schien sehr erschöpft zu sein ... und so vertraut. Edana umkreiste sie einmal dann sah sie ihr in die Augen. Sie kannte sie, es konnte doch nicht sein, war es wirklich ... Tokala?

"Tokala? Bist du es? Kann es wirklich wahr sein?"

Edana wusste es bereits, es war sie ihre Schwester!


Tokala träumte. Sie lag auf einer weiten Wiese und der Wind strich ihr sanft um die Schnauze. Alles schien friedlich und vertraut, wie ein weit entferntes Tal, dass Tokala so vertraut war. Sie schien alleine zu sein, doch plötzlich tauchte Tika Kahn auf, er rannte mit weiten Sprüngen auf sie zu. Doch es war nicht ihr sanfter, ehemalige Gefährte, sondern eine wütende Bestie, der Blut vom Maul tropfte. Tokala wollte aufspringen und davon rennen, doch ihre Läufe waren schwer, wie Blei und ließen sich nicht bewegen. Tika Kahn kam immer näher und seine Zähne blitzten bedrohlich im friedlichen Sonnenlicht. Plötzlich stellte sich ein Wolf zwischen sie und Tika Kahn. Zuerst dachte Tokala es wäre Kyro, doch dann erkannte sie, dass es eine Wölfin war. Sie schien so sanft und vertraut, doch erkannte Tokala sie nicht. Langsam verblassten die Farben und die Wiese löste sich auf. Tokala blinzelte, sie lag wieder im Schnee, ihre Schulter schmerzte, doch sie war nicht mehr alleine. War Kyro ihr doch gefolgt? Langsam öffnete sie die Augen ganz und sah vor sich eine Fähe. Sie blickte ihr direkt in die Augen und Tokala erschrack. Es war die Wölfin aus ihrem Traum und sie war ihr vertrauter, als irgendein anderer Wolf. Edana ... Tokala sah sie an, brachte kein Wort heraus, doch es bedurfte auch keinen Wörtern. Schwach hob sie die Schnauze zu ihrer Schwester und berührte ihre. Für einen kurzen Moment schien der Schmerz verschwunden zu sein.


Attaché nickte leicht mit dem Kopf.

"Dort war eine Fähe im Wald, eine aus dem Rudel."

Seine Ohren huschten noch immer hin und her, horchten mal hier und mal dort hin, der gesammte Wolf war gespannt.

"Es war die Fähe mit der du gesprochen hast, als ich dem Rudel beitrat."


Einen Moment noch konzentrierte er sich auf die Stelle zwischen den Bäumen, wo sie gewesen war, er prüfte in welche Richtung sie davon gelaufen war.

"Sie ist aber schon wieder weg."

Sagte er. Akira hatte sich von ihnen enfernt. Nun vernahm er ihre Schritte nicht mehr, ebenso wenig wie ihren Geruch. Ein bisschen löste sich seine Anspannung, doch seine Ohren bewegten sich weiter und seine Augen wanderten noch immer in der Dunkelheit umher.


Arashi sah zu Boden.

"Meine Eltern sind gestorben bei dem Feuer damals"

Sie sah auf.

"Aber ich hoffe du findest deine Familie wieder!"

Arashi lächelte hoffnungsvoll.

"Ich glaube daran!"

Sie vermisste ihre Eltern und ihre Geschwister, sie waren so glücklich miteinander, warum wollten sie ihr damals nurn nicht glauben? Wieso hatten sie ihr nicht vertraut? Sie hatten Angst, das wusste Arashi, aber warum musste Angst stärker sein als Verstand?


Sie legte den Kopf zwischen die Pfoten und drückte sich enger an ihn, die Ohren entspannt zur Seite gelegt.

"Hm.."

Murmelte sie, die Augen halb geschlossen.

"...entspann dich, hier passiert laut Mali eh nie irgendwas interessantes..."

Eine besondere Betonung, die irgendwie...frech wirkte, lag auf dem letzten Wort, und ein Grinsen überzog ihre Leftzen, dann schmiegte sie sich noch mal an Attaché, und begann, seinen Herzschlag spürend, einzuschlafen.


Bei Darkjas Worten zog Attaché skeptisch dreinblickend eine Augenbraue hoch. Er erwiederte nichts, blickte nur stur geradeaus. Als er merkte wie sie neben ihm
einschlief, sah er sie schief an. Das sie die Ruhe dazu hatte, so sorglos mitten im Wald zu liegen und zu schlafen, konnte ihn keinesfalls von der Gefahrenfreiheit der Umgebung überzeugen. Es spannte ihn nur noch mehr, er hatte jetzt das Gefühl für zwei aufpassen zu müssen. Er beobachtete ein kleines Eichhörnchen das am Rande der Lichtung einen Baum hinaufflitzte. Bald ließ er aber von ihm ab und konzentrierte sich auf andere Dinge. Manchmal hörte er längeres Knistern im Unterholz, dann ruhte eines seiner Ohren darauf, ansonsten
huschten sie ständig umher.


Mit einem Lächeln auf den Leftzen versank sie in ihren Träumen, wusste sie doch nicht das es ihm nur noch mehr Sorgen machte. Seit langem träumte sie zum ersten Mal wieder. Aber ihren Lieblingstraum, unzählige Male hatte sie ihn durchlebt, hatte ihn gefühlt, und war jedes Mal mit gemischten Gefühlen aufgewacht. Einerseits froh, über ihren schönen Traum, und andererseits traurig das er nicht die Realität war.
Und so wuchsen ihr zu x-ten Mal Schwingen, schwarz befedert, passend zu ihrem Fell. Und Sie lief über eine Ebene, dunkelgrün das Gras, über ihr der schwarze Himmel, sternenlos, nur der Mond war zu sehen. Sie sprang, und breitete die Schwingen aus, und flog, höher und immer höher, und näher kam der Mond...
Doch tatsächlich lag sie nur, zufrieden lächelnd, neben Attaché, und gab keinen Ton von sich.


Nyana hatte die ganze Szene nur geschockt angesehen, unfähig auch nur eine Pfote zu bewegen. Noch immer stand sie da und starrte angsterfüllt vor sich hin. Sie zitterte leicht, doch langsam kehrte die Umgebung wieder in ihr Bewusstsein zurück. Die Fähe war weg. Syracus und Tokala hatten ganze Arbeit geleistet. Langsam hob sie den Kopf und blickte Lioku an. Sie schämte sich, dafür, dass sie Tokala nicht geholfen hatte die Fähe zu besiegen und einfach nur zugesehen hatte. Für ihr eigenes Wohl hatte sie es in Kauf genommen, ein Rudelmitglied in Gefahr zu bringen. Was war sie nur für eine miserable Gefährtin des Alpha! Sie ging auf Lioku zu und sah ihm betreten ins Gesicht.

"Tokala und Syracus haben sie verjagd. Sie haben mich beschützt, und ich habe nichts gemacht!", sagte sie mit leise, trauriger Stimme.


Lioku schleckte Nyana über die Schnauze. Er war froh das ihr nichts passiert war. Als er Syracus musterte, stellte er fest, das auch er nicht verletzt war. So hatte nur Tokala Verletzungen davon getragen. Er hoffte das es ihr gut ging.

"Schon gut meine Liebe..."

Er sah Syracus dankbar an. Einzelheiten würde er erfragen, wenn wieder Ruhe eingekehrt war.





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Kyro, Lijenna, Joshua



08.07.2010 13:41
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Lunar
Luciano Nacho






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Plot 10: Die Fremde # 30.01.2005 - 06.02.2005
Attaché: 21
Darkjania: 21
Ryu: 11
Tokala: 9
Mali: 9
Kataka: 7
Noir: 6
Sora: 6
Akira: 6
Lioku: 6
Syracus: 5
Katan: 5
Kyro: 4
Schiriki: 4
Arashi: 4
Saphir: 4
Nyana: 3
Katan: 1
Nyana: 1
Edana: 1

Gesamt: 134




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Charakterbogen


Kyro, Lijenna, Joshua



09.08.2010 15:52
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