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Lavaya





Art
Lavaya
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Bild:
(© Kati H.)

Name:
Lavaya
(Der Name hat keine Bedeutung, ihr gefällt der Klang einfach. Sie hat ihn sich selbst ausgedacht, als sie sich entschlossen hat, auf Weltenreise zu gehen, denn bei Lupmundi-Wölfen sind Namen nicht sonderlich üblich.)

Art:
Lupmundi-Wolf

Alter:
7 Lupmundi-Jahre. Wieviel das in Gaia-Jahren ist, ist nicht zu ermitteln, aber sie wirkt noch recht jung, jedoch schon erwachsen.

Geschlecht:
Fähe, wie alle Lupmundi-Wölfe, da diese von der Welt erzeugt werden und sich daher nicht selbst fortpflanzen. Ob sie mit Rüden anderer Welten "kompatibel" wäre, ist unklar.

Größe:
76 cm

Charakter:
Layana hat freiwillig ihre Heimaltwelt Lupmundi verlassen, um Geschichten zu sammeln, die sie ihrem Heimatrudel erzählen kann, denn in der relativ eintönigen Welt Lupmundi sind Geschichten ein wichtiges Mittel gegen Langeweile. Daher ist sie neugierig und bestrebt, möglichst viel zu erleben und auch von anderen Geschichten erzählt zu bekommen, die sie sich sorgfältig merkt.
Da es in Lupmundi nur zwei nennenswerte Tierarten und gar keine Pflanzen gibt, ist sie manchmal allerdings auch ein wenig überfordert, wenn sie in eine Welt gerät, die deutlich vielfältiger ist.
Da sich Lupmundi-Wölfe weniger als Individuen als als Teil eines Rudels sehen und auch die Rudel untereinander in Frieden leben, kennt sie keine Konflikte, die über harmlose Meinungsverschiedeheiten hinausgehen. Dadurch ist sie zu allen, denen sie begegnet, freundlich, allerdings auch unvorsichtig, da sie sich nicht vorstellen kann, dass ein anderer Wolf ihr Böses wollen könnte.
Schließlich hat sie noch eine Abneigung gegen Dreck und Schmutz. Die Ursache dafür liegt allerdings nicht darin, dass sie übertrieben reinlich wäre. Aber im Gegensatz zu Lupmundi bestehen die meisten anderen Welten aus Erde, die in ihren Augen nichts anderes ist als Dreck, und die Vorstellung, auf einem Berg aus Dreck leben zu müssen, findet sie ekelig.

Geschichte:
Folgt. (Sehr ausführlich!)




Geschlecht


Alter


Größe


Status


Charakterbogen


Xaron, Yavru



19.11.2017 22:54
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Lavaya





Art
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Wo ich schon vor einer Weile drei Seiten Geschichte geschrieben habe, um mich auf Lupmundi einzustellen, will ich sie euch nicht vorenthalten. Lesen auf eigene Gefahr:

Hallo, ich bin Lavaya. Ich hoffe, der Name passt zu mir. Ich habe ihn mir nämlich selbst gewählt, als ich meine Welt verlassen habe. Wo ich herkomme, ist es nicht üblich, einen Namen zu haben. Man ist Teil der Welt, und warum sollte ein Teil eines ganzen einen eigenen Namen haben? Die Welt dagegen hat zwar einen Namen, sie heißt Lupmundi, aber wir nennen sie meist nur die Welt, denn wir haben ja nur die eine.
Ihr habt mich gebeten, über meine Heimat zu berichten. Ich denke, es ist am besten, wenn ich mit meiner Geburt beginne. Wie ich mittlerweile erfahren habe, läuft das bei uns doch etwas anders ab, als es in den meisten Welten üblich ist.
Meine erste Erinnerung ist, wie sich meine Welpenhöhle öffnete und ich zum ersten mal in meinem Leben das Licht der beiden Sonnen wahrnahm. Ich fühlte mich hungrig. Ganz instinktiv trat ich ins Freie und fand meinen Weg über das niedrige Grasfell zum nahe gelegenen Weltenmilchfluss. Erst als ich die süße Weltenmilch getrunken hatte, nahm ich die anderen Wölfe wahr, die sich um mich versammelt hatten. Ich wusste es natürlich noch nicht, aber die Geburt eines Welpen ist Anlass für ein Fest, da es nur relativ selten vorkommt. Zwar sind wir nicht unsterblich, aber wir leben relativ lange, und daher ist es nur selten nötig, dass ein neuer Welpe zur Welt kommt. Deshalb kamen natürlich alle, um mich willkommen zu heißen. Sie betrachteten mich neugierig und beschnüffelten mich vorsichtig, während die Priesterinnen mich segneten und dann ihren Gesang anstimmten, um mich zu begrüßen. Müde von dem Trubel, den ich nicht verstand, kehrte ich zu meiner Welpenhöhle zurück und schlief sofort ein.
In den kommenden Wochen und Monaten traf ich mich täglich mit Priesterinnen, jedoch auch mit anderen erfahrenen Wölfen, die mir alles beibrachten, was ich wissen musste. Bald war ich zu groß, um noch in die Welpenhöhle zu passen. Es war an der Zeit, mir eine Nestgemeinschaft auszusuchen. Unser Rudel bestand aus vier Nestgemeinschaften, von denen jede eine eigene Nesthöhle bewohnte. Die Wahl fiel mir nicht leicht, denn nett waren sie alle. Ich entschied mich schließlich für die, die mir am sympathischsten erschien. Meine neuen Nestgenossinnen beglückwünschten mich, während die Priesterinnen meine Aufnahme in die Gemeinschaft feierten.
Als ich am nächsten Tag nach meiner alten Nesthöhle sah, war sie bereits verschwunden. Die Welt hatte anscheinend bemerkt, dass sie nun nicht mehr benötigt wurde, und hatte sie wieder verschlossen. Vielleicht würde sie hier irgendwann in ferner Zukunft erneut einen Welpen hervorbringen.
Nicht, dass ich mich vorher einsam gefühlt hatte, wenn ich mich abends in das weiche Innenfell meiner Welpenhöhle gekuschelt und die Wärme der Welt unter mir und um mich herum hatte. Aber jetzt merkte ich, wie schön es war, zu einer Gemeinschaft zu gehören und am Morgen zwischen meinen Nestgenossinnen aufzuwachen.
Bald war ich alt genug, um meiner ersten Springlingsjagd beizuwohnen. In keiner der anderen Welten, die ich bisher kennen gelernt habe, gab es Springlinge (wenn auch manchmal ähnliche recht Wesen), daher beschreibe ich kurz, wie diese Kreaturen aussehen: Ein Springling ist ganz anders als ein Wolf. Er hat kein Vorne und kein Hinten, sondern nur ein Oben und ein Unten, denn er sieht von allen Seiten gleich aus. Er besteht aus einem Körper, der von einem Kranz aus langen Beinen umgeben ist. Die Anzahl der Beine ist unterschiedlich, aber meist ist es eine gerade Anzahl zwischen vier und acht. Unter dem Körper befindet sich der Kopf. Er hat in alle Richtungen Augen, meist ebenso viele, wie der Springling Beine hat, sodass ein Springling in alle Richtungen gleichzeitig schauen kann. Am unteren Ende des Kopfes befindet sich der gefährliche Saugrüssel mit seinen spitzen, scharfen Zähnen, mit dem der Springling die Welt anbohrt, um das Weltenblut zu saugen.
Mit seinen Beinen kann der Springling in jede Richtung springen, sodass es praktisch unmöglich ist, ihn zu verfolgen. Und treibt man ihn in die Enge, greift er meistens an. Wenn es ihm gelingt, auf einen Wolf draufzuspringen, hält er ihn mit den Beinen fest und dieser ist dem Saugrüssel dann schutzlos ausgeliefert.
Darum greift man Springlinge am besten an, wenn sie gerade saugen. Sie brauchen dann einen Moment, um den Rüssel aus der Welt zu ziehen, und in diesem Augenblick kann man an ihnen hochspringen und sie am Kopf oder am Ansatz eines Beins packen. Wenn das sie nicht sofort tötet, kann man sie so wenigstens verletzen und zu Fall bringen. Dabei muss man allerdings aufpassen: Ich musste selbst einmal miterleben, wie ein Springling zur falschen Seite kippte, sodass er im Fallen drei Jägerinnen mit dem Rüssel erwischen konnte. Eine war sofort tot, die zweite starb einige Tage später an ihren Verletzungen. Die dritte überlebte nur knapp, behielt aber eine hässliche Narbe zurück.
Springlinge vermehren sich, indem sie Eier legen. Die Eier kann man ebenfalls fressen, aber die Springlinge legen sie im Pelzwald, wo man sie zwischen den hohen Baumhaaren kaum finden kann. Und leider fehlt ihnen der markante Geruch, der den Springlingen eigen ist, fast vollständig, sodass man sich dabei auch nicht allein auf die Nase verlassen kann.
Warum jagen wir die Springlinge überhaupt, obwohl es so gefährlich ist? Nun, dafür gibt es zwei Gründe: Der erste ist, dass sie so lecker sind. Die Weltenmilch schmeckt zwar auch gut, ist aber auf Dauer etwas eintönig. Und Springlinge bestehen unter ihrer knusprigen Hülle aus weichem, saftigen Fleisch.
Der zweite Grund ist aber der wichtigere: Die Springlinge lösen Weltenschütteln aus, da sie sich vom Weltenblut ernähren. (Auch in anderen Welten gibt es Weltenschütteln, aber da nennt man es meist Erdbeben. Wir benutzen diesen Begriff aber nicht, weil unsere Welt nicht aus Erde besteht, sondern, naja, aus Welt eben.) Leichtes Weltenschütteln ist nur lästig, aber wenn es stärker wird, kann es gefährlich werden. Außerdem kann es dazu führen, dass die Milchflüsse und sogar die normalen Wasserflüsse eine Zeit lang versiegen. Aus diesem Grund dürfen auch wir das Weltenblut nicht trinken, außer einmal im Jahr am Sonnentag, wenn vom Fellhügel aus gesehen beide Sonnen in einer Linie über dem Priesterinnenhügel stehen. Dann feiern wir ein großes Fest und singen unter der Leitung der Priesterinnen, um das neue Jahr willkommen zu heißen.
Ihr müsst wissen, dass unsere Rudel nicht so aufgebaut ist, wie in manchen anderen Welten,wo es eine strengen Hierarchie vom Alpha bis zum Omega gibt. Bei uns sind prinzipiell alle gleich. Die Entscheidungen treffen die Priesterinnen, aber nicht, weil sie stärker wären und uns zwingen könnten, sondern weil sie die meiste Lebenserfahrung von uns allen haben und wir daher wissen, das es vernünftig ist, ihren Ratschlägen zu folgen.
Wenn wir keine Springlinge jagen, dann sitzen wir zusammen und unterhalten uns. Einerseits müssen wir uns über unsere Erlebnisse austauschen, denn in einer Gemeinschaft muss jeder wissen, was der andere weiß. Geheimnisse kennen wir nicht, es gibt bei uns auch keinen Grund dazu. Andererseits vertreiben wir uns so auch die Zeit, denn nichts ist schlimmer als Langeweile. Und so erzählen wir uns gegenseitig Geschichten. Besonders die Priesterinnen kennen viele Geschichten, da sie meist die ältesten von uns sind. Manche Geschichten sind echt gruselig, zum Beispiel die von dem 24-beinigen Riesenspringling, der ein ganzes Rudel auslöschte, oder dem Rudel, das zu gierig nach dem Weltenblut wurde und immer davon trank, bis es zu einem gewaltigen Weltenschütteln kam, bei der viele Rudelmitglieder so hoch geschleudert wurden, dass sie beim Aufprall auf den Boden starben. Einige sollen angeblich gar nicht mehr heruntergefallen sondern in eine der beiden Sonnen geflogen sein. Natürlich weiß man nicht, ob diese Geschichten überhaupt stimmen, aber das macht sie eher noch spannender.
Außerdem philosophieren wir über die Welt und ihre Eigenschaften, zum Beispiel darüber, welche Form sie hat. Manche sind der Ansicht, dass die Welt unendlich weit ausgedehnt ist, andere sagen, sie habe irgendwo ein Ende. Wieder andere sagen, sie sei eine riesige Kugel. Einige meinen sogar, die Welt sei ein riesieger Wolf, und einige wenige von diesen vermuten, dass dieser zusammen mit einem Rudel ähnlich großer Wölfe auf einem noch riesigeren Wolf lebt, und immer so weiter.
Einmal kam sogar die Überlegung auf, dass auf uns wiederum winzigkleine Wölfe leben, doch so lange wir uns auch selbst und gegenseitig durchs Fell schauten, konnten wir nichts finden, was auch nur halbwegs wie winzige Wölfe aussah. Auch fanden wir keine Milchflüsse oder dergleichen. Das einzige, was wir einmal fanden, waren Lupmundi-Flöhe, widerliche, nervige kleine Viecher! (Ein Bad in Weltenmilch hilft aber kurzfristig gegen den Juckreiz und längerfristig auch gegen die Flöhe.)
Die überzeugtesten Anhängerinnen der Miniwolftheorie sahen sich allerdings zumindest darin bestätigt, weil man die Lupmundi-Flöhe als kleines Äquivalent von Springlingen ansehen könnte, und ließen sich nicht mal davon überzeugen, dass keine von uns von Wolken oder gar von Sonnen umgeben ist.
Dabei kam es jedoch nie zu einem Streit, denn wir wissen ja alle, dass keine von uns wissen kann, wie es wirklich ist. (Und wenn es eine wüsste, würde sie es erzählen und es gäbe erst reicht keinen Grund für einen Streit.)
Dennoch wären irgendwann alle Geschichten erzählt und alle Gedanken ausgetauscht, und es würde sehr langweilig werden. Wenn es nicht die Reisenden gäbe. Die Reisenden haben ihr Rudel verlassen, um Geschichten zu sammeln. Wenn sie ein anderes Rudel treffen, erzählen sie die Geschichten, die sie kennen, und sammeln dafür die Geschichten des Rudels. Nicht alle kehren schließlich zu ihrem ursprünglichen Rudel zurück, manche verunglücken vermutlich unterwegs, und manche finden vielleicht irgendwo in der Ferne eine neue Heimat. Aber die meisten kehren mit vielen neuen Geschichten aus der ganzen Welt heim, und meist sogar mit einigen, die sie unterwegs selbst erlebt haben.
So brachte eine Reisende die Geschichte von den Weltenaugen zu uns. Wir kannten zwar die Legende schon, aber die Reisende erzählte, sie auf ihrer Reise sei einer anderen Reisenden begegnet, die auf ihrer Reise wiederum eins gesehen hatte. Es soll ein riesengroßes, hellbraunes Auge gewesen sein, dass sich mitten in einem Pelzwald befand. Sie wusste natürlich, dass man dem Auge nicht zu nahe kommen oder es gar berühren durfte, wollte man kein heftiges Weltenschütteln riskieren. Doch sie hatte es genau betrachtet und betrachtet und war überzeugt, das Auge habe sie wahrgenommen und ebenfalls angeschaut. Sie meinte, es habe dabei irgendwie freundlich ausgesehen, doch ich persönlich bezweifle, dass man das an einem einzelnen Auge erkennen könnte.
Jedenfalls sahen die Anhängerinnen der Riesenwolftheorie das als Bestätigung ihrer Ansicht, worauf aber die Rundweltler entgegneten, dass ja auch eine Kugel Augen haben könne, im Gegensatz zu einem Wolf sogar mehr als zwei. Dennoch glaube ich, dass es immer noch einige Miniwölflerinnen heimlich jeden Morgen nach dem Verlassen der Nesthöhle ihren Körper absuchen in der Hoffnung, in ihrem Fell doch noch einen Miniwolf zu entdecken.
Doch auch mit den Reisenden wäre es irgendwann vermutlich soweit, dass jedes Rudel jede Geschichte kennen würde und die große Langeweile ausbräche. Deshalb gibt es die Weltenreisenden. Ihre Reise ist ungleich gefährlicher, und die wenigsten von ihnen kehren wieder zurück, doch die, die es tun, bringen eine Unzahl von Geschichten mit, die noch niemand auf der Welt gehört hat.

Und dieses Abenteuer habe ich beschlossen, auf mich zu nehmen. Ich habe vorher lange darüber nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass das der richtige Weg für mich ist. Dann wandte ich mich an die Priesterinnen, die mir, nachdem sie sich davon überzeugt hatten, dass ich tatsächlich gewillt war, eine Weltenreisende zu werden, alles beibrachten, was ich wissen musste. Oder zumindest alles, was sie selbst wussten, denn auch von ihnen waren nur wenige bereits einmal auf Weltenreise gewesen.
Und dann kam schließlich der Tag, an dem meine Reise beginnen sollte. Das ganze Rudel hatte sich mit respektvollem Abstand um den Gipfel des Priesterinnenberges versammelt. Normalerweise dürfen nur die Priesterinnen den Berg betreten, mit Ausnahme der unmittelbaren Umgebung um die Höhle der Priesterinnen, wo diese sich täglich versammeln, um über die Belange des Rudels zu diskutieren, die jeweils nächsten Feiern und Rituale vorzubereiten und ihren weiteren Aufgaben nachzugehen. Die meisten von ihnen schliefen auch dort.
Der Grund für dieses Verbot ist, dass es dort sehr gefährlich ist. Am Fuße des Berges gibt es zum Beispiel viele Schlucklöcher, unter ihnen auch die Höhle des Vergessens. Schlucklöcher sind Löcher in der Welt, in denen die Weltenmilch Milchflüsse und das Wasser des Regens und der normalen Flüsse versickert, damit die Welt nicht überschwemmt wird. Keiner weiß, wie tief sie sind und wo sie hinführen, aber alles, was hineinfällt, ist verschwunden, und man hört nicht einmal einen Aufprall. Selbst das längste, ausgefallene Baumhaar ist zu kurz, als dass man damit den Grund erreichen könnte.
Die meisten davon sind glücklicherweise zu klein, als dass ein Wolf hineinfallen könnte, denn sie sind so steil, dass man nicht mehr herausklettern könnte, selbst wenn man den Sturz überleben sollte. Doch die an diesem Berg sind groß genug, um einem Wolf gefährlich zu werden, und die Höhle des Vergessens ist die größte von allen.
Nur zu besonderen Anlässen dürfen wir unter wachsamen Augen der Priesterinnen den Berg betreten, zum Beispiel bei der Trauerfeier für eine Verstorbene, wenn die Priesterinnen den toten Körper in die Höhle des Vergessens schieben. Und, wie in meinem Falle, bei der Verabschiedung einer Weltenreisenden.
Denn auf dem Gipfel befindet sich eine weitere Gefahr: Das Weltentor. Es sieht aus, wie eine Säule aus Licht, doch wer ihm zu nahe kommt, verschwindet aus der Welt. Und um dieses Weltentor hatte sich das Rudel versammelt und sang für mich das Abschiedslied, während ich neben einer Priesterin vor dem Tor stand, gerade noch weit genug davon entfernt, um sicher zu sein.
Die Priesterin fragte mich nach meinem Namen. Sie hatten mir schon bei der Vorbereitung gesagt, dass ich einen Namen bräuchte, aber irgendwie war ich nie dazu gekommen, mir einen zu überlegen. Doch ohne Nachzudenken antwortete ich: „Lavaya“. Der Priesterin nickte, der Name schien ihr zu gefallen. Dann erklärte sie mir, dass jetzt die letzte Möglichkeit sei, umzukehren. Es sei keine Schande, es sich jetzt noch anders zu überlegen. Sie fragte mich, ob ich wirklich sicher sei.
„Ja“, sagte ich. Dann machte ich einen Schritt vorwärts.




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Xaron, Yavru



19.11.2017 23:56
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